
{"meta":{"meta-title":"Graf Benjowski > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Graf Benjowski > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/103","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/103","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Graf Benjowski"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/103","text":"Graf Benjowski"}]},"data":{"id":103,"veranstaltungstitel":"Graf Benjowski","veranstaltungsart_id":1,"kommentar":null,"art":{"id":1,"theaterveranstaltungsart":"Schauspiel"},"personen":[{"id":167,"bkperson_id":553,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":103,"bkperson_regberuf_id":167},"person":{"id":553,"bknachname":"Kotzebue","bkvorname":"August Friedrich Ferdinand","bkgeschlecht":"m","fm_personen_id":"000090","lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":7746,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 4 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"29.01.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 3","zusatzinfo":"Zum Benefiz f\u00fcr Herrn Fleck","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-23 23:19:10","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-23 23:19:10","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[{"id":343,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-03-17","z_nummer":"16","z_seite":"145-160","z_autor":"[Friedrich Schulz]","z_text":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cgerlach%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><style>\n<!--\n \/* Style Definitions *\/\n p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:Arial;\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\np\n\t{mso-margin-top-alt:auto;\n\tmargin-right:0cm;\n\tmso-margin-bottom-alt:auto;\n\tmargin-left:0cm;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\n@page Section1\n\t{size:612.0pt 792.0pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:36.0pt;\n\tmso-footer-margin:36.0pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.Section1\n\t{page:Section1;}\n-->\n<\/style><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]--><p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 1cm;\"><span style=\"font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Graf Benjowsky\noder die Verschw\u00f6rung auf Kamtschatka, ein Schauspiel in f\u00fcnf Aufz\u00fcgen vom\nHerrn v. Kotzebue ist eins von den \u00e4ltern St\u00fckken des Verfassers, das aus\nnichtigen und zum Theil l\u00e4cherlichen Gr\u00fcnden erst gar nicht auf unsre B\u00fchne\ngebracht werden sollte. Die unschuldige Freiheit, die der gefesselte, geplagte\nSklave auf Kamtschatka w\u00fcnscht, war \u2014 credite imposteri \u2014 der Stein des\nAnsto\u00dfes. Doch man hat sich endlich eines andern besonnen; was gestern\nsch\u00e4dlich schien, ist es heute nicht mehr und \u2014 das ber\u00fcchtigte St\u00fcck, Graf\nBenjowsky, ber\u00fchmter, ber\u00fcchtigter noch als der Held desselben in der wirklichen\nGeschichte, erschien am 29sten Januar auf unsrer B\u00fchne, belacht und beweint,\nbeklatscht und bewundert von Logen und Parterre. Das St\u00fcck ist schon seit\neinigen Jahren gedruckt und ohne Zweifel den meisten unsrer Leser eben so, wie\ndie wahre Geschichte, die dem selben zum Grunde liegt und die fast durchaus bis\nauf die kleinsten Umst\u00e4nde beibehalten ist, bekannt. In der Nacht vom 28sten\nauf den 27sten April 1791 war es, als Graf Benjowsky und seine Verschworne sich\nbefreiten und bald nachher, Afanasja, des Gouverneurs Tochter, mit ihnen, die\nUfer von Kamtschatka verlie\u00dfen. Der Gouverneur ward im Kampfe mit Benjowsky von\neinem der Verschwornen mit einem S\u00e4belhiebe zu Boden gestreckt und seine\nGattinn, die zufolge der wahren Begebenheit noch lebte, verlie\u00df ihre Tochter,\nder nun keine andere Rettung als in der Flucht mit Benjowsky \u00fcbrig blieb. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Nur f\u00fcr einen und\nden andern, dem dies Schauspiel und die wahre Begebenheit, die es zum\nGegenstande hat, demohngeachtet nicht bekannt sein m\u00f6chte, will ich hier ganz\nkurz dessen Inhalt anzeigen.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Graf Benjowsky,\nein Ungarischer Magnat und Anf\u00fchrer conf\u00f6derirter Pohlen, ward von den Russen\ngefangen und nebst andern nach Kamtschatka verwiesen. Hier empfiehlt er sich\ngleich bei seiner Erscheinung vor dem Gouverneur durch seinen offnen Blick,\ndurch seinen edlen Stolz, durch seine Geschicklichkeit im Schachspiel (in der\nwahren Geschichte war letztere der wichtigste Empfehlungsgrund) und durch das\nmuthvolle Betragen, wodurch er auf der Fahrt von Ochozk nach Kamtschatka das\nSchiff gegen Sturm und Wellen sicher regiert hatte. Noch mehr als der\ngeschickte, tapfre Benjowsky bei dem Vater, empfiehlt sich der sch\u00f6ne,\nm\u00e4nnliche Held bei der Afanasja. Sie liebt ihn beim ersten Anblick und so\nheftig, da\u00df sie dem gefangenen Benjowsky, der auf ihr Verlangen zu ihrem\nSprachmeister in der franz\u00f6sischen Sprache bestimmt wird, gleich in der ersten\nStunde ihre Liebe auf das lebhafteste erkl\u00e4rt. Benjowsky hatte \u00fcbrigens unter\nden andern Gefangenen einen Alten, Namens Krustiev kennen gelernt, der schon\ndrei und zwanzig Jahre nach Freiheit geseufzt und auf Freiheit gedacht hatte.\nDiesem Krustiev schien in Benjowsky endlich der Mann erschienen zu sein, der\ndas Werk der Befreiung mit Klugheit, Muth und Gl\u00fcck ausf\u00fchren k\u00f6nne. Er macht\nihn bald mit seiner Absicht und seinen H\u00fclfsmitteln bekannt. Alle Gefangene\nunterwerfen sich willig der obersten F\u00fchrung des Benjowsky, nur Stepanof nicht,\nein junger, ungest\u00fcmer Russe, der durch l\u00e4ngere Bekanntschaft mit seinen\nKameraden und durch schon vor ihren Augen abgelegte Proben seines Muthes, ein\nn\u00e4heres Recht zum Oberbefehl zu haben glaubt. Sein Widerwille gegen Benjowsky\nsteigt noch mehr, als er die Entdeckung macht, da\u00df auch Afanasja, f\u00fcr die er\nlange insgeheim brennt, seinen gl\u00fccklichern Nebenbuhler liebt und so zwiefach\nvon ihm in der Ehre und der Liebe geschlagen, br\u00fctet er auf Rache. Benjowsky\nist zwar verheurathet, inde\u00df n\u00fctzt er Afanasjas Liebe zu ihm, um desto sicherer\ndas Zutrauen des Gouverneurs und des Hettman der Kosaken, der immer um und bei\ndem Gouverneur ist, zu erhalten und unvermerkt den Befreiungsplan auszuf\u00fchren.\nSelbst Afanasjen vertraut er freiwillig nichts von seiner Absicht; und nur erst\ndann, als durch die Plauderei des jungen Kosaken Kudrin, der erste Verdacht\neiner Verschw\u00f6rung der Gefangenen dem Gouverneur mitgetheilt worden und\nAfanasja hievon den Benjowsky selbst benachrichtigt, entdeckt er ihr seinen\nPlan und das Eheband, das ihn schon fesselt. Aber Afanasja will ihn nun als\nSchwester begleiten und durch sie und ihres Hausm\u00e4dchens Feodora Verschlagenheit,\nso wie durch Benjowskys geschickte Verstellungskunst w\u00fcrde aller Verdacht, den\nder Gouverneur und der Hettmann durch Kudrins Schwazhaftigkeit, ja selbst durch\nStepanofs Verrath (der auf diese Weise seiner Rache Lauf lie\u00df) gegen Benjowsky\ngefa\u00dft hatten, wieder vertilgt sein, wenn nicht der erschrockne, verzagte\nKudrin verhaftet worden w\u00e4re und die ganze Verschw\u00f6rung haarklein dem\nGouverneur erz\u00e4hlt h\u00e4tte. Aber auch nun thut Afanasja das Beste; sie wird\nfreilich von ihrem Vater gezwungen, einen Einladungsbrief an Benjowsky zu\nschreiben, aber sie hat schon vorher ihrem Inniggeliebten versprochen, da\u00df sie,\nwenn sie Gefahr merkte, ihm eine rothe Bandschleife zum Zeichen derselben\nschikken wolle. Diese wei\u00df sie unvermerkt in den Brief hineinzulegen. Benjowsky\nwei\u00df nun genug, um auf seiner Hut zu sein und um das, was er thun will,\nschleunig zu thun. Im Augenblick trifft er Anstalten zur schnellen Ausf\u00fchrung\nseines Werks; der Hettmann, der mit seinen Kosaken schon heranr\u00fcckt, um die\nVerschwornen in ihrem Neste zu \u00fcberraschen, wird durch List gefangen genommen\nund seine Gef\u00e4hrten werden entwaffnet. Afanasja k\u00f6mmt endlich selbst in\nKosakenkleidung zu Benjowsky, um mit ihm zu fliehen. Das Gl\u00fcck erkl\u00e4rt sich\nganz f\u00fcr die Verschwornen; der Gouverneur selbst wird in seinem Zimmer gefangen\ngenommen und als Geisel so lange mitgef\u00fchrt, bis die Flucht v\u00f6llig gesichert\nworden. Hier endigt nun das St\u00fcck mit der Scene, wo der Gouverneur unter\nFl\u00fcchen, Beschw\u00f6rungen und Thr\u00e4nen Afanasjen, die in Ohnmacht gesunken ist,\nwiederfodert. Benjowsky kann endlich nicht widerstehen, giebt die Tochter dem\nVater zur\u00fcck und segelt davon. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Trotz allem, was\ndie schulgerechte Kritik gegen dieses St\u00fcck sagen mag und schon hundertmal\ngesagt hat, ohne irgend einen Zuschauer, der dasselbe gut vorgestellt sah, zu\n\u00fcberzeugen, \u2014 trotz alle dem wird dies St\u00fcck immer ein Denkmal des\ndichterischen Geistes seines Verfassers bleiben. Ohne diesmal auf das Verdienst\nder Erfindung Anspruch machen zu d\u00fcrfen, bleibt ihm das freilich untergeordnete,\naber doch immer gro\u00dfe des Schnellblicks, mit dem er die F\u00e4higkeit einer\nwirklichen Begebenheit zu einer dramatischen Behandlung sah, der Behandlung\nselbst, des lebendigen, gedankenreichen Dialogs und so mancher andern, diesem\nDichter eigenth\u00fcmlichen Sch\u00f6nheiten. Nichts ist leichter als, mit dem\nAristoteles und seinen guten und schlechten Kommentatoren in der Hand, die\nFehler dieses St\u00fccks zu finden, man mag auf die Karaktere oder die Handlung\nsehen. Letztere verst\u00f6\u00dft freilich gegen Einheit des Orts und der Zeit und es\ngiebt noch Kunstrichter genug, welche diese S\u00fcnde um keinen Preis vergeben.\nWahr ists freilich, da\u00df Kotzebue in dieser R\u00fccksicht unsern Glauben manchmal\nauf zu harte Proben stellt. Er giebt uns nicht einmal einen Wink davon, da\u00df die\nHandlung des St\u00fccks wenigstens ein halbes Jahr dauert. Daher mu\u00df dem\naufmerksamen reflectirenden Zuschauer, der mit der wahren Geschichte nicht\nbekannt ist, manches sonderbar auffallen, zum Beispiel: im dritten Akt ermahnt\nKrustiew den Benjowsky beim Streit mit dem Schiffskapitain, seinen Weg zum\nGouverneur \u00fcber die zugefrornen Gew\u00e4sser zu nehmen und im f\u00fcnften Akt k\u00f6mmt ein\nSchiff mit vollen Segeln, worinn sich die Fliehenden einschiffen. Und im ersten\nAkt ist Benjowsky mit seinen Gef\u00fchrten zu Schiffe angekommen, eben da Stepanof\nsich dar\u00fcber beklagt, da\u00df es keine Sonne mehr g\u00e4be und die Gew\u00e4sser mauerfest\nst\u00fcnden.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Betrachtet man\nferner die Karaktere des St\u00fccks und die Motiven ihres Thuns und Lassens, so\ngiebts auch hier allerley S\u00fcnden gegen die Wahrscheinlichkeit, welche die\ndramatischen Regeln fordern. Liegt Krustiews schnelles Vertrauen und g\u00e4nzliche\nHingabe f\u00fcr Benjowsky wohl in dem Karakter dieses Alten? Ist Kasarinows\nbeabsichtigte Vergiftung des Grafen nur im mindesten motivirt? Hat der Dichter\nes wahrscheinlich genug gemacht, da\u00df der Gouverneur mit Vernachl\u00e4\u00dfigung seiner\nPflicht ein so gro\u00dfes Vertrauen auf Benjowsky setzt? Hat er den Entschlu\u00df\ndesselben, ihm seine Tochter so ganz anzuvertrauen und endlich gar zum Weibe zu\ngeben, genug motivirt? In der wahren Geschichte, wo freilich der Gouverneur\nnicht mit einem solchen Vorrath von Menschenliebe und Moralit\u00e4t ausger\u00fcstet\nerscheint, sind die Motive st\u00e4rker, dem wirklichen Karakter des Gouverneurs und\nseinen Schw\u00e4chen angemessener; denn Benjowsky wird dazu gebraucht, den\nKasarinow u. a. m. im Schach auszuziehen. Wozu endlich, kann man weiter fragen,\nder ganze Hettmann? Soll er blos ein m\u00fc\u00dfiger Spa\u00dfmacher in dem St\u00fccke sein? und\nwenn er dies nicht ist und sein soll, ist er blos darum da, um am Ende gegen\nalle Wahrscheinlichkeit, gegen alle Begriffe, die man mit einem\nKosaken-Hettmann verbinden mu\u00df, sich und seine Leute auf eine so sonderbare Art\ngefangen nehmen zu lassen und dadurch dem Benjowsky ein so leichtes Spiel zur\nVollbringung seiner Flucht zu machen?<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Diese und noch\nviel andere Ausstellungen der Art kann man gegen die blo\u00dfe Wahrscheinlichkeit\nder Karaktere des St\u00fccks machen, sie k\u00f6nnen alle gegr\u00fcndet sein und das St\u00fcck\nmacht darum um kein Quentchen einen geringern Eindruck. Aber wohl wird das\nsittliche Gef\u00fchl des feiner empfindenden Zuschauers durch mehrere in diesem\nSchauspiel aufgestellten Karaktere beleidigt. Ich sage das sittliche Gef\u00fchl,\nund folglich auch das sch\u00f6ne, das echte poetische Gef\u00fchl, welches ohne jenes\nerstere eigentlich in keinem Menschen vorhanden sein kann. Es ist hier nicht\nZeit, die alte oft so sonderbar aufgeworfene und noch sonderbarer beantwortete\nFrage, ob der Zweck der sch\u00f6nen K\u00fcnste moralisch sei, zu ber\u00fchren. Aber man hat\naus der allerdings ganz richtigen Antwort, da\u00df Moralit\u00e4t, das hei\u00dft, Nutzen\nnicht der Zweck der sch\u00f6nen K\u00fcnste sei, \u2014 ganz unrichtige Konsequenzen gezogen.\nEin sch\u00f6nes Kunstwerk hat keinen moralischen Zweck, folglich, habe ich oft\nsagen h\u00f6ren und noch \u00f6fter an vielen sogenannten Kunstwerken selbst erfahren,\ngeht den K\u00fcnstler die Sittlichkeit gar nichts an, er kann auf Kosten dieses\nGef\u00fchls allen Leidenschaften, der ganzen thierischen Natur des Menschen\nschmeicheln und wenn er nur die Phantasie aufregt, je st\u00e4rker, je lebendiger,\ndesto besser; so hat er alles gethan. Alles mag er gethan haben, nur nichts\nwahrhaft sch\u00f6nes und eben darum nichts recht poetisches.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Allerdings steht\nes ihm frei, unsre Leidenschaften aufzuregen, allerdings darf er uns f\u00fcr den\nTeufel selbst zu interessiren suchen, aber dann mahle er uns auch den <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Teufel<\/span> wirklich sch\u00f6n, d. h. poetisch\nsch\u00f6n, er bereite jeden Uebelstand, der unser sittliches Gef\u00fchl beleidigen\nk\u00f6nne, geh\u00f6rig vor, er l\u00f6se ihn geh\u00f6rig auf, er mache uns glauben, da\u00df der\nTeufel ein kraftloses, ein gemeines, elendes Wesen sein m\u00fcsse, wenn er anders\nals so teuflisch, wie er ihn handeln l\u00e4\u00dft, handelte. Eine unn\u00fctze Schlechtheit,\nsagt einer unsrer geistvollsten Kritiker, ist der gr\u00f6\u00dfte Fehler, dessen ein\nDichter sich schuldig machen kann; mit dem Unwillen wird der Genu\u00df des Sch\u00f6nen\nsogleich zerst\u00f6rt. Den Musiker, der ohne Grund mit einer unaufgel\u00f6sten\nDissonanz endigte, w\u00fcrde man tadeln, und dem Dichter, welcher ohne Gef\u00fchl f\u00fcr\nden Einklang des Ganzen das zarte Ohr des Gem\u00fcths durch die schreiendsten\nMist\u00f6ne verlezt; verzeiht man, oder bewundert ihn wohl gar.\u201c \u2014 Unn\u00fctze\nSchlechtheit und folglich Beleidigung des sittlichen und des mit diesem eng\nverschwisterten sch\u00f6nen, poetischen Gef\u00fchls liegt nun namentlich in dem\nKarakter des Stepanof. Ich sage nicht, da\u00df ein solcher Karakter an sich unwahrscheinlich\nund, wie einige meinen, um so unwahrscheinlicher ist, weil ihn der kalte, rauhe\nNorden gebohren hat; vielleicht ist gerade darum um so wahrscheinlicher. Nein,\nvon der Seite der Wahrscheinlichkeit an sich betrachtet, m\u00f6chte gerade gegen\ndiesen Karakter am wenigsten einzuwenden sein. Ein Russe selbst (ein reisender\nrussischer Gelehrter) mag hier statt meiner urtheilen. \u201eMan mu\u00df den eisernen,\nunbiegsamen Russen kennen, um diesen Karakter (des Stepanof) ganz zu fassen.\nDer Russe liebt, wie er ha\u00dft; in beidem mit \u00dcbermaa\u00df. Das Weib, dem er seine\nLiebe schenkt, h\u00e4lt er \u2014 gleichviel aus welchem Stande \u2014 f\u00fcr sehr geehrt (denn\ndas Weib ist hier, wie bei allen slavischen V\u00f6lkerst\u00e4mmen, dem Gehorsam\nuntergeordnet); blickt man nun noch auf Stepanofs Herkunft (er war Obrister der\nLeibgarde und urspr\u00fcnglich ein Kneese) so wird der stolze, herrische Sinn\ndieses Satrapen und seine befehlende Liebe zu Afanasja verst\u00e4ndlich. Diese\nRolle ist das treuste und vollendetste Gem\u00e4hlde; aber sie wird von den\nmehresten Darstellern verkannt. Man glaube nicht, da\u00df der vornehme Russe ein\nBeest ist; \u2014 im Gegentheil, die Erziehung des m\u00e4nnlichen vornehmern Theils ist\nsehr sorgf\u00e4ltig, \u2014 sie war seit 50 Jahren (bis auf die jetzige Periode)\ngr\u00f6\u00dftentheils in den H\u00e4nden der Ausl\u00e4nder, besonders Franzosen und der vornehme\nRusse ist mit den besten Schriften der Ausl\u00e4nder bekannt. Stepanof ist ein\nverschlossener, herrischer, stolzer Karakter \u2014 voll Gef\u00fchl seines Werths \u2014\nseiner pers\u00f6nlichen Tapferkeit und des erlittenen Unrechts; \u2014 Kamtschatka oder\ndie gl\u00e4nzende Hauptstadt des Reichs \u2014 gilt ihm gleich. Er ist \u00fcberall, was er\nist, Befehlshaber.\u201c So weit der Russe. Aber dieser stolze, herrische, heftige,\nt\u00fckkische, unvers\u00f6hnlich rachs\u00fcchtige Stepanof ist, so wie ihn der Dichter\nhingestellt und in Handlung und Situation versetzt hat, bei aller richtigen\nZeichnung des Nationellen, nicht poetisch sch\u00f6n; er h\u00e4tte es aber werden\nk\u00f6nnen, wenn der Dichter seine Liebe zu Afanasja st\u00e4rker herausgehoben, diesen\nm\u00e4chtigen Regungs- und Handlungstrieb lebendiger kolorirt, in die Handlung\ninniger verkettet, und auf gro\u00dfe Zwekke gerichtet, die Eifersucht gegen\nBenjowsky eben darum energischer gezeichnet und, mit einem Wort, wenn er den\nganzen Stepanof nicht im Hintergrunde gestellt und blos als ein Mittel, um Verwikkelung\nund einige Reaktion in die Handlung des Gl\u00fccks zu bringen, gebraucht h\u00e4tte. Der\nGang des St\u00fccks w\u00fcrde dadurch vielleicht erweitert und \u2014 f\u00fcr den engen Raum der\nB\u00fchne zu gro\u00df geworden sein, wenn n\u00e4mlich dennoch das Hauptinteresse, die\nBefreiung Benjowskys und die ganze historische Behandlung dieses Stofs\nbeibehalten w\u00e4re. Ei nun, ich wenigstens will doch lieber auf dem Grund und\nBoden meiner eignen Phantasie B\u00fchne und Schauspieler errichten, als von den\nh\u00f6lzernen Brettern herab meine sch\u00f6nsten Gef\u00fchle martern lassen. Der zweite\nKarakter, der das sittliche Gef\u00fchl beleidigt, wenigstens das meinige, ist\nAfanasja. Auch hier tadle ich nicht die W\u00e4rme, die Gluth dieses M\u00e4dchens nahe\nam Rande des Eispols, das hei\u00dft, ich finde sie nicht unwahrscheinlich. Die\nMenschen des kalten Norden besitzen gl\u00fchendes Gef\u00fchl, hei\u00dfes Blut.\nBeharrlichkeit und ein Hinstreben zum Genu\u00df, das \u00fcber alle Begriffe geht. Sie\nsind ruhig wie die stille See, aber wenn es anf\u00e4ngt zu st\u00fcrmen, so gleichen sie\nden Wogen des Meeres und dem Heere im Wetter. Aber die warme, gl\u00fchende, oder,\ndamit ich sie mit dem rechten Namen bezeichne, die thierisch woll\u00fcstige\nAfanasja, (denn so erscheint sie uns in der Zeichnung des Dichters) ist ein\nGesch\u00f6pf, welches das sittliche Gef\u00fchl beleidigt, emp\u00f6rt und, gleichsam als\nwenn sie an dieser S\u00fcnde noch nicht genug zu tragen h\u00e4tte, noch obenein am Ende\nrecht unnat\u00fcrlich wird. (Beil\u00e4ufig bemerke ich nur, um nicht mit dem Gef\u00fchl\nderer, die Benjowsky vorstellen sahen und die Afanasja gar nicht so beleidigend\nf\u00fcr ihr sittliches Gef\u00fchl, sondern vielmehr recht hold und weiblich fanden, in\nStreit zu gerathen, da\u00df sie die liebensw\u00fcrdige Darstellerinn der Afanasja nicht\nmit dem Gesch\u00f6pf des Dichters verwechseln m\u00f6gen; was hier, in der Zeichnung des\nDichters, rohe, thierische Natur ist, wurde dort, auf unsrer B\u00fchne, zarte,\nhinreissende Weiblichkeit.) Man lese das St\u00fcck und sehe ohne die sch\u00f6ne,\ngef\u00e4llige H\u00fclle, welche die Darstellerinn um Afanasja warf, das ganze Wesen an.\nKonnte sie wohl einen Zoll breit weiter gehen, ohne Buhlerinn zu werden?<\/p>\n\n<span style=\"font-size: 12pt; font-family: Arial;\"><br style=\"page-break-before: always;\" clear=\"all\">\n<\/span>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7746,"zeitung_id":343}},{"id":385,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-03-31","z_nummer":"11","z_seite":"161-176","z_autor":"ungez. [Friedrich Schulz]","z_text":"<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><p style=\"line-height:150%\">Fortsetzung von Graf Benjowsky.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Sie (Afanasja) sieht den Benjowsky; der Anblick\neines jungen, sch\u00f6nen, tapfern, vor andern ihr bekannten M\u00e4nnern gebildeten\nMann, macht sogleich den st\u00e4rksten Eindruck auf ihr Herz und ihre Sinnlichkeit;\ndas ist nat\u00fcrlich. Sie theilt ihre Gef\u00fchle ihrer Gespielinn mit: sie kann sie\nihrem Vater, der immer ihr Vertrauen besa\u00df, nicht verbergen; auch das ist\nnat\u00fcrlich. Sie mag endlich sogar dem Geliebten selbst ihr Herz \u00f6fnen (sie \u00f6fnet\nes ihm \u00fcbrigens nicht blos, sie tr\u00e4gt es ihm an, sie bettelt ihm gleichsam\nseine Gegenliebe als ein Allmosen ab); ich will auch gegen diese Nat\u00fcrlichkeit\nnichts einwenden. Aber mit dieser Nat\u00fcrlichkeit hat der Dichter noch nicht\nzugleich ihre Sch\u00f6nheit gezeichnet. Wenn das M\u00e4dchen, das dies alles thut,\ngefallen, r\u00fchren, anziehen \u2014 nicht beleidigen soll, so mu\u00df sie es mit\nunverdorbner Einfalt thun und kein Wort, keine Ausserung, die mit dieser\nEinfalt im Widerspruche st\u00fcnde, mu\u00df aus ihrem Munde gehen: sie mu\u00df es mit\nzarter Schaam und nat\u00fcrlicher Sittsamkeit thun, und sie mu\u00df wenigstens nicht\nmehr als dies thun, wenn nicht alle sch\u00f6ne Weiblichkeit verlohren gehen soll.\nIst dies nun der Fall bei Afanasjen? Kann ihre Ausserung \u201efrohe Menschen haben\nLieb' und Wein, diese Barbaren haben Wollust und Brandwein\u201c uns noch eine\nreine, unverdorbne Seele ahnden lassen? Wird ein M\u00e4dchen, die, wie Feodora sie\nbezeichnet, in einem Alter ist, in welchem sie alles ahndnt und nichts\nbegreift, so moralisch, so sentenzenreich von ihren Gef\u00fchlen in Vergleichung\nmit dem, was den rohen Kamtschadalen erg\u00f6zt, sprechen, wie Afanasja in der\nersten Scene zu Feodora spricht? Kann die erste Liebe eines zarten weiblichen\nGem\u00fcths dem Geliebten gegen\u00fcber eine so dreiste, die Zur\u00fcckhaltung desselben\ngleichsam scheltende, zur gr\u00f6\u00dfern K\u00fchnheit auffordernde Sprache f\u00fchren? \u201eDas\nVern\u00fcnftige ist nicht immer das Wahre\u201c und \u201eihr Auge ist so k\u00fchn und ihr Mund\nso furchtsam\u201c mit solchen Ausdr\u00fckken ermuntert Afanasja ihren ihr zu bl\u00f6den\nGeliebten; \u201edie Verwirrung eines Mannes schmeichelt unsrer Schwachheit und\nmacht unsern Waffen Ehre\u201c so spricht das unschuldige, sittsame M\u00e4dchen zum\nBenjowsky, als er \u00fcber die Freim\u00fcthigkeit verlegen wird, womit sie ihm gleich\nim ersten Augenblick ihrer Zusammenkunft erkl\u00e4rt \u201eda\u00df sie in seinen Augen lese,\nwas sie gerade noch in keinem Buche gefunden. Wenn die Liebe auf Kamtschatka\noder \u00fcberhaupt in dem nordischen Klima wirklich so zu Werke geht; so wollen wir\nuns doch dergleichen auf die B\u00fchne zu bringen verbitten; aber ich glaube nicht,\nda\u00df die reine, unverdorbene Natur eines weiblichen Gesch\u00f6pfs, wenn sie nur\neinigerma\u00dfen v\u00e4terlich und m\u00fctterlich gepflegt wird, den Grundzug aller gehen,\noder bei jedem Worte die Gebieter oder hohen Ungl\u00fccklichen zu betasten, zu\nstreicheln, oder sonst mit ihrem Wesen das \u201eAch \u201eher Je!\u201c der\nTages-Unterhaltung in diese schweren Augenblicke zu bringen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Die Helden der Handlung sollen allerdings mit ihrer\nersten Erscheinung als diese sich bew\u00e4hren.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Nicht sowohl durch Pracht der Haltung, nicht allein\ndurch das langsame Schrittmaa\u00df, oder den tiefen, getragenen Ton. Alle diese\nDinge k\u00f6nnen H\u00fclfsmittel werden, die Auszeichnung zu erg\u00e4nzen, aber sie k\u00f6nnen\nallein sie nicht ausmachen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Der ernste, langsame Schritt, wie er noch heut zu\nTage zur Representation bei feierlichen Gelegenheiten gebraucht wird, soll den\nKothurn unserer Trag\u00f6die ausmachen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Doch mu\u00df er nicht zu langsam bemessen werden, mu\u00df\nnicht beim Weiterschreiten auf einem Fu\u00dfe die Gestalt ruhen lassen, um dann\nerst den andern Fu\u00df zum Schritt zu heben. Die Gestalt mu\u00df sich entgegen tragen\nund in Bewegung bleiben.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Der Schritt, der die handelnden Personen des\nTrauerspiels ank\u00fcndet, kann nicht immer ganz derselbe seyn, wenn auch der\nHauptcharacter des Ganges bedeutender Menschen immer ernst und feierlich ist.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Der Grad des aufgeregten Sinnes mu\u00df das vorgehende\noder zur\u00fcckgezogene Leben des Schrittes bedeuten.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Ruhig und fest tritt der Muth einher, weit\nergreifend schreitet Herrschsucht und Zorn, die Fu\u00dftritte halten sich am Boden\nfest, wenn Schmerz und Hoffnungslosigkeit einher gehen. Die Tritte der Rache\nscheinen die Erde vor sich wegzudr\u00e4ngen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Anders hebt die Spannkraft der Jugend das Knie zum\nSchritte, anders bewegt es sich vorw\u00e4rts bei dem Alten.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Die gehobene Brust, die ruhige, die eingesunkene\nBrust, der angestrengte Arm, der h\u00e4ngende Arm \u2014 verdeutlichen den Sinn des\nSchrittes.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Mit der Verwendung dieser Gegenst\u00e4nde mu\u00df die\nGestalt Aufmerksamkeit erregen, wenn sie erscheint, ernste Bedeutung, wenn sie\nvorw\u00e4rts gegangen ist. Steht sie nun da vor den Augen des Zuschauers, hat das\nGesicht den Character einer Leidenschaft, eines leidenden Zustandes \u00fcberhaupt,\nim festen Blicke mit dahin gebracht: so erhalte nun dieser Blick, sein\nbestimmter Aufschlag, Leben und besondere Bedeutung. Eine Wendung des Halses,\ndes Kopfes \u2014 ohne gro\u00dfen Aufwand \u2014 ohne alle konvulsivische Dehnung, mu\u00df dem\nZuschauer deutlich sagen, was in dieser Brust vorgeht.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Das Ganze, vom ersten Erscheinen an bis zum\nAnlangen vorn auf der B\u00fchne, das Werk etlicher Sekunden \u2014 mu\u00df eine treue Skizze\ndes Characters geben, mu\u00df der erste Wurf eines Gedichtes seyn, dessen volle\nWirkung nicht bezweifelt werden kann.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">In der Folge der Handlung sollen Schritte und Arme\nnie zu blo\u00dfen Bewegungen des K\u00f6rpers verwendet werden, auch wenn jede Bewegung\neine sch\u00f6ne Form darbieten k\u00f6nnte. Sie sollen dazu dienen, den Ausdruck zu\nverst\u00e4rken.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Wenn die Seele am Uebermaas der innern Gewalt\nleidet, gelten Schritte f\u00fcr Entladung der Kraft. Wenig Schritte gelten dann f\u00fcr\ndie h\u00f6chste Vollendung der Rede.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Die Bewegung der Hand mag unwillk\u00fchrlich zuweilen\nder Rede folgen. Die Bewegung des Armes bekr\u00e4ftigt das Wort, f\u00fchrt den Willen\naus, gebeut das Unerl\u00e4\u00dfliche.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Dazu sollen beide verwendet werden. Schritte ohne\ntiefen Sinn, Armbewegungen ohne Deutung, gelten f\u00fcr Promenaden und Spielwerk.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Sie beweisen, da\u00df die Gestalt, welche vor uns\nsteht, von der Sch\u00f6pfung, welche sie geben soll, nicht durchdrungen ist, und\nsich an mancherlei Gel\u00e4nderchen halten mu\u00df, weil sie keine Haltung in sich\nselbst f\u00fchlt.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Dahin geh\u00f6ren, besonders im griechischen Kostume,\ndie Spielereien mit dem Gewande.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Zuweilen sch\u00f6n gef\u00fcgt, in einem gl\u00fccklichen Wurf\ndie Falten hingegossen, oder wenn mit dem leidenschaftlichen gro\u00dfen Ausdruck\ndie reiche Masse k\u00fchn sich hinausbreitet, so erh\u00e4lt die Gestalt davon neues\nInteresse. Aber dieser Wurf mu\u00df selten und unwillk\u00fchrlich geschehen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Die Seele mu\u00df nicht damit besch\u00e4ftigt, das Auge des\nHandelnden nicht darauf gerichtet seyn. Das sorgliche Empor- und hin und wieder\ntragen eines Mantelzipfels sagt nicht nur gar nichts, sondern es erregt zuletzt\nMi\u00dfwillen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Man wird so davon gest\u00f6rt, da\u00df man \u00fcber die\ngedankenlose Unzier am Gewicht der Worte verliert, die von diesem Widerspruch\nentkr\u00e4ftet werden.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Der Vortrag der Worte selbst mu\u00df deutlich und rein\nausgesprochen geschehen. Der Dichter mu\u00df ganz geh\u00f6rt werden, sonst ist sein\nWerk entstellt.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Selbst wegen des Inhalts der Geschichte des Trauerspiels,\nwelches oft zwischen Gleichnissen, Kernspr\u00fcchen, oder sch\u00f6nen Phrasen als der\nMadam Fleck bei Darstellung der Afanasja. Ein genaues Detail ihres Spiels w\u00fcrde\nden Beweis davon liefern.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Ich will hier nur einige Stellen herausheben.\nZuerst die aus der Scene, wo Afanasja bei dem Unterricht, den ihr Benjowsky in\nder franz\u00f6sischen Sprache geben soll, in Vocabeln ihre Liebe erkl\u00e4rt:<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">\u201eSie sagen mir Worte und ich lalle sie nach so gut\nich kann. \u2014 Ich lerne heute ein Dutzend und morgen ein Dutzend, in Jahr und Tag\nkann ich franz\u00f6sisch mit Ihnen plaudern. Wie nennt man zum Beispiel das Auge,\ndie Wangen, den Mund, das Herz?\u201c<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Ich zweifle, da\u00df irgend einem Zuh\u00f6rer von Gef\u00fchl\nund Geschmack die unnachahmlich sch\u00f6ne Modulation der T\u00f6ne in der angezogenen\nStelle entgangen sein k\u00f6nne. Leichtweg, wie man so etwas spricht, jedoch nicht\nohne die Lust und Freundlichkeit, mit der ein liebendes M\u00e4dchen jedes Wort\ngegen den Geliebten begleitet, sprach Madam Fleck die Worte Auge, Wangen, Mund;\nhier neigte sie den K\u00f6rper sanfter dem Geliebten n\u00e4her, es war nicht mehr die\nunbefangene Fragerinn, ihr Haupt schien an seinen Busen sinken zu wollen, indem\nihre Augen kaum wagten gegen ihn aufzusehen und mit unbeschreiblich s\u00fc\u00dfer\nZartheit \u2014 die Musik des Herzens selbst in dem sch\u00f6nen Augenblick des h\u00f6chsten\nGef\u00fchls der ersten Liebe \u2014 l\u00fcpften die Worte \u201edas Herz\u201c von ihren Lippen. Wie\nist es m\u00f6glich, da\u00df das Publikum f\u00fcr solche Sch\u00f6nheiten so n\u00fcchtern, so\nunempf\u00e4nglich, so unbewegsam bleiben kann? Oder ist ihnen diese Nuance zu fein,\nmu\u00df alles, was ihr Aufjauchzen, ihren lauten Beifall erhalten soll, vernehmlich\nmit Worten gesprochen und mit grellen Farben aufgetragen werden? Soll denn fast\nnur immer der Dichter mit ihrem Beifall ger\u00e4uchert werden, der Schauspieler\nselten oder gar nicht? denn so oft er auch dem Scheine nach applaudirt wird, so\nm\u00fc\u00dfte man doch ganz an die Einsicht und die Bescheidenheit desselben zweifeln,\nwenn man ihm zutrauen wollte, er s\u00e4he dies als einen Tribut seines Verdienstes\nund nicht als ein Geb\u00fchrni\u00df des Dichters an, der mit diesen Worten, dieser\nNaivet\u00e4t, diesem Witz, diesem Karakter, dieser Situation in jedem Munde und\ndurch jede Gestalt, welche der Zufall ihm zum Organ gab, Beifall erhalten haben\nw\u00fcrde.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Eben so sch\u00f6n wie die angef\u00fchrte Stelle sagte Madam\nFleck das bekannte \u201ele coeur palpite\u201c am Ende des zweiten Akts. Wirkung m\u00fcssen\ndiese Worte nach einer solchen Scene durchaus machen, und sie angenehm zu\nsagen, kann keiner Schauspielerinn, der die Natur bei einer leidlichen Gestalt,\nSprache und Sinn nur nicht ganz versagt hat, schwer fallen. Aber sie so zu\nsagen, da\u00df man den Theatercoup des Dichters dar\u00fcber vergi\u00dft, und der\nSchauspielerinn willig glaubt, es sei das wirkliche Klopfen eines Herzens, das\neine volle Befriedigung seiner Sehnsucht w\u00fcnscht und nicht gern von dem Orte\nhinweg will, wo der Geliebte verweilt hatte; nicht eine theatralische Manier,\nwomit man die Klatscher lockt \u2014 so wahr und sch\u00f6n m\u00f6chten diese Worte nur\nwenigen Schauspielerinnen gelingen. Ich habe ausser der Madame Fleck die Rolle\nder Afanasja von einer Schauspielerinn gesehen, die unter einer schlechten\nGesellschaft wie ein ausserordentliches Wesen hervorgl\u00e4nzt und die auch ohne\ndas vortheilhafte Licht, das der Kontrast ihrer Kollegen auf sie wirft, nicht\nzu den ganz gew\u00f6hnlichen Schauspielerinnen gerechnet werden kann. Ich rede von\nMlle. Feige bei der Gesellschaft des Herrn Carl D\u00f6bbelin, einem M\u00e4dchen, die\nmit einer nicht unangenehmen Gestalt, eine wohlt\u00f6nende, besonders f\u00fcr den\nAusdruck der Z\u00e4rtlichkeit geeignete Sprache und viel zarte Weiblichkeit\nverbindet. Schade nur, da\u00df ich sie in einem Zustande sah, worinn sich die wahre\nAfanasja zwar sehr gern befinden m\u00f6chte, aber freilich noch nicht befinden\ndarf. Dies hinderte sehr die Leichtigkeit ihres Spiels, das in manchen,\nnamentlich den z\u00e4rtlichen Stellen, kein ganz unw\u00fcrdiger Pendant zum Spiel der\nMadame Fleck war. Aber \u2014 geschah es aus Einsicht, da\u00df der Dichter hier blos\neinen Theatercoup angebracht habe oder aus Mangel an Zutrauen zu ihren Talenten\n\u2014 genug das le coeur palpite geh\u00f6rte nicht zu ihrem Spiel; Benjowsky war kaum\nzur Th\u00fcre heraus, so machte auch sie linksum und murmelte im Weggehen etwas,\ndas ich nicht verstehen konnte. \u2014 Wieder zu Madame Fleck. Die Delikatesse,\nwomit sie in Ton und Blick einige zum Theil schon oben ber\u00fchrte \u00c4usserungen der\nAfanasja, als z. B. \u201eda\u00df die Verwirrung eines Mannes den weiblichen Waffen Ehre\nmache und ihrer Schwachheit schmeichle\u201c \u2014 ich bin eine gelehrige Sch\u00fclerinn,\nich f\u00fchle was ich lerne \u2014 Ihr Auge ist so k\u00fchn und ihr Mund so furchtsam \u2014 das\nVern\u00fcnftige ist nicht immer das Wahre \u2014 weil Sie immer so vern\u00fcnftig sind \u2014 Sie\nfragen mich nicht um mein Geheimni\u00df u. s. w. behandelte, sie von aller\nZweideutigkeit entkleidete und ihnen nur das Gepr\u00e4ge unbefangner Offenheit\neines innigen sch\u00f6nen Gef\u00fchls gab, \u2014 diese Delicatesse \u2014 vielleicht habe ich\nnicht das rechte Wort gew\u00e4hlt \u2014 geh\u00f6rt zu den hervorstechendsten Z\u00fcgen ihrer\nfast an jeder Sch\u00f6nheit reichen Darstellung. Denn \u2014 wer h\u00e4tte wohl geahndet \u2014\nda\u00df die zarte, weiche, immer so m\u00e4dchenhafte Afanasja am Ende des vierten Akts\neine solche starke, entschlossene, m\u00e4nnliche Heroinn werden k\u00f6nne? Und doch\n\u00fcberzeugte Madam Fleck durch die Kraft ihres Tones, durch die Hoheit ihres\nBlicks und ihrer Bewegungen, durch die gewaltige Gluth des Feuers, das sie\nbegeisterte, da\u00df auch der Ausdruck des Heroismus und starker Affekte, mit einem\nWorte, das hohe Trauerspiel ein Gebiet f\u00fcr ihre Talente sei und doch h\u00f6rte\nmitten in dem Anschauen dieser \u00fcberraschenden Scene Niemand auf zu glauben, da\u00df\ndie begeisterte Heroinn ein M\u00e4dchen sei. Dank der sch\u00f6nen K\u00fcnstlerinn f\u00fcr diese\nseltene Verbindung des weiblich Sch\u00f6nen mit dem Heroischen; Dank f\u00fcr ihre ganze\nvortrefliche Darstellung, in welcher ich mehr als eine Forderung, die meine\nwarme Phantasie an einen idealisch vollkommnen Schauspieler zu machen pflegt\nund die meine zweifelnde Vernunft immer unter die Zahl frommer W\u00fcnsche verwie\u00df,\nerf\u00fcllt gefunden habe.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">\u00dcber den Karakter des Benjowsky selbst sage ich\nkein Wort; es mu\u00df jedermann einleuchten, da\u00df er, so wie ihn der Dichter hingeworfen\nhat, mehr ein leichtsinniger Abentheurer als ein wahrhaft gro\u00dfer Mann\nerscheint. Gleichwohl ist es eben die Gr\u00f6\u00dfe des Karakters, wof\u00fcr wir uns\ninteressiren sollen. Ich habe oben schon bemerkt, da\u00df man dem Benjowsky, um den\nZweck der Befreiung zu erreichen, fast zuviel zu Gute halten mu\u00df. Die\nVerstellungsfertigkeit gegen den Gouverneur, sein ganzes Benehmen gegen\ndenselben vom Anfang bis zu Ende sind gar nicht dazu geeignet, um das Bild\neines gro\u00dfen Mannes vor unsre Seele zu bringen oder vor ihr lebhaft zu\nerhalten. Doch mu\u00df man dem Dichter einr\u00e4umen, da\u00df er dem Hauptzweck des St\u00fccks,\nn\u00e4mlich der Befreiung Benjowskys und seiner Genossen (ein Zweck, welcher\nfreilich seiner Natur nach das menschliche Gem\u00fcth anziehen mu\u00df) ein so\n\u00fcberwiegendes Interesse zu geben wu\u00dfte, da\u00df man \u2014 nicht unwillig alle W\u00fcnsche\nund Forderungen diesem Zweck unterordnet<\/p>\n\n<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7746,"zeitung_id":385}},{"id":386,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-03-31","z_nummer":"12","z_seite":"177-184","z_autor":"ungez. [Friedrich Schulz]","z_text":"<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]-->\n\n<p style=\"line-height:150%\">Beschlu\u00df von Graf Benjowsky.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Aber nicht so ist es mit seinem (Benjowskys)\nBenehmen gegen Afanasja: hier wei\u00df unser Gem\u00fcth keine Entschuldigung f\u00fcr ihn.\nIch wenigstens kann es ihm nicht verzeihen, da\u00df er diesem M\u00e4dchen das Gest\u00e4ndni\u00df\nseiner Verheurathung thut. Und w\u00fcrde der Dichter nicht \u00fcberhaupt sehr f\u00fcr unser\nVergn\u00fcgen gesorgt haben, wenn er den verheuratheten Benjowsky der wahren\nGeschichte gelassen und uns einen freien, ledigen gegeben h\u00e4tte? Die Gr\u00e4uel der\nletzten Scene des St\u00fccks h\u00e4tte er dann ganz ersparen k\u00f6nnen oder, wenn er\ndurchaus am Ende die Tochter von dem Vater verfluchen lassen wollte, so w\u00fcrde\ndann doch gewi\u00df der gr\u00f6\u00dfte Theil der Zuschauer, mit Afanasjen im Bunde, das\nInteresse des kindlichen Gehorsams dem h\u00f6hern der Liebe geopfert haben. Aber\nnicht blos der Schlu\u00df des St\u00fccks wird durch Benjowskys Verheurathung emp\u00f6rend;\nwer kann \u00fcberhaupt, (zumal bei der hiesigen Vorstellung des St\u00fccks, bei einer\nso holden, von allem Widrigen entkleideten Afanasja) das leichtsinnige Gespiel\nmit dem Herzen eines so hei\u00df liebenden M\u00e4dchens ohne Unwillen ertragen?\nFreilich scheint in dieser R\u00fccksicht der Dichter selbst seine eigene Moralit\u00e4t\nzu haben, wenn es anders nicht zu dreist ist, aus den Worten, die er dem alten,\nso weise sein sollenden Krustiev in den Mund legt, darauf einen Schlu\u00df zu\nmachen. Dieser Krustiev sagt zum Benjowsky, als er von ihm Afanasjas\nHerzenszustand erf\u00e4hrt: \u201eschw\u00f6re mir heilige Ehrfurcht f\u00fcr des M\u00e4dchens\nTugend.\u201c Benjowsky antwortet hierauf: \u201ePfui, der h\u00e4sliche Gedanke hat mich nie\nversucht.\u201c Und nun erwidert Krustiev:<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">\u201eWohlan dann magst du immerhin ihrer Hofnung goldne\nBr\u00fckken bauen. Ein halbes Wort, ein sch\u00fcchterner Blick m\u00f6gen ihr Herz in s\u00fc\u00dfe\nTr\u00e4ume wiegen. Sind wir fort, so wird sich das verbluten. Es vergi\u00dft sich alles\nin der Welt, nur verlorne Unschuld nicht.\u201c<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Ich wei\u00df keinen Namen f\u00fcr dies Raisonnement des \u2014\nweisen Alten; die Seelenunschuld ist ihm gar nichts, wenn nur die physische\nnicht verletzt wird; ihr Herz kann er verderben, das ist eine Kleinigkeit. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Es mag keine leichte Aufgabe f\u00fcr den Schauspieler\nsein, sich in einer so schwankenden Rolle, wie Benjowsky, in allen Momenten\ngeh\u00f6rig zu finden zu wissen, aber gewi\u00df ist es, da\u00df lebhafte Deklamation allein\nnicht ausreicht. Wenn irgend eine Rolle frappanten Ausdruck des Gesichts\nerfordert, hier den Blick der W\u00fcrde und der Hoheit, die \u00fcber Gem\u00fcther straks zu\nherrschen versteht, dort den Blick, der zuversichtlich Vertrauen gebietet, so\nist es diese Der Schauspieler, dem dieser Ausdruck nicht zu Gebote steht,\nsollte eigentlich den Benjowsky gar nicht spielen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">In der Rolle des Hettmann hat der\nSchauspieldirektor Carl D\u00f6bbelin seine komischen Talente uns wieder in\nErinnerung zu bringen gesucht, aber er ist zu sp\u00e4t gekommen; wir kennen jetzt\nreichhaltigere und \u2014 was ihm, D\u00f6bbelin, fast ganz fehlt, \u2014 mit dem feinsten\nGeschmack ausgebildete komische Talente. Ich bin kein Freund von Vergleichungen\n\u00fcberhaupt, aber hier m\u00f6chte Vergleichung, nicht blos ein unsicherer, sondern\nvielmehr ein unschicklicher Maasstab sein. Die gemeine Anlage, ein Portrait\nirgend eines unbedeutenden Individuums wohl oder \u00fcbel und gew\u00f6hnlich en\nCarricatur zu zeichnen und das Genie, das den Menschen selbst mit seinen\nLeidenschaften und Thorheiten treffend mahlte, ber\u00fchren sich in keinem Punkte\nund sind zu aller Vergleichung unf\u00e4hig. Aber ein Wort \u00fcber das Publikum mu\u00df ich\nbei dieser Gelegenheit sagen; nicht \u00fcber das Publikum, das w\u00e4hrend der\nVorstellung des Benjowsky die Armuth wie den Reichthum, personifizirte\nUnschicklichkeit wie den guten Geschmack selbst, des Beifalls w\u00fcrdig sind,\nsondern \u00fcber das raisonnirende. \u201eD\u00f6bbelin, sagte man, hat aus der Rolle einen\nrecht rohen Menschen, einen wahren Kosakken gemacht, er hat sie mit komischen\nZ\u00fcgen \u00fcberladen, sie zu komisch, das soll heissen, niedrig komisch genommen\nund, mit einem Worte, er hat die Rolle \u00fcbertrieben; Ifland dagegen hat die\nRolle nicht so roh, nicht so komisch, sondern h\u00fcbsch fein genommen.\u201c Es ist\nm\u00f6glich, da\u00df die Leute sich bei solchen Urtheilen etwas richtiges denken, aber\nschlie\u00dfen l\u00e4\u00dft es sich aus der Art und Form ihrer \u00c4usserungen wahrlich nicht.\nEs klingt fast so, als h\u00e4tte Ifland aus dem Hettmann einen feinen manierlichen\nMenschen gemacht und D\u00f6bbelin die Rolle genommen, wie sie ist und doch will man\ndiesen verwerfen und jenem ein Compliment machen. Nein, meine Herren und Damen,\nin ihrem Sinn verh\u00e4lt sich die Sache gerade umgekehrt: was Sie Feinheit zu\nnennen scheinen, war in Iflands Spiel nicht und es w\u00e4re eine Grobheit gewesen,\ndie Ifland nimmermehr begehen kann, wenn sie darinn gewesen w\u00e4re. Ob er einen\nwahren Kosakken-Hettmann gemacht hat, wei\u00df ich zwar nicht, denn ich kenne\ndergleichen nicht, aber da\u00df er dem Hettmann des Dichters keinen von seinen\nkarakterischen Z\u00fcgen, mithin auch nichts von seiner Rohheit, seiner sibirischen\nNatur, seiner l\u00e4cherlichen Einbildung von sich selbst, seinem aufgeblasenen\nD\u00fcnkel, seiner Trunkenheit und dergleichen genommen hat, da\u00df er vielmehr alle\ndiese Z\u00fcge frappant, aber sch\u00f6n ausdr\u00fcckte und durch eine Menge kleiner,\nsinnreicher N\u00fcanzen in Ton, Blick und Bewegungen zu einem Ganzen verband, das\nist es eben, was seine Darstellung auszeichnet und wor\u00fcber Sie, meine Herren\nund Damen so von Herzen gelacht haben. Zergliedern Sie die Ursachen, die Sie zu\nlachen machten, versuchen Sie es, ihre dunkeln Gef\u00fchle zu Begriffen zu erheben\nund Sie werden finden, da\u00df nicht das, was Sie Feinheit nennen, sondern da\u00df\ngerade Wahrheit Iflands Spiel von dem D\u00f6bbelinschen unterschied, da\u00df in jenem\nReichthum an komischen Z\u00fcgen, in diesem die kahlste N\u00fcchternheit herrschte,\n(eine N\u00fcchternheit, die sich endlich in eine wirkliche, recht plumpe\nBesoffenheit verlohr,) mit einem Worte, da\u00df Iflands Hettmann ein lebendiger,\nlustiger, unterhaltender Narr und D\u00f6bbelins ein monotoner, langweiliger, fader\nund, die F\u00fc\u00dfe ausgenommen, steifer Popanz war. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Herr Fleck, der den Gouverneur spielte, macht in\nder letzten Scene nicht die gro\u00dfe Wirkung, die ich mir von ihm versprach; ich\nerwartete hier Wunder von seinen T\u00f6nen. Bei der ersten Vorstellung mislang sie\nihm fast ganz und der Grund schien mir darinn zu liegen, da\u00df er zu sehr, zu\nberechnet nach Abstufung des Tons oder vielmehr nach einer Abwechselung mit\nganz verschiedenen T\u00f6nen jagte. Bei sp\u00e4tern Vorstellungen gelang ihm die Scene\nfreier und besser; und stellenweise mit gewaltiger Wirkung. Die Worte \u201eGraf\nBenjowsky, wenn Du einen Gott glaubst, so h\u00f6re mich! \u2014 was willst Du mit ihr?\nsiehe, sie ist schon zur Leiche geworden, gieb mir die Leiche meiner Tochter\nwieder!\u201c und \u201e Graf Benjowsky, ich habe keine Worte \u2014 ich habe keine Thr\u00e4nen,\naber Gott hat Blitze\u201c k\u00f6nnen unm\u00f6glich gr\u00f6\u00dfer, ersch\u00fctternder gesagt werden,\nsie dringen durch Mark und Bein.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Den Stepanof spielt Herr Schwadke mit allem Flei\u00dfe\nund die harten Ekken in seiner Deklamation verliehren sich bei jeder\nVorstellung immer mehr. Mlle. Eigensatz als Feodora nimmt sich in der Scene im\nvierten Akt sehr gut; im Allgemeinen ist ihr eine articulirtere,\nverst\u00e4ndlichere Aussprache zu empfehlen. Krustiev hat mich bei Lesung des\nSt\u00fccks wenig erbout und bei der Vorstellung ist es Herrn Herdt vollkommen\ngelungen, auch nicht dies wenige der Rolle zu lassen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Nach einer langen Pause ward am 21sten M\u00e4rz wieder\neinmal Menschenha\u00df und Reue gegeben und ohngeachtet das \u00fcble Wetter viele,\nwelche die Bekanntschaft mit einem alten Lieblingsst\u00fcck gerne erneuern mochten,\ndavon abhielt, war das Haus doch ziemlich besetzt. Der Eindruck, den das St\u00fcck\nmachte, war nicht geringer als bei seiner ersten Erscheinung auf unsre B\u00fchne;\ndie Schauspieler spielten ohne Ausnahme mit Fleis und der gute Genius der Kunst\nlie\u00df ihnen gr\u00f6\u00dftentheils ihre Darstellungen gl\u00fccklich gelingen, das Publikum\nhatte einen unbefangnen Sinn und ein gef\u00fchlvolles Herz mitgebracht und so \u2014\nreichten sich K\u00fcnstler und Freunde der Kunst zu einem sch\u00f6nen wechseitigen\nGenu\u00df vertraulich die Hand.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Fast m\u00f6chte es sonderbar scheinen, \u00fcber dies, so\noft und so viel beurtheilte und bem\u00e4kelte St\u00fcck, noch ein einziges Wort zu\nsagen, und ich schwiege auch lieber, zumal da ich nur meine alten Gedanken\nwiederhohlen kann, aber ich w\u00fcrde dann vom Pferde auf den Esel kommen, von\nMenschenha\u00df und Reue \u2014 schweigen und von den Korsen reden m\u00fcssen. Und ehe ich\ndies thue, will ich mich erst mit dem bessern Kotzebue verst\u00e4ndigen, den \u00e4ltern\nvon neuem herzlich lieb gewinnen, um dem j\u00fcngern mit allem Wohlwollen begegnen\nzu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Die gro\u00dfe und entschiedene Wirkung, die Menschenha\u00df\nund Reue bei einer guten Besetzung der Rollen auf der B\u00fchne macht und machen\nmu\u00df, wenn das Publikum f\u00fcr Darstellung und Kunstgenu\u00df nur einigerma\u00dfen\nempf\u00e4nglich ist, hatte bedeutende Folgen f\u00fcr die Kunst, f\u00fcr das Publikum und\nf\u00fcr den Verfasser selbst. Es wurde auf allen Theatern so h\u00e4ufig und immer mit\nso ungeschw\u00e4chtem Beifall wiederhohlt, da\u00df der Geschmack des Publikums dadurch\ngewisserma\u00dfen eine andere Richtung erhielt; es wurde in Journalen herausgestrichen\nund von Kennern und Nichtkennern beynahe \u00fcber alles erhoben, was die\ndramatische Muse unsers Vaterlandes sonst ans Licht gebracht: der Verfasser\nwurde als ein Meerwunder angestaunt und in der That brachte ihm dieser\ngl\u00fcckliche Wurf den Vortheil, da\u00df er ihm als ein Freybrief f\u00fcr seine \u00fcbrigen,\nzum Theil sehr mittelm\u00e4\u00dfigen Produkte galt. Gleichwohl fehlte es auch bald\nAnfangs nicht an Leuten und zwar an Leuten von Gewicht und Ansehen in der\nlitterarischen Welt, die weit entfernt ihre Stimme mit dem Urtheil des gro\u00dfen\nHaufens zu vereinigen und in das allgemeine Bravogeschrei des ganzen\nDeutschlands einzustimmen, sich vielmehr, nachdem sie die Sch\u00f6nheiten dieses\nSt\u00fccks gegen seine M\u00e4ngel aufs genaueste abgewogen, wenn auch nicht gegen den\nWerth einzelner Stellen, doch wenigstens gegen die Ausf\u00fchrung and Anordnung des\nGanzen erkl\u00e4rt haben. Ich wage es nicht zu entscheiden, ob ihr Ausspruch etwas\ngegen den allgemeinen Beifall, der diesem Schauspiel von allen Seiten her\nzugestr\u00f6mt, gelten k\u00f6nne; aber soviel wei\u00df ich, da\u00df die Gr\u00fcnde der Minorit\u00e4t\nwenigstens Geh\u00f6r verdienen und da\u00df nur eine sorgf\u00e4ltige Auseinandersetzung des\nPlans, der Karakteristik und des Dialogs uns den Leitfaden an die Hand geben\nkann, diesen Widerspruch in den Meinungen zu heben, oder wenigstens begreiflich\nzu machen.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Wirft man also zuf\u00f6rderst einen aufmerksamen Blick\nauf den Plan, so sieht man durchg\u00e4ngig beinahe von Anfang bis zu Ende den\nZufall walten, der so leicht in keinem andern St\u00fckke eine so despotische Gewalt\n\u00fcber die handelnden Personen aus\u00fcbt. Sie sind gleichsam nur Maschinen, die sich\nentweder gar nicht auf Antrieb ihres eignen Willens bewegen oder wenigstens so\nlange m\u00fc\u00dfig dastehn, bis der Zufall ihrem Willen den ersten Sto\u00df giebt. Zweck\nund Absicht wird man fast nirgends gewahr und selbst wenn sich eine Spur davon\nbei diesem oder jenem, wie z. B. bei Meinau findet, so k\u00f6mmt straks der Zufall\ndazwischen und st\u00f6\u00dft durch einen unvermutheten Querstrich das Werk der\n\u00dcberlegung oder den Entschlu\u00df der Leidenschaft \u00fcber den Haufen. Der Zufall\nf\u00fchrt den betrogenen Gemahl in die Gegend, wo sein ungetreues, aber b\u00fc\u00dfendes\nWeib eine Freistatt gefunden; der Zufall l\u00e4\u00dft den Ersteren in der Person des\nBaron von der Horst seinen Jugendfreund entdekken, und der zuf\u00e4llige Einsturz\neiner morschen, aus alten Tr\u00fcmmern zusammengeflickten Br\u00fckke wird die\nunschuldige Ursache, da\u00df der finstere, von aller Gesellschaft geschiedene\nMeinau wieder unter Menschen erscheint, und gleich bei seinem Eintritt in die\nWelt durch den Anblick seiner verf\u00fchrten Eulalia \u00fcberrascht wird.<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Dies hei\u00dft doch wahrlich dem Zuschauer einen\nfelsenfesten Glauben zumuthen und die Forderungen \u00fcbertreiben, die der Dichter\nan unsern Sinn f\u00fcr T\u00e4uschung machen darf. Freilich kann man nicht von ihm\nverlangen, da\u00df er den Zufall g\u00e4nzlich ausschlie\u00dfen und alles, was geschieht,\nnur aus dem Karakter seiner Personen motiviren soll; dies Begehren w\u00e4re eben so\nunbillig als zweckwidrig. Denn der Gang der Handlung bek\u00f6mmt nicht selten durch\ndie Einmischung kleiner Zuf\u00e4lle einen Grad von Wahrscheinlichkeit, der uns die\nKunst versteckt, und uns in ihr den wahren getreuen Abdruck der Natur um so\neher wieder erkennen l\u00e4\u00dft, da wir auch in der wirklichen Welt nicht im Stande\nsind, jeden Vorfall, jede Begebenheit auf gewisse Plane und Zwekke zur\u00fcckzuf\u00fchren\nund alle Erscheinungen aus den Triebfedern des menschlichen Herzens zu\nentwikkeln. Nur mu\u00df sich der Dichter diesen Vortheil, den wir ihm willig\neinr\u00e4umen, nicht immer, und wie mich d\u00fcnkt, so selten als m\u00f6glich zu Nutze\nmachen und sich vor allen Dingen in Acht nehmen, da\u00df der entscheidende Schlag,\nvon welchem die ganze Aufl\u00f6sung seines Karakters und das endliche Schicksal\nseiner Helden und Heldinnen abh\u00e4ngt, nicht durch ein Spiel des Zufalls, nicht\ndurch das unmotivirte Zusammensto\u00dfen unvorhergesehener Begebenheiten erfolge:\nund diesen Fehler hat sich Kotzebue in der Behandlung seines Plans offenbar zu\nSchulden kommen lassen. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Doch nicht die Handlung allein, auch der\nkontrastirende Ton, der im Ganzen herrscht, m\u00f6chte einigen gegr\u00fcndeten\nEinw\u00fcrfen ausgesetzt seyn. Uberall wechselt das Ernsthafte mit dem Komischen so\nunvorbereitet, so auffallend ab, da\u00df die vorhergehende, oft mit so vieler Kunst\nund M\u00fche erregte Empfindung mit einemmale zerrissen wird und man sich durch\nEinen pl\u00f6tzlichen Schlag in ein ganz anderes Interesse, ja selbst in ein\nanderes Schauspiel versetzt glaubt. Durch solche gewagte, rasche \u00dcberg\u00e4nge\nverst\u00f6\u00dft der Dichter durchaus gegen seinen eigenen Vortheil. Es ist, als ob er\nuns dadurch mit Gewalt aus der T\u00e4uschung weckte und uns vors\u00e4tzlich erinnerte,\nda\u00df alles, was wir wirklich zu sehen und zu f\u00fchlen glauben, nichts als ein\nleerer Traum sei. Der Zauber der T\u00e4uschung l\u00f6set sich gar zu leicht, der\nmagische Nebel, den er \u00fcber die Gegenst\u00e4nde ausgie\u00dft, zerflattert bei jeder\nheftigen Ersch\u00fctterung: er bedarf einer ununterbrochenen Stille, und die Bilder\nder und Scenen, die er vor uns erscheinen l\u00e4\u00dft, m\u00fcssen so sanft als m\u00f6glich,\nwenigstens ohne gewaltsame Spr\u00fcnge und scharfe Ver\u00e4nderungen im Kolorit an\nunsrer Seele vor\u00fcbergleiten, sonst finden wir uns gar bald wieder und erwachen\naus dem angenehmen Schlummer, aus dem s\u00fc\u00dfen Vergessen unsrer selbst, worinn uns\nder K\u00fcnstler gewiegt hat. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"line-height:150%\">Einheit im Ton ist gewi\u00df das sicherste Mittel,\ndiese widerw\u00e4rtige R\u00fcckkehr zu verhindern, wohl verstanden, da\u00df man Einheit\nnicht mit Einf\u00f6rmigkeit verwechseln und nicht vom Dichter erwarten darf, da\u00df er\nunsre Empfindungen immer auf Einen Punkt gespannt halten oder best\u00e4ndig auf\nunser Herz losarbeiten soll. Damit w\u00e4re uns im Grunde wenig gedient. Denn unser\nGef\u00fchl stumpft sich, wie jede andere Kraft der Seele, durch eine allzulange\nSpannung ab, wir brauchen nothwendig Zwischenr\u00e4ume, wo wir wieder Athem\nsch\u00f6pfen und uns Kr\u00e4fte zu neuem Genu\u00df und zu neuen Ersch\u00fctterungen sammeln\nk\u00f6nnen \u2014 aber warum nutzt der Dichter diese Zwischenr\u00e4ume nicht lieber f\u00fcr\nunsern Kopf als f\u00fcr unser Zwerchfell? warum f\u00fcllt er sie nicht lieber mit\nwichtigen interessanten Bemerkungen, wozu ihm der Zustand seiner Personen\nGelegenheit giebt, oder wenigstens mit seinen Conversationsscenen, als mit Burlesken\nund l\u00e4cherlichen Schw\u00e4nken, die ohngef\u00e4hr zum Ganzen passen, wie ein\nDittersdorffsches Rondeau zu einer Passionsmusik.<\/p>\n\n<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7746,"zeitung_id":386}},{"id":387,"z_name":"Jahrb\u00fccher der Preu\u00dfischen Monarchie","z_datum":"1798-01-01","z_nummer":"Bd. 1","z_seite":"294-307","z_autor":"","z_text":"<span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00dcber Graf Benjowsky auf\nKamtschatka, ein Schauspiel in 5 Aufz\u00fcgen von Kotzebue, und die Vorstellung\ndesselben auf dem K\u00f6niglichen National-Theater zu Berlin. <\/span>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Begebenheit, welche der\nStoff des obigen Schauspiels ist, f\u00e4llt in das Jahr 1771. Die Nacht vom 26ten\nauf den 27sten April war es, in welcher Graf Moritz August von Benjowsky und\nseine Verschwornen sich befreiten, und bald nachher mit ihrem Schiffe die K\u00fcste\nKamtschatka\u2019s verlie\u00dfen. \u2013 Eine von dem Grafen selbst geschriebne Geschichte\nseiner Schicksale und Reisen ist seit 1791 in mehrern \u00dcbersetzungen aus dem\nEnglischen, unter denen die mit den Zus\u00e4tzen und Berichtigungen des Professor\nEbeling die vollst\u00e4ndigste ist, erschienen. \u2013 Kotzebue\u2019s Schauspiel dieses\nNamens ist seit 4 bis 5 Jahren schon bekannt und auf vielen deutschen Theatern\ngern gesehen worden. \u2013 Es nimmt einen Platz in seinen \u00e4lteren gedruckten\nSchauspielen ein. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ein gleichzeitiges Ereigni\u00df\nkann nur \u00e4u\u00dferst selten Gegenstand eines Dramas f\u00fcr die Zeitgenossen werden,\nund diese zu t\u00e4uschen und zu interessiren hoffen. Die Darstellung bleibt\nentweder zu tief unter dem Gegenstande selbst, und erreicht seine Kraft und Gr\u00f6\u00dfe\nnicht, oder der Zuschauer, zumal wenn er Augenzeuge der Begebenheit war, vermi\u00dft\nkleine Umst\u00e4nde, welche die \u2026conomie des Schauspiels bei Seite legen mu\u00dfte, und\nmacht an die dargestellten Personen und Charaktere die Forderung der Portr\u00e4t\u00e4hnlichkeit.\n<\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Gleichzeitige Begebenheiten k\u00f6nnen\nnur dann der Stoff eines Schauspiels werden, wenn weit entfernte Gegenden ihre\nScene waren, oder wenn man das Individuelle aufhebt, statt eines einzelnen die\nGattung nennt, und demohnerachtet nur diesen einzelnen darstellt. Dort ersetzt\ndie Entfernung durch den Raum das, was der Begebenheit durch die N\u00e4he der Zeit\nan T\u00e4uschung abgeht, eine sch\u00f6ne oder schauerliche Kunde nimmt sie wie sonst\neine ehrw\u00fcrdige Sage in Schutz, Forderungen und Zweifel fallen weg, die Seele\ndes Zuschauers ist unbefangen, vorbereiteter, empf\u00e4nglicher. Bei der Anwendung\ndes letztern Mittels, wo die Einzelnheit aufgehoben wird, wo man das Individuum\nnur in der eigenth\u00fcmlichen Mahlerey der Gattung erkennt, tritt ein \u00e4hnlicher\nFall ein. Engel gebrauchte dasselbe als er seinen Edelknaben aus einer Anekdote\nFriedrichs des Einzigen schuf. Kotzebue konnte bey dem Benjovsky sicher zu\nWerke gehen, und aus dem neuesten Buche wie aus einer alten Quelle sch\u00f6pfen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Um so mehr da die Begebenheit\nalles enth\u00e4lt, was zu einer dramatischen Handlung erforderlich ist. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Es ist selten der Fall da\u00df\nein historisches Faktum sich in seiner reinen Autenticit\u00e4t zu einem Schauspiel\neignet. Es fordern entweder die vorbereitenden Ereignisse, oder der Schlu\u00df eine\n\u00c4nderung die dem dramatischen Effekte entsprechender ist, \u00fcberlegten Plan in\nden Gang des Schicksals bringt, und das Gem\u00e4lde zu dem Ganzen eines\ndramatischen Kunstwerkes macht. \u2013 Der Verfasser ist weit besser daran, wenn er\ndie Motiven, als wenn er den Schlu\u00df zu \u00e4ndern n\u00f6thig findet. Im letzten Falle\ngeschehen nicht selten Mi\u00dfgriffe, die anstatt den Effekt zu verst\u00e4rken, ihn\nvermindern, wo nicht gar aufheben. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00dcberhaupt gewinnt der Dichter\ndurch die historische Wahrheit seines Stoffes \u00e4u\u00dferst wenig. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die ehrw\u00fcrdigen Namen der\nPersonen, welche er auf die B\u00fchne f\u00fchrt, thun nicht selten seiner Kunst\nEintrag. Vor der Phantasie seiner Zuschauer schwebt ein ideales Bild dieser\nGestalten, weh ihm! wenn er es nicht erreicht, und wenn er es auch erreichte,\nein gro\u00dfer Theil seiner Kunst wird ihm nicht angerechnet. Er ist nicht\nErfinder, er ist Copist, sein Werk ist nicht freie Sch\u00f6pfung der Phantasie, es\nist Portr\u00e4t, und wer stellt den Bildni\u00dfmahler in einen Rang mit dem dichtenden\nGeschichtsmahler? \u2013 der dargeliehene Charakter erleichtert seine M\u00fche ebenfalls\nnur wenig, er mu\u00df ihn aus einzelnen Z\u00fcgen erst zusammen setzen, mu\u00df ihm die\nHandlung und dieser wie ihm die \u00fcbrigen mitwirkenden Charaktere anpassen.\nIndividualit\u00e4t der Charaktere, ihr h\u00f6chstes Verdienst, ihr anziehendster\nZauber, wird am schwersten erreicht, wenn man ein Individuum copirt. Selten\nsind die Ecken der wirklichen Charaktere scharf und schneidend genug, Umgang\nund Convention werfen uns alle in eine Form, in die wir denn auch alle\nschlechter und besser passen. Die Individualit\u00e4t des wirklichen Lebens m\u00f6gte\nselten individuell genug sein. \u2013 Ein Gl\u00fcck f\u00fcr den Dichter ists, wenn\nSchicksale und Verh\u00e4ltnisse, oder auch Sitten und Geist vergangener\nJahrhunderte oder entfernter Regionen den Charakter in Contrast mit den\nCharakteren unsrer Zeit und unsers Landes stellen, wie dies z. B. im G\u00f6tz von\nBerlichingen der Fall ist, und bei den Verbannten im Benjowsky noch mehr h\u00e4tte\nsein k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die historische Wahrheit der\nBegebenheiten ist dem Dichter eben so wenig vortheilhaft; denn er kann sie\nnicht gebrauchen und darf auf sie sich nicht st\u00fctzen. Der Dichter welcher auf\nsie rechnete, oder durch die strengste Beobachtung derselben alles gethan zu\nhaben glaubte, m\u00f6gte seinen Zweck eben dadurch am sichersten verfehlen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Denn etwas anders ist die\nhistorische Wahrheit, etwas anders die dramatische. Jene beruht auf Zeugnissen,\nUrkunden u. d. gl. ein einziger Name eines Augenzeugen als B\u00fcrge, ein St\u00fcckchen\naltes Pergament gen\u00fcgen, um Glauben zu bewirken. Aber mehr als Glauben verlangt\nsie auch nicht, wobey sie gleichwohl noch tolerant genug bleibt den Zweifel\nnicht zu verdammen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die dramatische Wahrheit ist\nnichts anders als die poetische Wahrscheinlichkeit auf das Drama angewandt.\nPoetisch wahrscheinlich ist nur das, was man in dem poetischen Ganzen, dessen\nTheil es ist, als nothwendig erkennt. In einem Drama ist nichts wahr, als was\ninnerhalb der Grenzen desselben durch die Charaktere und die Ereignisse, in\nwelche sie gestellt sind, nothwendig wird. \u2013 Der Zuschauer soll nicht glauben\nweil er sieht, sondern er soll \u00fcberzeugt werden, und dies nur dadurch, da\u00df,\nwenn er sich lebhaft in den geschilderten Charakter versetzt, und ihn unter\ndiesen Umst\u00e4nden sich denkt, er einsieht und f\u00fchlt, da\u00df er selbst nicht anders\nh\u00e4tte handeln k\u00f6nnen. \u2013 Wie unendlich wichtig es nun sey, da\u00df auch der\nSchauspieler vor allen Dingen den Charakter wahr darstelle, f\u00e4llt in die Augen.\n<\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Diese in sich selbst gegr\u00fcndete\nWahrheit, welche das Drama heischt, wird aber die Geschichte nicht immer so\nrein geben, als sie die Phantasie sich schafft. Gro\u00dfe Geister, excentrische K\u00f6pfe\ndurch Thaten, Wagest\u00fccke oder Leiden ausgezeichnet, eignen sich der\ndramatischen Behandlung vorz\u00fcglich, was man aber von ihnen gewahr wird, sind\nmeistens nur helle auffliegende Punkte, welche in einen einzigen leuchtenden\nStrahl zu vereinigen, sehr schwer ist. Wer dies kann, kann auch mehr, \u2013 oder\nwenn man will weniger, \u2013 selbst erfinden, die Funken seines eignen Genies in\neinem Strahl sammlen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Doch genug von einem\nGegenstande, \u00fcber den ich vielleicht schon zu lang geworden bin. Auch sey es\nfern von mir einem Dichter, dessen k\u00fchner Geist zu solchen Gegenst\u00e4nden Beruf\nzu f\u00fchlen glaubt, davon abzuschrecken, obwohl es mir scheint, als w\u00e4re die\nGeschichte, deren B\u00fchne die Welt ist, f\u00fcr den engen Raum der Theaters zu\nerhaben, und als verkenne man ihren h\u00f6heren Zweck, wenn man sie zu einem\nSchauspiel macht. \u2013 Au\u00dfer allem Zweifel scheint es mir \u00fcbrigens zu sein, da\u00df\nwenn auch die W\u00fcrde historischer Begebenheiten auf der B\u00fchne gerettet werden\nsoll, unsre Dichter sie mit k\u00fchnerem Geiste und gr\u00f6\u00dferer Freiheit auffassen,\nnach dem Vorbilde Shakespears alle Bande dramatischer Convenienz wegwerfen, und\nallen Aberglauben an be\u00e4ngstigende Einheiten abschw\u00f6ren m\u00fcssen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wieder zum Benjowsky. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Es giebt vielleicht in der\nganzen Geschichte keinen dramatischern Stoff als diesen, keinen, wo bis auf die\nkleinsten Punkte durch die Beschreibung, welche Benjowsky selbst davon giebt,\ndem Dichter so vorgearbeitet w\u00e4re, da\u00df ihm weiter nichts als dramatische\nAnordnung und Dialog \u00fcbrig blieb. Von dem ersten Doppelschach welches Benjowsky\ndem Hettman giebt, bis zu dem rothen Bande welches Anafasia ihm schickt, ist\nalles wahr, Kasarinofs Vergiftungsplan, Krustiew mit seinem Anson, die Schule,\nder Kornbau in Lopatka, Stepanows Eifersucht, des Hettmanns californische\nPlane, alles ist in der Geschichte gegr\u00fcndet. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Weit entfernt durch diese\nBemerkung Kotzebue\u2019s Verdienst schm\u00e4lern zu wollen, finde ich vielmehr gerade\nin der passenden Benutzung jeder Anekdote einen sprechenden Beweis f\u00fcr seinen\ndramatischen Scharfblick, sein Talent und seine Kenntni\u00df dessen was auf der B\u00fchne\nwirkt. \u2013 Welch ein Leben herrscht in dem Ganzen, und welch eine\nMannigfaltigkeit herrscht in diesem Leben! wie dr\u00e4ngen sich die Ereignisse, wie\nwickeln sich die Plane so leicht auf, wie bald greifen Hindernisse ein, wie dr\u00e4ngen\nsich diese, und scheinen nur gel\u00f6st zu werden, um sich n\u00e4her und gef\u00e4hrlicher\nanzudr\u00e4ngen. Es giebt nichts was durch die bewegten R\u00e4der und Federn mehr\nSpannung erhielte, und sie bis an das Ende gl\u00fccklich und ohne Gewalt fortdauern\nlie\u00dfe, nichts das in dieser Spannung mehr Abwechselung Unterhaltung und\nErholung gew\u00e4hrte. Die vorbereitenden Umst\u00e4nde sind mit eben so vieler Treue\nals Genie benutzt, alles ist n\u00e4her an einander gestellt, manches sehr gl\u00fccklich\nenger verflochten, und das wenige was hinzu gedichtet ist, vollkommen im Geiste\ndes Ganzen erfunden. Benjowsky kann an Regelm\u00e4\u00dfigkeit Energie und Kunst manchem\nSt\u00fccke nachstehen \u2013 dramatisch wirksamer ist schwerlich eins. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ich habe oben erw\u00e4hnt da\u00df der\nDichter, welcher historische Gegenst\u00e4nde behandelt, gew\u00f6hnlich in die\nunangenehme Lage kommt, entweder an den vorbereitenden Umst\u00e4nden oder an dem\nSchlusse \u00e4ndern zu m\u00fcssen. \u2013 Kotzebue war bey Benjowsky in dem ungl\u00fccklichern\ndem letzten Falle. Er hat an zwey Stellen ge\u00e4ndert, an der einen ist es ihm\naber, wie es scheint, weniger als an der andern gelungen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Rede ist von dem\nSelbstmorde Stepanows, und dem Schlusse des ganzen Schauspiels. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Stepanow bleibt der Geschichte\nzu Folge am Leben, ist seiner letzten Treulosigkeit wegen, w\u00e4hrend des\nAngriffes auf die Vestung in Verhaft, und begleitet Benjowsky auf seiner\nnachherigen Reise. Er bleibt hier noch immer seinem b\u00f6sartigen Charakter\ngetreu, gleich stark von gekr\u00e4nktem Ehrgeiz, der auf die Befehlshaberstelle\nAnspr\u00fcche macht, und von Eifersucht auch da noch gequ\u00e4lt, als er im t\u00e4glichen\nUmgange mit Afanasia, die Benjowsky auf der Flucht begleitet, leben kann, und\nes deutlich sieht, da\u00df Benjowsky auf das Herz dieses M\u00e4dchens Verzicht gethan\nhat. Afanasia stirbt auf Macao, auch hier ist Stepanow noch h\u00e4misch und\nwidersetzlich, so da\u00df Benjowsky ihn zur\u00fccklassen mu\u00df. \u2013 Diesen Lauf der\nBegebenheiten konnte das Schauspiel nicht annehmen, der Charakter Stepanows w\u00e4re\nnicht geschlossen gewesen. Von dem was man poetische Gerechtigkeit nennt, \u2013 die\n\u00fcbrigens kein ver\u00e4chtliches Phantom ist, denn n\u00e4chst dem Kunstgef\u00fchl will auch\nunser moralisches befriedigt sein <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u2013 kann und soll hier nicht\ngeredet werden, sondern allein von der Vollendung und dem runden Schlusses des\nSt\u00fccks, den es auch von dieser Seite erhalten mu\u00dfte, und von ihr nur auf diese\nArt erhalten konnte, weil diese im Geiste des Charakters war. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Bei dem Schlusse des ganzen\nSt\u00fccks ist der Verfasser nimmer gl\u00fccklich gewesen. \u2013 Wenn wir die Geschichte h\u00f6ren,\nso wird der Gouverneur von Nylow im Kampfe mit Benjowsky begriffen, von einem\nVerwiesenen mit einem S\u00e4belhiebe in Gegenwart seiner Familie zu Boden\ngestreckt. Die Frau von Nylow (denn Afanasia\u2019s Mutter lebt der wahren Begebenheit\nzufolge noch) von einem \u00e4u\u00dferst sonderbaren Charakter, verl\u00e4\u00dft ihre Tochter und\nfl\u00fcchtet, Afanasia begleitet Benjowsky. \u2013 Hier ist ein vollst\u00e4ndiger Schlu\u00df.\nDer Gouverneur bleibt bis auf dem letzten Augenblick seinem Charakter treu, wir\nsind \u00fcber das Schicksal aller Personen belehrt, f\u00fchlen da\u00df die Begebenheit sich\nin ein Ganzes schlie\u00dft, und dies Gef\u00fchl macht da\u00df wir beruhigt uns von der Erz\u00e4hlung\ntrennen. Diese Ruhe, welche aus dem Bewu\u00dftsein dessen entspringt, was das St\u00fcck\nzum Kunstwerke macht, fordern wir von jedem Schauspiel, und sie bleibt eine und\ndieselbe Empfindung bei dem Trauerspiel und Lustspiel, nur da\u00df sie hier anders\nals dort modificirt ist. \u2013 Sie ist das Resultat einer richtigen\nCharakterzeichnung, und einer weisen Benutzung der Ereignisse. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Kotzebues Benjowsky gew\u00e4hrt\nsie nicht. \u2013 Der ganze Stoff dieses Schauspiels ist so beschaffen, da\u00df er nur\ntragisch schlie\u00dfen konnte. \u2013 Alles bereitet diese Empfindungen vor. Die\nWichtigkeit des Gegenstandes, die Gr\u00f6\u00dfe der Unternehmung, die Spannung der Kr\u00e4fte\ngegen einander konnte nicht mit einem Bonmot gel\u00f6\u00dft werden; und was ist es\nanders als ein sentimentales Bonmot, wenn Benjowsky dem Vater, der wie ein\nRasender selbst auf den Knieen um die ungehorsame verbrecherische Tochter\nfleht, Afanasien in die Arme wirft, die, ein einziges Kind, ihren Vater einem\nFremdlinge opfert, gegen welchen sie eine Leidenschaft, die sinnlich genug in\nihren Adern tobt, hegt, die sie nicht empfinden durfte. \u2013 Und was gewinnt der\nVater an solcher Tochter? \u2013 giebt Benjowsky ihm wirklich das unverdorbene M\u00e4dchen\nwieder? Welche Aussichten gew\u00e4hrt dem Vater der einzige Blick in Afanasiens\nHerz, den er bei diesem Ereignisse that? Wie sehr mu\u00df dies jedes k\u00fcnftige Verst\u00e4ndni\u00df\nihrer Herzen unm\u00f6glich machen! Oder g\u00e4be er ihnen wirklich gegenseitiges\nVertrauen, Liebe und die alte Herzlichkeit zur\u00fcck, die vielleicht allein im\nStande w\u00e4ren, die k\u00fcnftige Lage beider, welche keine andere als die sein kann,\nder Benjowsky entging, ertr\u00e4glich zu machen. \u2013 Wenn Benjowsky, ohne Afanasien\nzur Treulosigkeit gegen den Vater zu verleiten, seine Plane ausgef\u00fchrt h\u00e4tte,\ndann w\u00fcrden wir dem Vater glauben, wenn er, die unschuldige Tochter umarmend,\nsagte: \u00bber hat sein Schicksal \u00fcber uns gew\u00e4lzt; wir m\u00fcssen in die H\u00fctte\neinwandern die er verlie\u00df. Du warst mein Gl\u00fcck: ich werde nichts entbehren,\nwenn ich dich nur habe.\u00ab \u2013 Oder sollte es zu viel vermuthet sein, wenn man\nannimmt, da\u00df der Gouverneur von seiner Monarchin so bestraft wird? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Aber wie h\u00e4tte das St\u00fcck\nschlie\u00dfen k\u00f6nnen? \u2013 Sollte der Gouverneur Afanasien und Benjowsky begleiten? \u2013\nAuf die Art w\u00e4re wenig oder nichts gewonnen gewesen. \u2013 Nur ein anderes aber\nnicht minder m\u00e4chtiges Gef\u00fchl mu\u00dfte sich im Gouverneur gegen einen solchen\nEntschlu\u00df emp\u00f6ren, das Gef\u00fchl der Soldatenehre. \u2013 Er hatte immer seinen Charakter\nge\u00e4ndert, gleichviel auf welche Art. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Denn da\u00df auch die Schlu\u00dfscene\ndes Kotzebueschen St\u00fccks nicht im Charakter des Gouverneurs ist, f\u00e4llt in die\nAugen. \u2013 Darin steckt auch eigentlich der Fehler, denn \u2013 unbek\u00fcmmert um die\nGeschichte und ihre Aussage, \u2013 mu\u00dfte dem Dichter nur das wahr sein, was er\ndurch \u00e4chte selbstst\u00e4ndige Charaktere wahr machte. \u2013 Aber man sieht es nur zu\ndeutlich, wie gewaltsam der Dichter diesen Schlu\u00df herbeif\u00fchren mu\u00df, denn zwei\nvon den Hauptpersonen ver\u00e4ndern zwischen dem vierten und f\u00fcnften Akte ihren\nCharakter g\u00e4nzlich. \u2013 Der Gouverneur und der Hettmann. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Von jenem ist schon geredet,\nwas diesen letzten betrifft, so ist er im Ganzen eine gl\u00fcckliche Komposition\neinzelner gegebenen Z\u00fcge, nur m\u00fc\u00dfte er nicht, durch die Art wie er sich zuletzt\nin Verhaft nehmen l\u00e4\u00dft, dem allgemeinen Bilde, welches einem jeden bei dem\nWorte Cosack vorschwebt, widersprechen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u2013 Es giebt gewisse generelle\nCharaktere, eigenth\u00fcmliche Merkmale der Gattung, die das Gem\u00e4lde des\nIndividuums an sich tragen mu\u00df. Leugnen l\u00e4\u00dft sich nicht da\u00df ein Cosack wenn er\nauch Hettmann w\u00e4re, solch eines Betragens nicht f\u00e4hig sein sollte, aber wir k\u00f6nnen\nes mit der herrschenden Vorstellung desselben nicht vereinigen. \u2013 Die\nIndividuen sind in allen St\u00e4nden und Verh\u00e4ltnissen ziemlich gleich, aber wir\ntrauen nicht jedem Stande jede Individualit\u00e4t gleich gef\u00e4llig zu. Aus diesem\nGrunde h\u00e4tte der Dichter diese Scene ganz verwerfen m\u00fcssen, wenn sie auch sich\nwirklich so ereignet h\u00e4tte. Dies k\u00fcmmert uns nicht, und wir glauben nur das,\nwas durch den Charakter wahr erscheint. \u2013 Oder soll die \u00fcberwiegende Weinliebe\ndies entschuldigen? Ich habe allen Respekt f\u00fcr den Durst und Rausch eines\nCosacken, aber \u2013 es ist immer nur Besch\u00f6nigung, und der Dichter der diese\nZuflucht nimmt, mag es denn auch mit dem Schauspieler ausmachen, wenn dieser,\nindem er den Wein der Rolle darstellt, den Charakter derselben zu mahlen\nglaubt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Obwohl dieses alles sich den\nEmpfindungen der Zuschauer stark aufdringen mu\u00dfte, und niemand das Schauspiel\nganz befriedigt verlie\u00df, obwohl der Charakter Benjowsky\u2019s selbst, seiner gl\u00e4nzenden\nSeiten ohngeachtet, besonders in seinem Benehmen gegen Afanasia und ihren\nVater, sehr viel zur\u00fccksto\u00dfendes beh\u00e4lt, so mu\u00dfte ein St\u00fcck von diesem\nlebhaften Gange, von diesen Situationen, die von \u00fcberraschenden Theatercoups so\ngl\u00fccklich unterst\u00fctzt wurden, und von einer so frappanten Charakteristik, doch\nmit entschiedner Theilnahme aufgenommen werden. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Dies wird und mu\u00df der Fall\nsein, wenn es auch nur mittelm\u00e4\u00dfig dargestellt w\u00fcrde, wie vielmehr hier, wo\nanerkannte K\u00fcnstler durch ihr Spiel den hie und da unbestimmten Umrissen der\nGestalten Leben Wahrheit und Consistenz gaben, wo das mindere Talent oder die\nschw\u00e4chere \u00dcbung sich bestrebte, neben diesen Meistern nicht unw\u00fcrdig zu stehn,\nwo auch der kleinste Theil vollkommen in das Ganze griff, und durch ein gl\u00fccklich\nvereinigtes Spiel aller ein lebendiges hinrei\u00dfendes Gem\u00e4lde entstand, dem durch\nt\u00e4uschende Verzierungen der B\u00fchne der Reiz der Neuheit und Wahrheit in einem\nnoch h\u00f6heren Grade ward. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Herr Fleck spielte den\nGouverneur. Rollen dieser Art, die W\u00fcrde und determinierte Festigkeit\nauszeichnen, welche zuweilen nicht ganz frey von einer biedern aber nicht ungef\u00e4lligen\nRoheit ist, finden an ihm ihren Mann. Sie k\u00f6nnen nicht freier und wahrer gespielt\nwerden. \u2013 Un\u00fcbertreffbar sch\u00f6n gab er die Scenen am Schlusse des vierten Akts.\n\u2013 So sehr er sich aber auch bem\u00fchte in der Schlu\u00dfscene des f\u00fcnften Akts, die\nfalschen Lichte die der Verfasser in den Charakter gezeichnet hat, durch sein\nSpiel zu verwischen, so gelang es ihm doch nicht ganz, weil der Dichter hier zu\nstark aufgetragen hat. Es scheint \u00fcbrigens der einzige Weg zu sein, die\nfalschen Charakterz\u00fcge ein wenig zu verschleiern, wenn der Gouverneur nach der\ndumpfen Pause des verbissensten Unwillens in eine an Wahnsinn gr\u00e4nzende\nExplosion seiner Empfindungen \u00fcbergeht. \u2013 Das Publikum hatte hier, obwohl am\nunrechten Orte, Gelegenheit, das tonreichste und biegsamste Organ zu bewundern,\nwelches die Natur dem Lieblinge der Kunst gab. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Afanasia, Madame Fleck. \u2013 Ich\nsehe nicht ein wie im Alterthume Mannspersonen die weiblichen Rollen mit Gl\u00fcck\nund Beifall spielen konnten. Es giebt so unendlich vieles was nur das zarte\nweibliche Herz empfindet, was der Dichter selten zur Aussteuer seiner\nweiblichen Rolle macht, was er ihr oft eben so wenig im Stande ist zu geben,\nund was sie allein aus dem feinen richtig empfindenden Gem\u00fcth der\nSchauspielerin erhalten kann. \u2013 Das Spiel der Madame Fleck als Afanasia \u00fcberzeugte\nhievon. Der Verfasser selbst w\u00fcrde, wenn er sie s\u00e4he, gestehen, da\u00df er nur die\nUmrisse zu diesem Bilde, die K\u00fcnstlerin aber Farben Leben und Bewegung gegeben\nhabe. \u2013 Welch eine Herzlichkeit in jedem Gef\u00fchl, welche Wahrheit und weibliche\nBescheidenheit in jeder Naivet\u00e4t. \u2013 Das le coeur palpite, mehr Theatercoup und\ngl\u00e4nzender Aktschlu\u00df als wahre Charakteristik kann nur mit diesem Tone\nvorgetragen Wirkung hervorbringen. \u2013 Wenn man von einem zarten K\u00f6rperbau, von\nGesichtsz\u00fcgen, die die Sanftheit selbst sind, und von einem Tone der nicht\nweicher und zarter sein kann, get\u00e4uscht, zu glauben geneigt war, da\u00df Kraft; W\u00fcrde\nund heroischer Affekt nicht das Gebiet und die Bestimmung von der Mad. Fleck\nTalenten w\u00e4ren, so hat der erhabene starke kr\u00e4ftige und heroische Ton mit\nwelchem sie den Monolog am Schlusse des vierten Aktes vortrug, alles vom\nGegentheil \u00fcberzeugt. \u2013 M\u00f6ge sie noch sehr lange ein Stolz der B\u00fchne, und die\nFreude und das Gl\u00fcck eines Mannes sein, der durch die Bildung ihrer vorz\u00fcglichen\nTalente seinen Verdiensten um das Theater den Kranz aufsetzt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Herr Iffland hatte den\nHettmann der Kosaken \u00fcbernommen. Es war keine leichte Aufgabe, in diesen\nCharakter, der, so wie ihm der Dichter gemahlt hatte, eingebildeter Narr,\nherrschs\u00fcchtiger Barbar, Trunkenbold, Feigling, und Kosak zugleich, keins von\nallem aber ganz ist, Wahrheit und Consistenz zu bringen. \u2013 Wenn anders der\nReferent glauben darf, richtig bemerkt zu haben, so vereinigte Herr Iffland\nalle diese Eigenschaften dadurch zu einem Ganzen, da\u00df er Schwachk\u00f6pfigkeit und\nD\u00fcnkel als Grundlage des Charakters nahm. \u2013 Das, in dem Original zu oft\nwiederholte, bei der hiesigen Vorstellung h\u00e4ufig weggela\u00dfne Gewohnheitswort des\nHettmann: wenn ich sage \u2013 so verstehe ich darunter \u2013 ward nun sehr bedeutend,\nes war nicht ein Spa\u00df womit er sich gutm\u00fcthig dem Gel\u00e4chter anderer Preis\ngiebt, es schien wirklich als h\u00e4tte er das, was er nie klar dachte, und doch f\u00fcr\nsublim hielt, damit erk\u00e4ren wollen, und so es sich angew\u00f6hnt. \u2013 In der Scene,\nwo der Hettmann trunken erscheint, deutet Herr Iffland sehr fein auf eine wahre\npsychologische Bemerkung. W\u00e4hrend Kudri der Feodora sein Lied vorspielt,\nbewegte sich sein schwebender Fu\u00df im Takte des Gesanges, und bereitete so sein\nErwachen vor. Der Rausch bet\u00e4ubt die Sinne nie ganz, nur wirken sie langsamer\nund schw\u00e4cher auf die Seele, w\u00e4hrend andere Theile des K\u00f6rpers durch ihren Reiz\nschon wie mechanisch in Bewegung gesetzt sind. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Auch ein anderer Schauspieler\nvon einem ausw\u00e4rtigen Theater trat nachher in dieser Rolle auf. \u2013 Es ist besser\ndavon zu schweigen, um so mehr, da dergleichen besorgen l\u00e4\u00dft, da\u00df der verkannte\n\u00e4chte K\u00fcnstler da nicht wieder wird erscheinen wollen, wo man ihn \u2013 nicht\nverstehen und nicht w\u00fcrdigen konnte. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Graf Benjowsky ist vielleicht\ndie schwerste Rolle im St\u00fcck. Der Dichter hat den Charakter nicht fest und\nsicher gezeichnet. Schwankende Grunds\u00e4tze, und Empfindungen die mit ihm\nspielen, statt da\u00df er sie beherrschen sollte, nehmen ihm alle Selbstst\u00e4ndigkeit.\nHerr Mattausch hatte diese Parthie. So viel er leistete, so reichen doch seine\nKunst und sein Talent nicht aus, um einen Dichter zu unterst\u00fctzen, und ein von\nihm unvollendetes Gem\u00e4lde mit sicherer Hand auszuf\u00fchren. \u2013 Vorz\u00fcglich mi\u00dflang\nes ihm hie und da in Ton und Geber-den, die W\u00fcrde zu halten, die allein seine\nBeherrschung der Gem\u00fcther und die Anerkennung seiner Mitgenossen als Oberanf\u00fchrer,\nglaublich macht. \u2013 Rollen dieser Art verlangen da\u00df der Schauspieler, wo er sich\nherzlich und vertraulich betr\u00e4gt, nicht in Familiarit\u00e4t und Gemeinheit sinke.\nVielleicht ist es nicht zur Unzeit, hier folgende Bemerkung zu machen. Es giebt\nF\u00e4lle, wo der Schauspieler auf eine vortheilhafte Art selbst seine Kleidung zum\nAusdruck benutzen kann. Ein Abwerfen des Hutes z. B. welches mit einemmale die\nausdrucksvolle Stirn hervortreten l\u00e4\u00dft, der Anblick eines umlockten Hauptes k\u00f6nnen\nbedeutend seyn. Nur werde es nicht zur Gewohnheit, zum Zufall, und der\nSchauspieler vergesse nie, da\u00df es ihm in der Folge nachtheilig werden kann, da\u00df\ner z. B. beim Aufheben des Hutes eine L\u00fccke in seinem Spiel lassen mu\u00df. \u00dcberhaupt\nwirkt so etwas nur \u00fcberraschend, nur einmal, und am weise gew\u00e4hlten Orte. \u2013\nDemohnerachtet unterst\u00fctzte die Darstellung des Herrn Mattausch die Wirkung des\nGanzen, und das Publikum erkannte seine Bem\u00fchungen mit Dank. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Crustiew Herr Herdt. Man\nsieht Hrn. H. gern wenn er Alte darstellt. Copie eines erhabenen Musters ist\nunverkennbar. Am gl\u00fccklichsten ist er in jovialischen Alten. Das Feuer des\nalten Crustiew mi\u00dflang ihm nicht. Nur w\u00e4re es zu w\u00fcnschen, da\u00df er den Ausdruck\nlangsamer Bed\u00e4chtigkeit des Alters nicht in Pausen setzen wollte, die den\nVortrag im allgemeinen dehnen und die Erwartung fruchtlos hinhalten. Vorz\u00fcglich\nbemerkbar ist dies bey Sentenzen, wo er recht absichtlich Athem zu sch\u00f6pfen,\nund durch eine vorbereitende Pause die Erwartung spannen zu wollen scheint. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Stepanow war Hr. Schwadtke.\nDie t\u00e4glich sichtbaren Fortschritte dieses K\u00fcnstlers zeigen, da\u00df er ein Gl\u00fcck\nzu sch\u00e4tzen wei\u00df, welches er eben darum verdient, das Gl\u00fcck in der N\u00e4he und\nunter der Leitung gro\u00dfer M\u00e4nner zu stehen. Sein Stepanow war fest, sicher und\nwahr gezeichnet. \u2013 Es ist schwer bei einer solchen Rolle, in Ausrufungen nicht\ndie Grenze der Deklamazion zu \u00fcberschreiten, besonders bey einer Stimme die f\u00fcr\nihren Umfang zu hellt\u00f6nend ist. \u00dcbrigens kann es ohnm\u00f6glich Tadel verdienen, da\u00df\nHr. Schwadke jede Heftigkeit rasch, pl\u00f6tzlich, und wie mit einem Anlaufe oder\nSto\u00df vortrug; es scheint hierin eine feinempfundene Milderung des Charakters zu\nliegen. Stepanow ist in der Mitte von zwei gleich heftigen Leidenschaften\ngezwungen, B\u00f6sewicht zu seyn, er ist kein schleichender heimt\u00fcckischer Mensch,\nden seine eigne Verderbtheit erg\u00f6tzt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Feodora Demoiselle Eigensatz.\nMit vielen Anlagen, die die gewissenhafteste und sorgf\u00e4ltigste Ausbildung w\u00fcnschen\nlassen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Kudri Hr. Beckmann. Mit\nWahrheit und Kraft, die er \u00fcberall wo die kleine Rolle Gelegenheit gab,\ndarlegte. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Alle \u00fcbrigen mitspielenden\nPersonen trugen so brav zur Wirkung des Ganzen bey, da\u00df sich eigentlich von\nkeinem sagen l\u00e4\u00dft, er habe sie irgend gest\u00f6rt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">M. <\/span><\/p>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7746,"zeitung_id":387}}],"zettel":[]},{"id":7747,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 4 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"30.01.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 3","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-23 23:19:35","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-23 23:19:35","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7753,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky","auffuehrungsdatum":"05.02.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 3","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-25 12:26:30","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-25 12:26:30","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7768,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"17.02.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 4","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-25 12:58:40","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-25 12:58:40","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7786,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 4 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"04.03.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 4","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-27 19:14:00","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-27 19:14:00","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7808,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"20.03.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 5","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-27 19:56:58","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-27 19:56:58","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7816,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"26.03.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 5","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-27 20:13:09","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-27 20:13:09","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7895,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"28.05.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 6","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-28 14:43:48","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-28 14:43:48","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7940,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowsky auf Kamtschatka, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"03.07.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 8","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-03 14:09:10","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-03 14:09:10","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":6586,"theaterstueck_id":103,"veranstaltungsuntertitel":"Graf Benjowski auf Kamtschatka. 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