
{"meta":{"meta-title":"Tod des Herkules, Der > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Tod des Herkules, Der > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/153","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/153","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Tod des Herkules, Der"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/153","text":"Tod des Herkules, Der"}]},"data":{"id":153,"veranstaltungstitel":"Tod des Herkules, Der","veranstaltungsart_id":19,"kommentar":null,"art":{"id":19,"theaterveranstaltungsart":"Melodrama"},"personen":[{"id":404,"bkperson_id":107,"regberuf_id":8,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":153,"bkperson_regberuf_id":404},"person":{"id":107,"bknachname":"Reichardt","bkvorname":"Johann Friedrich","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":8,"regberuf":"autom_Komponist"}}],"veranstaltungen":[{"id":288,"theaterstueck_id":153,"veranstaltungsuntertitel":"Der Tod des Herkules, Melodrama mit Ch\u00f6ren, vom K. Reichardt","auffuehrungsdatum":"10.04.1802","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"Annalen 1802, S. 303","zusatzinfo":"Zum Erstenmale; <br> [davor: Das R\u00e4uschgen]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2004-08-17 11:53:52","datensatz_geaendert_dat":"2004-08-17 11:53:52","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":323,"z_name":"Eunomia","z_datum":"1802-05-01","z_nummer":"1802, 2. Jg. 1. Bd.","z_seite":"466-468","z_autor":"gez.: Gh","z_text":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cgerlach%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><style>\n<!--\n \/* Style Definitions *\/\n p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\n@page Section1\n\t{size:595.3pt 841.9pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:35.4pt;\n\tmso-footer-margin:35.4pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.Section1\n\t{page:Section1;}\n-->\n<\/style><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]--><o:p><\/o:p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">Herkules, ein Monodrama von\nReichardt, wurde auf den 10ten April auf dem Nationaltheater<span style=\"\">&nbsp;&nbsp; <\/span>zum erstenmale aufgef\u00fchrt.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">Motto: Wenn alle B\u00e4ume Schreiber\nw\u00e4ren, und alle Aeste Schreibfedern, und alle Berge B\u00fccher, und alle Wasser\nDinten, noch k\u00f6nnten sie den Jammer und Elend nicht genugsam beschreiben, den\nLucifer mit seinen Engeln in diesen Locum gebracht hat.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">S. Jacob B\u00f6hmens Aurora oder\nMorgenr\u00f6the im Aufgange. 16. 26.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n<\/span>Wer die Erscheinung dieses St\u00fccks auf unserer National-Schaub\u00fchne ansah,\nwird sicher nur einzig von dem kunstvollen, geistreichen Spiele Ifflands\ndurchdrungen seyn, und zugleich denselben bedauren, da\u00df er es unternahm, einen\ngeistlosen Stoff, f\u00fcr welchen er nicht geschaffen ist, beleben zu wollen. Man\nhat Herrn Iffland oft getadelt, da\u00df er den Pygmalion spiele; ob er gleich\nsicher der Einzige ist, welcher, wenn man dieses letztere St\u00fcck hier einmal\nverlangt, jene schwierige Rolle darzustellen vermag. Pygmalion belebt die\nStatue, aber Iffland wird es nie erlangen, dem Herkules Leben einzuathmen,\nwelchen der Dichter auf eine grausame Weise todt schlug.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n<\/span>Herkules auf dem Octa, sein Tod und seine Verg\u00f6tterung, die ganze\nSituation ist sicher ein herrlicher Stoff zu einem Monodrama. Selbst die\nstrenge Kritik, welche vielleicht diese ganze Gattung von plastischen Gedichten\nnicht toleriren kann, w\u00fcrde bei diesem Gegenstande durch die erzeugte Wirkung\nauf die Zuschauer zum Stillschweigen gebracht seyn.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n<\/span>Der Dichter dieses neuen St\u00fccks hat die vorhandenen Quellen, den\nSophokles und den Ovid, gelesen, aber nicht verstanden. Er hat aus Stollbergs\nund Vossens Uebersetzung Worte und einzelne Stellen \u00fcbertragen, und den Geist\nauf eine unverantwortliche Weise verloren gehen lassen. Es ist jedem, der auch\nnur mit dem gew\u00f6hnlichsten Gef\u00fchle, ohne alle Ahnung von dramatischer Kunst,\nden erstgenannten gro\u00dfen Tragiker liebt, einleuchtend, da\u00df bei der ganzen Mythe\ndas wahre Tragische auf keine Weise in dem Herkules selbst liegt und liegen\nkonnte. Mit der von dem Orakel vorhergesagten Vollendung w\u00fcrde sonst der\nDichter in einen alle Wirkung vernichtenden Widerspruch gerathen seyn. Von\ndiesem allem wu\u00dfte der Verfasser dieses St\u00fccks nichts. Er l\u00e4\u00dft den Herkules\nauftreten, einige Bruchst\u00fccke aus seiner Biographie unter seltsamen\nExclamationen erz\u00e4hlen, die Ch\u00f6re des griechischen Volks, der J\u00fcnglinge und\nM\u00e4dchen einige korrespondirende Floskeln absingen, einen Scheiterhaufen\nerrichten, eine Rakete denselben anz\u00fcnden; und dann den Vorhang fallen.\nWahrlich man w\u00fcnscht bei dem Ausrufe: Ihr Parzen zerrei\u00dft mich! da\u00df Herkules\nm\u00f6gte l\u00e4ngst zerrissen seyn, damit er durch diese neue Schmach nicht\nzerst\u00fcmmelt werde.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n<\/span>Herr Iffland opferte alle seine Kr\u00e4fte auf, um den Zuschauern einen\nreinen Genu\u00df zu gew\u00e4hren; aber wenn dies auch m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, so\nunm\u00f6glich es in anderer R\u00fccksicht war, so hatte wohl der Dichter daf\u00fcr gesorgt,\nda\u00df diese M\u00f6glichkeit nicht erreicht wurde. Indem das Publikum jenes\nkunstreiche Spiel beklaschte, beklagte es \u00fcberall eine Theaterdirektion, welche\nein solches St\u00fcck f\u00fcr die B\u00fchne aufnahm: ein Schritt, der sich damit\nentschuldigen l\u00e4\u00dft, da\u00df nich immer die Zahl der Dichter, welche das\nmusikalische Drama bearbeiten, so unendlich klein ist. Was man auch wider\nunsere trivialesten Operetten sagenmag, sie erk\u00fchnen sich doch nicht mehr, die\ngro\u00dfen Vollendungen der griechischen Vorwelt als l\u00e4ppische Karrikaturen zu\nverunstalten.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/span>Gh. <\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":288,"zeitung_id":323}}],"zettel":[]},{"id":291,"theaterstueck_id":153,"veranstaltungsuntertitel":"Der Tod des Herkules","auffuehrungsdatum":"12.04.1802","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"Annalen 1802, S. 303","zusatzinfo":"[davor: Die Entf\u00fchrung]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2004-08-17 11:56:20","datensatz_geaendert_dat":"2004-08-17 11:56:20","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[]}]}}