
{"meta":{"meta-title":"Menschenha\u00df und Reue > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Menschenha\u00df und Reue > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/200","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/200","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Menschenha\u00df und Reue"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/200","text":"Menschenha\u00df und Reue"}]},"data":{"id":200,"veranstaltungstitel":"Menschenha\u00df und Reue","veranstaltungsart_id":1,"kommentar":null,"art":{"id":1,"theaterveranstaltungsart":"Schauspiel"},"personen":[{"id":167,"bkperson_id":553,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":200,"bkperson_regberuf_id":167},"person":{"id":553,"bknachname":"Kotzebue","bkvorname":"August Friedrich Ferdinand","bkgeschlecht":"m","fm_personen_id":"000090","lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":7809,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"21.03.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 5","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-27 19:59:06","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-27 19:59:06","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[{"id":347,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-03-31","z_nummer":"12","z_seite":"184-192","z_autor":"[Friedrich Schulz]","z_text":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cgerlach%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><style>\n<!--\n \/* Style Definitions *\/\n p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:Arial;\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\np\n\t{mso-margin-top-alt:auto;\n\tmargin-right:0cm;\n\tmso-margin-bottom-alt:auto;\n\tmargin-left:0cm;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\n@page Section1\n\t{size:612.0pt 792.0pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:36.0pt;\n\tmso-footer-margin:36.0pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.Section1\n\t{page:Section1;}\n-->\n<\/style><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]--><span style=\"font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><o:p><\/o:p><\/span>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 1cm;\"><span style=\"font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><o:p><br><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Nach einer langen\nPause ward am 21sten M\u00e4rz wieder einmal Menschenha\u00df und Reue gegeben und\nohngeachtet das \u00fcble Wetter viele, welche die Bekanntschaft mit einem alten\nLieblingsst\u00fcck gerne erneuern mochten, davon abhielt, war das Haus doch\nziemlich besetzt. Der Eindruck, den das St\u00fcck machte, war nicht geringer als\nbei seiner ersten Erscheinung auf unsrer B\u00fchne; die Schauspieler spielten ohne\nAusnahme mit Fleis und der gute Genius der Kunst lie\u00df ihnen gr\u00f6\u00dftentheils ihre\nDarstellungen gl\u00fccklich gelingen, das Publikum hatte einen unbefangnen Sinn und\nein gef\u00fchlvolles Herz mitgebracht und so \u2014 reichten sich K\u00fcnstler und Freunde\nder Kunst zu einem sch\u00f6nen wech<i>sel<\/i>seitigen Genu\u00df vertraulich die Hand.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Fast m\u00f6chte es\nsonderbar scheinen, \u00fcber dies, so oft und so viel beurtheilte und bem\u00e4kelte\nSt\u00fcck, noch ein einziges Wort zu sagen, und ich schwiege auch lieber, zumal da\nich nur meine alten Gedanken wiederhohlen kann, aber ich w\u00fcrde dann vom Pferde\nauf den Esel kommen, von Menschenha\u00df und Reue \u2014 schweigen und von den Korsen\nreden m\u00fcssen. Und ehe ich dies thue, will ich mich erst mit dem bessern\nKotzebue verst\u00e4ndigen, den \u00e4ltern von neuem herzlich lieb gewinnen, um dem\nj\u00fcngern mit allem Wohlwollen begegnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Die gro\u00dfe und\nentschiedene Wirkung, die Menschenha\u00df und Reue bei einer guten Besetzung der\nRollen auf der B\u00fchne macht und machen mu\u00df, wenn das Publikum f\u00fcr Darstellung\nund Kunstgenu\u00df nur einigerma\u00dfen empf\u00e4nglich ist, hatte bedeutende Folgen f\u00fcr\ndie Kunst, f\u00fcr das Publikum und f\u00fcr den Verfasser selbst. Es wurde auf allen\nTheatern so h\u00e4ufig und immer mit so ungeschw\u00e4chtem Beifall wiederhohlt, da\u00df der\nGeschmack des Publikums dadurch gewisserma\u00dfen eine andere Richtung erhielt; es\nwurde in Journalen herausgestrichen und von Kennern und Nichtkennern beynahe\n\u00fcber alles erhoben, was die dramatische Muse unsers Vaterlandes sonst ans Licht\ngebracht: der Verfasser wurde als ein Meerwunder angestaunt und in der That\nbrachte ihm dieser gl\u00fcckliche Wurf den Vortheil, da\u00df er ihm als ein Freybrief\nf\u00fcr seine \u00fcbrigen, zum Theil sehr mittelm\u00e4\u00dfigen Produkte galt. Gleichwohl\nfehlte es auch bald Anfangs nicht an Leuten und zwar an Leuten von Gewicht und\nAnsehen in der litterarischen Welt, die weit entfernt ihre Stimme mit dem\nUrtheil des gro\u00dfen Haufens zu vereinigen und in das allgemeine Bravogeschrei\ndes ganzen Deutschlands einzustimmen, sich vielmehr, nachdem sie die\nSch\u00f6nheiten dieses St\u00fccks gegen seine M\u00e4ngel aufs genaueste abgewogen, wenn\nauch nicht gegen den Werth einzelner Stellen, doch wenigstens gegen die\nAusf\u00fchrung und Anordnung des Ganzen erkl\u00e4rt haben. Ich wage es nicht zu\nentscheiden, ob ihr Ausspruch etwas gegen den allgemeinen Beifall, der diesem\nSchauspiel von allen Seiten her zugestr\u00f6mt, gelten k\u00f6nne; aber soviel wei\u00df ich,\nda\u00df die Gr\u00fcnde der Minorit\u00e4t wenigstens Geh\u00f6r verdienen und da\u00df nur eine\nsorgf\u00e4ltige Auseinandersetzung des Plans, der Karakteristik und des Dialogs uns\nden Leitfaden an die Hand geben kann, diesen Widerspruch in den Meinungen zu\nheben, oder wenigstens begreiflich zu machen.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Wirft man also\nzuf\u00f6rderst einen aufmerksamen Blick auf den Plan, so sieht man durchg\u00e4ngig\nbeinahe von Anfang bis zu Ende den Zufall walten, der so leicht in keinem andern\nSt\u00fckke eine so despotische Gewalt \u00fcber die handelnden Personen aus\u00fcbt. Sie sind\ngleichsam nur Maschinen, die sich entweder gar nicht auf Antrieb ihres eignen\nWillens bewegen oder wenigstens so lange m\u00fc\u00dfig dastehn, bis der Zufall ihrem\nWillen den ersten Sto\u00df giebt. Zweck und Absicht wird man fast nirgends gewahr\nund selbst wenn sich eine Spur davon bei diesem oder jenem, wie z. B. bei\nMeinau findet, so k\u00f6mmt straks der Zufall dazwischen und st\u00f6\u00dft durch einen\nunvermutheten Querstrich das Werk der \u00dcberlegung oder den Entschlu\u00df der\nLeidenschaft \u00fcber den Haufen. Der Zufall f\u00fchrt den betrogenen Gemahl in die\nGegend, wo sein ungetreues, aber b\u00fc\u00dfendes Weib eine Freistatt gefunden; der\nZufall l\u00e4\u00dft den Ersteren in der Person des Baron von der Horst seinen Jugendfreund\nentdekken, und der zuf\u00e4llige Einsturz einer morschen, aus alten Tr\u00fcmmern\nzusammengeflickten Br\u00fckke wird die unschuldige Ursache, da\u00df der finstere, von\naller Gesellschaft geschiedene Meinau wieder unter Menschen erscheint, und\ngleich bei seinem Eintritt in die Welt durch den Anblick seiner verf\u00fchrten\nEulalia \u00fcberrascht wird.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Dies hei\u00dft doch\nwahrlich dem Zuschauer einen felsenfesten Glauben zumuthen und die Forderungen\n\u00fcbertreiben, die der Dichter an unsern Sinn f\u00fcr T\u00e4uschung machen darf. Freilich\nkann man nicht von ihm verlangen, da\u00df er den Zufall g\u00e4nzlich ausschlie\u00dfen und\nalles, was geschieht, nur aus dem Karakter seiner Personen motiviren soll; dies\nBegehren w\u00e4re eben so unbillig als zweckwidrig. Denn der Gang der Handlung\nbek\u00f6mmt nicht selten durch die Einmischung kleiner Zuf\u00e4lle einen Grad von\nWahrscheinlichkeit, der uns die Kunst versteckt, und uns in ihr den wahren\ngetreuen Abdruck der Natur um so eher wieder erkennen l\u00e4\u00dft, da wir auch in der\nwirklichen Welt nicht im Stande sind, jeden Vorfall, jede Begebenheit auf\ngewisse Plane und Zwekke zur\u00fcckzuf\u00fchren und alle Erscheinungen aus den\nTriebfedern des menschlichen Herzens zu entwikkeln. Nur mu\u00df sich der Dichter\ndiesen Vortheil, den wir ihm willig einr\u00e4umen, nicht immer, und wie mich d\u00fcnkt,\nso selten als m\u00f6glich zu Nutze machen und sich vor allen Dingen in Acht nehmen,\nda\u00df der entscheidende Schlag, von welchem die ganze Aufl\u00f6sung seines Karakters\nund das endliche Schicksal seiner Helden und Heldinnen abh\u00e4ngt, nicht durch ein\nSpiel des Zufalls, nicht durch das unmotivirte Zusammensto\u00dfen unvorhergesehener\nBegebenheiten erfolge: und diesen Fehler hat sich Kotzebue in der Behandlung\nseines Plans offenbar zu Schulden kommen lassen. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Doch nicht die\nHandlung allein, auch der kontrastirende Ton, der im Ganzen herrscht, m\u00f6chte\neinigen gegr\u00fcndeten Einw\u00fcrfen ausgesetzt seyn. Uberall wechselt das Ernsthafte\nmit dem Komischen so unvorbereitet, so auffallend ab, da\u00df die vorhergehende,\noft mit so vieler Kunst und M\u00fche erregte Empfindung mit einemmale zerrissen\nwird und man sich durch Einen pl\u00f6tzlichen Schlag in ein ganz anderes Interesse,\nja selbst in ein anderes Schauspiel versetzt glaubt. Durch solche gewagte,\nrasche \u00dcberg\u00e4nge verst\u00f6\u00dft der Dichter durchaus gegen seinen eigenen Vortheil.\nEs ist, als ob er uns dadurch mit Gewalt aus der T\u00e4uschung weckte und uns\nvors\u00e4tzlich erinnerte, da\u00df alles, was wir wirklich zu sehen und zu f\u00fchlen\nglauben, nichts als ein leerer Traum sei. Der Zauber der T\u00e4uschung l\u00f6set sich\ngar zu leicht, der magische Nebel, den er \u00fcber die Gegenst\u00e4nde ausgie\u00dft,\nzerflattert bei jeder heftigen Ersch\u00fctterung: er bedarf einer ununterbrochenen\nStille, und die Bilder und Scenen, die er vor uns erscheinen l\u00e4\u00dft, m\u00fcssen\nso sanft als m\u00f6glich, wenigstens ohne gewaltsame Spr\u00fcnge und scharfe\nVer\u00e4nderungen im Kolorit an unsrer Seele vor\u00fcbergleiten, sonst finden wir uns\ngar bald wieder und erwachen aus dem angenehmen Schlummer, aus dem s\u00fc\u00dfen\nVergessen unsrer selbst, worinn uns der K\u00fcnstler gewiegt hat. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Einheit im Ton\nist gewi\u00df das sicherste Mittel, diese widerw\u00e4rtige R\u00fcckkehr zu verhindern, wohl\nverstanden, da\u00df man Einheit nicht mit Einf\u00f6rmigkeit verwechseln und nicht vom\nDichter erwarten darf, da\u00df er unsre Empfindungen immer auf Einen Punkt gespannt\nhalten oder best\u00e4ndig auf unser Herz losarbeiten soll. Damit w\u00e4re uns im Grunde\nwenig gedient. Denn unser Gef\u00fchl stumpft sich, wie jede andere Kraft der Seele,\ndurch eine allzulange Spannung ab, wir brauchen nothwendig Zwischenr\u00e4ume, wo\nwir wieder Athem sch\u00f6pfen und uns Kr\u00e4fte zu neuem Genu\u00df und zu neuen Ersch\u00fctterungen\nsammeln k\u00f6nnen \u2014 aber warum nutzt der Dichter diese Zwischenr\u00e4ume nicht lieber\nf\u00fcr unsern Kopf als f\u00fcr unser Zwerchfell? warum f\u00fcllt er sie nicht lieber mit\nwichtigen interessanten Bemerkungen, wozu ihm der Zustand seiner Personen\nGelegenheit giebt, oder wenigstens mit seinen Conversationsscenen, als mit\nBurlesken und l\u00e4cherlichen Schw\u00e4nken, die ohngef\u00e4hr zum Ganzen passen, wie ein\nDittersdorffsches Rondeau zu einer Passionsmusik.<\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7809,"zeitung_id":347}},{"id":348,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-04-07","z_nummer":"13","z_seite":"193-208","z_autor":"[Friedrich Schulz]","z_text":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cgerlach%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><style>\n<!--\n \/* Style Definitions *\/\n p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:Arial;\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\np\n\t{mso-margin-top-alt:auto;\n\tmargin-right:0cm;\n\tmso-margin-bottom-alt:auto;\n\tmargin-left:0cm;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\n@page Section1\n\t{size:612.0pt 792.0pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:36.0pt;\n\tmso-footer-margin:36.0pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.Section1\n\t{page:S<\/style><p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\"><span style=\"font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/span>Wie mu\u00df einem\nMenschen von Gef\u00fchl zu Muthe werden, wenn er gleich nach Eulaliens\nvortreflichem Monolog im zweiten Akt, wo der Anblick des kleinen Wilhelms ihr\ndas Bild ihrer eigenen Kinder vor die Seele bringt, wo die R\u00fcckerinnerung an\ndas, was sie einst war, und was sie nun durch einen einzigen Fehltritt geworden\nist, sie mit Skorpionenbissen nagt, und ihr den trost- und h\u00fclflosen Zustand,\nworinn sie ihren Sohn und ihre Tochter gesetzt, mit den schrecklichsten Farben\nzeichnet \u2014 wenn er nun nach dieser \u00e4cht pathetischen Scene das verzerrte, zur\nKarrikatur zerrissene Ding von Kammerm\u00e4dchen auftreten sieht und anh\u00f6ren mu\u00df,\nwie sich Eulalia noch mit den Thr\u00e4nen der Reue im Auge, noch mit den\nhalberstickten Seufzern des bittersten Schmerzes auf den Lippen, gegen ihre\nplumpen, ungesalzenen Sp\u00e4\u00dfe wehrt und ihre armseligen, halb deutsch, halb\nfranz\u00f6sisch zusammengestoppelten Sarkasmen wohl oder \u00fcbel verschlukken mu\u00df.\n\u00c4rger noch ist es im 3ten Akt. Eben hat sich Eulalia in der Angst ihres\nHerzens, in einem wirklichen Anfall von konvulsivischer Verzweiflung der\nGr\u00e4finn zu F\u00fc\u00dfen geworfen, eben hat sie ihr ihren wahren Stand, ihr Vergehen\nenttekt und sich durch die unverkennbarsten \u00c4usserungen der Reue und der gro\u00dfm\u00fcthigsten\nVerl\u00e4ugnung ihrer selbst die Verzeihung ihrer Wohlth\u00e4terinn errungen; schon\nerwarten wir, da\u00df der Dichter den Vorhang fallen lassen und den wirklich gro\u00dfen\nEindruck dieser Scene bis zum Anfange des 4ten Akts in uns festhalten wird;\naber wie sehr irren wir uns, er durfte ja den Peter nicht vergessen. Dieser\nEhrenmann erscheint mit der Pfeife im Munde, mit dem sauern Gesichte, das er zu\nseinem neuen ungewohnten Wagest\u00fck macht, und verschwunden ist unsre T\u00e4uschung,\nverdampft unser Mitgef\u00fchl, wie der Rauch aus Peters Pfeife.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Mit der Art wie\nder Verfasser die Karaktere seines St\u00fcks gezeichnet, hat man meiner Meinung\nnach gr\u00f6\u00dfere Ursache zufrieden zu sein. Nicht als ob sich an ihnen hie und da\nauch nicht M\u00e4ngel und falsche schielende Z\u00fcge entdekken lie\u00dfen; aber im Ganzen\ngenommen sind sie dennoch besser gegriffen, und was die Hauptsache ist, besser\ngehalten und ausgef\u00fchrt, als in den meisten andern Produkten des Herrn von\nKotzebue. Man hat, ich wei\u00df nicht aus welchem Grunde, den Karakter des Meinau\neiner Inkonsequenz bez\u00fcchtigen wollen. Vielleicht f\u00e4llt dieser Vorwurf weg,\nwenn man sich auf eine genaue Zergliederung desselben einl\u00e4\u00dft.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Meinau, ein\nMensch von hellem Kopf und warmen Herzen tummelt sich lange genug in der Welt\nherum, um die traurige Erfahrung zu machen, da\u00df dem Menschen mit Kraft und\ngutem Willen wenig gedient sei und da\u00df man sich nach Protektion, Empfehlung und\nandern Schleichwegen umsehen m\u00fcsse, wenn man entweder sein Gl\u00fck unter ihnen\nmachen, oder auf eine nahmhafte Weise zu ihrem eigenen Gl\u00fck wirksam sein wolle.\nAber weil er zu starrk\u00f6pfig, oder wenn man will, auch zu edel und zu stolz ist,\num sich jemals zu erniedrigen, so hebt er sich auch nicht; er kann es nicht\n\u00fcber sich erhalten einige Thorheiten der Menschen mitzumachen, um sie desto eher\nvon ihren schlimmeren zu heilen und doch spielt er den Reformator in seinem\nZirkel. Nat\u00fcrlich \u2014 da\u00df alles ihn ha\u00dft und verkennt, da\u00df man seinen Witz\nBosheit, seine bessern Einsichten Geniesucht und Neologie und seine guten\nAbsichten Thorheit und Eigensinn schillt. Des ewigen Streits mit Kabalen und\nUngerechtigkeiten m\u00fcde tritt er endlich vom gro\u00dfen Schauplatz ab und zieht sich\nzur\u00fcck ins h\u00e4usliche Leben. Er nimmt sich ein junges, aber gebildetes Weib, das\ner liebt, von welchem er geliebt wird und f\u00fchlt sich gl\u00fcklich. Ein falscher\nFreund bringt ihn um einen gro\u00dfen Theil seines Verm\u00f6gens \u2014 aber er verschmerzt\nes, weil, wie er sagt, Zufriedenheit wenig bedarf. Doch das Schiksal hat ihn\nnoch zu gr\u00f6\u00dfern Pr\u00fcfungen aufbewahrt und diesen erliegt er. Sein Weib, sein\ngutes, gebildetes Weib entflieht mit einem Laffen, der ihrem eigenen Gest\u00e4ndni\u00df\nnach sich in keiner R\u00fcksicht, auch nicht einmal in \u00e4u\u00dfern Vorz\u00fcgen mit ihrem\nGemahl messen konnte. Der Schlag dr\u00fckt ihn zu Boden. Er bricht auf ewig mit\nWelt und Menschen, verkriecht sich in die Einsamkeit und glaubt sein ganzes\nGeschlecht zu hassen. So lebt er einige Jahre und sein Ha\u00df bildet sich in\nseinem Kopf zu einer Art von System aus, das aber selten gegen die kleinste\nAnwandlung der Menschlichkeit Probe h\u00e4lt. Indem er auf alles, was Mensch hei\u00dft,\ntobt und flucht, hilft er hier einem D\u00fcrftigen auf, rettet dort einem andern\ndas Leben, kurz, thut so viel Gutes, als die Umst\u00e4nde es nur immer erlauben.\nDurch solch einen R\u00fcckfall in die Menschlichkeit geschieht es denn auch, da\u00df er\nmit der Familie des Grafen Wintersee bekannt wird. Sein Freund von der Horst\ngeh\u00f6rt zu dieser Familie. Beide erkennen sich bei ihrer ersten Zusammenkunft;\nsie theilen sich ihre Schiksale, ihre Entschl\u00fcsse f\u00fcr die Zukunft mit und\nMeinau l\u00e4\u00dft sich, aber nur mit vieler Noth bereden, dem von der Horst nach\nWintersee zu folgen, um einen Freiwerber bei einer gewissen Madame M\u00fcller zu\nmachen. Er h\u00e4lt, was er versprochen; aber wie erschrikt er, als er in der\nMadame M\u00fcller, von welcher er schon zuvor so viel Gutes geh\u00f6rt, mit der sich so\noft in wohlth\u00e4tigen Handlungen begegnet, die er aber noch nie gesehen hat,\nseine ungetreue, verlohrne Eulalia wieder findet. Indessen raft er sich\nzusammen und entflieht, fest entschlossen, seinem System treu zu bleiben, dem Umgang\nmit Welt und Menschen auf ewig zu entsagen und die Schwachheit zu besiegen, die\nihn noch wider seinen Willen an sein Weib fesselt. Sie dringt auf eine letzte\nUnterredung: von der Horst bereitet seinen Freund dazu vor, aber er \u00fcbertritt\nzugleich seinen Auftrag und best\u00fcrmt Meinau mit allen Bewegungsgr\u00fcnden, die ihm\ndie Freundschaft an die Hand giebt, er soll sein reuiges Weib doch nicht\nversto\u00dfen und in ihrem Besitz die gl\u00fccklichen Tage wieder suchen, die er einst\nin demselben gefunden. Meinau str\u00e4ubt sich, er sieht in dem ganzen Vorfall, der\nihn Eulalien zugef\u00fchrt, in ihrem Benehmen vor ihrer Zusammenkunft, in ihrer\nReue, ihrer R\u00fckkehr zur Tugend \u2014 nichts als einen angelegten Plan, ihn wieder\nzu verstrikken; darum besteht er hartn\u00e4ckig auf seine Weigerung sich mit ihr\nauszus\u00f6hnen, bewilligt ihr aber doch die Unterredung, um die sie ihn gebeten.\nSchon ist sein Herz nach und nach erweicht. Das unvermuthete Zusammentreffen\nmit seinem Freunde hat ihn wenigstens von Einer Seite wieder an die Menschheit\nangeschlossen. Der Anblik seiner Frau, die Erinnerung an ihre ehmalige Liebe,\nihre Thr\u00e4nen, ihr ungeheuchelter Schmerz \u2014 alles tr\u00e4gt dazu bei, ihn von seinem\nmenschenfeindlichen Entschlu\u00df zur\u00fcckzubringen. Sie ist in der Zusammenkunft mit\nihm so ger\u00fchrt und zerknirscht, giebt dabei solche Proben von Gro\u00dfmuth und\nAufopferung, das letzte Lebewohl wird ihr und ihm so schwer, da\u00df es nur noch\nEines Schlages bedarf, um den Ausgang zu ihrem Vortheil zu entscheiden. Dieser\nSchlag erfolgt. Meinau hatte seine Kinder aus der Stadt holen lassen, weil er\nsich vorgenommen am folgenden Tage abzureisen und sie doch nicht gern im Stich\nlassen wollte. Auch Eulalia hatte den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, sie noch einmal zu\nsehen. Sie sind bereits angekommen und warten im n\u00e4chsten Bauerhause. In einem\nentscheidenden Augenblick f\u00fchrt von der Horst sie vor. Ihr Anblik ersch\u00fcttert\nbeide, Vater und Mutter, aufs tiefste. Ihre Gef\u00fchle, ihre Herzen begegnen sich\nin ihren Kindern. Ein R\u00fckblik auf die b\u00fc\u00dfende Mutter, und Meinau ist vers\u00f6hnt.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Nun m\u00f6chte ich\nwissen, was man unnat\u00fcrliches, unwahres, unmotivirtes in dieser\nKarakterentwikkelung f\u00e4nde? Freilich mu\u00df man auf Meinaus urspr\u00fcngliche\nGem\u00fcthsverfassung zur\u00fcksehn, wenn es einem begreiflich werden soll, da\u00df er\nnicht bei seiner Misantropie, bei seiner Abgeschiedenheit von der Welt und bei\nseinem Entschlu\u00df Eulalia zu versto\u00dfen, beharrt. Er brachte ein Herz voll warmer\nMenschenliebe mit in die Welt, man verkannte ihn und er zog sich zur\u00fck; die\nMenschen beleidigten ihn gerade an der empfindlichsten Seite und er warf einen\nHa\u00df auf das ganze Geschlecht. Diese Wendung wird der Mann von Kraft und Gef\u00fchl\nsehr leicht nehmen. Aber im Grunde ist sie nichts als T\u00e4uschung. Sein Groll\ngeht eigentlich nur auf seine Beleidiger \u2014 doch weil er f\u00fchlt, da\u00df es unter\nseiner W\u00fcrde ist, nach Rache zu d\u00fcrsten, da ihm auch \u00fcberdies die Urheber\nseiner Kr\u00e4nkungen zu armseelig und unbedeutend scheinen m\u00fcssen, als da\u00df er es\naushalten k\u00f6nnte, sich lange mit ihnen zu besch\u00e4ftigen; so dehnt er die\nErbitterung, die sie ihm gemacht und die ihnen eigentlich gelten sollte, \u00fcber\ndas ganze Menschengeschlecht aus, als einen Gegenstand, der freilich eher werth\nist, die Galle eines Biedermanns rege zu machen, als ein einzelner B\u00f6sewicht.\nDer gro\u00dfe feurige Kopf verleugnet sich auch in seinen Verirrungen nicht, sie\nerhalten insgesamt einen Anstrich von Erhabenheit, der sie von den Verirrungen\ndes kleinen Geistes merklich unterscheidet. So wie er seine Liebe nicht gern\nauf Ein Wesen beschr\u00e4nkt, sondern die F\u00fclle derselben so viel als m\u00f6glich nach\naussen hin zu verbreiten und alles, was ihm nahe und ferne liegt, in den Kreis\nseiner Empfindungen hineinzuziehen strebt: so kargt er auch nicht mit seinem\nHa\u00df. Er mahlt sich eine Welt voll Teufel, wie er sich Anfangs eine Welt voll\nEngel gemahlt, verabscheuet nun die ersteren, wie er die letztern vormals\ngeliebt, und betr\u00fcgt sich in beiden F\u00e4llen. Sein warmer Kosmopolitismus war der\nTraum einer reichen, einer gespannten Phantasie, sein Menschenha\u00df ist es nicht\nminder; daher erliegt er bei der kleinsten Pr\u00fcfung, daher schmilzt sein System\nan jeder Thr\u00e4ne des Mitleids, die ihm ein Ungl\u00fcklicher auspre\u00dft, daher weis er\nes nur zu behaupten, so lang er in Ruhe und Gleichgewicht ist. Der Fond seines\nKarakters ist noch wie ehedem, er hat ihn nur mit einem d\u00fcstern Firni\u00df \u00fcberzogen,\nund dieser zerrinnt bei dem leisesten Anhauch der Natur. Ein wahrer, \u00e4chter <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Menschenfeind<\/span> ist ein Unding; das \u00c4u\u00dferste,\nwozu man es allenfalls bringen k\u00f6nnte, w\u00e4re <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Menschenverachtung<\/span>;\ndenn der kleinen und l\u00e4cherlichen Narrheiten, die uns zum Spott und Hohn\nauffordern, giebt es unstreitig mehr in der Welt als es auffallende Verbrechen\ngiebt, um derentwillen man die Menschen meiden d\u00fcrfte, und diese Verbrechen\nselbst sind \u00f6fters mit einem solchen Aufwand von Kraft und Talent, mit so viel\nAnstrengung, Muth und Entschlossenheit verbunden, da\u00df wir den Adel der\nmenschlichen Natur beinahe sichtbarer in ihnen wieder erkennen, als in manchen\nsogenannten Tugenden. Wenn Meinau also die Menschen zu hassen vorgiebt, so\nd\u00fcrfen wir dies dreist f\u00fcr einen sch\u00f6nen Selbstbetrug, f\u00fcr einen edlen Wahn\nerkl\u00e4ren, hinter welchem er seinen Groll gegen die Urheber seiner Leiden\nverstekt, f\u00fcr einen Wahn, der ihm jeden Augenblik Gelegenheit giebt, zu toben\nund zu schm\u00e4hen und ihm gewisserma\u00dfen die Wollust der Rache gew\u00e4hrt, ohne da\u00df\ner n\u00f6thig hat, seinen Feinden wehe zu thun und sich zu den gew\u00f6hnlichen Mitteln\nder Rachsucht zu erniedrigen. Solch\u2019 eine Geistesstimmung l\u00e4\u00dft sich gar wohl\nmit der Entwikkelung des St\u00fcks und mit der Art, wie Meinau die reuige S\u00fcnderinn\nwieder aufnimmt, vereinigen.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Weit entfernt,\nhier eine Inkonsequenz zu finden, scheint es mir vielmehr, als ob man der\nganzen Anlage von Meinaus Karakter kein andrer Ausweg m\u00f6glich war, als den der\nDichter eingeschlagen.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Wichtiger d\u00fcnken\nmich die Einw\u00fcrfe, die man gegen Eulalia gemacht hat. Wie kommt ein Weib von\ndiesem Karakter, von diesem Grad der Bildung, von dieser sch\u00f6nen Seele zu einer\nNiedertr\u00e4chtigkeit, die sie selbst und ihren Mann entehrt? Ihre Jugend k\u00f6nnte\nsie entschuldigen, aber seit ihrem Falle sind nur zwei oder drei Jahre\nverflossen und in so kurzer Zeit m\u00f6chte selbst das Ungl\u00fck und die Erinnerung\neinst gefehlt zu haben, kein Wesen zu der Vollkommenheit ausbilden, in welcher\nsie jetzt vor uns auftritt. Die Art und Weise, wie sie bereut, wie sie von\nihrer Verirrung zur\u00fckk\u00f6mmt, setzt schon keine gemeine Seele voraus, und wie\nkonnte die jemals so grob gegen ihre Pflicht versto\u00dfen. Eins von beiden bleibt\nimmer ein R\u00e4thsel: entweder ihr Fall oder ihre heldenm\u00e4\u00dfige R\u00fckkehr. Man k\u00f6nnte\nsagen, Eulaliens erster Rausch war vor\u00fcber, sie erwachte, f\u00fchlte sich elend und\ndieses emp\u00f6rende Gef\u00fchl gab ihrer ganzen Denkart mit einemmal einen Umschwung\nzum Guten; die Tugend zog Vortheil von ihrer Verzweiflung, und sie hing ihr von\nnun an desto fester und inniger an, weil sie einmal empfunden hatte, wie viel\nes koste, wenn man sich von ihr losrei\u00dfe. Gut \u2014 recht gut \u2014 aber dies Erwachen\nvom Rausche m\u00fc\u00dfte doch motivirt sein, zumal da es so schnell geschahe, es mu\u00dfte\ndoch etwas in ihrer Seele liegen, das ihr den Abstand zwischen gut und b\u00f6se,\nzwischen Tugend und Laster aufs lebhafteste vorhielt, sie mu\u00dfte doch schon die\nS\u00fc\u00dfigkeit der Gewissensruhe, die Wollust eines reinen Bewu\u00dftseins in einem\nhohen Grade geschmekt haben, sonst konnte sie vor ihrem jetzigen Zustand der\nVerworfenheit nicht mit solchem Abscheu zur\u00fckbeben. Und wie war es m\u00f6glich, da\u00df\ndiese Liebe zur Tugend und Sch\u00f6nheit, die ihrem Herzen so tief eingepr\u00e4gt war,\nsie nicht vor dem entsetzlichen Fehltritt bewahrte, gegen welchen sie ihr jetzt\nso eine aufrichtige Reue einfl\u00f6\u00dfte?<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Um sich aus\ndiesem Widerspruch herauszuwikkeln, m\u00fc\u00dfte man wirklich mit einigen Philosophen\nannehmen, da\u00df der Mensch zwei Seelen, eine Engels- und eine Teufelsseele h\u00e4tte,\ndie sich die Herrschaft \u00fcber ihn theilten und ihn, je nachdem die eine oder die\nandre die Oberhand gew\u00f6nne, bald zum Halbgott, bald zum Satan machten; denn man\nmu\u00df immer bedenken; Eulaliens Fehler war keiner von denen, die allenfalls mit\nurspr\u00fcnglicher Vortreflichkeit des Karakters und mit angestammter Herzensg\u00fcte\nbestehen k\u00f6nnen; es war keine \u00dcbereilung, keine rasche, augenblikliche That,\nwie sie sich auch der Beste dann und wann zu Schulden kommen l\u00e4\u00dft, und wozu der\nMensch die Anlage nur mit seiner Menschheit ablegt; nein \u2014 es war ein\n\u00fcberdachtes, eingeleitetes Verbrechen. Sie verlie\u00df ihren Mann und ihre Kinder\nmit einem Abentheurer, der, wie sie selbst gesteht, nicht einmal ein\nausgelernter Verf\u00fchrer war und also in ihrem guten Willen sich verf\u00fchren zu\nlassen, eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung finden mu\u00dfte. Nun wie reimt sich dies mit ihrer\npl\u00f6tzlichen Bekehrung? Sieht die nicht eher einer \u00fcbernat\u00fcrlichen Gnadenwirkung\nals dem nat\u00fcrlichen Einflu\u00df ihres moralischen Gef\u00fchls \u00e4hnlich, das sich wieder\nin seine alten Rechte setzen will, aus welchen es eine Verblendung, eine\njugendliche Hitze verdr\u00e4ngt hatte? \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Um inde\u00df nichts\nauszulassen, was ihr einigerma\u00dfen zur Entschuldigung dienen m\u00f6chte, so kann man\nsich die Sache allenfalls so vorstellen, Eulalia, so gut, so sittlich und edel\nsie sonst auch war, blieb doch immer Weib; sie hatte schwache Augenblikke. Ein\nAlltagsmensch (und die Menschen dieses Gelichters verstehen sich auf solche\nAugenblikke am besten; in Berlin kann man sie dutzendweise finden und der nur\nzu gef\u00e4lligen Weiber, die Eulalien in allen R\u00fcksichten, nur nicht in ihrer\nR\u00fckkehr zur Tugend \u00e4hnlich sind, noch mehr) n\u00fctzt ihre Schw\u00e4che; sie f\u00e4llt, und\nwagt es nun nach ihrem Falle kaum ihrem Gemahl unter die Augen zu treten. Sein\nAnblik, seine Gegenwart ist ein geheimer Vorwurf f\u00fcr sie, jede seiner\nLiebkosungen schneidet ihr durch die Seele; sie sucht diese Angst los zu werden\nund \u2014 geht mit ihrem Verf\u00fchrer davon. Dann freilich wird ihre Reue, ihr\nheldenm\u00fcthiger Entschlu\u00df sich zu bessern, ihre Beharrlichkeit, mit der sie ihn\nausf\u00fchrt, kurz alles, was wir nun mit Verwunderung anstaunen, begreiflich \u2014\ndann fehlte sie nur Einen Augenblick, dann war selbst die Fortsetzung ihres\nFehlers, ihre heimliche Flucht nicht sowohl ein Verbrechen, als ein Zeichen der\nwiederkehrenden Tugend oder vielmehr ein Beweis, da\u00df sie ihre Herrschaft \u00fcber\nEulalia nie mals g\u00e4nzlich aufgegeben.<\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7809,"zeitung_id":348}},{"id":349,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-05-07","z_nummer":"14","z_seite":"209-224","z_autor":"[Friedrich Schulz]","z_text":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cgerlach%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><style>\n<!--\n \/* Style Definitions *\/\n p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:Arial;\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\np\n\t{mso-margin-top-alt:auto;\n\tmargin-right:0cm;\n\tmso-margin-bottom-alt:auto;\n\tmargin-left:0cm;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\n@page Section1\n\t{size:612.0pt 792.0pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:36.0pt;\n\tmso-footer-margin:36.0pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.Section1\n\t{page:Section1;}\n-->\u00a0<\/style>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Unter den \u00fcbrigen\nKarakteren zeichnen sich besonders die launigte, aber eben so edle Gr\u00e4finn und\nder gutm\u00fcthige Graf mit seinem Anstrich von Epikur\u00e2ismus aus. Doch hat der\nDichter diese letzte Seite im Karakter des Grafen wohl ein wenig zu stark\nbeleuchtet. Ich zweifle, ob es einen Menschen geben kann, der von seinem\nPflegma so beherrscht wird, da\u00df er alles, was geschieht, alles, was ihn und\nseine Bequemlichkeit nicht unmittelbar betrifft, mit so gleichg\u00fcltigen Augen\nansieht, als ob zwischen ihm und den Wesen, die um ihn her leiden und handeln,\nnicht die geringste Ann\u00e4herung statt f\u00e4nde. Zudem stimmt dieser Zug von\nF\u00fchllosigkeit gar nicht zu manchen andern \u00c4usserungen des Grafen; seine\nLebensphilosophie ist nur bequem und sanft, aber nicht rauh und vertr\u00e4gt sich\nrecht gut mit einer gewissen Theilnahme an dem Schicksale seiner Nebenmenschen,\nvorausgesetzt, da\u00df diese Theilnahme ihm nur nicht zu viel kostet und ihm\nallzudr\u00fcckende Pflichten auflegt. Aber da\u00df er in einem Augenblick, wo das Wohl\nund Weh einer Person, die ihm werth ist, und welche zu seiner Familie geh\u00f6rt,\nsich seiner Entscheidung n\u00e4hert, da\u00df er da alles Interesse an sie, ja selbst\ndie so nat\u00fcrliche Regung der Neugierde unterdr\u00fckken und zum Zeitvertreib auf\ndie Fliegenjagd gehen soll \u2014 nein, dies verlangt sein System nicht von ihm, mag\nes \u00fcbrigens noch so sehr zum Vortheil der Tr\u00e4gheit kalkulirt sein. Auch selbst\nein Woll\u00fcstling geht zwar unangenehmen Situationen gern aus dem Wege, aber wenn\nsie ihn unvermuthet \u00fcberraschen, kann er doch den Eindruck, den sie auf ihn\nmachen m\u00fcssen, nicht so pl\u00f6tzlich wieder absch\u00fctteln. Wahrlich, Bittermann mit\nseinen h\u00e4mischen Bemerkungen und neidischen Seitenblikken ist mehr Mensch als\nSr Excellenz; denn Bittermanns kleinlicher Groll, seine Sucht an Eulalia zu\ntadeln und \u00fcber sie zu sp\u00f6tteln, beweisen doch wenigstens, da\u00df sie ihn\ninteressirt, da im Gegentheil der Herr Graf f\u00fcr nichts anders empf\u00e4nglich zu\nsein scheint, als f\u00fcr eine wohlbesetzte Tafel, die er, \u2014 bei seinem Temperament\nwei\u00df man in der That nicht, warum? \u2014 auch noch zum \u00dcberflu\u00df mit Menschen\nservirt zu sehen w\u00fcnscht.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Was man in diesem\nSchauspiel am meisten angefochten hat, ist die Moralit\u00e4t desselben und eben\ndarum w\u00e4re ich nicht abgeneigt, gerade dieser eine Schutzrede zu halten. Die\nRigoristen sagen mit von der Horst: ein ehebrecherisches Weib ist ein\nSchandfleck in der Natur und ihr verzeihen, hei\u00dft, ihre Schande theilen. Wird\nEulaliens Beispiel nicht auf andere Weiber Einflu\u00df haben? Werden sie nicht auf\nden Gedanken kommen, jeder Fehltritt, den sie begehen, m\u00fcsse ihnen nicht l\u00e4nger\nangerechnet werden, wenn sie, wie Eulalia, daf\u00fcr geb\u00fc\u00dft. Welch\u2019 eine Aufmunterung\nf\u00fcr das sch\u00f6ne Geschlecht, die Vers\u00f6hnlichkeit der Ehem\u00e4nner auf die Probe zu\nsetzen! Mit Gunst der strengen Herren sei es gesagt, ich halte die Gefahr f\u00fcr\nso gro\u00df nicht. Wie mich d\u00fcnkt, ist ein m\u00e4chtiger Unterschied zwischen Eulalia\nund den Weibern, die sich durch ihr Beispiel etwa zu einem \u00e4hnlichen Fehltritt\nberechtigt glauben; sie hoffte nichts von der Vers\u00f6hnlichkeit ihres Mannes, und\neben darum verdiente sie vielleicht Verzeihung; sie fiel \u2014 in der festen\n\u00dcberzeugung, da\u00df ihr Gemahl sie niemals wieder aufnehmen, sondern sie ihrem\nSchicksale wieder \u00fcberlassen w\u00fcrde und gerade dies erleichtert ihr Vergehn, das\nuns unstreitig in einem schrecklichern Lichte erscheinen m\u00fc\u00dfte, wenn sie sich\nder Gro\u00dfmuth ihres Mannes versichert gehalten und nun in diesem Glauben frisch\ndrauf los ges\u00fcndigt h\u00e4tte. Ihre Verirrung mag so gro\u00df sein als sie will, man\nkann ihr wenigstens nicht vorwerfen, da\u00df sie Meinaus Schw\u00e4che als ein Motiv\ndazu gebraucht; und dies \u00e4ndert die ganze Sache und macht die Katastrophe des\nSt\u00fccks wenigstens insofern unsch\u00e4dlich, da\u00df keine Frau sich mit Eulaliens\nSchicksale br\u00fcsten darf, die bei einem \u00e4hnlichen Verbrechen schon zum Voraus\nauf das gute Herz ihres Ehegespanns rechnete. An jener Klasse \u00fcbersentimaler\nWeiber aber, die darum Eulaliens Fehltritt gern nachahmen m\u00f6chten, weil es auf\nder B\u00fchne so r\u00fchrend, so sch\u00f6n l\u00e4\u00dft, zu b\u00fc\u00dfen wie sie und weil diese Bu\u00dfe alle\nHerzen f\u00fcr sie gewinnt, \u2014 ist nichts mehr zu verderben und zu verbessern; wo\nPhantasie und Gef\u00fchl schon so verschroben sind, kann das Unsch\u00e4dlichste,\nsch\u00e4dlich, die Rose zur Giftpflanze werden. \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Ich schlie\u00dfe\ndiesen f\u00fcr die meisten Leser vielleicht zu langen Prolog \u00fcber das St\u00fcck selbst,\nmit einem bei weitem k\u00fcrzern Epilog \u00fcber dessen Darstellung und fange mit Peter\nan, weil \u2014 Peter mit dem St\u00fcck anf\u00e4ngt. Herr Ambrosch gab sich M\u00fche genug mit\ndiesem Burschen, aber \u2014 Peter ist kein Barbiergeselle, und was gestern gut war,\nist heute nicht gut. Herr Reinwald ist recht komisch, recht trokken komisch \u2014\naber immer Reinwald, nicht der rastlose, immer gesch\u00e4ftig thuende, schwazhafte,\nvollmauligte politische Kannengie\u00dfer Bittermann, \u2014 und auch das ist nicht gut.\nMadame Schwadke ist hier recht niedlich, nur versteht man sie zuweilen nicht \u2014\nund das ist schlimm. Wenn Herr Herdt als Greis weniger pathetisch deklamirte,\nw\u00e4re es sehr viel besser und wenn Herr Kaselitz als Franz den freilich vom\nDichter zu sehr gespannten Ton zu seinem treuherzigen, ehrlichen Gesicht noch\nein wenig mehr herabstimmen wollte, w\u00e4re er ganz gut. Madame B\u00f6heim als Gr\u00e4finn\nspielt herzlich und theilnehmend, spricht richtig und deutlich, aber da\u00df ihr\nTon fast immer kostbar, ihre Gesten gew\u00f6hnlich geziert sind, ist nicht gut, und\nvollends \u00fcbel ist es, wenn sie zu glauben scheint, da\u00df sie das Kostbare und\nGezierte noch ein paar Saiten h\u00f6her stimmen m\u00fcsse, sobald sie eine Person von\nStande darzustellen hat. Herr Schwadke als von der Horst hat viel Feuer, viel\nedles Feuer, fast zu viel, \u2014 doch nein, das m\u00f6cht\u2019 ich nicht sagen; Horst ist\nein warmer Freund Meinaus, und liebt Eulalien, er mu\u00df zwar die Liebe aufgeben,\nda er die Entdekkung macht, da\u00df Eulalia Meinaus Weib ist, aber die Gef\u00fchle der\nFreundschaft und der Liebe vereinigen sich jetzt in den Eifer, beide wieder zu\nvereinigen, lenken alle seine Gedanken und Empfindungen auf diesen Einen Punkt\nhin und in und f\u00fcr diesen Einen Punkt herrscht, lebt und handelt er; seine\nW\u00e4rme mu\u00df Gluth, sein Eifer Feuereifer werden. Also nicht zuviel Feuer m\u00f6cht\u2019\nich an Herrn Schwadke tadeln; aber einen zu rednerischen Ausdruck. Mehr\nGeschmeidigkeit, mehr Flu\u00df, weniger Wort-Deklamation, weniger pr\u00e4chtige Manier\nund Herr Schwadke ist vortreflich.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Nicht am\nunrechten Orte steht hier die ber\u00fchmte Stelle \u00fcber das Feuer des Schauspielers\naus Lessings Hamburgischer Dramaturgie:<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">\u201eMan spricht\nsoviel von dem Feuer des Schauspielers; man zerstreitet sich so sehr, ob ein\nSchauspieler zuviel Feuer haben k\u00f6nne. Wenn die, welche es behaupten, zum\nBeweise anf\u00fchren, da\u00df ein Schauspieler ja wohl am unrechten Orte heftig oder\nwenigstens heftiger sein k\u00f6nne, als es die Umst\u00e4nde erfordern; so haben die,\nwelche es leugnen, Recht zu sagen, da\u00df in solchem Falle der Schauspieler nicht\nzuviel Feuer, sondern zu wenig Verstand zeige. \u00dcberhaupt k\u00f6mmt es aber wohl\ndarauf an, was wir unter dem Worte Feuer verstehen. Wenn Geschrei und Kontorsionen\nFeuer sind, so ist es wohl unstreitig, da\u00df der Akt\u00f6r darinn zu weit gehen kann.\nBesteht aber das Feuer in der Geschwindigkeit und Lebhaftigkeit, mit welcher\nalle St\u00fckke, die den Akt\u00f6r ausmachen, das ihrige dazu beitragen, um seinem\nSpiele den Schein der Wahrheit zu geben; so m\u00fc\u00dften wir diesen Schein der\nWahrheit nicht bis zur \u00e4ussersten Illusion getrieben zu sehen w\u00fcnschen, wenn es\nm\u00f6glich w\u00e4re, da\u00df der Schauspieler allzuviel Feuer in diesem Verstande anwenden\nk\u00f6nnte. Es kann also auch nicht dieses Feuer sein, dessen M\u00e4\u00dfigung Shakespear\nselbst in dem Strome, in dem Sturme, in dem Wirbelwinde der Leidenschaft\nverlangt: er mu\u00df blo\u00df jene Heftigkeit der Stimme und der Bewegungen meinen, und\nder Grund ist leicht zu finden, warum auch da, wo der Dichter nicht die\ngeringste M\u00e4\u00dfigung beobachtet hat, dennoch der Schauspieler sich in beiden\nSt\u00fckken m\u00e4\u00dfigen m\u00fcsse. Es giebt wenig Stimmen, die in ihrer \u00e4ussersten\nAnstrengung nicht widerw\u00e4rtig w\u00fcrden; und allzu schnelle, allzu st\u00fcrmische\nBewegungen werden selten edel sein. Gleichwohl sollen weder unsre Augen und\nunsre Ohren beleidigt werden, und nur alsdann, wenn man bei Aeusserung der\nheftigsten Leidenschaften alles vermeidet, was diesen oder jenen unangenehm\nsein k\u00f6nnte, haben sie das Glatte und Geschmeidige, welches Hamlet auch da noch\nvon ihnen verlangt, wenn sie den h\u00f6chsten Eindruck machen und ihm das Gewissen\nverstockter Frevler aus dem Schlafe schrekken solle.\u201c<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Der General\nWintersee des Herrn Unzelmann ist vom Scheitel bis auf die Ferse ein\nMeisterst\u00fcck der Darstellungsgabe dieses Schauspielers; alles, bis auf die\nkleinsten Kleinigkeiten, ist karakteristisch, alles hat Physiognomie und\nBedeutung, jede N\u00fcanze ist ein nothwendiger Pinselstrich zur Vollendung des\nGem\u00e4hldes, und doch ist alles so frei, so ohne Zwang, so h\u00f6chstnat\u00fcrlich, da\u00df\nman glauben sollte, das Naturell dieses Schauspielers treffe hier mit dem\ndarzustellenden Karakter in allen seinen Weisen und Eigenth\u00fcmlichkeiten\nzuf\u00e4llig zusammen.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Bei den ber\u00fchmten\nDarstellungen des Herrn Fleck und der Madame Unzelmann als Meinau und Eulalia\nh\u00e4tte der Dramaturg viel aufzuzeichnen, wenn er alle Eindr\u00fckke sammeln,\nzergliedern und in verst\u00e4ndliche Worte zu kleiden versuchen wollte. Und gewi\u00df\nd\u00fcrfte die Analyse des Eindrucks, den ein sch\u00f6nes Kunstwerk im Ganzen und in\nallen seinen Theilen auf uns macht, die beste Kritik desselben und der\nw\u00fcrdigste Lobspruch f\u00fcr den K\u00fcnstler sein. Geistvolle K\u00fcnstler haben\nEigenschaften, entwikkeln Z\u00fcge und N\u00fcanzen, an denen alle Beschreibung erlahmt;\nje mehr sie das rege Gef\u00fchl im Augenblick der Darstellung besch\u00e4ftigen, desto\nweniger Zeit lassen sie dem Beobachtungsgeist zu Bemerkungen \u00fcbrig, ja sie\nscheinen fast nur f\u00fcr das erstere zu geh\u00f6ren. Das sch\u00f6nste eigenth\u00fcmlichste in\ndem Gem\u00e4hlde eines Correggio unterscheidet vielleicht der scharfsinnigste Blick\ndes geweihtesten Kenners nicht deutlich, indem sein Gef\u00fchl davon lebendig\nerf\u00fcllt ist: wie viel weniger ist dies bei einem transitorischen Kunstwerk\nm\u00f6glich! Hier, wo der Sinn keinen Augenblick einen Ruhepunkt hat, wo immer ein\nTon mit dem andern, eine Miene mit der andern wechselt, wo ein verweiltes\nNachsinnen \u00fcber diese nur mit dem Verlust der folgenden erkauft werden kann.\nDas H\u00f6chste, was dem Beobachtungsgeiste gelingen kann, ist die Aufzeichnung der\nHauptmomente einer Darstellung, \u2014 selbst bei einer oft wiederhohlten Anschauung\nwird seine Beute nicht viel gr\u00f6\u00dfer werden; \u2014 also immer nur Einzelnheiten,\nsoviel ihrer auch sein m\u00f6gen; und Einzelnheiten, auch die bedeutendsten aus dem\nGanzen eines genialischen Kunstwerks abgerissen, sind k\u00f6stliche Purpurlappen,\naber nichts mehr. Nicht ein lebendiges Bild, nicht einmal die einzelnen Z\u00fcge in\nihrem sch\u00f6nsten Gehalt \u2014 denn, abgerissen von dem Ganzen, fehlt ihnen der Reiz,\nden die Harmonie ihnen giebt \u2014 w\u00fcrde ich der Vorstellungsf\u00e4higkeit des Lesers\nnahe bringen, wenn ich ihm den Ton und den Blick schildern wollte, womit Madame\nUnzelmann den Seelenzustand Eulaliens in den ersten Scenen ausdr\u00fcckt, die\nwiedergekehrte Ruhe und den freundlichen Frohsinn eines Herzens, dem es endlich\ngelang, \u00fcber das Zwischenreich ihres Verbrechens hinweg, sich wieder an die\nStimmung einer schuldlosen Jugend anzuschlie\u00dfen, die Wehmuth, die die kleinste\nErinnerung an ihr Verbrechen in diesen Ton mischt; die Feinheit ihres\nConversationstons in der Scene mit Horst; die r\u00fchrende Zartheit, mit der sie\nseinen Fragen nach ihren ehemaligen Verh\u00e4ltnissen ausweicht; den\nherzschneidenden Ton der in ihrer ganzen St\u00e4rke zur\u00fcckkehrenden Angst und\nVerzweiflung, als sie durch den Anblick der Winterseeschen Kinder an die verlassenen\nihrigen erinnert wird; den Kampf ihrer Seele, das Wollen und Widerstreben der\nmarternden Geistesangst und der edelsten Schaam in der Scene des dritten Akts\nmit der Gr\u00e4finn, ohne Contorsionen und langweiliges Winseln; die Inbrunst ihres\nSchmerzes, den Aufruhr aller Gef\u00fchle in der letzten Scene mit Meinau und den\nnamenlos r\u00fchrenden Ton der Ergebung, mit dem sie zu Meinau die Worte sagt: \u201eso\nhaben wir uns denn in diesem Leben nichts mehr zu sagen.\u201c \u2014<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Ein eben so\nunvollkommnes, schwaches Bild w\u00fcrde ich dem Leser von dem an gro\u00dfen Z\u00fcgen, an\nso mannigfaltigen Sch\u00f6nheiten reichen Spiel des Herrn Fleck entwerfen. Ich habe\ninde\u00df, indem ich hier nur auf einige Momente der vortreflichen Darstellungen\nbeider gro\u00dfen K\u00fcnstler hindeute, nicht gerade die letzte Vorstellung des St\u00fccks\nim Sinn. Beide, Herr Fleck und Madame Unzelmann haben diesmal ihre Rollen nicht\nso durchgehends vollendet geliefert, als ich sie sonst wohl von ihnen gesehen\nhabe. Eine vollkommen sch\u00f6ne Darstellung in zwangloser Einheit gelingt nicht\nalle Tage, auch bei dem besten Willen, dem gr\u00f6\u00dften K\u00fcnstler. Zum Schlu\u00df nur\neine Frage noch an Madame Unzelmann. Wenn der alte Greis trotz Peter und dem\nHofhunde in das Zimmer Eulaliens tritt, als sie gerade in der Unterredung mit\nHorst begriffen ist, um ihre Kniee zu umfassen und ihr seinen Dank f\u00fcr ihre\nWohlthaten zu sagen, wird Eulalia nicht alles, was schicklich ist, anwenden, um\nden Alten nicht zu Worte kommen zu lassen, und wird sie, wenn sie dies auch\nvergebens versucht hat, nicht w\u00e4hrend seiner Erz\u00e4hlung von ihren Wohlthaten,\nbest\u00e4ndig bem\u00fcht sein, den Strom seiner Rede zu unterbrechen? wird sie ihn\nnicht jeden Augenblick durch alle zarte, schickliche Mittel zum Schweigen, zum\nFortgehen, bewegen? Horsts Worte \u201ekeine falsche Bescheidenheit Madame, gew\u00e4hren\nSie mir den Augenblick, der mich noch mehr von ihren Tugenden \u00fcberzeugen wird\u201c\n\u2014 k\u00f6nnen sie nach meinem Gef\u00fchl unm\u00f6glich bestimmen, jetzt ruhig, wenn gleich\nmit abgewandten, bescheidnen Blick, die Erz\u00e4hlung des Greises anzuh\u00f6ren. Eine\nso geistvolle K\u00fcnstlerin, wie Madame Unzelmann, hat zu der von ihr gew\u00e4hlten\nSpiel-Art gewi\u00df einen Grund in ihrem Gef\u00fchl gefunden. Ich m\u00f6cht\u2019 ihn wissen, \u2014\nich lerne so gern von einer weiblichen Seele.<\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7809,"zeitung_id":349}},{"id":350,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1785-01-01","z_nummer":"16 [undatiert]","z_seite":"246-249","z_autor":"[Friedrich Schulz]","z_text":"<meta http-equiv=\"Content-Type\" content=\"text\/html; charset=utf-8\"><meta name=\"ProgId\" content=\"Word.Document\"><meta name=\"Generator\" content=\"Microsoft Word 11\"><meta name=\"Originator\" content=\"Microsoft Word 11\"><link rel=\"File-List\" href=\"file:\/\/\/C:%5CDOKUME%7E1%5Cgerlach%5CLOKALE%7E1%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml\"><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><style>\n<!--\n \/* Style Definitions *\/\n p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal\n\t{mso-style-parent:\"\";\n\tmargin:0cm;\n\tmargin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:Arial;\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\np\n\t{mso-margin-top-alt:auto;\n\tmargin-right:0cm;\n\tmso-margin-bottom-alt:auto;\n\tmargin-left:0cm;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:12.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-fareast-font-family:\"Times New Roman\";}\n@page Section1\n\t{size:612.0pt 792.0pt;\n\tmargin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt;\n\tmso-header-margin:36.0pt;\n\tmso-footer-margin:36.0pt;\n\tmso-paper-source:0;}\ndiv.Section1\n\t{page:Section1;}\n-->\n<\/style><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Den 24. May.\nMenschenha\u00df und Reue. Ueber dies St\u00fcck ist in unsern Bl\u00e4ttern schon gehandelt\nworden. Die heutige Vorstellung wurde durch das Spiel des Hrn. Iffland, der uns\nden Haushofmeister Bittermann gab, interessant. Sein Spiel war, bis auf die\nkleinsten Z\u00fcge, musterhaft durchgef\u00fchrt. Ein kleiner angebrachter Zug, da er\nden kleinen Kindern des Barons die Hand k\u00fc\u00dft, ist ganz aus der Physiognomie der\nSeele eines hochgr\u00e4fl. Verwalters gestohlen. Auch die Kleidung war, ohne Karrikatur\nganz dem Charakter gem\u00e4\u00df.<\/p>\n\n<p style=\"margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-indent: 1cm;\">Herr Hagemann aus\nHannover, gab dem hiesigen Publikum einen neuen Beweis von der Vorz\u00fcglichkeit\nihres Theaters. Er fiel gewaltig neben Mad. Unzelmann hinab, und kaum konnte\nman der sch\u00f6nen S\u00fcnderin Eulalia Meinau ver\u00fcbeln, da\u00df sie einem solchen steifem\nPeter untreu geworden. Man sieht wohl, da\u00df Herr Hagemann kein gew\u00f6hnlicher\nSchauspieler seyn will. Er hat nachgedacht. Aber alles an ihm ist affektirt,\nwir Berliner setzen in die sch\u00f6ne Nachahmung edler Natur einen Hauptzweck der\nKunst. Ton, Miene, Gang, Stellung \u2014 alles ist gezwungen, \u00e4ngstlich, steif\nabgemessen. Ausdruck an Ausdruck, h\u00f6rt man deklamiren, wo man sprechen h\u00f6ren,\npredigen, wo man empfinden sehn will. Kurz, Herr Hagemann wird nie einem an\nNatur so gew\u00f6hntem, und durch Feinheit der Kunst eines Iffland, Fleck und einer\nUnzelmann, verw\u00f6hntem Publikum gefallen. Er mi\u00dffiel gleich stark, als Appiani,\nam 26. May, in Emilia Galotti, in welchem St\u00fccke Appiani inde\u00df bekanntlich zur\nheimlichen Freude der Zuschauer bald ermordet wird. Madame Unzelmann als\nOrsina, erweckte in mir den Wunsch, da\u00df die \u00fcbriggebliebenen \u00e4ltern Verehrer\nLessings und Eckhofs, welche \u2014 ohne die jetzigen Theater zu besuchen, a priori\nbehaupten, es g\u00e4be jetzo kein Theater, und nur Anno 1760, als sie noch in die\nKom\u00f6die gingen, und Eckhof ein Janusgesicht mit einer komischen und einer\ntragischen Larve zeigte, sey ein Theater gewesen \u2014 da\u00df diese, sag ich, Madame\nUnzelmann als Orsina gesehen h\u00e4tten, um mit einem mitleidigen Achselzucken zu\ngestehn: \u201eHm! Es ist toll genug!\u201c \u2014 Unterde\u00df die angespannteste Aufmerksamkeit,\ndie gr\u00f6\u00dfte Stille, und zuletzt ein dumoses Gemurmel des Beyfalls, das sich nur\nunwillk\u00fchrlich in ein lautes Bravo ergo\u00df, unterde\u00df die Beschaffenheit der\nheutigen Gesellschaft im Parterre, die eine Auswahl geistvoller Berlinischer\nGesch\u00e4ftsm\u00e4nner, Gelehrten und K\u00fcnstler enthielt, zu beweisen schien, da\u00df der\nGeschmack an Meisterst\u00fccken in Berlin noch nicht gesunken, und da\u00df f\u00fcr die\nprogenies vitiorosa im Jahr 1798 wenigstens Madame Unzelmann das non plus ultra\ndramatischer Darstellung ist. Vielleicht werden wir zu unsern Enkeln das sagen,\nwas unsre Gro\u00dfv\u00e4ter jetzt von der Koch und von Eckhof zu uns sagen: Es gab doch\nnur eine Unzelmann!<\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7809,"zeitung_id":350}}],"zettel":[]},{"id":7891,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"24.05.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 6","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":"<br>","schauspieler_info":"Herr Hagemann als Unbekannter","datensatz_erstellt_dat":"2009-09-28 14:35:31","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-28 14:35:31","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7914,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue, S. in 5 A. von Kotzebue","auffuehrungsdatum":"11.06.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 7","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-03 13:18:02","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-03 13:18:02","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7919,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue","auffuehrungsdatum":"15.06.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 7","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-04 22:41:56","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-04 22:41:56","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":6939,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue. 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National-Theater, 1stes bis 21stes Heft.\" Jedes Heft 2 Rthlr. 12 Gr.","bild":null,"rollenfeld":"Hr. Unzelmann<br>Mad. B\u00f6heim<br>Hr. Lemm<br>Mlle. Gern<br>Charlotte Leist<br>Iffland<br>Hr. Rehfeldt<br>Mad. Bethmann<br>Hr. Kaselitz<br>Hr. Labes<br>Ferd. Leidel<br>Henr. Reinwald<br>","schauspieler_info":"Ein Unbekannter: Herr Werdy","datensatz_erstellt_dat":"2008-09-02 17:02:13","datensatz_geaendert_dat":"2008-09-02 17:02:13","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[{"id":1912,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1812-02-19","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18120219_050.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":5118,"theaterzettel_id":1912}}]},{"id":5129,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue. 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Einla\u00df-Billets in den Saal zu 16 Gr. und in die Logen zu 1 Rthlr. sind bei dem Kastellan Herrn Leist im Schauspielhause zu haben","bild":null,"rollenfeld":"Hr. Bessel S.<br>Mad. B\u00f6heim<br>Hr. Lemm<br>Mlle. Gern<br>Henr. Reinwald<br>Iffland<br>Hr. Rehfeldt<br>Mad. Bethmann<br>Hr. Beschort<br>Hr. Kaselitz<br>Hr. Labes<br>Ferd. 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Bei dem Kastellan Herrn Leist ist zu haben: Ouvert\u00fcre aus der Oper Armide, 6 Groschen so wie auch aus derselben Oper: einzelne Arien und Duetten.","bild":null,"rollenfeld":"Hr. Unzelmann<br>Mad. B\u00f6heim<br>Hr. Lemm<br>Mlle. Gern<br>Mlle. Lamperi<br>Iffland<br>Hr. Rehfeldt<br>Mad. Bethmann<br>Hr. Beschort<br>Hr. Kaselitz<br>Hr. Labes<br>Ferd. Leidel<br>Charlotte Leist<br><br>","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2008-03-25 23:47:30","datensatz_geaendert_dat":"2008-03-25 23:47:30","datensatz_erstellt_user":17,"datensatz_geaendert_user":17,"rezensionen":[],"zettel":[{"id":2224,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1813-01-10","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18130110_010.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":5617,"theaterzettel_id":2224}}]},{"id":8588,"theaterstueck_id":200,"veranstaltungsuntertitel":"Menschenha\u00df und Reue. 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