
{"meta":{"meta-title":"Zauberschlo\u00df, Das > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Zauberschlo\u00df, Das > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/23","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/23","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Zauberschlo\u00df, Das"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/23","text":"Zauberschlo\u00df, Das"}]},"data":{"id":23,"veranstaltungstitel":"Zauberschlo\u00df, Das","veranstaltungsart_id":41,"kommentar":null,"art":{"id":41,"theaterveranstaltungsart":"nat\u00fcrliche Zauberoper"},"personen":[{"id":167,"bkperson_id":553,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":23,"bkperson_regberuf_id":167},"person":{"id":553,"bknachname":"Kotzebue","bkvorname":"August Friedrich Ferdinand","bkgeschlecht":"m","fm_personen_id":"000090","lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}},{"id":172,"bkperson_id":107,"regberuf_id":8,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":23,"bkperson_regberuf_id":172},"person":{"id":107,"bknachname":"Reichardt","bkvorname":"Johann Friedrich","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":8,"regberuf":"autom_Komponist"}}],"veranstaltungen":[{"id":24,"theaterstueck_id":23,"veranstaltungsuntertitel":"Das Zauberschlo\u00df, eine nat\u00fcrliche Zauberoper in 3 Akten vom K. R. v. Kotzebue. Musik von K. M.  Reichardt","auffuehrungsdatum":"02.01.1802","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"Annalen 1802, S. 48","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2004-08-16 13:02:39","datensatz_geaendert_dat":"2004-08-16 13:02:39","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":185,"z_name":"Annalen des Nationaltheaters","z_datum":"1802-01-23","z_nummer":"4","z_seite":"49-58","z_autor":"gez.: Lz","z_text":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Die Oper hat sich seit kurzem\nfast ganz die Zauberey und alle ihr nur von fern \u00e4hnlichen Sujets zugeeignet,\nsie hat es damit so bunt als m\u00f6glich getrieben, und gleichwohl dem Publiko noch\nnicht bunt genug. Wo von einer Oper die Rede war, da durfte man \u2013 wenn sie\nnicht aus den franz\u00f6sischen her\u00fcberstammte \u2013 zugleich Zauberey ahnen, ohne da\u00df\nder Titel es durch dieses Zauberwort schon ank\u00fcndigte. <o:p><\/o:p><br>Die gegenw\u00e4rtige Oper hei\u00dft\nnicht allein das Zauberschlo\u00df, sondern sie k\u00fcndigt sich auch als eine\nZauberoper gleichsam als eine besondere Gattung an. Seltsam genug aber f\u00fchrt\nsie das Beywort nat\u00fcrliche Zauberoper. <o:p><\/o:p><br>\u00bbSollte man f\u00fcrchten,\u00ab sagte\nmein Nachbar im Parterre zu mir, \u00bbda\u00df wir die Zauberey f\u00fcr Zauberey halten\nwerden? Ich d\u00e4chte wir w\u00e4ren aufgekl\u00e4rt genug, um uns dergleichen nicht\naufbinden zu lassen, wir galten ja schon lange f\u00fcr aufgekl\u00e4rt.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbM\u00f6gten wir doch,\u00ab \u2013\nerwiederte ich \u2013 \u00bbhier auf diesem Platze nie aufgekl\u00e4rt geworden seyn, m\u00f6gte\nder fromme Schleyer der T\u00e4uschung uns noch umfloren, und wir den leichten\nScherz f\u00fcr ernste Wahrheit halten. Die Kritik, welche uns die Augen aufrei\u00dft,\nentzieht uns unendlich mehr als sie giebt, sie nimmt uns die erg\u00f6tzende\nT\u00e4uschung, und giebt uns eine Wahrheit, welche das Herz kalt l\u00e4\u00dft, ihm jede\nFreude verschlie\u00dft, und f\u00fcr dieses Entbehren bey weitem nicht entsch\u00e4digt.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbSie m\u00f6gen Recht haben,\u00ab fuhr\nmein Nachbar fort, \u2013 \u00bbich selbst m\u00f6gte einmal wieder mit den Augen und dem\nGem\u00fcthe ein Schauspiel sehen, womit ich das erste sah. Zu dieser Stimmung\ngelange ich nie wieder. \u2013 Aber was soll das Wort nat\u00fcrliche Zauberoper?\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbIch wei\u00df es nicht.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbVielleicht will man uns im\nVoraus warnen, jenes Zauberspiel nicht f\u00fcr wirkliche Zauberey zu halten?\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbM\u00f6glich; dies w\u00fcrden Sie\naber, wie es scheint, \u00fcbel nehmen, weil es den Vorwurf der Unaufgekl\u00e4rtheit in\nsich schlie\u00dft.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbSie werden mir zutrauen, da\u00df\nich damit scherzte, aber es giebt noch andere R\u00fccksichten, warum ein Wort wie\ndieses an der Schwelle des Heiligthums der T\u00e4uschung im hohen Gerade beleidigt,\ndenn \u2013 \u00ab <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Die Ouverture begann mit\nKraft und Genialit\u00e4t; bald hob sich der Vorhang, der erste einleitende Akt war\nvollendet. Herr Gern, dessen sonore Ba\u00dfstimme von einem seltenen Umfange, und\neiner noch seltnern Lieblichkeit und Anmuth begleitet ist, dergleichen uns noch\nnie begegnete, leuchtete, der Absicht des Dichters gem\u00e4\u00df, in diesem Akte\nvorz\u00fcglich hervor. Das Spiel seiner Rolle mu\u00df den Dichter \u2013 er war Zuschauer \u2013\nentz\u00fcckt haben, so streng, so behutsam hielt er sich in den Gr\u00e4nzen eines\ngef\u00e4lligen Scherzes, der von dem Anschein nicht einer Art von Plumpheit,\nsondern mehr der Treuherzigkeit, die den Knappen eignet, begleitet war. Ich\nhabe nie eine Rolle mit dieser Schonung und Zartheit und gleichwohl in einigen\nMomenten mit dieser Kraft dargestellt gesehen. \u2013 Herr Gern ist als S\u00e4nger\nbewundert, und \u2013 was noch mehr gilt, bey einem Ba\u00dfs\u00e4nger, der leicht in\nVerwundrung setzen kann \u2013 beliebt; aber dies alles umfa\u00dft sein Verdienst nicht;\nein zarter Sinn f\u00fcr den Geist seiner Rolle, eine Buffonerie, die den Charakter\nehrt, und sich in bescheidnen, durch eignes Zartgef\u00fchl gesteckte Schranken\nh\u00e4lt, die nirgend \u00fcberladet, und \u2013 der Gallerie zu gefallen sich selbst nicht\nmi\u00dffallen m\u00f6gte, weil der innere Beyfall ihm mehr gilt, als das leere Get\u00f6s von\nder H\u00f6he, sind die auszeichnenden Charakterz\u00fcge seines Spiels, und k\u00fcndigen den\nMann an, der eben so wenig auf Kosten der Achtung seiner selbst als seiner\nKunst einen zweideutigen Beifall \u00e4rndten will. \u2013 Was das Spiel betrifft, hat\nHerr Gern alles geleistet, und sein Gesang bedarf meines Lobes nicht. <o:p><\/o:p><br>Als der Vorhang gefallen war,\nsagte mein Nachbar: \u00bbNat\u00fcrlich genug w\u00e4re diese Zauberoper, wir wollen hoffen,\nda\u00df sie auch zauberisch sey, denn des nat\u00fcrlichen habe ich genug.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbUnd warum?\u00ab fuhr ich fort. <o:p><\/o:p><br>\u00bbWeil mir entweder zu viel\noder zu wenig nat\u00fcrliches angek\u00fcndigt ist. Es ist \u00fcberall so eine Sache mit dem\nAnk\u00fcndigen und Versprechen; wer nicht doppelt Wort halten kann \u2013 und wer kann\ndas neben dem Donauweibchen? \u2013 sollte gar nichts ank\u00fcndigen oder versprechen. \u2013\nH\u00e4tte ich eine Oper ohne nat\u00fcrlichen oder magischen Apparat erwarten d\u00fcrfen,\nich w\u00fcrde in Ruhe erwarten; nun nehmen mich aber diese beiden Beiw\u00f6rter in die\nKlemme, und ich wei\u00df nicht, mit welchem ich es halten soll. Das nat\u00fcrliche ist\nmir widerw\u00e4rtig, weil ich das zauberische erwarten mu\u00df, und das zauberische,\nweil ich es nicht daf\u00fcr halten soll. \u2013 Die Musik wird das ihre thun m\u00fcssen.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbHaben Sie Geduld\u00ab \u2013\nerwiederte ich \u2013 \u00bbSie werden ja sehen. Man thut \u00fcberhaupt einem Schauspiel sehr\nleicht Unrecht, wenn man es nach einzelnen Akten oder Scenen beurtheilt. Es mag\nein Ganzes bilden oder nicht, so mu\u00df der Beurtheiler es doch als ein solches\nbetrachten. Mag es dem Verfasser zu gute kommen, oder ihm den Stab brechen, das\ngilt gleich. Wer giebt uns ein Recht die Gruppen einer malerischen Composition\nauseinander zu rei\u00dfen? da\u00df die einzelnen Figuren eines raphaelischen Gem\u00e4ldes\nnoch gro\u00dfe Meisterwerke bleiben, da\u00df eine shakespearsche Scene mehr Werth hat,\nals manches ganze Schauspiel, rechtfertigt eine Operation nicht, welche nicht\nohne Gewaltsamkeit vorgenommen werden kann.\u00ab <o:p><\/o:p><br>\u00bbDer Vorhang geht auf, wir\nwollen unsere Geduld \u00fcben,\u00ab sagte mein Nachbar, und das St\u00fcck fuhr fort. <o:p><\/o:p><br>Ich suchte meinen Nachbar zu\nvermeiden, denn ungern lasse ich mir den augenblicklichen Genu\u00df durch eine\nzudringliche Kritik st\u00f6ren. Schlimm genug wenn das eigne kritische Gef\u00fchl\nzuweilen unangenehm rege gemacht wird. Aber es giebt eine Art von Leuten, deren\nStolz das Besserwissen ist, die mit kritischen Brocken um sich her werfen\nm\u00fcssen, wenn ihnen wohl seyn soll. Sie gehn nicht in das Schauspiel um mit\nunbefangenem Gem\u00fcth sich den Einwirkungen der Darstellung hinzugeben, sondern\num mit ihrer Ostentation den Umstehenden zur Last zu fallen. <o:p><\/o:p><br>Mag doch ein St\u00fcck hei\u00dfen wie\nes will, wenn es nur ist, was es seyn soll. So m\u00f6gte die nat\u00fcrliche Zauberoper\nauch Gnade finden \u2013 wenn es blo\u00df ein Name w\u00e4re. <o:p><\/o:p><br>Aber, wozu soll die\nZerst\u00f6rung des Werkes durch sich selbst? Warum sollen wir \u2013 mit M\u00fche\nemporgehoben zu einem leisen Glauben an Zauberey, durch das St\u00fcck selbst schon\nin die Wirklichkeit unangenehm zur\u00fcckgeschleudert werden? Sie ist uns sicher\ngenug, sobald wir die geweihte Schwelle verlassen. <o:p><\/o:p><br>In einem pr\u00e4chtigen\ntransparent funkelnden Saale schlie\u00dft das Schauspiel, die Feerey hat ihren\nGipfel erreicht, da k\u00f6mmt der alte Onkle, und sagt uns, da\u00df dies alles sein\nWerk sey, da\u00df er sich die Maschinen aus Welschland verschrieben, da\u00df es ihm\nviel Geld gekostet, und was dergleichen mehr ist. Die Onkles sind \u00fcberall\ngew\u00f6hnlich l\u00e4stige Personagen, aber dieser ist es im h\u00f6chsten Grade. Welche\neine Grille, den Ehemann seiner Nichte, denn es ist nicht der Liebhaber, in\nGefahren zu verwickeln, von der Gattin zu trennen, und unter Drohungen und\nBe\u00e4ngstigungen zu martern, blo\u00df um ihn zu pr\u00fcfen, ob er der m\u00e4nnliche Ritter\nsey, dessen Ruhm das Ger\u00fccht auf breiten Fl\u00fcgeln \u00fcberall umhertr\u00e4gt. Wenn die\nalten Onkles, die gew\u00f6hnlich selbst Tendre f\u00fcr die sch\u00f6nen Nichten haben, die\nLiebhaber derselben ein wenig qu\u00e4len, so ist das in der Tagesordnung, aber f\u00fcr\ndie Ehe pflegen sie sonst doch etwas mehr Respekt zu zeigen. \u2013 M\u00f6gte inde\u00df das\nSujet immer darauf beruhen, wenn es nur nicht eben dadurch wieder so gewaltsam\nzerst\u00f6rt w\u00fcrde. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Es fehlt aber auch sonst noch\nirgendwo diesem St\u00fccke. Die Zauberey ist eben dadurch Zauberey, da\u00df sie jedes\nVerh\u00e4ltni\u00df und jedes Gesetz der gew\u00f6hnlichen Ordnung umst\u00fcrzt, sich ihre eigne\nNatur und Welt schafft. Je k\u00fchner ihre Dichtungen sind, je widersprechender dem\ngew\u00f6hnlichen Laufe der Dinge; um so mehr Wahrheit haben sie, um so verwegener\nstehen sie da, um so trozziger setzt sich diese k\u00fchne Welt selbst, und erh\u00e4lt\num so mehr Existenz, je mehr sie im Wunderbaren mit sich selbst harmonirt, und\nvon der wirklichen sich unterscheidet. <o:p><\/o:p><br>Es ist nicht zu leugnen, da\u00df\ndiesen Charakter gerade die tollk\u00fchnen Compositionen der Zauberfl\u00f6te, der\nDonaunymphe, der neuen Arkadier und anderer Ausgeburten der Donaugegenden,\nhaben, und da\u00df sie eben dadurch gewaltsam die Menge anziehen, die deshalb\ngerade nicht zu behohnl\u00e4cheln w\u00e4re, da\u00df sie sich davon anziehen l\u00e4\u00dft, wenn sie\nsich dieses Grundes bewu\u00dft w\u00e4re. Sie handelt inde\u00df nach einem Instinkt, wie die\nSchikaneder nach dem Instinkt ihrer Ca\u00dfe. Mit Einsicht, Kunst und Genie hat\nGozzi Gegenst\u00e4nde dieser Art dargestellt, und auch er wu\u00dfte, da\u00df die grelle\nZeichnung und Farbe der komischen Parthie solcher Dichtungen, um so mehr das\nWunderbare hervorhebt, je verwegner sie zwischen diese Erhabenheit tritt, da\u00df\neben auch dadurch die Fremdartigkeit dieser Welt gehoben wird. <o:p><\/o:p><br>Dem Dichter wird es um so\nschwerer, sich in die Regellosigkeit und die Widerspr\u00fcche der Compositionen in\ndiesem Geschmack zu finden, je mehr er gewohnt ist, dem regelrechten Gang des\nDramas zu folgen, je mehr jene Gattung selbst durch die St\u00fcmper, die sich dreist\ndarin als Meister br\u00fcsten, in eine Art von Verdacht gekommen ist. Allein \u2013 man\nsage was man will \u2013 sie sind in der That Meister darin; obschon von ihnen mit\nvollem Rechte gilt: \u00bbsie wissen nicht was sie thun.\u00ab <o:p><\/o:p><br>Da\u00df Herr von Kotzebue, dessen\nDichtungen Mannigfaltigkeit, Reichthum und K\u00fchnheit mehr als irgend eines\nandern dramatischen Schriftstellers Werke auszeichnen, gerade der Mann f\u00fcr\ndiese Gattung des Zauberspiels w\u00e4re, da\u00df er der deutsche Gozzi werden k\u00f6nnte,\ndar\u00fcber ist bey Unpartheiischen kein Zweifel. Warum er es bey diesem St\u00fccke\nnicht seyn wollte? dar\u00fcber wagen wir keine Entscheidung. Vielleicht hielt er\nsich zu streng an das \u2013 uns unbekannte \u2013 franz\u00f6sische Original. Dies scheint\nuns vorz\u00fcglich die komische Parthie zu verrathen, die mit zu vieler Scheu und\nM\u00e4\u00dfigung behandelt ist, welche, wie oben schon gesagt ward, der Schauspieler so\nvortrefflich ausdr\u00fcckte. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Es ist mehr das Urtheil des\nganzen Publikums, als eines Einzelnen, wenn wir in Hinsicht der Composition\nsagen, da\u00df die Zuh\u00f6rer ihren genialischen und bewunderten Reichard, dessen\norphischen T\u00f6nen sie so froh entgegen kommen, in dieser Musik weder so\ncharakteristisch noch so reich als sonst wiederfanden. Das Schwanken des\nSt\u00fcckes selbst, dem ein festbestimmter Charakter fehlt, mogte das seine thun.\nZuweilen n\u00e4hern sich die Melodien der Sanftheit und Natur, wie sie das\nLiederspiel verlangt. Es bedarf inde\u00df unserer Versicherung nicht, da\u00df gro\u00dfe\nhervorleuchtende Stellen in dem Werke sind, und da\u00df ein minder gl\u00fccklich\nausgef\u00fchrtes Werk dem Ruhm eines Mannes nicht Eintrag thun kann, dessen Brennus\njetzt alle erg\u00f6tzt, ersch\u00fcttert und begeistert. <o:p><\/o:p><br>Madame Schick zeigte sich wie\nimmer als die hohe Meisterin; ihrer Kunst und Kraft, so wie der r\u00fchmlichen und\ngl\u00fccklichen Anstrengung des Hr. Eunike hat das St\u00fcck sehr viel zu danken. Das\nPublikum ist Herrn Eunike f\u00fcr seine Bem\u00fchung sehr verpflichtet. <o:p><\/o:p><br>Die Dekorationen, von der\nHand des Hr. Verona machten Effekt, und die Verwandlungen im letzten Akt hatten\ndie Pl\u00f6tzlichkeit, welche allein T\u00e4uschungen hervorbringen kann. Aber warum in\neinem alten gothischen Schlosse ein griechisches Gew\u00f6lbe? Ueberhaupt hat diese\nDekoration nicht das Schauderhafte, welches wir von einem Grabmaale erwarten.\nDie letzte transparente Dekoration k\u00f6nnte, so sehr sie dem Auge schmeichelt, doch\ngeschmackvoller und bedeutender seyn. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\nLz.<span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"> <\/span>\n ","pivot":{"theaterveranstaltung_id":24,"zeitung_id":185}}],"zettel":[]},{"id":26,"theaterstueck_id":23,"veranstaltungsuntertitel":"Das Zauberschlo\u00df, eine nat\u00fcrliche Zauberoper in 3 Akten vom K. R. v. Kotzebue. Musik von K. M.  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