
{"meta":{"meta-title":"Mariane > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Mariane > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/253","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/253","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Mariane"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/253","text":"Mariane"}]},"data":{"id":253,"veranstaltungstitel":"Mariane","veranstaltungsart_id":9,"kommentar":null,"art":{"id":9,"theaterveranstaltungsart":"Trauerspiel"},"personen":[{"id":3883,"bkperson_id":141,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":253,"bkperson_regberuf_id":3883},"person":{"id":141,"bknachname":"Gotter","bkvorname":"Friedrich Wilhelm","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":857,"theaterstueck_id":253,"veranstaltungsuntertitel":"Mariane, Trauerspiel von Gotter, nach dessen letzten Bearbeitung","auffuehrungsdatum":"10.03.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"VZ 183, Nr. 30","zusatzinfo":"Heute wird zur Feier des allerh\u00f6chsten Geburtsfestes Ihrer Majest\u00e4t der regierenden K\u00f6nigin von Preu\u00dfen von Madame Fleck eine Rede gesprochen; <br> [danach: Gegenlist]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2005-01-26 16:40:18","datensatz_geaendert_dat":"2005-01-26 16:40:18","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":49,"z_name":"Vossische Zeitung","z_datum":"1803-03-15","z_nummer":"32","z_seite":"","z_autor":"ungez. [Casimir Ulrich Boehlendorff]","z_text":"Madame Fleck hielt eine Rede von\nHerrn Herklots mit Anstand, ohne Pr\u00e4tension und mit Gef\u00fchl gesprochen. Hierauf\nMariane, Trauerspiel von Gotter, nach dessen letzten Bearbeitung, und\nGegenlist, ein Lustspiel von D\u00fcval. Ueber den Gehalt von Gotters Mariane als Dichtung\nist durch fr\u00fchere Wirkung auf allen B\u00fchnen in so fern entschieden, da\u00df das St\u00fcck\nsich funfzehn Jahre auf allen Repertorien erhalten hat. Die Bearbeitung des\nVerfassers hat bei aller Verdienstlichkeit nicht die Neuheit in das Trauerspiel\ngebracht, wodurch dasselbe h\u00e4tte frappiren k\u00f6nnen. Die dramatische Litteratur\nhat eben jetzt eine Wendung genommen, welche das b\u00fcrgerliche Trauerspiel\nausschlie\u00dft. Die Geschichte selbst, da\u00df man ein M\u00e4dchen zur Einkleidung als\nNonne zwingt, scheint in protestantischen L\u00e4ndern bei dem Geist unserer Zeiten\nwenig glaublich. Bei der Regierung, unter welcher wir hier leben, sind die\nRechte der Menschheit so gesichert, ist ein solcher Vorfall so durchaus\nundenklich, da\u00df er auf der B\u00fchne vorgestellt, \u00fcbertrieben scheint, und deswegen\ngeht der Zuschauer nur in das Interesse der Darstellung nicht in das der\nHandlung. Mariane, von Kindheit an im Kloster, hat nur ihre Mutter zur\nVertrauten, als ein w\u00fcrdiger Geistlicher in den letzten Stunden vor der\nAufopferung, ihres Herzens mit sanfter Gewalt sich bem\u00e4chtigt, mu\u00df der lange\nverhaltene Gram im Strom der Empfindung mit dem Ausdruck der Verzweiflung\ndiesen einzigen Helfer umfassen, der sich darbeut. Mad. Unzelmann spielte im\nersten Akt mit einer Bemessenheit, welche diesen Zustand nicht darstellen\nkonnte, und dadurch ging die hohe leidenschaftliche Erregung verloren, auf\nwelche allein der zweite Akt gegr\u00fcndet ist. Als Meisterin gab sie den zweiten\nund dritten Akt. Den dritten vorz\u00fcglich mit jener Gewalt, die man tragischen\nEsprit nennen kann. Da der Zuschauer die Vorbereitung des ersten Akts missen mu\u00dfte,\nso ward er nicht vor dieses gro\u00dfe Bild geleitet, sondern gest\u00fcrmt; er f\u00fchlte\nsich daher mehr \u00fcberrascht und erschreckt, als \u00fcberzeugt und ger\u00fchrt. Die\nSterbescene war ein Meisterwerk von Beachtungsgeist, Wirkung und Grazie. Herr\nIffland als Pr\u00e4sident erf\u00fcllte die Beschreibung, welche der Prior von ihm\ngiebt. Edelmann, ernster Gesch\u00e4ftsmann, treu seiner Politik, dem alten\nKirchengeiste und der Ahnentafel, fest ohne Barbarei, Tyrann, ohne das seyn zu\nwollen. Herr Bethmann als Waller spielte die erste Scene mit der Pr\u00e4sidentin\naus der F\u00fclle einer jugendlichen Empfindung und Leidenschaft. Der ganze zweite\nkritische Akt, dieses meisterlich tragische Final, ward von allen Theilen\nvergriffen, also auch von Herrn Bethmann. Der Vater verga\u00df fast den Pr\u00e4sidenten,\nund Hofleute solcher Art vergessen nie, nicht im Tode, die Schranken der Dignit\u00e4t.\nSie m\u00f6gen diese verr\u00fccken, aber sie treten nicht ganz heraus. Mariane mu\u00df auch\nda den Nonnenanstrich behalten. Waller mu\u00df mehr Sohn und schmerzlich\nverzweifelnd Liebender sein, als drohender Offizier. Das Ganze mu\u00df eben so\nheftig bleiben; aber die Explosionen sollen eine hohe, helle, reine Flamme\nbilden, nicht Rauch und Qualm. Auch die Wuth des z\u00e4rtlichen Schmerzes hat ihre\nMelodie, und die Verzweiflung selbst mu\u00df idealisch sch\u00f6n bleiben. Die hier im\nzweiten Akt waltete, war mehr laut als k\u00fchn, und schreckte mehr als sie erhob.\nMan kann nicht leugnen, da\u00df der Akt mit gro\u00dfem Feuer gegeben ward, und dieses\nist sehr verdienstlich. Allein das gez\u00fcgelte Feuer ist die Vollkommenheit. So\nkann man auch hier sagen: \u00bbdas Edelste ist das Beste, wenn es ger\u00e4th; aber es\nger\u00e4th nicht immer.\u00ab \u2013 Die Pr\u00e4sidentin ist eine w\u00fcrdige Edeldame von der alten\ngro\u00dfen Welt, mit herzlicher Empfindung, unter dem Druck der Welt, welcher die\nSpitze zu bieten, diese wahrhaft fromme Ergebene den Muth nicht hat. \u2013 Sie ward\nnicht mit diesem Werth, sondern nur um etwas besser als eine tr\u00f6stende Muhme\ngespielt, welcher der Jammer das Herz nicht engt, die nur im dritten Gliede den\ngew\u00f6hnlichen weiblichen Antheil nimmt. Herr Herdt als Geistlicher hatte vieles\nVerdienst um diese Rolle, und gab einige Stellen mit Feuer und W\u00fcrde. Dennoch\nwar der feste Ton gegen Marianen im ersten Akt nicht der milde Ton sanfter\nUeberredung, welcher unwiderstehlich hinrei\u00dft. Eben deswegen, und um in eigenen\nEmpfindungen Marianen n\u00e4her zu stehen, w\u00e4re es, unbeschadet der\nVerdienstlichkeit des Herrn Herdt, f\u00fcr die Haltung des tragischen Gem\u00e4hldes\nbesser gewesen, wenn Herr Mattausch den Geistlichen h\u00e4tte darstellen k\u00f6nnen.\nDie mehrere Jugend in Gestalt und Ton w\u00fcrde die Worte des Pr\u00e4sidenten: \u00bber ist\nein Neuerer, ein Enthusiast,\u00ab erf\u00fcllt haben. Es ist inde\u00df anzunehmen, da\u00df die\nDirektion in diesen F\u00e4llen durch Nebenumst\u00e4nde oft sich gehemmt sieht. Den\nBaron gab Herr Beschort mit Welt, und ohne ihn durch Ton und Miene ins\nSchlechte her\u00fcber zu zerren. Vor 20 Jahren galt dieser Charakter f\u00fcr einen\nschlechten Mann. Heut zu Tage wird man ihn in Masse auch so nennen, heimlich\naber f\u00fcr konsequent erkl\u00e4ren, da nach Prinzipien der Selbsterhaltung, wie sie\nnun gelten, dieser Baron noch weiter gehen d\u00fcrfte. Dieses Charaktergem\u00e4lde ist\nnun f\u00fcr abgebla\u00dft zu erkl\u00e4ren. Der Prior ein Weltmann im Ministerblick h\u00f6fischer\nGewandtheit, dem Tone der Salbung und Verkl\u00e4rung ist eine feste St\u00fctze der\nHierarchie. Gelang es Hrn B\u00f6heim nicht, ihn in diesem Geiste darzustellen: so\ngab er ihn doch mit Anstand und hie und da mit W\u00fcrde.\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":857,"zeitung_id":49}}],"zettel":[]},{"id":951,"theaterstueck_id":253,"veranstaltungsuntertitel":"Mariane","auffuehrungsdatum":"14.03.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"VZ 1803, Nr. 31","zusatzinfo":"[danach: Sulmalle]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2005-01-26 16:43:43","datensatz_geaendert_dat":"2005-01-26 16:43:43","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":3062,"theaterstueck_id":253,"veranstaltungsuntertitel":"Mariane. Ein Trauerspiel in Drey Akten, von Gotter","auffuehrungsdatum":"12.04.1810","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"18:00","quelle":"ThZ SBBPK","zusatzinfo":"Hierauf wird Herr Pohl sich auf der Mundharmonika h\u00f6ren lassen. Andante f\u00fcr Harmonika. Terzett, in Musik gesetzt von dem k\u00f6nigl. Kapellmeister Herrn Himmel, gesungen von Madame M\u00fcller, Demoiselle Herbst und Herrn Weitzmann. Variation f\u00fcr Harmonika <br> Bekanntmachung. Beym Katellan Herrn Leist ist zu haben: \"Kost\u00fcme auf dem k\u00f6nigl. National-Theater, 1stes bis 19tes Heft.\" Jedes Heft 2 Rthlr. 12 Gr.","bild":null,"rollenfeld":"\n Iffland<br \/>\n Mad. B\u00f6heim<br \/>\n Hr. Beschort<br \/>\n Mlle. Sch\u00f6nfeld<br \/>\n Hr. Bethmann<br \/>\n Hr. Herdt<br \/>\n Hr. Gern Sohn<br \/>\n Hr. Benda<br \/>\n Hr. Holzbecher<br \/>\n Hr. 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Opernhause zum Erstenmale gegeben: Die Vestalin, lyrisches Drama in 3 Akten, nach dem Franz\u00f6sischen, zur Musik von Spontini durch C. Herklots. Die zur Handlung geh\u00f6rigen Ballets sind vom K\u00f6nigl. Balletmeister Herrn Lauchery. Einla\u00df-Billets, zu den bekannten Preisen, sind bey dem Herrn Kastellan D\u00f6lz im Opernhause zu haben","bild":null,"rollenfeld":"Iffland<br>\nMad. B\u00f6heim<br>\nHr. Stich<br>\nMlle. Sch\u00f6nfeld<br>\nHr. Rebenstein<br>\nHr. Herdt<br>\nHr. Gern Sohn<br>\nHr. Benda<br>\nHr. Holzbecher<br>\nHr. 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Hierauf zum Erstenmale: Adelheid und Althram, lyrisches Drama in 2 Akten, zu beibehaltener Musik von Simon Meyer; aus dem Italienischen des Romanelli frei \u00fcbersetzt durch C. Herklots. Und zum Erstenmale: Apelles und Campaspe, oder: Die Gro\u00dfmuth Alexanders, pantomimisches Ballet von Roverre, aufgef\u00fchrt vom K\u00f6nigl. Balletmeister Herrn  Lauchery. Einla\u00df-Billets zu den bekannten Preisen sind bey dem Herrn Kastellan D\u00f6lz im Opernhause zu haben ","bild":null,"rollenfeld":"Iffland<br>\nMad. B\u00f6heim<br>\nHr. Stich<br>\nMlle. Sch\u00f6nfeld<br>\nHr. Rebenstein<br>\nHr. Herdt<br>\nHr. Gern Sohn<br>\nHr. Benda<br>\nHr. Holzbecher<br>\nHr. 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