
{"meta":{"meta-title":"Hamlet > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Hamlet > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/257","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/257","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Hamlet"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/257","text":"Hamlet"}]},"data":{"id":257,"veranstaltungstitel":"Hamlet","veranstaltungsart_id":4,"kommentar":null,"art":{"id":4,"theaterveranstaltungsart":"Trag\u00f6die"},"personen":[{"id":4168,"bkperson_id":117,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":257,"bkperson_regberuf_id":4168},"person":{"id":117,"bknachname":"Shakespeare","bkvorname":"William","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}},{"id":4221,"bkperson_id":568,"regberuf_id":4,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":257,"bkperson_regberuf_id":4221},"person":{"id":568,"bknachname":"Schlegel","bkvorname":"August Wilhelm","bkgeschlecht":"m","fm_personen_id":"000110","lexname":null},"beruf":{"id":4,"regberuf":"autom_Bearbeiter"}}],"veranstaltungen":[{"id":6899,"theaterstueck_id":257,"veranstaltungsuntertitel":"Hamlet, Prinz von D\u00e4nemark. 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Leidel<br>Hr. Greibe<br>Hr. B\u00f6heim<br>Hr. Bessel<br>Mad. Herdt<br>Hr. Benda<br>Hr. Rau<br>Hr. Lattig<br>Hr. Lemcke<br>Hr. Unzelmann<br>Hr. Reinwald<br>Hr. Holzbecher<br>Hr. R\u00fcthling<br>Hr. Leist<br>","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2008-06-17 11:40:04","datensatz_geaendert_dat":"2008-06-17 11:40:04","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":5822,"theaterstueck_id":257,"veranstaltungsuntertitel":"Hamlet, Prinz von D\u00e4nemark. Sch. in 5 A. v. 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[Casimir Ulrich Boehlendorff]","z_text":"\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">So wie Schlegel Shakespeare\nden Deutschen gegeben, hat er sich dadurch ein unzerst\u00f6rbares Denkmal\nerrichtet. Mit inniger Kraft hat er den Geist des unsterblichen Dichters sich\neigen gemacht, unserer Sprache eine neue Gewalt verliehen, den k\u00fcnstlichen\nVersbau mit melodischem Reitz ausgestattet. Alle Gestalten treten nicht blo\u00df\ndeutlich und lebendig hervor, sondern, indem sie kr\u00e4ftig und ganz sich verk\u00fcnden,\nsind die feinsten Schattirungen unter dem sanftesten Schmelz, ein frisches\nLeben athmend, besonnen, zart, und doch mit k\u00fchnem Sinne aufgetragen. Ein\nreiner hoher Geist waltet \u00fcber der ganzen Dichtung, und gebietet Achtung f\u00fcr\nden Meister, der diesen Geist von sich ausgehen lie\u00df! Schlegel hat Shakespeare\nganz wiedergegeben; Dank ihm, da\u00df er das gethan hat: Die Lesewelt w\u00fcrde an\njeder verlornen Zeile einen Raub leiden. Ob aber Shakespeare\u2019s St\u00fccke auf\nunsern B\u00fchnen ganz erscheinen k\u00f6nnen und sollen, dar\u00fcber verstattet der enge\nRaum nur einige Bemerkungen. Ueberhaupt aber ist das eben so schwer zu\nentscheiden, als die Frage: ob Shakespeare, wenn er jetzt mit dem Zwecke, da\u00df\nseine Werke aufgef\u00fchrt werden, schreiben wollte, seinen Schauspielen denselben\nZuschnitt lassen w\u00fcrde, den sie wirklich haben? Ausgemacht ist es, da\u00df diese\nimmerw\u00e4hrenden Ver\u00e4nderungen des Orts, diese Spr\u00fcnge in der Zeitrechnung, die H\u00e4ufung\nder Mittel und Personen, die Imagination des Zuschauers unangenehm\nunterbrechen. <o:p><\/o:p><br>Soll aber Hamlet ganz so wie\nShakespeare ihn hinterlassen hat, auf der jetzigen B\u00fchne gegeben werden: so w\u00fcrden\neiner solchen Vorstellung besondere Veranstaltungen vorausgehn m\u00fcssen. <o:p><\/o:p><\/span>Die Schauspieler w\u00fcrden theils ihre Darstellung in\neinem weit erh\u00f6hteren Sinne, mit poetischem Gef\u00fchl und erhabenem Style geben m\u00fcssen.\nDie sogenannten untergeordneten Rollen m\u00fc\u00dften \u00fcber die Verschiedenheit der\nCharaktere wohl und fa\u00dflich unterrichtet werden, damit sie diese wahr und gel\u00e4ufig\ngeben lernten. Die H\u00f6flinge m\u00fc\u00dften sich von den ritterlichen Kriegern, diese\nvon den Trabanten und die Schauspieler wieder von allen Uebrigen genau und\nmerklich auszeichnen. Hamlets Getreue m\u00fc\u00dften \u00fcberall in schw\u00e4rmerischer Anh\u00e4nglichkeit\nan ihn und seine Sache mit der F\u00f6rmlichkeit des alten Hofes abstechen. Wo\nHamlet erscheint, m\u00fc\u00dfte der Zwiespalt am Hofe sichtbar werden, indem seine\nWorte, seine Accente, Bewegung und Schritte \u2013 \u00fcberall Beobachtung, hier Sorge,\ndort Schadenfreude, anderw\u00e4rts Fl\u00fcstern und Deuten hervorbringen. Jedermann\nsieht die lastende Gewitterwolke \u00fcber dem Hofe, f\u00fchlt in dumpfer Schw\u00fcle die\nnahe Entladung, und ist angstvoll gespannt, wo sie einschlagen werde.\nFremdheit, Feierlichkeit und Beklommenheit wachsen mit dem Fortgange der\nHandlung, und dr\u00e4ngen auf abentheuerliche Weise der Entwickelung zu. Die\nDekorationen, die Kleidung, das Benehmen m\u00fc\u00dfte aus jener Zeit seyn, und nicht\nleichthin genommen werden. Kein gepudertes Haar, kein Anzug, der zwischen dem\ndes Mittelalters und einem Ballhabit in der Mitte ist; keine Verneigungen und Gesten,\nwie sie in unsern leichten Cirkeln \u00fcblich sind, kein verschliffener\nKonversationsdialog. Gehalt in der Sprache, Mark im Tone, Welt in den Accenten,\nGedanken im Blick, tiefer Sinn auf der Stirn, gesparte Bedeutung in den\nBewegungen, Herrschaft im Schritt, Wahrheit und Anmuthigkeit in der Woge hoher\nAhnungen \u2013 dieser Geist mu\u00df \u00fcber der Vorstellung eines solchen Werkes walten.\nJedermann, der kommt und geht, mu\u00df die Bedeutung seines Kommens und Gehens mit\nsich bringen, und mit sich hinwegnehmen. Niemand mu\u00df blo\u00df hersagen und erz\u00e4hlen;\ner mu\u00df das sein und darstellen, was der Mensch ist, den er lebendig hinstellen\nsoll. Gewisse gro\u00dfe Momente verbieten sogar die Accentuation, welche durch\ndiese nur kleinlich werden. Es giebt eine tragische Melodie von hoher Einfachheit.\nWenige aber verwandte Hauptt\u00f6ne, in feierlicher Bebung, wie Glockengel\u00e4ut \u00fcber\ndas Land t\u00f6nt, und in jeder Brust allgemein empfunden wird, wirken und schaffen\nin allen eine Gewalt. Dies alles ist nicht zu berechnen oder zu gebieten; wohl\naber kann sorgf\u00e4ltige Vorbereitung das hinwegr\u00e4umen, was aus Mangel an\nVeranstaltung w\u00e4hrend der Darstellung das Genie abt\u00f6dtet und seine Blitze entkr\u00e4ftet.\nEine Vorstellung dieser Art fordert lange Vor\u00fcbung, und mehrere Ruhetage vor\nund nach der Auff\u00fchrung. Sie w\u00fcrde daher ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe Kosten durch\nAufwand und Entsagung veranlassen, bis halb zw\u00f6lf Uhr dauern, und es ist die\nFrage: wie die B\u00fchne f\u00fcr diese Verwendung, wie f\u00fcr den baaren Verlust entsch\u00e4digt,\nund wie das Publikum das Ganze aufnehmen w\u00fcrde. Wahrscheinlich m\u00fc\u00dfte das gro\u00dfe\nPublikum eben so sorgf\u00e4ltig bereitet werden, zu empfangen, als die Schauspieler\nt\u00fcchtig gemacht werden m\u00fc\u00dften, zu geben. \u2013 Die bestehende Einrichtung und ihr\nFortgang hat allerdings wohl diese s\u00e4mmtlichen Vorbereitungen nicht zugelassen,\nda sie vermi\u00dft wurden. Die Vorstellung des Hamlet hat kein Ideal erf\u00fcllt, hat\nes nicht erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Deshalb ist auch von der Vorstellung, wie sie nun\nwar, weiter nichts zu sagen. \u2013 Nur soviel, als von jeder Vorstellung in der K\u00fcrze\nzu sagen ist. Herr Beschort hatte mehrere verdienstliche Momente, um so\nverdienstlicher, da er zum Theil gr\u00e4\u00dflich umgeben ist. Mad. Unzelmann versagte\nden fr\u00fchern Scenen ihren Antheil, leistete die Scenen des Wahnsinns wie eine\ngro\u00dfe K\u00fcnstlerin, und wenn sie Wahnsinn der Heroin statt des Wahnsinns des\nliebekranken M\u00e4dchens, der durch den Mord des Vaters mit gebrochenem Herzen\nverwaisten Tochter gew\u00e4hlt hat: so kann die K\u00fcnstlerin, welche zugleich Nina\nist, vollwichtige Gr\u00fcnde haben, weshalb sie diese Scheidewand bestimmt. Die\nHerren Schwadke, Kaselitz und Bethmann bewiesen Ernst. Herr Unzelmann gute\nLaune; Herr Herdt P\u00fcnktlichkeit. Die Uebrigen thaten das ihrige als\nwohlgesinnte Dienstm\u00e4nner, ohne Vernachl\u00e4ssigungen aber au\u00dfer aller Verbindung.\nHerr Berger wollte das Zusammengeflickte seines Hader-K\u00f6nigs ausbessern. Man\nsehnt sich dennoch nach einem andern Herrscher; inde\u00df mu\u00df man bemerken, da\u00df er\nverbessern wollte. Der Dichter und das Parterre haben diesen Monarchen zu sehr\nPreis gegeben, und jeder, der das Ungl\u00fcck hat, mit der Krone im Schnappsack so\noft vor dem Auge der Versammlung herumspatziren zu m\u00fcssen, wird dessen \u00fcble\nLaune erregen, wenn er auch besser regiert als Herr Berger. Dieser hat nun\nwirklich die lauten Ermahnungen des Publikums dazu benutzt, diese Rolle gut zu\nlernen. \u2013 Der pl\u00f6tzliche Tod beider Majest\u00e4ten erregte eine m\u00e4\u00dfige Bewegung der\nanwesenden Leibwache, Hamlets Dahinsinken aber vollends kein Lebenszeichen, es\nm\u00fc\u00dfte denn religi\u00f6ses Nachdenken \u00fcber die Nichtigkeit der Dinge obgewaltet\nhaben. \u2013 Die Erscheinung des neuen Regenten Fortinbras ward ohne weiteres\nUmsichsehen angenommen. Dies kann man den Schauspielern so wenig als dem Herrn\nGrafen in der Kom\u00f6die aus dem Stegereife \u00fcbel nehmen, denn sie wissen, wie\njener: \u00bbda\u00df alles nur Spa\u00df ist.\u00ab Auch ward es sp\u00e4t, und sie mochten wohl die\nLeute nicht l\u00e4nger aufhalten. Der junge O\u00dfrick, als ihm aufgetragen wurde, die\nTrauermusik erschallen zu lassen, ging, um ehrlich zu bestellen, dahin, von wo\nab man nachher die Musik nicht h\u00f6rt; \u2013 es war der Weg nach Hause! \u2013 Nur Herr\nKaselitz, als Gustav, sprach nach Hamlets Tode herzlich und Herr Bethmann mit\nAntheil, obgleich bei weitem nicht genug ergriffen von dem Schauermahle, was\nder Tod sich unter diesen K\u00f6nigen bereitet hatte. \u2013 Er sagt: \u00bbvier Hauptleute\nsollen ihn auf das Trauerger\u00fcste tragen.\u00ab \u2013 Was geschieht? \u2013 Die Hauptleute\nbleiben unbeweglich; keiner reicht seine Hand dem geehrten Todten. \u2013 Vier\nLakaien packen ihn auf, und alle \u00fcbrige treten den Marsch kalt und gefa\u00dft an. \u2013\nJedermann ist von Bedeutung, der im Hamlet erscheint. Die B\u00fchne \u2013 wie jedes\nVerh\u00e4ltni\u00df \u2013 hat der Personen von Bedeutung wenig. Daher eine Bearbeitung\nShakespeare\u2019s auf die B\u00fchne, nicht den ganzen Shakespeare. \u2013 M\u00f6chte Schlegel\ndieses Werk unternehmen!!\n<\/p>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":868,"zeitung_id":51}},{"id":220,"z_name":"Haude- und Spenersche Zeitung","z_datum":"1803-02-26","z_nummer":"25","z_seite":"","z_autor":"gezeichnet: R. [Garlieb Merkel]","z_text":"\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Es ist schwer, irgend einen\nnur halb scheinbaren Grund aufzufinden, warum man dem Publikum das treffliche\nSt\u00fcck dadurch verleidet, da\u00df man es in seiner l\u00e4ngst veralteten Gestalt giebt,\nmit allen seinen Ausw\u00fcchsen und Plattheiten. Selbst auf dem Englischen Theater\nwerden diese schon weggelassen: wie kann man es einem Deutschen Publikum\nzumuthen, sich damit zu unterhalten? Wollte man recht einleuchtend machen, wie\nl\u00e4cherlich jene Manie ist, die selbst wo Shakespear g\u00e4hnt, einen witzigen\nEinfall darin sieht, selbst seine oft so flachen Wortspielereien f\u00fcr g\u00f6ttlich h\u00e4lt:\nso h\u00e4tte man es mit ein Paar Vorstellungen sollen genug sein lassen, und dann\nzu der alten Schr\u00f6derschen Bearbeitung zur\u00fcckkehren, allenfalls mit\nBeibehaltung der Worte einer neuern Uebersetzung: aber das Publikum nun best\u00e4ndig\nmit der altfr\u00e4nkischen, unausstehlichen From zu behelligen, ist unrecht. <o:p><\/o:p><br>Die Darstellung war\nmeistentheils unausstehlich. Madame Unzelmann allein that, als Ophelia, ihrer\nRolle Gen\u00fcge; sie war, besonders in der Scene des Wahnsinnes, bewundernsw\u00fcrdig.\nDer Charakter des Hamlet dagegen wurde durchaus verfehlt. Der sonst sehr\nverdienstvolle K\u00fcnstler, der ihn spielte, lie\u00df nicht eine Spur von dem Tiefsinn\nsehn, den Hamlets ganzes Aeu\u00dfere verrathen und der seinem Erscheinen in den\nmeisten Scenen etwas Feierliches, \u2013 nichts von der wilden Heftigkeit, die ihm\nin den leidenschaftlichen Momenten, das Ansehen eines Begeisterten geben mu\u00df.\nDer Schauspieler kam fast nicht aus dem Conversationstone und sprach nur\nzuweilen etwas hitzig. Ihm scheint die Energie, die diese Rolle fordert, zu\nfehlen. Von den \u00fcbrigen Personen ist es am besten gar nicht zu sprechen: alle\nschienen gleichsam zu Boden gedr\u00fcckt, von der Abentheuerlichkeit der Aufgabe,\ndie ihnen gemacht war. Das verdient inde\u00df mit Dank bemerkt zu werden, da\u00df\nMadame B\u00f6heim diesmal die K\u00f6nigin mit gr\u00f6\u00dferer Nat\u00fcrlichkeit spielte, als sie\nsonst Rollen der Art zu machen pflegte. <o:p><\/o:p><br>Was die Uebersetzung des Shakespeare\nbetrift, nach welcher hier Hamlet gespielt wird: sie hat das zweideutige\nVerdienst mit einer pr\u00e9cision flamande alles das beibehalten zu haben, was fr\u00fchere\nUebersetzer von feinerem und richtigerm Geschmack zu \u00fcbertragen verschm\u00e4hten.\nWieland und Eschenburg gaben sich nicht die M\u00fche, an m\u00fc\u00dfigen Wortspielen und\nfrostigen Anspielungen auf l\u00e4ngst verge\u00dfne Dinge, durch die der Genu\u00df der\nerhabenen, genialischen Z\u00fcge in den Shakespearschen Werken so oft gest\u00f6rt wird,\nk\u00fcnsteln zu wollen: sie schnitten sie weg. Der neuere Uebersetzer f\u00fchlte sich\ngerade von diesen S\u00e4chelchen am meisten angezogen, fand f\u00fcr seine Talente in\nihnen den angemessensten Uebungsplatz, schnitzelte con amore an ihrer\nNachbildung, und \u2013 und erwarb sich eine Art von Uebersetzerruhm dadurch. Er ist\ngewohnt, wohlfeil einzukaufen. Nennt man ihn doch wohl gar wegen der poetischen\nBouquets, die er sich aus Dichtern zusammenlas, selbst hier und dort einen\nDichter, obgleich er schwerlich mehr Verdienste dabei hat, als das eines\nliterarischen Str\u00e4u\u00dferm\u00e4dchens. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\nR.<span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"> <\/span>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":868,"zeitung_id":220}}],"zettel":[]}]}}