
{"meta":{"meta-title":"Iphigenie auf Tauris > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Iphigenie auf Tauris > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/273","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/273","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Iphigenie auf Tauris"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/273","text":"Iphigenie auf Tauris"}]},"data":{"id":273,"veranstaltungstitel":"Iphigenie auf Tauris","veranstaltungsart_id":1,"kommentar":null,"art":{"id":1,"theaterveranstaltungsart":"Schauspiel"},"personen":[{"id":4241,"bkperson_id":3191,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":273,"bkperson_regberuf_id":4241},"person":{"id":3191,"bknachname":"von Goethe","bkvorname":"Johann Wolfgang","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":3443,"theaterstueck_id":273,"veranstaltungsuntertitel":"Iphigenie auf Tauris, Schauspiel in 5 Akten","auffuehrungsdatum":"27.12.1802","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"","zusatzinfo":"[zum erstenmale und zum Benefiz f\u00fcr Madame Unzelmann <br> [danach: Alexis]","bild":null,"rollenfeld":"\n\n<p class=\"MsoNormal\">Iphigenie: Mad. Unzelmann<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Thoas, K\u00f6nig der Taurier: Hr. Iffland<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Orest: Hr. Mattausch<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Pylades: Hr. Beschort<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Arkas: Hr. Labes<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2008-08-19 12:46:06","datensatz_geaendert_dat":"2008-08-19 12:46:06","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":241,"z_name":"Haude- und Spenersche Zeitung","z_datum":"1803-11-30","z_nummer":"156","z_seite":"","z_autor":"gez. R. [Garlieb Merkel]","z_text":"\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Iphigenia in Tauris, von G\u00f6the,\nals Benefiz f\u00fcr Madame Unzelmann. <br>Schon durch den blo\u00dfen Gedanken, dem Publikum\ndieses Gewebe entz\u00fcckendsch\u00f6ner Dialogen auf der B\u00fchne zu geben, verdiente die\nK\u00fcnstlerin, die ihn hatte, das beinahe \u00fcberf\u00fcllte Haus. Er ist \u00e4u\u00dferst\nlobenswerth, nicht nur weil er dem Publikum einen seltenen Genu\u00df verschafte,\nauch weil er in vielen R\u00fccksichten zur Berichtigung der herrschenden\nVorstellungen dienen kann. Es ist gut, das gl\u00e4nzende Verdienst den Augen des\nPublikums so nah als m\u00f6glich zu r\u00fccken: damit es, von der einen Seite, es ganz\nsch\u00e4tzen lerne, von der andern, vor der Verg\u00f6tterung desselben, gesichert\nwerde. <o:p><\/o:p><br>Den Werth dieses Gedichtes\nauseinander setzen zu wollen, w\u00e4re sehr \u00fcberfl\u00fcssig: wer kennt die deutsche sch\u00f6ne\nLiteratur auch nur einigerma\u00dfen, und bewundert es nicht l\u00e4ngst? Wer kann, wenn\ner es einmal las, es je wieder vergessen? Wen entz\u00fcckte nicht schon in der\nCharakterschilderung Iphigeniens, das hinrei\u00dfende Bild der edelsten, zartesten\nWeiblichkeit? Wen bezauberte nicht die Reihe eben so lieblicher, als gl\u00e4nzender\nGem\u00e4lde, die einander in diesem Werke so nahe folgen, und die vollt\u00f6nende\nharmonische Diktion, mit welcher sie aufgestellt sind? Der einzige etwas neue\nGesichtspunkt, aus dem sich Iphigenia etwa noch betrachten lie\u00dfe, w\u00e4re der,\nihres Verh\u00e4ltnisses zu eigentlichen dramatischen Werken. Sollte eine zweite\nDarstellung statt finden, so wird man vielleicht hier dar\u00fcber etwas sagen. <o:p><\/o:p><br>Die theatralische Ausf\u00fchrung\neines Gedichtes, wie Iphigenia, ist eine der sch\u00e4rfsten Proben, auf welche die\nTalente und die Kunst mimischer K\u00fcnstler gesetzt werden k\u00f6nnen. Berlin hat die\nBerechtigung, auf seine B\u00fchne sehr stolz zu sein, nachdem sie diese Probe gl\u00e4nzend\nbestanden hat. <o:p><\/o:p><br>Mdme. Unzelmann selbst machte\nIphigenia. Sie nahm die Rolle nicht ganz so hoch idealisch, als sie genommen werden\nkann; sie gab nicht sowohl die erhabene Tugend-Schw\u00e4rmerin, die nur durch die\nsorgf\u00e4ltigste Wachsamkeit \u00fcber sich, ruhige Haltung gewinnt, als die edle,\nreine, gro\u00dfdenkende Frau, und dabei gewann die Darstellung gewi\u00df. Iphigenia fl\u00f6\u00dft\nso viel zartere Theilnahme ein. Mit der lieblichsten, r\u00fchrendsten Modulation\nder Stimme, mit der richtigsten Deklamation und dem Minenspiel einer Grazie,\nsprach sie ihre sch\u00f6ne Rolle. Das Detail des Cost\u00fcme, so lang\u2019 es nicht zu gro\u00dfe\nVerst\u00f6\u00dfe enth\u00e4lt, und die geschmackvollen Damen es selbst w\u00e4hlen \u2013, ist nicht\nleicht Gegenstand des Kunstrichtens; wenn aber das St\u00fcck so wichtig ist als die\nIphigenia und das Cost\u00fcme sich zu offenbar von dem guten Geschmack entfernt, so\nhat die Kritik dar\u00fcber mitzusprechen. Iphigeniens Putz war aus grellen Farben\nzusammengesetzt, die Stickerei ihres Kleides nach dem Ausspruch einer sehr\ngeist- und geschmackvollen Autorit\u00e4t, \u2013 geschmacklos. In Paris (und so auch in\nWeymar, unter den Augen des Verfassers) tritt Iphigenia in einer ganz wei\u00dfen,\nmit Silber gestickten Tunike auf, mit einem eben so verzierten Schleier und\nohne Haarschmuck. Ob dieses nicht in edlerm Geschmack ist, als eine\ndunkelfarbigte, sammtene Haarbinde, ein Purpur-Schleier und eine farbigte\nStickerei in wei\u00dfem Kleide? \u2013 Iffland lie\u00df uns im Thoas den schmucklos-edeln,\nkraftvollen Mann erblicken, und verdiente vorz\u00fcglich dadurch Bewunderung, da\u00df\ner, ohne irgendwo Rauhheit zu zeigen, \u00fcberall anzudeuten wu\u00dfte, da\u00df sein gro\u00dfherziges\nBetragen ein m\u00fchsam erk\u00e4mpfter Sieg \u00fcber angestammte Rauhheit sei. \u2013 Herr\nBeschort als Pylades sprach und spielte meisterhaft. Er hat \u00fcberhaupt die\nleichte und doch feste Haltung, welche edle Charaktere dieser Art fordern, ganz\nin seiner Gewalt, aber nirgend hat er sie sch\u00f6ner angewandt und gezeigt, als hier.\nUeberall stellte er den wohlgemutheten, freien, aber zugleich kr\u00e4ftigen Sinn\ndar, der f\u00fcr die tiefsten Gef\u00fchle Empf\u00e4nglichkeit hat, aber sich selbst in\nkeinem derselben verliert. \u2013 Herrn Mattausch fehlt noch die Gewalt \u00fcber sich\nselbst, sich immer zu st\u00fcrmischer Bewegungen zu enthalten, wo sie nicht\ngefordert werden: aber dieses abgerechnet, sprach und spielte er den Orest sehr\ngut. \u2013 Das Einzige, was den Genu\u00df der Darstellung einigermaa\u00dfen st\u00f6rte, war, da\u00df\nder Pastor aus den J\u00e4gern den unpriesterlichen Einfall gehabt, sich in den\nScythen Arcas zu verkleiden. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\nR.<span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"> <\/span>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":3443,"zeitung_id":241}}],"zettel":[]},{"id":3444,"theaterstueck_id":273,"veranstaltungsuntertitel":"Iphigenie auf Tauris, Schauspiel in 5 Akten","auffuehrungsdatum":"31.12.1802","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"","zusatzinfo":"zum erstenmal wiederholt","bild":null,"rollenfeld":"\n\n<p class=\"MsoNormal\">Iphigenie: Mad. Unzelmann<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Thoas, K\u00f6nig der Taurier: Hr. Iffland<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Orest: Hr. Mattausch<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Pylades: Hr. Beschort<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Arkas: Hr. Labes<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2008-08-19 12:59:56","datensatz_geaendert_dat":"2008-08-19 12:59:56","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":219,"z_name":"Haude- und Spenersche Zeitung","z_datum":"1803-01-04","z_nummer":"2","z_seite":"","z_autor":"ungez. [Merkel]","z_text":"\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Die Beurtheilung der ersten\nDarstellung dieses St\u00fcckes hat dem Verfasser derselben die R\u00fcge zugezogen, er\nsei zu schonend verfahren. Ein Vorwurf dieser Art ist ihm zu neu, als da\u00df er\nihn nicht mit Vergn\u00fcgen schweigend ertragen w\u00fcrde, l\u00e4ge nicht eine\nUngerechtigkeit gegen sehr verdienstvolle K\u00fcnstler darin. In dieser R\u00fccksicht h\u00e4lt\ner es f\u00fcr Pflicht, sich nach der zweiten Darstellung zu rechtfertigen. \u2013 Man\nhat Ifflands Ausf\u00fchrung des Thoas zu civil und weichlich gefunden: ein\nScythen-K\u00f6nig, meint man, h\u00e4tte rauher, tobender erscheinen m\u00fcssen; \u2013 aber man \u00fcbersieht\nbei diesem Vorwurf, wie der Dichter diesen Scythen-K\u00f6nig gemalt hat, da\u00df ihm\nder ganze Karakter v\u00f6llig verungl\u00fcckt ist. Thoas hat die unbekannte Jungfrau g\u00fctig,\nmenschenfreundlich aufgenommen, sie seit einer langen Reihe von Jahren mit der\nausgezeichnetesten Ehrfurcht, so sorgf\u00e4ltig behandelt, da\u00df sie ihn ihren\nzweiten Vater nennt; er ist ein sehr edler Mann. Er hat auf ihre Vorstellung\ndie Menschenopfer eingestellt. Jetzt wirbt er um ihre Hand, und da sie ihm\ndiese abschl\u00e4gt, will er die Opfer wieder einf\u00fchren: er ist ein niedriger,\nrachs\u00fcchtiger, ein schwacher Mensch. Hatte Iphigenia ihn durch Gr\u00fcnde bewogen,\nden unmenschlichen Gebrauch abzuschaffen, so galten diese Gr\u00fcnde noch. Hatte\nsie ihn blos durch z\u00e4rtliche Bitten einer Sitte untreu machen k\u00f6nnen, die er f\u00fcr\nheilig h\u00e4lt: wie schwach! H\u00e4lt er diese Sitte nicht f\u00fcr heilig und nothwendig:\nwie gemein, sich f\u00fcr eine Abweisung auf Kosten unschuldiger Fremdlinge, durch\nihre Herstellung r\u00e4chen zu wollen! \u2013 Er entdeckt, da\u00df Iphigenia entfliehen\nwill; die Fremdlinge, die sie ihm entf\u00fchren wollen, gerathen in seine H\u00e4nde: er\nhat die Gewalt \u00fcber sich, ihnen zu verzeihen, ja die Geliebte selbst, um ihres\nGl\u00fcckes willen, hinziehen zu lassen. Der gro\u00dfe, edle Mann! ruft man aus; \u2013 aber\nwenn man sich erinnert, da\u00df es eben durch diese edle Handlung v\u00f6llig best\u00e4tigt\nwird, er halte das Menschenopfer nicht f\u00fcr ein unverbr\u00fcchliches Gesetz, er habe\nsie nur aus gemeiner Rachsucht wieder einf\u00fchren wollen, so begreift man nicht,\nwie ein und derselbe Mann in zwei so v\u00f6llig verschiedenen Weisen handeln kann,\n\u2013 wenn der darstellende K\u00fcnstler nicht aus ihm einen fast empfindsamen Schw\u00e4chling\nmacht, der von dem augenblicklichen Eindrucke abh\u00e4ngt. Ein Mann der im Zorn\nseinen ganzen Edelmuth vergi\u00dft; bei sanftem Zureden v\u00f6llig seine Wildheit\nverliert, ist auf jeden Fall kein starker und Iffland hat mit seinem gew\u00f6hnlichen\nScharfblick das einzige Mittel ergriffen, \u00fcberhaupt einigen Zusammenhang in\ndiesen Karakter zu bringen, der wie die Bilds\u00e4ule, die Belsazer im Traume sah,\naus Gold und Thon zusammengesetzt ist. \u2013 <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Man hat das Lob zu gro\u00df\ngefunden, das Herrn Beschort ertheilt wurde: \u00bber habe nicht W\u00fcrde genug\ngezeigt.\u00ab W\u00fcrde? Dem Einsender schwebte wahrscheinlich der Pylades des\nAlterthums vor, jener hochherzige J\u00fcngling von hohem Geist und Werth, der alles\naufopferte, um mit dem ungl\u00fccklichen Freunde auch das h\u00f6chste Elend zu theilen.\nEr \u00fcbersah, da\u00df der Pylades dieses St\u00fcckes ein geschmeidiger Attach\u00e9 ist, der\nsich\u2019s gar nicht denken kann, was aus ihm geworden w\u00e4re, wenn sein Prinz nicht\nlebte; der die Schmeichelei so weit treibt, dem Mutterm\u00f6rder zu sagen, \u00bber\nsolle den G\u00f6ttern danken, da\u00df sie so fr\u00fch durch ihn so viel gethan;\u00ab der der\ntheilnehmenden Priesterin ganz ohne Noth eine L\u00fcge sagt, denn warum er aus dem\nMutterm\u00f6rder einen Bruderm\u00f6rder, aus dem K\u00f6nigssohn Orest einen K\u00f6nigssohn\nLaodamas macht, leuchtet gar nicht ein, \u2013 wenn er es nicht etwa thut, um eine\ninteressante Erkennungsscene einzuleiten. \u2013 Herr Beschort brachte grade so viel\nruhige W\u00fcrde in diese Rolle, als sie vertr\u00e4gt. <o:p><\/o:p><br>Den Tadel des grellen Cost\u00fcme\u2019s,\nin welchem Iphigenia auftrat, billigte man um so mehr, da eine gewisse ganz wei\u00dfe\nKleidung, die man als unzertrennlich von dieser Rolle, betrachtet, ganz\nbestimmt \u00e0 l\u2019Iphig\u00e9nie genannt wird. Aber gerade in diesem Punkte hat der Verf.\ngro\u00dfe Lust, sein Urtheil zu mildern. Das Publikum mu\u00df in der theatralischen\nPerson die Schauspielerin vergessen, aber \u2013 dieser kann man es nicht \u00fcbel\nnehmen, wenn sie auf ihre Pers\u00f6nlichkeit R\u00fccksicht nimmt. Wie wenn Mdme\nUnzelmann lieber die Iphigenia etwas inkorrekt, als nicht gefallend geben\nwollte? H\u00e4tte sie nicht Recht gehabt? <o:p><\/o:p><br>Die zweite Darstellung war so\ntrefflich, als die erste, ja in mancher R\u00fccksicht noch besser. Mdme Unzelmann\nsprach noch kr\u00e4ftiger und edler als das erstemal. Herr Mattausch wachte strenge\n\u00fcber sich, nicht zu viel durch den K\u00f6rper zu sprechen, und das allein hatte\ngefehlt, um seine Darstellung durchaus sch\u00f6n zu machen; \u2013 Herr Labes endlich,\nals Arkas, sprach mit freierer kr\u00e4ftigerer Modulation der Stimme als das\nerstemal \u2013 <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Der Beurtheiler hat\nversprochen, etwas \u00fcber das Verh\u00e4ltni\u00df dieser bewundernsw\u00fcrdigen Dichtung zu\nden wirklichen Dramen zu sagen. Er hatte die Absicht dar\u00fcber ausf\u00fchrlich zu\nreden: aber da schon bei der zweiten Auff\u00fchrung das Haus ziemlich leer war, mu\u00df\ner bef\u00fcrchten, einem gro\u00dfen Theil des Publikums durch weitl\u00e4uftige Er\u00f6rterung\neiner abgemachten Sache, l\u00e4stig zu werden. Er begn\u00fcgt sich also, eine einzige\nBemerkung aufzustellen. <o:p><\/o:p><\/span><br>Das Wesen des Dramas besteht eigentlich in der\nHandlung: das hei\u00dft, wir m\u00fcssen in demselben eine Begebenheit durch einander\nbek\u00e4mpfende Gef\u00fchle und Leidenschaften einleiten, verwickeln, fortf\u00fchren, \u2013\nendlich auf eine befriedigende, erhebende Weise vollenden sehn. Von allem\ndiesem trift man in der Iphigenia nichts an. Orest findet seine Schwester in\neinem fremden Lande; er will sie heimf\u00fchren: seine Absicht wird entdeckt, aber\nsie beredet den K\u00f6nig, sie gleichwohl ziehen zu lassen. Das ist ein ganz\neinfacher Vorgang, der gar keine Verwickelung hat, der durch keine einzige\nLeidenschaft motivirt wird. Ja, es ist gar keine Leidenschaft in dem ganzen St\u00fccke:\ndenn dem gelassenen, kaltbl\u00fctigen Wunsch des K\u00f6nigs, Iphigenien zu heirathen,\nwenn sie keine Gelegenheit finden sollte, nach Hause zu reisen, geb\u00fchrt dieser\nName nicht; und die einzige Verwickelung, was nehmlich \u00fcber die Bilds\u00e4ule\nDianens zu beschlie\u00dfen sey, flie\u00dft nicht aus einer Leidenschaft, sondern aus\neinem Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse her, und wird den Augenblick durch die Entdeckung gel\u00f6st,\nda\u00df das Orakel wieder einmal ein schlechter Stiliste gewesen, die Schwester,\nstatt deine Schwester gesagt habe. \u2013 Die ganze Oekonomie des St\u00fcckes ist darauf\nberechnet, eine Reihe hinrei\u00dfend sch\u00f6ner Erz\u00e4hlungen und Reden einzuleiten und\nsie ohne zu erm\u00fcden, mittheilen, und halten zu lassen. Sie sind entz\u00fcckend,\ndiese Erz\u00e4hlungen und Reden: aber ihr Gewebe bildet kein Drama.\n <\/p>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":3444,"zeitung_id":219}}],"zettel":[]},{"id":990,"theaterstueck_id":273,"veranstaltungsuntertitel":"Iphigenie auf Tauris, Schauspiel in 5 Akten","auffuehrungsdatum":"18.01.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"VZ 1803, Nr. 8","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2005-01-05 17:19:40","datensatz_geaendert_dat":"2005-01-05 17:19:40","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":388,"z_name":"Haude- und Spenersche Zeitung","z_datum":"1803-01-20","z_nummer":"9","z_seite":"","z_autor":"gez.: R. [Garlieb Merkel ?]","z_text":"Am 18ten Januar hielt die kalte Witterung \u00fcberall an. Vor der B\u00fchne klappte eine sehr kleine Anzahl Menschen mit den Z\u00e4hnen, und auf derselben wiederholte man zum zweitenmale G\u00f6thens Iphigenaia in Tauris.<br>R.<br>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":990,"zeitung_id":388}}],"zettel":[]},{"id":3229,"theaterstueck_id":273,"veranstaltungsuntertitel":"Iphigenie auf Tauris. Schauspiel in F\u00fcnf Akten, vom Herrn von G\u00f6the","auffuehrungsdatum":"06.08.1810","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"18:00","quelle":"ThZ SBBPK","zusatzinfo":"Anzeige. Morgen, Dienstag den 7. August: Fridolin, Schausp. in 5 Akten. Herr Schwarz den Grafen von Savern; Herr Christel den Felfeck als Gastrollen <br> Bekanntmachung. Beym Kastellan Herrn Leist ist zu haben: \"Dramatische Scenen der Darstelungen des k\u00f6niglichen National-Theaters, nachgebildet und herausgegeben von den Gebr\u00fcdern Henschel, 1stes Heft, Fol. Preis 3 Rthlr. Courant.\" <br> Enth\u00e4lt: Drey Scenen aus Don Ranudo de Colibrados, vom Herrn von Kotzebue. Drey Scenen aus dem Intermezzo, oder: Der Landjunker in der Residenz, vom Hrn. v.  Kotzebue","bild":null,"rollenfeld":"\n Mad. Bethmann<br \/>\n Iffland<br \/>\n Hr. Mattausch<br \/>\n Hr. Lemm<br \/>\n Hr. Labes<br \/>\n <br \/>\n ","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2006-06-08 17:16:59","datensatz_geaendert_dat":"2006-06-08 17:16:59","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[{"id":1361,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1810-08-06","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18100806_203.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":3229,"theaterzettel_id":1361}}]},{"id":3283,"theaterstueck_id":273,"veranstaltungsuntertitel":"Iphigenia auf Tauris. 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