
{"meta":{"meta-title":"L\u00fcgner, Der > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"L\u00fcgner, Der > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/286","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/286","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"L\u00fcgner, Der"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/286","text":"L\u00fcgner, Der"}]},"data":{"id":286,"veranstaltungstitel":"L\u00fcgner, Der","veranstaltungsart_id":2,"kommentar":null,"art":{"id":2,"theaterveranstaltungsart":"Lustspiel"},"personen":[{"id":4278,"bkperson_id":3212,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":286,"bkperson_regberuf_id":4278},"person":{"id":3212,"bknachname":"Goldoni","bkvorname":"Carlo","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":1130,"theaterstueck_id":286,"veranstaltungsuntertitel":"Der L\u00fcgner, Lustspiel in 3 Akten von Goldoni","auffuehrungsdatum":"01.04.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"HSZ 1803, Nr. 39","zusatzinfo":"[danach: Der Hahnenschlag]","bild":null,"rollenfeld":"<br>","schauspieler_info":"Herr Opitz: Lelio","datensatz_erstellt_dat":"2008-01-29 11:33:52","datensatz_geaendert_dat":"2008-01-29 11:33:52","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":106,"z_name":"Haude- und Spenersche Zeitung","z_datum":"1803-04-05","z_nummer":"41","z_seite":"","z_autor":"ungez.","z_text":"\n <p class=\"MsoNormal\">Goldoni wollte der Ueberspannung\nentgegen arbeiten, die Pietro Chiari durch seine Trauerspiele auf dem\nItalienischen Theater eingef\u00fchrt hatte; er verfiel aber in den\nentgegengesetzten Fehler, und gab in seinen St\u00fccken gar zu gemeine Natur. Er\nhatte einen schnellen und richtigen Blick, um das Komische im wirklichen Leben\naufzufassen, und zeichnete es lebhaft und gl\u00fccklich nach, aber mehr zu leisten,\nzu schaffen, ja nur eigenth\u00fcmlich zu componiren, vermochte er selten oder nie.\nMan k\u00f6nnte ihn einen dramatischen Portraiteur nennen. \u2013 Dieser L\u00fcgner ist eines\nseiner mittelm\u00e4\u00dfigsten St\u00fccke. Nichts ist darin zweckm\u00e4\u00dfig berechnet, nichts\ndurch Motive eingeleitet und ausgef\u00fchrt. Lelio bringt sich durch unaufh\u00f6rliches\nL\u00fcgen um die Achtung aller, um die Liebe seines Vaters, um sein Verm\u00f6gen, und\ndie Hand seiner Geliebten, um Alles, und man sieht gar nicht, warum er l\u00fcgt? Er\nhat weder eine gute, noch eine b\u00f6se Absicht dabei; es ist blo\u00df eine nur\nleichtsinnige Gewohnheit, die fast zu hart bestraft wird. Die Handlung des St\u00fcckes\nschleppt unertr\u00e4glich, und nur das Vergn\u00fcgen, Hrn. Opitz zu sehen, verschaffte\nam heutigen Abend Genu\u00df. Dieser trefliche K\u00fcnstler bewies in jeder Scene, da\u00df\ner scharfen Beobachtungsblick f\u00fcr die Aeu\u00dferungen im wirklichen Leben, mit\nlangem Studium der Kunst, und insbesondere dieser Rolle, verbindet. Er zeigte\neben die Gewandheit, durch die er das Publikum vor einigen Tagen im Schw\u00e4tzer\nso sehr vergn\u00fcgte, doch heut \u00e4u\u00dferte sie sich ganz anders n\u00fcancirt. Als Schw\u00e4tzer\ntrat er mit entschiedener S\u00fcffisance auf, und man sah es jeder Geb\u00e4rde an, da\u00df\ner zwar ein Praler sei, aber mit bestimmtem Ernst und Zuversicht prale; als L\u00fcgner\nlie\u00df er bei jeder Miene, jeder Geb\u00e4rde durchblicken, da\u00df es ihm nicht Ernst\nsei, mit den Erz\u00e4hlungen, die er vorbrachte, und mit den Empfindungen, die er\nnach den einzelnen Lagen, in die er gerieth, \u00e4u\u00dferte. Immer hatte sein\nBenehmen, auch wenn er den Ger\u00fchrten spielte, einen leichten Anstrich von\nIronie: wenn man auch nicht gewu\u00dft h\u00e4tte, da\u00df er L\u00fcgen sagte, man h\u00e4tte es selbst\naus der Art, wie er das Knie bog, wie er bei den Betheurungen die Hand auf die\nBrust legte, und so weiter, erkannt. \u2013 Kurz, wir hatten den Genu\u00df zu sehen, was\naus der Darstellung eines Charakters wird, wenn ein Mann von vorz\u00fcglichen\nTalenten, sie eine lange Reihe von Jahren hindurch studiert hat. Das St\u00fcck\nwerden wir wahrscheinlich nach Hr. Opitzens Entfernung nicht wieder sehen, aber\ndie treue, feine, bis im kleinsten Detail wahr n\u00fcancirte Ausf\u00fchrung eines\nCharakters, die er uns zeigte, verdient sehr lange nicht vergessen zu werden, \u2013\nvorz\u00fcglich nicht von den meisten Gliedern unserer B\u00fchne. \u2013 Hr. Reinwald machte\nden Bedienten des L\u00fcgners mit Sorgfalt, aber es gelang ihm nicht, eine gef\u00e4llige\nKarikatur zu schaffen. Herr B\u00f6heim f\u00fchrte den Vater des Lelio recht gut aus,\nbesonders da, wo er v\u00e4terliche Freude \u00fcber die vermeinten Vorz\u00fcge seines Sohnes\nzu zeigen hatte. \u2013 Mdlle. Eigensatz spielte Rosaura sehr brav, Mdlle. Mebus die\nBeatrice, so, da\u00df man wohl sah, es fehlt ihr nur an Aufmunterung und freundlichem\nRath, um der B\u00fchne bedeutend zu werden. Auch Mdme Schwadke, als Kammerm\u00e4dchen,\nspielte lebhaft und weniger spitzig, als gew\u00f6hnlich.<span style=\"\"><\/span><\/p>\n ","pivot":{"theaterveranstaltung_id":1130,"zeitung_id":106}}],"zettel":[]}]}}