
{"meta":{"meta-title":"Omasis, oder: Joseph in \u00c4gypten > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Omasis, oder: Joseph in \u00c4gypten > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/328","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/328","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Omasis, oder: Joseph in \u00c4gypten"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/328","text":"Omasis, oder: Joseph in \u00c4gypten"}]},"data":{"id":328,"veranstaltungstitel":"Omasis, oder: Joseph in \u00c4gypten","veranstaltungsart_id":22,"kommentar":null,"art":{"id":22,"theaterveranstaltungsart":"historisches Drama"},"personen":[{"id":5032,"bkperson_id":3662,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":328,"bkperson_regberuf_id":5032},"person":{"id":3662,"bknachname":"Baour-Lormian","bkvorname":"Pierre Marie Fran\u00e7ois Louis","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}},{"id":5034,"bkperson_id":3664,"regberuf_id":4,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":328,"bkperson_regberuf_id":5034},"person":{"id":3664,"bknachname":"Robert","bkvorname":"Ernst Friedrich Ludwig","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":4,"regberuf":"autom_Bearbeiter"}}],"veranstaltungen":[{"id":1670,"theaterstueck_id":328,"veranstaltungsuntertitel":"Omasis, oder: Joseph in Egypten. Historisches Drama in F\u00fcnf Akten, aus dem Franz\u00f6sischen des Baour-Lormain","auffuehrungsdatum":"08.08.1808","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"18:00","quelle":"ThZ SBBPK","zusatzinfo":"Zum Erstenmale <br> [danach: Der Kapellmeister]","bild":null,"rollenfeld":"\n Hr. Bethmann<br \/>\n Hr. Bessel d. S.<br \/>\n Mad. Schr\u00f6ck<br \/>\n Hr. Lemm<br \/>\n Hr. Gern d. S. <br \/>\n Mlle. Ritzenfeldt<br \/>\n Hr. Herdt<br \/>\n Hr. Beschort<br \/>\n Mlle. Unzelmann<br \/>\n Hr. Holzbecher<br \/>\n Hr. 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Ueberrascht ist der Zuschauer eben so\nwenig als der Handelnde; aber ersch\u00fcttert sind beide; warum? sie versetzen sich\nin die Handlung selbst; sie denken sich Jakob und Joseph; sie f\u00fchlen an ihrer\nStatt. Doch die liebliche T\u00e4uschung w\u00e4hrt nur einen Augenblick; und ist das St\u00fcck\nan sich mittelm\u00e4\u00dfig oder schlecht, so wird es vor und nach dem Hauptmoment noch\nmittelm\u00e4\u00dfiger und schlechter. Omasis geh\u00f6rt, als St\u00fcck beurtheilt, unter die\nsehr mittelm\u00e4\u00dfigen. Josephs Liebe ist eben so kalt und unwesentlich, als\nRhamnes Verschw\u00f6rung gegen ihn. Die sch\u00f6ne Almais (die franz\u00f6sische Parodie\nnennt sie gar recht Dlle. Inutilis) kommt und geht, ohne Nutz und Frommen, und\nerscheint in den 2 oder 3 letzten Akten gar nicht wieder. Drei Vertraute\nbegleiten ihre Herren, und \u2013 erfahren nichts, als was sie schon l\u00e4ngst wu\u00dften.\nRhamnes \u00fcberl\u00e4\u00dft den Hauptstreich der Verschw\u00f6rung einem Unbekannten, einem\nSklaven (dem Simeon), verspricht ihm seine Schwester, die der Stolze dem\nvornehmen Omasis versagt; u. Simeon glaubt es ihm aufs Wort, u. macht sich\nverbindlich, Omasis zu morden. Jacobs Rolle ist im 4ten Akte und im gr\u00f6\u00dften\nTheil des 5ten, eine unaufh\u00f6rliche Klage; die Handlung r\u00fcckt um kein Haarbreit\nweiter fort. Joseph ist weich; als Liebhaber, Bruder, Sohn, alles nur halb,\nnichts mit eigentlicher Kraft und W\u00fcrde. Er hat mit jedem der Mithandelnden nur\neinen Auftritt, welches dem Gange des St\u00fccks die gr\u00f6\u00dfte Monotonie giebt, fr\u00e4gt\nerst nach 6 Monaten den Benjamin nach Vater und Familie, will den Simeon durch\nGemeinpl\u00e4tze bekehren u.s.w. Es giebt nur zwei sch\u00f6ne, wirklich sch\u00f6ne Rollen\nim St\u00fccke: Benjamin und Simeon. Simeon wurde von Herrn Beschort\nunvergleichlich, mit der anschaulichsten Wahrheit u. Kraft gegeben. (Herr\nBeschort wurde am Ende herausgerufen.) Simeon, und im Kontrast mit ihm, Benjamin,\ngeben dem Drama Leben und Interesse. Das eigentliche Ressort, die\nWiedererkennung Jacobs und Josephs, ist viel zu lange gespannt; man erm\u00fcdet \u00fcber\nder Erwartung, und sieht nicht ein, warum die vereitelte Verschw\u00f6rung sie\ngerade eher herbeif\u00fchrt, als jeder andere Augenblick. Das: Ich bin dein Sohn!\nkommt zu sp\u00e4t; der Schlag hat seine gr\u00f6\u00dfte Wirkung verfehlt, wie ein zu sp\u00e4t\nanbrennendes Rad im Feuerwerke. \u2013 Gleichwohl hat das St\u00fcck viel Anziehendes. Es\nist mit Empfindung, mit Achtung f\u00fcr die dramatischen Regeln, mit Bescheidenheit\ngeschrieben; prunklos und nat\u00fcrlich; dabei sch\u00f6n \u00fcbersetzt, in gereimten, aber\ndabei ungezwungenen, flie\u00dfenden Alexandrinen. Man h\u00f6rt es wie ein Original.\nAusnehmend sch\u00f6n macht sich, am Ende des dritten Akts mitten unter Simeons\nSeelenkampfe, die ged\u00e4mpfte Musik, die Jacobs Ankunft ank\u00fcndigt. Es ist der\nvorz\u00fcglichste Moment des St\u00fccks. \u2013 Noch zwei Anmerkungen: 1) Simeon darf nicht,\nim 5ten Akte, gefesselt erscheinen; dies verst\u00f6\u00dft ganz gegen Josephs\nfeinsinnige Achtung f\u00fcr seinen Vater. 2) Jacob mu\u00df zu Anfang eben dieses Aktes\nnicht sitzen und ruhen, sondern von \u00e4ngstlicher Ungeduld getrieben, mit seinen\nS\u00f6hnen auf der B\u00fchne umherirren und nach Simeon forschen.\n ","pivot":{"theaterveranstaltung_id":1670,"zeitung_id":199}}],"zettel":[{"id":681,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1808-08-08","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18080808_209.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":1670,"theaterzettel_id":681}}]},{"id":1673,"theaterstueck_id":328,"veranstaltungsuntertitel":"Omasis, oder: Joseph in Egypten. 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Daher, und\nhaupts\u00e4chlich weil sie zu lang gesponnen ist, viel zu lange erwartet wird,\nmacht diese Scene nicht die Art von Wirkung, die sie hervorbringen sollte. Sie\nersch\u00fcttert, sie zerrei\u00dft mehr das Herz, sie ist mehr schmerzhaft als wohlth\u00e4tig,\ns\u00fc\u00df und wonnig. Wenn Joseph bei Mose sagt: Ich bin Joseph euer Bruder, so ist\nes tausendmal mehr werth, als wenn er hier zu Jacob spricht: Ich bin dein Sohn\nJoseph. Kann sich Jacob einen gl\u00fccklichen Vater nennen; k\u00f6nnen die Fesseln, die\ndem Simeon abgenommen werden, k\u00f6nnen ein Paar Umarmungen das Geschehene\nungeschehen machen? Da\u00df Benjamin ihm Verzeihung verk\u00fcndet, ist zwar der Beweis\neines gro\u00dfen Zartgef\u00fchls von Seiten des Verfassers, aber auch zugleich das\nstumme Bekenntni\u00df seines fehlerhaften Plans, weil er zu solchen Palliativen\nseine Zuflucht nehmen mu\u00dfte. Die zweite Vorstellung des St\u00fccks war noch ger\u00fcndeter\nals die erste. Benjamin war zarter, liebensw\u00fcrdiger; Simeon versteckter, zur\u00fccksto\u00dfender,\nund bei seiner unbegreiflichen Liebe menschenfeindlicher; Joseph, frommer,\neinnehmender; Joseph, mehr als je, in dem f\u00fcr todt gehaltenen Sohn lebend. In\nder Uebersetzung sind einige H\u00e4rten, einige Fehler aufgesto\u00dfen: z. B. das uns\nEgypten giebt (gyb gieb). Die weit entlegnen Zonen, wenn von benachbarten L\u00e4ndern\ndie Rede ist. Auffallend sch\u00f6ne Verse, wie folgende: Wo ist das Vaterland,\nwenn\u2019s nicht die Heimath ist? \u2013 Nun wirst du nicht mehr weinen. \u2013 Beim Glanz\nder Tugend fr\u00e4gt man nicht nach Ahnenglanz u.s.w. Jacob neben Benjamin, steht\nviel zu alt da. Der Kontrast ist, zum mindesten, nicht angenehm. Sollte es kein\nschicklicheres Mittel geben, Jacob zu einem Sessel zu verhelfen, als ihm\ndenselben in dem Aufzuge von seinen S\u00f6hnen nachtragen zu lassen?<span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"> <\/span>\n ","pivot":{"theaterveranstaltung_id":1677,"zeitung_id":181}}],"zettel":[{"id":685,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1808-08-14","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18080814_213.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":1677,"theaterzettel_id":685}}]},{"id":1720,"theaterstueck_id":328,"veranstaltungsuntertitel":"Omasis, oder: Joseph in Egypten. Historisches Drama in F\u00fcnf Akten, aus dem Franz\u00f6sischen des Baour-Lormain","auffuehrungsdatum":"12.09.1808","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"18:30","quelle":"ThZ SBBPK","zusatzinfo":"[danach: Zwey Worte, oder: Die Herberge im Walde]","bild":null,"rollenfeld":"\n Hr. Bethmann<br \/>\n Hr. Bessel d. S.<br \/>\n Mad. 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