
{"meta":{"meta-title":"Pygmalion > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Pygmalion > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/420","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/420","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Pygmalion"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/420","text":"Pygmalion"}]},"data":{"id":420,"veranstaltungstitel":"Pygmalion","veranstaltungsart_id":47,"kommentar":null,"art":{"id":47,"theaterveranstaltungsart":"Monodrama"},"personen":[{"id":5990,"bkperson_id":4280,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":420,"bkperson_regberuf_id":5990},"person":{"id":4280,"bknachname":"Rousseau","bkvorname":"Jean Jacques","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}},{"id":6690,"bkperson_id":3200,"regberuf_id":8,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":420,"bkperson_regberuf_id":6690},"person":{"id":3200,"bknachname":"Benda","bkvorname":"Georg Anton","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":8,"regberuf":"autom_Komponist"}}],"veranstaltungen":[{"id":8648,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion, Melodrama von Rousseau und Benda","auffuehrungsdatum":"25.11.1797","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"JpM 1798,1, S. 789","zusatzinfo":"zum erstenmale <br> [davor:] Die Tochter der Natur","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2011-06-22 16:49:59","datensatz_geaendert_dat":"2011-06-22 16:49:59","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":374,"z_name":"Jahrb\u00fccher der preu\u00dfischen Monarchie","z_datum":"1798-01-01","z_nummer":"Bd. 1","z_seite":"67-77","z_autor":"gez.: M.","z_text":"<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wenn ein Schauspiel, dessen\nerste Idee in dem originellen Kopfe eines Rousseau entsprang, der es auch, so\nweit die Dichtkunst an demselben Antheil hatte, ausf\u00fchrte, welches \u00fcberall von\nden zauberischen Akkorden eines Benda umh\u00fcllt, und durch die meisterhafte Kunst\neines Iffland, der die wichtigste oder vielmehr einzige Parthie in demselben\ngew\u00e4hlt hatte, dargestellt, und von dem ganzen leblosen und beseelten Zauber\ndramatischer Versinnlichung unterst\u00fctzt wird, \u2013 wenn ein solches Schauspiel\nkeine merkbare Sensation hervorbringt, so ist es der M\u00fche werth zu fragen, wo\ndie Hindernisse verborgen liegen, welche den letzten Zweck aller dramatischen\nDarstellung aufhoben. \u2013 Pygmalion war eine sch\u00f6ne Erg\u00f6tzlichkeit des Publikums,\naber ohne dramatischen Effekt; man schaute ohne zu empfinden, man h\u00f6rte ohne\nsich zu interessiren, und das Ziel alles theatralischen Strebens bei dem\nZuschauer, Vergessenheit der Gegenwart und \u00dcbergang in die Lage des\nDargestellten, wurden, ohnerachtet sich alles vereinte, was zu diesem Zwecke\nwirken kann, nicht erreicht. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Vereinigung solcher K\u00fcnstler,\ndie, Meister in jedem Fache dessen Darstellung sie \u00fcbernommen hatten, das Ganze\nverherrlichten und zur vollkommensten Wirkung desselben beitrugen, l\u00e4\u00dft mit\nRecht vermuthen, da\u00df der verfehlte Effekt weit weniger eine Wirkung der Ausf\u00fchrung\noder der Stimmung des Publikums \u2013 denn solche Meister beherrschen diese\nStimmung \u2013 als vielmehr des gew\u00e4hlten Stoffes und Gegenstandes war. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Der Gegenstand des Pygmalion\nist eine sch\u00f6ne Dichtung, die den h\u00f6chsten Effekt artistischer Begeisterung\ndarstellt. \u2013 Ein K\u00fcnstler, von gl\u00fchender Bewunderung und Liebe f\u00fcr sein Werk\nentz\u00fcndet, bewegt die G\u00f6tter durch sein Gebet, der todten kalten Masse, welcher\ner eine Gestalt gab die des Lebens so w\u00fcrdig scheint, den belebenden Odem\neinzuhauchen. \u2013 So hat Rousseau die Mythe aufgefa\u00dft; \u2013 das Alterthum sagt,\nPygmalions hei\u00dfe Liebe zu seinem Werke, lie\u00df ihn den kalten Marmor umfassen,\nund seine K\u00fcsse und Umarmungen erw\u00e4rmten und beseelten die todte Gestalt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Es scheint als wenn Rousseau\neinen Schritt weiter gegangen w\u00e4re, als die Alten. Ich erinnere mich, da\u00df eine\nMutter, die \u00fcber die kalte bla\u00dfe Leiche ihres einzigen Kindes, als sie es zum\nerstenmale nach dem Tode wiedersah, hinst\u00fcrzte, und mit ununterbrochenen K\u00fcssen\nbedeckte und erw\u00e4rmte, von einer liebensw\u00fcrdigen T\u00e4uschung hingerissen ausrief:\nes ist nicht todt, es lebt noch, es ist warm. \u2013 Sie wu\u00dfte nicht da\u00df sie durch Z\u00e4rtlichkeit\nund Thr\u00e4nen den Tod zur tr\u00fcgerischen \u00c4hnlichkeit des Lebens erw\u00e4rmt hatte. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Dieser Mutter \u00e4hnlich\nerscheint der antike Pygmalion. \u2013 Die Vollendung seines Werkes begeistert ihn,\nwie die erste Erscheinung desselben vor seiner Phantasie. \u2013 So wie diese alle\nseine hervorbringende Kraft in Th\u00e4tigkeit setzte, so geht die \u00dcberzeugung, da\u00df\ndas, was er als Idee schon verehrte, nun durch eigne Kraft au\u00dfer ihm existire,\nin eine idealische Bewunderung seiner selbst \u00fcber, diese Bewunderung wird\nVerehrung seines Werkes, und seiner selbst in diesem Werke. Die Arme umfassen\ndas sch\u00f6ne Bild, seine Lippen erw\u00e4rmen den Marmor, er wird get\u00e4uscht, und h\u00e4lt\ndas f\u00fcr das Werk der G\u00f6tter, die seiner hohen Kunst und ihren gerechten W\u00fcnschen\nnichts versagen k\u00f6nnen, was Wirkung \u2013 nicht seines Geistes, sondern seines K\u00f6rpers\nist. \u2013 Ehe der t\u00e4uschende Zauber bei ihm verfliegt, ehe er zum Bewu\u00dftsein der\nWirklichkeit aus seinem erhabenen Traume erwacht, ist dem H\u00f6rer das Bild entr\u00fcckt,\ndieser, von gleicher Begeisterung ergriffen und entz\u00fcckt, zweifelt um so\nweniger an der Wirkung einer sch\u00f6nen Kraft, je reger sie in ihm selbst, und je erw\u00e4rmter\nsie durch den Vortrag der Dichtkunst ist, sie hebt ihn \u00fcber alle Untersuchung\nzu einem belohnenden Glauben empor, der das Sch\u00f6ne wahr findet, weil es sch\u00f6n\nist. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Auch Pygmalion mu\u00dfte seine T\u00e4uschung\neinsehen, so wie der Bewunderer der sch\u00f6nen Dichtung die seinen Namen tr\u00e4gt. \u2013\nNicht fr\u00fcher als ihm schwindet dem Leser oder H\u00f6rer die T\u00e4uschung, die auch\ndiesem den Genu\u00df der h\u00f6chsten Bl\u00fcthe des Kunstgef\u00fchls gew\u00e4hrt. \u2013 Wer w\u00fcrde es\nbereuen so unschuldig get\u00e4uscht zu sein? Wer w\u00fcrde ungern in eine Wirklichkeit\nzur\u00fcckkehren, wo es Kr\u00e4fte giebt, die ein solches Gef\u00fchl sich schaffen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Denn Gef\u00fchl, und nur allein\nGef\u00fchl ist alles was hier th\u00e4tig erscheint, und diese zauberische Wirkung\nhervorbringt, hohe Begeisterung der Phantasie, Entz\u00fccken. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wer das zur Wirkung des\nNachdenkens der \u00dcberzeugung machen will, was nur in dieser Welt der\nEmpfindungen athmen und Existenz haben kann, oder wer es durch beides vereint \u2013\nvielleicht um so gewisser und \u00fcberzeugender, \u2013 da es doch nur t\u00e4uschend sein\nsollte, \u2013 hervorzubringen glaubt, der rei\u00dft das Wesen aus seinem Element, und\nzerst\u00f6rt die Ordnung der Dinge, an deren Beobachtung auch die freischaffende\nPhantasie, \u2013 sobald sie mit Recht verlangen will, da\u00df man ihr glaube, \u2013\ngebunden ist. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Dies scheint Rousseau gethan\nzu haben. \u2013 Es lohnt der M\u00fche seinen Pygmalion n\u00e4her darauf anzusehen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Der K\u00fcnstler, so wie er ihn\nuns darstellt, \u2013 wird von innerer Unruhe gequ\u00e4lt, die nicht frei von Unwillen\nist. Er sp\u00fcrt dem Quell des Mi\u00dfbehagens nach, welches die Kunst ihm verleidet,\nihn sich selbst verkennen l\u00e4\u00dft, und gegen jedes Gef\u00fchl, welches ihn sonst\nerquickte und beseeligte abgestumpft hat. Freundschaft und Liebe gleiten an\nseinem Herzen ab, Unterhaltung mit Weisen gen\u00fcgt ihm nicht mehr, selbst der\nlebendige Trieb zu schaffen und zu bilden ist erstorben. \u2013 Dennoch fesselt ihn\netwas unbekanntes, und verhindert ihn sich in Freiheit zu setzen, und zu werden\nwas er war. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Schon \u00f6fter hat er in\ngleicher entmannender Stimmung sich gef\u00fchlt, er hat gefunden, da\u00df sein\nMeisterst\u00fcck, seine Galathee ihn bezaubere, und verh\u00fcllte sie deshalb. \u2013\nVergebens! warum soll er sich des Vergn\u00fcgens berauben das sch\u00f6nste seiner Werke\nzu sehn? \u2013 Er will sie untersuchen, \u2013 nein, bewundern. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ist das der gl\u00fchende\nPygmalion, der nichts denkt und f\u00fchlt und ist als Kunst, der nur f\u00fcr das Sch\u00f6ne\nSinn und leidenschaftlichen Sinn hat? \u2013 Es ist der gr\u00fcbelnde Philosoph, der\nseinem eignen Genie und seiner Leidenschaft auf allen ihren Irrwegen nachsp\u00fcrt,\nder sein Bild im Zauberspiegel der Phantasie und T\u00e4uschung erblickt, und um\nsich ganz zu erforschen, ihn zerschl\u00e4gt. \u2013 Weiter. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Pygmalion zieht den Schleier\nvon seiner Statue hinweg. \u2013 Ein hinrei\u00dfender Moment! Der K\u00fcnstler kniet vor\nseinem Werke, \u00bbtrunken von Eigenliebe,\u00ab sagt er, \u00bbbet\u2019 ich mich selbst in\nmeinem Werke an, \u2013 die Natur hat keine Reize wie diese \u2013 ich habe die Werke der\nG\u00f6tter \u00fcbertroffen.\u00ab \u2013 H\u00f6her schwingt seine Begeisterung sich nicht, sie konnte\nauch nicht, sie konnte nur begehrender, anschlie\u00dfender, gl\u00e4ubiger werden. \u2013\nRousseau l\u00e4\u00dft ihn sogleich wieder sein Werk beurtheilen d. h. zum kalten Blute\nherabsinken. Er will sogar verbessern, glaubt unter dem Mei\u00dfel Fleisch zu\nempfinden, und so geht er zu dem Wunsche \u00fcber, da\u00df die G\u00f6tter sie beseelen m\u00f6gten.\n\u2013 Die Thorheit dieses Wunsches leuchtet ihm ein, um sich zu entschuldigen, \u00fcberredet\ner sich da\u00df er nur das Urbild dieses Abbildes liebe und beseelt an die Stelle\ndesselben w\u00fcnsche. Feine Empfindungen und spitze Gedanken wechseln in seiner\nSeele, bis er sich zum Gebet niederwirft, in welchem er, statt die Allmacht der\nG\u00f6tter allein aufzufordern und zu r\u00fchren, ihnen zu beweisen sucht, da\u00df sie die\nStatue beseelen m\u00fcssen, wenn die Ordnung der Dinge nicht zerst\u00f6rt werden soll.\n\u2013 Ersch\u00f6pft, wie von den Phantasieen eines Fiebertraums sinkt er nieder, und\nwird ruhig. \u00bbMan sei noch so ungl\u00fccklich,\u00ab sagt er, \u00bbman wird ruhiger, wenn man\ndie G\u00f6tter angerufen hat.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Inde\u00df wird die Bilds\u00e4ule\nbeseelt, sein Gebet ist erh\u00f6rt. Er traut seinen Augen nicht, h\u00e4lt sich f\u00fcr\nwahnsinnig. Er h\u00f6rt Galatheens Stimme, k\u00fc\u00dft ihre Hand, \u2013 ist \u00fcberzeugt da\u00df sie\nlebt, und schlie\u00dft mit folgenden Worten: \u00bbJa, liebes herrliches Wesen,\nvollkommenstes meiner Werke, Meisterst\u00fcck der allg\u00fctigen G\u00f6tter, die dir durch\nmich diese Gestalt, auf mein Gebet dir dieses Leben gaben. \u2013 Dir verdank\u2019 ich\nmein ganzes Dasein, und in dir allein will ich k\u00fcnftig leben.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ist das noch der antike\nPygmalion? Erkennt man in dieser Composition den tiefen Sinn der alten Dichtung\nwieder, welche nichts anders, als den h\u00f6chsten Schwung der Begeisterung und des\nVertrauens der Kunst auf ihre Allmacht darstellen soll? \u2013 Rousseau hat aus dem\nblo\u00df empfindenden K\u00fcnstler, aus dem J\u00fcnglinge voll gl\u00fchender Phantasie, einen\ndenkenden r\u00e4sonnirenden Mann gemacht, der im h\u00f6chsten Taumel der Begeisterung\nnoch Besinnung beh\u00e4lt, und entz\u00fcndet vom Feuer seiner Phantasie noch kaltes\nBlut genug hat, sich selbst zu beobachten und \u00fcber sich zu r\u00e4sonniren. Lessing\nhat sehr Recht, wenn er sagt: \u00bbDer denkende K\u00fcnstler ist noch eins so viel\nwerth,\u00ab aber hierher geh\u00f6rte nicht der denkende K\u00fcnstler sondern der\nbegeisterte Schw\u00e4rmer. Denn das Ganze ist ein sch\u00f6ner Traum erhabner Schw\u00e4rmerei,\nder aber aus so leichtem Stoffe gewebt, da\u00df er bei dem ersten lichten Blicke\nder Besonnenheit verschwindet. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Aber vielleicht konnte nur\nauf diesem Wege der Stoff dramatisch werden? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Es fragt sich: ob dieser\nStoff sich \u00fcberall zur dramatischen Darstellung eigne? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Handlung des Pygmalion\ngeh\u00f6rt unter die Wunder, die an und f\u00fcr sich schon die lebhaft sinnliche\nDarstellung verschm\u00e4hen. Das wunderbare wird um so wahrscheinlicher und\nglaubhafter, je mehr die eigne Phantasie mit demselben spielen kann, und je\nweniger es durch die Sinne \u2013 deren T\u00e4uschung sich so leicht etwas in den Weg\nstellt \u2013 beschr\u00e4nkt wird. Die Wunder wollen Glauben, den die Sinne auch bei der\nvollkommensten t\u00e4uschendsten Ausf\u00fchrung anzuerkennen sich str\u00e4uben. \u2013 Nur wenn\ndie ganze Gattung des Drama so angethan ist, da\u00df der Zuschauer mit der\nErwartung des Wunderbaren hinzugeht, wie in der Zauberoper, oder wenn\nNazionalvorurtheile, beglaubigt durch das Alterthum der Zeit, das wundervolle\nunterst\u00fctzen, und in den Schutz nehmen, wenn der Dichter selbst kleine Umst\u00e4nde\nbenuzte, durch welche dem gebildeten Zuschauer es m\u00f6glich wird sich das n\u00e4her\nzu erkl\u00e4ren, was ihn \u00fcberraschte \u2013 nur dann kann die dramatische Darstellung\ndes Wunderbaren t\u00e4uschen. Dies ist der Fall bei der Geistererscheinung im\nHamlet, bei den Hexen im Makbeth, bei der Scene wo Brutus C\u00e4sars Geist sieht. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Aber findet von all dem etwas\nim Pygmalion statt? Wir werden auf die wundervolle Belebung der Statue nicht\nvorbereitet, kein Glaube an eine \u00fcbermenschliche Kraft macht sie uns\nwahrscheinlich, die G\u00f6tter welche sie bewirken, existiren auf keine Weise f\u00fcr\nuns, und handeln unbemerkbar nicht durch imposante Erscheinung, ja sogar das\nlezte was \u00fcbrig bleibt uns zu t\u00e4uschen, die in uns \u00fcbergehende Selbstt\u00e4uschung\ndes K\u00fcnstlers, ist so wie ihn Rousseau darstellt bei uns nicht m\u00f6glich, weil\nsie in ihm nicht statt findet. \u2013 Wenn Pygmalion in der h\u00f6chsten Begeisterung\ndargestellt w\u00fcrde, wie ihn die gl\u00fchendste Bewunderung und Liebe seines eignen\nWerks zu den innigsten Umarmungen des Steins, zu hei\u00dfen K\u00fcssen, die er\ndemselben immer heftiger und heftiger giebt, treibt, wie ihn der feste Glaube\nentz\u00fcckt, da\u00df eine solche Gestalt nicht leblos bleiben d\u00fcrfe, sobald das Sch\u00f6ne\ndie vollkommenste Existenz verdient, wenn er dann mit dem h\u00f6chsten Enthusiasm\nund mit dem festesten Tone der \u00dcberzeugung ausriefe: \u00bbsie lebt! \u2013 ich bin erh\u00f6rt,\n\u2013 die G\u00f6tter sind gerecht \u2013 !\u00ab \u2013 wenn die leise Bewegung einer Augenwimper, ein\nso eben merkbarer Seufzer der Bilds\u00e4ule seine \u00c4u\u00dferung bekr\u00e4ftigte, und \u2013 in\ndiesem Augenblicke der Vorhang fiele; \u2013 \u2013 dann w\u00fcrde in uns eine Ahnung von dem\n\u00fcbergehen, was den K\u00fcnstler beseelte, wir w\u00fcrden zur dramatischen T\u00e4uschung\nerhoben, aus dem Parterr auf die B\u00fchne, aus unserm Alltagsleben in die\nidealische Existenz eines Pygmalions versezt sein, und der Genu\u00df eines sch\u00f6nen\nAugenblicks, zu dem wir gern zur\u00fcckkehrten, w\u00fcrde sich auch dann noch in einer\nangenehmen Erinnerung wiederholen, wenn der Zauber der T\u00e4uschung l\u00e4ngst\nverschwunden w\u00e4re. \u2013 Aber diese T\u00e4uschung mu\u00df statt finden; sie ist die\nBedingung sine qua non. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Es fragt sich: ob das antike\nTheater einen Pygmalion hatte? Man m\u00fc\u00dfte deshalb die Titel alter Dramen\ndurchfliegen. \u2013 Doch gesezt auch es w\u00e4re der Fall, so war Pygmalion mit seiner\nhohen K\u00fcnstlerbegeisterung auf dem attischen Boden zu Hause, unter einem Volke\ndem \u00e4hnliche Empfindungen nicht fremd waren, und welches sich ihm also leichter\nnachschwingen konnte. \u2013 In unserm nordischen Klima gedeihen so k\u00fchne Bl\u00fcten des\nGenies nicht, es ist zu viel Geseztheit und Gr\u00fcndlichkeit in unserm Stoff, zu\nviel kaltes Nachdenken in unserm Blut. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Doch genug! \u2013 Es leuchtet\nein, da\u00df Pygmalion, so wie er nun einmal ist, Sensation nicht erregen kann, da\u00df\nsich im Gegentheil hohe K\u00fcnstlertalente vereinigen mu\u00dften, wenn er, nicht das t\u00e4uschende\nInteresse eines Dram\u2019s, sondern das, diesem subordinirte Vergn\u00fcgen, welches die\nAnschauung der Vereinigung seltner K\u00fcnstler gew\u00e4hrt, hervorbringen soll. \u2013 Das\nBerlinische Publikum nahm den Pygmalion nicht ohne Beifall auf, doch schien es,\nals wenn die gl\u00e4nzenden Au\u00dfenwerke des St\u00fccks, die die Aufmerksamkeit der\nmeisten von dem Hauptgegenstande ablenkten, mehr Antheil daran gehabt h\u00e4tten,\nals Ifflands Kunst. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Was diese betrift, so sind\ndie obigen Bemerkungen Resultate des Ifflandischen Spiels. Der K\u00fcnstler gab, so\nviel es Rousseaus Dichtung erlaubte, seinen eigenen Pygmalion, d. h. den\nbegeisterten Schw\u00e4rmer, der ganz von Kunstgef\u00fchl, von Stolz auf sein Werk, von\nVertrauen auf die G\u00f6tter die seinen W\u00fcnschen und Verdiensten, so lange sie\ngerecht sind, nichts abschlagen k\u00f6nnen, beseelt ist. \u2013 Um dieses Bild\nhervorzubringen, ersch\u00f6pfte Iffland die ganze Kunst seiner bewunderten\nDeklamation, und hob alle die Stellen die den Enthusiasm mahlen, mit einer K\u00fchnheit\nund Wahrheit hervor, die uns ganz zu der Stimmung hinri\u00df, in welcher allein ein\nPygmalion denkbar erscheint. Jeder Gedanke aber, der dem Schw\u00e4rmer selbst\nseinen angenehmen Traum zerst\u00f6ren konnte, wurde wie in einen Schleyer verh\u00fcllt,\nkurz, schwach, oft mit einer Beimischung der Wehmuth oder des Unwillens so\nvorgetragen, da\u00df er eben so wenig f\u00e4hig war die T\u00e4uschung des Pygmalion als\nunsre eigene aufzuheben. \u2013 Der h\u00f6chste Gipfel feuriger Begeisterung und eines\nhohen kr\u00e4ftigen Enthusiasmus war der Vortrag des Gebets, welcher seine Wirkung\nauch bei dem so gemischten Publiko nicht verfehlte, und es tief bewegte. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Indessen schien es dem\nSchreiber dieser Zeilen doch, als w\u00e4re zu dem vollen Effekt eines Melodram\u2019s\nwie dieses und einige andere, die verlohrne Deklamationskunst der Alten, die h\u00f6here\nMusik erforderlich, um mit den musikalischen Zwischens\u00e4tzen ein Ganzes zu\nbilden. Man glaubt ein k\u00fchnes freies Recitativ zu vermissen. Denn auch bei dem\nh\u00f6chsten in diesem Fache, was Neuere, und unter ihnen keiner mehr als Iffland,\nleisteten, sticht der Vortrag der Rede gegen die Begleitung der Musik ab, und\nwir kehren aus der idealischen Welt, in welche die Tonkunst uns versezte, zu\nunserem Dasein, und \u2013 wenn ich so sagen darf \u2013 in die Conversation zur\u00fcck. \u2013\nFreilich gleicht das, was man von der Deklamation der Alten wei\u00df, sch\u00f6nen\nDichtungen der Mythologie, allein es l\u00e4\u00dft sich mit Bestimmtheit f\u00fchlen, da\u00df es\nhier noch ein h\u00f6heres Etwas gebe, welches zu der idealischen Mimik und der\nbegleitenden Musik pa\u00dft. \u2013 Bei einer andern Gelegenheit mehr hiervon. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Nach einer einzigen\nVorstellung, die alle Sinne und Empfindungen besch\u00e4ftigte und hinri\u00df, wo das\nOhr selten deutlich der musikalischen Begleitung sich bewu\u00dft werden konnte, w\u00e4re\nes Unrecht \u00fcber die Musik etwas mehr zu sagen, als was der alte Ruhm Bendas\nfordern kann. \u00dcberdem ma\u00dft sich der Schreiber dieser Zeilen dar\u00fcber keine\nStimme an, und hoft inde\u00df dem feinen Kenner der Tonkunst und Bendaischen\nGeistes, Hrn. Zelter, \u00fcber dieselbe ein Wort abgewinnen zu k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die B\u00fchne war \u00e4u\u00dferst\ngeschmackvoll geziert. Pygmalions Attelier war bei aller scheinbaren Unordnung\nund \u00dcberladung pr\u00e4chtig. \u2013 Nicht umsonst hatte der K\u00fcnstler eine Leyer an sein\nRuhbett gelehnt, sie deutete den Freund der Dichtkunst, den begeisterten Sch\u00f6pfer\nin Stein an. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Stat\u00fce der Galathee,\nwurde durch Madame Eunicke, gebohrne Sch\u00fcler, vorgestellt. \u2013 Sie war sehr sch\u00f6n\ngestellt, und die Kleidung gab bis zur h\u00f6chsten T\u00e4uschung den Marmor.\nBeleidigend war es aber Gesicht und Arme nicht in gleicher Farbe, sondern in\neiner hohen Fleischfarbe vom Anfang an zu sehen. Man hatte den widrigen Anblick\neiner gemalten Stat\u00fce, und ward am Pygmalion irre, als dieser erst sp\u00e4ter nach\ndem feurigen Gebete die Farbe des Fleisches gewahr werden wollte, die man schon\nlange bemerkt hatte. \u2013 Die Sch\u00f6nheit mag Rechte haben; aber die Kunst hat sie\nauch, und \u2013 h\u00f6here. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00dcbrigens ist es vielleicht\ndie einzige wahre Stelle in Rousseaus Pygmalion, wenn Galathee die kurzen\nnaiven Worte: \u2013 Ich \u2013 nicht ich \u2013 wieder ich, \u2013 ausspricht, indem sie sich\nselbst, den Marmor einer Bilds\u00e4ule, und dann Pygmalion ber\u00fchrt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; M. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">&nbsp;<\/span><\/p><span style=\"font-size:12.0pt;font-family:&quot;Times New Roman&quot;;mso-fareast-font-family:\n&quot;Times New Roman&quot;;mso-ansi-language:DE;mso-fareast-language:DE;mso-bidi-language:\nAR-SA;mso-no-proof:yes\"><\/span>","pivot":{"theaterveranstaltung_id":8648,"zeitung_id":374}},{"id":375,"z_name":"Jahrb\u00fccher der preu\u00dfischen Monarchie","z_datum":"1798-01-01","z_nummer":"Bd. 2","z_seite":"144-152","z_autor":"Johann August Eberhard","z_text":"<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]--><p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">An den Verfasser des\nAufsatzes Pygmalion.<br>\nIn den Handb\u00fcchern der Preu\u00dfischen Monarchie unter Friedrich Wilhelm III. <br>\n1 St\u00fcck, S. 67 u. ff.<br style=\"mso-special-character:line-break\">\n<\/span><\/p><p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">H. H. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Schwerlich hat Ihre\nBeurtheilung des Pygmalion irgend einem Ihrer Leser so viel Vergn\u00fcgen gemacht,\nals mir; denn schwerlich kann Jemand in dem Grade dabey interessirt seyn, in\nwelchem ich es bin. Ich finde n\u00e4mlich durch ihre scharfsinnige Kritik dieses\nMelodramas und durch das richtige Gef\u00fchl eines so gebildeten Publikums als das\nBerlinische ein Urtheil best\u00e4tigt, das ich bereits vor mehreren Jahren, aber \u2013\nda ich noch nicht eine so entscheidende Stimme auf meiner Seite hatte \u2013 nicht\nohne Sch\u00fcchternheit gewagt habe. Ich wagte es n\u00e4mlich das ganze Melodrama f\u00fcr\neine unechte Gattung zu erkl\u00e4ren. (Siehe meine neuen vermischten Schriften\nHalle bey Gebauer 1788. 8. I. \u00dcber das Melodrama S. 1. u. ff.) Ich konnte\ndamals nur von meiner eigenen Empfindung ausgehen, und indem ich diese zu\nzergliedern versuchte: so glaubte ich in der Natur dieser Dichtungsart selbst\nGr\u00fcnde gefunden zu haben, die sie nothwendig verwerflich machen m\u00fc\u00dften. Diese\nGr\u00fcnde waren aus der Theorie der Kunst hergenommen, und so einleuchtend sie mir\nauch schienen: so verhehlte ich mir doch nicht, da\u00df sie weiter nichts als Gr\u00fcnde\nder Theorie seyen, blo\u00df durch mein eigenes Gef\u00fchl unterst\u00fctzt, das ich an der\nVorstellung eines einzelnen St\u00fcckes erprobt hatte, und da\u00df eine vollkommnere\nVorstellung, ein vortrefflicheres St\u00fcck und ein ge\u00fcbteres Gef\u00fchl leicht L\u00fcgen\nstrafen k\u00f6nne. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wie angenehm wurde ich also \u00fcberrascht,\nals ich in ihrer Kritik die Worte las: \u00bbPygmalion war eine sch\u00f6ne Erg\u00f6tzlichkeit\ndes Publikums, aber ohne dramatischen Effekt; denn die wachsende Gewi\u00dfheit, die\nWahrheit gefunden zu haben, ist die erste Belohnung des Forschens, und \u2013 was\nich vor einem Freunde derselben wohl sagen darf \u2013 die reinste. Ich konnte mir\nnun mit einer Art von Freude sagen: eine Dichtungsart, die die Dichtung eines\nRousseau, die Musik eines Benda, das Spiel eines Iflands vor Zuschauern, wie\ndie Ihrigen, nicht kann geltend machen, mu\u00df, um wenig zu sagen, sicherlich im h\u00f6chsten\nGrade verd\u00e4chtig seyn. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Diese \u00dcberzeugung hatte ich\nnun Ihnen durch Ihre Nachricht von der Wirkung des Pygmalion auf Ihrem\nNationaltheater zu verdanken; allein ich verdanke Ihnen noch mehr. Ich hatte\ndas Melodrama nur von der Seite der Disharmonie betrachtet, welche darin aus\nder Abwechselung der Musik und der prosaischen Deklamation entsteht. Ihre\nBeobachtungen f\u00fchren noch auf einen andern entscheidernden, aber mit dieser\nDisharmonie zusammenh\u00e4ngenden Gesichtspunkt. Es w\u00e4re f\u00fcr die Kunst zu w\u00fcnschen,\nda\u00df wir recht viele solche Beobachtungen von allen Seiten her \u00fcber die Wirkung\nder dramatischen Kunstwerke erhalten k\u00f6nnten, das w\u00fcrde nach und nach eine Art\nvon Experimentalpoetik bilden, und f\u00fcr die Theorie das seyn, was die Versuche f\u00fcr\ndie Naturlehre sind. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Nun dieser Gesichtspunkt ist,\nda\u00df das Drama keine T\u00e4uschung hervorbringt. So verallgemeinere ich das, was Sie\nblo\u00df vom Pygmalion sagen, und noch dazu so leise sagen, da\u00df ich nicht wei\u00df, ob\nich Ihren Dank verdiene, indem ich es laut herausspreche. Sie ahnen, da\u00df die\nGriechen vielleicht Kunstmittel besessen, und da\u00df sie einer Kunstbegeisterung f\u00e4hig\ngewesen sind, die ihrem mildern Klima eigen war. \u00bbIn unserm nordischen Klima\ngedeihen so k\u00fchne Bl\u00fcthen des Genies nicht,\u00ab sagen Sie, \u00bbes ist zu viel\nGesetztheit und Gr\u00fcndlichkeit in unserm Stoff, zu viel kaltes Nachdenken in\nunserm Blute.\u00ab Ich an meinem Theile getraue mir nicht den Grad der\nBegeisterungsf\u00e4higkeit zu bestimmen, der dazu geh\u00f6rt, um \u00fcber ein solches\nWunder, wie die Beseelung der Bilds\u00e4ule des Pygmalions, get\u00e4uscht zu werden,\neben so wenig, ob wir in unserm nordischen Klima einer solchen Begeisterung\nempf\u00e4nglich sind. Inde\u00df haben uns doch andere nicht geringere Wunder nicht\nunget\u00e4uscht gelassen, und selbst das Wunder der beseelten Bilds\u00e4ule l\u00e4\u00dft uns\nweder in Schlegels vortreflichen epischen, noch in Ramlers entz\u00fcckenden\nlyrischen Darstellung ohne warme Theilnahme. Nehmen Sie dazu das Bekenntni\u00df, \u2013\nwas freylich nur ein Versuch an meiner eigenen einzelnen Empfindung ist, den\nich gern durch recht viele fremde Versuche m\u00f6chte best\u00e4tigt oder widerlegt\nsehen \u2013 das Bekenntni\u00df, da\u00df das Melodrama Ariadne auf Naxos und Medea, welche\ndoch beide keine Wunder enthalten, mich eben so wenig ger\u00fchrt und get\u00e4uscht\nhaben, als Pygmalion. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ich mu\u00df also immer wieder\ndarauf zur\u00fcckkommen: es ist die Schuld der Gattung selbst, wenn ihre\nKunstwerke, an denen die gr\u00f6\u00dften Meister ihre vereinigten Kr\u00e4fte verschwendet\nhaben, ohne Wirkung bleiben. Zwar \u00bbist das Melodrama ein Schauspiel, dessen\nIdee in dem originellen Kopfe eines Rousseau entsprang.\u00ab Allein in diesem\noriginellen Kopfe entsprang auch die Idee von der Nachahmung der Fl\u00e4chen auf K\u00f6rpern,\nvon der sich Rousseau wundert, da\u00df man sie noch nicht versucht habe, da man\nbisher immer K\u00f6rper auf Fl\u00e4chen nachahme. Zum Gl\u00fccke mu\u00dfte diesen Vorschlag\nseine g\u00e4nzliche Unausf\u00fchrbarkeit sogleich in das Reich der Hirngespinste\nverweisen, sonst k\u00f6nnte er uns vielleicht eben so viel verungl\u00fcckte Gem\u00e4lde,\nals seine dramatische Idee verungl\u00fcckte Melodramen, veranla\u00dft haben. Die\nPhantasie des originellen Kopfes spielt mit Zusammensetzungen, aber die\nErfahrung und die Vernunft m\u00fcssen sie der Feuerprobe unterwerfen. Sind es Werke\nder Kunst: so m\u00fcssen wir diese Probe an den Herzen gef\u00fchlvoller und gebildeter\nZuschauer anstellen; z\u00fcnden sie da nicht: so m\u00fcssen wir die neue Gattung aus\ndem Verzeichnisse, das sie bereichern sollte, ausstreichen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Und da\u00df dieses das Melodrama\nnicht verm\u00f6ge, davon giebt die alles leistende Vorstellung, die Sie so ausf\u00fchrlich\nzergliedert haben, den vollst\u00e4ndigsten Beweis. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Sie sagen mit Recht: \u2013 doch\nich will Ihnen nicht mit der Wiederholung aller Ihrer eigenen Worte\nbeschwerlich fallen \u2013 Sie sagen also k\u00fcrzlich: Wenn Pygmalion in der\nBegeisterung seine sch\u00f6ne Bilds\u00e4ule beseelt glaubte, wenn wir zu der T\u00e4uschung\nerhoben w\u00fcrden, da\u00df uns eine leise Bewegung einer Augenwimper, ein unmerkbarer\nSeufzer seinen Glauben zu bekr\u00e4ftigen schiene, dann w\u00fcrde eine Ahndung von dem\nin uns \u00fcbergehen, was den K\u00fcnstler beseelte. \u2013 Aber, setzen Sie hinzu: diese T\u00e4uschung\ndarf nicht fehlen; \u00bbsie ist die Bedingung sine qua non.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Vortrefflich! Aber diese so\nunentbehrliche T\u00e4uschung, diese T\u00e4uschung, ohne die wir die Freude und den\nSchmerz des K\u00fcnstlers, seine Angst, seine Sehnsucht, sein Entz\u00fccken nicht\ntheilen k\u00f6nnen, warum fehlte sie im Pygmalion? \u2013 Weil sie in keinem Melodrama m\u00f6glich\nist. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wenn wir die Freude eines\nempfindenden Wesens theilen sollen: so m\u00fcssen wir ihre Ursach f\u00fcr wahr halten.\nHier ist die Belebung der Bilds\u00e4ule die Ursach dieser Freude. Die ist nun nicht\nwirklich beseelt, wir m\u00fcssen also etwas Falsches f\u00fcr wahr halten, das ist, wir\nm\u00fcssen get\u00e4uscht werden. F\u00fcr unser Vergn\u00fcgen und Schmerz, f\u00fcr die Empfindung \u00fcberhaupt\nist T\u00e4uschung so gut als Wahrheit. Die K\u00fcnste sollen Schein wirken, und darum\nist die T\u00e4uschung in ihrem Gebiete Alles. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Aber eben darum ist es so\nwichtig, die Natur und die Ursachen der T\u00e4uschung zu kennen. Und sollte man es\nglauben, gerade da hat man diesen Ursachen am wenigsten nachgeforscht, wo von\ndem Zauber der T\u00e4uschung alles abhh\u00e4ngt. Der Mahler hat in seiner Kunst die\nMittel, wodurch er vermittelst der Perspektiv und Haltung auf der Fl\u00e4che seiner\nLeinwand K\u00f6rper und unabsehliche Weiten hervorgehen l\u00e4\u00dft, in feste und\nbestimmte Regeln zusammengefa\u00dft; der Bildhauer wei\u00df ganz genau, wie er seinem\nleblosen Steine in dem Belvederischen Apollo soll den Schein von Leben und\nBewegung mittheilen; und der dramatische Dichter allein darf nicht wissen, wie\ner den Zuschauer zu dem Glauben an seine Wunder zwingen k\u00f6nne? Lessing hat sehr\nwahr gesagt: die Haare m\u00fcssen bei dem Anblicke eines Gespenstes auf dem ungl\u00e4ubigsten\nKopfe zu Berge stehen; aber der Virtuose mu\u00df es ihm auf die rechte Art zu\nzeigen wissen. Er hat dar\u00fcber einige vortrefliche Regeln gegeben, die aber noch\neiner Erg\u00e4nzung bed\u00fcrfen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">In dieser ganzen Theorie sind\nalso bisher noch immer nur die Regeln f\u00fcr die Sinnent\u00e4uschung aufs Reine\ngebracht, und an diese mu\u00dfte man wohl denken; denn ohne sie hat die Mahlerey\nkeine K\u00f6rper und die Bildhauerkunst keine Bewegung. Und gleichwohl bedarf die\ndramatische Kunst weit mehrerer T\u00e4uschungsmittel, als irgend eine andere; denn\nsie redet zu den Augen, wie die bildenden K\u00fcnste, und ihr Gebiet umfa\u00dft die\nGeisterwelt und die K\u00f6rperwelt, die Natur und die \u00dcbernatur. Aristoteles beschr\u00e4nkte\nsich auf die historische T\u00e4uschung, den d\u00fcrftigsten Zweig des ganzen Stammes,\nund auch dabei ging er nicht \u00fcber die leichtesten Regeln hinaus. Es giebt aber\neine Art der T\u00e4uschung, die m\u00e4chtiger ist, als alle \u00fcbrigen, ja die den Mangel\naller \u00fcbrigen ersetzen kann, und diese ist die leidenschaftliche T\u00e4uschung<a style=\"mso-footnote-id:ftn1\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" title=\"\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">*<\/span><\/a>. Shakespear spielte seine unsterblichen\nWerke auf einer B\u00fchne, deren ganze Decoration die wei\u00dfen W\u00e4nde waren, und\nNiemand vermi\u00dfte die Gem\u00e4lde des wahren Orts der Handlung, den hatte die Kunst\ndes Dichters die Einbildungskraft des Zuschauers festgezaubert. Wir glauben das\nmit dem \u00fcppigen Aufwande des Decorateurs zu zwingen, was Shakespear sich durch\ndie dramatische Kraft seiner Werke sicherer und vollkommener erringen mu\u00dfte. So\nwu\u00dfte sich die dramatische Kunst in ihrer rohen aber selbstst\u00e4ndigen Armuth H\u00fclfsquellen\nzu schaffen, die sie in der Weichlichkeit des Reichthumes von den Mitteln der\nfremden Kunst der Skenop\u00f6je erbettelt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Da\u00df die Leidenschaften den\nMenschen verblenden, da\u00df sie ihn t\u00e4uschen, diese Wahrheit ist so alt und\nbekannt, da\u00df man sich wundern mu\u00df, wie man die Kraft ihrer Blendwerke bei der\ndramatischen Kunst hat \u00fcbersehen k\u00f6nnen. Sie verblenden, indem sie die\nVernunft, ja selbst die Sinne in ihrem gesunden Zustande hindern, das\nwahrzunehmen, was ihnen noch so nahe liegt. Der Glaube, der etwas falsches f\u00fcr\nwahr halten soll, wird in seinem blinden Zufahren aufgehalten, wenn ihm die Gr\u00fcnde\ndes Falschen in die Augen leuchten. In einem leidenschaftlichen Zustande ist\ndas nicht zu besorgen, da werden die Augen des Verstandes von Vergn\u00fcgen oder\nSchmerz gebunden. Wir m\u00f6gen bei kalter Vernunft noch so viel Gr\u00fcnde haben, es\nunwahrscheinlich zu finden, da\u00df sich Menschen singend in Recitativen und Arien\nmit einander unterreden, wer denkt daran, wenn ihn die Sch\u00f6nheit des Gesanges\nentz\u00fcckt und er f\u00fcr das Schicksal einer Iphigenia oder Cora zittert? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Leidenschaft thut aber\nnoch mehr, sie verblendet uns nicht allein gegen das, was wir sehen, sie zeigt\nuns auch das, was wir nicht sehen, sie sieht was nicht vorhanden ist. So wie\nder Verliebte keinen von den Fehlern sieht, die ein jeder Unbefangener an dem\nGegenstande seiner Bewunderung wahrnimmt, so erblickt er hingegen tausend\nVollkommenheiten daran, die kein anderes Auge zu entdecken vermag. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Kunst mu\u00df also mit dem\nZauberstabe der Leidenschaft mein inneres Auge ber\u00fchren, wenn ich das, und nur\ndas sehen soll, was sie verlangt. In dem Melodrama w\u00e4re dazu das kr\u00e4ftigste\nMittel vorhanden; denn es ist zum Theil ein musikalisches Schauspiel, aber,\nungl\u00fccklicher Weise, nur zum Theil. Denn der Akteur spricht in poetischer\nProsa, der schlechtesten unter allen, und nur das Orchester t\u00f6nt in der\nidealischen Sprache und tanzt in dem sch\u00f6nern Rhythmus der Leidenschaft. Ich mu\u00df\nes Ihnen \u00fcberlassen, ob sie das, was ich von der widrigen Wirkung dieser\nungeheuren Mischung an einen andern Orte (neue vermehrte Schriften S. 109 u.\nff.) gesagt habe. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Musik kann also mit dem\nTanze ihres Rhythmus nicht in die Leidenschaft fortrei\u00dfen, zu der sie mich\nstimmen will, denn kaum hat sie mich ergriffen, so stockt sie schon und l\u00e4\u00dft\nmich fallen. Wie soll mich also das Schauspiel t\u00e4uschen, da es mich n\u00fcchtern\nund unbegeistert l\u00e4\u00dft. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Das musikalische Schauspiel t\u00e4uscht\nmich n\u00e4mlich zuf\u00f6rderst durch seinen idealisch sch\u00f6nen Ausdruck. Denn sie entz\u00fcckt\ndie Seele durch ihre \u00fcberirdischen Melodieen und Harmonieen. Dieser Zustand des\nVergn\u00fcgens macht sie aber, nicht blo\u00df willig, sondern begierig, alles zu\nglauben, ohne welches er nicht fortdauern k\u00f6nnte. Was wir w\u00fcnschen, das glauben\nwir, und welcher Sophist ist unwiderstehlicher, als der, der sich unserer W\u00fcnsche\nbem\u00e4chtigt? Wie soll also die entz\u00fcckte Seele an dem Wunder zweifeln, von\nwelchem ihr seeligster Genu\u00df abh\u00e4ngt? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Noch m\u00e4chtiger wirkt\nvielleicht die Musik durch die Allmacht ihres Rhythmus. Eine jede Leidenschaft\nhat den ihrigen, die Freude ihr Allegro, der Zorn sein Furioso, die Wehmuth ihr\nAdagio; und in diesem mu\u00df ich ihr unwillk\u00fchrlich folgen, durch diesen theilt\nsie mir die Leidenschaft mit, von der er der nat\u00fcrliche Ausdruck ist. Wie soll\naber dieser Rhythmus in dem Melodrama wirken, da er alle Augenblicke\nunterbrochen wird, wie soll er eine Leidenschaft entz\u00fcnden, die der prosaische\nAkteur, wenn sie kaum entbrannt war, schon wieder ausl\u00f6scht? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Eben so wenig, oder vielmehr\nnoch weniger, kann mir Pygmalion in dem Melodrama einen Glauben mittheilen, den\ner selbst nicht hat; denn er scheint ihn nicht zu haben. Wenn er ihn h\u00e4tte, m\u00fc\u00dfte\ner nicht in die Accorde und den Rhythmus des Orchesters einstimmen? Er mag noch\nso oft rufen: Sie lebt; ich glaube es ihm nicht, alle seine Geb\u00e4rden und\nBewegungen, womit er seinen Ausruf begleitet, \u00fcberzeugen mich nicht. Seine\nirdische, prosaische Menschensprache straft ihn L\u00fcgen. Seine Geb\u00e4rden sind\ntrunken, aber seine Sprache ist n\u00fcchtern; ich glaube seiner Sprache und lasse\nmich durch seine Ausrufungen nicht irre machen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Das Melodrama ist also ein\nSchauspiel, das lyrisch seyn soll, und es nicht ist; es sucht den Mangel der\ntragischen Kraft durch den Zauber der Musik zu ersetzen, und zerst\u00f6rt diesen\nZauber, indem es dem Gesange entsagt; es hat weder die leidenschaftliche T\u00e4uschung\ndes Trauerspiels noch der Oper. Rousseau hat die Pyramide auf die Spitze\ngestellt, und das Melodrama mit seinem Pygmalion einzuf\u00fchren versucht. Dieser\nVersuch mu\u00dfte mi\u00dflingen; denn das Sujet erforderte die Vereinigung aller T\u00e4uschungsmittel,\nund dem Melodrama fehlt es an den wirksamsten. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Halle. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">J. A. Eberhard. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">&nbsp;<\/span><\/p>\n\n<div style=\"mso-element:footnote-list\"><br clear=\"all\">\n\n<hr size=\"1\" width=\"33%\" align=\"left\">\n\n\n\n<div style=\"mso-element:footnote\" id=\"ftn1\">\n\n<p class=\"MsoFootnoteText\"><a style=\"mso-footnote-id:ftn1\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" title=\"\"><span class=\"MsoFootnoteReference\">*<\/span><\/a> <span style=\"mso-no-proof:yes\">Siehe. Philosophisches Magazin Theil 4 St\u00fcck 1. \u00dcber\ndie \u00e4sthetische T\u00e4uschung S. 40 u. ff.<\/span><\/p>\n\n<\/div>\n\n<\/div>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":8648,"zeitung_id":375}},{"id":376,"z_name":"Jahrb\u00fccher der preu\u00dfischen Monarchie","z_datum":"1798-01-01","z_nummer":"Bd. 2","z_seite":"153-168","z_autor":"Johann Friedrich Zelter mit Nachschrift von M.","z_text":"<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00dcber Rousseau\u2019s Pygmalion. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Sie verlangen etwas von mir,\nmein Freund, woran ich ohne Ihre Aufforderung nicht gedacht h\u00e4tte. Wenn Ihnen\nindessen an meiner Meinung vom Pygmalion etwas liegt; so m\u00f6gen Sie auch sehn,\nwie Sie damit zurecht kommen. Vielleicht erwarten Sie eine blo\u00dfe\nAuseinandersetzung der Bendaschen Musik; erlauben Sie mir jedoch immer, vorher\neinen Blick nach meiner Art auf das Sujet zu werfen, vielleicht da\u00df ich so\nnachher desto k\u00fcrzer seyn kann. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Zuerst gesteh ich Ihnen, da\u00df\nich diesmal mit unserm lieben Rousseau nicht sehr zufrieden bin, und eben so\nwenig scheint mir auch Ihre Erkl\u00e4rung der Mythe vollsinnig genug zu seyn. Sie\nsagen: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00bbPygmalions heisse Liebe zu\nseinem Werke lie\u00df ihn den kalten Marmor umfassen und seine K\u00fcsse und Umarmungen\nerw\u00e4rmten und beseelten die todte Gestalt.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Was hei\u00dft das? und liegt wohl\nein poetischer Sinn in dieser Umschreibung? Ich glaube: nein! Was soll uns der\nkalte todte Marmor? Meinen Sie, da\u00df ein Mann wie Ovidius umsonst l\u00fcgen werde?\ndenn das hie\u00dfe eine L\u00fcge und kein Gedicht. W\u00fcrde nicht Pygmalion eher einen\nMarmorblock haben auftreiben k\u00f6nnen, als ein so gro\u00dfes St\u00fcck Elfenbein? Fort\nmit dem Marmor! Mit dem haben wir nichts zu thun. Wer wei\u00df wie lange unser arme\nK\u00fcnstler gesonnen haben mag, um eine Materie zu finden, w\u00fcrdig seines geliebten\nIdeals, seiner Gattin, seiner G\u00f6ttinn. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Also Elfenbein, und nicht\nStein noch Stahl! nicht hart, nicht kalt, nicht todt. In dieser blo\u00dfen Wahl der\nMaterie liegt, wie mich d\u00fcnkt, eine Harmonie des S\u00fcjets, die gewi\u00df nicht m\u00fc\u00dfig,\naber von einer solchen Natur ist, f\u00fcr welche die Musik keinen Ausdruck hat. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Doch lassen Sie uns noch\nweiter in die Fabel eingehn: Ovidius klagt im Xten Buche \u00fcber die Prop\u00f6tiden, \u00fcber\ndie schamlosen Amathusischen Weiber, die die Gottheit der Venus verl\u00e4ugneten,\ndas ist: ohne Tugend und Zucht lebten. Sie zog von dannen die G\u00f6ttinn; sie\nentfloh dem Laster, und mit ihr die Liebe, die Sch\u00f6nheit, die Anmuth \u2013 die\nKunst. Und die Menschheit sank zum Thier herab und das Fleisch wurde zu Stein. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Utque pudor cessit,\nsanguisque induruit oris. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">In rigidum parvo silicem\ndiscrimine versae. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Hier finden wir Pygmalion,\nden einzigen Auserw\u00e4hlten, den Liebling der G\u00f6ttinn, den Verehrer der Tugend.\nEr sah diese Schande der Menschheit, dies endliche Schicksal des Lasters und\nblieb ehelos, aus Abscheu vor den Gebrechen solcher Weiber. Meinen Sie noch,\nPygmalion werde sich mit diesem Gef\u00fchl eine Gattinn aus diesen Steinen gebildet\noder gedacht haben? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Nach dem zu einfachen Begrif,\nwelchen Sie der Mythe unterlegen, k\u00f6nnte mancher auf den Gedanken kommen:\nPygmalion sey auf eine so gemeine Art in seine Arbeit verliebt und davon\neingenommen gewesen, als nach ihm mancher gute Mann, der nicht auf die Nachwelt\ngekommen ist. Ja, die Selbstt\u00e4uschung sey so weit gegangen, da\u00df unser n\u00e4rrische\nK\u00fcnstler sich endlich wirklich eingebildet habe, seine Puppe lebe, und die\nschadenfrohe G\u00f6ttinn habe ihn in diesem Wahne durch eine besondere Verblendung\nbest\u00e4rkt. Wie denn irgend eine alte Auslegung der Fabel wirklich sagt:\nPygmalion sey ein Weiberfeind gewesen, und zur Strafe f\u00fcr dieses Laster in\nseine eigene Stat\u00fce verliebt worden. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ovidius sagt vom Pygmalion: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Thalamique diu consorte\ncarebat. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Hierinn finde ich sogar die\nEntstehung der ersten Idee des K\u00fcnstlers. Es fehlte ihm eine Genossinn, er\nbedurfte ihrer, und fand allenthalben, wohin er sah, ein lasterhaftes Geschlecht.\n<\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wie h\u00e4tte ein tugendhafter\nMann mit solcher Frau in Frieden und Liebe leben k\u00f6nnen? So entstand in seiner\nImagination ein Bild eines vollkommenen Weibes. Seine Hand und sein\nungeduldiger Flei\u00df trugen das Bild mit feurigen Farben der Phantasie in die\nNatur \u00fcber; seine Galathea war vollendet, aber, o Jammer! es fehlte die Seele.\nAnstatt sein Ideal wieder zu finden, fand er die Beschr\u00e4nktheit menschlicher Kr\u00e4fte.\nEr wu\u00dfte wohl, da\u00df er alles gethan, und f\u00fchlte mit Schmerzen, da\u00df er an eine\nKleinigkeit gar nicht gedacht hatte, die die bildende Kraft voraussetzt, weil\nsie das Gemeinste in der Natur ist, die aber keine menschliche Gewalt schaffen\nnoch geben kann. Wie h\u00e4tte Pygmalion so wohl sagen k\u00f6nnen: Ich habe die Werke\nder G\u00f6tter \u00fcbertroffen! Venus selbst ist weniger sch\u00f6n! \u2013 Welch ein toller\nunnat\u00fcrlicher \u00dcbermuth! und wo sagt davon die Fabel ein Wort? steht nicht\nvielmehr: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Quam vivere credas <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Et si non obstet reverentia,\nvelle moveri. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wie zart und fein, wie\nbescheiden und gro\u00df ist hier alles menschliches Lob mit wahrer kindlichen\nEhrfurcht gegen die m\u00e4chtigen G\u00f6tter vereinigt? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wir m\u00fcssen uns\nschlechterdings den K\u00fcnstler hier unter andern als gemeinen Umst\u00e4nden denken.\nPygmalion war kein Mann der durch die Verkennung oder das Lob der Menge auf die\nVerehrung seiner selbst gesteigert ist. Der Dichter giebt ihn uns ganz isolirt,\nin seiner Werkstatt unter seinen Bildern und Idealen lebend, oder im Tempel in\nder Gemeinschaft mit G\u00f6ttern. Er hat keine Muster, nach denen er arbeiten kann:\nDie verdorbene ausgeartete Natur ist ihm zuwider. Er mu\u00df alles aus sich selbst\nhervorbringen; so kann die Liebe und der best\u00e4ndige Drang zu seinem bessern\nWerke nicht fehlen. Und wenn er glaubt, sichs nun recht gemacht zu haben; wenn\ner einen Augenblick f\u00fchlt, da\u00df alles geschehen sey; so fehlt immer seinem Bilde\nnoch das Beste, und endlich \u2013 alles. So ist das Bild eines wahren K\u00fcnstlers\nbeschaffen, den Ovidius lobt, und der wirklich ein h\u00f6herer Mensch seyn mu\u00df; der\nsich nicht begn\u00fcgt Knochen und Muskeln und Haare und Fleisch nachzumachen,\nsondern bem\u00fcht ist, Leben und Seele, Geist und Odem, Bewegung und Art \u00fcber sein\nWerk auszugie\u00dfen, um solches gleichsam zum Muster f\u00fcr Bewegung und Geist und\nArt aufzustellen. Ihm ist nur gelegen: die Willensmeinung der reinen Natur zu\nerforschen und ihre Zwecke deutlich zu machen; er will nur zeigen, wozu eine\nHand, ein Auge, ein Fu\u00df gut ist, und was die weise Natur alles darin verborgen\nhat, sonst w\u00e4re ja das ganze Wesen der Kunst nichts als eine leidige\nAbschreiberei. Dazu geh\u00f6rt aber offenbar der Umgang mit G\u00f6ttern, mit reinern\nWesen \u2013 mit Idealen; wor\u00fcber wir so manches Achselzucken und Kopfsch\u00fctteln\ngewahr werden, weil man glaubt, der Mensch k\u00f6nne nichts bessers seyn, als wozu\nihn hergebrachte konventionelle Verderbni\u00df nur zu oft macht. Aber es ist nicht\nso. Mag auch die Sophisterei selbst sich an Worten und Schl\u00fcssen ersch\u00f6pfen:\ndie Sonne ist da, doch sie l\u00e4\u00dft sich nicht betasten; sie giebt allen Dingen\nGestalt und Farbe, doch sie l\u00e4\u00dft sich nicht f\u00e4rben noch verstellen: \u2013 Und so\nglaube ich, da\u00df unser alter Dichter blo\u00df das nat\u00fcrliche Bild eines vollkommenen\nK\u00fcnstlers habe entwerfen wollen, der immer eifriger und anfordernder gegen sich\nselbst wird, je tiefer er in sich selbst zur\u00fccke geht, und je \u00f6fter und besser\nes ihm gelingt. Lassen Sie uns nun zu Rousseaus Drama \u00fcbergehn: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00bbEin K\u00fcnstler von gl\u00fchender\nBewunderung und Liebe f\u00fcr sein Werk entz\u00fcndet, bewegt die G\u00f6tter durch sein\nGebet, der todten kalten Masse, welcher er eine Gestalt gab die des Lebens so w\u00fcrdig\nscheint, den belebenden Odem einzuhauchen.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Diesen Sinn haben Sie aus dem\nDrama gezogen, und ich w\u00fc\u00dfte es nicht besser zu machen. Sie haben nichts\nvergessen, nichts hinzugethan; aber der ganze Sinn (lassen Sie mich das Wort\nbehalten) ist ein Nichtsinn. Wenigstens ist er es mir, ich mag daran kehren und\nwenden, wie ich will. Den todten kalten Marmor wollen wir ihm schenken,\nobgleich er einer weichern Fleisch\u00e4hnlichern Masse nicht minder bedurft h\u00e4tte\nals der Lateiner. Aber was sollen wir uns sonst bei seinem Drama denken? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ein K\u00fcnstler von Bewunderung\nund Liebe f\u00fcr sein eignes Werk entz\u00fcndet, liegt und fleht zu den G\u00f6ttern, die\ner mit dem n\u00e4mlichen Werke \u00fcbertroffen haben will, um Leben f\u00fcr dies sein\nkaltes todtes Werk? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Rousseau, sagen Sie, ist\neinen Schritt weiter gegangen. Ja wohl! das nenn\u2019 ich einen Schritt! Sein Held\nl\u00e4uft davon und l\u00e4\u00dft uns die Haut liegen. \u00dcber Natur und Kunst hinaus\ngesprengt, wei\u00df man nicht mehr wo man ist; man ist nicht mehr. Alles Verh\u00e4ltni\u00df\nzwischen Sache und Sache ist aufgehoben. Wirklichkeit ohne Wahrheit; Natur ohne\nWeisheit; Kunst ohne Zweck. Die Ordnung der Dinge ist gest\u00f6rt, zerrissen, das\nChaos ist da. Und das alles, warum? um eines Menschen willen der ein wahrer\nHeide ist, und der immer tolerant gegen die Weiber von Amathunt seyn konnte,\nohne seiner Ehre etwas zu vergeben. Wo ist hier eine Absicht oder ein Gef\u00fchl,\ndas uns den K\u00fcnstler gro\u00df und w\u00fcrdig mache? und wie l\u00e4cherlich und langweilig\nist die blo\u00dfe Bewunderung und Anbetung sein selbst? wie \u00e4rgerlich der verme\u00dfne\nTrotz der jedes Gef\u00fchl emp\u00f6rt, und die Mildigkeit der allm\u00e4chtigen G\u00f6tter\nhohnneckt? Mu\u00df es denn Bewundrung und physische Liebe f\u00fcr ein eignes Werk seyn,\nwas so einen Mann bewegen wird zu den G\u00f6ttern zu beten? Wird dieser K\u00fcnstler\nknien und bitten und beten, um etwas, das er selber machen kann? besser machen\nkann? das er l\u00e4ngst bewundert? und das selbst den G\u00f6ttern zu geben unm\u00f6glich\nseyn mu\u00df? Denn wo hat man geh\u00f6rt, da\u00df ein Narr gebetet h\u00e4tte, um erh\u00f6rt zu\nwerden? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Rousseaus Pygmalion wei\u00df also\nnicht, was er will, wie sollten wir es wissen? Seine Fehler und Gebrechen\nliegen hinter einer sch\u00f6nen Sprache verborgen, aber dadurch wird er f\u00fcr unsern\ninnern Sinn um nichts besser. Ein redender K\u00fcnstler ist schon ein verd\u00e4chtiger\nMensch. Es ist mit der Kunst wie mit dem Heldenthum: Werke und Thaten sind ihre\nSprache; wo diese nicht reden, ist alles Wortmachen eitel und langweilig. Und\ndas kann die Ursache seyn, warum wir uns nicht f\u00fcr Rousseaus Pygmalion und\nseine Sache interessiren k\u00f6nnen. Kurz, es ist ein verfehlter verbildeter\nmodernisirter Charakter, der mit Recht nicht anerkannt wird, und wenn Pygmalion\nein solcher Mann ist; so soll mein Ovidius keinen Vers \u00fcber ihn verloren haben,\ndenn seines gleichen ist allenthalben. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wir k\u00f6nnen uns hier nicht\ndaran kehren, was Rousseau im Einzelnen durch seine Sprache gut gemacht hat.\nAllerdings hat das St\u00fcck seine gro\u00dfe Tugenden, die wir ihm nicht zu rauben\nbrauchen. Wie k\u00f6nnte auch ein Mann wie Rousseau wohl etwas hervorbringen, das\ngar nicht anschauenswerth w\u00e4re? Der Anfang des Drama ist sch\u00f6n, und man findet\nwirklich einen K\u00fcnstler. Dieser sitzt in seiner Werkstatt traurig, unruhig,\nmuthlos, verloren. Seine ersten Worte sind eine bittre Kritik \u00fcber seine\nArbeit: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00bbDa ist kein Leben, keine\nSeele! Nie wird etwas daraus! C\u2019est une pierre; c\u2019est ton ouvrage! sagt er zu\nsich selbst.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Das ist kein Zeichen der\nZufriedenheit. Und doch, wenn er das Bild wieder sieht; wenn er aus der gro\u00dfen\nWelt heimkehrt in seine Klause, findet er nicht, was er verbessern soll. Genug,\nes ist kein Leben, keine Seele darin, ob es gleich weit vollkommener ist, als\ner in der schaalen weiten Welt der Menschen findet: das macht ihn unzufrieden;\ndas macht ihn aber auch schon interessant. Was soll also hier die ungl\u00fcckliche\nBewundrung sein selbst, da er best\u00e4ndig findet, da\u00df er es noch nicht ganz gut\ngemacht hat; da es noch immer nicht seinem Ideal entspricht. Was soll es denn\nhei\u00dfen, wenn Pygmalion sagt: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00bbIch habe eine G\u00f6ttinn\ngebildet; Venus selbst ist weniger sch\u00f6n; die Natur hat keine Reize wie diese;\nich habe die Werke der G\u00f6tter \u00fcbertroffen.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wie frech und wie ungezogen!\nUnd solch ein Mensch soll beten; diese unheiligen Kniee sollen die m\u00fctterlichen\nErde ber\u00fchren; dieses frevelnde Angesicht zum Aether aufblicken; ein solcher\nhat die Natur \u00fcbertroffen; sein Werk ist nat\u00fcrlicher als die Natur, aber es ist\nkein Leben darin. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Gesetzt, es w\u00e4re m\u00f6glich die\nNatur zu \u00fcbertreffen, gesetzt, es g\u00e4be einen Menschen, der mit der Erkenntni\u00df\nausger\u00fcstet w\u00e4re, sagen zu k\u00f6nnen: hier ist die reine Natur zur\u00fcckgeblieben,\nsie ist von der Kunst \u00fcbertroffen; so m\u00fc\u00dfte dieses doch aus Naturgr\u00fcnden\ndargethan werden. Es bleibt aber noch immer die Frage \u00fcbrig: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Soll die Natur \u00fcbertroffen\nwerden? darf sie es werden? darf es die Kunst wollen? Ist es nicht, die\nHauptfunction der g\u00f6ttlichen Kunst, den abschweifenden menschlichen Geist in\ndie f\u00fcr ihn so ger\u00e4umigen Schranken der Natur zur\u00fcckzuf\u00fchren? Giebt uns nicht\ndie \u00e4lteste Dichtkunst warnende Beispiele am Phaeton, am Prometheus, am Ikaros,\nam Ixion? \u2013 Dieser Mangel an poetischer Tendenz mag es seyn, was unsern gro\u00dfen\nverehrten Rousseau selbst in der Freude an seinem Werke st\u00f6rte, und weshalb er\ndas Manuscript nicht aus seinen H\u00e4nden geben wollte, bis ein junger Akteur\n(Larive) durch vieles Bitten es von ihm erhielt, und in Paris aufs Theater\nbrachte. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Totalessenz des Ganzen,\nin Absicht der dramatischen Form, stelle ich mir nun so vor: da\u00df, da Pygmalion\nmit seinem Bilde nicht zufrieden werden kann; da sein Genius mit der Vollendung\ndesselben nicht in Harmonie treten kann, so sucht er in der Natur, was die\neigene bildende Kraft nicht reichen will. Auch die Natur hat dermalen nicht,\nwas er sucht. Die verdorbene Menschheit ist ihm ein Ekel, wie er sie sieht und\nkennt. Mit diesem Gef\u00fchl wird er so oft in sich selbst zur\u00fcck gedr\u00e4ngt, bis er\nauf den Gedanken kommt: ein Weib nach seinem Bilde zu erschaffen. Seine Kunst\ngiebt ihm die Mittel. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Er erreicht seinen Zweck bis\nauf einen gewissen Grad; bis er inne wird: seinem Bilde fehle nur allein das\nphysische Leben, der menschliche Odem. Er f\u00fchlt zum ersten Male mit Schmerzen,\nda\u00df er nur ein Mensch ist, und dies Gef\u00fchl seiner Ohnmacht dr\u00fcckt ihn auf seine\nKniee nieder und pre\u00dft ihm ein gl\u00fchendes Gebet an die G\u00f6ttinn um Leben und Odem\nf\u00fcr seine Galathea aus, und wenn er es auch von dem seinigen geben m\u00fc\u00dfte. Und\nda haben wir den K\u00fcnstler, wie ihn vielleicht die Mythologie geben will. Das\nWunder ist eine Nebensache, die Erh\u00f6rung versteht sich von selbst, weil jeder\nsie dem frommen K\u00fcnstler g\u00f6nnt. \u00dcbrigens sollen Sie mich nicht daf\u00fcr ansehn,\nmein Freund, als wenn ich keine andere Vorstellungsart dieses Gedichts gelten\nlassen wolle; ob ich gleich wei\u00df, was ich sage. Der Umstand wegen des\nElfenbeins kann manchem unwichtiger scheinen als mir, vielleicht schon\ndeswegen, weil man in den \u00e4ltesten Zeiten der Griechen, Statuen von Elfenbein \u00fcber\nLebensgr\u00f6\u00dfe fand. Indessen steht nirgends geschrieben, wer der Erste gewesen,\nder von Elfenbein geschnitzt habe, und einer mu\u00df es doch gewesen seyn. Was\nhindert mich also zu glauben: unser Pygmalion sey der erste gewesen? sey auf\ndie Erfindung dieser Materie aus Nothwendigkeit und Bed\u00fcrfni\u00df gekommen, um\netwas seinem Ideal der reinen Natur gem\u00e4\u00dfes hervorzubringen, kurzum Leben und\nSeele in sein Werk zu bringen? Stelle ich mir vor da\u00df die Kunst von Ph\u00f6nizien\nnach Griechenland gekommen; stelle ich mir vor da\u00df besonders die Tyrier in\nWissenschaften und Erfindungen ber\u00fchmt gewesen; da\u00df man ihnen die Erfindung der\nBuchstaben und ihren Gebrauch beilegte; stelle ich mir endlich vor, da\u00df\nPygmalion ein Ph\u00f6nizier war, so hat meine Behauptung vielleicht eben so viel\nhistorische Wahrscheinlichkeit, als mein Elfenbein an Lebenskraft, Weichheit, W\u00e4rme,\nZartheit und Wei\u00dfe eine idealische \u00c4hnlichkeit mit der sch\u00f6nsten Natur und\ndarin den Vorzug vor dem Marmor hat. Will mir ferner jemand einwenden, da\u00df,\nnach der Fabel, Pygmalion in seine Stat\u00fce wirklich verliebt gewesen; da\u00df er sie\nauf eine kindische Art geliebkoset, geherzt; sie mit Muscheln, kleinen V\u00f6geln,\nBlumen und bunten B\u00e4llen beschenkt; sie mit Kleidern, Perlen, Ringen, Ketten\nund Edelsteinen geschm\u00fcckt; sie auf weichen kostbaren Decken zu sich auf sein\nLager gelegt; sie seine Gattinn, seine G\u00f6ttinn genannt habe; so widerspricht\ndies meiner Vorstellungsart nirgends, und best\u00e4tigt um so mehr die Meinung: da\u00df\ndemjenigen, der die Natur in ihrer Wahrheit und Einfalt darstellen will, ein\nreiner Kindersinn beiwohnen m\u00fcsse, und der Mensch nichts besseres werden k\u00f6nne,\nals was ein gutes Kind ist. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wir kommen nun auf Benda\u2019s\nMusik. Ich gestehe Ihnen, mein Freund, da\u00df ich eine heimliche Scheu vor dieser\nMaterie habe, je weniger ich Ihren Widerspruch bef\u00fcrchte. Bis hieher konnte ich\nmit Worten reden, und Sie k\u00f6nnen mich mit Worten eines Bessern belehren, wo ich\nirre. Aber wie sagt man mit Worten Dinge, wozu Raphael einen Pinsel und Bach\neine Orgel braucht? Wie sag\u2019 ich Ihnen, da\u00df in der dramatischen Form des\nPygmalion kein melodischer Geist wehe, wenn Sie aus dem Vorhergehenden nicht\nschon von selbst darauf gefallen sind? Die Musik kann Leidenschaften ausdr\u00fccken\nhelfen; sie kann Empfindungen malen; sie kann T\u00f6ne und Harmonieen angeben, die\ndem geweihten Gef\u00fchl tiefe Blicke in die Geheimnisse des menschlichen Herzens\ngew\u00e4hren. Zu allen diesen Dingen hat sie eben so kr\u00e4ftige als wunderbare\nMittel. Wie aber diese Mittel gebraucht werden m\u00fcssen, um in das vorliegende S\u00fcjet\nden warmen, verst\u00e4ndlichen, f\u00fcr das Herz wichtigen Sinn zu bringen, den die\nDichter lyrisch nennen, scheint mir selbst nach Benda\u2019s Composition, noch ein\nGeheimni\u00df geblieben zu seyn. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Lassen Sie uns annehmen: der\nCharakter unsers Drama bestehe \u00fcberhaupt in einer Art der innerlichen Unruhe,\nworin Liebe, Bewundrung, Gleichg\u00fcltigkeit, Erstaunen, Traurigkeit, Wehmuth und\nUnzufriedenheit mit einander abwechsele. Alle diese Dinge hat uns der\nvortreffliche Komponist, von Zeit zu Zeit, wie es die Worte erheischen, mit T\u00f6nen\nund Instrumenten recht geschickt auszumalen gewu\u00dft. Er hat geglaubt: die Musik\nm\u00fcsse wenig Schritt halten, oft ihr Tempo ver\u00e4ndern; bald hoch bald tief, bald\nschwer bald leichter einhergehn; hier finster und dick, dort angenehm und licht\nseyn. Dies alles seh ich in der vor mir liegenden Musik deutlich stehn, und\nwenn Sprache und Gebehrden dazu kommen, nun \u2013 so seht ihr den Mann, h\u00f6rt die\nMusik und versteht, wenn ihr deutsch k\u00f6nnt, auch seine Worte. Es bleibt nur die\nkleine Frage \u00fcbrig: Macht es einen Eindruck? und welchen? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">&nbsp;<\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Beantwortung dieser Frage\nkann ich mir billig von Ihnen erbitten. Sie haben alles gesehn und geh\u00f6rt,\nhaben eine gute von Kennern ger\u00fchmte Execution vor sich gehabt, und werden gewi\u00df\nim Allgemeinen sagen k\u00f6nnen, ob es ein guter Eindruck war. Ich will Sie nicht\nverlegen machen, ich meine es ernstlich mit unsrer Sache. Benda war ein w\u00fcrdiger\nSohn der Musen, desto eher d\u00fcrfen wir \u00fcber ihn reden. Wir haben auch eine\nNachwelt zu hoffen, die uns richten wird, also ohne Furcht zur Sache: Benda hat\ndie Worte komponirt, er hat sie gut komponirt; das ist alles was ein ehrlicher\nMann leisten kann; aber der gute Pygmalion steht noch unanger\u00fchrt im Ovidius,\nund damit basta! Mach\u2019 es besser wer da kann, und raisonnirt nicht \u00fcber den\nWillen der G\u00f6tter; nur was diese wollen ist gut. Benda hat sich vielleicht eine\nMusik zum Pygmalion gedacht, und hats versucht. Es ist ihm gegangen wie seinem\nHelden: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Il n\u2019y a point la d\u2019ame ni de\nvie; <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ce n\u2019est que de la pierre! <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u2013 Ce n\u2019est que de la musique!\nsetz\u2019 ich hinzu, und wer gern tanzt, \u2013 das Sprichwort ist wohl zu alt. Man wird\nimmer dreister, mein Freund, bis endlich der Meister kommt und einem auf die\nFinger klopft. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ich habe den Pygmalion\nvorgestern gesehn. Ich bin unzufrieden \u2013 mit mir. Ich werde ihn wieder sehn.\nMan kann irren, kann sich t\u00e4uschen, man kann betrogen werden. Iffland hat mich\nbetrogen; hat mir meine sch\u00f6ne Kritik rein weggewaschen aus meiner Seele. Ich\nerwartete meinen Pygmalion; das h\u00e4tt\u2019 ich k\u00f6nnen bleiben lassen. Ich habe einen\nandern gefunden und bin zufrieden. Ich nehme mein ganzes Gerede zur\u00fcck und so\ngeb\u2019 ichs in Ihre H\u00e4nde, machen Sie damit was Sie wollen. Die Kritiker meines\nGleichen m\u00f6gen sich daran spiegeln. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ich bin wahrhaftig warm\ngeworden; es hat mich entz\u00fcckt. Was? \u2013 wei\u00df ich nicht; genug, ich sage Ihnen\ndie Wahrheit. Ich war l\u00e4ngst \u00fcberzeugt was Illusion und Hingebung verm\u00f6gen,\njetzt glaube ich daran und schweige. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ars adeo latet arte sua.\nIffland hat den Pygmalion wirklich dramatisirt, und hat das Spiel gewonnen. Er\nhat sich so geschickt hinter der Musik zu verstecken gewu\u00dft; Er hat musicirt,\ndie Musik hat gehandelt. Ich w\u00fcrde ihn h\u00f6her achten, wenn meine Achtung eines\nZusatzes bedurft h\u00e4tte. Die Ausf\u00fchrung der Musik war trefflich und ganz: sie\nwar hinrei\u00dfend. Ich bin dem Orchester sehr nahe gewesen, ohne es zu sehn. Das\nGanze war f\u00fcr mich eine Vision, eine Erscheinung; ein entz\u00fcckender Traum, von\ndem man zur rechten Zeit erwacht, um sich nachher seiner Menschheit mit Lust\nbewu\u00dft zu seyn. Die Stellung der Galathea mag mit Sch\u00f6nheit und Anmuth um den\nPreis eifern, ich will mich darin nicht mischen: sie war g\u00f6ttlich! Vergeben Sie\nmir meine Kritik und leben Sie wohl! <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Berlin den 20ten Februar\n1798. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Zelter. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Nachschrift. Die Herausgeber\nder Jahrb\u00fccher der preu\u00dfischen Monarchie haben dem Verfasser des Aufsatzes\nPygmalion im ersten St\u00fccke dieser Zeitschrift die vorstehenden Abhandlungen des\nHrn. Professor Eberhard und des Hrn. Zelter mitgetheilt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">So sehr es ihn freut, da\u00df\nseine Worte die Aufmerksamkeit dieser M\u00e4nner, in deren einem er seinen\nehemaligen Lehrer, in dem andern seinen Freund verehrt, gewannen, so glaubt er\ndoch jetzt um so weniger hinzuf\u00fcgen zu d\u00fcrfen, da die Herausgeber durch die\nZusammenstellung dieser Abhandlungen die Sache noch mehr erl\u00e4utert haben. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Meine Absicht, bei der\nAnfertigung des Aufsatzes Pygmalion, war: darzuthun, da\u00df Pygmalion kein Sujet f\u00fcr\ndramatische Darstellung sei, da\u00df er in das Epos, das romantische Gedicht, oder\ndie Schilderung geh\u00f6re, und ihnen verbleiben m\u00fcsse. \u2013 Gegen das Monodrama im\nAllgemeinen wollte ich nicht k\u00e4mpfen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Wenn man von dem Drama den\nhohen und w\u00fcrdigen Begriff hegt, den so viele antike, und unter den modernen\nvorz\u00fcglich Shakespears Werke einfl\u00f6\u00dfen, so kann man das Mono- und Melodrama\nnicht f\u00fcr ein dramatisches Werk im hohen Sinne des Wortes gelten lassen, weil\nes weder wirken will noch kann, was ein Drama wirken soll und mu\u00df. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Eingeschr\u00e4nktheit des\nUmfangs der Handlung, die sogar von der physisch m\u00f6glichen Anstrengung des\nSchauspielers begr\u00e4nzt wird, der Mangel an Charakterzeichnung und am Spiel der\nCharaktere gegen einander, woraus die eigentlich dramatische Handlung\nhervorgeht, dulden nicht, da\u00df sie dramatisches Kunstwerk hei\u00dfen k\u00f6nnen, weil jene\ninnige Theilnahme durch sie nicht bewirkt werden kann, verm\u00f6ge deren der\nZuschauer wie entz\u00fcckt aus der ihn umgebenden Welt in die Phantasiewelt des\nDichters, der die Kunst des Schauspieles das Gewand der Wirklichkeit umh\u00fcllt,\nversetzt wird. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Inde\u00df gilt das Nachspiel auch\nf\u00fcr ein Drama. Es ist in der Gattung des witzigen was das Monodrama im\nheroischen und sentimentellen seyn soll. Dieses hat deshalb sehr bed\u00e4chtig die\nzauberische Musik in sein Interesse gezogen, die ohnerachtet sie oft\nunterbrochen wird, dennoch nicht ohne Effekt bleibt, so bald der recitirende K\u00fcnstler\nnur seine Parthieen ganz in die ihrige zu verschmelzen wei\u00df. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Man k\u00f6nnte die Monodramen\ndramatische Erscheinungen nennen, vielleicht um so richtiger, je mehr alles\ndarauf berechnet ist, die Darstellung zu einer Vision zu erheben. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Und der gute Genius der Kunst\nerhalte diese Erscheinungen auf der B\u00fchne, damit die hohere edlere Mimik nicht\nuntergehe, die lange Zeit vor dem Toben der Kraftm\u00e4nner, dem Panzergeklirr der\nRitter, und der flachen Conversation der Alltagswelt nicht zum Vorschein kommen\nkonnte. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Die Worte des gro\u00dfen Mannes\nwerden mit Recht immer bedeutend genommen; auch sein Scherz. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Ohne Zweifel finden die Leser\ndas was G\u00f6the vielleicht mehr scherzend als ernst \u00fcber das Monodrama sagt,\nnicht ungern hier. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Im Triumph der\nEmpfindsamkeit, (Band 4, S. 118) redet Andrason mit den Hoffr\u00e4ulein von den\nLaunen der Prinzessin, und sagt unter andern: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00bbEins noch, an dem sie gro\u00dfes\nVergn\u00fcgen findet, ist da\u00df sie Monodramen auff\u00fchrt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Mana. Was sind das f\u00fcr\nDinger? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Andrason. Wenn ihr Griechisch\nk\u00f6nntet, w\u00fcrdet ihr gleich wissen, da\u00df das ein Schauspiel hei\u00dft, wo nur Eine\nPerson spielt. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Cato. Mit wem spielt sie\ndenn? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Andrason. Mit sich selbst,\ndas versteht sich. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Cato. Pfui, das mu\u00df ein\nlangweilig Spiel seyn! <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Andrason. F\u00fcr den Zuschauer\nwohl. Denn eigentlich ist die Person nicht allein, sie spielt aber doch allein;\ndenn es k\u00f6nnen noch mehr Personen dabey seyn, Liebhaber, Kammerjungfern,\nNajaden, Oreaden, Hamadryaden, Ehem\u00e4nner, Hofmeister; aber eigentlich spielt\nsie f\u00fcr sich, es bleibt ein Monodrama. Es ist eben eine von den neusten\nErfindungen; es l\u00e4\u00dft sich nichts dar\u00fcber sagen. Solche Dinge finden gro\u00dfen\nBeifall. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Sora. Und das spielt sie ganz\nallein f\u00fcr sich? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Andrason. O ja! Oder, wenn\netwa Dolch oder Gift zu bringen ist \u2013 denn es geht meistens etwas bunt her \u2013\nwenn eine schreckliche Stimme aus einem Felsen oder durch\u2019s Schl\u00fcsselloch zu\nrufen hat, solche wichtige Rollen nimmt der Prinz \u00fcber sich, wenn er da ist,\noder in seiner Abwesenheit, ihr Kammerdiener, <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">ein sehr alberner Bursche;\naber das ist eins. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Mela. Wir wollen auch einmal\nso spielen. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Andrason. La\u00dft\u2019s doch gut\nseyn, und dankt Gott, da\u00df es noch nicht bis zu euch gekommen ist! Wenn ihr\nspielen wollt, so spielt zu zweien wenigstens; das ist seit dem Paradiese her\ndas \u00fcblichste und gescheuteste gewesen.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Nachher kommt Merkulo bei der\nCharakteristik seines Prinzen, die er den Damen macht (S. 136) noch einmal\ndarauf zur\u00fcck, und sagt: <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">\u00bbWir f\u00fchren aber auch die\nneusten Werke, wie man sie von der Messe bringt: Monodramen zu zwei Personen,\nDuodramen zu drei, und so weiter.\u00ab <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Sora. Wird denn auch darin\ngesungen? <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Merkulo. Ey gesungen und\ngesprochen! Eigentlich weder gesungen noch gesprochen. Es ist weder Melodie\nnoch Gesang darin, deswegen es auch manchmal Melodram genannt wird. \u2013 <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">Manum de tabula. <\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-no-proof:yes\">M. <\/span><\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":8648,"zeitung_id":376}}],"zettel":[]},{"id":7779,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion, Mn. nach Rousseau, M. von Benda","auffuehrungsdatum":"26.02.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 4","zusatzinfo":"[davor: Irrthum an allen Ecken]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-25 13:14:43","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-25 13:14:43","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7877,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion, Md. in 1 A., nach Rousseau, M. von Benda","auffuehrungsdatum":"16.05.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 6","zusatzinfo":"[davor: Der Wildfang]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-28 14:05:33","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-28 14:05:33","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":7988,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion, Mn. in 1 A. aus dem Franz\u00f6sischen des Rousseau, M. von Benda","auffuehrungsdatum":"07.08.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 9","zusatzinfo":"[davor: Die R\u00fcckkehr]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-03 17:41:39","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-03 17:41:39","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[{"id":384,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-08-01","z_nummer":"Supplement","z_seite":"279-282","z_autor":"ungez. 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August <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Pygmalion<\/span>,\nMonodrama nach <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Rousseau<\/span>, von <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Iffland<\/span>, komponirt von <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">George Benda<\/span>. Wer k\u00f6nnte, bey diesen drey\nNamen, etwas anders, als Vortreffliches erwarten? Der Dichter, der Komponist\nund der Schauspieler haben sich vertraulich die Hand geboten, der Phantasie,\ndem Herzen, den Augen und den Ohren volle Besch\u00e4ftigung zu geben. Der Text ist\nbekannt, die Musik geh\u00f6rt zu den vorz\u00fcglichsten Arbeiten unsers deutschen\nKomponisten. Herr <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Iffland<\/span> beut in der\nRolle des Pygmalion seine ganze Kunst auf, und wer k\u00f6nnte zweifeln, etwas\nVollendetes zu sehen? Er erhebt die stille Nat\u00fcrlichkeit seines Spiels zu der\nH\u00f6he eines Ideals, er zieht uns aus dem allt\u00e4glichen Kreise gew\u00f6hnlicher\nExistenz in die Sph\u00e4re der Phantasie und Leidenschaft mit sich hinauf. Seine\nDarstellung hat eben so viel Studium als Feuer, so viel Kraft als Feinheit, so\nviel Leben als Anstand, so viel Wahrheit als Grazie. Um desto mehr ist Er zu\nbewundern, um desto gr\u00f6\u00dfer ist sein wahres K\u00fcnstlerverdienst, da sein Organ,\nseine Figur, das Vorurtheil und mehreres ihm die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten in den\nWeg legen, die Er mit der Kunst eines Garricks zu \u00fcberwinden versieht.<\/p>\n\n<p style=\"text-indent:35.45pt\">Aber was vermag die gr\u00f6\u00dfte Kunst gegen den\nEindruck der Sch\u00f6nheit, der sich aller Augen und Herzen bem\u00e4chtigt, wenn\nPygmalion den blauen Vorhang unvorsichtig aufzieht, der die sch\u00f6ne, die\nidealische Galath\u00e9 barg. Er ist verlohren in diesem Augenblicke, der arme\nPygmalion! Und vereinigte der K\u00fcnstler <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Eckhofs,\nSchr\u00f6ders <\/span>und<span style=\"letter-spacing:1.0pt\"> seine eigne Kunst<\/span>,\nzeigte er uns die Naturgaben, die Talente, das Organ eines <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Brockmann<\/span> und <span style=\"letter-spacing:\n1.0pt\">Flecks<\/span> \u2014 wir wenden unwillk\u00fchrlich die Augen von der sch\u00f6nen\nKunst zur sch\u00f6neren Natur. Aber auch nur diese regelm\u00e4ssige, vollkommne und\ndoch reitzende Sch\u00f6nheit, dieser fehllose K\u00f6rperbau, dieser Madonnenblick, dies\nEnsemble der Reitze, durch das sch\u00f6nste idealische Cost\u00fcme und eine malerische\nStellung gehoben, verm\u00f6gen es, den Zuschauer, sey er auch alt und kalt, von dem\nSpiel des Herrn <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Iffland<\/span> zu dem\nAnblick der Madame <span style=\"letter-spacing:1.0pt\">Eunike<\/span>\nher\u00fcberzuziehn. Der Triumph der Kunst verwandelt sich in den Triumph der\nSch\u00f6nheit. Das Parterre verliehrt das Geh\u00f6r, indem es ganz Auge wird. Man mu\u00df\nder Vorstellung des Pygmalion beygewohnt haben, um von dem gro\u00dfen und\nallgemeinen Eindruck, den diese Galath\u00e9e machte, zu urtheilen. M\u00f6gen die Neider\nder Mad. Eunike ihr vorwerfen, da\u00df es eine stumme Rolle sey, in der sie ihr\ngr\u00f6\u00dftes Gl\u00fcck mache; welche Schauspielerin g\u00e4be nicht ihre Kunst hin, auf die\nBedingung, ohne Worte, durch ihre Pers\u00f6nlichkeit so viel wirken zu k\u00f6nnen. Es\nist \u00fcbrigens f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Theil der Zuschauer eine Wohlthat, da\u00df bald nach\nBelebung der sch\u00f6nen Galath\u00e9e, ihrem Heruntersteigen, dem Entfallen ihres Gewandes\n\u2014 der Vorhang f\u00e4llt; der Zuschauer nimmt das himmlische Bild einer Venus Urania\nund kein andres mit sich, das irdischer w\u00e4re.<\/p>\n\n<!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]-->","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7988,"zeitung_id":384}}],"zettel":[]},{"id":8012,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion","auffuehrungsdatum":"25.08.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 9","zusatzinfo":"[davor: Der kleine Matrose]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-03 18:23:32","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-03 18:23:32","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":8053,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion, Mn. in 1 A. nach dem Franz\u00f6sischen des Rousseau, M. von Benda","auffuehrungsdatum":"25.09.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 9","zusatzinfo":"[davor: Die Zwillingsbr\u00fcder]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-10 17:30:31","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-10 17:30:31","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":8079,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion, Mn. in 1 A. nach dem Franz\u00f6sischen des Rousseau, M. von Benda","auffuehrungsdatum":"19.10.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 11","zusatzinfo":"[davor: T\u00f6ffel und Dorchen]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-10-11 13:34:39","datensatz_geaendert_dat":"2009-10-11 13:34:39","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":6603,"theaterstueck_id":420,"veranstaltungsuntertitel":"Pygmalion. 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