
{"meta":{"meta-title":"Coriolan > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Coriolan > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/441","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/441","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Coriolan"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/441","text":"Coriolan"}]},"data":{"id":441,"veranstaltungstitel":"Coriolan","veranstaltungsart_id":9,"kommentar":null,"art":{"id":9,"theaterveranstaltungsart":"Trauerspiel"},"personen":[{"id":6409,"bkperson_id":4609,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":441,"bkperson_regberuf_id":6409},"person":{"id":4609,"bknachname":"Edler von Collin","bkvorname":"Heinrich Joseph","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":2785,"theaterstueck_id":441,"veranstaltungsuntertitel":"Coriolan, Trauerspiel in 5 Acten von Herrn von Collin","auffuehrungsdatum":"03.08.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"HSZ 1803, Nr. 92","zusatzinfo":"zum Erstenmale <br> zur Feier des Allerh\u00f6chsten Geburts-Festes Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs von Preu\u00dfen wird vom Direktor Iffland eine Rede gesprochen","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2006-03-06 17:24:27","datensatz_geaendert_dat":"2006-03-06 17:24:27","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":211,"z_name":"Haude- und Spenersche Zeitung","z_datum":"1803-08-06","z_nummer":"94","z_seite":"","z_autor":"ungez.","z_text":"\n Corolian, einer der gl\u00fccklichsten und tapfersten Feldherrn der R\u00f6mer, war\n (im J. 486 v. Ch. G.) aus Rom verbannt. Er ging nach Antium zu den Volskern,\n die damals die gef\u00e4hrlichsten Feinde der Republik waren, bewegte sie zum\n Kriege gegen sein Vaterland, und belagerte an ihrer Spitze Rom. Vergeblich\n stehen ihn der Senat und das Volk um Schonung an: er bestand darauf sich\n durch den Untergang der Stadt zu r\u00e4chen. Endlich zogen seine Mutter und\n seine Gattin, an der Spitze aller r\u00f6mischen Matronen zu ihm heraus: und von\n den Bitten der Erstern ger\u00fchrt, hob er die Belagerung auf, kehrte nach\n Antium zur\u00fcck und wurde nach der Behauptung der Sage, in einem Aufstande\n ermordet; nach einer andern, verbrachte er sein langes \u00fcbriges Leben in\n dunkler Ruhmlosigkeit. Bekanntlich hat Shakespear aus dieser Begebenheit ein\n Trauerspiel voll rauher, erhabener Kraft gebildet, dessen energische\n Naturwahrheit in Erstaunen setzt, ohne sch\u00f6n zu sein. Eine Vergleichung\n desselben mit Collins Ausf\u00fchrung und eine Beurtheilung der letztern, wird an\n einem andern Orte gegeben werden. Hier nur der Inhalt des St\u00fccks, und \u00fcber\n die Darstellung. \/ Der erste Akt zeigt uns Coriolans Mutter, Gattin und\n Kinder, vor dem Altar ihrer Hausg\u00f6tter, um Gl\u00fcck f\u00fcr ihn flehend, da er eben\n vor dem versammelten Volke angeklagt wird. Die Herzensergie\u00dfungen und die\n Besorgnisse, welche die beiden Frauen einander mittheilen, werden von einem\n Freund durch die Nachricht unterbrochen, Coriolans&nbsp; Feinde h\u00e4tten\n gesiegt, er sei verbannt. \u2013 Coriolan selbst erscheint und zerrei\u00dft voll\n Zorn&nbsp; die Ehrenkr\u00e4nze, die er vom Volk durch seine Siege erworben\n hatte. Inde\u00df seine Mutter und seine Gattin bald mit ihm rechten, bald mit\n ihm klagen, bringt Minutins [!], der Freund, die zweite Nachricht: das Volk\n habe geschworen, nicht eher die Waffen gegen das anr\u00fcckende Heer der Volsker\n zu ergreifen, bis Coriolan die Stadt verlassen habe. Nach einem\n schmerzvollen Abschiede eilt er fort, ohne sein Vorhaben zu verrathen. \/ Im\n zweiten Akt sieht man die feierliche Versammlung der Volskischen Feldherren\n im Lager. Sie sind uneins, wechseln bittre Reden, vorz\u00fcglich wegen\n Coriolans, dessen Gastfreund einer von ihnen ist, den ein andrer t\u00f6dtlich\n ha\u00dft, den alle f\u00fcrchten. Pl\u00f6tzlich erscheint er selbst in ihrer Mitte,\n erz\u00e4hlt sein Schicksal, erbietet sich gemeinschaftliche Sache mit ihnen\n gegen Rom zu machen. Sie \u00fcbergeben ihm den Oberbefehl \u00fcber ihr Heer, doch er\n besteht darauf, ihn mit Markus Attus zu theilen, und wird durch den Drang\n der Umst\u00e4nde gezwungen, einen ewigen Bund bis zum Tode, mit den Volskern zu\n beschw\u00f6ren. \/ Der dritte Akt f\u00fchrt uns auf den Marktplatz des schon\n eroberten Corioli. Beide Feldherren besteigen die Rednerb\u00fchne. Als\n Gesandschaft der R\u00f6mer an Coriolan, erscheint sein Freund Minutius, sein\n Erzieher Sulpitius, der oberste Pontifex, und eine Anzahl der edelsten\n R\u00f6mer. Coriolan weist Vorstellungen, Bitten und Drohungen mit H\u00e4rte und\n Stolz zur\u00fcck: und als man ihm droht, seine Mutter f\u00fcr sein Benehmen b\u00fc\u00dfen zu\n lassen, giebt er sogleich Befehl, dass das Heer gegen Rom selbst aufbrechen\n solle. \u2013 Der Pontifex versucht ihn mit den G\u00f6ttern zu schrecken: er besch\u00e4mt\n ihn. Dem Greise Sulpitius aber gl\u00fcckt es, ihn in einem einsamen Gespr\u00e4ch von\n dem Kleinlichen und Verbrecherischen seines Beginnens zu \u00fcberzeugen, aber\n als er den Eid erf\u00e4hrt, den Coriolan geleistet hat, wei\u00df er ihm keinen\n andern Ausweg vorzuschlagen, als freiwilligen Tod. \u2013 Coriolan setzt inde\u00df\n seinen Weg fort. \/ Im vierten Akt steht er vor Rom. Sein Heer ist voll\n Ungeduld, sogleich den Angriff zu bereiten: doch er, schon schwankend, schon\n wieder mit Besorgni\u00df um die Vaterstadt, befiehlt ihm zu rasten, und wartet\n ungeduldig, ob die R\u00f6mer ihm nicht eine neue Gesandschaft senden werden.\n Statt deren findet sich der Zug der R\u00f6mischen Matronen im Lager ein. Er\n l\u00e4sst nur seine Mutter und seine Gattin vor sich: er wird von dem Bitten und\n dem Z\u00fcrnen der Erstern \u00fcberw\u00e4ltigt, und verhei\u00dfet Rom zu retten. \/ Im\n f\u00fcnften Akt ist schon der Waffenstillstand geschlossen, und Coriolan\n befiehlt seinem Heere den R\u00fcckzug. Attus, der andre Feldherr, weigert sich\n dessen: er will mit seiner Abtheilung den Angriff fortsetzen; es entsteht\n ein Zwiespalt im Heer. Zwei Unterbefehlshaber des Attus bieten dem Coriolan\n an, mit ihm gemeinschaftliche Sachen zu machen, nach Hause zu ziehen. Er\n wei\u00dft sie mit Verachtung zur\u00fcck , aber sein Feind Lukumor, der bei jedem\n Anla\u00df die Volsker gegen ihn aufzuhetzen sucht, nimmt davon Gelegenheit, mit\n einer Anzahl Gleichgesinnter, ihn ermorden zu wollen. Sein Gastfreund, sein\n Legat und deren Anh\u00e4nger vertheidigen ihn, aber Coriolan h\u00e4lt sich durch den\n Anfall seines beschwornen Bundes entledigt, und - - und \u2013 ersticht sich\n selbst. \/ Das St\u00fcck hat mehrere Scenen von hoher, hinrei\u00dfender Sch\u00f6nheit,\n aber es ist wenig richtig motivirte Handlung darin; die Charaktere sind\n kraftvoll angelegt, aber nicht gut gestellt, und nicht durchaus gehalten. Es\n ist ein neuer gl\u00e4nzender Beweis von Collins Genie, das dazu berufen scheint,\n einst den h\u00f6chsten dramatischen Preis in Deutschland zu erlangen: - doch es\n l\u00e4sst kalt. \/ Gespielt wurde es fast durchgehends vortrefflich. Hr. Beschort\n zeigte, als Coriolan den st\u00fcrmischen, leidenschaftlichen Helden, dessen\n h\u00f6chste Kraft in seinem Selbstgef\u00fchl und Muthe liegt, und der das H\u00f6chste\n auszuf\u00fchren vermag, weil er Entschlossenheit genug besitzt, es zu\n unternehmen, - eben so wahr und sch\u00f6n als den kindlich f\u00fchlenden Sohn und\n den z\u00e4rtlichen Gatten. Nur widerfuhr es ihm zuweilen, wiewohl nur immer f\u00fcr\n ein Paar Zeilen, in den Conversations-Ton zu fallen. [\u2026] Die Aufnahme des\n St\u00fccks war heute lebhaft, und Herr Beschort wurde herausgerufen.<br \/>\n <br \/>\n ","pivot":{"theaterveranstaltung_id":2785,"zeitung_id":211}}],"zettel":[]},{"id":2786,"theaterstueck_id":441,"veranstaltungsuntertitel":"Coriolan","auffuehrungsdatum":"04.08.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"HSZ 1803, Nr. 93","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":"<br>","schauspieler_info":"Hr. Brockmann [aus Wien] den Senator Sulpitius","datensatz_erstellt_dat":"2008-01-30 12:25:03","datensatz_geaendert_dat":"2008-01-30 12:25:03","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[]},{"id":2789,"theaterstueck_id":441,"veranstaltungsuntertitel":"Coriolan","auffuehrungsdatum":"07.08.1803","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"HSZ 1803, Nr. 94","zusatzinfo":"Herr Brockmann [aus Wien]: den Sulpitius","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2006-03-16 16:51:46","datensatz_geaendert_dat":"2006-03-16 16:51:46","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[]}]}}