
{"meta":{"meta-title":"Verein, Der > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Verein, Der > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/475","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/475","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Verein, Der"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/475","text":"Verein, Der"}]},"data":{"id":475,"veranstaltungstitel":"Verein, Der","veranstaltungsart_id":1,"kommentar":null,"art":{"id":1,"theaterveranstaltungsart":"Schauspiel"},"personen":[],"veranstaltungen":[{"id":3164,"theaterstueck_id":475,"veranstaltungsuntertitel":"Der Verein. Schauspiel in Einem Akt","auffuehrungsdatum":"25.12.1809","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"ThZ SBBPK","zusatzinfo":"[davor: Die beiden Freunde, oder: Der Kaufmann in Lyon]","bild":null,"rollenfeld":"\n Iffland<br \/>\n Mad. B\u00f6heim<br \/>\n Hr. Bethmann<br \/>\n Hr. Unzelmann<br \/>\n Mad. Schr\u00f6ck<br \/>\n Hr. Kaselitz<br \/>\n ","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2007-05-08 16:22:33","datensatz_geaendert_dat":"2007-05-08 16:22:33","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":244,"z_name":"Vossische Zeitung","z_datum":"1809-12-28","z_nummer":"155","z_seite":"","z_autor":"ungez.","z_text":"\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\n\n<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">Am 25. Dezember ward das K\u00f6nigliche\nOperntheater mit der Oper ; Iphigenia in Aulis, Musik von Gluck, wieder\ner\u00f6ffnet. Im Nationaltheater ward an demselben Tage gegeben: Der Verein,\nSchauspiel in einem Akt, und: Die beiden Freunde, Schauspiel von Beaumarchais\nin 5 Aufz\u00fcgen. Glucks Meisterwerk ist allbekannt; der Kapellmeister Weber hat\ndie Tanzmusik zu dieser Oper komponirt, da die von Gluck hier bereits oft\ngegeben worden. Diese Musik hat Anmuth, Kraft, Eigenth\u00fcmlichkeit und Melodie.\nDas Orchester ward von ihm mit Feuer, Geschmack und Bestimmtheit gef\u00fchrt. Der\nkurze pantomimische Prolog, von Mehlmann anziehend gedichtet, von Weber\nherrlich gesetzt, welcher der Oper vorherging, der Geschmack und Reichthum in\nAnordnung der Kleidungen, Dekorationen und Aufz\u00fcge, Gesang und Spiel der\nK\u00fcnstler, das herzliche Schauspiel: Der Verein, wie man sagt, von dem Direktor\nIffland geschrieben \u2013 alles dieses hat heute nicht der Gegenstand einer n\u00e4hern\nAnzeige seyn k\u00f6nnen. \/ Unser v\u00e4terlicher K\u00f6nig, unsere geliebte K\u00f6nigin! Berlin\n\u2013 dieses gute Volk im Jubel \u00fcber den Besitz und Verein seines F\u00fcrstenhauses, -\nder vaterl\u00e4ndische Sinn der guten Brandenburger, der so herzkr\u00e4ftig sich\nausgesprochen \u2013 das K\u00f6nigliche Haus und Berlin, das ist, wovon die Rede seyn\nmu\u00df. \u2013 Wir wollen uns die hohen k\u00f6stlichen Augenblicke wieder zur\u00fcckrufen, die\nwir gelebt haben; wir wollen sie unsern Br\u00fcdern au\u00dfer Berlin mittheilen, und\nwollen des herzvollen Pulses froh seyn, der so kr\u00e4ftig die Menschen zu einem\nGel\u00fcbde verbunden hat. \/ Das Opernhaus war mit mehr als dreitausend Menschen\nangef\u00fcllt. Die wogende Masse wartete freudenvoll des K\u00f6niglichen Paares. Kurz\nvor 6 Uhr entstand eine allgemeine Stille und hielt ununterbrochen an, bis um 6\nUhr Friedrich Wilhelm und Luise, in der Mitte Ihres bl\u00fchenden zahlreichen\nHauses, erschien. Wie aus Einem Munde erscholl es: \u201eDer K\u00f6nig lebe, es lebe die\nK\u00f6nigin, Friedrich und Luise lebe!\u201c- Dieser Ruf, von Thr\u00e4nen der Freude\ngeheiligt wiederholte sich und konnte nicht enden, und drang \u00fcber den Jubelton\ndes zahlreichen Orchesters aus. Der K\u00f6nig nahm mit sichtbarer Ersch\u00fctterung das\nWillkommen seines geliebten Volkes in einer Brust auf, welche von treuer Sorge\nund hochherzigem Willen belebt ist. Sein Danken senkte sich freudig und ger\u00fchrt\nauf alle nieder, ein edler inniger Blick drang in alle R\u00e4ume umher, der gute\nv\u00e4terliche Sinn des wahrhaften F\u00fcrsten umfa\u00dfte die Segensw\u00fcnsche seiner Preu\u00dfen\nund trug sie dankend himmelw\u00e4rts. Die freudigen Bewegungen des Landesvaters\nwiederholte uns oft und bestimmt, was in seiner Brust vorgehe. Die Thr\u00e4nen\nunserer K\u00f6nigin, die im Geleit des verehrten und ehrw\u00fcrdigen Vaters, Ihrem\nGemahl zur Seite stand, sprachen beredsam aus, was Sie uns ist, was wir Ihr\nsind. Mutterliebe f\u00fcr ein treues Volk, Ausdauer, Muth, Ergebung und die\nHoffnung des besten Glaubens sahen wir im Blicke u. in den Segnungen unserer\nK\u00f6nigin. \/ Ja, wenn der Erste im Volk so gut und treu ist, wenn die Genossen\nseiner Sorge das Bild der Tugend und Religion belebt, so ist dieser Jubel des\nVolks nicht Form und Sitte, er ist ein hoher, ehrw\u00fcrdiger Vertrag der Herzen,\nGott gef\u00e4llig und Allen eine St\u00e4rkung. \/ Die lauten, \u00f6ftern Unterbrechungen des\nkleinen St\u00fccks, welches das Verdienst einer sehr regen Empfindung hat, setzten\nden Segensausruf fort, womit das K\u00f6nigl. Paar empfangen ward. \u2013 Bei einigen\nStellen, als :<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\u201e o unser Herr und wir haben\neinander die Treue heilig bewahrt,\u201c<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">und <\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\u201eunverletzt zieht die hohe\nRedlichkeit wieder unter uns ein;\u201c<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">so wie<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\u201eWir haben Augenblicke gelebt, wo\nallen alles geh\u00f6rte, <\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">Niemand wollte ein besonderes\nEigenthum haben.\u201c<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">wurden mit Entz\u00fccken und\nFreudenthr\u00e4nen jubelnd aufgenommen. \/ Berlin darf an sich glauben; denn es hat\ndie Treue seiner V\u00e4ter innig bew\u00e4hrt. Wohlthun, Milde, reger Sinn f\u00fcr den\nKummer der Mitbr\u00fcder hat die Tage der Pr\u00fcfung geheiligt. \/ Die Liebe f\u00fcr K\u00f6nig\nund K\u00f6nigin ist das Palladium, um welches wir uns mit Glauben und Muth\nversammelt haben, weil wir wissen, was sie uns sind. \u2013 Diese gro\u00dfen Gef\u00fchle\nhaben an diesen unvergleichlichen Tagen sich entladen und st\u00e4rkend mitgetheilt.\nWie mancher Vater unter uns hat heute gef\u00fchlt und gesagt:<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\u201eHerr, nun l\u00e4\u00dft Du deinen Diener in\nFrieden fahren!\u201c<\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"> Unsre S\u00f6hne werden diesen Sinn, der uns ehrt, erhalten und auf\nihre Kinder vererben. Darauf gest\u00fctzt, wallte unser K\u00f6nig in dem Thun des\nGerechten und Ihm zur Seite wandle sein Segen, die K\u00f6nigin Louise. \/ Gru\u00df und\nH\u00e4ndedruck allen biedern Preu\u00dfen; - ihre Zahl ist gro\u00df<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"> <\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":3164,"zeitung_id":244}}],"zettel":[{"id":1151,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1809-12-25","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18091225_339o.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":3164,"theaterzettel_id":1151}},{"id":1152,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1809-12-25","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18091225_340.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":3164,"theaterzettel_id":1152}}]}]}}