
{"meta":{"meta-title":"Torquato Tasso > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Torquato Tasso > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/569","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/569","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Torquato Tasso"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/569","text":"Torquato Tasso"}]},"data":{"id":569,"veranstaltungstitel":"Torquato Tasso","veranstaltungsart_id":1,"kommentar":null,"art":{"id":1,"theaterveranstaltungsart":"Schauspiel"},"personen":[{"id":6629,"bkperson_id":98,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":569,"bkperson_regberuf_id":6629},"person":{"id":98,"bknachname":"Goethe","bkvorname":"Johann Wolfgang von","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":4047,"theaterstueck_id":569,"veranstaltungsuntertitel":"Torquato Tasso. 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December, wird im K\u00f6niglichen Opernhause gegeben: Die Vestalin, lyrisches Drama in 3 Akten. Einla\u00df-Billets zu den bekannten Preisen, sind bei dem Herrn Kastellan D\u00f6lz im Opernhause zu haben","bild":null,"rollenfeld":"Hr. Beschort<br>\nMlle. Maa\u00df<br>\nMad. Bethmann<br>\nHr. Bethmann<br>\nHr. Lemm<br>\n","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2007-01-11 11:51:21","datensatz_geaendert_dat":"2007-01-11 11:51:21","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[{"id":1845,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1811-12-13","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18111213_338.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":4074,"theaterzettel_id":1845}}]},{"id":5101,"theaterstueck_id":569,"veranstaltungsuntertitel":"Torquato Tasso. Schauspiel in F\u00fcnf Akten, vom Herrn von G\u00f6the. 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Es ist die Absicht, dem Theil des Publikums, der f\u00fcr den\nFortschrittt der K\u00fcnste und des Geschmacks unter uns Sinn und Achtung hegt,\nRechenschaft von dem Fortgange einer Kunstunternehmung zu geben, die in ihrer\nArt als einzig in den Jahrb\u00fcchern unserer B\u00fchne anzusehen ist. Das Werk, von\ndem wir reden, liegt, und wenn man den Zeitpunkt unserer poetischen Litteratur\nbedenkt, in welchem es entstand, um so mehr als eine Art Wunderwerk, schon seit\nmehreren Dezennien vor den Augen der ganzen Nazion. Es war gerade dieser hohe\nGrad von einer in deutschen dramatischen Werken bis dahin ganz unbekannten\nVollendung in allen Theilen, dieser, man kann sagen, s\u00fcdliche Geist, der aus\ndem ganzen Gedichte haucht, welcher eine Zeitlang unsere an einen andern\nMaa\u00dfstab der Beurtheilung des sogenannten Dramatischen gew\u00f6hnten Landsleute, an\ndem Werke und seinem Werthe, als eines \u00e4chten Schauspiels, irre werden lie\u00df.\nWie w\u00e4re es auch m\u00f6glich gewesen, damals, als es entstand, durch die einzig\nrichtige Probe, eine Vorstellung auf der B\u00fchne selbst, dar\u00fcber auch nur die\nF\u00e4higeren der Nazion eines bessern zu belehren, damals, als noch, man mag auch\nzum Lobe einzelner sagen, was man will, ein erb\u00e4rmlicher Kom\u00f6diantismus, von\naller wahren h\u00f6hern Ansicht der Kunst entbl\u00f6\u00dft und durch schlechte Vorbilder\neines verdorbenen Geschmacks geleitet, im h\u00f6heren Schau- und Trauerspiele die\nB\u00fchne beherrschte. So hoch sich Tasso als Drama \u00fcber die Sph\u00e4re seiner\nZeitgenossen erhob, eben so hoch stand auch die Kunst es vorzustellen,\nvielleicht damals noch nicht in ihren Grundelementen erfunden, \u00fcber der Manier\nerhaben, mit welcher man jene Zeitprodukte zur Anschauung zu bringen, sich\nqu\u00e4lte und abarbeitete. Jetzt ist es zum Theil auf mehreren B\u00fchnen, den Musen\nsei Dank! etwas anders geworden. Auch <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">unsere<\/span>\nbesten Schauspieler haben sich auf eine h\u00f6here Stufe der reinen Kunstansicht\ngeschwungen und durch gl\u00fcckliche Talente unterst\u00fctzt, bei sorgf\u00e4ltigem Studium\nin den wesentlichen Theilen ihrer Kunst eine Virtuosit\u00e4t angeeignet, die, nicht\nals blo\u00dfe rohe Naturgabe, sondern als Resultat einer sorgf\u00e4ltig ge\u00fcbten und\nvollendeten Kunst, sie allein f\u00e4hig machen konnte, sich einem solchen Werk, wie\nTasso, mit gl\u00fccklichem Erfolge zu unterziehen. Was aber auch ein solches Werk,\nvon solchen K\u00fcnstlern dargestellt, dem, der das Gedicht und die Darstellenden\nzu verstehen, und mit ihnen zu denken und zu empfinden wei\u00df, f\u00fcr Gen\u00fcsse\ngew\u00e4hren kann, das haben eben sowohl die unbefangensten, als die von vornher\nbesorgtesten von denen wiederholentlich mit Entz\u00fccken gestanden, die nun zum\ndrittenmale diesem bis dahin einzigen Kunstfeste auf unserer B\u00fchne beiwohnten.\nAber freilich mu\u00df man die Weihe dazu, das hei\u00dft, das dazu n\u00f6thige Maa\u00df von\nBildung jeder Gem\u00fcthskraft, schon von Hause aus mit vor die B\u00fchne bringen und\nnicht erst erwarten, da\u00df sie von hier herab, wie durch ein magisches\nKunstst\u00fcckchen, mitgetheilt werden soll. F\u00fcr den Genu\u00df des H\u00f6chsten kann man\nnicht gebildet genug seyn. \u2013 Dem aufmerksamen Beobachter der drei Vorstellungen\ndes Tasso auf unserer B\u00fchne, ist es gewi\u00df nicht entgangen, um wie viel\nvollendeter im Ganzen und in manchem Einzelnen sich diese dritte vor den\nvorhergehenden auszeichnete. Eine gr\u00f6\u00dfere, wohlth\u00e4tige Freiheit und Sicherheit\nherrschte bei allen Darstellenden statt der ersten, an sich zwar sehr\nachtungswerthen, doch das Spiel in etwas hemmenden Scheu vor dem ernsten\nBeginnen. Ein hoher Grad von Klarheit, innerer Verbindung und Vollendung im\nGanzen und in einzelnen Rollen war die nat\u00fcrliche Folge davon. So vollkommen\nwie heute ward Alphons noch nie von Herrn <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Beschort<\/span>\ngegeben. Der Ausdruck seiner Empfindung, zum Beispiel, in der Scene nach dem\nZwiste zwischen Tasso und Antonio, wo Tasso vom F\u00fcrsten auf sein Zimmer\nverwiesen wird, und jener noch zuvor, nach R\u00fcckgabe des Degens und Lorbers,\nseiner gereizten Empfindlichkeit freien, doch edlen und so seine Wirkung auf\nden F\u00fcrsten nicht verfehlenden Lauf l\u00e4\u00dft, war dem Edelmuthe eines solchen\nF\u00fcrsten w\u00fcrdig und der beste Kommentar zu den zwar wenigen, aber seelenvollen\nWorten, die ihn der Dichter hier sagen l\u00e4\u00dft. Eben so in der darauf folgenden\nScene nach Tassos Abgang. Reiner und bezaubernder t\u00f6nte der Prinzessin Stimme\nnie in die Seele des H\u00f6rers; nie entz\u00fcckten h\u00f6her und inniger selbst aller\nM\u00e4nner Herzen die goldenen Worte von der Treue und Liebe der edlen Frauen im\nzweiten Akt, nie war Mlle. <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Maa\u00df<\/span> so\nganz Eleonore von Este, im Geist des Dichters, als im dritten. Aber auch nie\nenth\u00fcllte mit gr\u00f6\u00dferer Feinheit und bewundernsw\u00fcrdiger Kunst <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Mad. Bethmann<\/span>, als Gr\u00e4fin, die geheimsten\nFalten ihres Herzens und ihrer Gesinnung gegen Tasso als in diesem Akt. Mit\neiner Begeisterung, die aus der vollen Quelle ihres von Apoll und den Musen so\nganz erf\u00fcllten Busens, hervorstr\u00f6hmte, sprach sie in dem herrlichen\nSelbstgespr\u00e4ch ihre Hoffnungen von dem Besitze Tassos aus, Hoffnungen und\nW\u00fcnsche, die, wie selbsts\u00fcchtig sie auch in Absicht auf Tassos Verh\u00e4tni\u00df zu der\nihr befreundeten Prinzessin sein m\u00f6gen, doch von der hier alles veredelneden\nHand des gro\u00dfen Dichters eine Entschuldigung dadurch erreicht haben, da\u00df er sie\nvornehmlich aus der nach eigner Unsterblichkeit des Namens strebenden h\u00f6hern Sehnsucht\nEleonorens aufsteigen l\u00e4\u00dft. Wie herrlich paarte sich hier die Schwachheit des\nWeibes mit der Regung ihrer edlen Triebe! Wie flo\u00df alles zu einer Idealit\u00e4t\nzusammen, die uns sonst noch nie so klar geworden war. Ueberhaupt ist dieser\nAkt durch den genialen Wetteifer zwischen Mad. <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Bethmann<\/span>, Mlle. <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Maa\u00df<\/span>\nund Herrn <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Lemm<\/span>, als Antonio, vom\nersten Worte bis zum letzten Hauche des Tons, welcher den Lippen entschwebte,\nvon der ersten Bewegung bis zur letzten leisen Andeutung der Miene und des\nK\u00f6rpers und durch ungest\u00f6rten Einklang des Ganzen das Sch\u00f6nste und\nVollendeteste in edler Spach- und Mimenkunst, was Referent je auf einer B\u00fchne\ngeh\u00f6rt und gesehen hat. Gern h\u00e4tten wir den Darstellenden zum sch\u00f6nsten Lohn\nihrer Kunst die Gegenwart des gro\u00dfen, deutschen Dichters selbst gew\u00fcnscht, der\nall dies Zarte, Herrliche, Wahre, Edle und Sch\u00f6ne aus der reichen F\u00fclle seines\nGeistes in den Raum dieses Aktes zu entfalten vermogte. Er w\u00fcrde gewi\u00df nicht\nohne Freude, Beifall und Bewunderung bei dieser Darstellung seines Werkes\ngeblieben sein. \u2013 Die Rolle des Tasso ist unstreitig durch die Mannigfaltigkeit\nder Bestandtheile seines Charakters und den Wechsel der Leidenschaften, die\nschwierigste f\u00fcr die Darstellung. Ob sie je ein Schauspieler in allen Theilen\nersch\u00f6pfen wird, ersch\u00f6pfen <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">kann<\/span>,\nm\u00f6gte zweiffelhaft seyn. Aber um so mehr Dank geb\u00fchrt Herrn <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Bethmann<\/span> f\u00fcr das Studium, f\u00fcr die\nAnstrengung, die er dieser Aufgabe gewidmet hat. Sein erstes Erscheinen im\nersten Akt, seine Aeu\u00dferung nach der Aufnahme seines Dichterwerks beim F\u00fcrsten,\nder Ausdruck seiner Gef\u00fchle nach der Kr\u00f6nung mit dem Lorber, das Selbstgespr\u00e4ch\nim zweiten Akt mit der Prinzessin, sowie sein Streit mit Antonio und sein\nAbschied von Degen und Kranz, desgleichen sein Gespr\u00e4ch mit dem F\u00fcrsten im\nf\u00fcnften Akt, und die letzten Momente der Rolle schienen uns immer das\nVorz\u00fcglichste in seiner Darstellung zu seyn. Vielleicht w\u00e4re eine gewisse\nMilderung des Tons und der Akzion in den heftigsten Stellen, besonders da, wo\ndie gereizte Empfindlichkeit <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">bitter<\/span>\nwird, wohlth\u00e4tig f\u00fcr die Vollendung eines sch\u00f6nen Ganzen. \u2013 Noch m\u00fcssen wir zu\nHerrn <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Lemms<\/span> schon oben\nausgesprochenem Lobe den meisterhaften Vortrag <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">der<\/span> Stelle im ersten Akt erw\u00e4hnen, die eine Schilderung der\nVorz\u00fcge Ariostens enth\u00e4lt. Wie ohne alle Manier, ohne Zwang, ohne H\u00e4rte, ohne\nSpr\u00fcnge, aber in voller Begeisterung, wie sie Antonio f\u00e4hig ist, und in dem\nsch\u00f6nsten Wohllaut der Stimme verschmilzt sich hier alles zu dem reizend\n\u00fcppigen Gem\u00e4lde! Nicht minder trefflich und charakteristisch ward zu Ende des\nf\u00fcnften Akts die Schilderung von Tassos Unterredung mit dem Arzte gegeben.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">Es steht nicht zu erwarten, da\u00df die einsichtsvolle Direkzion\nmit der Vollendung der heiligen Dreizahl dieser Vorstellungen, die Darstellung\ndes Tasso, wie dies bei manchen andern Werken der Fall ist, f\u00fcr fraglich geschlossen\nerachten wird. Tasso ist allerdings ein Werk, mit dem man die Scheuren nicht\nf\u00fcllen kann; aber es ist eine seltene Frucht menschlichen Geistes, durch deren\nGenu\u00df sich der Geschmack f\u00fcr das Sch\u00f6ne und Edle zu bilden und sich das Gef\u00fchl\nf\u00fcr das Wahre und Rechte, und f\u00fcr Wohllaut und Harmonie in Gedanken und ihren\nFormen zu veredlen und durch deren Darstellung auf der B\u00fchne der Fortschritt in\nder Kunst sich zu regen u. zu erheben vermag. Und dies ist, wie die kl\u00fcgsten\nMenschen aller gebildeten Nazionen schon seit Jahrtausenden geurtheilt haben,\nf\u00fcr die h\u00f6here geistige Bestimmung der menschlichen Gesellschaft nicht minder\nvon sehr gro\u00dfem Werth. Man ist daher die von Zeit zu Zeit zu erneuernde\nAuff\u00fchrung des <span style=\"letter-spacing: 1pt;\">Tasso<\/span> der Ehre unserer\nLitteratur, dem Ruhme unserer B\u00fchne, dem h\u00f6heren Genusse unsers gebildeten\nPublikums, ja selbst dem Fortgange der Kunstbildung unter uns schuldig.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":5101,"zeitung_id":281}}],"zettel":[{"id":1898,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1812-02-05","file":"SBB_IIIA_yp_4824_2100_18120205_036.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":5101,"theaterzettel_id":1898}}]},{"id":5205,"theaterstueck_id":569,"veranstaltungsuntertitel":"Torquato Tasso. Schauspiel in F\u00fcnf Akten, vom Herrn von G\u00f6the. 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