
{"meta":{"meta-title":"Julius C\u00e4sar > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Julius C\u00e4sar > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/574","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/574","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Julius C\u00e4sar"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/574","text":"Julius C\u00e4sar"}]},"data":{"id":574,"veranstaltungstitel":"Julius C\u00e4sar","veranstaltungsart_id":9,"kommentar":null,"art":{"id":9,"theaterveranstaltungsart":"Trauerspiel"},"personen":[{"id":6658,"bkperson_id":117,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":574,"bkperson_regberuf_id":6658},"person":{"id":117,"bknachname":"Shakespeare","bkvorname":"William","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}},{"id":6772,"bkperson_id":568,"regberuf_id":4,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":574,"bkperson_regberuf_id":6772},"person":{"id":568,"bknachname":"Schlegel","bkvorname":"August Wilhelm","bkgeschlecht":"m","fm_personen_id":"000110","lexname":null},"beruf":{"id":4,"regberuf":"autom_Bearbeiter"}}],"veranstaltungen":[{"id":4179,"theaterstueck_id":574,"veranstaltungsuntertitel":"Julius C\u00e4sar. Ein Trauerspiel in F\u00fcnf Akten, von Shakespeare. Uebersetzt vom Herrn Professor Schlegel","auffuehrungsdatum":"27.02.1804","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"17:30","quelle":"ThZ THW","zusatzinfo":"Mit Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs allergn\u00e4digster Bewilligung zum Benefiz f\u00fcr Madame Unzelmann zum Erstenmale <br> [danach: Der Per\u00fcckenstock] <br> Heute gilt kein Abonnement <br> Billets auf ganze Logen und gesperrte Sitze sind bey Madame Unzelmann, wohnhaft in der Franz\u00f6sischen Stra\u00dfe, No. 47 zwey Treppen hoch, zu haben","bild":null,"rollenfeld":"Hr. Herdt<br>\nHr. Bethmann<br>\nHr. Mattausch<br>\nHr. Holzbecher<br>\nHr. Greibe<br>\nIffland<br>\nHr. Schwadke<br>\nHr. Kaselitz<br>\nHr. B\u00f6heim<br>\nHr. Eunike<br>\nHr. Franz<br>\nHr. Reinhard<br>\nHr. Unzelmann<br>\nHr. Gern<br>\nHr. Berger<br>\nHr. Bessel<br>\nHr. Labes<br>\nHr. Lemm<br>\nHr. Bessel d. j\u00fcng.<br>\nMad. Meyer<br>\nMad. Unzelmann<br>\nHr. Leidel<br>\nHr. Lemcke<br>\nMons. Rebenstein<br>\nHr. Benda<br>\nHr. Weitzmann<br>\nHr. R\u00fcthling<br>\nHr. Lattig<br>\n","schauspieler_info":"","datensatz_erstellt_dat":"2006-11-07 14:17:40","datensatz_geaendert_dat":"2006-11-07 14:17:40","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":234,"z_name":"Vossische Zeitung","z_datum":"1804-03-01","z_nummer":"26","z_seite":"","z_autor":"ungezeichnet","z_text":"\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Julius C\u00e4sar, von Shakspeare,\nnach Schlegels Uebersetzung, war eine Vorstellung, auf welche die Direktion\nsichtbar die gr\u00f6\u00dfte Sorgfalt verwandt hatte, der von Seiten der Schauspieler\nbedeutende Talente und Flei\u00df geweiht waren, und welche durchaus nicht wirkte.\nEine Ursache liegt darin, da\u00df man den brittischen Dichter bis auf ein paar\nKleinigkeiten ganz unver\u00e4ndert gab. Man fodert in den neuesten Zeiten, da\u00df das\nWerk gro\u00dfer Dichter nach seinen kleinsten Theilen und Nuancen auf dem Theater\nerscheinen soll. Diese Foderung beruht auf der falschen Voraussetzung, da\u00df der\nSchauspieler eigentlich nichts als ein Instrument f\u00fcr den dramatischen Dichter,\nund die theatralische Darstellung nur eine Kopie des dramatischen Gedichts seyn\nsolle. Wie dieses in seiner Vollendung da seyn k\u00f6nnte, ohne eine Spur von\njener: so wird das Theater in seiner absoluten Vollkommenheit nicht erscheinen\nk\u00f6nnen, als bis alle, welche die B\u00fchne betreten, theatralische Dichter geworden\nsind, f\u00fcr die \u00e4ussere Anschauung so produktiv, wie der dramatische f\u00fcr die\ninnere. Eine gute Schaub\u00fchne braucht das dramatische Gedicht h\u00f6chstens als\neinen Stoff, und um sich frei zu entwickeln, mu\u00df das Theater mit diesem Stoff\nganz nach Willk\u00fchr schalten k\u00f6nnen, als ob er noch gar keine Form h\u00e4tte. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Aus diesem Gesichtspunkte,\ndem Unterschiede zwischen theatralischer und dramatischer Poesie, l\u00e4\u00dft sich\nmanches auf unsern Theatern retten, wor\u00fcber das gebildete Publikum\n(allenthalben eine \u00fcberaus kleine Zahl) den Bann sprechen m\u00f6chte, z. B.\nDekorationen, Kostum. Alles, was den Sinnen aufhilft, l\u00e4\u00dft sich auf der B\u00fchne\nvertheidigen: nur mu\u00df in demselben nicht die historische Notiz, sondern das\nideale obwalten. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Allein die Hauptursache,\nwarum Shakspeare\u2019s herrliches Gedicht so gar nicht wirkte, liegt offenbar\ndarin, da\u00df die h\u00f6here Deklamationen auf unserm Theater nicht zu Hause ist. In\neinigen Arbeiten der Deutschen Dichtkunst, wo sie auch gefordert wird, bemerkt\nman dieses nicht so genau. Es wird etwas breit in denselben vom Dichter selbst\ngesprochen und durch diese rhetorische Breite wird uns manches verst\u00e4ndlich,\nwenn auch die h\u00f6here Deklamation fehlt. Allein Shakspeare greift mit wenigen\nAccenten durch die Tiefen der menschlichen Natur und hallen diese Accente nicht\nvon der B\u00fchne in das Publikum, so fehlt diesem der gro\u00dfe Zusammenhang der\nShakspearischen Schauspiele und es steht nur in einem Guckkasten mit rasch vor\u00fcbergehenden\nScenen. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Am besten wurden die beiden\nwichtigsten Rollen, Antonius und Brutus, gegeben. Als jener ist Herr Mattausch\nvorz\u00fcglicher, wie in irgend einem andern Schauspiel, auf der B\u00fchne erschienen.\nEr hat ihn mit Feuer und Anstand gegeben.In der ber\u00fchmten Scene, wo Antonius\nzum Volke redet, und C\u00e4sars Gewand, Leiche zeiget, waren die verschiedenen\nSituationen, welche Herr Mattausch nahm meisterhaft gew\u00e4hlt. Auch lie\u00df er der\nRede selbst nach ihren Wendungen Gerechtigkeit widerfahren. Inde\u00df hob er in den\nVersen <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Noch gestern h\u00e4tt\u2019 umsonst\ndem Worte C\u00e4sars <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Die Welt sich wiedersetzt:\nnun liegt er da, <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Und der Geringste neigt sich\nnicht vor ihm. die ausgezeichneten Worte nicht genug heraus. Auch sank die\neigenth\u00fcmliche Modifikation der Stimme, womit er eine Uebereilung in seiner\nAussage von C\u00e4sars Testament heuchelt, g\u00e4nzlich zur Vertraulichkeit eines Gespr\u00e4chs\nim Zimmer herab etc. In der vorhergehenden Scene, wo Antonius um die Erlaubni\u00df\nbittet, bei der Leichenfeier zu C\u00e4sars Lobe reden zu d\u00fcrfen, und er auf das\ngespannteste sp\u00e4hen mu\u00df, was Cassius dem bei Seite gezogenen Brutus \u00fcber dies\nAnliegen sagen werde, wendet Herr Mattausch ihnen den R\u00fccken und entfernt sich\nweit von ihnen. Auch die besseren Schauspieler unsers Theaters sind noch \u00fcberaus\nreich an unn\u00fctzer und gar widersinniger Bewegung. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Die gehaltvolle Oekonomie in\nder Bewegung, worin Herr Iffland gro\u00df ist, war ganz erforderlich, um die stille\nErhabenheit des Brutus zu bezeichnen. Ungemein belebend war sein Spiel in der\nfurchtbaren Nacht, wo die Verschw\u00f6rung reifte; in dem Zank mit Cassius dr\u00fcckte\nseine Stellung, etwas abgewandt von dem \u00fcbersch\u00e4umenden Gef\u00e4hrten, und voll\nzermalmender Kraft, da\u00df dies Abgewandte nicht auf Rechnung einer Furcht,\nsondern nur der Verachtung geschrieben werden konnte, die kr\u00e4ftige Zartheit des\nBrutus, welcher die Leidenschaft widrig war, vortrefflich aus. Gegen C\u00e4sars\nGeist stand er selbst wie eine geistige Erscheinung. Dagegen schien er in der\nRede des Brutus an das Volk von dem Gef\u00fchl gedr\u00fcckt zu seyn, da\u00df f\u00fcr Antonius eine\nungleich sch\u00f6nere beschieden sey? Die ganze Ansicht, welche Brutus von dem\ngeliebten C\u00e4sar hatte, wird offenbar durch die Worte desselben: \u00bbWeil C\u00e4sar\nmich liebte, wein\u2019 ich um ihn; weil er gl\u00fccklich war, freue ich mich; weil er\ntapfer war, ehr\u2019 ich ihn; aber weil er herrschs\u00fcchtig war, erschlug ich ihn.\u00ab <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"\">Diesen letzten Satz sprach\nIffland monoton mit den ersten. Er aber mu\u00df mit ehernem Griffel in das Ged\u00e4chtni\u00df\ndes Zuschauers geschrieben werden, wenn Brutus begriffen werden soll. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\nMad. Unzelmann war vortrefflich in Porcia\u2019s kleiner\nRolle, weil sie dieselbe durch keine falsche Zuthat zu heben suchte.<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify; text-indent: 34pt; line-height: 150%;\"><span style=\"font-family: Arial;\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":4179,"zeitung_id":234}}],"zettel":[{"id":3476,"created_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","updated_at":"2022-05-31T11:40:55.000000Z","datum":"1804-02-27","file":"ThHStAW_A_10419_A_18040227_362.jpg","pivot":{"theaterveranstaltung_id":4179,"theaterzettel_id":3476}}]},{"id":4207,"theaterstueck_id":574,"veranstaltungsuntertitel":"Julius C\u00e4sar","auffuehrungsdatum":"23.03.1804","auffuehrungsort":"NT S1","uhrzeit":"","quelle":"HSZ 1804, Nr. 35","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2006-10-26 20:36:51","datensatz_geaendert_dat":"2006-10-26 20:36:51","datensatz_erstellt_user":17,"datensatz_geaendert_user":17,"rezensionen":[],"zettel":[]}]}}