
{"meta":{"meta-title":"Athalia > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Athalia > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/712","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/712","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Athalia"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/712","text":"Athalia"}]},"data":{"id":712,"veranstaltungstitel":"Athalia","veranstaltungsart_id":9,"kommentar":null,"art":{"id":9,"theaterveranstaltungsart":"Trauerspiel"},"personen":[{"id":8169,"bkperson_id":5624,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":712,"bkperson_regberuf_id":8169},"person":{"id":5624,"bknachname":"Racine","bkvorname":"Jean","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}},{"id":8170,"bkperson_id":5625,"regberuf_id":8,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":712,"bkperson_regberuf_id":8170},"person":{"id":5625,"bknachname":"Schultz","bkvorname":"Johann Abraham Peter","bkgeschlecht":null,"fm_personen_id":null,"lexname":null},"beruf":{"id":8,"regberuf":"autom_Komponist"}}],"veranstaltungen":[{"id":6175,"theaterstueck_id":712,"veranstaltungsuntertitel":"Athalia. Tr. in 5 A. mit Ch\u00f6ren, v. K. M. Schulz (Neu einstudiert)","auffuehrungsdatum":"06.01.1800","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"SBBPK Ms. boruss., Quart 180","zusatzinfo":"Zum Benefiz f\u00fcr Herrn und Mde. B\u00f6heim","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2008-05-05 16:34:10","datensatz_geaendert_dat":"2008-05-05 16:34:10","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[{"id":267,"z_name":"Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmacks","z_datum":"1800-02-01","z_nummer":"","z_seite":"152-154","z_autor":"[August Ferdinand  Bernhardi]","z_text":"<b style=\"\"><o:p><\/o:p><\/b><p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\">\n\n<\/p><o:p><\/o:p><p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\">\n\n<\/p>[Die Druckfehler wurden nicht korrigiert!]<br><br>Athalia;\nTrauerspiel in f\u00fcnf Akten von <i style=\"\">Racine<\/i>,\ndie Ch\u00f6re komponirt von <i style=\"\">Schulz<\/i>.<br>Die Athalia ist\neins von den St\u00fccken des Racine, welches bei uns am bekanntesten ist; nicht\netwa, weil es den meisten innern Werth h\u00e4tte, sondern weil es durch die\nherrliche Musik auf eine ganz eigenth\u00fcmliche Art herausgehoben wird. Es sey fern\nvon uns, dies St\u00fcck weitl\u00e4ufig zu zergliedern; zu zeigen, wie hier eine\nUnwahrscheinlichkeit in der Handlung, dort ein \u00fcbertriebener Ausdruck zu finden\nsey: dies alles d\u00fcrfte bei der Tendenz, welche die Franzosen sich vorgesetzt\nhatten, sehr unbedeutende Kleinigkeit seyn, wenn nur diese Tendenz erreicht\nw\u00e4re. Aber dies ist, wo der Mangel des ganzen franz\u00f6sischen Trauerspiels liegt.\nNeben der \u00e4u\u00dfern Eleganz des Ganzen, neben ger\u00fcndeten Versen, zugespitzten\nMaximen, antithetischen Sentenzen, soll nun auch noch die Natur geh\u00f6rig\nnachgeahmt werden; eine gewisse Wahrscheinlichkeit soll erreicht, ein gewisser\nZusammenhang soll nicht au\u00dfer Acht gelassen werden; und bei einer jeden Zeile\nschl\u00e4gt eigentlich dem Franzosen das Herz, ob sie auch wohl motivirt w\u00e4re, ob\ndie B\u00fchne nicht leer bliebe, ob die Personen auch wohl ohne Ursach auftreten u.\ns. w. Mit einem Worte, der ewige Widerspruch auf der einen Seite nach\nNiedlichkiet, auf der andern nach Kraft zu streben; hier die Natur darzustellen,\ndort eine reine Poesie: dieser ist es, was alle franz\u00f6sische Trauerspiele so\nunleidlich macht. \u2013 Von Niemanden kann in dieser R\u00fccksicht der Dichter so\nlernen, als von dem Mahler; man nennt immer so gedankenlos hin dramatische Produkte\nGem\u00e4hlde, ohne andere als flache und unbestimmte Ideen dabei zu haben. Allein\nman denke der Sache nur weiter nach; man sehe nur zu, was dem Mahler Farben sind,\nwie bedingt er damit umgeht, und wie man die einzelne Farbe durch den\nZusammenhang mit andern gar nicht wieder erkennt; man sehe auf die allgemeinen\nKlassen dieser K\u00fcnstler, als Zeichner, Koloristen: und die innige Verbindung,\nin welcher beide K\u00fcnste stehen, wird gewi\u00df einleuchten. Es ist hier der Ort\nnicht, dar\u00fcber weitl\u00e4ufiger zu seyn; wir ersparen es uns bis zu einer andern\nGelegenheit, und wir wollen nur bemerken, da\u00df das ebenger\u00fcgte Voltaire in weit\nh\u00f6herem Grade treffe, als den Racine. Die schw\u00e4chste Scene des ganzen St\u00fccks\nist die dritte des dritten Akts, in welcher Mathan seinem Vertrauten, Nabal,\nentdeckt, warum er ein Anh\u00e4nger Baals sey. Welche Hebel werden angelegt, um\ndiesen Mathan auf eine nat\u00fcrliche Weise zum Hasse gegen die Juden zu bewegen! Er\nmu\u00df abgefallen, aus Ehrgeiz agbefallen seyn; und damit der Zuschauer dies erfahre,\nmu\u00df er einen Vertrauten, Nabal, haben, und damit er diesem sein innerstes Herz\n\u00f6fnen k\u00f6nne, ohne verd\u00e4chtig zu werden, mu\u00df Nabal hinzuf\u00fcgen:\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\"><span style=\"\" lang=\"EN-GB\">Pour moi, vous le s\u00e7avez, descendu\nd\u2019Isma\u00ebl<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\">Je ne sers ni\nBaal, ni le Dieu d\u2019Israel.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\">Das hei\u00dft viel\nL\u00e4rmen um einen Eierkuchen. Wenn man \u00fcbrigens die Handlung h\u00f6rt, so sollte man\ndenken, der Dichter werde diese Gelegenheit recht benutzt haben, die Heiligkeit\nder j\u00fcdischen Religion mit dem blinden Eifer der Anh\u00e4nger Baals zu\nkontrastiren, und ein recht lebhaftes Gem\u00e4hlde beider Religionen zu liefern;\nallein nichts von alle dem. Alles ist so schlecht hintereinander gestellt, und\ndie Personen unterscheiden sich kaum von einander in ihren Phrasen. Uebrigens\nh\u00e4tte doch der Uebersetzer den Nahmen Jehovah nicht so schlechthin von den\nJuden aussprechen lassen sollen; bekannterma\u00dfen nannten sie ihn mit diesem\nNahmen gar nicht, und Racine geht dieser Benennung geflissentlich aus dem Wege.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\">Die klassische\nVollendung der Ch\u00f6re ist anerkannt, und daher hier \u00fcber diese nur wenige Worte.\nWenn die Rede davon ist, f\u00fcr eine charakteristische Musik mit der Simplicit\u00e4t,\nwie sie der Religion zukommt, und mit Ausdruck und Feuer, wie beide dem Dienste\nGottes geb\u00fchren, ein Beispiel aufzufinden, so ist es in der That schwer, eine\nandere als die gegenw\u00e4rtige zu nennen, welche alle diese Eigenschaften im\nh\u00f6chsten Grade in sich schlie\u00dft. Der ruhige Gang derselben, die kunstlose\nAbwechselung, und die Bedeutenheit des Einzelnen, m\u00fcssen den Liebhaber bei der\nersten Anh\u00f6rung entz\u00fccken, wie sie dem Kenner Stoff zum Nachdenken und\nernsthaftem Studio gew\u00e4hren.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\">Mit der\nmimischen Darstellung konnten wir nicht zufrieden seyn. Madame Meyer und Herr\nFleck lieferten recht gute Einzelnheiten; wir vermi\u00dften aber jenes geistige\nBand, welches sie in ein Ganzes kn\u00fcpfen mu\u00df. Besonders mi\u00dffiel uns, wegen der\nUebertreibung und Unbedeutenheit zugleich, die Vaticination und der Schlu\u00df des\nSt\u00fccks. Nichts ist in franz\u00f6sischen St\u00fccken so gef\u00e4hrlich, als der Ausdruck\nhoher Leidenschaft, wegen des Schwebens zwischen Grazie und Charakter, welches\nf\u00fcr die Darstellung wesentlich ist. Ein wenig zu viel von diesem auf Kosten\njener giebt \u00fcberall einen Mi\u00dflaut, nirgend aber st\u00e4rker, als in der franz\u00f6sischen\nTrag\u00f6die, deren h\u00f6chtes Gesetz die mimische Politesse ist.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-indent: 35.45pt; line-height: 150%;\"><br><o:p><\/o:p><\/p>\n\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":6175,"zeitung_id":267}}],"zettel":[]},{"id":6176,"theaterstueck_id":712,"veranstaltungsuntertitel":"Athalia","auffuehrungsdatum":"10.01.1800","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"SBBPK Ms. boruss., Quart 180","zusatzinfo":"","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2008-05-05 16:47:30","datensatz_geaendert_dat":"2008-05-05 16:47:30","datensatz_erstellt_user":4,"datensatz_geaendert_user":4,"rezensionen":[],"zettel":[]}]}}