
{"meta":{"meta-title":"Komet, Der > Nationaltheater von A-Z","meta-description":"Komet, Der > Nationaltheater von A-Z","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/806","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/nationaltheater\/theaterstueck\/806","zitat":{"bereich":"Nationaltheater","bearbeitet":" (bearbeitet von Klaus Gerlach)","titel":"Komet, Der"},"breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater","text":"Nationaltheater"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/nationaltheater\/theaterstueck\/806","text":"Komet, Der"}]},"data":{"id":806,"veranstaltungstitel":"Komet, Der","veranstaltungsart_id":12,"kommentar":null,"art":{"id":12,"theaterveranstaltungsart":"Posse"},"personen":[{"id":189,"bkperson_id":550,"regberuf_id":2,"updated_at":null,"pivot":{"theaterstueck_id":806,"bkperson_regberuf_id":189},"person":{"id":550,"bknachname":"Iffland","bkvorname":"August Wilhelm","bkgeschlecht":"m","fm_personen_id":"000086","lexname":null},"beruf":{"id":2,"regberuf":"autom_Autor"}}],"veranstaltungen":[{"id":7782,"theaterstueck_id":806,"veranstaltungsuntertitel":"Der Komet, P. in 1 A.","auffuehrungsdatum":"28.02.1798","auffuehrungsort":"NT","uhrzeit":"","quelle":"BAZ 1798, 4","zusatzinfo":"[davor: Die Tochter der Natur]","bild":null,"rollenfeld":null,"schauspieler_info":null,"datensatz_erstellt_dat":"2009-09-25 13:19:41","datensatz_geaendert_dat":"2009-09-25 13:19:41","datensatz_erstellt_user":25,"datensatz_geaendert_user":25,"rezensionen":[{"id":363,"z_name":"Neue Berlinische Dramaturgie","z_datum":"1798-05-21","z_nummer":"15 [undatiert]","z_seite":"225-226","z_autor":"ungez.","z_text":"Am 28sten Februar wurde eine Posse in einem Akt, der Komet genannt, auf die B\u00fchne gebracht. Der Komet, dessen Erscheinung von Paris aus angek\u00fcndigt und dessen, unsre Erde zerst\u00f6rende, Ann\u00e4herung, der Vorhersagung des ber\u00fchmten Lalande f\u00e4lschlich zugeschrieben wurde, setzte hier manchen Leichtgl\u00e4ubigen in Furcht und Schrecken. Gro\u00df mag inde\u00df die Anzahl dieser Gl\u00e4ubigen, selbst unter der niedrigsten Volksklasse nicht gewesen sein; die meisten glaubten, \u2014 aber zitterten nicht; sie dachten freilich wohl, der Teufel kann sein Spiel haben, ein Komet ist nicht zu verachten, der j\u00fcngste Tag mu\u00df doch endlich einmal kommen, heut so gut als morgen, aber bis die Gefahr vor der Th\u00fcre ist, bis wir die Feuers\u00e4ule vor Augen sehen und die Posaune h\u00f6ren, wollen wir unsern lieben Herrgott sorgen lassen und unbek\u00fcmmert \u2014 Kottbu\u00dfer trinken und Mariage dazu spielen. Gleichwohl war der Einfall nicht \u00fcbel, \u00fcber eine Thorheit dieser Art \u00f6ffentlich die Geissel des Spottes zu schwingen; die B\u00fchne ist dazu der rechte Ort und die Kom\u00f6die oder noch eigentlicher die Posse, die schickliche Form. Nur ein Aristophanes, der die Geissel zu schwingen versteht, nur ein Publikum, das ein Ohr f\u00fcr \u00e4chten Witz hat! und vielleicht findet sich das leztre, wenn der erstre erscheint. Der unbekannte Verfasser der obengenannten Posse hat uns in der ersten H\u00e4lfte derselben angenehm unterhalten, in der zweiten war er aber zu \u00e4ngstlich, zu anhaltend bem\u00fcht, die Charlatanerie der Hauptfigur, die er in diesem St\u00fccke auftreten l\u00e4\u00dft, in ihrer unsinnigen Leerheit und Albernheit darzustellen; der Herr Chirurgus trieb sein Wesen zu lang und zu weitl\u00e4uftig, dozirte zu viel und zu eint\u00f6nig, erm\u00fcdete, statt zu unterhalten. Das est modus in rebus w\u00fcrde auch der \u00fcppigsten Laune, dem schwelgendsten Witz hier anzurathen gewesen sein.\n\u00dcbrigens wollte der Verfasser dieser kleinen Posse vielleicht nichts mehr und nichts weniger als ein \u2014 Gelegenheitsst\u00fcck liefern, darinn einem und dem andern unter den Zuschauern ein bekanntes Individuum vor Augen f\u00fchren, diesen und jenen an Nachbarn und Bekannten in der wirklichen Welt wahrgenommenen Zug, diese und jene Thorheit treu kopiren und so mit der Wirkung zufrieden zu sein, die Gruppen von Portraits aus dem gemeinen Leben machen und machen k\u00f6nnen. Und dieser Zweck wurde besonders in der ersten H\u00e4lfte des St\u00fccks durch die vortrefliche Darstellung des Hrn Ifland vollkommen erreicht und w\u00fcrde auch durchgehends vielleicht nicht schw\u00e4cher erreicht sein, wenn alle Schauspieler, welche in dieser Posse auftraten, ihre Rollen eben so frappant karakterisirt, wie Herr Ifland, und das Karakteristische mit eben der Sicherheit und Laune durchgef\u00fchrt h\u00e4tten.\n","pivot":{"theaterveranstaltung_id":7782,"zeitung_id":363}}],"zettel":[]}]}}