
{"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3257","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3257","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3257","text":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck"}]},"data":{"id":3257,"zusatz_id":3257,"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3257","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3257"},"title":"Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck","nachname":"Delbr\u00fcck","vorname":"Johann Friedrich Gottlieb","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"22.08.1768","geburtsort":"Magdeburg","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"04.06.1830","sterbeort":"Zeitz","sterbeland":null,"berufe":["Publizist","Theologe","P\u00e4dagoge"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/4\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde der Humanit\u00e4t (Humanit\u00e4tsgesellschaft) (gegr\u00fcndet: 10.01.1797 aufgel\u00f6st: 28.12.1861)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/23\" class=\"link-hover text-primary\">Gesetzlose Gesellschaft (Nr. 2) (gegr\u00fcndet: 04.11.1809)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/24\" class=\"link-hover text-primary\">Griechische Gesellschaft (Graeca) (gegr\u00fcndet: 1804)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/22\" class=\"link-hover text-primary\">Gesetzlose Gesellschaft (Nr. 1) (gegr\u00fcndet: 08.03.1806 aufgel\u00f6st: 1914)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/27\" class=\"link-hover text-primary\">Philomatische Gesellschaft (gegr\u00fcndet: 16.10.1800)<\/a>"],"bekanntschaften":{"1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4861\" class=\"link-hover text-primary\">Anastasius Ludwig Mencken (Diplomat, Geh. Kabinettsrat)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/577\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Daniel Wilhelm Otto Uhden (Jurist, Altertumsforscher)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n <div><b>1768<\/b><br><span class=\"person\"><\/span><!--<div-->Johann Friedrich Gottlieb wird am 22.8. in Magdeburg geboren. Er stammt aus dem bekannten Theologen- und Juristen-Geschlecht.<br><br>\n<\/div>\n<div><b>1787 bis 1790<\/b> <br>\nStudium der evangelischen\nTheologie, Philologie und Philosophie in Halle. Besuch des philologischen Seminars von Friedrich\nAugust Wolf, bei dem er promoviert.<br><br>\n<\/div>\n<div><b>1789\u20131790<\/b><br>\nAutor\nund Herausgeber der <i style=\"\">\"Magdeburgischen\ngemeinn\u00fctzigen Bl\u00e4tter<\/i>\".<\/div>\n<div><b><br>1790<\/b><br>\nR\u00fcckkehr nach Magdeburg, arbeitet als Lehrer am Gymnasium der Altstadt.<br>\n<\/div>\n<div><b><br>1791\u201393<\/b><br>\nAutor\nund Herausgeber des <i style=\"\">\"Patriotischen\nArchivs f\u00fcr das Herzogthum Magdeburg<\/i>\".\n <\/div>\n<div><div><b><br>1792 <\/b><br>\nRektor des Magdeburger P\u00e4dagogiums.<\/div>\n <div><b><br>1800-1809 <\/b><br>\nErzieher des sp\u00e4teren K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm IV. und Kaiser\n Wilhelms I. Seine Tagebuchaufzeichnungen werden 1907 u.d.T. \"Die Jugend des K\u00f6nigs\n Friedrich Wilhelm IV. von Preu\u00dfen und des Kaisers und K\u00f6nigs Wilhelm I.,\n Tagebuchbl\u00e4tter ihres Erziehers\" ver\u00f6ffentlicht.<\/div><div><b><br>1806<\/b><\/div><div>Eintritt in die \"Philomatische Gesellschaft\".<br><\/div>\n <div><b><br>1809\/10<\/b><br>\nErnennung zum Geheimen\nRegierungsrat mit lebenslanger Pension.<br>\n<\/div>\n<div><b><br>1811<\/b><br>\nDie \"<i>Ansichten der Gem\u00fcthswelt<\/i>\" erscheinen.<br>\n<\/div>\n<div><b><br>1811-1813 <\/b><br>\nDelbr\u00fcck unternimmt eine\nausgedehnte Reise durch Frankreich, Italien und die Schweiz. In der Schweiz\nh\u00e4lt er sich l\u00e4ngere Zeit in Iferten bei Pestalozzi auf.<br>\n<\/div>\n<div><b><br>1815<\/b><br>\nHeirat mit Emilie\nMeckelnburg.\n<\/div>\n\n\n<div><b><br>1816<\/b><br>\nDie <i>\"Predigten mit Hinsicht auf den kirchlichen Zeitgeist und die Geschichte des Vaterlandes<\/i>\"&nbsp; erscheinen bei Nicolai in Berlin.\n<\/div>\n\n\n\n <div><b><br>1817 <\/b><br>\nStiftssuperintendent zu Zeitz.<\/div>\n<div><b><br>1830<\/b><br>\nDelbr\u00fcck stirbt am 4.6. in Zeitz.<br>\n<\/div>\n\n\n<table border=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody><tr><td width=\"76%\"><div class=\"1Titel\">\n    <\/div><div><br><\/div>\n<\/td>\n    <td width=\"24%\">\n      <div><br><\/div>\n<\/td>\n  <\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n\n<div class=\"3Text\">----------------------------<\/div>\n<div class=\"3Text\"><b>Delbr\u00fcck, Johann <i style=\"\">Friedrich\n      <\/i>Gottlieb<\/b>, <span style=\"font-weight: normal;\">Dr. phil., Dr. theol.\n      h.c.<br>\n      <\/span>geb. 22.08.1768 Magdeburg,<br>\n\n      gest. 04.07.1830 Zeitz,<br>\n\n      Lehrer, Schulrektor, Prinzenerzieher, Superintendent.<\/div>\n<div class=\"3Text\">Der \u00e4lteste Sohn des Ratsherrn Friedrich Heinrich D. besuchte\nwie seine Br\u00fcder <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1214.htm\" target=\"_top\"> Ferdinand D.<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1461.htm\" target=\"_top\">\nGottlieb D.<\/a> die Magdeburger Domschule unter <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1106.htm\" target=\"_top\">\nGottfried Benedict Funk<\/a> und studierte danach von 1787 bis 1790 evangelische\nTheologie, Philologie und Philosophie in Halle. Wichtig war f\u00fcr ihn w\u00e4hrend\ndes Studiums vor allem der Besuch des philologischen Seminars von Friedrich\nAugust Wolf, bei dem er promovierte. 1790 kehrte D. nach Magdeburg zur\u00fcck und\narbeitete zun\u00e4chst als Lehrer am Gymnasium der Altstadt.1792 wechselte er in\ngleicher Funktion an das Magdeburger P\u00e4dagogium am Kloster Unser Lieben Frauen.\nSchon wenige Wochen sp\u00e4ter ernannte ihn dessen Propst <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1273.htm\" target=\"_top\">\nGotthilf Sebastian R\u00f6tger<\/a> zum Rektor. Neben der gewissenhaften Organisation der\nSchule galt D.s p\u00e4dagogische Vorliebe der Philologie. Er verfa\u00dfte mehrere\nSchriften zu didaktisch-methodischen Fragen des Sprachunterrichts. D. hatte gro\u00dfen\nAnteil an der Etablierung des wissenschaftlichen Buchh\u00e4ndlers und Verlegers <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1483.htm\" target=\"_top\">\nGeorg Christian Keil<\/a>, mit dem er zusammen 1796 das Privileg f\u00fcr\neine neuzugr\u00fcndende Verlagsbuchhandlung in Magdeburg erhielt. Auch als Autor\nund Herausgeber der <i style=\"\">Magdeburgischen\ngemeinn\u00fctzigen Bl\u00e4tter<\/i> (1789\u20131790) und des <i style=\"\">Patriotischen\nArchivs f\u00fcr das Herzogthum Magdeburg<\/i> (1791\u201393), das u. a. erstmalig\nBerichte \u00fcber Magdeburger B\u00fchnenauff\u00fchrungen brachte, trug er zur Belebung\ndes literarischen Lebens der Stadt bei. 1800 berief ihn der preu\u00dfische Hof zum\nErzieher des Kronprinzen, des sp\u00e4teren K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm IV. 1801 \u00fcbernahm\ner auch die Erziehung des sp\u00e4teren Kaisers Wilhelm I. Ausschlaggebend f\u00fcr die\nWahl D.s als Erzieher war das Votum von August Hermann Niemeyer aus Halle, in\ndessen Haus er w\u00e4hrend des Studiums gewohnt hatte. Die f\u00fcr D. sehr angenehme\nZeit am preu\u00dfischen Hof \u2013 die k\u00f6nigliche Familie befand sich 1806 bis 1809\nin Memel und K\u00f6nigsberg \u2013 wurde 1809\/10 beendet, als man ihn, zum Geheimen\nRegierungsrat mit lebenslanger Pension bef\u00f6rdert, von seinen Aufgaben entband.\nOffenbar fand damit sein Bestreben, die Prinzen zu wissenschaftlich und \u00e4sthetisch\ngebildeten und moralisch guten B\u00fcrgern zu erziehen, an den Erfordernissen der\nPolitik seine Grenzen. Daraufhin kehrte er nach Magdeburg zur\u00fcck und brachte\nhier seine als Hauptwerk anzusehenden \u201cAnsichten der Gem\u00fcthswelt\u201d (1811),\neine Summe seiner p\u00e4dagogischen Erfahrungen in Magdeburg und Berlin, bei <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1235.htm\" target=\"_top\">\nWilhelm von Heinrichshofen<\/a> zum Druck. Zwischen 1811 und 1813 unternahm er eine\nausgedehnte Reise durch Frankreich, Italien und die Schweiz. In der Schweiz\nhielt er sich l\u00e4ngere Zeit in Iferten bei Pestalozzi auf. Als der Feldzug gegen\nNapoleon begann, verlie\u00df D. Iferten und arbeitete in b\u00f6hmischen Lazaretten.\nVon dort gelangte er nach Berlin und war als Prediger und Lehrer an der\nLuisenstiftung t\u00e4tig. Dort lernte er auch seine sp\u00e4tere Frau Emilie\nMeckelnburg kennen. Aus der 1815 geschlossenen Ehe ging u. a. der Sohn Rudolf\nMartin Friedrich (geadelt 1896), der sp\u00e4tere preu\u00dfische Staatsminister und\nerste Pr\u00e4sident des Bundeskanzleramtes des Norddeutschen Bundes, hervor. Im Juni\n1817 \u00fcbernahm D. die Superintendentur Naumburg-Zeitz und siedelte nach Zeitz \u00fcber.\nDort galt sein besonderes Interesse der Verbesserung des Schulwesens, wobei er\ndie Ideen und Erfahrungen Pestalozzis ber\u00fccksichtigte. Die Kontakte nach Berlin\nund Magdeburg bestanden fort. Bis zu seinem Tode stand er in einem sehr engen\nVerh\u00e4ltnis zu seinen ehemaligen Z\u00f6glingen Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I.\nBeide lie\u00dfen ihm in Zeitz durch <a href=\"http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/0413.htm\" target=\"_top\"> Karl\nFriedrich Schinkel<\/a> ein Grabmal errichten, das erhalten geblieben ist. Das Archiv\nder Familie D. befindet sich seit 1999 als Depositum im Kunstmuseum Kloster\nUnser Lieben Frauen in Magdeburg.<\/div>\n\n<div class=\"4Kleindruck\"><b style=\"\">Werke:<\/b>\nAristotelis Ethicorum Nicomacheorum adumbratio ad nostrae philosophiae rationem\nfacta, Diss. Halle 1790; Darstellung meiner Methode beym philologischen\nUnterrichte in der ersten Classe des P\u00e4dagogiums, in: Jb. des P\u00e4dagogiums zu\nLieben Frauen in Magdeburg, 1794, <i style=\"\">1\u201360<\/i>;\nDeutsche sinnverwandte Woerter, verglichen in Hinsicht auf Sprache, Seelenlehre\nund Moral, 1796; Georg Schuster (Hg.), Die Jugend des K\u00f6nigs Friedrich\nWilhelm IV. von Preu\u00dfen und des Kaisers und K\u00f6nigs Wilhelm I.,\nTagebuchbl\u00e4tter\nihres Erziehers F. D. 1800\u20131809 (3 Bde), 1907 (<b style=\"\"><i style=\"\">B<\/i><\/b>).<\/div>\n\n<div class=\"4Kleindruck\"><b style=\"\">Literatur:<\/b>\nNeuer Nekr 8, 1832, <i style=\"\">543ff<\/i>.; Ersch\/Gruber,\nAllgemeine Encyklop\u00e4die der Wissenschaften und K\u00fcnste, Sektion A, Bd. 23, <i style=\"\">362\u2013364<\/i>;\nAus der Vergangenheit der Familie D., 1901; Martin Wiehle,\n\u00dcber die Magdeburger Familie D., in: Matthias Puhle\/Renate Hagedorn\n(Hg.), Zwischen Kanzel und Katheder. Das Magdeburger Liebfrauenkloster\nvom 17. bis 20. Jahrhundert, 1998, <i style=\"\">71\u201375<\/i>.<\/div>\n<div>\n<\/div>\n\n <div>Quelle: http:\/\/www.uni-magdeburg.de\/mbl\/Biografien\/1100.htm<br>\n<\/div>\n <div>----------------------------<br>\nLiteratur:<br>\n<\/div>\n <div>(Quelle: DBE, S. 475)<br>\nNDB Bd. 3, S. 579*<br>\nGeorg Schuster (Hrsg.): <i>Die Jugend des K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm IV.\nvon Preu\u00dfen und des Kaisers und K\u00f6nigs Wilhelm I. Denkw\u00fcrdigkeiten\nihres Erziehers Friedrich Delbr\u00fcck.<\/i> in: Monumenta Germaniae paedagogica, Bde. 36, 37 und 40, Hoffmann, Berlin 1906ff.<br>\n<\/div>\n<\/div>","genealogie":"Sohn: Staatsmann Rudolf von Delbr\u00fcck","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5264\" class=\"link-hover text-primary\">Gedicke und Delbr\u00fcck<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5278\" class=\"link-hover text-primary\">Gef\u00fchle des Schmerzes und der Trauer am Begr\u00e4bni\u00dftage des ... Joh. Friedr. Gottlieb Delbr\u00fcck des hochverehrten Ephorus des Gymnasiums zu Zeitz : Zeitz, den 7. Juli 1830<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5279\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Delbr\u00fcck: Theologe u. P\u00e4dagoge<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["P\u00e4dagogik"],"institution":["K\u00f6nigliche Familie"],"ort":[],"verein":["Gesetzlose Gesellschaft (Nr. 1)","Gesetzlose Gesellschaft (Nr. 2) ab 1809\/10","Humanit\u00e4tsgesellschaft","Philomatische Gesellschaft","Griechische Gesellschaft (Graeca)"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}