
{"meta":{"meta-title":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser < Personen","meta-description":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3353","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3353","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3353","text":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser"}]},"data":{"id":3353,"zusatz_id":3353,"meta":{"meta-title":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser < Personen","meta-description":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3353","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3353"},"title":"Christian Heinrich Eustachius Stobwasser","nachname":"Stobwasser","vorname":"Christian Heinrich Eustachius","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"1780","geburtsort":"Braunschweig","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"1849","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":{"1":"Zeichner","2":"Unternehmer"},"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/55\" class=\"link-hover text-primary\">Sing-Academie (gegr\u00fcndet: 24.05.1791)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/57\" class=\"link-hover text-primary\">Zeltersche Liedertafel (gegr\u00fcndet: 1808)<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n Sch\u00fcler von Karl Wilhelm Wach (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1834:769).<br><br><b>1830<br><\/b>Am 13. M\u00e4rz Ernennung zum akademischen K\u00fcnster der Berliner Akademie der K\u00fcnste (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1830:V).<br><br><b>1834<br><\/b>Bei der Berliner Akademieausstellung wird ein lebensgro\u00dfes Brustbild gezeigt, das Stobwasser mit schwarzer Kreide angefertigt hatte (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, 2. Bd. 1834:769).<br><br>Christian Heinrich, der \u00e4lteste Sohn des Braunschweiger\n Lackkunstmanufakturisten Johann Heinrich Stobwasser, erhielt seine Erziehung\n und Bildung in herrnhuterischen Einrichtungen \u2013 in der Knabenanstalt in\n Kleinwelka, Oberlausitz, und im P\u00e4dagogium in Barby, Sachsen. 1797 gab er\n seine urspr\u00fcngliche Bestimmung zum Geistlichen auf und trat im Fr\u00fchling des\n Jahres zur Ausbildung in das Unternehmen seines Vaters in Braunschweig ein.\n Von 1799 bis 1801\/02 wurde er von diesem zum Aufbau der zwei Jahre zuvor von\n seinem Schwager Jean Guerin (gest. 1806) \u00fcbernommenen Filiale in Berlin\n hinzugezogen und kehrte anschlie\u00dfend mit dem Vater nach Braunschweig zur\u00fcck.\n In der folgenden Zeit bewegte sich Stobwasser, der am 15. Juli 1808 Julie Natorp, die\n Tochter eines Berliner Bankprokuristen und sp\u00e4teren Stadtrats geheiratet\n hatte und daraufhin vom Vater zum Teilhaber gemacht wurde, best\u00e4ndig\n zwischen Braunschweig und Berlin hin und her. Den Tod des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers\n des Berliner Werks, Jacob Martin Heinrich Ehlers, im Jahr 1818 nahm er zum\n Anla\u00df, dorthin umzuziehen. Seitdem war Berlin die Zentrale beider Betriebe;\n die Filiale begann nun das Mutterhaus im Umfang der Produktion zu\n \u00fcberfl\u00fcgeln. Der Sitz der Firma blieb die Wilhelmstra\u00dfe 98; in den 20er\n Jahren wurde das Nachbargrundst\u00fcck, Nr. 99 hinzugekauft. Den Laden, den der\n Vater 1800 Unter der Stechbahn eingerichtet hatte, verlegte Christian\n Heinrich im ersten oder zweiten Jahrzehnt des Jahrhunderts in das Haus Unter\n den Linden 32.\n <p class=\"MsoNormal\">Die Eindr\u00fccke, die Stobwasser bei seinem ersten\n Aufenthalt in Berlin seit 1799 von der dortigen Wirtschaft erhielt,\n beschrieb er selbst als erhebliche Erweiterung seines vom v\u00e4terlichen\n Betrieb in Braunschweig bestimmten Horizontes: \u201eIn dem neuen, vielfach\n bewegten Gesch\u00e4ftsleben\u201c Berlins habe er sich \u201ebald zu einem t\u00fcchtigen\n Gesch\u00e4ftsmann\u201c gebildet (Die merkw\u00fcrdigsten Begebenheiten 1830, S. 59).\n Durch die Lektionen einer zweimonatigen Studienreise 1804 nach England, dem\n Musterland des Fabrikwesens, sei er dann \u201ein den ersten Rang [s]einer\n industriellen Mitarbeiter\u201c gelangt (Heimgang 1849). Dies beinhaltete\n insbesondere die Aneignung der Prinzipien des fr\u00fchliberalistischen\n Wirtschaftssystems, welches den Merkantilismus abl\u00f6ste, der seines Vaters\n Verh\u00e4ltnis zur Regierung bestimmt hatte.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\">Zur Zeit Christian Heinrichs breitete sich der Ruf des\n Namens Stobwasser nach England und Frankreich aus. Eine bedeutende\n Erweiterung erfuhr das Sortiment durch die Aufnahme verschiedener Typen von\n Lampen, an deren technischer Verbesserung Stobwasser selbst erfolgreich\n arbeitete, was ihm den Beinamen \u201aErleuchter des Zeitalters\u2019 einbrachte. Das\n Firmenprofil blieb indessen dasselbe wie zuvor; gegen\u00fcber den Produkten der\n Konkurrenz zeichneten sich Stobwassersche Fabrikate in der Regel durch eine\n h\u00f6here G\u00fcte von Material und Verarbeitung, sowie durch h\u00f6here k\u00fcnstlerische\n Vollendung aus.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\">Stobwasser selbst besa\u00df k\u00fcnstlerisches Talent. Dieses\n bildete er zwar nicht systematisch aus, doch gen\u00fcgten seine Fertigkeiten,\n die Formen der Mehrzahl seiner Werksprodukte in einem zeitgem\u00e4\u00dfen\n Klassizismus selbst zu entwerfen. Auch stammt von seiner Hand eine\n eindringliche Bleistiftzeichnung seines Vaters auf dem Sterbebett\n (St\u00e4dtisches Museum Braunschweig).<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\">Stobwasser war Mitglied des preu\u00dfischen Gewerbevereins\n und der Singakademie. In seinen sp\u00e4teren Jahren schlo\u00df er sich den\n Herrnhutern an und war Inhaber verschiedener kirchlicher Ehren\u00e4mter. Die\n Fabrik \u00fcbernahm nach seinem Tod sein Sohn Gustav (1816-1898 [?]), der\n bereits seit 1845 Teilhaber war.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\">Wiederholt Studien- und Gesch\u00e4ftsreisen nach England\n und Frankreich.<\/p>\n <p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n <p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\" align=\"right\">Reimar F.\n Lacher<br>\n <\/p><o:p><\/o:p> <br>\n\n <p class=\"MsoNormal\">Quellen: Heinrich Weber: Der vaterl\u00e4ndische\n Gewerbsfreund. Ein Leitfaden zur Kenntni\u00df der industriellen Gesch\u00e4ftigkeit\n im Preu\u00dfischen Staate. Berlin\/Leipzig 1820, 2. Heft;<br>Leopold Freiherr von\n Zedlitz: Neuestes Conversations-Handbuch f\u00fcr Berlin und Potsdam. Berlin\n 1834;<br>Heimgang des Herrn Christian Heinrich Stobwasser, Secretair der\n preu\u00dfischen Haupt-Bibelgesellschaft. Berlin 1849<\/p><p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"font-size: 11pt;\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><br>\n <\/span><\/p>\n ","genealogie":"Ehefrau: Julie geb. Natorp, Eheschlie\u00dfung am 15. Juli 1808","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5704\" class=\"link-hover text-primary\">Stobwasser<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/7883\" class=\"link-hover text-primary\">Heimgang des Herrn Christian Heinrich Stobwasser, Secretair der Preu\u00dfischen Haupt-Bibelgesellschaft<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Wirtschaft"],"institution":[],"ort":[],"verein":["Zeltersche Liedertafel  ","Sing-Academie  "],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}