
{"meta":{"meta-title":"Heinrich Ludwig Dohna < Personen","meta-description":"Heinrich Ludwig Dohna < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3791","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3791","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Heinrich Ludwig Dohna"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3791","text":"Heinrich Ludwig Dohna"}]},"data":{"id":3791,"zusatz_id":3791,"meta":{"meta-title":"Heinrich Ludwig Dohna < Personen","meta-description":"Heinrich Ludwig Dohna < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3791","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3791"},"title":"Heinrich Ludwig Dohna","nachname":"Dohna","vorname":"Heinrich Ludwig","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"Graf","adelspraedikat":"zu","geburtsdatum":"22.10.1772","geburtsort":"Fulneck","geburtsland":"England","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"09.11.1833","sterbeort":"Herrnhuth","sterbeland":null,"berufe":["Referendarius","Forstrat"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/4\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde der Humanit\u00e4t (Humanit\u00e4tsgesellschaft) (gegr\u00fcndet: 10.01.1797 aufgel\u00f6st: 28.12.1861)<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1772<\/b><br>\nHeinrich Ludwig wird am 22. Oktober in Fulneck\/England, einem Br\u00fcdergemeindeort,\n geboren.<br>\n <br>\n <b>1777<\/b><br>am 4. M\u00e4rz Tod des Vaters in Bath\/England.<br>\n\nHeinrich Ludwig geht mit seiner Mutter nach Deutschland, zun\u00e4chst nach Barby, \"wo sich damals die\n Unit\u00e4ts-Aeltesten-Conferenz aufhielt\" (Lebenslauf).<strike> Dort lernt\n er seine f\u00fcnfj\u00e4hrige Cousine Marie von Watteville kennen, die schon im\n selben Jahr stirbt.&nbsp; <\/strike><br>\n Ab Dezember Erziehung im Knabeninstitut zu Niesky<strike>, unweit n\u00f6rdlich von<\/strike> bei Herrnhut. <strike>Die Mutter selbst begibt sich nach Herrnhut. <\/strike><br><strike>\n \"Er war ein ungemein lebhaftes, munteres Kind, welches sich bey vielerlei\n kindischen Unarten durch sein aufrichtiges und gerades Wesen immer wieder\n ins Rechte fand und viel Liebe geno\u00df.\" (Lebenslauf)<br>\n<\/strike>\n <b><br>\n 1784<br>\n <\/b>am 17. Februar Tod der Mutter  in Herrnhut.\nHeinrich Ludwig wird von seinem Onkel,\n Friedrich Baron von Wattewille, und dessen Gemahlin Elisabeth, der Schwester\n seiner Mutter, aufgenommen. <br>\n <br>\n <b>1785<br>\n <\/b> am 9. Januar Aufnahme in den Knabenchor und Eintritt in das\n P\u00e4dagogium.<br>\n <br>\n <b>1789<br>\n <\/b> zieht er mit dem P\u00e4dagogium nach Barby.<br>\n <br>\n <b>1791<\/b><br>\n April, Eintritt in das Seminarium der Br\u00fcderunit\u00e4t zu Niesky.<br>\n &nbsp;<br>\n <b>1792<\/b> <br>\n Ostern, Universit\u00e4t zu Wittenberg.<br>\n <br>\n \"Nach Vollendung derselben hielt er sich einige Zeit bei seinem Onkel,\n Grafen Alexander zu Dohna in Condehnen in Ostpreu\u00dfen auf\" (NND 1833 [1835]),\n \"um die Landwirthschaft practisch zu erlernen\". (Lebenslauf).<br>\n <br>\n Er lebt sp\u00e4testens Ende <b>1797<\/b> in Berlin, zun\u00e4chst als Referendarius\n bei der Kurm\u00e4rkischen Kammer, ab <b>1799<\/b> als Forstrat.<br>\n <br>\n <b>1800<\/b> <br>\n geht er wegen oder nach seiner Heirat mit Mariane, der j\u00fcngsten Tochter des\n Hausmarschalls v. Sch\u00f6nberg auf Schmochtitz, die nach dem fr\u00fchen Tod ihrer\n beiden Eltern von ihrer Gro\u00dfmutter, der verwitweten Gr\u00e4fin v. Hoym in\n Hermsdorf bei Dresden, erzogen worden war, als Verwalter von deren G\u00fctern\n dorthin. <br>\n <br>\n <b>1805<\/b><br>\n am 8. September stirbt Mariane, \"wenige Tage nach der Geburt eines todten\n Knaben\". (NND)<br>\n <br>\n <b>1806<br>\n <\/b> November, Heirat mit der Gr\u00e4fin Friederike zu Stollberg-Wernigerode,\n \"welche von jetzt an Mitgenossin seiner Freuden und Tr\u00fcbsale werden durfte,\n so wie des vielfachen unaussprechlichen Segens, der auf den n\u00e4heren\n Verbindungen dieser gottseligen Familie ruhte.\" (Lebenslauf)<br>\n <br>\n <b>1807<\/b><br>\n Januar, Tod der Tante Elisabeth von Watteville. <br>\n <br>\n <b>1808<\/b> <br>\n Tod der Gro\u00dfmutter im Alter von 88 Jahren.<br>\n <br>\n <b>1811<\/b>&nbsp; <br>\n Tod seines v\u00e4terlichen Oheims und Freundes Baron von Watteville. <br>\n <br>\n <b>1809 - 1814<\/b> <br>\n Amtshauptmann seiner Gegend; <br>\n wird <b>1813<\/b> dreimal von feindlichen Truppen gefangengenommen. <br>\n \"Alle diese Erfahrungen wurden nur immer neues Band zwischen ihm und seinem\n Herrn, das sich fester und fester zog und immer mehr zu einem\n ununterbrochenen Freundes-Umgange sich gestaltete, aus welchem er Kraft und\n Freudigkeit entnahm, die immer dr\u00fcckender werdenden \u00e4u\u00dferen Verh\u00e4ltnisse\n seiner Lage zu ertragen.\" (Lebenslauf)<br>\n <br>\n <b>1823<br>\n <\/b> Verkauf des Gutes Hermsdorf samt Zubeh\u00f6r an Ernst von Heynitz.<br>\n &nbsp;<br>\n <b>1824<br>\n <\/b> im Sommer Umzug mit seiner Gemahlin nach Herrnhuth als ihrem\n Hauptaufenthalt, abwechselnd mit Gnadenberg, einer Ortsgemeinde in Schlesien\n bei Bundlau, heute Godnow,&nbsp; und M\u00f6nau (fr\u00fcher zuweilen auch \"Manua\"),\n einem Gut der Br\u00fcder-Unit\u00e4t bei Uhyst an der Spree, unweit Hoyerswerda.\n <br>\n <br>\n Er wird einer der Direktoren des Fletscherschen Seminars in Dresden. <br>\n <br>\n Wird am 17. Oktober Ortsherr von Gnadenberg, d.h. dessen weltlicher\n Gerichtsherr.<br>\n <br>\n \"Es erquickte sein ganzes Herz, sich wieder als Mitglied einer Gemeine zu\n sehen, deren Werth er zwar nie gering, aber im J\u00fcnglings- und ersten\n Mannes-Alter dennoch nicht geh\u00f6rig geachtet hatte.\" (Lebenslauf)<br>\n <br>\n <b>1825<br>\n <\/b> Ernennung zum \"Advocatus fratrum in Anglia\", d.h. zu einem\n Ehren-Vertreter Englands in der Synode, durch die Synode der Br\u00fcderunit\u00e4t.\n <br>\n <br>\n \"Er besch\u00e4ftigte sich vorz\u00fcglich gern mit Allem, was Bezug auf die\n Ausbreitung des Reiches Gottes hatte, und seine Sehnsucht, die Zeit herbey\n kommen zu sehen, wo sich alle Kinder Gottes in Einem vereinigen und ihre\n verschiedenen Ansichten und Meinungen Ihm zu F\u00fc\u00dfen legen w\u00fcrden, war oft\n sehr gro\u00df.\" (Lebenslauf)<br>\n <br>\n <b>1833<\/b><br>\n nehmen seine Kr\u00e4fte ab; eine Reise nach Stettin zu der Gr\u00e4fin Schwager und\n ihrer einzig verbliebenen Schwester erbringt zwar Erheiterung und\n Erquickung, aber keine Heilung.<br>\n <br>\n Er schreibt: \"Besonders ist mir das Gl\u00fcck eines wahren armen S\u00fcnderherzens\n unsch\u00e4tzbar gro\u00df vorgekommen, und ich habe meinem besten Freunde sowol f\u00fcr\n alle Dem\u00fcthigungen, als f\u00fcr das reiche Maa\u00df der Erkenntni\u00df meines Elendes\n recht von Herzen danken k\u00f6nnen. [...] wenn man auch gelobt und von Andern\n f\u00fcr etwas gehalten w\u00fcrde, so kann man sich's mit gutem Gewissen nicht\n anma\u00dfen; denn <i>ist Etwas Gutes am Leben mein, so ist es wahrlich lauter\n Dein<\/i>, und weiter versteigt man sich nicht.\" (Lebenslauf) <br>\n <br>\n Die Gr\u00e4fin schreibt: \"<i>Mir<\/i> war er der sorgsamste und treuste Freund,\n und die innigste Verbindung der Herzen, auf den Heiland gegr\u00fcndet und in\n Seiner Liebe wachsend, machte uns das Leben zu einer seligen\n Vorbereitungszeit.\" (Lebenslauf)<br>\n <br>\n Mitte November wird er von einem heftiger wiederkehrenden \"Catarrhalfieber\"\n befallen. Er stirbt am 9. Dezember in Herrnhuth an einem Nervenfieber.<br>\n <br>\n <br>\n \u00dcblicherweise schrieben und schreiben die Mitglieder der Br\u00fcdergemeine ihre\n Lebensl\u00e4ufe selbst, die dann im Rahmen der Begr\u00e4bnisfeier verlesen werden.\n Der \u00fcberkommene ist von seiner Ehefrau verfa\u00dft. <br>\n <br>\n <b>1858<\/b><br>\n am 4. Oktober stirbt Friederike Gr\u00e4fin zu Dohna in Gnadenberg im 83. Jahr.\n <br>\n &nbsp;<br>\n <br>\n <br>\n Quellen:<br>\n - DBI (M), I, 246, 145\/146<br>\n - Dienerblatt des Heinrich Ludwig, Burggraf und Graf zu Dohna. In:\n Unit\u00e4tsarchiv Herrnhut, \"Dienerbl\u00e4tter, Biographische \u00dcbersichten von\n Personen, die im Dienst der Br\u00fcdergemeine standen\", Zusammenstellung von\n Richard Tr\u00e4ger und Charlotte Tr\u00e4ger-Gro\u00dfe, 1954 - 1960, gedruckt 1999.\n <br>\n - \"Lebenslauf des am 9ten December 1833 zu Herrnhut heimgegangenen Bruders\n Heinrich Ludwig Burggrafen und Grafen zu Dohna, von seiner hinterlassenen\n Witwe, gebornen Gr\u00e4fin zu Stollberg-Wernigerode, aufgesetzt.\" Unit\u00e4tsarchiv\n Herrnhut, GN C.5, 1834.<br>\n sowie erg\u00e4nzende schriftliche Mitteilungen durch Frau Barbara Reeb am\n Archiv der Br\u00fcder-Unit\u00e4t zu Herrnhut.<br>\n","genealogie":"Gro\u00dfvater: Graf Nicolaus Ludwig von Zinzendorf und Pottendorf (Herrnhuther Br\u00fcdergemeine)\n\nVater: Moritz Wilhelm Burggraf und Graf zu Dohna, gest. 4.3.1777 zu Bath\/England\n\nMutter: Marie Agnes, geb. Gr\u00e4fin von Zinzendorf und Pottendorf, gest. 17.2.1784 in Herrnhuth\n\nEhefrau:\n(1) Mariane, Tochter des Hausmarschalls von Sch\u00f6nberg auf Schochtitz (Heirat 1800)\n     gest. 8. Sept. 1805\n(2) Friederike Gr\u00e4fin zu Stolberg-Wernigerode (Heirat 1808)","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Forstwissenschaften"],"institution":["Kurm\u00e4rkische Kammer"],"ort":[],"verein":["Humanit\u00e4tsgesellschaft"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}