
{"meta":{"meta-title":"Tobias Christoph Feilner < Personen","meta-description":"Tobias Christoph Feilner < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3796","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3796","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Tobias Christoph Feilner"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3796","text":"Tobias Christoph Feilner"}]},"data":{"id":3796,"zusatz_id":3796,"meta":{"meta-title":"Tobias Christoph Feilner < Personen","meta-description":"Tobias Christoph Feilner < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3796","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/3796"},"title":"Tobias Christoph Feilner","nachname":"Feilner","vorname":"Tobias Christoph","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"19.05.1773","geburtsort":"Weiden\/Oberpfalz","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"07.04.1839","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Ofenfabrikant","Keramiker"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/4\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde der Humanit\u00e4t (Humanit\u00e4tsgesellschaft) (gegr\u00fcndet: 10.01.1797 aufgel\u00f6st: 28.12.1861)<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1773<\/b><br>\nTobias Christoph Feilner wird am 19. Mai in Weiden (Oberpfalz) geboren.<br>\n <br>\n Er erlernt das T\u00f6pferhandwerk.<br>\n <br>\n <b>1793<\/b> <br>\nUmzug nach Berlin; Feilner tritt als Geselle in die Werkstatt J.\n G. H\u00f6hlers ein, wo er bald leitender Werkmeister wird. Er besucht technische Vortr\u00e4ge, wird \"<i>pers\u00f6nlich bekannt mit den in Kunst\n und Gewerbe f\u00fchrenden M\u00e4nnern jener Zeit<\/i>. \" (NDB) <br>Dem Werkstoff Ton erschlie\u00dft er neue Verarbeitungsm\u00f6glichkeiten und Anwendungsgebiete.<br>\n<br><b>1798 bis 1824<\/b> <br>\nFeilner ist mehrfach mit seinen Erzeugnissen auf den\n Akademie-Ausstellungen vertreten; u.a. zeigt er 1798 den \"Triumph der Venus\"\n (Ton), 1814 Statuen eines Ritters und der Clio (gebr. Ton, Modelle von\n Schadow), sowie Teile eines Ofens nach einer Zeichnung von Schinkel, 1816\n eine Badewanne mit antiken, mythologischen Darstellungen in enkaustischer\n Malerei, 1824 zwei Kandelaber (nach Schinkels Zeichnung). <br>\n\n <br>\n <b>1804<\/b> <br>\nFeilner tritt mit der sog. \"enkaustischen Malerei\", der\n Unterglasurmalerei auf gebranntem Ton, an die \u00d6ffentlichkeit und erh\u00e4lt\n daf\u00fcr vom preu\u00dfischen Staat f\u00fcr 10 Jahre das Privileg. Er verwendet sie\n zun\u00e4chst besonders f\u00fcr den ornamentalen Schmuck von Ton- und\n Porzellanfabrikaten.\n <br>\nMit dem auch technisch verbesserten sog. \"Berliner\n Kachelofen\" wird Feilner weit \u00fcber Berlin hinaus bekannt. <br>\n <br>\n<b>1811<\/b><br>\nEin fr\u00fches Beispiel seiner Hinwendung zu fig\u00fcrlichen Arbeiten mit seiner\n neuen Technik stellt das Relief Schadows mit der Apotheose der K\u00f6nigin\n Luise von 1811 dar (Paretz, Dorfkirche). <br>\nBeginn einer dauerhaften Zusammenarbeit u.a. mit Schadow und Schinkel sowie\n mit Dyk und Ludwig Wichmann, der viele plastische Entw\u00fcrfe f\u00fcr Feilner liefert.<br>\n<br><b>1812<\/b> <br>\nH\u00f6hler stirbt, Feilner \u00fcbernimmt die Werkstatt. In\n diesem Jahr besch\u00e4ftigt er ca. 120 Arbeiter. <br>\n <br>\n <span style=\"font-weight: bold;\">ab <\/span><b>1814<\/b> <br>\nFeilner wird in den Katalogen der Akademieausstellungen als\n \"akademischer K\u00fcnstler\" gef\u00fchrt.<br>\n <br><b>1820<\/b><br>\n Feilner wohnt sp\u00e4testens seit diesem Jahr in der Hasenhegerstra\u00dfe 4, ab\n 1825 als Eigent\u00fcmer. <br>\n <br>\n<b>1825<\/b><br>\n Mit Schinkels Hinwendung zum Backstein als Baumaterial beginnt eine wichtige Phase f\u00fcr Feilner, der mit der praktischen\n Ausf\u00fchrung der Ideen  Schinkels beauftragt wird. <br>\nAls grundlegend gelten Feilners inzwischen erwirkte\n Dauerhaftigkeit und Farbe des gebrannten Tons sowie die gediegene, beinahe k\u00fcnstlerische Handwerklichkeit der Ausf\u00fchrung des\n ornamentalen Schmuckes, der Reliefs und der Skulpturen. <br>F\u00fcr\nden in diesem Jahr begonnenen Bau der Werderschen Kirche liefert\nFeilner liefert den gesamten ornamentalen Schmuck und die\nPortalskulpturen (Michaelskampf u. Engel, nach einem Modell von\nWichmann). Es folgen Auftr\u00e4ge f\u00fcr eine Vielzahl \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude in\nBerlin. <br>\n <br>\n <b>1829<\/b> <br>\nFeilner l\u00e4\u00dft sich in der Hasenhegerstra\u00dfe (jetzt Feilnerstra\u00dfe) nach einem Entwurf von Schinkel ein\n Haus bauen. Dieser lieferte dar\u00fcber hinaus Skizzen zu Tonreliefs, welche die T\u00fcr- und Fensterlaibungen, sowie die Innenr\u00e4ume\n schm\u00fccken sollten. Im Garten werden fig\u00fcrliche Tonplastiken aufgestellt.<br>\n <br>\n<b>1832<\/b><br>\nBau der Berliner Bauakademie; Feilner liefert Backsteine, Terrakotten und Formsteine.<br>\n<br>\n<b>1834\/ 1835<\/b><br>\nTerrakottanachbildung des Heilsbronner Portals, dem Zugang zum Marlygarten an der Friedenskirche in Potsdam.\n<br>\n<br>\n <b>1839<\/b><br>\nTobias Christoph Feilner stirbt am 7. April in Berlin.<br>\n<br>\n -------------------------<br>In Weiden in der Oberpfalz geboren, war Feilner von 1793 an in Berlin als T\u00f6pfer und <br>\nKeramiker t\u00e4tig. Einen Namen als Tonwaren- und Ofenfabrikant machte er\nsich\nin erster Linie durch die Produktion von Kachel\u00f6fen und\nTerrakottaplastiken. Schinkel fand in ihm den geeigneten Meister f\u00fcr\ndie aufwendig gearbeiteten Terrakotten seiner Bauten.&nbsp; <br>\nEr war Begr\u00fcnder der Berliner Schule f\u00fcr Ofenfabrikation und Lehrer von Ernst March.<br>\nDar\u00fcber hinaus war Feilner Kurator der Weber-Broughamschen Stiftung. <br>\n\n In seinem Haus verkehrten zahlreiche bedeutende Berliner K\u00fcnstler wie Ch. D. Rauch und K. Begas. <br>\n<br>\n<i>\n \"Wer F. kannte und es wei\u00df, da\u00df Alles bei ihm mehr innerlich, als Wort und\n \u00e4u\u00dferes Werk war, und das alles Prunkende seiner Gem\u00fcthsart entgegenstand,\n der wird es auch voraussetzen, da\u00df es in R\u00fccksicht seiner Religiosit\u00e4t also\n gewesen sey.\" (NND, 1840)<br>\n<br>\n<\/i>\n\n<i>\n \"Mit leichtem, schnellen und sichern Blicke fa\u00dfte er die Gegenst\u00e4nde ins\n Auge, drang tief in dieselben ein, beleuchtete sie von allen Seiten, pr\u00fcfte\n ruhig und gr\u00fcndlich alles, was sein Nachdenken in Anspruch genommen hatte,\n entschied mit Besonnenheit und sprach dann ein gediegenes Urtheil aus. War\n seine Aufmerksamkeit gleich zun\u00e4chst und vorz\u00fcglich auf den Gebietstheil des\n menschlichen Wissens gerichtet, der seinem Berufskreise am n\u00e4chsten lag, so\n war doch sein Forschungsgeist darauf nicht beschr\u00e4nkt, sondern er hatte Sinn\n f\u00fcr alles, was wahr, edel und sch\u00f6n ist, was Bezug hat auf die h\u00f6hern\n Angelegenheiten des Menschen. \" (NND, 1840) <br>\n<br>\n\n \"Da\u00df dabei das zarte weiche, wohlwollende Gem\u00fcth, das sonst wohl weniger\n bei Menschen von st\u00e4rkerer Willenskraft vorhanden zu seyn pflegt, in ihm auf\n keine Weise zur\u00fcckgetreten war, noch an ihm vermi\u00dft wurde, da\u00df ihn alles\n Edle und Sch\u00f6ne leicht ansprach, da\u00df er auch kr\u00e4ftig und tief f\u00fchlte, das\n bewies seine rege Theilnahme an allen allgemein wichtigen Angelegenheiten\n der Menschheit; das bewies seine innige Z\u00e4rtlichkeit gegen die Seinen, seine\n herzliche treue Freundesliebe, sein Mitleiden und Erbarmen gegen\n Nothleidende, sein tiefes Ger\u00fchrtwerden bei dem Anblicke jedes\n Ungl\u00fccklichen.\" (NND, 1840)<\/i>\n<br>\n -------------<br><b>\n Literatur:<\/b><br>\n - Brinckmann: Katalog d. Hamburger Museums f. Kunst u. Gewerbe, 1894\n (Zierschl\u00fcssel mit enkaustischer Malerei, bez. T. C. Feilner u. Comp. Berlin\n 1835)<br>\n - Feldhaus, F. u. Masch, Pioniere d. dt. Keramik, in: Keram. Zs. 2, 1950,\n Nr. 2, S. 59 f.<br>\n - Freiberg, in: Verh. d. Ver. z. Bef\u00f6rd. d. Gewerbeflei\u00dfes 10, 1831, S. 176\n (p)<br>\n - Beuth, ebd. 19, 1840, S. 64<br>\n - Kataloge d. Akademie-Ausstellungen Berlin 1798, S. 67; 1804, S. 83; 1810,\n S. 42; 1814, S. 52; 1816, S. 69; 1814, S. 63.<br>\n - Kullnick, Heinz: Berliner und Wahlberliner. 1960 (429)<br>\n - Kunst u. K\u00fcnstler VII, S. 3 ff. (P S. 9) (Mackowsky, H.)<br>\n - Neuer Nekrolog der Deutschen. Jg. 1840 (1842)<br>\n - Schmidt, R.: Das Glas. 1912.<br>\n - Thieme\/Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildendenen K\u00fcnstler, Bd.\n 11. 1915 (346)<br>\n - Wagner, H.: T. Ch. F. , in: Heimatbll. f. d. ob. Naabgau 9, 1931, S.\n 30-32<br>\n - Wichmann, H.: Ein bayr. Handwerker, der Kunstt\u00f6pfer T. C. Feilner\n (Allgem. Ztg. , Beil., M\u00fcnchen 1883, No. 28)<br>\n - ders.: Ges. Aufs\u00e4tze I, 1884, S. 229-42<br>\n - ders.: Frohes u. Ernstes aus m. Leben, 1898<br>\n <br><b>\n Portr\u00e4ts:<\/b><br>\n B\u00fcste v. L. Wichmann (Berlin, Nat. Galerie)<br>\n Selbstportrait auf Tonkachel in Unterglasur, 1829 (Weiden, St\u00e4dt.\n Sammlung)<br>\n <br><b>\n Quellen: <\/b><br>\n DBA (M) I, 311, 156-158; u. II, (Neue Folge), 357, 403 - 406<br>\n NDB, S. 59 (Gromodka, Oskar) <br>\n Adre\u00dfverzeichnisse Berlin v. 1812, 1820, 1825 (M), Staatsbibliothek\n Berlin<br>\n Allgemeiner Strassen- und Wohnungs- Anzeiger f\u00fcr die Residenzstadt Berlin,\n mit einem Grundri\u00df von Berlin, hrsg. von Salomo Sachs,Berlin (Hitzig) 1812\n <br>\n","genealogie":"Vater: Phil. Heinrich (1744-1808), Hafnermeister\n\nMutter: Susanna (1749-1807), Tochter des Hafnermeisters Joh. Christoph Igel\n\nOnkel v\u00e4terlicherseits: Hans Simon Feilner\n\nEhefrau: Charlotte Sophie, Tochter des Kammermusikers Joh. Ludwig Pausewang in Schwedt\n             (Heirat Berlin 1800)\n\n4 T\u00f6chter","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/6770\" class=\"link-hover text-primary\">Feilner nach Feilner<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/6772\" class=\"link-hover text-primary\">Pioniere der deutschen Keramik<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/6774\" class=\"link-hover text-primary\">Ein bayrischer Handwerker, der Kunstt\u00f6pfer T. C. Feilner<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/6776\" class=\"link-hover text-primary\">Tobias Christian Feilner<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":["Humanit\u00e4tsgesellschaft"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}