
{"meta":{"meta-title":"Johann August Wilhelm Neander < Personen","meta-description":"Johann August Wilhelm Neander < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4380","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4380","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann August Wilhelm Neander"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4380","text":"Johann August Wilhelm Neander"}]},"data":{"id":4380,"zusatz_id":4380,"meta":{"meta-title":"Johann August Wilhelm Neander < Personen","meta-description":"Johann August Wilhelm Neander < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4380","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4380"},"title":"Johann August Wilhelm Neander","nachname":"Neander","vorname":"Johann August Wilhelm","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"17.01.1789","geburtsort":"G\u00f6ttingen","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"14.07.1850","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":{"0":"Theologe","3":"Kirchenhistoriker"},"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/4\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde der Humanit\u00e4t (Humanit\u00e4tsgesellschaft) (gegr\u00fcndet: 10.01.1797 aufgel\u00f6st: 28.12.1861)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/35\" class=\"link-hover text-primary\">Preu\u00dfische Haupt-Bibelgesellschaft (gegr\u00fcndet: 08.1814)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/44\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der Wissenschaften<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1789<\/span><br style=\"color: rgb(255, 0, 0);\"><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">\nJohann August Wilhelm Neander wird am 17. Januar als Sohn des j\u00fcdischen Kaufmanns Emanuel Mendel und seiner\nFrau Esther als David Mendel in G\u00f6ttingen geboren.<br>\nSeine Mutter, Esther Mendel, in Hannover\ngeboren, war mit Moses Mendelsson verwandt.<\/span><br>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">\nbesucht das Gymnasium\nJohanneum in Hamburg. <br>\nKontakt zu den neupietistischen Kreisen, die sich durch das Wirken\nKlopstocks gebildet hatten. Neander liest die damals sehr\neinflu\u00dfreichen <i>\u201eReden \u00fcber die Religion\u201c<\/i> von Friedrich <br>\nSchleiermacher. Er konvertiert zum Christentum.<br>\n<\/p>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1806<br>\nNeander wird am 15.2. in St.\nKatharinen in Hamburg getauft. In Anlehnung an den Kirchenlieddichter Joachim Neander nimmt er dessen Namen an.<br>\n<\/p>\n\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">Studium der Theologie in G\u00f6ttingen und Heidelberg; Schwerpunkt Kirchengeschichte. In G\u00f6ttingen wird er Sch\u00fcler Plancks, der ihn nachhaltig f\u00f6rdert.&nbsp;<br>\n <\/p>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1811<br>\nHabilitiert sich mit einer Arbeit \u00fcber den Glauben\nbei Clemens Alexandrinus in Heidelberg f\u00fcr das Fach Kirchengeschichte.<br>\n<\/p>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1812<br>\nErnennung zum au\u00dferordentlichen Professor in Heidelberg.<br>\n<\/p>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1813<br>\nRuf auf eine Professur f\u00fcr Kirchengeschichte in Berlin.<br>\nSeine Bernhard-Monographie erscheint.<br>\n<\/p>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1822<br>\nSein Lebensbild\ndes Chrysostomos wird herausgegeben. <br>\n\n<\/p>\n\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">1850<br>\nNeander stirbt am 14. Juli in Berlin.<br>\n<\/p>\n\n\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">Neanders Schriften stellen die Kirchengeschichte als\nFr\u00f6mmigkeitsgeschichte dar, sie laden ein zur pers\u00f6nlichen \u201eErbauung\u201c.\nEr trug im R\u00fcckblick wenig zur eigentlichen historischen Forschung bei,\nvielmehr versuchte er im Sinne der Erweckung, <i>\u201edie Geschichte der Kirche darzustellen als einen sprechenden Erweis von der g\u00f6ttlichen Kraft des Christentums\u201c<\/i>\n(Vorrede zum Hl. Bernhard 1848, S. 12). Durch seine einfache aber\nintensive Sprache wurde er zu einem einflussreichen Wegbereiter der Erweckungstheologie;\nvor allem unter Studenten wirkten seine Schriften nachhaltig und regten\nzur Bildung sogenannter \u201eErbauungskr\u00e4nzchen\u201c an. Sein bekannt\ngewordener Satz <i>\u201ePectus est quod facit theologum\u201c<\/i> (Das Herz\nmacht den Theologen) wurde zum Schlagwort der danach benannten\nPectoraltheologie, die Theologie der \u201efrommen Herzen\u201c. Auf diese\nSentenz st\u00fctzt sich auch die ber\u00fchmte Frage von Neanders Berliner\nKollegen August Tholuck an seine sp\u00e4teren Hallenser Studenten <i>\u201eWie steht es mit deinem Herzen?\u201c<\/i>.<br>\n<\/p>\n<p style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">Sein Lebenswerk wurde seine gewaltige\n\u00bbAllgemeine Geschichte der christlichen Religion und Kirche\u00ab, die\nauf Grund umfassender Quellenkenntnis die Entwicklung der Kirche im\nbesten Sinne erbaulich darstellt\u00ab als einen sprechenden Erweis von\nder g\u00f6ttlichen Kraft des Christentums, als eine Schule christlicher\nErfahrungen, eine durch alle Jahrhunderte hint\u00f6nende Stimme der Erbauung,\nder Lehre und der Warnung f\u00fcr alle, die h\u00f6ren wollen\u00ab. N. verstand\ndie Kirchengeschichte als Fr\u00f6mmigkeitsgeschichte. Eindrucksvoll sind\ndie Hingabe an die individuellen Tr\u00e4ger des christlichen Lebens, die\nObjektivit\u00e4t seiner anempfindenden Darstellung und die Andacht zum\nKleinen. Was bei N.s Vorliebe f\u00fcr das Biographische zu kurz kommt,\nist das Kirchenorganisatorische. Auch mangelt es an klarer Begrifflichkeit.\n- Seine einfache, kindliche Natur wirkte hinrei\u00dfend auf ungez\u00e4hlte\nStudenten, denen er stets weiterzuhelfen suchte. Sein pers\u00f6nliches\nLosungswort war: \u00bbPectus est, quod theologum facit\u00ab. Der Pektoraltheologe\nsuchte die Kirchengeschichte f\u00fcr die praktische, kirchliche Arbeit\nnutzbar zu machen. Am 14. Juli 1850 wurde der Begr\u00fcnder der neueren\nevangelischen Kirchengeschichtsschreibung nach schwerem Leiden heimgerufen.\nDer \u00e4u\u00dferst passende Text der Begr\u00e4bnissprache war Joh. 21,7 \u00bbDa sprach\nder J\u00fcnger, welchen der Herr liebhatte: Es ist der Herr.\u00ab\n<\/p>\n\n<p><span style=\"color: rgb(255, 0, 0);\">Quellen: Wikipedia; http:\/\/bautz.de\/bbkl\/n\/neander_j_a_w.shtml<\/span><br>\n<\/p>\n\n","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/1825\" class=\"link-hover text-primary\">\u00dcber C. F. Neanders Leben und Schriften<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/7460\" class=\"link-hover text-primary\">Zum Ged\u00e4chtniss August Neanders<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/7462\" class=\"link-hover text-primary\">August Neanders Leben<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Theologie"],"institution":["Akademie der Wissenschaften"],"ort":[],"verein":["Humanit\u00e4tsgesellschaft","Preu\u00df. Hauptbibelgesellschaft"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}