
{"meta":{"meta-title":"Carl Abraham Gerhard < Personen","meta-description":"Carl Abraham Gerhard < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/473","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/473","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Carl Abraham Gerhard"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":1,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/473","text":"Carl Abraham Gerhard"}]},"data":{"id":473,"zusatz_id":473,"meta":{"meta-title":"Carl Abraham Gerhard < Personen","meta-description":"Carl Abraham Gerhard < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/473","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/473"},"title":"Carl Abraham Gerhard","nachname":"Gerhard","vorname":"Carl Abraham","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"26.02.1738","geburtsort":"Lerchenborn bei Liegnitz","geburtsland":"Schlesien","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"09.03.1821","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":{"0":"Arzt","4":"Mineraloge"},"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/20\" class=\"link-hover text-primary\">Montagsklub (gegr\u00fcndet: 10.1750 aufgel\u00f6st: 1936)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/44\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der Wissenschaften<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/28\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin (gegr\u00fcndet: 09.07.1773)<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1738<br>\n<\/b>Am 26. Februar wird Carl Abraham Gerhard als Pfarrerssohn in<br>\nLerchenbrunn bei Liegnitz\/ Schlesien geboren. <br>\n<br>\nNach der Schulzeit Medizinstudium an der Universit\u00e4t in Frankfurt (Oder).<br>\nNebenbei betreibt er physikalische und mineralogische Studien. <br>\n<br>\n<b>1760<br>\n<\/b>Promotion mit der Abhandlung \"De Granatis Silesiae et Bohemiae\".\nBis<br>\n1763 folgen weitere Abhandlungen auf dem medizinischem Gebiet: \"Triga<br>\ndissertationum physico-medicarum\", \"Materia medica\" und\n\"Die B\u00e4rentraube,<br>\nchemisch und medizinisch betrachtet\". <br>\n<br>\n<b>1761<br>\n<\/b>Erste Ehe mit Sophia Louisa (1733-1785), Tochter von David Friedrich<br>\nWalter, des Superintendenten in Drossen. <br>\n<br>\n<b>1768<br>\n<\/b>Aufenthalt in Berlin. Gerhard wird nach einer Pr\u00fcfung Mitglied der<br>\nAkademie der Wissenschaften. Als Commissarius der Bergbau- und<br>\nH\u00fcttenadministration arbeitet er in dem neu gegr\u00fcndeten Berg- und<br>\nH\u00fcttendepartement an der Belebung des Schlesischen Bergbaus. <br>\n<br>\n<b>1770<br>\n<\/b>Gerhard bereist im Auftrag des Ministeriums Schlesien, um vorhandene<br>\nMineralsch\u00e4tze zu untersuchen. Er findet bei Querbach Kobalterz, das eine wichtige\nVoraussetzung f\u00fcr das sp\u00e4ter dort erbaute Blaufarbenwerk ist. Auf<br>\nAnweisung des Ministers Ludwig Philipp Freiherr von Hagen (1724-1771)<br>\nentwickelt er Pl\u00e4ne zur Gr\u00fcndung einer \"vollst\u00e4ndigen Bergschule\"\nnach dem<br>\nFreiberger Vorbild und schafft dadurch die Voraussetzungen f\u00fcr die Gr\u00fcndung<br>\nder Bergakademie in Berlin. Als ausgezeichneter Kenner des Bergbaus wird er<br>\nLeiter der von ihm mitbegr\u00fcndeten Bergakademie, an der er bis 1789<br>\nMineralogie und Bergbauwissenschaften lehrt. Gerhard wird Mitglied der<br>\nLeopoldina\/ Halle. <br>\n<br>\n<b>1771<br>\n<\/b>Gerhard arbeitet ein Projekt der Ruhrschifffahrt zum Abbau und Transport<br>\nder westf\u00e4lischen Steinkohle aus und \u00fcbernimmt die Oberleitung \u00fcber die<br>\nm\u00e4rkischen Eisenh\u00fctten. <br>\n<br>\n<b>1773<br>\n<\/b>Der 1. Band seiner Schrift \"Beitr\u00e4ge zur Chemie und Geschichte der<br>\nMineralogie\" - die erste moderne und mit einer neuen Systematik versehene<br>\nDarstellung der Mineralogie - erscheint. <br>\n<br>\n<b>1775<br>\n<\/b>Unter Gerhards Leitung wird in Vietz die erste eiserne Kanone \"\u00fcber\ndie<br>\nQuerstange\" gegossen. <br>\n<br>\n<b>1776<br>\n<\/b>Erscheinen des 2. Bandes der \"Beitr\u00e4ge zur Chemie und\nMineralogie\", in<br>\ndem er ein neues Mineralsystem aufstellt und technisch wichtige<br>\nErl\u00e4uterungen u. a. zum Bergbau gibt.<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/p>\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 12pt;\"><b>1778-1789<\/b> <br>\nDirektor der Berliner Berg- und H\u00fcttenadministration. <br>\n<br>\n<b>1779<br>\n<\/b>Ernennung zum Geheimen Bergrat. Seine Abhandlung \"Beobachtungen und<br>\nMutma\u00dfungen \u00fcber den Granit und Gneis\" erscheint. In den folgenden Jahren<br>\nwird er Mitglied der \u00f6konomischen Gesellschaft in St. Petersburg, der<br>\nGesellschaft naturforschender Freunde in Berlin, Frankfurt und Halle. <br>\n<br>\n<b>1780<br>\n<\/b>Ernennung zum Vortragenden Rat mit dem Titel eines Oberbergrats. <br>\n<b><br>\n1781-1782<\/b> <br>\nGerhard publiziert das zweib\u00e4ndige Werk \"Versuch einer Geschichte des<br>\nMineralreichs\". <br>\n<br>\n<b>1783<br>\n<\/b>Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften. <br>\n<br>\n<b>1786<br>\n<\/b>Bef\u00f6rderung zum Oberfinanz-, Kriegs- und Dom\u00e4nenrat. Gerhard<br>\nver\u00f6ffentlicht seine Schrift \"Grundri\u00df der Mineralogie\", die zur\nBenutzung<br>\nbei Vorlesungen dienen soll. Er leistet damit f\u00fcr die wissenschaftliche<br>\nF\u00f6rderung des Bergbaus einen wertvollen Beitrag.<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/p>\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 12pt;\"><b>1786-1796<\/b> <br>\nIm Auftrag des Ministers Friedrich Anton von Heinitz (1725-1802) \u00fcbernimmt<br>\nGerhard das Salzdepartement. In dieser Funktion leitet er die<br>\nVerstaatlichung der Salinen von Sch\u00f6nebeck und Halle, wodurch erhebliche<br>\ntechnische Verbesserungen beim Salzabbau realisiert werden k\u00f6nnen.<br>\n<br>\n<b>1788<br>\n<\/b>Die Abhandlung \"\u00dcber die Verwandlung und den \u00dcbergang einer Stein- und<br>\nErdart in die andere\" erscheint. Daneben publiziert Gerhard in den\nSchriften<br>\nder Berliner Akademie der Wissenschaften, in der Berliner Gesellschaft<br>\nnaturforschender Freunde, in den \"Chemischen Annalen\" (1784-1804) von\nLorenz<br>\nv. Crell und in Albrecht H\u00f6pfners \"Magazin f\u00fcr die Naturkunde\nHelvetiens\"<br>\n(1787-1789). <br>\n<br>\n<b>1796<br>\n<\/b>Zweite Ehe mit Margarethe Catharina Eleonora (1749-1804), Witwe des<br>\nAnton Friedrich B\u00fcsching (1724-1793), Lutherischer Theologe und Geograph.<br>\n<br>\n<b>1802<br>\n<\/b>Bef\u00f6rderung zum Geheimen Oberfinanzrat. <br>\n<br>\n<b>1803<br>\n<\/b>Gerhard publiziert&nbsp; eine \"Sammlung vermischter Schriften\". <br>\n<br>\n<b>1810<br>\n<\/b>Am 13. M\u00e4rz erfolgt die Pensionierung. <br>\n<br>\n<b>1814\/15<\/b> <br>\nGerhard ver\u00f6ffentlicht seine letzte Schrift \"Beobachtungen \u00fcber die in<br>\nKrystallen und Krystallmassen eingeschlossenen festen K\u00f6rper\". <br>\n<br>\n<b>1818<br>\n<\/b>Gerhard feiert sein 50j\u00e4hriges Dienstjubil\u00e4um. Verleihung der<br>\nAuszeichnung \"Ritter des rothen Adlerordens\". <br>\n<br>\n<b>1821<br>\n<\/b>Im Alter von 83 Jahren stirbt Gerhard am 9. M\u00e4rz in Berlin. <br>\n----------------------------------------<br>\n<br>\nGerhard entstammte einer schlesischen Pfarrersfamilie. Er studierte an der<br>\nUniversit\u00e4t Frankfurt\/Oder Medizin (Promotion 1760). Nach dem Studium<br>\npraktizierte er einige Zeit als Arzt und arbeitete als Naturforscher.<br>\nMit seiner Berufung an die Bergwerks- und H\u00fcttenadministration in Berlin,\nbegann f\u00fcr Gerhard eine beachtliche Karriere. 1768 wurde er<br>\nordentliches Mitglied der Berliner Akademie. An der Gr\u00fcndung der<br>\nBergakademie hatte er ma\u00dfgeblichen Anteil und lehrte dort von 1770 bis 1789<br>\nMineralogie und Bergbauwissenschaften. In Berlin wurde Gerhard vor allem<br>\ndurch Johann Theodor Eller gef\u00f6rdert, dessen chemische Schriften er auch<br>\nherausgab. Gerhards fr\u00fche Ver\u00f6ffentlichungen behandeln medizinische Themen.<br>\nMit den \"Beitr\u00e4gen zur Chymie und Geschichte des Mineralreichs\"\nbegannen<br>\nseine wichtigen Werke zur Systematik der Mineralien, in denen er deren<br>\nchemischen Aufbau zur Basis der Klassifizierung nahm. Solange Gerhard die<br>\nAuffassung vertrat, da\u00df die \"Erden\" ineinander umwandelbar seien,\nkann er zu<br>\nden Vertretern der Phlogistonchemie gez\u00e4hlt werden. <\/p>\n\n\n<span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">Als\nBegr\u00fcnder der Berliner Bergakademie unter Friedrich II. sowie als Lehrer und\nPublizist pr\u00e4gte Gerhard die mineralogischen und chemischen Forschungen bis ins<br>\nfr\u00fche 19. Jahrhundert. Als Mitglied mehrerer Akademien war er \u00fcber die<br>\nGrenzen Preu\u00dfens hinaus bekannt und als Wissenschaftler geachtet.<br>\n<br>\nSH<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/span>\n","genealogie":"Vater: Wolfgang Abraham Gerhard (?-1758), Pfarrer und Senior in Sandewalde Kr. Guhrau.","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2443\" class=\"link-hover text-primary\">Die Geschichte der Bergakademie zu Berlin von ihrer Gr\u00fcndung im Jahre 1770 bis zur Neueinrichtung im Jahre 1860<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2444\" class=\"link-hover text-primary\">Aus der Vergangenheit des schlesischen Berg- und H\u00fcttenlebens<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4285\" class=\"link-hover text-primary\">Bergmannsfamilien im Rheinland und Westfalen<\/a>"],"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"Ende der 70ger Jahre bis 1821","gebaeude":null,"damals_adresse":"","heute_adresse":"","kommentar":"\n"}],"fach":["Medizin","Mineralogie"],"institution":["Bergakademie","Akademie der Wissenschaften"],"ort":[],"verein":["Gesellschaft naturforschender Freunde","Montagsclub"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}