
{"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Bolt < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Bolt < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4789","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4789","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Friedrich Bolt"},"count":{"lebensdaten":11,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4789","text":"Johann Friedrich Bolt"}]},"data":{"id":4789,"zusatz_id":4789,"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Bolt < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Bolt < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4789","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4789"},"title":"Johann Friedrich Bolt","nachname":"Bolt","vorname":"Johann Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"22.03.1769","geburtsort":"Berlin","geburtsland":"Deutschland","staatsangehoerigkeit":"deutsch","geschlecht":"weiblich","konfession":"","sterbedatum":"10.09.1836","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Zeichner"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n  <b>1779<br><\/b>Studium an der Berliner Akademie der K\u00fcnste. Bolt schlie\u00dft hier Freundschaft mit Johann Gottfried Schadow, mit dem er sp\u00e4ter zahlreiche Ausfl\u00fcge in die Umgebung Berlins unternehmen wird (s.u.).<br><br><b>1785<br><\/b>Bolt wird Lehrling und Mitarbeiter des Kupferstechers Daniel Berger.<br><br><b>1787<br><\/b>Bolt ist bei der ersten Ausstellung der Berliner Akademie vertreten. Gezeigt werden zwei Kupferstiche nach der Vorlage John Webbers, der James Cook bei seiner 3. Reise begleitet und zahlreiche Illustrationen angefertigt hatte: \"Die Winterreise eines Kamtschadalen\" (Originaltitel: \"A Man in Kamtschatka, Travelling in Winter\") und \"Die Christmesse aus Kerguelensland\" (\"A View of Christmas Harbour, in Kerguelen's Land\"). Bolt hatte offensichtlich kurz zuvor die Reisebeschreibungen Cooks gelesen, die zwischen 1768 und 1779 unter dem Titel \"A voyage to the pacific ocean [...]\" in London erschienen waren und ab 1787 auch in deutscher Sprache erschien (Abbildungen der Vorlage bei Nordyke, 1999, S. 3 u. 137). Des weiteren werden bei der Ausstellung zwei Portraits, welche den britischen Generalgouverneur von Ostindien, Waaren Hasting (Vorlage unbekannt) und Oberst Karl Wolff von Frankenberg, nach der Vorlage des nicht nachzuweisenden K\u00fcnstlers \"Pausenwein\", gezeigen sowie \"Zwey gezeichnete Figuren nach der Natur\" gezeigt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1787:332-336).<br><br><b>1788<br><\/b>Der Katalog der Berliner Akademieausstellung erw\u00e4hnt drei Arbeiten Bolts: Ein Portrait des Seefahrers James Cook nach einer Vorlage von Shervin, eine \"Abbildung des Innern eines Hauses in Nutka-Sund\" (Originaltitel: \"The Inside of a House in Nootka Sound\") nach einer Vorlage von John Webber (Abbildung der Vorlage bei Nordyke, 1999, S. 81) sowie eine allegorische Vignette nach einer Vorlage Francesco Bartolozzis, den sich Bolt zum Vorbild gew\u00e4hlt hatte (Thieme\/Becker, 1999, Bd. 3\/4, S. 255) (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1788:275-277).<br><br><b>1789<br><\/b>Im Gegensatz zu den vorangegangenen Akademieausstellung stellt Bolt in diesem Jahr Zeichnung statt Stiche aus und zeigt drei akademische, m\u00e4nnliche Aktstudien sowie \"Eine Zeichnung nach eigner Erfindung, aus [Christoph Martin] Wielands Joris [und Zenide]\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1789:207.208).<br><br><b>1791<br><\/b>Bei der Akademieausstellung werden drei Kupferstiche Bolts und eine Zeichnung gezeigt: \"Die Erziehung des Jupiter\" nach einer Vorlage Nicolas Poussins, das Portrait des irischen Dramatikers und Politikers Richard Brinsley Sheridan, dessen Vorlage unbekannt ist, \"Ein nach der Natur gezeichnet und gestochenes Portrait\" sowie \"Ein Portrait, nach der Natur gezeichnet\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge Bd. 1. 1791:53).<br>Au\u00dferdem entsteht in diesem Jahr der Entwurf f\u00fcr eine Medaille anl\u00e4sslich der Hochzeit zwischen Bolts Schwester L. L. und dem Bildhauer Conrad Nicolaus Boy am 6. Juli 1791. Die Medaille zeigt Avers das Portrait des Ehepaars im Profil, Revers einen Putto mit Fackel an einem Altar stehend. Von Boy ein weiteres Portrait aus der Hand Bolts in Bleistift und R\u00f6tel erhalten, das jedoch nicht datiert ist (BMPK KUpferstichkabinett, Invent.-Nr. 6876 u. 6877) (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 117).<br><br><b>1793<br><\/b>In der Vossischen Buchhandlung erscheint \"Erinnerungen aus dem Jahr 1790\" von Georg Forster. Unter den zahlreichen Kupferstichen des Buchs, die haupts\u00e4chlich von Bolts Lehrer Daniel Berger stammen, findet sich auch eine Arbeit Bolts. Sie ein Portrait der Zarin Katharina II. sowie des schwedischen K\u00f6nigs Gustav III. nach eigenem Entwurf.<br><br><b>1797<br><\/b>Eine Kreidezeichnung Bolts h\u00e4lt einen Spaziergang mit Kolbe fest. Das Bild ist mit \"Treptow - d. 15t. July 97\" signiert (BMPK Kupferstichkabinett, Invent.-Nr. 6897) (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 118).<br><br><b>1800<br><\/b>In einem Brief datiert auf den 15. August bittet der Hamburger Historiker Johann Wilhelm von Archenholtz Bolt, einen Kupferstich f\u00fcr sein Buch \"Geschichte Gustavs Wasa, K\u00f6nigs von Schweden [...]\" anzufertigen: \"Ich hoffe Sie werden meine Bitte gew\u00e4hren, und mir es selbst machen. [...] Von diesem gro\u00dfen K\u00f6nig existirt kein besseres Bild in Europa, und habe ich dieses aus der K\u00f6nigl. Bibliotheck aus Stockholm erhalten. Es wird daher desto interessanter seyn, und dem deutschen K\u00fcnstler umso mehr Ehre machen, daher ich es gern in sehr gute H\u00e4nde sehen m\u00f6chte; auch wird das Buch, dem es vorgesetzt wird, kein Alltagsbuch seyn [...].\"<br>Bei der Akademieausstellung in Berlin wird \"Ein todter Ritter in schwarzer Kunst\" nach unbekannter Vorlage gezeigt sowie zwei Portraits in Pastell gemalt (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1800:115.116).<br><br><b>1801<br><\/b>In T\u00fcbingen ver\u00f6ffentlicht die Cottasche Buchhandlung Archenholtz' Arbeit \u00fcber Gustav von Schweden mit dem Kupferstich nach dem Entwurf von Bolt, welcher von I. Pasch ausgef\u00fchrt wurde.<br><br><b>1802<br><\/b>Bei der Akademieausstellung ist Bolt mit elf Arbeiten vertreten: \"Die Schlacht bei Ro\u00dfbach\" nach einer Vorlage von Schadow, eine Aquarellzeichnung mit einer Begr\u00e4bnisszene in Stralau und \"Dibutade, oder die Erfindung der Malerei, oder der erste Schattenri\u00df\". Von sehr geringen Format sind offensichtlich die Kupferstiche \"4 Vorstellungen zum Siegfried nach Lindenberg\", da sie \"in einem Rahmen\" gezeigt werden. Als weitere Kupferstiche sind ein Portrait des im Vorjahr verstorbenen Kapellmeisters Johann Gottfried Naumann nach einer Vorlage von Graff aufgef\u00fchrt sowie \"Vorstellung zu den komischen und humoristischen Dichtungen\" nach einer Vorlage Franz Ludwig Catels und \"2 weibliche Studien nach der Natur\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1802:154-157).<br><br><b>1809<br><\/b>Bolt fertigt ein Gruppenportrait in Aquarell an, das Daniel Chodowiecki, M\u00f6lter, Bechrer und Karl Philipp Moritz zeigt. Die Personen sind nicht nach dem Leben gezeichnet, Moritz war zu diesem Zeitpunkt n\u00e4mlich bereits 15 Jahre tot. Im gleichen Jahr entsteht die aquarellierte Bleistifzeichnung \"Berliner Akademiesitzung\", auf der Frisch, Wilhelm und Heinrich Meil, sowie Daniel Berger und G. Schadow zu sehen sind (BMPK Kupferstichkabinett, Invent.-Nr. 6873) (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 117).<br><br><b>1810<br><\/b>Der Katalog der Akademieausstellung verzeichnet letztmalig zwei Arbeiten Bolts: \"Ein Bildnis des Konsistorialraths Hermes\" in schwarzer Kreide sowie ein mit Pastellfarben gemaltes Stilleben mit Weintrauben (B\u00f6sch-Supan, Kataloge, Bd. 1. 1810:405.406).<br><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:Compatibility>\n   <w:BreakWrappedTables\/>\n   <w:SnapToGridInCell\/>\n   <w:WrapTextWithPunct\/>\n   <w:UseAsianBreakRules\/>\n   <w:DontGrowAutofit\/>\n  <\/w:Compatibility>\n  <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel>\n <\/w:WordDocument>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml>\n <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\">\n <\/w:LatentStyles>\n<\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]>\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n<![endif]--><br><b>1834<\/b><br>Bolts letzte Arbeit wird gedruckt, das Bildnis des Herausgebers Carl M\u00fcchler. (Neuer Nekrolog der Deutschen, 1836 (1838), 14. Jg., S. 586)<br><br><b>1836<\/b><br>Am 10. September stirbt Bolt in Berlin. Er wird in einer kleinen und stillen Trauerfeier beigesetzt. (Neuer Nekrolog der Deutschen, 1836 (1838), 14. Jg., S. 588)<br><br><b>1838<br><\/b>Die Katalog der Berliner Akademie erw\u00e4hnt in seiner Chronik die Erbschaft des am 10. September verstorbenen Bolts: \"[...] welcher der Akademie eine werthvolle Sammlung von Handzeichnungen und radirten Bl\u00e4ttern berliner K\u00fcnstler hinterlie\u00df [...]\" (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 2. 1838:XII).<br><br>----------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br><br>In der Sammlung des BMPK Kupferstichkabinetts zahlreiche undatierte und anonyme Portraits sowie 72 akademische Modellstudien (Invent.-Nr. 6863-7001. 7951). Ferner besitzt das Kupferstichkabinett zwei Skizzenb\u00fccher Bolts unter der Signatur 79D16 und 79D17. Der erste Band haupts\u00e4chlich mit R\u00f6telzeichnungen der zahlreichen Ausfl\u00fcge nach Tegel, Lichtenberg, Franz\u00f6sisch-Buchholtz u.a., darunter auch einige Zeichnungen aus Schadows Hand. Der zweite Band beinhaltet vor allem Portraits Berliner B\u00fcrger aus den Jahren 1807-1827 (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 116-121).<br>\n ","genealogie":"Schwester: L. L. Boy, geb. Bolt.\nSchwager: Conrad Nicolaus Boy","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}