
{"meta":{"meta-title":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt < Personen","meta-description":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4838","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4838","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4838","text":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt"}]},"data":{"id":4838,"zusatz_id":4838,"meta":{"meta-title":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt < Personen","meta-description":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4838","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4838"},"title":"Friederike Luise Hessen-Darmstadt","nachname":"Hessen-Darmstadt","vorname":"Friederike Luise","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"16.10.1751","geburtsort":"Prenzlau","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"evangelisch-lutherisch","sterbedatum":"14.08.1805","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":[],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/616\" class=\"link-hover text-primary\">Wilhelmine Lichtenau ()<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/678\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Wilhelm Schulenburg-Kehnert (Minister)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1751<\/b><br>Friederike Luise wird als zweites Kind des\nHessisch-Darmst\u00e4dtischen Landgrafen Ludwig IX. und dessen Frau\nHenriette Karoline, Tochter des Pfalzgrafen Christian III., in Prenzlau\ngeboren. Der Vater steht seit 1743 in preu\u00dfischen Diensten und\nkommandiert ab 1750 ein in Prenzlau stationiertes Regiment.<br><br><b>1757<\/b><br>Zu\nBeginn des Siebenj\u00e4hrigen Krieges unterst\u00fctzt Friederikes Vater noch\nFriedrich II. Im selben Jahr gibt er jedoch aus Furch vor einer\nfranz\u00f6sischen Invasion Hessen-Darmstadts die Unterst\u00fczung Preu\u00dfens auf.\nR\u00fcckkehr der Familie nach Pirmasens (Hessen-Darmstadt). Friederikes\nMutter lebt abwechselnd im Elsa\u00df und in Pirmasens.<br><br><b>1769<\/b><br>Friederike\nheiratet am 14. Juni den preu\u00dfischen Thronfolger. F\u00fcr Friedrich Wilhelm\nII. ist es die zweite Ehe. Von seiner ersten Frau wird er im selben\nJahr geschieden. Aus der Ehe mit Frederike gehen acht Kinder hervor,\nvon denen zwei im Kindsbett sterben.<br><br><b>1770<\/b><br>Geburt des ersten Sohnes und sp\u00e4teren K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm III. (1770-1840).<br><br><b>1773<\/b><br>Geburt von Friedrich Ludwig Karl, genannt Louis (1773-1796).<br><br><b>1774<\/b><br>Geburt der ersten Tochter Wilhelmine (1774-1837), die 1791 den K\u00f6nig der Niederlande, Wilhem I. heiratet.<br><br><b>1780<\/b><br>Geburt der zweiten Tochter Augustes (1780-1841), sp\u00e4ter mit Wilhelm II., dem Kurf\u00fcrst von Hessen-Kassel, verheiratet.<br><span style=\"text-decoration: underline;\"><\/span><br><b>1781<\/b><br>Geburt des dritten Sohnes Karl Heinrich (1781-1846).<br><br><b>1783<\/b><br>Geburt\ndes vierten Sohnes Friedrich Wilhelm Karl (1783-1851), dem sp\u00e4teren\nGeneral der Kavallerie und Gouvaneur der Rheinprovinzen.<br><br><b>1786<\/b><br>Nach dem Tod Friedrich II. wird Friederike Luise als Gattin des Thronfolgers Friedrich Wilhelm II. K\u00f6nigin von Preu\u00dfen.<br><br>\n<b>1796<\/b><br>\nTod des Sohnes Ludwig.<br>\n<br>\n<b>1805<\/b><br>Friederike Luise \u00fcberlebt ihrem Mann um acht Jahre\nund stirbt am 14. August kurz vor ihrem 54. Geburtstag in Schlo\u00df\nMonbijou zu Berlin.<br><br>Friedrich August von der Marwitz schrieb \u00fcber Friederike Luise: <i>\"Die\nK\u00f6nigin war eine h\u00f6chst seltsame Person. Sie sah Gespenster und\nGeister, schlief bei Tage, wachte bei Nacht, hatte immer zu gro\u00dfe\nHitze, so da\u00df sie im Sommer und im Winter im Hemde am offenen Fenster\nsa\u00df; wurde vor der Zeit h\u00e4\u00dflich und krumm, so da\u00df sie sich, erst einige\n40 jahre alt, schon den Kopf mit der Hand in die H\u00f6he halten mu\u00dfte,\nwenn sie jemand ansehen wollte. Kurz, sie war ein unangenehmes\nFrauenzimmer, von niemand geliebt\" (zitiert nach Neumann 1997, S. 78).<\/i><br><br>Die neueren Publikationen bewerten die K\u00f6nigin nur unwesentlich differenzierter. Hans Joachim Neumann schreibt \u00fcber sie: <i>\"Friedrich\nWilhelms Gemahlin, Prinzessin Friederike, mu\u00df eine merkw\u00fcrdige Person\ngewesen sein, die ihren Mann f\u00f6rmlich in die Arme anderer Frauen trieb,\nwenn alles stimmt, was \u00fcber diese Frau zu lesen ist. Der preu\u00dfische\nGeneralleutnant Friedrich August von der Marwitz schrieb \u00fcber die\nVerbindung: Da\u00df der K\u00f6nig mit seiner Gemahlin so gut zu leben\ntrachtete, wie es m\u00f6glich war, bewiesen die sechs Kinder, die er mit\nihr gezeugt hatte\". Das ist wohl war. Aber nach diesen Kindern versagte\ndie sp\u00e4tere K\u00f6nigin ihrem Mann die eheliche Gemeinschaft, weil man ihr\neingeredet hatte, da\u00df eine weitere Schwangerschaft t\u00f6dlich enden w\u00fcrde.\nAn sich war das ein Grund zur Scheidung, die sich Friedrich Wilhelm\naber wegen des europ\u00e4ischen Hofklatsches nicht mehr leisten wollte. Er\nw\u00e4hlte einen anderen Weg. Einmal tolerierte seine Frau die Beziehung zu\nMadame Rietz unter der Bedingung, da\u00df er f\u00fcr ihre Schulden geadestand.\nZum anderen lie\u00df sich schlie\u00dflich auch ein zweites mal heiraten, ohne\ndie rechtm\u00e4\u00dfige Ehe l\u00f6sen zu m\u00fcssen. Eine morganatische Ehe war eine\nlegitime nicht ebenb\u00fcrtige Verbindung oder eine Ehe zur linken Hand,\nwie man es nannte. Die K\u00f6nigin nahm es hin, da\u00df ihr Gemahl seine Liebe\nanderen Frauen schenkte. In seinen beiden zur linken Hand angetrauten\nHofdamen Julie von Vo\u00df und Gr\u00e4fin Sophie Juliane Frederike D\u00f6nhoff sah\nsie keine Nebenbuhlerinen, die ihr die Liebe ihres Mannes geraubt\nhatten, da sie ihm nicht das geben konnte oder wollte, was er begehrte.\nF\u00fcr sie waren die dem K\u00f6nig zur linken angetrauten Ehefrauen nichts\nweiter als M\u00e4tressen. Sie aber blieb die K\u00f6nigin\" (Neumann 1997, S.\n77-78).<\/i><br><br><br><br><b>Verwendete Literatur:<\/b><br>\n<br>\nHans-Joachim Neumann: <i>Friedrich Wilhelm II. Preu\u00dfen unter en Rosenkreuzern<\/i>. Berlin: edition q 1997.<br><br><br>SH<br><br>","genealogie":"Vater: Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1719-1790), Landgraf\nMutter: Henriette Karoline von Pfalz-Zweibr\u00fccken (1721-1774), seit 1741 Landgr\u00e4fin von\n           Hessen-Darmstadt, genannt \"die gro\u00dfe Landgr\u00e4fin\"\nGeschwister: - Karoline (1746-1820) - verheiratet mit Landgraf Friedrich V. von Hessen-Hombur\n                    - Ludwig I. (1753-1830), Gro\u00dfherzog von Hessen und bei Rhein\n                    - Friederike Amalie (1754-1832) - verheiratet mit Gro\u00dfherzog Karl Ludwig von\n                       Baden\n                    - Wilhelmina Luisa (1755-1776) - verheiratet mit Zar Paul I. von Russland\n                    - Luise (1757-1830) - verheiratet mit Gro\u00dfherzog Carl August von\n                       Sachsen-Weimar-Eisenach\n                    - Friedrich (1759-1802)\n                    - Christian (1763-1830)","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":["K\u00f6nigliche Familie"],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}