
{"meta":{"meta-title":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff < Personen","meta-description":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4859","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4859","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4859","text":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff"}]},"data":{"id":4859,"zusatz_id":4859,"meta":{"meta-title":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff < Personen","meta-description":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4859","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4859"},"title":"Sophie Juliana Friederike D\u00f6nhoff","nachname":"D\u00f6nhoff","vorname":"Sophie Juliana Friederike","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"Gr\u00e4fin","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"17.10.1768","geburtsort":"Beynuhnen (Ostpreu\u00dfen)","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"28.01.1838","sterbeort":"Gut Beerbaum (Oberbarnim)","sterbeland":null,"berufe":["Hofdame"],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4860\" class=\"link-hover text-primary\">Julie Brandenburg ()<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4901\" class=\"link-hover text-primary\">Franz Michael Leuchsenring (Prinzenerzieher, Schriftsteller)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":"  Nachname: Brandenburg   Adelstitel: Gr\u00e4fin  Adelspr\u00e4dikat: von","lebenslauf":"<b>1768<\/b><br>\nSophie Juliane wird am 17. Oktober in Baynuhnen in Ostpreu\u00dfen in der Familie D\u00f6nhoff geboren.<br>\n<br>\n<b>1789<\/b><br>\nSophie Juliane erh\u00e4lt eine Anstellung als Hofdame der K\u00f6nigin Frederike\nLuise, der Ehefrau Friedrich Wilhelms II. am Hof in Potsdam. Sie\nbeeindruckt durch ihre Erscheinung und ihre Musikalit\u00e4t. Sie singt und\nspielt Klavier. Am Hof lernt\nsie den K\u00f6nig kennen, der sich zur blonden Sch\u00f6nheit\nhingezogen f\u00fchlt. Ein Zeitgenosse kommentiert ihren Aufritt bei Hof mit\nden Worten: <i>\"Die Gr\u00e4fin D\u00f6nhoff fesselte durch jenes Zusammenspiel von\nReizen, Liebensw\u00fcrdigkeit, Kaprizen und Launen, welche die\nLeidenschaften noch mehr entflammen\" (zitiert nach Neumann 1997, S. 85).<br>\n<\/i>\n<br>\n<b>1790<\/b><br>Am 9. April wird Sophie Juliana die Nachfolgerin von\nJulie von Vo\u00df und\ndem K\u00f6nig \"zur Linken\" angetraut. Die morganatische Ehe, eine im\nabsolutistischen Zeitalter nicht un\u00fcbliche Praxis zur Legitimierung von\nM\u00e4tressen und Liebschaften, erm\u00f6glicht eine nicht ebenb\u00fcrtige eheliche\nVerbindung zweier Partner ungleichen Standes. Aus der Heirat zwischen\nFriedrich Wilhelm II. und Sophie Juliana ergeben sich demnach keine\ndynastischen\nKonsequenzen. Die Verm\u00e4hlung in der Charlottenburger Schlo\u00dfkapelle\nleitet Johann Friedrich Z\u00f6llner, der schon\ndie erste morganatische Ehe des K\u00f6nigs getraut hat und daf\u00fcr 1788 mit\nder\nMitgliedschaft im lutherischen und reformierten Oberkonsortium in\nBerlin belohnt wurde. Sophie Juliane wird der Titel Gr\u00e4fin von\nBrandenburg verliehen.<br>\n<br>\n<b>1792<\/b><br>\nAm 27. Januar geht aus der Verbindung das erste Kind, Friedrich Wilhelm\nGraf von Brandenburg, der sp\u00e4tere Ministerpr\u00e4sident Preu\u00dfens, hervor.\nDennoch verl\u00e4uft die Ehe wenig harmonisch. Sophie Juliane ger\u00e4t mit\nMadame Ritz, der Freundin und M\u00e4tresse des K\u00f6nigs, aneinander. Zudem\nmischt sie sich in die Politik ein. Ber\u00fchmt wird ihr Ausspruch \u00fcber den\nFeldzug gegen Frankreich im Fr\u00fchjahr des Jahres:<i> \"Ich gebe Sie ganz\nauf, wenn Sie sich mit solchem Leichtsinn in ein so gewichtiges und\nschweres Unterfangen einlassen. Entweder m\u00fcssen Sie an der Spitze von\n200.000 Preu\u00dfen und 250.000 \u00d6sterreichern marschieren oder auf jede\nHoffnung des Sieges verzichten. Mit einer Handvoll Leuten werden Sie nur\nihr Leben aufs Spiel setzen und ihre Ehre blo\u00dfstellen. Sie werden von\nden Grenzen zur\u00fcckgeschlagen werden. Ihre ritterliche Laune macht sie\nzu einem Don Quichotte, der ebenfalls Berg und Tal durchzog, um \u00fcberall\ndas Recht wiederherzustellen, sich auf alles st\u00fcrzte, was ihm in den\nWeg kam und losschlug, ohne auf die Anzahl und St\u00e4rke seiner Gegner\nR\u00fccksicht zu nehmen\" (zitiert nach Neumann 1997, S. 85-86). <\/i><br>\nDie \u00c4u\u00dferungen kommen nicht gut an. Ebensowenig wie ihre Parteinahme\nf\u00fcr den els\u00e4sssichen Schriftsteller und preu\u00dfischen Prinzenerzieher\nFranz Michale Leuchsenring, der im Verdacht steht, mit franz\u00f6sischen\nRevolution\u00e4ren zu kollaborieren. Ende Mai verbannt Friedrich Wilhem II.\nseine \"Frau zur Linken\" in die Schweiz ins preu\u00dfische Neufch\u00e2tel.<br>\n<br>\n<b>1793<\/b><br>\nSophie Juliane wird zum zweiten mal Mutter. Sie gebirt eine Tochte.\nVater ist Friedrich Wilhelm II., der aber mit ihr gebrochen hat.\nDennoch kehrt sie im November nach Potsdam zur\u00fcck, \u00fcberrascht den K\u00f6nig\nbeim trauten Familienabend und \u00fcbergibt ihm im seine Kinder. Eine\nR\u00fcckkehr an den Hof erreicht sie nicht. Man gew\u00e4hrt ihr 8.000 Taler\nPension und schickt sie\nauf ein Gut bei Angerm\u00fcnde. Die Erzeihung der Kinder \u00fcbernimmt Madame\nRitz.<br>\n<b><br>1805<\/b><br>\nDie Gr\u00e4fin Sohie Juliane von D\u00f6nhoff erwirbt das Gut Beerbaum im Barnim und bewirtschaftet es bis zu ihrem Tod.<br>\n<br><b>\n1838 <\/b><br>\nSophie Juliana stirbt im Alter von 69 Jahren auf ihrem Gut.<br>\nFriedrich von C\u00f6lln nimmt in seinen \"Vertrauten Briefen\"&nbsp; folgende\nCharakteristik der Gr\u00e4fin und ihres letzten Auftritts am Hofe vor: <i>\"Eine\nvor\u00fcbergehende Liebschaft des K\u00f6nigs brachte sie empor, die ihn nach\nden ersten Gen\u00fcssen s\u00e4ttigte. Sie hatte nicht Verstand genug, ihn zu\nfesseln, und lie\u00df sich, durch einige Schw\u00e4rmer verf\u00fchrt, einfallen,\nsich in Staatsgesch\u00e4fte mischen zu wollen. Schon vergessen, stahl sie\nsich in den neuen Garten, wo der K\u00f6nig einem Concert beiwohnte; wie\neine Furie mit fliehenden Haaren dr\u00e4ngte sie sich durch, legte das mit\ndem K\u00f6nig erzeugte Kind vor seine F\u00fc\u00dfe, mit den Worten: \"Da haben Sie\nihr Eigenthum zur\u00fcck\"! und entfernte sich. Der K\u00f6nig blieb ruhig und\nsagte: \"Versorgen\"! worauf das Kind weggebracht, und die Mutter\nverwiesen wurde\" (C\u00f6lln 1807, S. 90-91).<\/i><br>\n<br>\n<b><br>\n\nVerwendete Literatur:<\/b><br>\n<br>Friedrich von C\u00f6lln:<i> Vertraute Briefe \u00fcber die innern Verh\u00e4ltnisse am preu\u00dfischen Hofe seit dem Tode Friedrich II. Erster Band<\/i>. Amsterdam und C\u00f6lln: Hammer 1807<br><br>Hans-Joachim Neumann: <i>Friedrich Wilhelm II. Preu\u00dfen unter den Rosenkreuzern<\/i>. Berlin: edition q 1997<br>\n<br>\n<br><br>\nSH<br>\n<br>\n<br>\n<br>\n<br>\n<br>\n<br>\n","genealogie":"Vater: Ernst Graf von D\u00f6nhoff\nMutter: Anna Sophie Charlotte Freiin von Langermann\nIn morganatischer Ehe mit Friedrich Wilhelm II. verbunden.\nSohn: Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg (1792?1850), der sp\u00e4tere preu\u00dfische Ministerpr\u00e4sident\nTochter: Gr\u00e4fin Sophie (Julie) von Brandenburg (1793?1848), verheiratet mit Ferdinand Friedrich von Anhalt-K\u00f6then.","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}