
{"meta":{"meta-title":"Anastasius Ludwig Mencken < Personen","meta-description":"Anastasius Ludwig Mencken < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4861","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4861","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Anastasius Ludwig Mencken"},"count":{"lebensdaten":11,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4861","text":"Anastasius Ludwig Mencken"}]},"data":{"id":4861,"zusatz_id":4861,"meta":{"meta-title":"Anastasius Ludwig Mencken < Personen","meta-description":"Anastasius Ludwig Mencken < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4861","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4861"},"title":"Anastasius Ludwig Mencken","nachname":"Mencken","vorname":"Anastasius Ludwig","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"02.08.1752","geburtsort":"Helmstedt","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch-lutherisch","sterbedatum":"05.08.1801","sterbeort":"Potsdam","sterbeland":null,"berufe":["Diplomat","Geh. Kabinettsrat"],"vereine":[],"bekanntschaften":{"5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/734\" class=\"link-hover text-primary\">Hans Rudolf Bischoffwerder (General, Politiker)<\/a>","6":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/3257\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Gottlieb Delbr\u00fcck (Publizist, Theologe, P\u00e4dagoge)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/544\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Gentz (Politiker, Publizist)<\/a>","7":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4863\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Wilhelm II. Preu\u00dfen (K\u00f6nig von Preu\u00dfen)<\/a>","8":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4867\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Wilhelm III. Preu\u00dfen (K\u00f6nig von Preu\u00dfen)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/681\" class=\"link-hover text-primary\">Carl August Struensee (Minister)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/623\" class=\"link-hover text-primary\">Friederike Helene Unger (Schriftstellerin, Publizistin und \u00dcbersetzerin)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/701\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Gottlieb Friedrich Unger (Verleger, Buchdrucker)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/690\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Christoph W\u00f6llner (Minister)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"Mencke","namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1752<\/b><br>\nAnastasius Ludwig wird am 2. August als Sohn des Juraprofessors\nGottfried Ludwig Mencke(n) und dessen Frau Luisa Maria in Helmstedt\ngeboren.<br>\n<b><br>\n1762 bis 1766<\/b><br>\nMencken besucht die Stadtschule in Halle. Er schlie\u00dft die Schulausbildung mit guten Noten bei dem Rektor Rambach ab.<br>\n<br>\n<b>1768<\/b><br>\nAufnahme des Studiums der Rechtswissenschaften in Helmstedt.<br>\n<br>\n<b>1772<\/b><br>\nWechsel des Studienortes. Mencken zieht nach Leipzig. Nach einj\u00e4hrigem\nAufenthalt kehrt er nach Helmstedt zur\u00fcck. Das Studium hat er noch\nnicht beendet.<br>\n<br>\n<b>1775<\/b><br>\nMencken zieht nach Berlin, nicht gewillt die juristische Laufbahn\nfortzusetzen oder das Studium zu beenden. Der evangelische Theologe\nWilhelm Abraham Teller, der mit der Familie befreudet ist, verschafft\nihm eine Stelle als Hauslehrer. Mencken unterrichtet nun die Kinder des\nKriegsrats und Berliner B\u00fcrgermeisters Christian L. Troschel.<br>\n<br>\n<b>1776<\/b><br>\nMenckens Bewerbung als Lehrer an der Berliner Milit\u00e4rschule (\u00c8cole\nmilitaire) scheitert. Der Minister Ewald von Hertzberg spricht sich\ngegen Menckens Berufung aus, nimmt diesen jedoch in die\nDiplomatenschule (Diplomatische P\u00e9pini\u00e8re) auf.<br>\n<br><b>\n1777 bis 1782<\/b><br>\nMit 25 Jahren wird Mencken Legationssekret\u00e4r und begleitet den\npreu\u00dfischen Gesandten Nostiz nach Stockholm. Bis auf weiteres f\u00fchrt\nMencken die Gesandtschaft. Als er in einem Familienkonflikt zwischen\ndem preu\u00dfischen K\u00f6nigshaus und dem schwedischen K\u00f6nig erfolgreich\nvermitteln kann, ist ihm die Gunst und Zuwendung Gustavs III. sicher.\nSein Ruf gelangt nach Preu\u00dfen und bleibt nicht ungeh\u00f6rt.<br>\n<br>\n<b>1782<\/b><br>\nDer Kabinettsminister Karl Wilhelm v. Finckenstein empfiehlt Mencken\ndem K\u00f6nig, worauf&nbsp; ihn Friedrich II. zum Kabinettssekret\u00e4r ernennt.\nSchon bald zeigen sich Menckens F\u00e4higkeiten, Kabinettsordren zu\nkonzipieren, Depeschen zu verfassen und die diplomatische Korrespondenz\nzu leiten.<br>\n<br>\n<b>1785<\/b><br>\nHochzeit mit Johanna Anna Elisabeth (1755-1818), Tochter des\nForstmeisters Wilhelm Boeckel und Witwe des Direktors der K\u00f6niglichen\nTabakfabrik Pierre Schock. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor. <br>\n<br>\n<b>1786<\/b><br>\nDer neue K\u00f6nig Friedrich Wilhelm II. ernennt Mencken zum Geheimen\nKriegsrat. Trotz seiner F\u00e4higkeiten und Erfahrung steht er hierarchisch\nunter den Beratern des K\u00f6nigs Johann Christoph von W\u00f6llner, Hans Rudolf\nvon Bischoffswerder und von Beyer.<br>\n<br><b>1787<\/b><br>Geburt des Sohnes Samuel Karl Ludwig.<br><br><b>1789<\/b><br>Geburt der Tochter Wilhelmine Louise (1789-1839). Sie heiratet 1806 den Rittmeister Ferdinand von Bismark. 1815 bekommt das Paar einen Sohn und nennt ihn Otto von Bismark. Mencken ist somit Gro\u00dfvater des sp\u00e4teren Reichskanzlers.<br><br>\n<b>1790<\/b><br>\nMencken nimmt f\u00fcr Preu\u00dfen am Kongre\u00df von Reichenbach teil.<br>\n<br>\n<b>1792<\/b><br>\nMencken begleitet den K\u00f6nig auf dem Frankreichfeldzug. Angebliche Sympathiebekundungen zur Franz\u00f6sischen Revolution lassen\nihn in Ungnade fallen. Die Krise verst\u00e4rkt sich bei der Aff\u00e4re um den\nSchriftsteller Franz Michael Leuchsenring, einem Mitglied der Berliner\nMittwochsgesellschaft, der sich offen zur Franz\u00f6sischen Revolution\nbekennt. Mencken kehrt nach Potsdam zur\u00fcck. Auf seine Dienste wird\nvorerst verzichtet. Mencken zieht sich zur\u00fcck, lebt bei seiner Familie\nund befasst sich mit staatswissenschaftlichen und philosophischen\nTheoremen. Trotz seiner Demission am Hof kann er auf einen promminenten\nFreundeskreis vertrauen, dem u.a. Friedrich Gentz, Friedrich Delbr\u00fcck,\nder Minister Karl August von Struensee und Friedrich Gottlieb Unger\nangeh\u00f6ren.<br>\n<br>\n<b>1796<\/b><br>\n\u00dcberraschende R\u00fcckker Menckens in den aktiven Dienst. Er erh\u00e4lt die\nAufgabe, einen Organisationsplan f\u00fcr die Verwaltung S\u00fcdpreu\u00dfens zu\nerarbeiten. Viele seiner Ideen und Vorschl\u00e4ge werden sp\u00e4ter f\u00fcr das\nStein-Hardenbergsche Reformvorhaben reaktiviert. Desweiteren arbeitet\nMencken als Gutachter des k\u00f6niglichen Kabinetts.<br>\n<br><b>\n1797 bis 1800<\/b><br>\nMencken wird zum Leiter des Kabinetts bef\u00f6rdert und ist bis zu seinem\nDienstende erster Kabinettsrat unter K\u00f6nig Friedrich Wilhelm\nIII. 1800 quittiert er krankheitsbedingt 48j\u00e4hrig den Dienst und zieht\nsich auf sein 1799 erworbenes Gut Neu-Cladow zur\u00fcck.<br>\n<br>\n<b>1801<\/b><br>\nAm 5. August stirbt Mencken im Alter von 49 Jahren<br><br>Nachruf in der Haude- und Spenerschen Zeitung Nr. 95, Sonnabend, den 8. August 1801:<br>\"Am 5. d. M. verlor der Preussische Staat einen seiner treuesten und rechtschaffensten Diener, den K\u00f6nigl. Geheimen Kabinetsrath, Herrn Ludwig Anastasius Menken. Er war Patriot im edelsten und wahren Sinne des Worts. Seine Liebe und Anh\u00e4nglichkeit f\u00fcr den K\u00f6nig und das Vaterland kannte keine Grenzen, und sein Eifer, beiden n\u00fctzlich zu werden, erm\u00fcdete nie. Was er besonders unserm jetztregierenden theuren K\u00f6nige gewesen ist, wu\u00dfte dieser vortreffliche, jedes Verdienst ehrende Monarch, auch da noch zu sch\u00e4tzen, als k\u00f6rperliche Schw\u00e4che es ihm nicht mehr erlaubte, alle Gesch\u00e4fte seines wichtigen Amtes zu verwalten; und was Er, vorz\u00fcglich im Anfange der gegenw\u00e4rtigen Regierung, gewirkt und gethan hat - das wird kein Redlicher im Lande je vergessen! Sanft ruhe seine Asche!<br><br>\n<br>\nFriedrich von C\u00f6lln erkl\u00e4rt in den \"Vertrauten Briefen\" die zweite Karriere Menckens unter Friedrich Wilhelm III. wie folgt: <i>\"Alle, die sich in dieser Zeit Patrioten nannten \u00fcberschwemmten den Prinzen (Friedrich Willhelm III. -S.H.)  mit Projekten zur Abstellung so vieler Mi\u00dfbr\u00e4uche, da\u00df er sich nach einem Manne sehnte, der sie zu w\u00fcrdigen verst\u00e4nde, und dazu Kenntnis des Landes und des Dienstes bes\u00e4\u00dfe. Diesen Mann fand er in Person des Cabinettsrath Mencken. Dieser rechtliche Mann war unter der Regierung Friedrich Wilhelms zur\u00fcckgesetzt, weil man ihn f\u00fcr einen Jacobiner hielt. Unstreitig geh\u00f6rte er zu der Parthey der Democraten; sein Brief an Zerboni, im Genius der Zeit abgedruckt, beweist es. Er geh\u00f6rte zu so vielen andern, die durch die Franz\u00f6sische Revolution hingerissen waren, alle Folgen der Feudal-Aristokratie zu hassen; die den dritten Stand den \u00fcbrigen gleichsetzen, und alle Pr\u00e4rogativen des Adels vernichten wollten; die alle Willk\u00fcr des Regenten ha\u00dften, nur dem Gesetz eine Herrschaft einr\u00fcumten, und Freunde der Pre\u00df-, Censur und Denkfreiheit waren. Hieraus folgte eine Abneigung gegen einen Krieg mit Frankreich und gegen die alte Regierung und ihre St\u00fctzen\" (von C\u00f6lln 1807, S. 102-103).<\/i><br><br><br><b>Verwendete Literatur:<\/b><br><br>Friedrich von C\u00f6lln:<i> Vertraute Briefe \u00fcber die innern Verh\u00e4ltnisse am preu\u00dfischen Hofe seit dem Tode Friedrich II. Erster Band<\/i>. Amsterdam und C\u00f6lln: Hammer 1807<br><br><br>SH<br><br>","genealogie":"Vater: Gottfried Ludwig Mencken (1712-1762), Professor f\u00fcr Rechtswissenschaften\nMutter: Luisa Maria (1727-1800), geborene Witten, Tochter des Domherren Anastasius Witten in\n           Gandersheim\nEhefrau: Johanne Elisabeth geb. B\u00f6ckel","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/1115\" class=\"link-hover text-primary\">Anastasius Ludwig Mencken, der Gro\u00dfvater des F\u00fcrsten Bismarck und die Kabinettsregierung in Preu\u00dfen<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}