
{"meta":{"meta-title":"Ludwig Fischer < Personen","meta-description":"Ludwig Fischer < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4876","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4876","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Ludwig Fischer"},"count":{"lebensdaten":8,"namensformen":1,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4876","text":"Ludwig Fischer"}]},"data":{"id":4876,"zusatz_id":4876,"meta":{"meta-title":"Ludwig Fischer < Personen","meta-description":"Ludwig Fischer < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4876","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4876"},"title":"Ludwig Fischer","nachname":"Fischer","vorname":"Ludwig","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"18.08.1745","geburtsort":"Mainz","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"10.07.1825","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["S\u00e4nger"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":" Vorname: Johann Ignaz Karl Ludwig Franz Josef    ","lebenslauf":"<b>1745<\/b><br>Geburt in Mainz am 18. August. Er geht ins jesuitische Gymnasium St. Ignaz der Stadt Mainz. In seiner Sch\u00fclerzeit singt er im Kirchenchor und beteiligt sich an der Auff\u00fchrung von Singspielen.<br><br><b>1761<\/b><br>In diesem Jahr wird Fischer als Tenor der Hofkapelle registriert.<br><br><b>1763<\/b><br>Fischer wird als Bass am Mainzer Hof engagiert.<br><b><br>1770<\/b><br>Etwa in diesem Jahr beginnt Fischer in Mannheim seine Ausbildung bei dem renommierten Tenors\u00e4nger Anton Raaff. Dieser lehrt nach den Vorgaben von Antonio Maria Bernacchis Belcantoschule. Fischer eignet sich dort die Vorliebe zur reichen Ornamentierung einfach gesetzter Melodien an. Die Art der Ornamentierung wird er umfassend in seine Technik integrieren.<br><br><b>1772<\/b><br>Seinen ersten offiziellen Auftritt an der Hofoper in Mannheim hat er im November. Er singt die Rolle Belfustos aus Antonio Salieris La fiera di Venezia. Danach entwickelt er sich zu einem eminenten B\u00fchnenprotagonisten und erregt durch seine Darbietungskunst gro\u00dfe Aufmerksamkeit. Seine Stimme besitzt ein au\u00dferordentliches Volumen und einen \u00fcberaus weiten Umfang, in der tiefen Stimmregion bis zum D bzw. nach Eigenaussage des K\u00fcnstlers bis zum Kontra-B.<br><br><b>1775-1777<\/b><br>Er beginnt 1775 neben seinem Engagement als B\u00fchnendarsteller mit dem Unterricht als Gesangslehrer des Seminarium musicum. Als Darsteller kann er herausragende Erfolge verzeichnen: 1775\/76 mit dem Herkules in der 'Alceste' Anton Schweitzers und 1771 mit dem Pfalzgrafen Rudolf im Rahmen der Urauff\u00fchrung des'G\u00fcnther von Schwarzburg' von Ignaz Holzbauer.<br><br><b>1778<\/b><br>Gemeinsam mit dem Mannheimer Hof zieht er nach M\u00fcnchen.<br><br><b>1780<\/b><br>Fischer geht nach Wien, wo er als Opern- und Konzerts\u00e4nger seine Karriere fortsetzt.<br><br><b>1782<\/b><br>Er ist der erste Osmin in 'Die Entf\u00fchrung aus dem Serail' von Mozart. Der Komponist sch\u00e4tzt den S\u00e4nger sehr und bedauert sp\u00e4ter dessen Fortgehen aus Wien.<br><br><b>1783<\/b><br>Fischer wird entlassen, weil das deutsche Singspiel in Wien keine Fortf\u00fchrung findet. Anschlie\u00dfend wirkt er in den Pariser 'Concerts spirituels' mit und tritt daraufhin als S\u00e4nger eine K\u00fcnstlerreise nach Italien an.<br><br><b>1785<\/b><br>In diesem Jahr tritt er abermals in Wien auf und gastiert ferner in Prag und Dresden. Im Anschluss daran ist er in Regenburg am Hofe der F\u00fcrsten von Thurn und Taxis angestellt.<br><br><b>1789<\/b><br>Johann Friedrich Reichardt vermittelt Fischer dem K\u00f6niglichen Opernhaus in Berlin. Noch im selben Jahr singt er die Titelpartie in Reichardts 'Brenno'. Die Urauff\u00fchrung der Oper wird zu einem gro\u00dfen Erfolg.<br><br><b>1794<\/b><br>Fischer tritt als Gasts\u00e4nger in London auf.<br><br><b>1798<\/b><br>Er reist f\u00fcr Gastauftritte nach Leipzig, Dresden und Wien.<br><br><b>1801-1802<\/b><br>Ein Gastspiel f\u00fchrt ihn nach Hamburg.<br><br><b>1811<\/b><br>Fischer wird pensioniert, tritt aber in hohem Alter weiterhin gelegentlich auf. So unternimmt er 1816 eine abschlie\u00dfende Konzertreise nach Wien und ist noch 1817 in Berlin zu h\u00f6ren.<br><br><b>1825<\/b><br>Er stirbt in Berlin am 10. Juli.<br><br><br>Eduard Mutschelknauss<br><br><br>LITERATUR:<br>- Dokument: Fragment der Selbstbiographie Ludwig Fischers in der Staatsbibliothek zu Berlin.<br>- H. Theinert, Jahrhundertfeier eines deutschen Trinkliedes und Mitteilungen aus dem Leben des S\u00e4nger-Komponisten Ludwig Fischer (1745-1825), in: Die Musik 2, 1902\/03, S. 262\u2013270.<br>- A. Gottron, Kleine Beitr\u00e4ge zur Mainzer Musikgeschichte 1. Die Selbstbiographie des Bassisten Ludwig Fischer aus Mainz, in: Mainzer Almanach. Beitrage aus Vergangenheit und Gegenwart, Mainz 1959, S. 113\u2013119 und 124f.<br>- P. Corneilson, The Mannheim Years of Ludwig Fischer (1745-1825), in: Mannheim \u2013 ein Paradies der Tonk\u00fcnstler?, hg. von L. Finscher u.a., Frankfurt am Main 2002.<br><br><br><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Musik","Theater"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}