
{"meta":{"meta-title":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark < Personen","meta-description":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4883","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4883","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4883","text":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark"}]},"data":{"id":4883,"zusatz_id":4883,"meta":{"meta-title":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark < Personen","meta-description":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4883","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4883"},"title":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander Mark","nachname":"Mark","vorname":"Friedrich Wilhelm Moritz Alexander","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"Graf","adelspraedikat":"von der","geburtsdatum":"04.01.1779","geburtsort":"Potsdam","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"01.08.1787","sterbeort":"Potsdam","sterbeland":null,"berufe":[],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1779<\/b><br>\nGeburt am 4. Januar als uneheliches Kind des preu\u00dfischen Thronfolgers\nFriedrich Wilhelm und dessen M\u00e4tresse Wilhelmine Encke, der sp\u00e4teren\nMadame Ritz und Gr\u00e4fin Lichtenau.<br>\nAlexander wird Friedrich Wilhelms Lieblingskind. Mirabeau beschreibt\ndie k\u00f6nigliche Zuneigung: <i>\"Sein Angesicht gl\u00e4nzt, wenn er ihn nur\nsieht, am Morgen besch\u00e4ftigt er sich lange mit diesem Kinde; unter\nallen seinen fortw\u00e4hrend wechselnden Launen ist diese Zuneigung die\neinzige, die sich regelm\u00e4\u00dfig erh\u00e4lt\" (zitiert nach Vehse 1993, S. 26).<br><\/i>\n<br>\n<b>1786<\/b><br>\nKurz vor seinem Tod erhebt K\u00f6nig Friedrich II. die unehelichen Kinder seines Thronfolgers in den Grafenstand.<br>\n<br>\n<b>1787<\/b><br>\nAm 1. August stirbt Graf Alexander, das Lieblingskind des neuen K\u00f6nigs\nFriedrich Wilhelm II. am \"Gallenfieber\". Der bislang unbekannte\nBildhauer Joahnn Gottfried Schadow fertigt ein\nGrabmahl an, das 1790 in der Dorotheenst\u00e4tischen Kirche, der Grabst\u00e4tte\nAlexanders errichtet wird.<br><br>Der Entwurf des Denkmals geht auf den potsdamer Maler Jophann Gottlieb Puhlmann zur\u00fcck. Mit der plastischen Ausarbeitung beauftragt man zun\u00e4chst Antoine Tassaert, der jedoch 1788 stirbt. Minister Heinitz bringt den jungen romerfahrenen Schadow ins Spiel. Es ist schon eine kleine Sensation, da\u00df ein kaum rennomierter K\u00fcnstler mit der Aufgabe betreut wird. Unter Schadows Leitung arbeiten nun rennomierte Bildhauer. Er selbst schreibt \u00fcber Vorbilder und technische Ausf\u00fchrung seines ersten gro\u00dfen Wekes: <i>\"Wenn das Malerische, wo es auf der rechten Stelle ist, Lob verdient, wird es in der Skulptur nur bedingungsweise anzuwenden sein. Die Sibyllen der Sixtinischen Kapelle habe ich nicht kopiert - aber von dem Eindruck, den sie machen, m\u00f6chten sich wohl Spuren bei der Anordnung meiner Parzen zeigen. Die Alten haben diese Wesen als junge weibliche Figuren darsgestellt, man hat aber Bilder, die man sogar dem Michelangelo zuschreibt, auf welchen die drei Schwestern als Alte erscheinen. Sie haben die Neueren, und bis heute der gemeine Mann mehren heidnischen Gottheiten eine andere Gestalt gegeben. Es war Nachgiebigkeit, wenn man mir gestattete, zwei jener furchtbaren Schicksalsg\u00f6ttinnen jung darzustellen. Lachesis sieht im Buche des Verh\u00e4ngnisses den Augenblick, wo Atropos den Faden zerrei\u00dfen soll. Clotho, die ihn gesponnen, sucht sie abzuhalten. Das Zerrei\u00dfen des Fadens deutet auf das Hinwegraffen in der Bl\u00fcte der Jugend, indem weder Alter noch Schw\u00e4che den Tod herbeif\u00fchrten.<br>Zur Verzierung des Sarkophags mu\u00dfte der K\u00fcnstler die Gewalt des Schicksals auf andere Weise ausdr\u00fccken. Die G\u00f6ttin Minerva wollte den Knaben in ihre Schule aufnehmen, die gefl\u00fcgelte Zeit entrei\u00dft ihn und zeigt den unterirdischen Weg, den die abgeschiedenen Seelen zu nehmen haben. Auf der einen Seitenwand steht der Tod, auf der anderen dessen Bruder, der Schlaf, beide in J\u00fcnglingsgestalt -wie die Alten solche bildeten. Der junge Graf, auf dem Sarkophage ruhend, ist in kolossaler Gr\u00f6\u00dfe. Helm und Schwert in der Hand deuten auf dessen Neigung zu den Waffen. Die Inschrift auf der schwarzen Marmortafel ist von Ramler.&nbsp; (...).<br>Mit Einschlu\u00df des Steinmetzen hatte ich zuweilen 17 Mann in Arbeit. Im Jahre 1790 ward das Denkmal vollendet. Madame Ritz, geborene Encke, die jetzt Gr\u00e4fin Lichtenau geworden war, kam hin, sah es und k\u00fc\u00dfte den marmornen Knaben\"<\/i> (Schadow 1987, S. 25 ff.). <br><br><br><br><b>Verwendete Literatur:<\/b><br>\nCarl Eduard Vehse: <i>Die H\u00f6fe Preu\u00dfens. Von Friedrich Wilhelm II. bis Friedrich Wilhelm III. 1786 bis 1840<\/i>. Leipzig: Kiepenheuer 1993<br><br>Johann Gottfried Schadow: <i>Kunstwerke und Kunstansichten. Ein Quellenwerk zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte zwischen 1780 und 1845<\/i>. Bd. I. Hrsg. von G\u00f6tz Eckardt. Berlin 1987. <br><br><br>SH<br>\n","genealogie":"Friedrich Wilhelm II. (1744-1797), ab 1786 K\u00f6nig von Preu\u00dfen\nMutter: Wilhelmine Encke (1753-1820), M\u00e4tresse des Kronprinzen","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}