
{"meta":{"meta-title":"Jean Paul Friedrich Richter < Personen","meta-description":"Jean Paul Friedrich Richter < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4903","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4903","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Jean Paul Friedrich Richter"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":2,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4903","text":"Jean Paul Friedrich Richter"}]},"data":{"id":4903,"zusatz_id":4903,"meta":{"meta-title":"Jean Paul Friedrich Richter < Personen","meta-description":"Jean Paul Friedrich Richter < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4903","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4903"},"title":"Jean Paul Friedrich Richter","nachname":"Richter","vorname":"Jean Paul Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"21.03.1763","geburtsort":"Wunsiedel","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"14.11.1825","sterbeort":"Bayreuth","sterbeland":null,"berufe":["Schriftsteller"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/16\" class=\"link-hover text-primary\">Berlinische Gesellschaft f\u00fcr deutsche Sprache (gegr\u00fcndet: 05.01.1815 aufgel\u00f6st: 1880)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/6\" class=\"link-hover text-primary\">Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche) (gegr\u00fcndet: 01.10.1796 aufgel\u00f6st: 31.12.1806)<\/a>"],"bekanntschaften":{"0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4218\" class=\"link-hover text-primary\">Hans Georg Jacob Ahlefeld (Jurist)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4627\" class=\"link-hover text-primary\">Carl August Matzdorff (Verleger, Buchh\u00e4ndler)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4357\" class=\"link-hover text-primary\">Christian Heinrich Wolke (Sprachwissenschaftler)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":"Jean Paul","namensvarianten":"Johann Paul","namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1763<\/b><br>Am 21. M\u00e4rz wird Johann Paul Friedrich Richter, das erste Kind von Johann Christian Christoph Richter (1727-1779) und seiner Ehefrau Sophia Rosina geb. Kuhn (1737-1797), in Wunsiedel\/Fichtelgebirge geboren.<br><br><b>1764<\/b><br>Am 9. Oktober Geburt von Johann Adam Christian Richter.<br><br><b>1765<\/b><br>Die Familie zieht am 1. August nach Joditz in der N\u00e4he von Hof, wo der Vater eine Pfarrstelle antritt.<br><br><b>1766<\/b><br>Am 27. Juli Geburt von Rosina Barbara Richter, die bereits am 23. April des folgenden Jahres stirbt.<br><br><b>1768<\/b><br>Der zweite Bruder, Johann Gottlieb wird am 8. Mai geboren (gest. 1850).<br><br><b>1770<\/b><br>Am 3. Juni Geburt des Bruders Justus Heinrich Wilhelm.<br><br><b>1774<\/b><br>Geburt der zweiten Schwester Sophie Jacobine Ottilie. Sie stirbt am 22. M\u00e4rz des folgenden Jahres.<br><br><b>1776<\/b><br>Von Joditz zieht die Familie nach Schwarzenbach um; der Vater tritt eine h\u00f6her dotierte Pfarrstelle an. Durch den dortigen Kaplan Johann Samuel V\u00f6lkel erh\u00e4lt Johann Paul Friedrich Richter Philosophie- und Geographieunterricht. Er lernt den Pfarrer Erhard Friedrich Vogel (1750-1823) kennen.<br><br><b>1778<\/b><br>Am 6. Januar Geburt des j\u00fcngsten Bruders Johann Samuel.<br>Es entstehen die ersten Exzerpthefte Johann Paul Friedrich Richters. Exzerpiert wird aus B\u00fcchern und Zeitschriften, die aus der Bibliothek Vogels entliehen sind.<br><br><b>1779<\/b><br>Johann Paul Friedrich Richter besucht seit Jahresbeginn das Gymnasium im nahe gelegenen Hof. Am 25. April stirbt der Vater. Die Freundschaft mit Adam Lorenz von Oerthel und Christian Georg Otto, sp\u00e4ter mit Johann Bernhard Hermann (1761-1790) beginnt.<br><br><b>1780<\/b><br>Bei seiner Schulentlassung am 11. Oktober h\u00e4lt Johann Paul Friedrich Richter die Rede \u00dcber den Nutzen und Schaden der Erfindung neuer Wahrheiten. Es entstehen die \u00dcbungen im Denken.<br><br><b>1781<\/b><br>Bei seinen ersten schriftstellerischen Versuchen entsteht der Briefroman Abelard und Heloise. Am 19. Mai erfolgt in Leipzig Johann Paul Friedrich Richters Immatrikulation f\u00fcr das Studium der Theologie. Die Familie Richter ist seit dem Tod des Gro\u00dfvaters im vorangegangenen Jahr in Erbstreitigkeiten verwickelt und nahezu mittellos. Bereits im November ist der Entschluss gefasst, das Studium aufzugeben und als Schriftsteller zu arbeiten.<br><br><b>1782<\/b><br>Juni bis November Arbeit am ersten Teil der Gr\u00f6nl\u00e4ndischen Prozesse, der im Dezember von dem Berliner Verleger Christian Friedrich Vo\u00df angenommen wird.<br><br><b>1783<\/b><br>Ende Januar erscheint der erste, im Oktober der zweite Band der Gr\u00f6nl\u00e4ndischen Prozesse.<br>Vom 7. bis 25. August Aufenthalt in Hof, im Anschluss beginnt die Arbeit an der sp\u00e4teren Auswahl aus des Teufels Papieren.<br><br><b>1784<\/b><br>Vergebliche Suche nach einem Verleger f\u00fcr seine Satirensammlung, deren Druck u.a. die Berliner Buchh\u00e4ndler Friedrich Nicolai und Mylius ablehnen. In finanzielle Bedr\u00e4ngnis geraten, flieht Johann Paul Friedrich Richter am 12. November vor seinen Gl\u00e4ubigern nach Hof.<br><br><b>1786<\/b><br>Am 13. Oktober stirbt der enge Freund Johann Adam Lorenz von Oerthel.<br><br><b>1787<\/b><br>Anfang Januar Antritt des Hofmeisteramtes&nbsp; auf dem Rittergut in T\u00f6pen bei Hof.<br><br><b>1788<\/b><br>Auf Vermittlung Caroline Herders erscheint im Dezember die Erz\u00e4hlung Was ist der Tod im \u201eDeutschen Museum\u201c.<br><br><b>1789<\/b><br>Das Hofmeisteramt in T\u00f6pen endet im April, Selbstmord des Bruders Justus Heinrich Wilhelm. Es erscheint im Mai unter dem Pseudonym J. P. F. Hasus die Auswahl aus des Teufels Papieren.<br><br><b>1790<\/b><br>Am 3. Februar Tod des Freundes Johann Bernhard Hermann. Im M\u00e4rz tritt Johann Paul Friedrich Richter ein neues Hofmeisteramt an. Er wird die kommenden vier Jahre als Privatlehrer in Schwarzenbach verbringen. Beginn der Freundschaft mit Am\u00f6ne Herold, der sp\u00e4teren Frau seines Freundes Christian Otto. <br>Seit Juli Vorarbeiten zu seinem ersten Roman.<br><br><b>1791<\/b> <br>Arbeit am Wutz, zugleich beginnt am 15. M\u00e4rz die Niederschrift der Unsichtbaren Loge.<br><br><b>1792<\/b><br>Ansbach-Bayreuth wird seit Anfang Februar von dem preu\u00dfischen Minister Karl August von Hardenberg verwaltet, nachdem der Markgraf Karl Alexander von Ansbach-Bayreuth sein Gebiet am 2. Dezember des vorangehenden Jahres an Preu\u00dfen abgetreten hat.<br>Johann Paul Friedrich Richter nennt sich am 9. Mai erstmals, nach Rousseau, \u201eJean Paul\u201c.<br>Am 7. Juni schickt Jean Paul das Manuskript der Unsichtbaren Loge an Karl Philipp Moritz, dessen Werke er seinerseits sch\u00e4tzte: \u201eDas schwarze Wachstuch umwickelt wie das Leben eines Menschen, Karakter, Freude, Schmerz, einen halbabgebrochnen Plan, kurz einen Roman, ich h\u00e4tte beinahe geschrieben, einen Menschen (\u2026) Da ich Ihnen das Buch schicke: so w\u00fcrd\u2019 ich die Meinung vergeblich zu verhehlen trachten, die ich von demselben habe und die mir nicht erlaubt, es wie einen amputierten Ldor auf der Buchh\u00e4ndler-B\u00f6rse zirkulieren zu lassen und es dem gef\u00fchllosen Tasten von geistigen Sklavenh\u00e4ndlern anzubieten, die ich nicht kenne. Es ist mir s\u00fcsser, wenn ich wei\u00df, ich schicke es zu einem Herzen, das seine Superiorit\u00e4t abgerechnet, dem \u00e4hnlich ist, unter dem es getragen und gen\u00e4hrt worden.. Fanden Sie es nach dem Lesen desselben werth, von den wenigen gelesen zu werden, die Ihnen \u00e4hnlich: so bitt\u2019 ich Sie ihm durch Ihr Urtheil oder einige Bl\u00e4tter oder das ganze eine merkantilische Hand zuzuwenden, die es aus der geschriebnen Welt in die gedrukte f\u00fchre.\u201c (Berend III 1, 354, Nr 390). Moritz antwortet wenig sp\u00e4ter enthusiastisch: \u201eUnd wenn Sie am Ende der Erde w\u00e4ren, und m\u00fc\u00dft\u2019 ich hundert St\u00fcrme aushalten, um zu Ihnen zu kommen, so flieg\u2019 ich in Ihre Arme! \u2013 Wo wohnen Sie? Wie hei\u00dfen Sie? Wer sind Sie? \u2013 Ihr Werk ist ein Juwel; es haftet mir, bis sein Urheber sich mir n\u00e4her offenbart!\u201c (IV 1, 261, Nr 137 vom 19.6.1792). Am 6. Juli schickt Jean Paul die Erz\u00e4hlung Schulmeisterlein Wuz und das Ausl\u00e4uten oder Sieben letzte Worte an die Leser der Biographie und der Idylle nach Berlin, die von Moritz ebenfalls begeistert aufgenommen werden.<br>Auf der Basis zahlreicher Vorarbeiten beginnt Jean Paul am 21. September mit der Niederschrift des Hesperus. Jean Paul verliebt sich \u2013 ungl\u00fccklich - in Am\u00f6ne Herold, die sp\u00e4ter Christian Otto heiratet.<br><br><b>1793<\/b><br>Am 26. April stirbt Jean Pauls Mentor Moritz.<br>24. Juli beginnt der Schriftsteller, Pl\u00e4ne zu einem \u201edritten Buche\u201c, dem Quintus Fixlein, zu entwickeln. Im August erfolgt die Verlobung mit der f\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen Karoline Herold, der j\u00fcngeren Schwester Am\u00f6ne Herolds.<br>Am 3. September unternimmt er eine Reise nach Bayreuth, wo er Emanuel Samuel, seit 1814 Osmund, trifft. <br><br><b>1794<\/b><br>Ende der Hofmeisterstelle in Schwarzenbach und R\u00fcckkehr nach Hof am 3. Mai.<br>21. Juni Abschluss des Hesperus, am 16. Juli schickt Jean Paul erste Teil des Romans, am 9. August das ganze Manuskript an seinen Berliner Verleger Matzdorff. Schlechte Witterungsbedingungen verhindern eine geplante Reise des Autors nach Berlin. Zur gleichen Zeit Beginn der Arbeit am Quintus Fixlein. Am 1. Dezember kommt es zur Aufl\u00f6sung der Verlobung mit Karoline Herold.<br><br><b>1795<\/b><br>&nbsp;Am 11. M\u00e4rz beginnt Jean Paul mit der \u00dcberarbeitung des Quintus Fixlein, hinzu kommt die Arbeit an den Biographischen Belustigungen. Im September beginnt die Arbeit an Blumen-, Frucht- und Dornenst\u00fccke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenk\u00e4s, am 8. Oktober schickt Jean Paul das Manuskript des ersten Bandes des Siebenk\u00e4s an Matzdorff.<br><br><b>1796<\/b><br>Am 11. Januar kommt es zur pers\u00f6nlichen Bekanntschaft mit dem Justizassessor Hans Georg von Ahlefeldt, einem enthusiastischen Verehrer seiner Werke, der Jean Paul w\u00e4hrend seiner R\u00fcckreise von Bayreuth nach Berlin in Hof besucht.<br>Vom 14. bis 18. Mai reist Jean Paul nach Bayreuth, wo er Wilhelmine von Kropff, die vertraute Freundin Ahlefeldts, trifft.<br>Ende April erscheinen die Biographischen Belustigungen.<br>An Matzdorff schickt Jean Paul am 8. Juni den dritten Band des Siebenk\u00e4s.<br>Am 29. Februar hatte Charlotte von Kalb aus Weimar an Jean Paul geschrieben: \u201eIn den letzten Monaten wurden hier Ihre Schriften bekannt; sie erregten Aufmerksamkeit, und vielen waren sie eine sehr willkommene Erscheinung. Mir gaben sie die angenehmste Unterhaltung (\u2026)\u201c (IV 2, 147, Nr 74). Gemeint ist das Wohlwollen von Wieland und dem Ehepaar Herder, dasjenige von Karl Ludwig von Knebel, Friedrich Hildebrand von Einsiedels und Heinrich von Kalbs, Verehrer seiner Werke, die Jean Paul w\u00e4hrend seiner Reise \u00fcber Jena nach Weimar vom 9. Juni bis 2. Juli kennenlernt. Am 16. Juni folgt er einer Einladung der Herzogin Anna Amalia nach Schloss Tiefurt. Bereits am 12. Juni schreibt er an Otto: \u201eAch hier sind Weiber! Auch habe ich sie alle zum Freunde, der ganze Hof bis zum Herzog lieset mich.\u201c (Berend III Nr). Am 17. und 23. Juni nimmt er Einladungen Goethes wahr, am 25. Juni besucht er Schiller, lernt dar\u00fcber hinaus Karl August B\u00f6ttiger kennen.<br>Jean Paul lernt am 17. August die Frau des russischen Gesandten in D\u00e4nemark, Julie von Kr\u00fcdener (1764-1824) kennen.<br>Am 21. August wird die Geschichte meiner Vorrede zur zweiten Auflage des Quintus Fixlein beendet, die Arbeit am Jubelsenior aufgenommen.<br>Der Musiker und Komponist Johann Friedrich Reichardt (1752-1814) besucht am 5. September Jean Paul in Hof.<br>Vom 6. bis 16. Oktober reist Jean Paul nach Bayreuth, wo er Wilhelmine von Kropff besucht und bei ihr Hans Georg von Ahlefeldt wiedersieht.<br>Eine \u00dcbersiedelung nach Weimar wird angedacht.<br><br><b>1797<\/b><br>Am 6. Januar Beginn mit der Arbeit am Kampanerthal, die am 10. Februar beendet wird.<br>Jean Pauls Umzug in das Haus des Kaufmanns und Senators Johann Georg Widmanns in Hof findet am 11. Mai statt. Der Jubelsenior ist am 11. Juni beendet, die Ausarbeitung des Titan wird&nbsp; am 21. Juni begonnen. Wenige Tage sp\u00e4ter erkrankt Jean Pauls Mutter, die am 25. Juli stirbt.<br>Am 3. Juli besucht die mit dem Ehepaar Herder befreundete Schriftstellerin Emilie von Berlepsch (1755-1830) Jean Paul in Hof. Er folgt ihr vom 5. bis 12. August nach Franzensbad: \u201eSie ist die erste genialische Frau, bei der mein Herz keine moralische Schmerzen litt\u201c (Berend, an Friedrich von Oertel am 13. August 1797). <br>Ein Umzug nach Leipzig wird beschlossen, der am 28. Oktober erfolgt. Jean Paul kommt am 2. November in Leipzig an und lernt an diesem Tag den jungen Philologen und Violinvirtuosen Paul Emil Thieriot (1780-1831) kennen. Beginn der Arbeit an den Palingenesien. Der Schriftsteller verkehrt in der Leipziger Gesellschaft, ist u.a. bei Ernst Platner, seinem einstigen Universit\u00e4tslehrer, und Christian Felix Wei\u00dfe eingeladen.<br>Am 20. Dezember trifft Emilie von Berlepsch, die den Winter mit Jean Paul verbringt, in Leipzig ein.<br><br><b>1798<\/b><br>Am 13. Januar Eheversprechen f\u00fcr Emilie von Berlepsch, das bereits Ende Februar zur\u00fcck genommen wird. Er lernt am 17. Februar die mit Jacobi und Stolberg befreundete Gr\u00e4fin Amalie zu M\u00fcnster-Meinh\u00f6vel (1767-1814) kennen, drei Tage sp\u00e4ter den mit Wei\u00dfe befreundeten Reiseschriftsteller Karl Gottlob K\u00fcttner (1755-1805).<br>Die Arbeit an den Palingenesien ist am 23. M\u00e4rz abgeschlossen. Es folgen mehrere Reisen: Im April zun\u00e4chst nach Hof, vom 15. Mai bis Ende Mai folgt ein Besuch der Dresdner Buchmesse, dort begegnet Jean Paul u.a. dem Berliner Verleger Matzdorff und seinem sp\u00e4teren Widersacher Garlieb Merkel. Der Schriftsteller besichtigt die Antikensammlung, die Mengssche Abgu\u00dfsammlung, die Gem\u00e4ldesammlung und das Naturalienkabinett. Anfang Juni erscheint die zweite Auflage des Hesperus.<br>Vom 16. bis 20. Juli ist Jean Paul zu Gast bei Reichardt in Giebichstein und lernt in Halle den Erfolgsautor Lafontaine kennen, vom 21. bis 27. Juli schlie\u00dft sich ein Besuch in Halberstadt bei Johann Wilhelm Ludwig Gleim an.<br><br>Nachdem am 15. August die Palingenesien erschienen sind, reist Jean Paul am 21. August \u00fcber Naumburg nach Jena, wo er Fichte begegnet, vom 23. August bis 3. September folgt ein erneuter Aufenthalt in Weimar und Begegnungen mit Herder, Wieland, der Herzogin Anna Amalia u.a.; er lernt die Schriftstellerin Karoline von Wolzogen (1763-1847), den mit Goethe befreundeten Heinrich Meyer (1760-1832) und den Schriftsteller Johann Daniel Falk (1768-1828) kennen. Die Entscheidung, von Leipzig nach Weimar \u00fcberzusiedeln wird getroffen: \u201eIch bedarf eines gymnastischen Orts\u201c, so Jean Paul an Otto, \u201ewo meine Seele eine Pal\u00e4stra findet; einen Kampf- und Waffenplatz; Leute die einen anstrengen und \u00fcbertreffen (\u2026)\u201c (Berend III an Otto vom 9.10.1798). Am 24.\/25. Oktober erfolgt der Umzug Jean Pauls. Bereits am 27. September hatte er mit der Arbeit an Jean Pauls Brief und bevorstehender Lebenslauf, am 13. Oktober den Briefwechsel mit Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) begonnen. In Weimar findet Jean Paul vor allem in Herder einen Gespr\u00e4chspartner, ist dar\u00fcber hinaus in die b\u00fcrgerliche und h\u00f6fische Gesellschaft integriert. Ende Dezember lehnt er die Absicht Charlotte von Kalbs, sich formal an ihn zu binden, ab.<br><br><b>1799<\/b><br>Im Januar kommt es zu mehreren Begegnungen mit Schiller, der sich in Weimar aufh\u00e4lt; am 16. Januar ist Jean Paul gemeinsam mit Schiller und Herder bei Goethe eingeladen.<br>Seit dem 11. Februar Wiederaufnahme der Arbeit am Titan. Jean Paul erh\u00e4lt die Erlaubnis, die Herzogliche Bibliothek zu nutzen. <br>Bei einer Reise nach Gotha vom 14. bis ca. 20. M\u00e4rz lernt er Herzog Ernst II. von Gotha (1772-1804) kennen und besucht Moritz August von Th\u00fcmmel. Im M\u00e4rz beginnt der Briefwechsel mit der Schriftstellerin Josephine von Sydow (1758-1829).<br>Am 7. Mai ist der erste Band des Titan abgeschlossen.<br><br>Einem zweit\u00e4gigen Aufenthalt bei Knebel in Ilmenau folgt vom 21. bis 28. Mai eine Reise nach Hildburghausen, Jean Paul trifft dort seine sp\u00e4tere Verlobte Friederike Karoline von Feuchtersleben (1774-1842). Der Schriftsteller verkehrt am Hof von Hildburghausen. Sp\u00e4ter wird er seinen Titan den \"vier sch\u00f6nen und edlen Schwestern auf dem Thron\" widmen: der Herzogin Charlotte von Hildburghausen, geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz (1769-1818), und ihren drei Schwestern, der K\u00f6nigin Luise von Preu\u00dfen, der F\u00fcrstin Friederike von Solms und der F\u00fcrstin Therese von Thurn und Taxis.<br>Vom 12. bis 20. Juni verfasst Jean Paul den Aufsatz Der 17. Juli oder Charlotte Corday, der im Taschenbuch f\u00fcr 1801 bei Vieweg erscheinen wird. Anfang Juli erh\u00e4lt er durch Knebel einen enthusiastischen Brief aus Berlin von Helmina von Klencke. <br><br>Bei einer Reise nach Erfurt, Gotha und Eisenach lernt Jean Paul in der zweiten Julih\u00e4lfte den Arch\u00e4ologen Friedrich und dessen Frau Auguste Schlichtergroll kennen.<br><br>Am 15. August ernennt der Herzog von Hildburghausen den Schriftsteller zum Legationsrat; vom 1. bis 14. Oktober reist nach Hildburghausen, w\u00e4hrend des dortigen Aufenthaltes findet die Verlobung mit Karoline von Feuchtersleben statt.<br>Am 14. November beginnt die Arbeit am zweiten Band des Titan. Ende November, Anfang Dezember besuchen Novalis und Ludwig Tieck den Schriftsteller. \u201e(\u2026) er ist bei weitem nicht so h\u00e4\u00dflich, als man ihn beschreibt\u201c, schreibt Tieck an Bernhardi, \u201eauch nicht so krank aussehend, aber der n\u00e4rrischste Kerl von der Welt (\u2026) sein erstes Gespr\u00e4ch ist von der Liebe, ich glaube, er reist eigentlich darauf.\u201c (Pers\u00f6nlichkeit, 50-51). Auf Einladung der Herzogin Anna Amalia nimmt Jean Paul, der seit Mitte Dezember bis Anfang Januar am Clavis Fichtiana schreibt, am Weimarer Silvesternachtsfest teil.<br><br><b>1800<\/b><br>Jean Paul ger\u00e4t in Konflikt mit der Berliner Zensur: Wie ihm Matzdorff mitteilt, wurde die Leichenrede auf den F\u00fcrstenmagen im Komischen Anhang des Titan teilweise gestrichen. Sie erscheint sp\u00e4ter in dem von Franz Karl Leopold von Seckendorff herausgegebenen Neujahrs Taschenbuch von Weimar auf das Jahr 1801.<br>Am 4. Februar Abschluss der Clavis Fichtiana. Jean Paul besucht am 4. M\u00e4rz Tieck in Jena.<br>Von Matzdorff erh\u00e4lt er am 19. April den gedruckten Komischen Anhang des Titan. <br>Ende April besucht Friedrich Schlegel den Schriftsteller: \u201eSein kindlicher und alles H\u00f6here leicht fassender Sin und seine Bescheidenheit machten da\u00df er (meinetwegen war er gekommen) und ich Freunde (bis zu einem gewissen Grade) wurden und er einen Tag l\u00e4nger und immer bei mir blieb (\u2026)\u201c (Berend III 3, 327-328, Nr 454 an Friedrich Oertel vom 1.5.1800).<br><br>Vom 2. bis 6. Mai gemeinsam mit dem Ehepaar Herder Aufenthalt in Ilmenau und Treffen mit Karoline von Feuchtersleben und ihrer Schwester Ernestine von Beck; es kommt zum Zerw\u00fcrfnis mit der Verlobten und zu einem vor\u00fcbergehend getr\u00fcbten Verh\u00e4ltnis mit Herders.<br><br>Der erste Band des Titan erscheint.<br>Jean Paul reist am 17. Mai nach Leipzig, wo er Matzdorff trifft. Gemeinsam mit diesem f\u00e4hrt er am 23. Mai weiter nach Berlin und wohnt bis zu seiner Abreise im Haus seines Verlegers an der Stechbahn Nr 5. Bereits bei diesem ersten Aufenthalt hat der inzwischen ber\u00fchmte und von vielen verehrte Schriftsteller zahlreiche gesellschaftliche Verpflichtungen, ist t\u00e4glich Gast \u00f6ffentlicher, h\u00e4ufig zu seinen Ehren veranstalteter Gesellschaften oder privater Zirkel. Die ersten Tage seines Aufenthalts widmet er insbesondere Josephine von Sydow, die Berlin am 28. Mai verl\u00e4sst.<br>Am 24. Juni kehrt Jean Paul vor\u00fcbergehend zur\u00fcck nach Weimar; bis Dessau reist er erneut in Begleitung Matzdorffs, sowie von dessen Frau und Schwiegermutter. Beschlossen ist zu diesem Zeitpunkt die \u00dcbersiedelung in die `K\u00f6nigsstadt\u00b4:&nbsp; \u201eNach Berlin zieh\u2019 ich im Oktober, aber blos auf den Winter. L\u00e4nger als der Schnee meiner Mutter-Eva, die Natur, \u00fcberdekt, kann ich dort nicht weilen\u201c (Berend III 3, 345, Nr 482 an Christian Otto vom 29.6.1800). Zur\u00fcck in Weimar kommt es am 8. Juli zur L\u00f6sung des Verl\u00f6bnisses mit Karoline von Feuchtersleben.<br>Am 30. September erfolgt der Umzug von Weimar nach Berlin, wo der Schriftsteller am 3. Oktober eintrifft. <br>Jean Paul verkehrt in Berlin, eng verbunden mit seinem Freund und Mitbewohner Hans Georg von Ahlefeldt, in dessen Wohnung in der Neuen Friedrichstra\u00dfe 22 der Schriftsteller w\u00e4hrend seines zweiten Aufenthaltes in Berlin wohnt, in zahlreichen gesellschaftlichen Zirkeln und Salons und ist h\u00e4ufiger Gast verschiedener Pers\u00f6nlichkeiten.<br>Insbesondere bei dem Geheimen Obertribunalrat Johann Siegfried Wilhelm Mayer (1747-1819) in der Leipzigerstra\u00dfe im Ludwigschen Haus sind Jean Paul und Ahlefeldt mehrfach zu Gast. Hier trifft Jean Paul seine sp\u00e4tere Frau, Friederike Leopoldine Karoline Mayer (1777-1860) sowie deren Schwester Auguste Philippine Ernestine (1779-1805) und Halbschwester Juliane Auguste (1785-1802) wieder, mit der er bereits am 9. Juni im Garten der Loge zu den drei Weltkugeln bekannt wurde: In der Splittgerbergasse in Neu-C\u00f6lln hatte der Oberkonsistorialrat Johann Friedrich Z\u00f6llner (1753-1804) \u201ezu Ehren des Dichters ein gro\u00dfes Gartenfest veranstaltet\u201c (Georg Horn, Ein Blatt des Gedenkens an die Wittwe Jean Paul's, in: Die Gartenlaube&nbsp;35, Leipzig 1861, S.&nbsp;550 [Reprint: Hesperus&nbsp;27, 1964, S.&nbsp;46).<br><br>Bereits w\u00e4hrend seines ersten Berliner Aufenthaltes besucht Jean Paul den 1800 etablierten literarischen Salon des Verlegers und Buchh\u00e4ndlers Johann Daniel Sander (1759-1826) und dessen Ehefrau Sophie Friederike Henriette geb. Diederichs (1768-1828) in ihrem Haus in der Breiten Stra\u00dfe 23, der bis um 1810 ein beliebter geselliger Treffpunkt bleibt (vgl. Else L\u00fcders, Die Sanders. Ein Familienschicksal aus Preu\u00dfens Notzeit und Aufstieg, Leipzig 1940, S.&nbsp;44-69; vgl. auch Wilhelmy, Berliner Salon, 816-820; vgl. Sander, Briefe,&nbsp;102).<br><br>Unter den Frauen \u2013 aus dem B\u00fcrgertum und aus dem Adel -, auf die Jean Paul in Berlin trifft, sind es vor allem die literarisch interessierten Leserinnen und schriftstellerisch T\u00e4tigen, die den Austausch mit dem Schriftsteller suchen. So die Schriftstellerin Esther Bernard geb. Gad (1767 oder 1770 - nach 1833), die Jean Paul bereits 1797 in Franzensbad pers\u00f6nlich kennengelernt hatte und die den Dichter in die Fe\u00dflersche Mittwochsgesellschaft einf\u00fchrte; ebenso Rahel Levin (1771-1833) - \"die wizige philosophische Dlle Chamfort wie ich die J\u00fcdin Levi nenne\" - deren seit den 1790er Jahren etablierten Salon in der J\u00e4gerstrasse besucht wird (Berend III&nbsp;3, 347,20-21, Nr&nbsp;482 vom 3.7.1800). W\u00e4hrend seines Berliner Aufenthaltes verkehrt Jean Paul ferner im Salon von Henriette Herz geb. de Lemos (1764-1847), in dem er auch mit deren Mann, dem Arzt und Kantianer Marcus Herz (1747-1803) zusammentrifft. Susanne von Bandemer, deren 1798 bei Ze\u00dfler in Frankfurt am Main erschienener Roman Klara von Bourg. Eine wahre Geschichte aus dem lezten Zehntheil des abscheidenden Jahrhunderts zu Jean Pauls Berliner Lekt\u00fcre geh\u00f6rt, begegnet dem Dichter w\u00e4hrend der in Berlin verbrachten Monate pers\u00f6nlich (vgl. III&nbsp;4, 34,26, Nr&nbsp;57 an Caroline Mayer). Besonders intensiv ist Jean Pauls Beziehung zu Helmina von Hastfer (1783-1856), der Enkelin Anna Louisa Karschs, die 1800 erste schriftstellerische Versuche unternimmt und sp\u00e4ter unter dem Namen Helmina von Ch\u00e9zy zahlreiche Essays publiziert, sowie zu deren Mutter, der Schriftstellerin Caroline von Klencke, die er beide eine Woche nach seiner Ankunft in Berlin, am 3. Juni kennenlernt.<br><br>Theaterauff\u00fchrungen, oft in gr\u00f6\u00dferer Gesellschaft besucht, erg\u00e4nzen die geselligen Verpflichtungen Jean Pauls, der u.a. Kotzebues Silberne Hochzeit (12. Juni) und die auf Veranlassung Rahel Levins wiederholten St\u00fccke Schillers, Die Piccolomini und Wallensteins Tod (17. und 18. Juni) sieht: \u201eFlek, der h\u00f6here Tragikus als Ifland, und die Unzelman spielten vor mir g\u00f6tlich\u201c (Berend III 3, 346, Nr 482 an Christian Otto vom 29.6.1800). Jean Paul besucht w\u00e4hrend seines zweiten Berliner Aufenthaltes Die L\u00e4sterschule von Richard Brinsley Sheridan (13. Oktober).<br>\u201eM\u00e4dgen der hohen und mitlern St\u00e4nde\u201c h\u00f6rt er in der von Karl Fasch geleiteten Singakademie (Berend III 3, 347, Nr 482 an Christian Otto vom 29.6.1800). Am 7. Oktober, kurz nach seinem Umzug nach Berlin, nimmt Jean Paul an der Totenfeier f\u00fcr Karl Fasch, der am 3. August verstorben war, teil und h\u00f6rt in der Garnisonskirche Mozarts Requiem. Am 5. November wird Johann Friedrich Reichardts Oper Tamerlan gegeben. Von Haydns am 28. Dezember in der Singakademie aufgef\u00fchrter Sch\u00f6pfung zeigt sich Jean Paul tief beeindruckt. Gotters Die Geisterinsel, dargeboten mit der Musik von Reichardt, besucht er am 15. Januar 1801 in Begleitung von Esther Bernard, deren Bruder und Schw\u00e4gerin, einen Tag sp\u00e4ter sieht er die Auff\u00fchrung von Schillers Maria Stuart. Am 15. Februar 1801 besucht er gemeinsam mit der Familie Mayer die Oper Die neuen Arkadier von S\u00fc\u00dfmayer.<br><br>Die innerst\u00e4dtischen gesellschaftlichen Begegnungen werden vor allem w\u00e4hrend des ersten Berliner Aufenthalts durch mehrere Ausfl\u00fcge in das Berliner Umland bereichert. So besucht Jean Paul in Begleitung Ahlefeldts in Nauen Ernestine von Haake (*1767), eine Kusine der mit Helmina von Hastfer befreundeten Auguste von Haake, auf ihrem Landgut. Auf Einladung Adelheid von Gerlachs wird gemeinsam mit Ahlefeldt und der Familie Mayer am 20. Juni eine Landpartie zu \u201eder herlichen Insel Pickelswerder, (2 \u00bd Meilen von Berlin)\u201c unternommen (Berend III 3, 345, Nr 482 an Christian Otto vom 29.6.1800).<br><br>Ein H\u00f6hepunkt des ersten Aufenthaltes ist eine Einladung nach Potsdam: Am 30. Mai besucht der Schriftsteller die K\u00f6nigin Luise, der neben ihren Schwestern der erste Band seines Titan gewidmet ist, in der Residenzstadt. Dem gemeinsamen Diner folgt die Besichtigung von Schloss und Garten.<br><br>Neben der K\u00f6nigin ist es vor allem deren Oberhofmeisterin und sp\u00e4tere Biographin, Caroline Friederike von Berg geb. von H\u00e4seler (1760-1826), eine Tochter des preu\u00dfischen Gesandten am d\u00e4nischen Hof, die f\u00fcr den Schriftsteller bedeutend wird. Caroline von Berg, die er in Berlin h\u00e4ufig sieht, unterst\u00fctzt ihn sp\u00e4ter ebenso bei seinen Bem\u00fchungen, von Friedrich Wilhelm III. eine regelm\u00e4\u00dfige Pension (Pr\u00e4bende) zu erhalten, wie der preu\u00dfische Staatsminister Philipp Karl Graf Alvensleben-Hundisburg, zu dem Jean Paul w\u00e4hrend seines Aufenthalts in Berlin engen Kontakt hat. Alvensleben, literarisch interessiert und \u2013 wie auch der Bruder der K\u00f6nigin, Georg von Mecklenburg-Strelitz (1779-1860) - ein Verehrer Jean Pauls, ist selbst schriftstellerisch t\u00e4tig. Jean Paul lobt sein Manuskript \"\u00fcber das 18. Jahrh[undert]\" in einem Brief an Christian Otto (vgl. III&nbsp;4, 8,20-21, Nr&nbsp;11 vom 24.10.1800). Mit weiteren bedeutenden Repr\u00e4sentanten des preu\u00dfischen Verwaltungsapparates wird Jean Paul w\u00e4hrend der in Berlin verbrachten Monate bekannt: so mit den Ministern Friedrich Leopold von Schr\u00f6tter (1743-1815) und Carl August von Struensee (1735-1804): \u201e(\u2026) bei dem Minister Struensee as ich 2mal (\u00fcbermorgen bei dem Minister Schroeter (den ich herzlich lieben lernte und zu dem und dessen Familie von 2 sch\u00f6nen T\u00f6chtern ich nun kommen kann wenn ich will)\u201c (Berend III 4, 30, Nr 48 an Christian Otto vom 24.12.1800). Karl August von Hardenberg, unter dessen Verwaltung Ansbach-Bayreuth 1792 gefallen war, l\u00e4dt den Dichter \u2013 zun\u00e4chst mehrfach vergeblich - zum Diner.<br><br>\u201eGelehrte\u201c mied Jean Paul in Berlin, wie er seinem Freund Otto schreibt. Gro\u00dfes Gewicht hat f\u00fcr den Schriftsteller dennoch die Auseinandersetzung mit der Philosophie Fichtes. Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) lebte nach seiner Entlassung aus der Universit\u00e4t Jena seit Anfang Juli 1799 ohne Lehrstuhl als Privatgelehrter in Berlin (Stefan Rei\u00df, Fichte in Berlin. \u00d6ffentliches Engagement und Arbeit am System, in: Fichte in Berlin. Spekulative Ans\u00e4tze einer Philosophie der Praxis, hg. Von Ursula Baumann, Berlin. Wehrhahn. 2006, S. 9-46). Jean Paul war mit dem Philosophen bereits seit dessen Jenenser Zeit bekannt und mit Fichtes Werk vertraut - seine 1800 erschienen Clavis Fichtiana sind nicht zuletzt eine Auseinandersetzung mit Fichtes \"Wissenschaftslehre\" und die Gestalt Schoppes in Jean Pauls \"Titan\" hat in Fichte ebenfalls ihren Bezugspunkt. W\u00e4hrend seines Berliner Aufenthalts tritt Jean Paul erneut mit dem Philosophen, der in der Stadt bis zur Gr\u00fcndung der Berliner Universit\u00e4t Privatvorlesungen hielt, und sich insbesondere in seinen fr\u00fchen Berliner Jahren um seine gesellschaftliche Integration bem\u00fchte, ins Gespr\u00e4ch: \u201eFichten - mit seiner Granitstirn und Nase, so knochig und felsern wie die wenigen Gesichter, die alles \u00e4ndern, nur nicht sich - hab' ich bei Fesler nach meiner Art freundlich , um 11 Uhr abends (...) angesprochen und mit ihm 5\/4 Stunden lang disputiert, aber doch so da\u00df er mich besuchen wil (...) Einseitig ist er bis zur Magerheit des Sinnes. Aber gleichwohl bleibt sein Gesicht herlich und (wie das R\u00fcckenmark) eine Fortsezung oder Ank\u00fcndigung des Gehirns\u201c, res\u00fcmiert Jean Paul in einem Brief an Jacobi (III&nbsp;4, 46,22-35, Nr&nbsp;80 vom 2.1.1801).<br><br>Beeindruckt zeigt sich der Dichter von den Studien des Sprachwissenschaftlers und P\u00e4dagogen Johann Christian August Ferdinand Bernhardi (1769-1829), seit 1798 Subrektor, ab 1802 Prorektor des Friedrichs-Werderschen Gymnasiums, den er w\u00e4hrend seines Aufenthaltes in Berlin kennenlernt, h\u00e4ufig trifft und lebhafte Debatten mit ihm gef\u00fchrt. <br>Im Herbst kommt der Schriftsteller Ludwig Tieck (1773-1853) nach Berlin und verbringt mehrere Monate in seiner Geburtsstadt, bevor er im April des folgenden Jahres, nach dem Tod seiner Eltern und des mit ihm befreundeten Novalis, mit seiner Familie nach Dresden \u00fcbersiedelt. Jean Paul, den er gemeinsam mit Novalis bereits 1799 in Weimar besucht hatte, trifft er in Berlin wieder. In einem Brief an Jacobi schreibt&nbsp; Jean Paul: \u201eIch lebe hier ziemlich mit Tiek und Bernhardi (Schlegelianern) zusammen; eh' wir divergieren, konvergieren wir doch recht sehr; diese Parthei hat doch den rechten poetischen Geist, indes die feindliche nicht einmal das Seelenorgan davon besizt\u201c (III&nbsp;4, 45,3-6, Nr&nbsp;80 vom 2.1.1801). Mehrfach trifft Jean Paul Friedrich Schleiermacher (1768-1834) \u2013 \u201eder mir als Mensch sehr gef\u00e4lt\u201c (Berend III 3, 22, Nr 37 an Friedrich Heinrich Jacobi vom 19.11.1800).<br><br>W\u00e4hrend Jean Paul dem bekannten Vertreter der Berliner Aufkl\u00e4rung Friedrich Nicolai, den er bereits kurz nach seiner Ankunft in der Stadt bei Matzdorff getroffen hatte, wenig abgewinnen kann, ist sein Umgang mit dem Oberkonsistorialrat Wilhelm Abraham Teller (1743-1804) vers\u00f6hnlich und derjenige mit dem Theologen Johann Joachim Spalding (1714-1804) moderat: \u201e(\u2026) der alte Teller, der mich gleich nach unserem Sehen einlud, liebt mich sehr wie ich ihn. Den sanften Spalding, der mehr um als in seinem vermooseten K\u00f6rper oder Grabmahl schwebt, besucht ich auch\u201c (Berend III 4, 30, Nr 48 an Christian Otto vom 24.12.1800). In Jean Pauls Berliner \u201ePankrazium\u201c finden sich dar\u00fcber hinaus neben dem Publizisten Friedrich Gentz (1764-1832), der Architekt Hans Christian Genelli (1763-1823) sowie die seit kurzem in der Stadt lebenden Maler Christoph Haller von Hallerstein (1771-1839) sowie der Maler Johann Friedrich Bury, den er bereits aus Weimar kannte (1763-1823). <br><br>Henriette von Schlabrendorff (1773-1853), die Jean Paul bereits am 27. August - ebenfalls in Weimar - kennengelernt hatte, mit ihr \u201ein erotische Verbindung, aber ohne Konsequenzen\u201c gekommen und vom 1. bis 4. September nach Gotha gereist war, trifft im Oktober \u2013 mit der Hoffnung auf eine formale Bindung an Jean Paul - in Berlin ein (Berend III 4, 372, Nr 516 an Hans Georg von Ahlefeldt vom 7.9.1800 und Berend III 4, 30, Nr 48 an Christian Otto vom 24.12.1800).<br>Am 22. November findet die Verlobung mit Karoline Mayer statt. Seinem Freund Otto gegen\u00fcber hatte Jean Paul die Prophezeiung formuliert: \u201eEs ist freilich komisch, da\u00df meine Treppe zum Ehebette (nach dir) unendlich-lang sein sol. Ich sorg\u2019 indes, in Berlin spring\u2019 ich hinein; aber es mus blos ein sanftes M\u00e4dgen darin liegen, das mir etwas kochen kann und das mit mir lacht und weint\u201c (Berend III 3, 369, Nr 512 vom 25.8.1800). Von der K\u00f6nigin erhalten die Verlobten, \u00fcbermittelt durch den Erbprinzen von Mecklenburg-Strelitz, ein silbernes Teeservice.<br>Der zweite Band des Titan, an dem Jean Paul in den vergangenen Monaten gearbeitet hatte, ist am 10. Dezember beendet, vier Tage sp\u00e4ter wird die Arbeit am zweiten Anhangsband zum Titan, Des Luftschiffers Giannozzos Seebuch begonnen.<br><br><b>1801<\/b><br>Mit Julie von Kr\u00fcdener, die Ende des vergangenen Jahres nach Berlin kam, finden h\u00e4ufige Treffen statt. Die bereits geschlossenen Bekanntschaften werden gepflegt, neue kommen hinzu. Am 12. M\u00e4rz berichtet Jean Paul seinem Freund Otto: \u201eIch bin ob ich gleich jetzt 14 Tage hinter einander (kaum 2 Abende ausgenommen) an fremden Tischen diniert und soupiert habe, doch noch auf den Beinen und am Schreibetisch \u2013 und dabei das Abendfeuer der Liebe und den Wein und kein Bitterbier - `welch ein Herkules!\u00b4 wirst du sagen; ja wohl, Lieber\u201c (Berend III 4, 53, Nr 97 an Christian Otto vom 12.3.1801).<br>Am 30. M\u00e4rz verabschiedet sich Jean Paul von Henriette von Schlabrendorff, die nach Leipzig abreist, und er nimmt Abschied von Esther Bernard, die Anfang April nach England \u00fcbersiedelt.<br>Des Luftschiffers Giannozzos Seebuch ist am 7. April beendet. Am 19. April beginnen Vorarbeiten f\u00fcr die Flegeljahre.<br>Anfang Mai 1801 erscheint in Matzdorffs Verlag der zweite Band des Titan. Jean Paul schickt am 6. Mai ein Exemplar an die K\u00f6nigin Luise. Zwei Tage zuvor hatte Jean Paul K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. um die Bewilligung einer Pr\u00e4bende gebeten. Wie der preu\u00dfische Staatsminister Philipp Karl Graf Alvensleben-Hundisburg, unterst\u00fctzt Caroline von Berg den Dichter, dessen Romane sie zu den \"Meisterwerken deutscher Sprache\" z\u00e4hlt, bei seinen Bem\u00fchungen um eine finanzielle Zuwendung, die jedoch scheitern (Caroline von Berg, Luise K\u00f6nigin von Preu\u00dfen. Dem deutschen Volke gewidmet, 2. Aufl., Berlin 1849, S.&nbsp;11; vgl. auch Berend III&nbsp;4, 69, Nr&nbsp;127).<br>Die Arbeit am dritten Band des Titan wird aufgenommen.<br>Am 27. Mai findet die Hochzeit mit Karoline Mayer in Potsdam statt - anl\u00e4sslich der Verm\u00e4hlung erh\u00e4lt die Braut von der K\u00f6nigin Luise einen Halsschmuck.<br>Am Abend des folgenden Tages reist das Ehepaar Richter nach Weimar, Jean Paul f\u00fchrt seine Frau in die Weimarer Gesellschaft ein.<br>Nach vierzehnt\u00e4gigem Aufenthalt in Weimar findet am 16. Juni der Umzug nach Meiningen statt, den Henriette von Schlabrendorff, die bereits Mitte Mai nach Meinigen \u00fcbersiedelte, mit vorbereitet hatte.<br>Im August unternimmt Jean Paul gemeinsam mit dem Prinzen Friedrich von Gotha (1774-1825) eine Reise in das nahe gelegene Bad Liebenstein, die Sommerresidenz des Meininger Herzogs Georg I., und besucht in Begleitung von Caroline Richter den Freund Emanuel in Bayreuth. Vom 22. bis 24. September unternimmt das Ehepaar Richter eine Reise nach Kassel (vgl. III&nbsp;4, 108,11-12, Nr&nbsp;198; vgl. auch Wahrheit&nbsp;6, 212-220).<br>Nach der gesellschaftlich kontaktreichen Berliner Zeit, lebt Jean Paul in Meiningen zur\u00fcckgezogen. Bereits wenige Wochen nach seiner Ankunft erkl\u00e4rt er: \u201eDie Menschen hier sind anspruchslos und gut. In der Ehe ist eine Einsiedelei schon ein Visitenzimmer. Ich diniere und soupiere jetzt t\u00e4glich bei meiner - Frau; zu Thee und Kaffee werd' ich - von B\u00fcchern gebeten\u201c (III&nbsp;4, 89,29-32, Nr&nbsp;168 vom 21.7.1801 an Jacobi). In engerem Kontakt steht Jean Paul vor allem mit Georg I. und dessen ehemaligem Erzieher, dem Meininger Vizepr\u00e4sidenten und Geologen Johann Ludwig Heim (1741-1819), einem Bruder des Berliner Arztes Ernst Ludwig Heim (1747-1834).<br><br><b>1802<\/b><br>Anfang Januar ist das Manuskript des dritten Bandes des Titan abgeschlossen, am 13. Januar wird die Arbeit an den Flegeljahren wieder aufgenommen, jedoch bereits Ende Februar wieder unterbrochen und am 6. M\u00e4rz mit der Arbeit am vierten Band des Titan begonnen. Anfang Mai erscheint der dritte Band des Titan.<br>Vom 5. bis 12. Juli findet ein Besuch in Weimar statt. Am 20. September wird die erste Tochter, Emma Emanuele Georgine Amalie Idonie, geboren (gest. 1853) und am 17. Oktober getauft. Ende Oktober reist Jean Paul nach Coburg und beschlie\u00dft, wie er seinem Freund Otto berichtet, die \u00dcbersiedelung: \u201eder B\u00fccher wegen und weil Meiningen ein Dorf dagegen ist und ich Euch und dem Biere n\u00e4her bin: so zieh\u2019 ich im April entschieden nach Coburg\u201c (Berend III 4, 191, Nr 329 vom 3.11.1802). Im Dezember ist der vierte Band des Titan abgeschlossen und die Arbeit an den Flegeljahren wird erneut aufgenommen.<br><br><b>1803<\/b><br>Vom 30. Januar bis 4. Februar Aufenthalt in Weimar. Jean Paul ist mit der Arbeit an den Flegeljahren besch\u00e4ftigt. Im Mai erscheint der vierte Band des Titan, an Otto schreibt der Dichter: \u201eMein poetisches System hat sich weit von meinem alten und von der Bewunderung f\u00fcr Leute wie Wieland, Haller, Ramler, Gesner etc. verloren; und ist sehr Schlegelisch geworden\u201c (Berend III 4, 217, Nr 365 vom 1.5.1803).<br>Am 2. Juni erfolgt der Umzug von Meiningen nach Coburg. Jean Paul bezieht neben der innerst\u00e4dtischen Familienwohnung zugleich ein Arbeitszimmer auf dem Adamiberg. Der dritte Band der Flegeljahre ist am 23. Oktober abgeschlossen, die Arbeit an der Vorschule der \u00c4sthetik beginnt. Der Sohn Maximilian Emanuel Ernst wird am 9. November geboren und am 6. Dezember getauft.<br><br>1804<br>Caroline Herder bittet Jean Paul im Fr\u00fchjahr um Unterst\u00fctzung bei der Gesamtausgabe der Werke Herders, der am 18. Dezember 1802 gestorben war. Vom 17. bis 25. Mai erfolgt eine Reise nach Bamberg und Erlangen, Jean Paul besucht Charlotte von Kalb auf ihrem Landgut in Trabelsdorf. Am 16. Juli ist die Arbeit an der Vorschule der \u00c4sthetik beendet. <br>Am 12. August bezieht die Familie Richter ein Haus in Bayreuth. Drei Tage sp\u00e4ter beginnt die Arbeit am vierten Band der Flegeljahre. Jean Paul wird am 11. Oktober Mitglied der Bayreuther Harmonie-Gesellschaft, die Vorschule der \u00c4sthetik erscheint im selben Monat. Am 9. November wird das dritte Kind, die Tochter Am\u00f6ne Odilie Minna geboren (gest. 1865) und am 9. Dezember getauft.<br><br><b>1805<\/b><br>Karl Spazier, Herausgeber der \u201eZeitung f\u00fcr die elegante Welt\u201c und Schwager Jean Pauls, stirbt am 19. Januar, am 18. Februar stirbt Ernestine Mahlmann, die Schwester Caroline Richters. <br>Der Schriftsteller richtet am 23. Februar ein erneutes Gesuch um eine Pr\u00e4bende an den preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. Jean Paul wird zun\u00e4chst vertr\u00f6stet und auf die gro\u00dfe Konkurrenz hingewiesen (18.3.1805), hingegen erw\u00e4gt der preu\u00dfische Minister f\u00fcr Handel, Wirtschaft und Finanzen Karl Freiherr vom Stein, ihm eine akademische Professur anzutragen. Karl August Freiherr von Wangenheim, dem sp\u00e4teren w\u00fcrttembergischen Kultusminister, gesteht Jean Paul: \u201eNach Berlin und Weimar gab es f\u00fcr mich nur H\u00e4user, nicht St\u00e4dte und ich verdurste \u00fcberall\u201c (Berend III 5, 28, Nr 81  vom 8.3.1805). Am 30. Mai ist der vierte Band der Flegeljahre abgeschlossen, die Arbeit an der Levana wird aufgenommen. Vom 9. bis 13. Juni suchen Friedrich Wilhelm III. und K\u00f6nigin Luise, die zu einem Kuraufenthalt in Alexandersbad bei Wunsiedel reisen, Jean Paul in Bayreuth auf. Am 14. Juni ist der Schriftsteller bei der K\u00f6nigin zur Mittagstafel geladen und wird dem K\u00f6nig vorgestellt, am Abend findet auf der Luxburg bei Wunsiedel ein Fest zu Ehren des preu\u00dfischen K\u00f6nigspaares statt, auf dem Jean Pauls in Musik gesetzter Wechselgesang der Oreaden und Najaden vorgetragen wird.<br>Im Juli Arbeit an der Erziehungslehre Levana. Am 31. August erh\u00e4lt Jean Paul Besuch von Herzog Paul von W\u00fcrttemberg. Anfang Oktober erscheint der vierte Band der Flegeljahre. Bayreuth wird, ebenso wie Ansbach, am 12. Dezember an Frankreich abgetreten.<br><br><b>1806<\/b><br>Jean Paul, dem der Herzog Emil August von Gotha eine Prachtausgabe von Ludwig Tiecks Genovefa geschenkt hatte, urteilt in einem Brief an den Herzog: \u201eHat das Kunstwerk von au\u00dfen geblendet: so erleuchtet es mit seinem Innern; wenige neue deutsche Werke dieser Gattung sind in dieser reinen frommen dichterischen Haltung vollendet\u201c (Berend III 5, 97, Nr 229 vom 22.7.1806). Aufgrund der drohenden franz\u00f6sischen Invasion erw\u00e4gt Jean Paul, Bayreuth zu verlassen. Im Oktober erscheint die Levana. Jean Paul beginnt mit der Arbeit am Fibel. Von Cotta im Dezember zur Mitarbeit an dessen neu gegr\u00fcndeten \u201eMorgenblatt\u201c aufgefordert, liefert Jean Paul bis 1824 regelm\u00e4\u00dfige Beitr\u00e4ge.<br><br><b>1807<\/b><br>Am 2. August beendet der Schriftsteller die im April begonnene Ausarbeitung von Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Fl\u00e4tz und beginnt im Anschluss die Arbeit an Katzenbergers Badereise. Am 27. Oktober stirbt der langj\u00e4hrige Freund Friedrich von Oerthel. Bereits am 15. September war der j\u00fcngste Bruder Jean Pauls, Johann Samuel, gestorben Im Dezember nimmt Jean Paul seine Rezensionst\u00e4tigkeit f\u00fcr die neu gegr\u00fcndeten \u201eHeidelberger Jahrb\u00fccher\u201c auf.<br><br><b>1808<\/b><br>Von Jahresbeginn bis 27. Februar Arbeit an der Friedenspredigt. Am 28. M\u00e4rz ist das Manuskript Katzenbergers Badereise abgeschlossen. Im Oktober sendet Jean Paul die Dedikazion der Friedenspredigt an Karl Theodor Reichsfreiherrn von Dalberg (1744-1817), spricht den \u201eWunsch\u201c nach einer Pension aus und erh\u00e4lt von diesem zun\u00e4chst 100 Dukaten (Berend III 5, 240-241, Nr 582 vom 14.10.1808). Am 23. und 24. Oktober besucht Varnhagen von Ense den Schriftsteller in Bayreuth, am 15. Dezember Bernhardi. Arbeit an den D\u00e4mmerungen.<br><br><b>1809<\/b><br>Anfang Februar erscheint der Schmelzle. Dalberg, auf dessen Vorschlag Jean Paul zum Ehrenmitglied des \u201eFrankfurter Museums\u201c gew\u00e4hlt wird, \u00fcbernimmt im April eine j\u00e4hrliche Rente in H\u00f6he von 1000 Gulden. Jean Paul erkrankt im Mai an Malaria (Wechselfieber). Im September nimmt er die Arbeit am Fibel wieder auf. Seit November arbeitet der Schriftsteller t\u00e4glich mehrere Stunden in der nahe Bayreuth gelegenen Gastwirtschaft von Dorothea Rollwenzel (1756-1830).<br><br><b>1810<\/b><br>Am 13. M\u00e4rz erh\u00e4lt Dalberg ein Exemplar der im vorangegangenen November erschienen D\u00e4mmerungen als Dank f\u00fcr die Pensionsbewilligung. Bayreuth, das an Bayern gefallen war, wird am 30. Juni feierlich \u00fcbergeben. Unstimmigkeiten in Erziehungsfragen belasten die Ehe der Richters. Vom 26. bis 28. August Reise nach Bamberg, Begegnung u.a. mit E.T.A. Hoffmann. Jean Paul sendet am 3. November je ein Exemplar des eben erschienenen ersten Bandes seiner Herbst-Blumine an Georg von Mecklenburg-Strelitz, dem die Aufsatzsammlung gewidmet ist, und an Friedrich Wilhelm III. Das Buch endet mit einem Memorandum Schmerzlich-tr\u00f6stende Erinnerungen an den neunzehnten Julius 1810 auf den Tod der K\u00f6nigin Luise.<br><br><b>1811<\/b><br>Am 30. M\u00e4rz erh\u00e4lt Jean Paul, der sich in Bayreuth zunehmend isoliert f\u00fchlt, Besuch von E.T.A. Hoffmann. Am 20. Mai spricht er in einem Brief an Kaspar Friedrich von Schuckmann, den wieder in Berlin ans\u00e4ssigen, ehemaligen preu\u00dfischen Kammerpr\u00e4sidenten von Bayreuth, von seiner \u201eBayreuther Einsamkeit\u201c (Berend III 6, 191, Nr 486 vom 20.5.1811). Vom 1. bis 22. Juni unternimmt Jean Paul eine Reise nach Erlangen und N\u00fcrnberg. Der am 19. Juli abgeschlossene Fibel erscheint im Oktober. Noch im September entsteht der Plan zur Niederschrift des Komet. Am 30. November bittet Friedrich Schlegel um die Mitarbeit Jean Pauls am \u201eDeutschen Museum\u201c.<br><br><b>1812<\/b><br>Am 15. Januar lehnt Jean Paul eine ihm angebotene Professur f\u00fcr \u00c4sthetik an der H\u00f6heren Lehranstalt in Aschaffenburg ab. Bei einer Reise vom 1. bis 28. Juni nach N\u00fcrnberg kommt es zur ersten pers\u00f6nlichen Begegnungen u.a. mit Hegel und Jacobi. Der Plan zur Niederschrift seiner Autobiographie nimmt Gestalt an: \u201eMeine Lebensbeschreibung geb\u2019 ich gewis, falls ich sie erlebe; sie wird aber mehr eine des Innern sein wie bei Moritz, als eine des Aeu\u00dfern wie bei Goethe, und wird den J\u00fcnglingen, Dichtern, Seelenherrn und Armen vielleicht Licht, bald Trost gew\u00e4hren\u201c (Berend III 6, 297, Nr 686 an Hofrat Jung vom 24.10.1812).<br><br><b>1813<\/b><br>Die im April aufgenommene Arbeit am Komet wird im April unterbrochen. Am 24. Mai erscheint die 2. Auflage der Vorschule der \u00c4sthetik. Karl Theodor von Dalberg dankt als Gro\u00dfherzog von Frankfurt zugunsten von Napol\u00e9ons Stiefsohn Eug\u00e8ne Beauharnais ab, die j\u00e4hrliche Pension Jean Pauls ist gef\u00e4hrdet.<br><br><b>1814<\/b><br>Im M\u00e4rz erscheint Jean Pauls politische Schrift Mars und Ph\u00f6bus. K\u00f6nigin Caroline von Bayern erh\u00e4lt die im April erschienene und ihr gewidmete 2. Auflage der Levana. Am 30. September erh\u00e4lt Jean Paul von der in verehrenden Henriette von Ende (1770-1848) einen Brief.<br><br><b>1815<\/b><br>Die Auswahl der St\u00fccke f\u00fcr den zweiten Band der Herbst-Blumine beginnt am 2. Januar. Am 30. Juni besucht die Schwester des russischen Kaisers Alexander, Herzogin Katharina Pawlowna von Oldenburg, Jean Paul in Bayreuth. Im Oktober erscheint die Herbst-Blumine.<br>Im Dezember wird nach zahlreichen Bittbriefen Jean Pauls die einst von Dalberg ausgesetzte Pension auf Vermittlung der K\u00f6nigin Caroline von Bayern \u00fcbernommen, nachdem dar\u00fcber hinaus ein drittes Gesuch um eine Pr\u00e4bende an Friedrich Wilhelm III. abschl\u00e4gig beantwortet worden war.<br><br><b>1816<\/b><br>Henriette Schwendler gesch. Schlabrendorf besucht in Begleitung ihrer Tochter Amanda vom 17. bis 20. Januar Bayreuth. Am 29. M\u00e4rz wird Jean Paul zum korrespondierenden Mitglied der Berlinischen Gesellschaft f\u00fcr deutsche Sprache gew\u00e4hlt. Der Germanist Friedrich Heinrich von der Hagen (1780-1856) und der Historiker Friedrich von Raumer (1781-1873) besuchen den Schriftsteller am 19. Juli. W\u00e4hrend eines Aufenthaltes in Regensburg vom 14. August bis 6. September kommt es u.a. zur Begegnung mit Dalberg, der die Reise finanzierte. Im November beginnt der Briefwechsel mit Heinrich Vo\u00df d. J. (1779-1841), mit dem Jean Paul literarische Fragen besprechen wird. Am Jahresende Tod des j\u00fcngeren Bruders Johann Adam Christian Richter.<br><br><b>1817<\/b><br>Im Februar beginnt Jean Paul mit der \u00dcberarbeitung des Siebenk\u00e4s. Eine mehrw\u00f6chige Reise f\u00fchrt Jean Paul vom 2. Juli bis 26. August \u00fcber Bamberg und W\u00fcrzburg nach Heidelberg; hier kommt es u.a. zu Begegnungen mit Vo\u00df, Hegel, Paulus, Thibaut und Creuzer. Der in Heidelberg gefeierte Schriftsteller lernt Henriette von Ende und Sophie (1791-1847), die Tochter des Theologen Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761-1851) kennen. Am 18. Juli wird Jean Paul die Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t verliehen, er unternimmt vom 7. bis 16. August einen Ausflug nach Mannheim und Mainz. Zur\u00fcck in Heidelberg besucht er am 21. August die Gem\u00e4ldesammlung der Br\u00fcder Boisser\u00e9e und trifft am folgenden Tag Tieck. Die Liebe zu Sophie Paulus bringt eine anhaltende eheliche Verstimmung mit sich.<br><br><b>1818<\/b><br>Vom 26. Mai bis 4. Juli reist Jean Paul \u00fcber Bamberg, W\u00fcrzburg und Aschaffenburg nach Frankfurt und erneut nach Heidelberg; es kommt zu Treffen u.a. mit Friedrich und August Wilhelm Schlegel. Am 14. Juli beginnt die Arbeit an der Selbst\u00fcberlebensbeschreibung, Ende Juli erscheint die Neuauflage des Siebenk\u00e4s. Sophie Paulus und August Wilhelm Schlegel heiraten am 30. August.<br><br><b>1819<\/b><br>Seit Jahresbeginn wird der Hesperus f\u00fcr die dritte Auflage \u00fcberarbeitet, die Arbeit an der Selbst\u00fcberlebensbeschreibung, die Fragment bleibt, abgebrochen. Vo\u00df besucht Jean Paul vom 16. bis 19. April in Bayreuth. Vom 4. Juni bis 12. Juli reist Jean Paul nach Stuttgart; es finden Begegnungen u.a. mit Cotta, Haug, Therese Huber, Matthisson, mit Boisser\u00e9e und Dannecker statt. Auf Einladung der Herzogin Dorothea von Kurland (1761-1821), die ihn am 14. Mai besucht hatte, h\u00e4lt sich Jean Paul vom 30. August bis 19. September in L\u00f6bichau auf. Nach dem Tod ihres Vaters, Johann Siegfried Wilhelm Mayer, reist Caroline Richter am 26. November bis Ende Januar des folgenden Jahres zur Regelung des Nachlasses nach Berlin.<br><br><b>1820<\/b><br>Vom 27. Mai bis 12. Juli Reise \u00fcber Regensburg und Landshut nach M\u00fcnchen, wo Jean Paul seinen seit November des vorangehenden Jahres studierenden Sohnes Max besucht; Schriftsteller trifft u.a. Schlichtergroll und S\u00f6mmering und erh\u00e4lt mehrere Audienzen bei K\u00f6nig Maximilian Joseph und K\u00f6nigin Karoline. Im November erscheint der Komet. Jean Paul wird zum Mitglied der Bayerischen Akademie ernannt.<br><br><b>1821<\/b><br>Seit Mitte April \u00fcberarbeitet Jean Paul die Gr\u00f6nl\u00e4ndischen Prozesse f\u00fcr eine Neuauflage. Ludwig Rellstab (1799-1860) besucht den Schriftsteller vom 24. bis 28. August und \u00fcberbringt ein Schreiben Tiecks, der Jean Paul nach Dresden einl\u00e4dt. Am 25. September stirbt der Sohn Max in Bayreuth. In einem Brief an Otto hei\u00dft es: \u201eDieses f\u00fcrchterlichste Jahr meines Lebens lie\u00df mir, von Reisen an, alles fehlschlagen, als wollt es mich todtquetschen wie meinen Max\u201c (Berend III 8, 140, Nr 224 an Christian Otto von Anfang November).<br><br><b>1822<\/b><br>Vom 2. Mai bis 15. Juni unternimmt Jean Paul eine Reise nach Dresden, begegnet dort u.a. Tieck, Helmina von Ch\u00e9zy, Henriette von Ende, Fanny Tarnow, Carl August B\u00f6ttiger und Carl Maria von Weber, h\u00e4ufig trifft er seine Schw\u00e4gerin Minna Spazier. Am 20. Oktober stirbt Heinrich Vo\u00df in Heidelberg. Im Herbst bereitet Jean Paul die zweite Auflage von Katzenbergers Badereise vor.<br><br><b>1823<\/b><br>Ende April beginnt Jean Paul die Arbeit an Selina oder \u00fcber die Unsterblichkeit. Im April wird eine Augenerkrankung des Schriftstellers festgestellt, die dessen Schreiben erschwert. Vom 26. August bis 11. September erfolgt eine Reise nach Erlangen und N\u00fcrnberg, Jean Paul trifft u.a. Schelling und Platen. Im Herbst entsteht der Plan zu einem mehrb\u00e4ndigen Werk, Der Papierdrache, der jedoch nicht umgesetzt wird.<br><br><b>1824<\/b><br>Anl\u00e4sslich des 62. Geburtstages findet am 21. M\u00e4rz auf Veranlassung des Schriftstellers und Verlegers Julius Eduard Hitzig (1780-1849) im Englischen Haus in der Mohrenstra\u00dfe 49 in Berlin, \"dieser Bergstadt der deutschen Kultur, der gesellschaftlichen, \u00e4sthetischen und philosophischen\", so Jean Paul in einem Dankbrief, ein Festessen zu Ehren des Dichters statt (Berend III 8, 256, Nr 431); in der versammelten Gesellschaft finden sich u.a. Hans Georg von Ahlefeldt, Friedrich F\u00f6rster, die Schriftsteller Adelbert von Chamisso, Friedrich de la Motte Fouqu\u00e9, der Sprachreformer Christian Heinrich Wolke, der Musikdirektor Karl Friedrich Ludwig Hellwig (1773-1838) und der Botaniker Friedrich Heinrich Link (1767-1851) (Berend III 8, 414, Nr 71 vom 23.3.1824). Seit Herbst zunehmende Einschr\u00e4nkung der dichterischen Arbeit, bedingt durch die allm\u00e4hliche Erblindung Jean Pauls.<br><br><b>1825<\/b><br>Am 12. Mai besucht Jens Baggesen den Schriftsteller. Jean Paul holt mehrere Angebote f\u00fcr die Gesamtausgabe seiner Werke ein, die er Mitte Oktober seinem langj\u00e4hrigen Verleger, dem Berliner Buchh\u00e4ndler Georg Andreas Reimer (1776-1842) zusagt. Am 14. November, nach v\u00f6lliger Erblindung, stirbt Jean Paul. Ludwig B\u00f6rne h\u00e4lt am 2. Dezember in Frankfurt eine \u201eDenkrede auf Jean Paul\u201c.<br><br><b>AM<\/b><br><br>Verwendete Literatur:<br><br>Auswahlbibliographie Werke:<br>Satirische Fr\u00fchschriften<br>Jean Paul,&nbsp; Gr\u00f6nl\u00e4ndische Prozesse, oder Satirische Skizzen, Berlin, bey Christian Friedrich Vo\u00df und Sohn 1783<br>Jean Paul,&nbsp; Auswahl aus des Teufels Papieren. Nebst einem n\u00f6tigen Aviso vom Juden Mendel, Gera 1789<br>Roman und Erz\u00e4hlungen<br>Jean Paul,&nbsp; Die unsichtbare Loge. Eine Biographie. Berlin: Matzdorff 1793<br>Jean Paul,&nbsp; Hesperus, oder 45 Hundsposttage, Berlin: In Karl Matzdorffs Buchhandlung 1795<br>Jean Paul,&nbsp; Leben des Quintus Fixlein. Aus funfzehn Zettelk\u00e4sten gezogen. Nebst einem Mustheil und einigen ius de tablette, Bayreuth: L\u00fcbeck 1796<br>Jean Paul,&nbsp; Blumen- Frucht- und Dornenst\u00fckke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenk\u00e4s im Reichsmarktflecken Kuhschnappel, Berlin: Matzdorff 1796-1797<br>Jean Paul,&nbsp; Titan, Berlin: Matzdorff 1800-1803<br>Jean Paul,&nbsp; Flegeljahre, T\u00fcbingen: Cotta 1804-1805<br>Jean Paul,&nbsp; D. Katzenbergers Badereise, nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen, Heidelberg: Mohr und Zimmer 1809<br>Jean Paul, Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Fl\u00e4tz. Mit fortgehenden Noten. Nebst der Beichte des Teufels bey einem Staatsmanne, T\u00fcbingen: Cotta 1809<br>Jean Paul,&nbsp; Leben Fibels, des Verfassers der Bienrodischen Fibel, N\u00fcrnberg: Schrag 1812<br>Jean Paul, Der Komet oder Nikolaus Marggraf. Eine komische Geschichte, Berlin: Reimer 1820<br><br>Theoretische Schriften<br>Jean Paul, Vorschule der \u00c4sthetik, nebst einigen Vorlesungen in Leipzig \u00fcber die Parteien der Zeit, Hamburg: Perthes 1804<br>Jean Paul, Levana oder Erziehlehre. In zwei B\u00e4ndchen, Braunschweig: Vieweg 1807<br><br>Briefe:<br>Berend = Jean Pauls S\u00e4mtliche Werke, hg. von der Preu\u00dfischen Akademie der Wissenschaften in Verbindung mit der Akademie zur Wissenschaftlichen Erforschung und Pflege des Deutschtums (Deutsche Akademie) und der Jean-Paul-Gesellschaft, Abt. 3, Bd. 1-8: Briefe, hg. von Eduard Berend, Weimar: B\u00f6hlau, 1952-1964<br><br>Jean Pauls S\u00e4mtliche Werke, im Auftrag der Preu\u00dfischen Akademie der Wissenschaften begr\u00fcndet und hg. von Eduard Berend, Abt. 4: Briefe an Jean Paul, hg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durch Norbert Miller<br>Bd. 1: 1781 \u2013 1793, hg von Monika Meier, Berlin: Akad.-Verl., 2003<br><br>Jean Pauls S\u00e4mtliche Werke, im Auftrag der Preu\u00dfischen Akademie der Wissenschaften begr\u00fcndet und hg. von Eduard Berend, Abt. 4: Briefe an Jean Paul, hg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durch Norbert Miller<br>Bd. 2: 1794 \u2013 1797, hg. von Dorothea B\u00f6ck und J\u00f6rg Paulus, Berlin : Akad.-Verl., 2004<br><br>Sekund\u00e4rliteratur:<br>Karl Brose, Jean Pauls Verh\u00e4ltnis zu Fichte. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte, in: Deutsche Vierteljahresschrift f\u00fcr Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte&nbsp;49, 1975, S.&nbsp;66-93<br><br>Georg Wilhelm Meister, Jean Paul und sein Verleger Carl August Matzdorff, in: Hesperus&nbsp;27, 1964, S.&nbsp;30-38<br><br>Hans von M\u00fcller, E. T. A. Hoffmann und Jean Paul, Minna D\u00f6rffer und Caroline Richter, Helmina von Ch\u00e9zy und Adelheid von Bassewitz. Ihre Beziehungen zueinander und zu gemeinsamen Bekannten im Rahmen der Zeitgeschichte, K\u00f6ln: Gehly 1927<br><br>Walter G. Oschilewski, Jean Paul in Berlin (1800\/1801), in: Hesperus&nbsp;27, 1964, S.&nbsp;22-24<br><br>Die Briefe Johann Daniel Sanders an Carl August B\u00f6ttiger, hg. von Bernd Maurach, Bd&nbsp;3, Bern u.&nbsp;a. 1991; auch Ch\u00e9zy<br><br>Die Briefe Johann Daniel Sanders an Carl August B\u00f6ttiger, hg. von Bernd Maurach, Bd&nbsp;4, Bern u.&nbsp;a. 1993<br><br>Uwe Schweikert, Jean Paul und Ludwig Tieck. Mit einem ungedruckten Brief Tiecks an Jean Paul, in: JbJPG&nbsp;8, 1973, S.&nbsp;23-77<br><br>Andreas Seifert, \"Sie sollen hier bleiben\/Und schreiben...\" Georg I. und Jean Paul, in: Herzog Georg O. von Sachsen Meiningen. Ein Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr den aufgekl\u00e4rten Absolutismus? Meiningen 2005, S.&nbsp;235-250<br><br>Rahel. Ein Buch des Andenkens f\u00fcr ihre Freunde, Berlin 1834 [Reprint: Rahel Varnhagen. Gesammelte Werke&nbsp;1, hg. von Konrad Feilchenfeldt, Uwe Schweikert und Rahel E. Steiner, M\u00fcnchen 1983], S.&nbsp;368<br><br>Wahrheit aus Jean Paul\u2019s Leben, hg. von Christian Otto (Bd. 1-3) und Ernst Foerster (Bd. 4-8), Breslau: Josef Max und Komp. 1826-1833<br><br>Wilhelmy, Berliner Salon = Petra Wilhelmy, Der Berliner Salon im 19. Jahrhundert (1780-1914), Berlin und New York 1989<br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Literatur","Deutsche Sprache und Literatur"],"institution":[],"ort":[],"verein":["Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche)","Berlinische Gesellschaft f\u00fcr deutsche Sprache"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}