
{"meta":{"meta-title":"Caroline Luise Klencke < Personen","meta-description":"Caroline Luise Klencke < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4912","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4912","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Caroline Luise Klencke"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4912","text":"Caroline Luise Klencke"}]},"data":{"id":4912,"zusatz_id":4912,"meta":{"meta-title":"Caroline Luise Klencke < Personen","meta-description":"Caroline Luise Klencke < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4912","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4912"},"title":"Caroline Luise Klencke","nachname":"Klencke","vorname":"Caroline Luise","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"21.06.1750","geburtsort":"Fraustadt","geburtsland":"Polen","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"","sterbedatum":"21.09.1802","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Schriftstellerin"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\n\n<\/p><b>1750<\/b><br>Caroline Luise Karsch wird am 21. Juni in Fraustadt (Wszowa) in Polen als Tochter des Schneiders Daniel Karsch und der Dichterin Anna Louisa geb. D\u00fcrbach geschiedene Hiersekorn (1722-1791) geboren. <br><br><b>1755<\/b><br>Nach der Trennung von ihrem Mann siedelt Anna Louise Karsch mit ihrer Tochter, die den Abschied vom Vater sp\u00e4ter als traumatisches Erlebnis erinnert, sowie deren Stiefbruder aus erster Ehe, Johann Christian Hiersekorn (1748-1797), nach Gro\u00df-Glogau \u00fcber (Denkmal kindlicher Liebe, 32). Zwei weitere S\u00f6hne aus erster Ehe der Karschin mit Michael Hiersekorn leben seit der Scheidung nicht mehr bei der Mutter, ein weiteres Geschwister aus erster Ehe und zwei Schwestern aus der Ehe mit Karsch waren gestorben.<br><br><b>1758<\/b><br>Durch ihre Mutter erf\u00e4hrt Caroline Karsch eine elementare Bildung, die der Achtj\u00e4hrigen erste Lekt\u00fcren erlaubt.<br><br><b>1761<\/b><br>Anna Louisa Karsch kommt in Begleitung ihres G\u00f6nners, des Baron Rudolf Gotthard von Kottwitz, im Januar mit ihrer Tochter und deren Bruder Christian nach Berlin, wo sie ideelle und materielle Unterst\u00fctzung, u.a. durch Ramler, erf\u00e4hrt. Die Familie findet zun\u00e4chst im Haus des Wiener Gesandten Graf von Gotter Unterkunft (Denkmal kindlicher Liebe, 43).<br>Angeregt durch den mit ihrer Mutter befreundeten Johann Georg Sulzer wird Caroline Luise Karsch im Pensionat der Heckerschen Realschule untergebracht. Die Finanzierung ihrer Ausbildung, die u.a. den Unterricht in Geschichte, Geographie und Franz\u00f6sisch umfasst, \u00fcbernimmt der Berliner Arzt Johann Georg Stahl. Ma\u00dfgeblichen Anteil an ihrer weiteren musischen Entwicklung hat die Komponistin und Schwester Friedrichs des Gro\u00dfen, Prinzessin Amalia von Preu\u00dfen. <br><br><b>1767<\/b><br>Caroline Luise Karsch zieht zu ihrer Mutter, die seit 1762 eine Wohnung mit ihrem Stiefbruder Ernst Wilhelm Hempel (*1732) teilt, und f\u00fchrt deren Haushalt. <br><br><b>1770<\/b><br>Hempel schw\u00e4ngert die 16j\u00e4hrige Nichte, die auf Dr\u00e4ngen der Mutter am 1. April den Onkel heiratet. Am 2. Juli wird der erste Sohn, Heinrich Wilhelm geboren (gest.&nbsp;ca.&nbsp;1850).<br>Caroline Luise Hempel unternimmt erste literarische Versuche; in ihrem 1770 begonnenen und bis 1772 fortgef\u00fchrten Tagebuch h\u00e4lt sie fest: \u201eWelch Vergn\u00fcgen finde ich doch im Schreiben; seitdem mein Wilhelm gebohren ist scheint mein Hang zum Schreiben mit ihm gebohren zu seyn, und auch das Verm\u00f6gen dazu (\u2026)\u201c (Denkmal kindlicher Liebe, 90).<br><br><b>1776<\/b> <br>Es entstehen Dramen, unter diesen das mehrfach in Berlin aufgef\u00fchrte Schauspiel 'Der ehrliche Schweitzer'. Am 28. M\u00e4rz wird der zweite Sohn, Carl, geboren.<br><br><b>1777<\/b><br>Ebenfalls anonym erscheint der dramatische Text 'Die Grazien. Ein Vorspiel.'<br><br><b>1778<\/b><br>Die erste Tochter Ferdinande wird am 7. Februar geboren. Nach wenigen Lebensmonaten stirbt sie am 11. September.<br><br><b>1780<\/b><br>Am 14. Juni stirbt der zweitgeborene Sohn Carl im Alter von vier Jahren. Caroline Luise Hempel bringt am 7. November ihren dritten Sohn, Ferdinand, zur Welt.<br><br><b>1781<\/b><br>Der j\u00fcngste Sohn Ferdinand stirbt am 25. Juli, wenige Monate sp\u00e4ter wird am 27. November die ungl\u00fcckliche Ehe mit Hempel geschieden.<br><b><br>1782<\/b><br>Im M\u00e4rz heiratet der junge Offizier Friedrich Carl von Klencke (1760-1826), gegen den Willen der Familie, die zehn Jahre \u00e4ltere Caroline Luise Hempel. <br><br><b>1783<\/b><br>Das Paar trennt sich bereits vor der Geburt der gemeinsamen Tochter Wilhelmine (Helmina) Christiane (gest. 1856) wieder, die am 26. Januar zur Welt kommt. Im Juli 1783 erfolgt die Scheidung. Friedrich Carl von Klencke tritt in d\u00e4nische Milit\u00e4rdienste und lebt nach seiner R\u00fcckkehr nach Deutschland 1800 zuletzt in Hamburg. <br>Caroline Luise von Klencke erzieht nach der Aufl\u00f6sung der zweiten Ehe ihre beiden Kinder im Haus ihrer Mutter, zu der sie in einer konfliktreichen Beziehung steht.<br><br><b>1788<\/b><br>Caroline Luise von Klenckes erste, von ihr selbst besorgte Gedichtsammlung erscheint. In einem Brief an Gleim, dem sie ein Exemplar sendet, hei\u00dft es: \u201eNun sinds doch Kinder eines Weibes, die werden ja alle mit Schwachheiten gebohren, u. das mu\u00df ja so sein, das will der Sch\u00f6pfer aller Dinge\u201c (zitiert nach Pott 1992 S. 105).<br>Kleinere Romane und Erz\u00e4hlungen entstehen. <br><br><b>1791<\/b><br>Eine j\u00e4hrliche Unterst\u00fctzung durch den mit Anna Louisa Karsch und ihrer Tochter befreundeten Christian Friedrich Graf zu Stolberg-Wernigerode, geht nach dem Tod der Karschin, die am 12. Oktober 69j\u00e4hrig stirbt, auf Caroline von Klencke \u00fcber, die seit 1789 gemeinsam mit Mutter und Tochter in der Kommandantenstrasse wohnt.<br><br><b>1792<\/b><br>Ein Jahr nach dem Tod der Mutter erscheint deren biographische W\u00fcrdigung durch die Tochter, die ebenso die Gedichte der Mutter besorgt: Vorberichtenden Lebenslauf der Dichterin Anna Louisa Karschin, geb. D\u00fcrbach, in: Gedichte von Anna Louisa Karschin, geb. D\u00fcrbach. Nach der Dichterin Tode nebst ihrem Lebenslauff, die f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter eine zweite Auflage erf\u00e4hrt.<br><br><b>1796<\/b><br>In den 1790er Jahren behandelt die Schriftstellerin Mode- und Erziehungsthemen. Die Beitr\u00e4ge erscheinen im \u201eBerlinischen Archiv der Zeit und ihres Geschmacks\u201c.<br><br><b>1799<\/b><br>Im August heiratet Helmina, die Tochter Caroline von Klenckes, auf Wunsch der Mutter den Offizier Gustav von Hastfer.&nbsp; Das Haus der Karschin wird dem Schwiegersohn \u00fcberschrieben, Caroline von Klencke zieht in die Gipsstrasse 12 um.<br><br><b>1800<\/b><br>Am 3. Juni lernen Caroline Luise von Klencke und ihre Tochter Helmina von Hastfer Jean Paul kennen, der mehrere Wochen in Berlin verbringt. Eingef\u00fchrt wird der Schriftsteller durch den mit ihm befreundeten Hans Georg von Ahlefeldt (vgl. die einleitende Erl\u00e4uterung zu IV&nbsp;3.1, Nr&nbsp;198). W\u00e4hrend der Berliner Aufenthalte des Dichters kommt es 1800 und 1801 zu mehreren Begegnungen mit Caroline Luise von Klencke.<br><br><b>1801<\/b><br>Nach der Scheidung ihrer Tochter von Gustav von Hastfer erfolgt deren \u00dcbersiedelung nach Paris; der Plan, die Mutter ebenfalls nach Paris zu holen, kommt nicht zur Ausf\u00fchrung (Aurikeln, 93). Caroline von Klencke, in Berlin weitgehend mittellos und vereinsamt, leidet unter zunehmender Kr\u00e4nklichkeit. Ihre beklagenswerte Situation ist ein zentrales Thema in den Briefen Klenckes an ihre Tochter. <br><br><b>1802<\/b><br>Caroline Luise von Klencke erh\u00e4lt im Sommer auf Vermittlung des mit ihr befreundeten Berliner Pr\u00e4sidenten Johann Wilhelm von Knebel ein \u201eHuldgeschenk des K\u00f6nigs\u201c (Aurikeln, 125). Nach zunehmender Verschlechterung ihrer Krankheit stirbt die Schriftstellerin 52j\u00e4hrig am 21. September in Berlin.<br><br>Wie schon ihre Mutter, war Caroline Luise von Klencke mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim befreundet, mit dem sie seit Ende der 1760er Jahre bis zu ihrem Tod einen Briefwechsel f\u00fchrte und der ihr Mentor sowie Pate ihrer Tochter Helmina wurde. Gemeinsam mit Klamer Eberhard Karl Schmidt ver\u00f6ffentlicht Gleim postum eine Gedichtsammlung: \"Die Blumen auf's Grab der Frau C. L. von Klenke, geb. Karschin. Aus ihren eigenen und ihrer Freunde Gedichten. Als Manuscript f\u00fcr Freunde\" erscheint in Halberstadt und beinhaltet neben mehreren Gedichten von Klenckes je zwei von Gleim und Schmidt.<br><br>AM<br><br><b>Auwahlbibliographie Werke<\/b><br>Leben und Romantische Dichtungen der Tochter der Karschin. Als Denkmal kindlicher Liebe, hg. von Helmina, Frankfurt a. Main: Friedrich Wilmans 1805<br><br>Blumen auf's Grab der Frau C. L. von Klenke, geb. Karschin. Aus ihren eigenen und ihrer Freunde Gedichten. Als Manuscript f\u00fcr Freunde, Halberstadt 1802<br><br>Gedichte von Anna Louisa Karschin, geb. D\u00fcrbach. Nach der Dichterin Tode nebst ihrem Lebenslauf hg. von C. L. v. Klenke, geb. Karschin, 2. Aufl., Berlin: Maurer 1797<br><br>Charakteristische Beobachtungen einer Mutter \u00fcber ihre Kinder, 1792<br><br>Gedichte von Anna Louisa Karschin, geb. D\u00fcrbach. Nach der Dichterin Tode nebst ihrem Lebenslauf hg. von Ihrer Tochter C. L. v. Kl. geb: Karschin, Berlin 1792<br><br>Sittliches Wahrsageb\u00fcchlein in 100 Motto's, f\u00fcr junge Frauenzimmer von ihrer Mutter, 1790; neue Aufl. 1792?<br><br>Gedichte von C. L. von Klenke, geb. Karschin, Berlin, 1788<br><br>An die Himmlischverkl\u00e4rte Mutter unsers theursten K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm des Zweyten. Am H\u00f6chsten Geburtstage, im Namen Seines Volks 1786. Von L. von Klenk [d. i. Karoline Luise von Klenke,] geb. Karschin, Berlin: Maurer (1786)<br><br>\u00dcber den Tod des K\u00f6nigs. An den Herzog Ferdinand von Braunschweig und L\u00fcneburg von C. v. Klenk, geb. Karschin, Berlin: Maurer 1786<br>Ferdinand &lt;Braunschweig-L\u00fcneburg, Herzog&gt; *1721-1792<br><br>Der ehrliche Schweitzer, ein Schauspiel in zwey Handlungen (Caroline Luise von Klenke), Berlin und Leipzig 1776<br><br><b>Literatur<\/b><br>Helmina von Ch\u00e9zy, Aurikeln, in: Leben und Romantische Dichtungen der Tochter der Karschin. Als Denkmal kindlicher Liebe hg. von Helmina, Frankfurt a. M.: Friedrich Wilmans 1805, S.&nbsp;3-200; <br><br>Unvergessenes. Denkw\u00fcrdigkeiten aus dem Leben von Helmina von Ch\u00e9zy. Von ihr selbst erz\u00e4hlt, Erster Teil, Leipzig: F.&nbsp;A. Brockhaus 1858<br><br>Magdalene Heuser, Stationen einer Karsch-Nachfolge in der Literatur von Frauen des 18. Jahrhunderts. Caroline von Klencke, Helmina von Ch\u00e9zy und Therese Huber, in: Anna Louisa Karsch (1722-1791). Von schlesischer Kunst und Berliner \"Natur\". Ergebnisse des Symposions zum 200. Todestag der Dichterin, hg. von Anke Bennholdt-Thomsen und Anita Runge, G\u00f6ttingen 1992, S.&nbsp;149-161<br><br>Ernst Josef Krzywon, Tradition und Wandel. Die Karschin in Schlesien (1722-1761), in: Anna Louisa Karsch (1722-1791). Von schlesischer Kunst und Berliner \"Natur\". Ergebnisse des Symposions zum 200. Todestag der Dichterin, hg. von Anke Bennholdt-Thomsen und Anita Runge, G\u00f6ttingen 1992, S.&nbsp;12-56<br><br>Ute Pott, Briefgespr\u00e4che. \u00dcber den Briefwechsel zwischen Anna Louisa Karsch und Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Mit einem Anhang bislang ungedruckter Briefe aus der Korrespondenz zwischen Gleim und Caroline Luise von Klencke, G\u00f6ttingen 1998). <br><p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\"><span style=\"line-height: 150%; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><span style=\"color: black;\"><o:p><\/o:p><\/span><\/span><\/p>\n\n","genealogie":"Vater: Daniel Karsch\nMutter: Anna Louisa geb. D\u00fcrbach geschiedene Hiersekorn (1722-1791)\nEhem\u00e4nner: Ernst Wilhelm Hempel (*1732); Carl von Klencke (1760-1826)\nKinder: Heinrich Wilhelm Hempel (1770-ca. 1850); Wilhelmine (Helmina) Christiane (1783-1856)","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Literatur","Deutsche Sprache und Literatur"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}