
{"meta":{"meta-title":"Johann Abraham Peter Schulz < Personen","meta-description":"Johann Abraham Peter Schulz < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4942","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4942","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Abraham Peter Schulz"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4942","text":"Johann Abraham Peter Schulz"}]},"data":{"id":4942,"zusatz_id":4942,"meta":{"meta-title":"Johann Abraham Peter Schulz < Personen","meta-description":"Johann Abraham Peter Schulz < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4942","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4942"},"title":"Johann Abraham Peter Schulz","nachname":"Schulz","vorname":"Johann Abraham Peter","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"31.03.1747","geburtsort":"L\u00fcneburg","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"10.06.1800","sterbeort":"Schwedt\/Oder","sterbeland":null,"berufe":["Komponist","Kapellmeister"],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4190\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Reichardt (Komponist, Musikschriftsteller)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1747<\/b><br>Am 31. M\u00e4rz wird er in L\u00fcneburg als Sohn des B\u00e4ckers Nicolaus Schulz (1714-1793) getauft. Johann Abraham Peter Schulz besucht f\u00fcr ein v\u00e4terlicherseits sp\u00e4ter angestrebtes Theologiestudium zun\u00e4chst die Partikularschule St. Michaelis.<br><br><b>1757<\/b><br>Schulz besucht nunmehr das L\u00fcneburger Johanneum.<br><br><b>1764<\/b><br>Er beendet seine Schulzeit am Johanneum und geht nach Berlin, wo er am Grauen Kloster seine Schulbildung fortsetzt. Er wirkt dort ferner als Chors\u00e4nger.<br><br><b>1765<\/b><br>Schulz wird f\u00fcr die kommenden drei Jahre Sch\u00fcler Johann Philipp Kirnbergers und erh\u00e4lt dort Unterweisungen im strengen Satz.<br><br><b>1768<\/b><br>Gegen Ende des Jahres bietet sich Schulz durch Vermittlung seiner Lehrers Kirnberger die M\u00f6glichkeit, als Musiker in die Dienste der polnischen F\u00fcrstin Joanna Sapieha (1736-1800) zu treten.<br><br><b>1770<\/b><br>In Danzig trifft er Johann Friedrich Reichardt, mit dem ihn eine tiefere Freundschaft verbinden wird.<br><br><b>1771<\/b><br>Anfang 1771 h\u00e4lt er sich in Venedig auf, nachdem er kurz zuvor Mailand besucht hatte.<br><br><b>1772-1774<\/b><br>Im heute wei\u00dfrussischen Dereczyn, damals im Litauisch-Polnischen gelegen, tritt er f\u00fcr rund sechs Monate als f\u00fcrstlicher Kapellmeister in die Dienste des Wojewoden von Po?ock. Noch 1773 geht er zur\u00fcck nach Berlin. Hier wird er zum Mitarbeiter am zweiten Band von Johann Georg Sulzers Allgemeiner Theorie der Sch\u00f6nen K\u00fcnste. Er \u00fcbernimmt darin Artikel musikalischen Inhalts. Zum Geburtstag Friedrichs II. am 24. Januar 1774 gelangt Schulzens B\u00fchnenwerk Das Opfer der Nymphen zur Auff\u00fchrung. Im selben Jahr am 14. April ist seine Schauspielmusik zu dem in Berlin erstmalig aufgef\u00fchrten Goetheschen G\u00f6tz von Berlichingen zu h\u00f6ren.<br><br><b>1776<\/b><br>Er \u00fcbernimmt die Musikdirektion der Com\u00e9die fran\u00e7aise, die allerdings zwei Jahre sp\u00e4ter bereits geschlossen wird.<br><br><b>1778<\/b><br>Schulz wird zum Leiter des Privattheaters der preu\u00dfischen Kronprinzessin Friederike Louise (1751-1805).<br><br><b>1780<\/b><br>Er wird zum prinzlichen Hofkapellmeister in Rheinsberg ernannt und verbleibt in diesem Amt bis 1787.<br><br><b>1781<\/b><br>Heirat mit Wilhelmine Fl\u00fcgel. Sie stirbt bereits 1784.<br><br><b>1782<\/b><br>Schulz pr\u00e4gt er die Formulierung der \u201eLieder im Volkston\u201c, die er aus den volksnahen \u00e4sthetischen Idealen Herders entwickelt, indem er dessen Vorstellungen modifiziert in die Musik \u00fcberf\u00fchrt.<br><br><b>1786<\/b><br>Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratet Schulz in zweiter Ehe Caroline Fl\u00fcgel.<br><br><b>1787<\/b><br>Er wird in D\u00e4nemark zum k\u00f6niglichen Hofkapellmeister Christians VII. (1749-1808) ernannt.<br><br><b>1795<\/b><br>Schulz muss aufgrund gesundheitlicher Probleme von seiner Stelle als Hofkapellmeister zur\u00fccktreten. Er wohnte anschlie\u00dfend in L\u00fcneburg und Berlin.<br><br><b>1797-1799<\/b><br>In den Jahren 1797 und 1798 lebt er in Rheinsberg. Seine zweite Frau stirbt 1797. Zwischen 1798 und 1799 h\u00e4lt er sich in Stettin auf.<br><br><b>1799<\/b><br>Ab April lebt er in Schwedt.<br><br><b>1800<\/b><br>Schulz stirbt am 10. Juni in Schwedt an der Oder an Schwindsucht. Am 29. November erklingt in Kopenhagen zu seinem Gedenken ein Requiem.<br><br><br><br><br>WERKE:<br>- Schulz komponiert eine Vielzahl an Liedern und ist einer der wichtigsten Repr\u00e4sentanten der Zweiten Berliner Liederschule. Das von ihm hinterlassene Vokalwerk umfasst ferner die bedeutsamen Gruppen seiner Oratorien und Hymnen sowie einige Kantaten und weitere geistliche Chorwerke. Dar\u00fcber hinaus sind seine Singspiele und Schauspielmusiken zu erw\u00e4hnen. Geringen Umfangs hingegen ist sein reines Instrumentalwerk. Von Bedeutung sind zudem seine literarischen Beitr\u00e4ge, mit denen er nicht unwesentlich an der Formung musik\u00e4sthetischer Grunds\u00e4tze der Zeit mitwirkte. F\u00fcr eine ausf\u00fchrliche, aktuelle Werkliste vgl. MGG2P (s. Lit.).<br><br><br>Eduard Mutschelknauss<br><br><br>LITERATUR (Auswahl):<br>- I. F. Reichard, J. A. P. Schulz, in: Allgemeine Musikalische Zeitung 3, 1800\/01.<br>- C. von Ledebur, Tonk\u00fcnstler-Lexicon Berlin\u2019s, Berlin 1861.<br>- M. Seiffert, J. A. P. Schulz\u2019 \u201ed\u00e4nische Oper\u201c, in: Archiv f\u00fcr Musikwissenschaft 1, 1919, H. 3.<br>- H. Gottwaldt (Hrsg.), J. A. P. Schulz: Autobiographische Skizze \u00fcber seine Jugend in L\u00fcneburg, in: L\u00fcneburger Bl\u00e4tter, H. 6, 1955.<br>- H. Gottwaldt\/G. Hahne (Hrsg.), Briefwechsel zwischen J. A. P. Schulz und Johann Heinrich Voss, Kassel 1960.<br>- J. Mainka, J. A. P. Schulz und die musikalische Entwicklung im Zeitalter von \u201eSturm und Drang\u201c, Habilitationsschrift Berlin 1969\/70.<br>- O. Kongsted, Dokumente zur Berufung J. A. P. Schulz\u2019 nach Kopenhagen, in: Festschrift K. Gudewill, hg. von U. Haensel, Wolfenb\u00fcttel 1978.<br>- P. Tenhaef, J. A. P. Schulz und die Simplizit\u00e4tsideale des Liedes, in: Lied und Liedidee im Ostseeraum zwischen 1750 und 1900, hg, von E. Ochs u.a., Frankfurt\/Main 2002.<br>- N. Krabbe (Hrsg.), Wahlverwandtschaften: Zwei Jahrhunderte musikalischer Wechselwirkungen zwischen D\u00e4nemark und Deutschland, Kopenhagen 2004.<br>- Art. Schulz, Johann Abraham Peter, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil, Bd. 15, Kassel und Stuttgart 2006, Sp. 236\u2013246.<br><br><br><br><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Musik"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}