
{"meta":{"meta-title":"J. Graetsch < Personen","meta-description":"J. Graetsch < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4954","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4954","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"J. Graetsch"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4954","text":"J. Graetsch"}]},"data":{"id":4954,"zusatz_id":4954,"meta":{"meta-title":"J. Graetsch < Personen","meta-description":"J. Graetsch < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4954","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/4954"},"title":"J. Graetsch","nachname":"Graetsch","vorname":"J.","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"vor 1770","geburtsort":"Breslau?","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"21.01.1805","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Historienmaler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"Genaue Geburtsdaten, Herkunft (Breslau?) und Ausbildung konnten bisher nicht ermittelt werden.<br><br><b>1780<br><\/b>Reise nach Italien. Genauere Daten jedoch ungewi\u00df. Das Kupferstichkabinett Berlin bewahrt eine Zeichnung unter dem Titel \"<i>Br\u00fccke bei Terni mit einem Turm links am Ufer<\/i>\" auf, die rechts unten mit \"Terni 1780 Ponte Romano\" bezeichnet ist - m\u00f6glicherweise aber nicht von Graetsch selbst (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 176).<br><br><b>1788<br><\/b>Im April 1788 bittet der Kurator der Akademie der K\u00fcnste von Heinitz den Vertreter der Akademie in Rom, Friedrich Rehberg, er m\u00f6ge sich nach einem \"gewi\u00dfen Gr\u00e4tsch aus Breslau\" erkundigen.<br>Am 21. Mai antwortet Rehberg: \"<i>Von dem Herren Gr\u00e4tsch mu\u00df ich Hochdenenselben melden, da\u00df derselbe\nschon seit einem halben Jahre von hier abgereist ist, in der Absicht sich\neinige Zeit in Venedig aufzuhalten. Da er aber in Rom an niemanden geschrieben,\nhabe ich keine weitere Nachricht von ihm einziehen k\u00f6nnen, und man wird wohl\nnicht anders als in Breslau den Ort seines jetzigen Aufenthalts erfahren\nk\u00f6nnen. Von seinem Flei\u00df und Talenten hat mit der Herr Trippel viel Gutes\ngesagt<\/i>.\" (GStA PK<b> <\/b>I.HA Rep. 76 alt&nbsp; III Nr. 19<o:p><\/o:p>, S. 40v)<br><br>Im Senat der Akademie der K\u00fcnste wird am 13. Dezember beschlossen, da\u00df Graetsch, nachdem er Bilder gezeigt hatte, eine Stelle als Zeichenlehrer erhalten solle, sobald eine frei werde. Er soll unabh\u00e4ngig davon finanzielle Unterst\u00fctzung erhalten. (GStA PK<b> <\/b>I. HA Rep. 76 alt&nbsp; III Nr. 10<o:p><\/o:p>, fol. 7)<br><br><b>1789<\/b><br>Im Januar reicht Graetsch ein Probest\u00fcck bei der Akademie ein, das f\u00fcr gut befunden wird.<br>Im Juni wird Graetsch durch Heinitz damit beauftragt, die Aufsicht \u00fcber die Klasse, in der nach Gipsen gezeichnet wird, zu \u00fcbernehmen. Er entlastet damit Meil, der die Klasse bis dahin geleitet hatte. (GStA PK<b> <\/b>I. HA Rep. 76 alt&nbsp; III Nr. 10<o:p><\/o:p>, fol. 28)<br>Auf der Akademieausstellung zeigt Graetsch: \"<i>Alexander \u00fcbergiebt dem Apelles die Campaspe<\/i>\", \"<i>Hektor auf dem Paradebette<\/i>\" (B\u00f6rsch-Supan, 1789:103,104)<br><b><br>1790<\/b><br>Am 13. Februar wird Graetsch gleichzeitig mit Meno Haas zum Au\u00dferordentlichen Mitglied der Akademie ernannt. (GStA PK<b> <\/b>I. HA Rep. 76 alt&nbsp; III Nr. 41<o:p><\/o:p>, S. 23)<br><br>In der Haude und Spenerschen Zeitung Nr. 33, vom Donnerstag, den 18. M\u00e4rz<span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><\/span>\n\n1790 wird angek\u00fcndigt: \"<i>Es sind nunmehro, nach dem Inhalte des 22sten Abschnittes\ndes, von des K\u00f6nigs Majest\u00e4t Allerh\u00f6chstselbst vollzogenen neuen akademischen\nReglements, die Zeichenklassen auf der Akademie zweckm\u00e4\u00dfig eingerichtet, auch\nist der von Rom zur\u00fcckgekommene Mahler Gr\u00e4tsch, wegen seiner Geschicklichkeit\nim Zeichnen, als Professor bei der ersten Zeichenklasse angestellt worden, von\nwelchem, und den bisherigen \u00fcbrigen Lehrern a date an, der Unterricht\nw\u00f6chentlich des Mittwochs und Sonnabends Vormittags von 9 bis 12 Uhr, und\nNachmittags von 2 bis 4 Uhr ertheilet wird, welches daher zu jedermanns\nWissenschaft hierdurch bekannt gemacht wird<\/i>.\"<br><br>Im September des Jahres erhalten 7 Sch\u00fcler aus Gr\u00e4tschs Zeichenklasse kleine Preisgelder. (GStA PK<b> <\/b>I.HA Rep. 76 alt&nbsp; III Nr. 41<o:p><\/o:p>, S. 86)<br><br>Graetsch ist beteiligt an der Ausstattung des von Peter Ludwig L\u00fctke ausgemalten Landschaftszimmers im Marmorpalais. Er malt als Supraporten Allegorien des Fr\u00fchlings und Sommers, Herbst und Winters (vgl. Kat. Friedrich Wilhelm II. und die K\u00fcnste, SPSG 1997, IV.51,52, S. 390)<br><br><b>1791<\/b><br>Auf der Akademieausstellung zeigt Graetsch das Gem\u00e4lde \"<i>Der Sieg der Horazier \u00fcber die Kurazier<\/i>\", im Katalog der Ausstellung findet sich eine ausf\u00fchrliche Beschreibung durch Karl Philipp Moritz. (B\u00f6rsch-Supan, 1791:47)<br><br><b>1792<\/b><br>Graetsch leitet weiterhin eine der Zeichenklassen an der Akademie. Im Senat werden Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Unterricht bem\u00e4ngelt, dies betrifft auch die Kollegen Graetschs, Collmann und Eckert. (GStA PK<b style=\"\"> <\/b>I. HA Rep. 76 alt <o:p><\/o:p>III Nr. 41,<o:p><\/o:p> S. 277)<br><br><b>1793<\/b><br>Auf der Akademieausstellung zeigt Graetsch zwei \u00d6lgem\u00e4lde \"<i>Psyche wird von der Venus zum Vulkan geschickt, ihr die B\u00fcchse zu holen, worin die Sch\u00f6nheitsreize der Venus verwahrt waren. Psyche hob aus Neugierde den Deckel der B\u00fcchse ab, aus welcher ihr ein t\u00f6dtender Dampf entgegen stieg<\/i>\" und \"<i>Amor ruhend auf einen Stamm gelehnt<\/i>\", au\u00dferdem zwei Zeichnungen \"Brutus vom Richtplatze in den Schoos seiner gebeugten Familie zur\u00fcckkehrend\" und \"Friedrich II. an dem Tage vor seinem Tode den 16. AUgust 1786\".\n(B\u00f6rsch-Supan, 1793:96-99)<br><br><b>1794<\/b><br>In diesem Jahr zeigt Graetsch das \u00d6lgem\u00e4lde \"<i>Archimedes Tod<\/i>\" mit ausf\u00fchrlicher Beschreibung im Katalog. (B\u00f6rsch-Supan, 1794:103)<br><br><b>1795<\/b><br>Gr\u00e4tsch zeigt&nbsp; - die gemalte Fassung? - der 1793 ausgestellten Zeichnung \"<i>Brutus kehrt vom Richtplatz zur\u00fcck<\/i>\". (B\u00f6rsch-Supan, 1795:92).<br><br><b>1797<\/b><br>Auf der Akademieausstellung sind drei Werke Gr\u00e4tschs zu sehen: \"<i>Apelles malt die Geliebte Alexanders<\/i>\", \"<i>Maximus auf der Flucht vor Sylla blickt auf Karthago<\/i>\", \"<i>Regulus trennt sich von seiner Familie in Rom, um nach Carthago zur\u00fcckzukehren<\/i>\". (B\u00f6rsch-Supan, 1797:57-59)<br><br><b>1798<\/b><br>Auf der Akademieausstellung zeigt Graetsch: \"<i>Der Knabe Alcibiades<\/i>\". (B\u00f6rsch-Supan, 1797:57-59)<br><br><b>1800<\/b><br>Auf der Akademieausstellung wird eine \"Gallerie vaterl\u00e4ndisch-historischer Darstellungen\" gezeigt, die im Auftrag Friedrich Wilhelms III. entstand. Von Graetsch stammt das Gem\u00e4lde&nbsp; \"<i>Albrecht Achilles in Gr\u00e4ffenberg<\/i>\", das im Katalog beschrieben wird (B\u00f6rsch-Supan, 1800:13). Er zeigt au\u00dferdem \"<i>Epaminodos, Feldherr von Theben, Sieger bei Mantinea von einem Wurfpfeil t\u00f6dlich verwundet<\/i>\". (B\u00f6rsch-Supan, 1800:57)<br><br><b>1802<\/b><br>Graetsch stellt in diesem Jahr drei getuschte Zeichnungen aus: \"<i>Thetys, die den jungen Achill in den Styx taucht<\/i>\", \"<i>Ein Concert von Frauenzimmern<\/i>\", \"<i>Eine Aussicht bei Mondenschein aus einem Fenster von 2 Stock hoch, nach dem Operngeb\u00e4ude und den gro\u00dfen Th\u00fcrmen zu<\/i>\". Zudem ein \u00d6lgem\u00e4lde: \"<i>Mutius Sc\u00e4vola<\/i>\" (B\u00f6rsch-Supan, 1802:49-52)<br><span style=\"font-weight: bold;\"><br><\/span><b>1803<\/b><br>Graetsch unterrichtet die Klasse der fortgeschrittenen Zeichensch\u00fcler in der Akademie.<br><br><b>1804<\/b><br>Auf der Akademieausstellung zeigt Graetsch \"<i>Chiron unterrichtet Achill im Bogenschie\u00dfen<\/i>\", \"<i>Die von Achill bei der Totenfeier des Patroklus ausgerichteten Kampfspiele<\/i>\", \"<i>Achill in weiblicher Verkleidung wird von Ulysses und Diomedes entdeckt<\/i>\". Au\u00dferdem sind von Graetsch getuschte italienische Landschaften und ein Kopf nach Raffael ausgestellt. (B\u00f6rsch-Supan, 1804:549-554)<br><br><b>1805<br><\/b>In der Haude- und Spenerschen Zeitung Nr. 13 vom Dienstag, den 29. Januar 1805 wird vermeldet: \"<i>Der Professor Herr Gr\u00e4tsch von\nder Akademie der bildenden K\u00fcnste ist den 21sten Januar auf der Stra\u00dfe&nbsp;\nvom Schlage ger\u00fchrt worden und in der Nacht darauf gestorben; welches\nseinen Verwandten und Freunden durch seinen Hauswirth hiermit bekannt\ngemacht&nbsp;wird<\/i>.\"<br>Am 28. Jan. 1805 tritt der Senat in einer au\u00dferordentlichen Sitzung wegen des \"pl\u00f6tzlichen Ablebens\" des Prof. Graetsch zusammen. <br><br>Graetsch verdiente zuletzt 275 Rthlr. (GStA PK<b style=\"\"> <\/b>I. HA Rep. 76 alt <o:p><\/o:p>III Nr. 44,<o:p><\/o:p> Fol. 47r). Seine Stelle wird mit Carl Ludwig Kuhbeil besetzt.<br><br>Im Kupferstichkabinett SMB eine weitere Zeichnungen von Graetsch (vgl. ansonsten obigen Eintrag unter 1780): \"<i>Die beiden nach Kannaan entsandten Boten kommen zur\u00fcck und bringen Moses, der rechts steht, eine riesige Traube\" <\/i>jedoch ohne Datierung (Friedl\u00e4nder, 1921, Bd 1. S. 176).<br><br><b>Claudia Sedlarz, 2010<\/b><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}