
{"meta":{"meta-title":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz < Personen","meta-description":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/526","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/526","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":2,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/526","text":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz"}]},"data":{"id":526,"zusatz_id":526,"meta":{"meta-title":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz < Personen","meta-description":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/526","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/526"},"title":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz","nachname":"Mecklenburg-Strelitz","vorname":"Luise Auguste Wilhelmine Amalie","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"10.03.1776","geburtsort":"Hannover","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"19.07.1810","sterbeort":"Hohenzieritz\/ Mecklenburg-Strelitz","sterbeland":null,"berufe":[],"vereine":[],"bekanntschaften":{"2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/612\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Bury (Maler)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/628\" class=\"link-hover text-primary\">David Gilly (Baumeister, Wasserbautechniker)<\/a>","6":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/643\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Wolfgang Goethe (Dichter, Politiker)<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/640\" class=\"link-hover text-primary\">Karl August Hardenberg (Minister)<\/a>","7":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/503\" class=\"link-hover text-primary\">Christoph Wilhelm Hufeland (Arzt)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/603\" class=\"link-hover text-primary\">Bernhard Wilhelm Heinrich Kleist (Dichter, Schriftsteller)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/627\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Gottfried Schadow (Bildhauer)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/529\" class=\"link-hover text-primary\">Sophie Marie Vo\u00df (Oberhofmeisterin)<\/a>"},"dynastie":"Mecklenburg-Strelitz","geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"Prinzessin","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n<p><b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">1776<br>\n<\/span><\/b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">Luise Auguste\nWilhelmine Amalie wird als vierte Tochter von Karl Ludwig, Prinz von\nMecklenburg-Strelitz und Friederike, Prinzessin von Hessen-Darmstadt in\nHannover geboren. <br>\n<br>\n<b>1782<br>\n<\/b>Luises Mutter stirbt nach einer Fr\u00fchgeburt. <br>\n<br>\n<b>1784<br>\n<\/b>Karl Ludwig heiratet die achtundzwanzigj\u00e4hrige Schwester seiner\nverstorbenen Frau, Charlotte von Hessen-Darmstadt. <br>\n<br>\n<b>1785<br>\n<\/b>Charlotte von Hessen-Darmstadt stirbt nach der Geburt ihres Sohnes Karl. <br>\n<br>\n<b>1786<br>\n<\/b>Luise und ihre Schwestern siedeln zur Gro\u00dfmutter nach Darmstadt \u00fcber. <br>\n<br>\n<b>1788<br>\n<\/b>August: Reise Luises nach Stra\u00dfburg. <br>\n<br>\n<b>1790<br>\n<\/b>Reise der Schwestern Luise und Friederike nach Frankfurt\/Main, dort\nTeilnahme an den Feierlichkeiten zur Kr\u00f6nung Kaiser Leopolds II. Die G\u00e4ste sind\nin Privatquartieren untergebracht, Luise und ihre Schwester wohnen bei\nKatharina Elisabeth Goethe, der Mutter des Dichters. <br>\n<br>\n<b>1791<br>\n<\/b>August: Reise Luises in die Niederlande. <br>\n<br>\n<b>1792<br>\n<\/b>Oktober: Luises Familie flieht aus Darmstadt vor den franz\u00f6sischen\nRevolutionstruppen in das 150 km entfernte Hildburghausen im th\u00fcringischen\nHerzogtum Sachsen-Hildburghausen. <br>\n<br>\n<b>1793<br>\n<\/b>Luise wird Gegenstand eines vieldiskutierten Heiratsprojektes und in diesem\nZusammenhang mit dem preu\u00dfischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm vorgestellt. Am\n19. M\u00e4rz erfolgt die Verlobung. Im Dezember Reise der Schwestern Luise und\nFriederike nach Berlin, am 22. Dezember offizieller Einzug Luises in Berlin,\nHochzeit am 24. Dezember. Luise und Friedrich Wilhelm beziehen eine Wohnung im\nKronprinzenpalais Unter den Linden. Die Hochzeit wird in Berlin zu einem gro\u00dfen\nEreignis. Es handelt sich nicht um eine forcierte Verm\u00e4hlung, sondern\ntats\u00e4chlich um eine Liebeshochzeit. Zudem verhilft ihre Art Luise zu gro\u00dfer\nPopularit\u00e4t bei Hof und Volk.<br>\n<br>\n<b>1794<br>\n<\/b>Umsiedlung des Paares ins Potsdamer Stadtschlo\u00df, im Mai reist Friedrich Wilhelm\nzur Armee nach Polen ab, im Oktober bringt Luise ein totes Kind zur Welt. <br>\n<br>\n<b>1795<br>\n<\/b>Fr\u00fchjahr: Johann Gottfried Schadow fertigt das ber\u00fchmte Doppelstandbild der\npreu\u00dfischen Prinzessinnen Luise und Friederike an. Luise bewahrt sich\nzeitlebens ein herzliches Gef\u00fchl f\u00fcr Schadow. Seinen Vorzugssch\u00fcler Christian\nDaniel Rauch, der 1797 f\u00fcr einige Zeit ihr Kammerdiener wird, f\u00f6rdert sie nach\nKr\u00e4ften. 15. Oktober: Geburt des Sohnes Friedrich Wilhelm, des sp\u00e4teren K\u00f6nigs\nFriedrich Wilhelm IV. <br>\n<br>\n<b>1797<br>\n<\/b>Fertigstellung eines schlichten Sommersitzes des Paares in Paretz, nahe\nPotsdam, erbaut von Oberbaurat David Gilly. 16. November: K\u00f6nig Friedrich\nWilhelm II. stirbt, Luise wird K\u00f6nigin von Preu\u00dfen. <br>\n<br>\n<b>1798<br>\n<\/b>Mai\/Juni: Huldigungsreise des K\u00f6nigspaares in die Ostprovinzen. W\u00e4hrend\ndieser Reise scheint erstmals die Bedeutung des Volkes ins Bewu\u00dftsein Luises\ngedrungen zu sein. Hier findet sich der Ausgangspunkt f\u00fcr ihre sp\u00e4tere\nAuffassung, da\u00df es neben dem<span style=\"\">&nbsp; <\/span>Herrscher das\nVolk ist, das den Staat tr\u00e4gt. 13. Juli: Geburt der Prinzessin Charlotte, die\n1825 als Alexandra Fjodorowna Zarin von Ru\u00dfland wird. <br>\n<br>\n<b>1799<br>\n<\/b>Mai: Mehrw\u00f6chige Reise des K\u00f6nigspaares durch den Westen Deutschlands, wo\nsich bereits Luises au\u00dferordentliche Popularit\u00e4t zeigt. Juni: Luise lernt Karl\nAugust von Hardenberg kennen, der in sp\u00e4teren politischen Krisen ihr vertrauter\nBerater werden sollte. Juli: Besuch in Weimar, dort Treffen mit Wieland, Goethe\nund Schiller, besonders vom Werk des letzteren zeigt sich Luise begeistert. <br>\nIm Laufe ihrer Regentschaft wird Luise von Malern, Bildhauer und Dichtern\nverehrt. Der Dichter Novalis widmet ihr und Friedrich Wilhelm III. einen\nAufsatz, der in den \"Jahrb\u00fcchern der preu\u00dfischen Monarchie\"\nerscheinen soll. Das romantische Traktat \"Glaube und Liebe oder Der K\u00f6nig\nund die K\u00f6nigin\" beschreibt als ideale Regierungsform einen monarchischen\nRepublikanismus, an dessen Spitze das preu\u00dfische Paar steht. Die\nVorbildhaftigkeit des Paares liege in ihrem fast b\u00fcrgerlichen Auftreten, in\nihrer musterg\u00fcltig gef\u00fchrten Liebesehe und nat\u00fcrlich in der Anmut und Sch\u00f6nheit\nLuises begr\u00fcndet. Das dem Traktat vorangestellte Gedicht \"Blumen\"\nbeginnt mit den Versen: <i>\"An den K\u00f6nig.<\/i>&nbsp; <i>Mehr, als ein\nK\u00f6nigreich gab der Himmel Dir in Louisen, Aber Du brachtest Ihr auch mehr, als\ndie Krone, Dein Herz. (...). Nur wer mehr, als K\u00f6nig schon ist, kann k\u00f6niglich\nherrschen\/ Also soll K\u00f6nig seyn, welcher die Herrlichste liebt\".<\/i><br>\nNach \"Glauben und Liebe\" habe die K\u00f6nigin vor allem repr\u00e4sentative\nAufgaben. Sie soll das weibliche Vorbild der Nation sein, ihr Bild in allen\nWohnungen h\u00e4ngen. Sogar Schadows \"Prinzessinnengruppe\" bezieht\nNovalis mit ein: <i>\"Die Gruppe von Schadow sollte die gute Gesellschaft\nin Berlin zu erhalten suchen, eine Loge der sittlichen Grazie stiften und sie\nin dem Versammlungssaale aufstellen. Diese Loge k\u00f6nnte eine Bildungsanstalt der\njungen weiblichen Welt aus den kultiviertern St\u00e4nden seyn, und der K\u00f6nigsdienst\nw\u00e4re dann, was der Gottesdienst auf eine \u00e4hnliche Weise seyn sollte, \u00e4chte\nAuszeichnung und Belohnung der trefflichsten ihres Geschlechts\".<\/i><br>\nDaran, da\u00df Luise die \"Treflichste ihres Geschlechts\" ist, l\u00e4\u00dft\nNovalis keinen Zweifel. Sie allein verk\u00f6rpere Glauben und&nbsp; Liebe, die\nwichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr die ideale Welt. Im vorletzten Abschnitt hei\u00dft\nes: <i>Wer den ewigen Frieden jetzt sehn und lieb gewinnen will, der reise nach\nBerlin und sehe die K\u00f6nigin. Dort kann sich jeder anschaulich \u00fcberzeugen, da\u00df\nder ewige Friede herzliche Rechtlichkeit \u00fcber alles liebt, und nur durch diese\nsich auf ewig fesseln l\u00e4\u00dft\". (Novalis 1999, S.486-502).<\/i><br>\nFriedrich Wilhelm bleibt die romantische Poesie Novalis' fremd, die\nIdealisierung geht ihm zu weit. Die als Fortsetzung gedachte Ver\u00f6ffentlichung\nvon \"Glauben und Liebe\" wird auf sein Gehei\u00df verworfen.<br>\n<br>\n<b>1800<br>\n<\/b>Begegnung Luises mit Karoline von Berg, Tochter eines preu\u00dfischen\nDiplomaten und, nach Herder. ein <i>\"Schatz von Vernunft und t\u00e4tiger\nWeisheit\"<\/i>, Luise bewundert Karoline r\u00fcckhaltlos und ernennt sie zur\nHofdame. Durch sie kommt die K\u00f6nigin in enge Ber\u00fchrung mit dem Bildungsgut der\ndeutschen Klassik und erh\u00e4lt Einblick in ethisch-moralische Probleme und\nliterarische Fragen. Herbst: Christoph Wilhelm Hufeland kommt als k\u00f6niglicher\nLeibarzt nach Berlin und wird Vertrauter Luises. <br>\n<br>\n<b>1801<br>\n<\/b>Jean Paul reiht sich in die Verehrerschaft Luises ein. Seinem Roman\n\"Titan\" ist eine Huldigung der K\u00f6nigin vorangestellt. Er begegnet ihr\ndrei Mal. Sp\u00e4ter feiert er sie nach ihrem Tod&nbsp; in seinen\n\"Schmerzlich-tr\u00f6stlichen Erinnerungen an den neunzehnten Julius 1810\".<br>\n<br>\n<b>1802<br>\n<\/b>Juni: Als politische Beraterin ihres Ehemannes begleitet Luise den K\u00f6nig zu\neinem Zusammentreffen mit Zar Alexander I. im ostpreu\u00dfischen Memel. Dieses\nTreffen bildet den Anfang einer Reihe preu\u00dfisch-russischer B\u00fcndnisse, die elf\nJahre sp\u00e4ter im gemeinsamen Kampf w\u00e4hrend der Befreiungskriege gipfeln. <br>\n<br>\n<b>1803<br>\n<\/b>Okkupation Hannovers durch Frankreich. Nach der Ernennung Napoleons zum\n\"Kaiser der Franz\u00f6sischen Republik\" gratuliert Friedrich Wilhelm,\nw\u00e4hrend Luise dies in keinster Weise billigt und die mangelnde\nEntschlu\u00dff\u00e4higkeit des K\u00f6nigs bedauert. <br>\n<br>\n<b>1805<br>\n<\/b>Kriegsgefahr zwischen Ru\u00dfland und Frankreich. Alexander I. fordert den\npreu\u00dfischen K\u00f6nig zum milit\u00e4rischen Beistand auf, Friedrich Wilhelm z\u00f6gert und\nzieht sich auf sein Landgut zur\u00fcck, alle Bem\u00fchungen Luises und Hardenbergs, ihn\nzu einem Treffen mit dem Zaren zu bewegen, scheitern. 25. Oktober: Eintreffen\ndes Zaren in Berlin, preu\u00dfisch-russisches B\u00fcndnis, die Freundschaft zwischen\nAlexander I. und Luise bleibt erhalten. 2. Dezember: Sieg Napoleons bei\nAusterlitz gegen Russen und \u00d6sterreicher, Preu\u00dfen wird zu Vertr\u00e4gen mit\nFrankreich gezwungen. <br>\n<br>\n<b>1806<br>\n<\/b>Fr\u00fchjahr: Erkrankung Luises (Brustkr\u00e4mpfe, Asthma nervosum) aufgrund der\npsychischen Belastungen der letzten Zeit. Da ihrem Gatten Wille und Entschlossenheit\nfehlen, wird Luise zur Hoffnung aller Patrioten. Bei ihrer Bef\u00fcrwortung eines\nKrieges mit Frankreich sieht sie sich mit Stein, Hardenberg, Scharnhorst,\nGneisenau und Bl\u00fccher einig. Aufenthalt Luises in Bad Pyrmont, dort auch\nTreffen mit dem hessischen Kurf\u00fcrsten. Bei diesem kann Luise erreichen, da\u00df er\nsich nicht den Franzosen anschlie\u00dft, sondern zumindest Neutralit\u00e4t bewahrt. In\nBad Pyrmont auch Bekanntschaft mit Gebhard Leberecht von Bl\u00fccher. Juli\/August:\nSchlie\u00dfung des Rheinbundes und Ende des \"Heiligen R\u00f6mischen Reiches\nDeutscher Nation\". Mobilmachung der preu\u00dfischen Truppen gegen Frankreich.\nLuise, die den Titel eines Ehrenoberst des Dragonerregiments Ansbach-Bayreuth\ntr\u00e4gt, empf\u00e4ngt das Regiment im September am Oranienburger Tor in Berlin. Zu\ndiesem Anla\u00df tr\u00e4gt sie ein Reitkleid, welches in den Farben des Regiments\ngehalten ist. Wenig sp\u00e4ter Abreise Luises nach Naumburg in das Hauptquartier\nder preu\u00dfischen Armee. 14. Oktober: Niederlage der preu\u00dfischen Armee bei Jena\nund Auerstedt gegen die Franzosen. An ihren Gatten schreibt sie am 17. Oktober\nbesorgt: <i>\"Da die Aff\u00e4re von Auerstedt derartig ausgegangen ist, so h\u00e4lt\nman es f\u00fcr das beste, von Berlin abzureisen. Du warst mein einziger Gedanke\nw\u00e4hrend der harten und schrecklichen Reise, die ich hinter mir habe. Dich\nallein zu wissen, ohne mich, ist f\u00fcrchterlich. \u00dcbrigens hoffe ich, da\u00df noch\nnicht alles verloren ist und Gott uns noch helfen wird. Du hast noch Truppen,\ndas Volk verehrt Dich und ist bereit, alles zu tun. Gott m\u00f6ge Dich segnen und\nDir in dem schlimmsten Augenblick Deines Lebens helfen. M\u00f6ge er Dir den\nnotwendigen Mut geben und immer mit Dir sein. Ein Wort von Deiner Hand w\u00fcrde\nmich sehr beruhigen. (...). ...alles reist morgen nach den genannten Orten. Die\neinen fr\u00fchzeitig, die anderen sp\u00e4t. Ich um 6Uhr, dann die \u00fcbrigen. Lebe wohl\nteurer Engel, warum kann ich nicht bei Dir sein, und wann sehen wir uns wieder?\nF\u00fcrs Leben Deine treue Luise\". (K\u00f6nigin Luise von Preu\u00dfen 1995, S. 294).<\/i><br>\n24. Oktober: Napoleon zieht in Berlin ein. Luise flieht im November \u00fcber\nBerlin, Schwedt, Stettin, K\u00fcstrin nach Ortelsburg, warnt ihren Mann vor dem\nAbschlu\u00df eines <i>\"sch\u00e4ndlichen Friedens\"<\/i>. Ihre Popularit\u00e4t im\nVolk w\u00e4chst weiter. 9. Dezember: Luise trifft in K\u00f6nigsberg ein und erkrankt\nschwer an Typhus. <br>\n<br>\n<b>1807<br>\n<\/b>Januar: Weitere Flucht Luises nach Memel vor den heranr\u00fcckenden Franzosen.\n2. April: Begegnung mit Alexander I. in Memel, dort k\u00fcmmert sich Luise um die\npreu\u00dfischen Truppen und st\u00e4rkt deren Moral. U. a. erreicht sie beim K\u00f6nig, da\u00df\nalle preu\u00dfischen Armee\u00e4rzte einen milit\u00e4rischen Rang erhalten und somit\nbessergestellt werden, ebenso befindet sie sich in st\u00e4ndigem Kontakt mit\nrussischen Milit\u00e4rs. 9. April: Hardenberg wird leitender Minister, Luise sieht\nhierin <i>\"eine neue Epoche f\u00fcr die Monarchie\"<\/i>. 21. Juni:\nRussisch-franz\u00f6sischer Waffenstillstand, Preu\u00dfen folgt am 25. Juni. 6.\/7. Juli:\nUnterredungen Luises mit Napoleon. 9. Juli: Friedensvertrag zu Tilsit, harte\nFriedensbedingungen f\u00fcr Preu\u00dfen. 10. Juli: Luise wieder in Memel, Aufenthalt\nunter \u00e4rmlichen Bedingungen, Luise empf\u00e4ngt jedoch Delegationen von B\u00fcrgern aus\nBerlin und Schlesien, um ihnen Mut zu machen. 4. Oktober: Stein zum Ersten\nStaatsminister ernannt, Luise zeigte sich w\u00e4hrend der folgenden\nAuseinandersetzung um sein Reformwerk als eine wesentliche St\u00fctze Steins. <br>\n<br>\n<b>1808<br>\n<\/b>Januar: R\u00fcckkehr nach K\u00f6nigsberg. 1. Februar: Prinzessin Luise geboren, es\nhat symbolische Bedeutung, da\u00df bei ihrer Taufe erstmals nicht nur Angeh\u00f6rige\ndes Hochadels in Erscheinung treten, sondern auch Vertreter aller St\u00e4nde\nOstpreu\u00dfens: Edelm\u00e4nner, B\u00fcrger, Handwerker und Bauern. 27. Dezember: Abreise\ndes K\u00f6nigspaares nach Ru\u00dfland. <br>\n<br>\n<b>1809<br>\n<\/b>Januar: Luise und Friedrich Wilhelm III. in St. Petersburg. April:\nBegegnung Luises mit Wilhelm von Humboldt. Juni-August: Schwere Erkrankung\nLuises. 23. Dezember: R\u00fcckkehr des K\u00f6nigspaares nach Berlin. Der Dichter\nHeinrich von Kleist, von Luise vermutlich lange Zeit finanziell unterst\u00fctzt,\n\u00fcberreicht ihr ein Gedicht, das er ihr zu Ehren verfa\u00dft hat. Es handelt sich um\ndie dritte Fassung in Form eines Sonetts und geh\u00f6rt bis heute zu den sch\u00f6nsten\nHuldigungen Luises: <i><br>\n<br>\n\"Erw\u00e4g ich, wie in jenen Schreckenstagen,<br>\nStill deine Brust verschlossen, was sie litt,<br>\nWie du das Ungl\u00fcck, mit der Grazie Tritt,<br>\nAuf jungen Schultern herrlich hast getragen<br>\n<br>\nWie von des Kriegs zerri\u00dfnem Schlachtenwagen<br>\nSelbst oft die Schar der M\u00e4nner zu Dir schritt,<br>\nWie trotz der Wunde, die dein Herz durchschnitt,<br>\nDu stets der Hoffnung Fahn uns vorgetragen:<br>\n<br>\nOh Herrscherin, die Zeit dann m\u00f6cht ich segnen!<br>\nWir sahn dich Anmut endlos niederregnen,<br>\nWie gro\u00df du warst, das ahndeten wir nicht!<br>\n<br>\nDein Haupt scheint wie von Strahlen mir umschimmert;<br>\nDu bist der Stern, der voller Pracht erst flimmert,<br>\nWenn er durch finstre Wetterwolken bricht!\"<br>\n<br>\n(Kleist 1965, S. 35)<br>\n<\/i><br>\n<b>1810<br>\n<\/b>Februar: Konferenz Luises mit dem franz\u00f6sischen Gesandten Saint-Marsan.\nM\u00e4rz: Luises \"Denkschrift an das Ministerium\". April: \u00dcbersiedlung\nder K\u00f6nigin von Berlin nach Potsdam. Juni: Luise in Hohenzieritz, schwere\nLungenentz\u00fcndung. 19. Juli: Luise stirbt in Hohenzieritz. 30. Juli: Beisetzung\nin der Berliner Domkirche. 23. Dezember: Letzte Ruhest\u00e4tte im Mausoleum zu\nCharlottenburg. <o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n<span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"><br>\nJohann Gottfried Schadow schreibt 1847 in seinen autobiographischen\n\"Kunstwerken und Kunstansichten\" \u00fcber den Todestag Luises: <i>\"Am\n19. Juli starb die K\u00f6nigin in Hohenrietz. Diese hohe Frau stand bei allen in\neiner H\u00f6he, die wenige Sterbliche erreichen; sie wurde nun betrachtet als ein\nWesen, schon auf dieser Erde den Engeln so nahe kommend, als es die meschliche\nNatur vermag. Es l\u00e4\u00dft sich also der Eindruck ermessen, welchen dieses Ereignis\nnicht nur auf die Nahestehenden machte, sondern auch auf das ganze Land. Am 27\nzog der prachtvolle Leichenzug in Berlin ein. Bei so gro\u00dfer k\u00f6rperlicher\nSchw\u00e4che wurde ich nach einem hause gebracht, um diesen feierlichen Zug dort\nmitanzusehen. Die abgeformte Maske der K\u00f6nigin zeigte genugsam, wie sie in der\nF\u00fclle ihres K\u00f6rpers dahinschied; dagegen bestand unser K\u00fcnstler aus einem mit\nHaut \u00fcberzogenem Skelette, und wunderte sich derselbe noch oft dar\u00fcber, da\u00df er\nnoch am Leben war\". (Schadow I 1987, S. 87).<br>\n<b><br>\n<\/b><\/i><b>Verwendete Literatur:<\/b><br>\nKleist, Heinrich von: <i>S\u00e4mtliche Werke und Briefe. Bd. 1.<\/i> Hrsg. von\nHelmut Sembdner. M\u00fcnchen: Hanser 1965<br>\n<br>\nK\u00f6nigin Luise von Preu\u00dfen: <i>Briefe und Aufzeichnungen 1786-1810<\/i>. Hrsg.\nvon Malve Gr\u00e4fin Rothkirch. M\u00fcnchen und Berlin: Deutscher Kunstverlag 1995<br>\n<br>\nNovalis: <i>Werke in einem Band.<\/i> Hrsg. von Hans-Joachim M\u00e4hl und Richard\nSamuel. M\u00fcnchen: Hanser 1999<br>\n<br>\nSchadow, Johann Gottfried: <i>Kunstwerke und Kunstansichten<\/i>. Ein\nQuellenwerk zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte zwischen 1780 und 1845. Bd.\n1. Hrsg. von G\u00f6tz Eckardt. Berlin: Deutscher Kunstverlag 1987<br>\n<i><br>\n<\/i>SH<\/span>","genealogie":"Vater:  Herzog Karl II. von Mecklenburg-Strelitz (1741-1816)\nMutter: Frederike von Mecklenburg-Strelitz (1752-1782), geborene Prinzessin von\n           Hessen-Darmstadt","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2497\" class=\"link-hover text-primary\">K\u00f6nigin Luise<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2505\" class=\"link-hover text-primary\">Luise: eine K\u00f6nigin in Preussen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2515\" class=\"link-hover text-primary\">K\u00f6nigin Luise<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2516\" class=\"link-hover text-primary\">\u00dcber die letzte Reise der K\u00f6nigin Luise von Preu\u00dfen 1810<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2517\" class=\"link-hover text-primary\">Aufenthalt der K\u00f6nigin Luise in Pyrmont i. 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