
{"meta":{"meta-title":"Johann Christoph Frisch < Personen","meta-description":"Johann Christoph Frisch < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/538","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/538","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Christoph Frisch"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":1,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/538","text":"Johann Christoph Frisch"}]},"data":{"id":538,"zusatz_id":538,"meta":{"meta-title":"Johann Christoph Frisch < Personen","meta-description":"Johann Christoph Frisch < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/538","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/538"},"title":"Johann Christoph Frisch","nachname":"Frisch","vorname":"Johann Christoph","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"09.02.1738","geburtsort":"Berlin","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"28.02.1815","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Maler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/6\" class=\"link-hover text-primary\">Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche) (gegr\u00fcndet: 01.10.1796 aufgel\u00f6st: 31.12.1806)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":{"2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/868\" class=\"link-hover text-primary\">Marcello Bacciarelli (Maler, Baudirektor)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/869\" class=\"link-hover text-primary\">Carl Daniel David Friedrich Bach (Maler, Radierer)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/520\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Anton Heinitz (Kurator der Akademie der K\u00fcnste, Minister)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/638\" class=\"link-hover text-primary\">Christian Bernhard Rode (Maler, Kupferstecher)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/627\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Gottfried Schadow (Bildhauer)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1738<br>\n <\/b> Am 9. Februar wird Johann Christoph als Sohn des Kupferstechers\n Ferdinand Helfreich Frisch in Berlin geboren. <br>\n <br>\n Ausbildung bei Christian Bernhard Rode in\n Berlin. Durch Vermittlung von Jean-Baptiste de Boyer Marquis d'Argens\n bekommt Frisch Zugang zur Bildergalerie in Sanssouci, wo er eine Reihe von\n Gem\u00e4lden kopiert. <br><br><b>1759<br><\/b>Die Zeichnung \"<i>Zu einem antiken Gelehrten, der mit einem Zirkel Berechnungen anstellt, tritt von links ein Putto und bl\u00e4st ihm Seifenblasen zu<\/i>\" entsteht. M\u00f6glicherweise ist sie jedoch entgegen der Signatur \"Frisch fe. 1759\" auf das Jahr 1789 zu datieren (vgl. Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 167).<br>\n <br>\n <b>1765 bis 1768<\/b> <br>\n Frisch begibt sich mit einer finanziellen Unterst\u00fctzung von K\u00f6nig Friedrich\n II. als Begleiter des Marquis d'Argens auf eine Studienreise nach Frankreich\n (Provence) und Italien. Dort kopiert er Gem\u00e4lde von Raffael, Annibale\n Carracci sowie Guido Reni und zeichnet nach antiken Statuen. <br>\n <br>\n <b>1768<br>\n <\/b> R\u00fcckkehr nach Berlin \u00fcber Paris. Frisch erh\u00e4lt zahlreiche Auftr\u00e4ge\n sowie ein j\u00e4hrliches Gehalt vom K\u00f6nig. Zu den Auftr\u00e4gen geh\u00f6ren drei\n mythologische Deckengem\u00e4lde im Neuen Palais (je eins in den Vors\u00e4len des\n Erdgeschosses und des 1. Stocks, sowie in dem sog. Silberzimmer im 1.\n Stock), Deckenst\u00fccke im Kavalierhaus, sowie die Portr\u00e4ts <i>\"in edelstem\n Geschmacke gemalt, z.B. den K\u00f6nig, gro\u00df stehend, die Familie des Hrn.\n Pr\u00e4sidenten von Clermont, Moses Mendelssohn, und anderen\"<\/i>. (F. Nicolai,\n Anzeige der vornehmsten jetzt in Berlin, Potsdam [...] lebenden Gelehrten\n [...] 1786.).<br>\n <br>\n <b>1770<br>\n <\/b> Frisch wird Mitglied der Berliner Akademie der K\u00fcnste. Sein Lehrfach\n ist die \"praktische Mahlerey\".<br>\n <br>\n <b>1775<br>\n <\/b> Nach dem Umbau der ehemaligen Orangerie am Schlo\u00df Sanssouci in die\n Neuen Kammern f\u00fchrt er das Deckengem\u00e4lde des Mittelsaals mit der Darstellung\n \"<i>Venus und Amor<\/i>\" in \"punischem Wachs auf Leinwand\" aus. <br>\n <br>\n <b>1779<br>\n <\/b> Malereien im sp\u00e4teren \"Niederl\u00e4ndischen Palais\" in Berlin. <br>\n <br>\n <b>1786<br>\n <\/b> Am 11. Februar wird Frisch Rektor an der Berliner Akademie der K\u00fcnste.\n Auf den seit 1786 veranstalteten Ausstellungen der Akademie ist Frisch\n regelm\u00e4\u00dfig mit Gem\u00e4lden und Zeichnungen vertreten, die mythologische und\n allegorische Stoffe, Begebenheiten aus dem Leben Friedrichs des Gro\u00dfen und\n Szenen aus Dichtungen Lessings und Wielands darstellen. Frischs wichtigste\n Arbeiten sind neben seinen Bildnissen die dekorativen Gem\u00e4lde, die er f\u00fcr\n die von Friedrich II. nach dem Siebenj\u00e4hrigen Krieg erbauten Schl\u00f6sser und\n f\u00fcr den Thronfolger Friedrich Wilhelm II. malt. <br>\n <br>\n <b>1789<br>\n <\/b> Im Auftrag K\u00f6nig Friedrich Wilhelms II. malt Frisch im Speisesaal der\n K\u00f6nigskammern des Berliner Schlosses das Deckenbild \"<i>Bacchus und Ceres<\/i>\" und\n vier Wandbilder mit Allegorein auf die Musik <i>\"in punischem Wachs auf Kalk<\/i>\". <br>\n <br>\n <b>1790<br>\n <\/b> F\u00fcr das Marmorpalais im Neuen Garten bei Potsdam malt Frisch die\n Deckenfelder des Gro\u00dfen Saales im 1. Stock sowie in den Zimmern des\n Erdgeschosses drei Deckengem\u00e4lde (1790, 1794) und zwei Supraporten (1790).\n <br>\n <br>\n <b>1793<br>\n <\/b> Am 19. Februar Ernennung zum Hofmaler. Zusammen mit Peter Ludwig Burnat\n gestaltet Frisch einen Saal im Palais des Ministers von Heinitz. Den\n mythologischen Bilderschmuck f\u00fchrt er in Reliefmanier aus. <br>\n <br>\n <b>Um 1795<\/b> <br>\n arbeitet Frisch an dem Deckengem\u00e4lde in der Eremitage im Neuen Garten\n (Planetenkreis), sowie an dem Deckenbild \"<i>Apollo auf dem Sonnenwage<\/i>n\" und\n den zwei Medaillons im Speisesaal des Schlosses auf der Pfaueninsel. <br>\n <br>\n <b>1801<br>\n <\/b> Am 19. Februar \u00fcbernimmt er als Vizedirektor die Leitung der Akademie\n der K\u00fcnste, ein Amt, das er bis 1805 inne hat. <br>\n <b><br>\n 1805 bis 1815<\/b> <br>\n Frisch bekleidet das Amt des Direktors der Akademie der K\u00fcnste. <br>\n <br>\n <b>1815<br>\n <\/b> Im Alter von 77 Jahren stirbt Frisch am 28. Februar in Berlin. Die Singakademie f\u00fchrt zu seinem Angedenken Mozarts <i>Requiem<\/i> auf, dazu erscheinen der Kronprinz, der \"<i>ganze jetzige Hof und das Ministerium des Kultus und s\u00e4mtliche Mitglieder der beiden Akademie der K\u00fcnste und der Wissenschaften<\/i>\", insgesamt 500 Personen (Briefwechsel Goethe und Zelter, 16.-22.4.1815, Bd. 1, S. 375, 378).<br><br>Verzeichnis der Zeichnungen Frischs aus der Sammlung des\nKupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung\nPreu\u00dfischer Kulturbesitz in: Friedl\u00e4nder, 1921, Bd. 1. S. 167f. <br>Hier vor allem Kopien nach der Antike: \"<i>Pan und Bacchantin, die sich nach rechts r\u00fccklings zu ihm hin\u00fcberbeugt, der hinter ihr kniet [nach einem antiken Wandgem\u00e4lde]<\/i>\", \"<i>Antonius, in ganzer Figur nach links gewandt stehend [nach einer antiken Statue]<\/i>\", \"<i>Venus Kallipygos in R\u00fcckenansicht, nach rechts blickend [nach einer antiken Statue]<\/i>\", \"<i>Die Venus Medici, von vorn<\/i>\", \"<i>Die Venus Medici, von hinten<\/i>\", \"<i>Kopf eines bartlosen R\u00f6mers nach links [nach einer antiken Skulptur, Cicero?]<\/i>\". <br>Dar\u00fcber hinaus die beiden Kopien \"<i>Raub der Sabinerinnen oder der Helena. Ein Mann tr\u00e4gt eine Frau, \u00fcber eine andere unter ihm am Boden liegende hinweg, eilig nach links [nach einer franz\u00f6sischen Skulptur des 18. Jhr.]<\/i>\" und \"<i>Die Gruppe der Knienden aus Raffaels Disputa<\/i>\".<br>\n <br>\n <b>Beate Schroedter 2009<\/b><br>\n ","genealogie":"Gro\u00dfvater: Johann Leonhard Frisch (1666-1743), Rector am Gymnasium zum grauen Kloster  Vater: Ferdinand Helfreich Frisch (1707-1758)","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4284\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Christoph Frisch und Friedrich der Gro\u00dfe<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/10732\" class=\"link-hover text-primary\">Verzeichni\u00df der von dem verstorbenen K\u00f6niglichen Direktor der Akademie der bildenden K\u00fcnste, Herrn Frisch hinterlassenen h\u00f6chstbedeutenden Sammlung von Kupferstichen und Handzeichnungen der vorz\u00fcglichsten Meister aus allen Schulen<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"ab 1786","gebaeude":"eigenes Haus","damals_adresse":" vor dem Spandauer Tor","heute_adresse":"","kommentar":null}],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":["Mittwochsgesellschaft (Fe\u00dflersche)"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}