
{"meta":{"meta-title":"Wilhelm Henschel < Personen","meta-description":"Wilhelm Henschel < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5485","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5485","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Wilhelm Henschel"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5485","text":"Wilhelm Henschel"}]},"data":{"id":5485,"zusatz_id":5485,"meta":{"meta-title":"Wilhelm Henschel < Personen","meta-description":"Wilhelm Henschel < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5485","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5485"},"title":"Wilhelm Henschel","nachname":"Henschel","vorname":"Wilhelm","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"15.03.1785","geburtsort":"Trachtenberg","geburtsland":"Schlesien","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"27.06.1865","sterbeort":"Breslau","sterbeland":"Schlesien","berufe":{"0":"Kupferstecher","1":"Zeichner","8":"Lithograph"},"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/19\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft der Freunde (gegr\u00fcndet: 29.01.1792 aufgel\u00f6st: 25.11.1935)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":{"1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/578\" class=\"link-hover text-primary\">Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann (Schauspielerin und S\u00e4ngerin)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/643\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Wolfgang Goethe (Dichter, Politiker)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/550\" class=\"link-hover text-primary\">August Wilhelm Iffland (Theaterdirektor, Schauspieler, Schriftsteller)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"Anschel","namensaenderung":null,"lebenslauf":"<p class=\"MsoNormal\"><b>1781<\/b><br>\nWilhelm Henschel wird am 15. M\u00e4rz als zweit\u00e4ltester von vier Br\u00fcdern in\nTrachtenberg\/Schlesien geboren. Zusammen mit seinen Br\u00fcdern Friedrich (1781-1837), August (1782-1828)\nund Moritz Henschel (1785-1862) w\u00e4chst er in Breslau auf und besucht zusammen mit seinen\nGeschwistern die 1790 gegr\u00fcndete j\u00fcdische \"Unterrichtsanstalt\", in\nder sein Onkel Dr. Elias Henschel Mitglied des Schulkollegiums war.<br>\n<b><br>\n1804<\/b><br>\nDa in diesem Jahr eine erste Teilnahme an der Berliner Akademie-Ausstellung\nmit graphischen Werken der Gebr\u00fcder Henschel belegt ist, wird Wilhelm Henschel vermutlich\nin dieser Zeit nach Berlin \u00fcbersiedelt sein. <br>\nIm Katalog der Akademie-Ausstellung 1804 ist unter der Nummer 84 folgendes\ngelistet:<br>\n\"Vom Herrn Henschel. Potr\u00e4tmaler aus Breslau. Sokrates im Gef\u00e4ngnis unter\nseinen Sch\u00fclern. Eine Handzeichnung.\" (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1804:84)<br>\nAn den Akademieausstellungen ist die die Teilnahme der Gebr\u00fcder Henschel bis\n1818 nachweisbar.<br>\n<br>\n<b>1806<\/b><br>Die ersten erhaltenen Zeichnungen Wilhelm Henschels, die im\nBerliner Nationaltheater entstanden sind, stammen aus dem Jahre 1806. Etwa 370\ndieser Skizzen sind bis heute erhalten geblieben. Die meisten sind der Hand\nWilhelm Henschels, wenige auch seinem Bruder Moritz zuzuschreiben.&nbsp; Die\nbeiden anderen Br\u00fcder waren wohl unter der Leitung Wilhelms als Kupferstecher\nund Lithographen t\u00e4tig.<br>\n<br>\nWilhelm H\u00e4rle, der 1925 ein gro\u00dfes Konvolut mit Zeichnungen Wilhelm Henschels\nwissenschaftlich bearbeitete, fasste seinen Charakter wie folgt:<br>\n<br>\n\"<i>Dieser Wilhelm Henschel war ohne Zweifel ein hochbegabter und\ngeistvoller Mensch, jedoch von etwas zerflatternder und allzu enthusiastischer\nVielseitigkeit, - eine typische Theaternatur also; das erkl\u00e4rt auch seinen\nWerdegang [... ]. Als ganz junger Mensch nach Berlin gekommen, fand er sich\nsofort von den Leistungen des Theaters gepackt und hineingerissen in den\nallgemeinen Theaterenthusiasmus, der die preu\u00dfische Hauptstadt trotz der furchtbaren\npolitischen Lage - es war 1806! - im Banne hielt<\/i>\" (H\u00e4rle 1925, S. 3).<br>\n<br>\nDie Gebr\u00fcder Henschel beteiligen sich erneut an der Berliner\nAkademie-Ausstellung. Alle vier Br\u00fcder reichen Werke ein: Wilhelm Henschel ist\nmit dem \"Bildnis des Herrn Pr\u00e4sidenten B\u00fcsching, in Pastell\"\nvertreten (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1806:176). Moritz Henschel zeigt ein \"Bildni\u00df\ndes Herrn und der Madame Freyhan; beide in Pastell\" und eine Gipsb\u00fcste\nin Lebensgr\u00f6\u00dfe (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1806:178 und 1806:281). Friedrich Henschel\nstellt einen Kupferstich \"Der Tod des Kardinals Nelson, nach W.\nHenschel, in schwarzer Kunst\" aus (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1806:177) und\nAugust \"Die Ansicht der eisernen Br\u00fccke auf dem Gute des Herrn Reichsgrafen\nvon Burghau\u00df in Schlesien; in Kupfer gestochen\" (B\u00f6rsch-Supan 1971,\n1806:179).<br>\n<b><br>\n1807<\/b><br>\nNeben seiner T\u00e4tigkeit als Zeicher, Kupferstecher, Pastell- und\nMiniaturmaler beginnt er unter Mitarbeit seiner Br\u00fcder mit der Herausgabe von\nillustrierten Serien. Im Jahr 1807 erscheint&nbsp; \u201eDie Kaiserlich\nfranz\u00f6sische Garde\u201c in f\u00fcnf Bl\u00e4ttern im Verlag der Gebr\u00fcder Henschel.<br><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1808<\/b><br>\nInnerhalb der Sammlung \"Ifflands mimische Darstellungen f\u00fcr\nSchauspieler und Zeichner\" erscheinen zwischen 1808 und 1819 zwanzig\nRollenserien mit jeweils sechs Bl\u00e4ttern und insgesamt 120 Kupferstichen, die\nIffland in 19 Rollen potr\u00e4tieren. Diese Hefte waren als Auftakt einer gro\u00dfen\nFolge gedacht, die jedoch nie zur Ausf\u00fchrung kam. (H\u00e4rle 1925, S. 2) Als Vorlage\ndazu verwendet Wilhelm Henschel Zeichnungen, die er w\u00e4hrend der Vorstellungen\nim Nationaltheater anfertigte. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Goethe schreibt dazu einige Jahre sp\u00e4ter: \u201e<i>Gewi\u00df es bedurfte viel Talent\nund Kunstfertigkeit, so verschiedene angenommene Charaktere und Leidenschaften\ndarzustellen, und unter allen Abwechselungen gleichwohl die eigenth\u00fcmlichen\nZ\u00fcge des Mannes beyzubehalten; der K\u00fcnstler Aufmerksamkeit hat sich noch weiter und\nbis auf das Kost\u00fcme erstreckt, so da\u00df wer Iffland \u00f6fters spielen sahe sich aus\nden Bildern seines Anzugs wieder erinnern wird. - Die Manier womit diese mimischen\nDarstellungen in Kupfer gestochen sind ahmt leichte Entw\u00fcrfe in schwarzer\nKreide nach, nur Umrisse mit einiger Andeutung des Schattens<\/i>.\" (Johann Wolfgang Goethe, Ueber Kunst und Alterthum, Bd. 2, Heft 1, 1818, S. 74f.) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1809<\/b><br>\"Dramatische Scenen, den\nDarstellungen des Berliner\nTheaters nachgebildet\", als \"erstes Heft mit 6 Kupfern\"\nbezeichnet, wird von den Gebr\u00fcdern Henschel herausgegeben. Den\nKupferstichen\nsind lange und ausf\u00fchrliche Beschreibungen der Darstellungen beigef\u00fcgt.\nAus dem\nVorsatzblatt des Foliobandes geht hervor, dass die Gebr\u00fcder Henschel\nden Druck\njedoch nicht selbst \u00fcbernahmen:&nbsp; \"Zu haben bei den Herausgebern,\nauf dem Werder, Rosenstra\u00dfe No.4&nbsp; und bei Dunker &amp; Humbold,\nBuchh\u00e4ndler, gedruckt bei C.F. Amelang, Neue Friedrichstr. 56, Folio\"\n(Kirschstein 1918, S. 49). Hier wird ein Hinweis auf die Vertriebswege\nder Henschelschen Werke gegeben: Wilhelm Henschel arbeitete also mit\nmindestens einer Druckerei und der Verlagsbuchhandlung\nDuncker &amp; Humblot\nzusammen, um seine Werke zu verbreiten.<br>\n<b><br style=\"\"><\/b>\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><!--[endif]--><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1810<\/b><br>Vom \u201eCollegium der Aeltesten und Vorsteher der hiesigen\nJuden Gemeinde\u201c ist unter dem Datum, 8. M\u00e4rz 1810 folgendes Zeugnis\n\u00fcberliefert:<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eDa\u00df die Vier S\u00f6hne\ndes hiesigen Schutz Judens Hirsch Henschel namentlich Friedrich Henschel,\nAugust Henschel, Wilhelm Henschel und Moritz Henschel, die unter den Namen\nGebr\u00fcder Henschel und als Beflissene der Kupferstecherei und Mahlerkunst\nbekannt sind, hier Orts geboren und erzogen worden, dieselben insgesamt auch\nvon Jugend auf und bisher immerfort, und stets nur dahin bestrebt gewesen sind,\nauszubilden und m\u00f6glichst zu vervollkommnen; Solches haben wir denselben der\nWahrheit gem\u00e4s hierdurch nicht nur attestiren, sondern zugleich auch den\nWunsch hinzuf\u00fcgen wollen: da\u00df es ihnen gl\u00fccken m\u00f6chte durch ein gutes Fortkommen\nsich der Fr\u00fcchte ihres angewandten Flei\u00dfes in vollkommensten Maa\u00dfe erfreuen zu\nk\u00f6nnen.\u201c<br><br>Die \"Gebr\u00fcder Herren Henschel\" beteiligen\nsich in diesem Jahr mit folgenden Werken an der Berliner Akademieausstellung:<\/p><p class=\"MsoNormal\">- Portr\u00e4t der hochseeligen K\u00f6nigin Luise, in Pastell<br>-&nbsp; Die Verkl\u00e4rung derselben, ein Kupferstich<br>-&nbsp; Historisches Port\u00e4t des Herrn Ritters und Direktors\nIffland<br>-&nbsp; Ein anderes, denselben vorstellend; beide in Pastell<br>-&nbsp; Kornelia, die Mutter der Graechen, historische\nKomposition von Herrn M. Henschel<br>-&nbsp; Portr\u00e4t des Kammers\u00e4ngers Herrn Fischer, von Herrn M.\nHenschel<br>-&nbsp; Dramatische Scenen aus Vorstellungen des Berl.\nTheaters<br>-&nbsp; Zwei Portr\u00e4ts<br>(B\u00f6rsch-Supan 1971, 1810:92-99)<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: white none repeat scroll 0% 50%; -moz-background-clip: -moz-initial; -moz-background-origin: -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;\"><b>1811<\/b><br>\nAm 17. Januar 1811 \u00fcbersandten die Gebr\u00fcder Henschel die ersten beiden B\u00e4nde von\nIfflands \"Mimischen Darstellungen\" an Johann Wolfgang Goethe.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">In diesem Jahr entstehen etwa 50 Zeichnungen verschiedener\nRollenbilder Friederike&nbsp; Bethmann-Unzelmanns (Laskus 1927, S. 9). Diese\nZeichnungen waren wahrscheinlich dazu angefertigt worden, die Serie der \"minischen\nDarstellungen\" fortzusetzen (vgl. oben genannte Subskriptionsanzeige\nder Verfasser in \"Ifflands mimische Darstellungen f\u00fcr Schauspieler und\nZeichner\" von 1808).<br>\n<br>\n<b>1812<\/b><br>\nWilhelm Henschel und sein Bruder August erhalten von der\nK\u00f6niglichen&nbsp; Akademie der K\u00fcnste den Titel \"Akademische\nK\u00fcnstler\". Entgegen der Meinung Kirschsteins werden sie jedoch nicht als\nMitglieder in die Akademie der K\u00fcnste aufgenommen. (Kirschstein 1918,\nS. 47).<br>\n<\/p><p class=\"MsoNormal\">\n\n<\/p><p class=\"MsoNormal\"><b>1813<\/b><br>Es erscheint eine Sammlung von Bl\u00e4ttern zum Befreiungskrieg. Unter dem Datum vom 1. April 1813 ist folgendes Schreiben des Preu\u00dfischen K\u00f6nigs Freidrich Wilhelm III. aus Breslau \u00fcberliefert: \u201eDie von den Gebr\u00fcdern Hentschel angek\u00fcndigte Sammlung der\nBegebenheiten des jetzigen Krieges in fortlaufenden Kupferbl\u00e4ttern, wovon das\nerste mit der Anzeige vom 27ten v. M. eingegangen ist, habe Ich mit besonderm\nWohlgefallen aufgenommen, und gestatte gern, da\u00df solche Mir zugeeignet werde.\u201c\n(Goethe-Museum D\u00fcsseldorf, Best.-Nr. 222\/EKZ)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b><o:p>&nbsp;<\/o:p>1816<\/b><br>\nWilhelm und August Henschel werden Mitglieder des j\u00fcdischen M\u00e4nnervereins\n\"Gesellschaft der Freunde\".<br>\n<b><br>\n1817<\/b><br>\nAnl\u00e4\u00dflich des 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Gesellschaft der Freunde sticht\nWilhelm Henschel ein Port\u00e4t des Vorsitzenden W. Cassel, welches August Henschel\nzuvor in \u00d6l gemalt hatte. Jedem Vereinsmitglied ist ein Exemplar des Stiches \u00fcberreicht worden.<br>\n<br>\n<b>1818<\/b><br>\nTeilnahme der Gebr\u00fcder Henschel an der Berliner Akademieaussteellung mit\ndem \"Brustbild eines Berliner Gelehrten, in Lebensgr\u00f6\u00dfe, mit\nWachsfarben gemalt\" (B\u00f6rsch-Supan 1818:123). Wom\u00f6glich handelt es sich hierbei um das Bildnis des Vorsitzenden Kassel.<br><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1819<\/b><br>Anl\u00e4sslich des 70. Geburtstags Goethes erscheint das erste\nHeft der Serie \u201eScenen aus Goethes Leben\u201c. Als Titelbild fertigten die Gebr\u00fcder\nnach einem Bildnisrelief Schadows ein lithographisches Portr\u00e4t des Dichters an.\nDas B\u00fcchlein mit einem Vorwort von Franz Horn, enth\u00e4lt acht farbige\nlithographische Bl\u00e4tter, die Textstellen aus \"Dichtung und Wahrheit\"\nillustrieren. In der von Goethe herausgegebenen Zeitschrift \u201eUeber Kunst und Alterthum\u201c\nfindet sich eine kurze Besprechung (2. Band, 2. Heft, 1820, S. 73) Dort hei\u00dft\nes: \u201e[...] die K\u00fcnstler scheinen eine \u00e4hnliche Auffassungsgabe des Nat\u00fcrlichen\nwie weiland Chodowiecki zu besitzen, doch scheint uns ihre Behandlung etwas\nmehr Freyheit und Leichtigkeit zu haben, sie zeichnen die Falten mit besserm\nGeschmack, Nebenwerke und Gr\u00fcnde ebenfalls, auch ist die Beleuchtung\nmalerischer.\u201c Das Werk ist dem Preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III.\nzugeeignet, der am 9. Mai 1819 aus Berlin an die Henschels schrieb: \u201eIch will den\nGebr\u00fcdern Henschel auf ihre Anzeige vom 9ten d. M. gestatten, Mir die von ihnen\nherauszugebenden Scenen aus G\u00f6the's Leben, von welchem ich den ersten Druck\nempfangen habe, zuzueignen.\" (Goethe-Museum D\u00fcsseldorf, Best.-Nr. 222\/EKZ)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"\">Des\nWeiteren erscheinen in diesem Jahr lithographische Farbendrucke mit dem Titel \u201eDarstellungen\nder vorz\u00fcglich in Berlin aufgef\u00fchrten Ballets\u201c und neben einzelnen\nPortr\u00e4tstichen und Einzelbl\u00e4ttern die Serie \"Begebenheiten aus dem\nheiligen Krieg\". Die Gebr\u00fcder Henschel spielten in der Verbreitung der\nLithographie in Berlin eine Vorreiterrolle.&nbsp;\nSie waren wahrscheinlich die ersten K\u00fcnstler, die in Berlin mit\ndieser Drucktechnik experimentierten und Lithographien erstellten. <\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 12pt;\"><b>1820<\/b><br>\nDie Gebr\u00fcder Henschel bitten Goethe um ein Gedicht zu Ehren von Karl August\nHardenberg, der am 31. Mai seinen 70. Geburtstag feiert. Goethe kommt diesem\nWunsch nach und das Gedicht mit dem Titel \"Wer die&nbsp; K\u00f6rner wollte\nz\u00e4hlen\" wird zusammen mit einer lithographischen Wiedergabe eines\nBildnisses von Hardenberg durch die Gebr\u00fcder Henschel publiziert (Arnold 1925,&nbsp;\nS. 257).<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"\"><b>1821<\/b><br>\nWilhelm Henschel ver\u00f6ffentlicht ein bedeutendes Einzelblatt mit dem Titel: \"Der\nK\u00f6nig an Bl\u00fcchers Krankenbette\", \"nach der Natur gezeichnet\nund in Kupfer verfertigt von den Herausgebern Gebr\u00fcder Henschel in Berlin und\nBreslau 1821\". Dieses Blatt entsteht in Anlehnung an Chodowieckis Stich\n\"Zieten sitzend vor seinem K\u00f6nig\". Ein Exemplar des\nDruckes schicken die Gebr\u00fcder Henschel unter Bezugnahme auf Goethes \"G\u00f6tz\nvon Berlichingen\" an August von Goethe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1828<\/b><br>August&nbsp; Henschel stirbt am 22. August und wird auf dem j\u00fcdischen Friedhof\nin der Sch\u00f6nhauser Allee beigesetzt. Zu diesem Zeitpunkt waren Friedrich und\nMoritz Henschel bereits nach Breslau zur\u00fcckgekehrt (Kirschstein 1918, S. 66).<br>\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1832<\/b><br>Am 14. August erkl\u00e4rt Wilhelm\nHenschel seinen Austritt aus\nder Gesellschaft der Freunde und verl\u00e4\u00dft noch im gleichen Jahr Berlin.\nEr\nsiedelt, wie seine Br\u00fcder, nach Breslau zur\u00fcck und bezieht im Gasthaus\n\"Zur Goldenen Krone\" am Ring 29 Quartier. In der Folgezeit etablieren\nsich\ndie Gebr\u00fcder vornehmlich als Portr\u00e4tmaler f\u00fcr das j\u00fcdische Breslauer\nB\u00fcrgertum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1837<\/b><br>Friedrich Henschel stirbt. Darauf hin ziehen Wilhelm und\nMoritz Henschel in die Breslauer Wei\u00dfgerbergasse um.<br>\n<br><!--[if !supportLineBreakNewLine]--><!--[endif]--><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1852<\/b><br>Wilhelm und Moritz Henschel\nexperimentieren mit der Reproduktion und Vervielf\u00e4ltigung von Gem\u00e4lden.\n\"Ferner besch\u00e4ftigten sie sich mit der Herstellung praktischer\nStra\u00dfenschilder. Sie malten Inschriften mit Email auf gebrannten Ton\nund Backstein und stellten Proben davon auf der ersten Schlesischen\nIndustrie-Ausstellung aus.\" (Kirschstein 1818, S. 70)<br>\n<br>\n<b>1865<\/b><br>\nWilhelm Henschel stirbt, wie seine Br\u00fcder unverheiratet, am 27.6.1865 im\nFr\u00e4nkelschen Hospital in Breslau.<br>\n<br>\n<br>\nVerwendete Literatur:<\/p><p class=\"MsoNormal\">\nErna Arnold: Goethes Berliner Beziehungen, Gotha 1925.<br><br>\nAnnemarie Fischer: \u201c\u00dcber k\u00f6rperliche Beredsamkeit\u201c. Ifflands j\u00fcdische Rollen\nals von den Graphikern und Kupferstechern Gebr\u00fcder Henschel skizzierte\nBewegung, in: Claudia Jeschke, Helmut Zedelmaier (Hg.), Andere K\u00f6rper \u2013 Fremde\nBewegungen. Theatrale und \u00f6ffentliche Inszenierungen im 19. Jahrhundert,\nM\u00fcnster 2005.<br>\n<\/p><p class=\"MsoNormal\">Johann Wolfgang Goethe: Ueber Kunst und Alterthum, Bd. 2, Heft 2, 1818.\n<\/p><p class=\"MsoNormal\">\nHeinrich H\u00e4rle: Ifflands Schauspielkunst, 1. Teil, 1. Abt.: Bildertafeln,\nBerlin 1925.<br>\nDie Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellungen 1786-1850, bearbeitet v.\nHelmut B\u00f6rsch-Supan, (=Quellen und Schriften zur bildenden Kunst 4), Berlin\n1971.<\/p><p class=\"MsoNormal\">\nArtikel Henschel, Gebr\u00fcder, in: Allgemeines Lexikon der Bildenden K\u00fcnstler von\nder Antike bis zur Gegenwart. begr. von Ulrich Thieme und Felix Becker, hg v.\nHans Vollmer, Leipzig 1999, Bd. 16, S. 430.<\/p>Salli Kirschstein: Juedische Graphiker aus der Zeit von 1625 \u2013 1825, Berlin\n1918.<br><p class=\"MsoNormal\">\n<br>\nIrmgard Laskus: Friederike Bethmann-Unzelmann. Versuch einer Rekonstruktion\nihrer Schauspielkunst auf Grund ihrer Hauptrollen, Leipzig 1927.<br>\n<\/p><p class=\"MsoNormal\">Kurt Schwerin: die Juden in Schlesien. Aus ihrer Geschichte und ihrem Beitrag zu Wirtschaft und Kultur, in: Bulletin des Leo Baeck Instituts, Tel-Aviv 1980 (19. Jahrgang, Nr. 56\/57) ; S. 67.<\/p><p class=\"MsoNormal\">\nKG\/SiHo<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>","genealogie":"Br\u00fcder: Friedrich, August und Moritz Henschel\n\nOnkel: Dr. Elias Henschel\n\nVater: Hirsch Henschel","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/8131\" class=\"link-hover text-primary\">Scenen aus Goethe's Leben<\/a>"],"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4594\" class=\"link-hover text-primary\">Ifflands Schauspielkunst<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":["Gesellschaft der Freunde"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}