
{"meta":{"meta-title":"Johann Carl Andreas Ludewig < Personen","meta-description":"Johann Carl Andreas Ludewig < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5616","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5616","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Carl Andreas Ludewig"},"count":{"lebensdaten":6,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5616","text":"Johann Carl Andreas Ludewig"}]},"data":{"id":5616,"zusatz_id":5616,"meta":{"meta-title":"Johann Carl Andreas Ludewig < Personen","meta-description":"Johann Carl Andreas Ludewig < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5616","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5616"},"title":"Johann Carl Andreas Ludewig","nachname":"Ludewig","vorname":"Johann Carl Andreas","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":null,"geburtsort":null,"geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"1810","sterbeort":null,"sterbeland":null,"berufe":["Maler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"Geburtsdatum und -ort , sowie weitere Lebensdaten Ludewigs konnten bislang nicht ermittelt werden.<br><b><br>1802<br><\/b>Ludewig stellt als Sch\u00fcler der Akademie auf der Ausstellung drei Werke aus, zwei Zeichungen nach Vorlagen und ein Portr\u00e4t in \u00d6l (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1802:363-365).<br><b><br>1804<br><\/b>Ludewig stellt in der Abteilung der Studentenarbeiten auf der Akademieausstellung ein \u00d6lgem\u00e4lde, ein Portr\u00e4t in Kreide und f\u00fcnf K\u00f6pfe nach Raffael aus (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1804:357-359).<br>Das Gem\u00e4lde bechreibt Karl Friedrich Zelter in einem Brief an Goethe vom 7. Okt. 1804 ausf\u00fchrlich :<br><i>Unter den historischen Gem\u00e4lden befand sich eines von einem jungen Maler, Namens Carl Ludwig: die H\u00f6llenfahrt des Judas Ischarioth vorstellend. Da\u00df sich in unsern Zeiten ein junger K\u00fcnstler an einen solchen Gegenstand gewagt hat, war mir schon auffallend. Das Gem\u00e4lde ist 7 Fu\u00df hoch und gegen 5 Fu\u00df breit und hat drei Punkte, welche von der rechten Seite nach der Linken diagonal \u00fcber das Bild, die Direktion einer Parabel offenbaren. In dem mittelsten Punkt dieser Parabel steht die Hauptfigur des Judas: ein Lebensgro\u00dfer brav gezeichnet und gemalter Akt, im Begriff den Strick oben zu befestigen. In dieser Handlung wird er durch den Anblick eines leuchtenden Kreuzes das von zwei Engeln, im ersten Punkte der Parabel, oben rechter Hand, ihm vorgehalten wird, auf das Lebhafteste erschreckt. Die Angst einer unwiederbringlichen Reue malt sich auf seinem Gesichte und so st\u00fcrzt er, mit einem Fu\u00dfe auf einem Felsenst\u00fcck stehend, mit dem andern frei schwebend, den Strick noch unbefestigt, mit der rechten Hand darnach greifend, als wenn er sich dadurch oben zu erhalten suche, dem dritten Punkte der Parabel, unten linker Hand, zu, wo zwei Flammenh\u00e4nde, mit Krallen versehen und in Flammen geh\u00fcllt, bereit sind den S\u00fcnder aufzunehmen, und die krumme Linie in infinitum fortzusetzen. Die Intention des jungen K\u00fcnstlers mag gewesen sein welche sie wolle, so ist die brave Arbeit an diesem Bilde, verbunden mit der Idee des Unendlichen; mit dem ungeheuren Verbrechen und seinen ewigen Folgen, f\u00fcr meine Einsicht so ganz und klar darinne, da\u00df ich mir nicht enthalten kann, das Bild zu bewundern, welches hier von Kennern, wenigstens nicht laut ist bemerkt worden; vielmehr hat man nur Einzelheiten daran getadelt, welche immer tadelhaft sein m\u00f6gen; wie denn die Engel nicht sonderlich gemalt zu sein scheinen und etwas h\u00f6her im Bilde stehen sollten, auch das Proscenium der H\u00f6lle etwas tiefer herunter sich befinden sollte.\" <\/i>(Briefwechsel Goethe\/Zelter 1991, Bd. 1, S. 89)<br><br><b>1806<br><\/b>Ludewig wird auf der Akademieausstellung nunmehr als<b> <\/b>\"einheimischer K\u00fcnstler\" gef\u00fchrt. Er zeigt eine Kopie der Hl. Cecilia von Raffael in Originalgr\u00f6\u00dfe (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1806:108). Das Bild wurde vom K\u00f6nig f\u00fcr 4 Friedrichs d'or angekauft (GStA PK,\nI. HA Rep. 36, Nr. 2728).<b><br><\/b><br><b>1807<\/b><br>Im August bewirbt sich Ludewig f\u00fcr die Nachfolge von Franz Ludwig Catel als Perspektivlehrer an der Akademie. Sein Gesuch wird abgewiesen. Die Stelle sollte Louis, der Bruder Catels, erhalten, der sie aber ablehnte. Karl Friedrich Schinkel , der als \"vorz\u00fcglichster Mitbewerber\" bezeichnet wurde, lehnte dann ebenfalls ab. Schlie\u00dflich wurde Martin Friedrich Rabe berufen. (GStA PK I. HA Rep. 76 alt III Nr. 46, 1.8.1807; Siebel 2004, S. 108-110).<br><br><b>1810<\/b><br>Von Ludewig werden auf der Akademieausstellung mehrere Werke gezeigt: ein \"<i>Familienst\u00fcck bestehend aus zwei Portr\u00e4ts mit einigen allegorischen Figuren, dem Genius der ehelichen Liebe, der Eintracht und Religion in Verbindung gesetzt<\/i>\", getuschte Zeichnungen und Skizzen nach eigener Erfindung im Kontur gezeichnet; Die heilige Cecila, Skizze in \u00d6l (vermutlich die bereits 1806 ausgestellte Raffaelkopie) und ein m\u00e4nnliches Portr\u00e4t in \u00d6l. (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1810:202-204.386)<br>In den Berliner Abendbl\u00e4ttern vom 10. Oktober 1810 beschreibt Georg Philipp Ludolph Beckedorff ein \"<i>Doppelportr\u00e4t, von dem, leider! zu fr\u00fch verstorbenen jungen K\u00fcnstler, Herrn Johann Carl Andreas Ludewig. Dasselbe stellt die K\u00f6pfe seiner Eltern vor, und ist mit solcher Treue, Wahrheit und Ausf\u00fchrlichkeit gemahlt, so sinnig, einfach und nat\u00fcrlich entworfen und so geistreich und flei\u00dfig ausgef\u00fchrt, da\u00df nicht genug zu seinem Lobe gesagt werden kann. Nur \u00e4u\u00dferst wenig fehlt diesem Bilde, nur ein geringer Zusatz von Leben, wir m\u00f6chten sagen, nur der \u00e4u\u00dfere Schein und Glanz des Lebens, um den bessern Bildern Deutscher Meister an die Seite gesetzt zu werden<\/i>.\" (Abendbl\u00e4tter Reprint 1980, S. 35f.) In der n\u00e4chsten Nummer der Abendbl\u00e4tter ver\u00f6ffentlicht Achim v. Arnim ein \"R\u00e4thsel auf ein Bild der Ausstellung dieses Jahres\", das sich auf Ludewigs Portr\u00e4t bezieht (ebd., S 42, vgl. auch Steig 1901, S. 260-262).<br><br><b>1820<\/b><br>Der Berlinische K\u00fcnstlerverein und die Akademie der K\u00fcnste feiern am 18. April den 300. Geburtstag Raffaels. In einem Saal (der Akademie?) waren Kopien nach Raffael von Friedrich Bury, Karl v. Steuben und Ludewigs Kopie der Hl. Cecilia aufgestellt, darunter ein Katafalk mit allegorischen Figuren. Ein Chor von hundert Mitgliedern der Singakademie sang ein Requiem und weitere St\u00fccke, Vortr\u00e4ge wurden verlesen (Briefwechsel Goethe\/Zelter 1991, Bd. 1, S. 597f.).<br><br>CS<br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}