
{"meta":{"meta-title":"Johann Andreas Riem < Personen","meta-description":"Johann Andreas Riem < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/567","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/567","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Andreas Riem"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":1,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/567","text":"Johann Andreas Riem"}]},"data":{"id":567,"zusatz_id":567,"meta":{"meta-title":"Johann Andreas Riem < Personen","meta-description":"Johann Andreas Riem < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/567","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/567"},"title":"Johann Andreas Riem","nachname":"Riem","vorname":"Johann Andreas","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"22.08.1749","geburtsort":"Frankenthal\/Pfalz","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"reformiert","sterbedatum":"21.03.1814","sterbeort":"Speyer","sterbeland":null,"berufe":["Schriftsteller","Jurist","reformierter Theologe"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":"Christian Anton Schmidt","namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1749<\/b><br>\nAndreas Riem wird\nin Frankenthal als Sohn des Rektors Philipp Riem geboren.<br>\n<br>\nStudium der Theologie in Heidelberg.<br>\n<b><br>Seit 1776<\/b>\n <br>\nPrediger in Friedrichswalde bei Templin\/Uckermark. Im gleichen Jahr\nVer\u00f6ffentlichung seiner ersten religions- und kulturgeschichtlichen Abhandlung\n\u00fcber den \"Einflu\u00df der Religion auf das Staatssystem der V\u00f6lker\".<br>\n<br>\n<b>1782<\/b> <br>\nErnennung zum nichtresidierenden Mitglied des Domkapitels des evangelischen\nStifts St. Johannis im westf\u00e4lischen, zu Preu\u00dfen geh\u00f6renden Herford. Riem\nverf\u00fcgt nunmehr \u00fcber beachtliche Eink\u00fcnfte. Im gleichen Jahr wird er zum\nPrediger an der Kirche des Friedrichspitals und Waisenhauses in Berlin ernannt.\nDort betont er die Notwendigkeit aufgekl\u00e4rter Religionskritik.<br>\n<b><br>1785<\/b>\n <br>\nVer\u00f6ffentlichung der anonymen Schrift \"Philosophische und kritische\nUntersuchungen \u00fcber das Alte Testament und dessen G\u00f6ttlichkeit, besonders \u00fcber\ndie mosaische Religion\".<br>\n<b><br>1786<\/b>\n<br>\nUnter dem Pseudonym Christian Anton Schmidt publiziert Riem die\nbibelkritische Schrift \"\u00dcbrige, noch ungedruckte Werke aus dem Nachla\u00df von\nGotthold Ephraim Lessing\". Mit der Ver\u00f6ffentlichung der Fragmente aus\nLessings Nachla\u00df tritt Riem das geistige Erbe des gr\u00f6\u00dften deutschen Aufkl\u00e4rers\nan.<br>\n<b><br>1787<\/b>\n<br>\nErnennung zum Ehrenmitglied der Akademie der K\u00fcnste.<br>\n<br><b>\nSeit 1789<\/b> <br>\nSekret\u00e4r der Akademie der K\u00fcnste und mechanischen Wissenschaften in Berlin. Im\ngleichen Jahr ist Riem gezwungen, sein Predigeramt aufzugeben: Er hatte eine Aufsehen\nerregende, anonyme Flugschrift (\"\u00dcber Aufkl\u00e4rung. Ob sie dem Staate, der\nReligion oder \u00fcberhaupt gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nne?\") verfa\u00dft und sich damit\ngegen das Religionsedikt des Kultusministers Johann Christoph W\u00f6llner, der die\nAufkl\u00e4rung als \"Irrlehre\" bezeichnete, gewandt.<br>\n<b><br>Seit 1791<\/b>\n <br>\nKanonikus in Herford.<br>\n<br>\n<b>1793<\/b><br>\nAufgrund seiner Ablehnung der preu\u00dfischen Au\u00dfenpolitik gegen\u00fcber Frankreich\nwird Riem aus Preu\u00dfen ausgewiesen. Er bereist ganz Europa. Nach seiner R\u00fcckkehr\nnach Berlin sucht er in einer von ihm herausgegebenen Zeitschrift \"Europa\nin seinen politischen- und Finanz-Verh\u00e4ltnissen\" nachzuweisen, da\u00df Preu\u00dfen\nund Frankreich die gleichen politischen Interessen h\u00e4tten und daher ein B\u00fcndnis\neingehen sollten. Diese Vorschl\u00e4ge widersprechen der preu\u00dfischen Politik.\nFriedrich Wilhelm II. l\u00e4\u00dft die Zeitschrift verbieten und Riem auszuweisen.\nRiems Frau bleibt mit drei Kindern unversorgt in Berlin zur\u00fcck, ihren Mann\nsieht sie nie wieder.<br>\n<b><br>1795<\/b>\n<br>\nUmzug nach Paris, Riem kn\u00fcpft Kontakte zum Au\u00dfenministerium und wird zum\npolitischen Agenten beim diplomatischen Komitee der unter franz\u00f6sischen Einflu\u00df\nstehenden Batavischen Republik ernannt. Er lebt mehrere Monate in den\nNiederlanden und wird dann nach England entsandt.<br>\n<b><br>1796 bis 1801<\/b>\n <br>\nPublikation seines achtb\u00e4ndigen Werkes \"Reisen durch Deutschland,\nFrankreich, England und Holland in verschiedener, besonders politischer\nHinsicht\". Hier vergleicht Riem kritisch die gesellschaftlichen und\nstaatlichen Zust\u00e4nde dieser L\u00e4nder. Seine Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, da\u00df Preu\u00dfen\nkeine Allianz mit Frankreich geschlossen hat, macht ihn zum erbitterten Gegner\nder preu\u00dfischen Regierung.<br>\n<br><b>\n1799\/1800<\/b> <br>\nAusweisung aus Frankreich aufgrund nicht n\u00e4her bekannter Umst\u00e4nde.<br>\n<b><br>1801<\/b>\n<br>\nErneuter Aufenthalt in Paris.<br>\n<b><br>\n1801\/02<\/b> <br>\nAufenthalt in der Pfalz, Geburt eines unehelichen Sohnes Anfang 1802.<br>\n<b><br>1811<\/b>\n<br>\nRiem, mittlerweile verarmt, schwerh\u00f6rig und fast blind mu\u00df ins Speyerer\nB\u00fcrgerhospital aufgenommen werden.<br>\n<b><br>1814<\/b>\n<br>\nTod Riems ebendort. F\u00fcr die Zeitgenossen gilt Riem bereits zehn Jahre\nvorher als verschollen oder um 1807 in Herford bzw. Paris gestorben. Die\nirrt\u00fcmliche Angabe des Sterbejahres hat sich bis heute im Schrifttum tradiert.<br>\n<br>\n<br>\nBS und SH<span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n","genealogie":"","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3403\" class=\"link-hover text-primary\">Was sollten die Regenten thun, um sich gegen Revolutionen zu sichern?<\/a>"],"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2588\" class=\"link-hover text-primary\">Der deutsche Jakobiner Andreas Riem und seine \"Apologie f\u00fcr die unterdr\u00fcckte Judenschaft in Deutschland\"<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2590\" class=\"link-hover text-primary\">Andreas Riem<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2591\" class=\"link-hover text-primary\">Andreas Riem<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Rechtswissenschaften","Literatur"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}