
{"meta":{"meta-title":"Georg Christian Unger < Personen","meta-description":"Georg Christian Unger < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5710","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5710","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Georg Christian Unger"},"count":{"lebensdaten":8,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5710","text":"Georg Christian Unger"}]},"data":{"id":5710,"zusatz_id":5710,"meta":{"meta-title":"Georg Christian Unger < Personen","meta-description":"Georg Christian Unger < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5710","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5710"},"title":"Georg Christian Unger","nachname":"Unger","vorname":"Georg Christian","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"25.05.1743","geburtsort":"Bayreuth","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"20.02.1799","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Architekt"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1743<\/b><br>Georg Christian Unger wird am 25. Mai in Bayreuth geboren.\nSeine Eltern, Johann Michael Unger und Anna Margarethe geb. Hollrung sind beide\nam ansbach-bayreuthschen Hofe t\u00e4tig. Durch den Einfluss der Markgr\u00e4fin\nWilhelmine von Ansbach-Bayreuth (\u201eLieblings-Schwester\u201c des K\u00f6nigs Friedrich\nII. von Preu\u00dfen), die selbst malt und 1754\/55 eine Italienreise unternimmt,\nw\u00e4chst Georg Christian Unger in einer sehr kunstsinnigen und aufgeschlossenen\nUmgebung auf.\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1756<\/b><br>Wilhelmine von Ansbach-Bayreuth er\u00f6ffnet am 10. Mai die \u201eAkademie der\nfreyen K\u00fcnste und Wissenschaften zu Bayreuth\u201c.<o:p><\/o:p><br>Unger wurde Sch\u00fcler und Absolvent der Akademie. Er wird in den F\u00e4chern\nMalerei und Zeichnen, Mathematik, Baukunst und Perspektive,\nBildhauerei, Franz\u00f6sisch und Kunstgeschichte unterrichtet. Am meisten pr\u00e4gt ihn sein Lehrer,\nder Architekt Carl Philipp Christian von Gontard, der Unger in den Umgang mit\nantiken Vorbildern einf\u00fchrt. Mit ihm wird er sein Leben lang in engem\nKontakt bleiben.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1763<\/b><o:p><\/o:p><br>Nach Schlie\u00dfung der Bayreuther Akademie (infolge des Todes ihrer\nGr\u00fcnderin) ziehen mehrere K\u00fcnstler nach Berlin, wo sie von Friedrich II. neue\nAuftr\u00e4ge erhalten. <o:p><\/o:p><br>Im November geht auch Unger nach Preu\u00dfen. Dort profitiert er vom guten\nRuf der Bayreuther K\u00fcnstler und wird in Potsdam im K\u00f6niglichen Baukontor als\nGehilfe des Baudirektors Johann Gottfried B\u00fcring angestellt. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1764<\/b><o:p><\/o:p><br>Ungers \u201ealter\u201c Lehrer Gontard kommt nach Potsdam und wird der\nNachfolger B\u00fcrings. Beide arbeiten sehr eng zusammen. Zwar wird\nGontard vom K\u00f6nig gesch\u00e4tzt, allerdings m\u00f6chte dieser zu Besprechungen lieber\nUnger empfangen (Wendland 2002, S. 16).<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1769<\/b><o:p><\/o:p><br>Im Januar bewirbt sich Unger f\u00fcr den Posten des Landbaumeisters in\nMagdeburg. Ein Aktenvermerk des K\u00f6nigs auf der Bewerbung Ungers (eines der wenigen erhaltenen Schriftst\u00fccke Ungers) l\u00e4sst allerdings darauf schlie\u00dfen, dass\nFriedrich II. den geplanten Stadtwechsel missbilligt. Der Amtswechsel wurde\ndaraufhin abgelehnt. <o:p><\/o:p><br>Im gleichen Jahr stellt Unger seinen ersten eigenst\u00e4ndig entworfenen\ngro\u00dfen Bau f\u00fcr den K\u00f6nig fertig: die \u201eHiller-Brandt'schen H\u00e4user\u201c in der\nBreiten Stra\u00dfe 26 (heute 12) in Potsdam. <o:p><\/o:p><br>Laut Friedrich Nicolai ist Unger f\u00fcr die meisten Fassadenentw\u00fcrfe von\nPotsdamer Wohnh\u00e4usern seit 1768 zust\u00e4ndig (Nicolai 1786\/1980, Anhang III, S. 53\n). <o:p><\/o:p><br>Unger wohnt mit seiner Frau im Holl\u00e4ndischen Viertel in Potsdam,\ninnerhalb dessen sie mehrmals umziehen. Als seine Frau gegen Ende der siebziger\nJahre stirbt, zieht Unger mit zwei Gehilfen in die N\u00e4he des Nauener Tors.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1769 - 86<\/b><o:p><\/o:p><br>Als Bauinspektor errichtet Unger (teilweise sind nur die Pl\u00e4ne bekannt)\nin diesen Jahren allein um die 250 B\u00fcrgerpalais in Potsdam. Dazu kommen\nAuftr\u00e4ge des K\u00f6nigs, aber auch Geb\u00e4ude f\u00fcr das Milit\u00e4r. <o:p><\/o:p><br>Im Jahre 1770 beginnt Unger auch in Berlin neue Wohnh\u00e4user zu bauen.\nNach seinem Umzug 1781 nach Berlin hat er einige Jahre laufende Arbeiten in\nbeiden St\u00e4dten, bevor er ab 1786 nur noch in Berlin wirkt. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1770 - 72<\/b><o:p><\/o:p><br>Auf Wunsch Friedrich II. wird das Belvedere auf dem Klausberg in\nSanssouci nach der Rekonstruktion des Marcellum de Nero auf dem Palatin von\nFrancesco Bianchini entworfen und gebaut. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1771 - 76<\/b><o:p><\/o:p><br>In diesen f\u00fcnf Jahren l\u00e4sst der K\u00f6nig in der Prachtstra\u00dfe Unter den\nLinden \u201e<i>44 H\u00e4user abtragen, und meistens vier Gescho\u00df hoch, auf seine Kosten\nwieder aufbauen<\/i>.\u201c ( Nicolai 1786\/1980, S. 174) Unger zeichnete daf\u00fcr die Pl\u00e4ne\nund leitete die Bauarbeiten (darunter auch der Bau des Hotels \u201eStadt Rom\u201c). <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1771\/1774<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger baut ein G\u00e4stehaus f\u00fcr den K\u00f6nig, das sich westlich des Weinbergs\nin Sanssouci befindet (auch \u201eNeue Kammern\u201c und \u201eKavaliershaus\u201c genannt\nwird).<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1775 - 80<\/b><o:p><\/o:p><br>Bau der K\u00f6niglichen Bibliothek neben der Oper, nach Ungers Zeichnungen\ndurch Michael Boumann, am \u201ePlatz am Opern Hause\u201c (heutiger Bebelplatz, auch\n\u201eKommode\u201c genannt) in Berlin.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1778<\/b><o:p><\/o:p><br>Wie auch viele seiner Kollegen schlie\u00dft sich Unger den Freimaurern an.\nIm M\u00e4rz wird er von der Loge \u201eRoyal York\u201c aufgenommen, wechselt aber wenig\nsp\u00e4ter zur Loge \u201eMinerva\u201c, in der viele K\u00fcnstler, auch Gontard, Mitglied sind.\nIn dieser Loge wird er ab 1780 als Meister 3. Grades gef\u00fchrt und bleibt dort\nbis zu seinem Tod Mitglied.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1781<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger heiratet die Witwe des 1780 verstorbenen Hofmaurermeisters Johann\nGeorg Leithold, Elisabeth Johanna Christine geb. R\u00fcdiger. Zu Zeiten des Baus am\nNeuen Palais (im Jahre 1765, unter der Leitung Gontards) waren die beiden M\u00e4nner\nArbeitskollegen und Nachbarn. Unger zieht zu ihr und ihren vier Kindern und\nwird Eigent\u00fcmer des ehemaligen Grundst\u00fccks Leitholds (in der heutigen Friedrich-Ebert\nStr. 82 in Potsdam). <o:p><\/o:p><br>In Potsdam ist Unger erfolgreich, wird von seinen Kollegen anerkannt\nund nimmt am gesellschaftlichen Leben der Stadt teil.<o:p><\/o:p><br>Am 28. Juli st\u00fcrzt der im Bau befindliche Turm der Deutschen Kirche\nam Gendarmenmarkt in sich zusammen. Daraufhin entzieht der K\u00f6nig dem verantwortlichen\nArchitekten Gontard die Bauleitung und \u00fcbertr\u00e4gt sie Unger. Friedrich II. will\nden Gendarmenmarkt komplett neu gestalten und beauftragt Gontard schon im\nJahre 1777 mit dem Bau der pr\u00e4chtigen T\u00fcrme der Kirchen, bei dem Unger ihm\nassistiert. Zus\u00e4tzlich w\u00fcnscht&nbsp; der K\u00f6nig B\u00fcrgerpalais, die den Platz\numschlie\u00dfen. Unger, nun Ober-Baurat, nutzt die Gelegenheit und errichtet ein\nPalais in der Mitte der Nordseite des Platzes, das nicht nur der Sitz des\nK\u00f6niglichen Baukontors werden soll, sondern gleichzeitig Ungers neuer Wohnsitz. Die Familie Unger zieht in die Franz\u00f6sische Stra\u00dfe 42 in Berlin und\nlebt nun in einer prominenten Wohngegend: das Berliner \u201eBildungsb\u00fcrgertum\u201c,\ndarunter auch die Kollegen Michael Philipp Boumann und Friedrich Becherer\nwohnen in den angrenzenden Stra\u00dfen. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1783<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger baut zwei Fl\u00fcgel mit jeweils zwei gro\u00dfen S\u00e4len an das Geb\u00e4ude der\nK\u00f6niglichen Porzellanmanufaktur in der Leipziger Stra\u00dfe an.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1785<\/b><o:p><\/o:p><br>Entwurf eines Anbaus f\u00fcr die Charit\u00e9 in Berlin. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1786<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger baut einen Seitenfl\u00fcgel mit f\u00fcnf Fensterachsen und drei Etagen an\nsein Wohnhaus an. Im Fr\u00fchjahr kommt er in Konflikt mit der Oberbaudeputation, der\nobersten preu\u00dfischen Bauverwaltung. Er hat sich beim Bau der Berliner\nAkzisenmauer nicht an die Vorgaben der Ausschreibung gehalten und wird\nkurzzeitig in Arrest genommen. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1786 - 88<\/b><o:p><\/o:p><br>In diesen zwei Jahren ist Unger als \u201e1. Bauinspector\u201c im Berliner\nBaukontor gef\u00fchrt.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1787<\/b><o:p><\/o:p><br>Durch K\u00f6nig Friedrich Wilhelm II., der Unger sehr sch\u00e4tzt, wird er\nzum Oberhofbaurat ernannt und ist unter der Leitung von Michael Boumann, einer\nvon insgesamt vier Oberhofbaur\u00e4ten.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1788<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger wird die Aufsicht \u00fcber die Immediatbaukommission \u00fcbertragen, die\neinmal w\u00f6chentlich in seinem Haus am Gendarmenmarkt tagt.<o:p><\/o:p><br>Das K\u00f6nigliche Baukontor wird in \u201eK\u00f6nigliches Oberhofbauamt\u201c umbenannt\nund bekommt Carl Langhans als Direktor (unter der Intendanz von Boumann).<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1789\/90<\/b><o:p><\/o:p><br>Das Schloss Monbijou wird nach Entw\u00fcrfen von Unger gebaut. <o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1790<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger wird Eigent\u00fcmer des Grundst\u00fccks in der Franz\u00f6sischen Stra\u00dfe, also\nseines Wohnhauses und Arbeitsplatzes.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1798<\/b><o:p><\/o:p><br>Unger wird nach Langhans als zweiter Direktor des Oberhofbauamtes\neingetragen.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; line-height: normal;\"><b>1799<\/b><o:p><\/o:p><br>David Gilly nimmt den Platz des zweiten Direktors ein. Unger r\u00fcckt an\ndie dritte Stelle.<o:p><\/o:p><br>Am 20. Februar stirbt Georg Christian Unger an \u201e<i>Schleim und\nNerven-Fieber an der Weidendammer Br\u00fccke auf der Stein-Ablage in der Frau\nGeheim-R\u00e4thin Unger Hause<\/i>\u201c (Zitat Wendland 2002, S. 21 nach Kirchenbuch der\nDorotheenst\u00e4dtischen Kirche) im Alter von 58 Jahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\">Henriette Thorau, 2008<br>&nbsp;<\/p>\n\n","genealogie":"","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/9513\" class=\"link-hover text-primary\">Georg Christian Unger<\/a>"],"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":["Architektur"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}