
{"meta":{"meta-title":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann < Personen","meta-description":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/578","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/578","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":3,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":1},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/578","text":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann"}]},"data":{"id":578,"zusatz_id":578,"meta":{"meta-title":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann < Personen","meta-description":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/578","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/578"},"title":"Friederike Auguste Conradine Bethmann-Unzelmann","nachname":"Bethmann-Unzelmann","vorname":"Friederike Auguste Conradine","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"17.06.1760","geburtsort":"Gotha","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"","sterbedatum":"16.08.1815","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Schauspielerin und S\u00e4ngerin"],"vereine":[],"bekanntschaften":{"1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/602\" class=\"link-hover text-primary\">Clemens Wenzeslaus Maria Brentano (Dichter)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/771\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Friedrich Ferdinand Fleck (Schauspieler, Regisseur)<\/a>","6":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5485\" class=\"link-hover text-primary\">Wilhelm Henschel (Kupferstecher, Zeichner, Lithograph)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/550\" class=\"link-hover text-primary\">August Wilhelm Iffland (Theaterdirektor, Schauspieler, Schriftsteller)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/568\" class=\"link-hover text-primary\">August Wilhelm Schlegel (Philosoph, Schriftsteller)<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/569\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Schlegel (Schriftsteller)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/580\" class=\"link-hover text-primary\">Rahel Varnhagen von Ense (Saloni\u00e8re)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":"Flittner","gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":"Unzelmann","verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"Christiana Friederika Conradina","namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n Schauspielerin am Berliner Nationaltheater. Zur Besetzung vgl. Datenbank zum\n Nationaltheater: \"spezielle Suche\" -&gt; \"nach Schauspielern\".<br>\n <br>\n <b>1760<br>\n <\/b> Friederike Auguste Conradine Flittner wird in Gotha geboren. Es wird auch das Jahr 1769 genannt. (Im Taschenbuch f\u00fcr die Schaub\u00fchne auf das Jahr 1797).<br>\n <br>\n <b>1774<br>\n <\/b> Der Theaterdichter und Schauspieler Gustav Friedrich Wilhelm Gro\u00dfmann\n wird ihr Stiefvater.&nbsp; <br><br>\n <b>1776<br><\/b>B\u00fchnendeb\u00fct.<b><br><\/b><br>\n <b>1777<br>\n <\/b> Ihr Name findet sich erstmal auf einem Theaterzettel der Seylerschen\n Truppe in Frankfurt, wo sie am 9. oder 10. November die Sophie in Heinrich\n Ferdinand Moellers Schauspiel \"Sophie, oder der Gerechte F\u00fcrst\"\n spielt.&nbsp; <br>\n <br>\n <b>1778<br>\n <\/b> Ihr Stiefvater wird unter Maximilian Friedrich, Kurf\u00fcrst und Erzbischof\n von K\u00f6ln, Direktor des Bonner Hoftheaters. In dieser Truppe spielt sie bis\n zum Tod des Kurf\u00fcrsten. <br>\n <br>\n <b>1786<\/b> <br>Heirat mit den Schauspieler und S\u00e4nger Karl Wilhelm Ferdinand\n Unzelmann.&nbsp; <br>\n <br>\n <b>1788<br>\n <\/b> Die Unzelmann deb\u00fctiert am K\u00f6niglichen Nationaltheater zu Berlin. Hier\n verkehrt sie bald in verschiedenen Salons, wo sie u.a. die Bekanntschaft mit\n den Br\u00fcdern Schlegel und Caroline Schlegel macht.<br>\n <br>\n <b>1795<br>\n <\/b> Reise mit Rahel Varnhagen nach Karlsbad. Dort lernt sie Goethe kennen\n und tritt mit ihm ab 1798 in Korrespondenz. <br>\n <br>\n <b>1801<br>\n <\/b> Die Schauspielerin gibt ein vielbeachtetes Gastspiel in Weimar, wo sie\n u. a. am 21. September in Schillers \"Maria Stuart\" die Titelrolle\n spielt.&nbsp; Schiller schreibt dar\u00fcber an K\u00f6rner am 23. September 1801:\n <i><font face=\"Arial\">\"Die Unzelmann war eben angekommen, und gleich den Tag\n nach meiner Ankunft wurde Maria Stuart gegeben. Die Unzelmann spielt diese\n Rolle mit Zartheit und gro\u00dfem Verstand, ihre Declamation ist sch\u00f6n und\n sinnvoll; aber man m\u00f6chte ihr noch etwas mehr Schwung und einen mehr\n tragischen Styl w\u00fcnschen. Das Vorurtheil des beliebten Nat\u00fcrlichen\n beherrscht sie noch zu sehr; ihr Vortrag n\u00e4hert sich dem Conversationston,\n und alles wurde mir zu wirklich in ihrem Munde\".<\/font><br>\n <\/i> <br>\n <b>1802<br>\n <\/b> erscheint August Wilhelm Schlegels Gedicht \"Das Feenkind\", worin er die\n Schauspielerin und deren Spiel beschreibt: <i>\"Ich kannt' ein seltsam\n Feenkin, \/ Es war so klein und zart, \/ Und wechselte wie Luft und Wind, \/ Gestalt\n und Sinnesart. \/ Dem Feenkinde nur gef\u00e4llt, \/ Was Spiel ist bunt und kraus, \/ So\n zog es durch die weite Welt, \/ Auf Zaubereien aus. [...], Doch giebt ihr\n nichts der fremde Glanz, Er leiht den Reiz von ihr, Ihr Haar ist der Juwelen\n Kranz, Ihr Arm der Spange Zier. Bald, wie die Blumen an der Au, Thut sie auf\n Schmuck Verzicht, Und es besch\u00e4mt der Augen Blau, Nur das\n Vergi\u00dfmeinicht\"<\/i> (Musen-Almanach f\u00fcr 1802, hg. von Schlegel und Tieck,\n T\u00fcbingen 1802, S. 101-106). <br>\n <br>\n <b>1803<br>\n <\/b> Scheidung von Unzelmann.&nbsp; In Berlin wohnt die Schauspielerin in\n der Franz\u00f6sischen Str. 47. <br>\n <b><br>\n <\/b> Gastspiel der Unzelmann in M\u00fcnchen und Stuttgart : \"In allen Rollen,\n die Madame Unzelmann auf dem Stuttgarder Hoftheater spielte, sah man die\n vollendete K\u00fcnstlerin; in allen gl\u00e4nzte sie durch Anstand, durch W\u00fcrde,\n durch eben so leichten als richtigen und pr\u00e4cisen Ausdruck; alle k\u00fcndigten\n den innern Reichthum an, der es verschm\u00e4ht, auf Kosten eines bessern\n Bewu\u00dftseyns gemeinen Effekt zu erkaufen; in allen bew\u00e4hrte sich der\n Fundamentalsatz, gegen welchen so manche Schauspieler in Deutschland bald\n auf diese, bald auf jene Weise versto\u00dfen: da\u00df der Konversationston auf dem\n Theater nicht der Ton ist, den man \u00fcberall und t\u00e4glich au\u00dfer dem Theater\n vernehmen mag, und da\u00df die Deklamation sich in&nbsp; den wahren\n Konversationston des Theaters verschmilzt\". (Vossische Zeitung 23. Juni\n 1803) <br>\n <br>\n <br>\n <b>1805<br>\n <\/b> Heirat mit dem Berliner Schauspieler Heinrich Eduard Bethmann, am 26. Mai 1805.<br>\n <br>\n <b>1807<br>\n <\/b> Im \"Berlinischen Damenkalender\" erscheint von August Wilhelm Schlegel\n der Text: \"\u00dcber einige tragische Rollen von Frau von Stael dargestellt. An\n Madame Bethmann, geb. Flittner, Schauspielerin des k\u00f6nigl. National-Theaters\n zu Berlin\". <br>\n <br>\n <b>1815<\/b> <br>\n Bethmann-Unzelmann stirbt am 16. August in Berlin. Ihr Grab befindet sich\n auf dem Halleschen Kirchhof.&nbsp; Bethmann-Unzelmann geh\u00f6rt zu den\n bedeutendsten Schauspielerinnen und S\u00e4ngerinnen des Berliner\n Nationaltheaters, die an vielen Theatern Deutschlands Gastspiele gegeben\n hat. <br>\n <br>\n In der Todesanzeige der \"Vossischen Zeitung\" vom 17. August 1815 hei\u00dft es\n u.a.: <i>\"Elf Monathe nach Ifflands Tode erlitt die Kunst einen zweiten\n unersetzlichen Verlust. Friederike Bethmann, geborne Flittner, Gro\u00dfmanns\n Stieftochter und Sch\u00fclerin, seit dem 2ten Mai 1788 (wo sie zuerst als Nina,\n und als Rosine im Jurist und Bauer auftrat) die Zierde unsere B\u00fchne, und\n durch Geist, Genie und Talent - vor allem aber von der m\u00fctterlichen Natur\n dazu berufen - Deutschlands erste Schauspielerin, starb hier in der Nacht\n vom 15ten auf den 16ten\".<br>\n <br>\n <\/i> Rahel Varhagen bezeichnet sie als die bedeutendste Schauspielerin, die\n in Berlin gespielt hat. Am 31. Oktober 1817 schreibt sie an Sophie Schr\u00f6der:\n <i>\"Das Gr\u00f6\u00dfte was sie [das Berliner Publikum] hatten [...] war die\n Bethmann; die au\u00dfer dem Talent, das sie hatte, noch die Gabe besa\u00df, nur sie\n sein zu d\u00fcrfen; und das in einem solchen hohen und sch\u00f6nen Ma\u00dfe, da\u00df man\n nicht unterscheiden mochte, ob sie auch etwas anders sein konnte; sie konnte\n erhaben, ganz edel, ganz romantisch, tief empfindend, traurig-toll und\n toll-zerrei\u00dfend sein, immer lieblich, selbst im Fehlgriff, konnte komisch,\n heiter, reizend, beweglich sein; den Adel der gro\u00dfen Welt vortragen.\n Furchtbar aber, furien-stark, mit den Elementen verwandt, mythologischen\n Wahnsinn, den konnte sie nicht aus der lieblichen, leichtbeweglichen.\n leichtsinnigen, frommen Seele sch\u00f6pfen, weil man nie etwas daraus sch\u00f6pft,\n was nicht darin liegt.<br>\n <br><\/i><i>KG <br>SiHo<br>\n <\/i>\n","genealogie":"1. Ehemann: Karl Wilhelm Ferdinand Unzelmann.\n2. 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Mai 1805","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3432\" class=\"link-hover text-primary\">Friederike Bethmann-Unzelmann<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/7127\" class=\"link-hover text-primary\">Taschenbuch f\u00fcr die Schaub\u00fchne auf das Jahr 1790<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Musik","Theater"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":"<div class=\"overflow-x-auto\">\n                <table class=\"table table-zebra w-full\">\n                    <thead>\n                   <tr><th>Institution<\/th><th>Signatur<\/th><th>Titel<\/th><\/tr>\n                   <\/thead>\n                   <tbody>\n                    <tr>\n                            <td>Geheimes Staatsarchiv<\/td><td><\/td><td>Etatsm\u00e4\u00dfige Gage der Schauspieler und S\u00e4nger der K\u00f6niglichen National Theaters zu Berlin de 1790 bis 1805.<\/td>\n                            <\/tr>\n                   <\/tbody>\n                   <\/table><\/div>","quellen_allgemein":""}}