
{"meta":{"meta-title":"Caroline Humboldt < Personen","meta-description":"Caroline Humboldt < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/596","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/596","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Caroline Humboldt"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":2,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/596","text":"Caroline Humboldt"}]},"data":{"id":596,"zusatz_id":596,"meta":{"meta-title":"Caroline Humboldt < Personen","meta-description":"Caroline Humboldt < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/596","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/596"},"title":"Caroline Humboldt","nachname":"Humboldt","vorname":"Caroline","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"Freifrau","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"23.02.1766","geburtsort":"Minden\/Westfalen","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"26.03.1829","sterbeort":"Tegel bei Berlin","sterbeland":null,"berufe":{"1":"Dichterin","2":"Saloni\u00e8re"},"vereine":[],"bekanntschaften":{"0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/601\" class=\"link-hover text-primary\">Karl Joachim Friedrich Ludwig Arnim (Schriftsteller, Gutsbesitzer)<\/a>","7":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/941\" class=\"link-hover text-primary\">Ludolf Adelbert Chamisso (Milit\u00e4r, Dichter, Botaniker)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/606\" class=\"link-hover text-primary\">August Neidhart Gneisenau (Milit\u00e4r, Reformer)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/643\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Wolfgang Goethe (Dichter, Politiker)<\/a>","6":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/640\" class=\"link-hover text-primary\">Karl August Hardenberg (Minister)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/812\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Helmsdorf (Maler, Radierer)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/563\" class=\"link-hover text-primary\">Christian Friedrich Tieck (Bildhauer)<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/577\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Daniel Wilhelm Otto Uhden (Jurist, Altertumsforscher)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":" von Dacher\u00f6den","gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"Karoline","namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">1766<br>\n<\/span><\/b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">Caroline von Dacher\u00f6den\nwird als einzige Tochter von Carl Friedrich<br>\nFreiherr von Dacher\u00f6den Erbherr auf Burgg\u00f6rner und preu\u00dfischer<br>\nKammerpr\u00e4sident und seiner Frau Ernestine Friederike, geborene Gr\u00e4fin von<br>\nHopffgarten, am 23. Februar in Minden\/ Westfalen geboren.&nbsp;<br>\n&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br>\n<b>1774<br>\n<\/b>Tod der Mutter.<br>\n<br>\n<b>1787<br>\n<\/b>\u00dcber Briefkontakte mit Dorothea Veit, Henriette Mendelssohn, Caroline<br>\nv. Wolzogen, Karl v. La Roche u. a. wird Caroline v. Dacher\u00f6den Mitglied im<br>\nso genannten \"Tugendbund\", einer freundschaftlichen Vereinigung\njunger<br>\nLiteraten und Kunstliebhaber ohne st\u00e4ndische oder religi\u00f6se Schranken in<br>\nBerlin. Henriette Herz etabliert diesen Bund, dessen Zweck die<br>\n<i>\"gegenseitige sittliche und geistige Heranbildung sowie \u00dcbung\nwerkt\u00e4tiger<br>\nLiebe\" (Herz 1984, S. 82)<\/i> ist, als eine engere Geselligkeitsform neben<br>\nihrer Aktivit\u00e4t als Saloni\u00e8re. Carolines Name in diesem Bund ist\n\"Li\". Rahel<br>\nLewin wird kein Mitglied dieser von Sturm und Drang und Empfindsamkeit<br>\ngepr\u00e4gten Freundschaftsinstitution, wohl aber eine gute Bekannte<br>\nCarolines.<br>\n<br>\n<b>1788&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>\n<\/b>Gemeinsam mit Karl von La Roche, der sich Hoffnungen auf eine<br>\nVerbindung mit Caroline macht, besucht Wilhelm v. Humboldt das Haus<br>\nDacher\u00f6den. La Roche zieht sein Vorhaben vornehm zur\u00fcck, als er die enge<br>\nVerbindung zwischen Wilhelm und Caroline w\u00e4hrend des kurzen Aufenthalts<br>\nbemerkt. <br>\n<br>\nIm August begegnen sich&nbsp; Wilhelm von Humboldt und Caroline im Salon<br>\nvon Henriette Herz, bzw. innerhalb des \"Tugendbundes\". Die mit\nWilhelm eng<br>\nbefreundete Saloni\u00e9re schreibt r\u00fcckblickend \u00fcber seine Verbindung mit<br>\nCaroline und ihre Auswirkungen auf den Bund: <i>\"Dieser Bund gab auch\nsp\u00e4ter<br>\nden Anla\u00df zu seiner Heirat. Der Briefwechsel mit Caroline v. Dacher\u00f6den, in<br>\nwelchem sie uns ihr Herz und ihren Sinn auf die gem\u00fchtvollste und<br>\ngeistreichste Weise er\u00f6ffnet, hatte sie uns als seiner v\u00f6llig w\u00fcrdig kennen<br>\ngelernt.(...).<br>\n<br>\nWir B\u00fcndner dutzten einander. Jedoch machten hinsichtlich mehrerer<br>\nderselben sp\u00e4tere Lebensverh\u00e4ltnisse in Beziehung hierauf ihre Rechte<br>\ngeltend. Als Wilhelm von Humboldt mit seiner jungen Frau nach Berlin kam, wo<br>\nich sie dann zum ersten Male sah, nannte sie mich \"Sie\", und als fast<br>\nnotwendige Folge h\u00f6rte sp\u00e4ter auch das \"Du\" zwischen ihrem Gatten und\nmir<br>\nauf\" . (Herz 1984, S. 83 ff.)<br>\n<br>\n<\/i>Die Irritationen im Bund, die sich in einem Briefdisput \u00fcber Statuten<br>\nniederschlagen, haben langfristig keine Auswirkungen auf die<br>\nfreundschaftliche Verbindung von Henriette und Caroline.<br>\n<br>\n<b>1789<br>\n<\/b>16. Dezember: Verlobung mit Wilhelm von Humboldt in Erfurt. Schiller, <br>\nder von Caroline v. Beulwitz schon einiges \u00fcber Caroline geh\u00f6rt hat schreibt<br>\nan erstere im August: <i>\"Unsere Caroline habe ich blo\u00df erahnen k\u00f6nnen.\nIhr<br>\nGeist \u00fcberraschte mich, in ihr ist etwas Edles und Feines das man idealisch<br>\nnennen m\u00f6chte. Wie wahr und wie tief sie f\u00fchlt m\u00fc\u00dfte ein l\u00e4ngerer Umgang<br>\nmich lehren; da\u00df ich im voraus daran glaube versteht sich, aber die<br>\nErscheinung gieng mir zu fl\u00fcchtig vor\u00fcber, und ihr ganzes Wesen hat einen<br>\ngewissen Glanz der mich blendet\". (Schiller 1979, S. 281 ff.).<br>\n<br>\n<\/i>Erkrankung Carolines, die schon seit fr\u00fchester Kindheit mit einem<br>\nBrustleiden leben mu\u00df.<br>\n<br>\n<b>1790<br>\n<\/b>Schiller schreibt \u00fcber das Paar im Januar in einem Brief an Huber:<br>\n<i>\"Er ist beides, ein \u00e4u\u00dferst f\u00e4higer Kopf und ein \u00fcberaus zarter edler<br>\nKarakter; vorz\u00fcglich lernte ich ihn bey einer Herzensangelegenheit kennen,<br>\nin der er mit einem Fr\u00e4ulein von Dacher\u00f6den aus Erfurt verwickelt ist. Er<br>\nist mit ihr versprochen, und er hat Ursache, sich zu einer solchen Frau<br>\nGl\u00fcck zu w\u00fcnschen. Sie ist ein unvergleichliches Gesch\u00f6pf; nur f\u00fcrchte ich<br>\nf\u00fcr ihre Gesundheit, denn diesen Herbst wurde sie schon von den \u00c4rzten<br>\naufgegeben, jetzt hat sie sich aber wieder erholt\". (Schiller 1979, S,<br>\n391).<\/i><br>\n<b><br>\n1791<\/b> <br>\nJuni: Hochzeit in Erfurt mit Wilhelm Freiherr von Humboldt. <br>\n<br>\n<b>1792<br>\n<\/b>Geburt der ersten Tochter Caroline. <br>\n<br>\n<b>1794<br>\n<\/b>\u00dcbersiedelung nach Jena. Geburt des ersten Sohnes Wilhelm. <br>\n<br>\n<b>1794-1796<\/b> <br>\nW\u00e4hrend der Jahre in Jena steht Caroline mit dem Ehepaar Schiller und<br>\ngro\u00dfen Teilen der Weimarer Gesellschaft in engem Kontakt. Der Arzt Hufeland, <br>\nFichte, Johann Heinrich Vo\u00df u. a. sind h\u00e4ufige G\u00e4ste im Haus der Humboldts.<br>\nEine Schw\u00e4rmerei f\u00fcr Wilhelms Freund Wilhelm v. Burgsdorf st\u00f6rt die<br>\ngl\u00fcckliche Ehe nur kurzfristig.<br>\n<br>\n<b>1797<br>\n<\/b>Komplizierte Geburt des Sohnes Theodor. Caroline entgeht knapp dem Tod.<br>\nDer Plan der Familie, nach Italien zu ziehen wird aufgrund der prek\u00e4ren<br>\npolitischen Lage verworfen.<br>\n<br>\nMit Wilhelm v. Humboldt \u00dcbersiedlung nach Paris. Dort wird ihr Haus wieder<br>\nzum Treffpunkt der Gesellschaft. Deutsche K\u00fcnstler wie Friedrich Tieck und<br>\nfranz\u00f6sische Ber\u00fchmtheiten wie Madame de Sta\u00ebl sind G\u00e4ste der<br>\nHumboldts.<br>\n<br>\n<b>1799<br>\n<\/b>Siebenmonatige Reise nach Spanien. <br>\n<br>\n<b>1800<br>\n<\/b>R\u00fcckkehr nach Paris, Geburt der Tochter Adelheid. <br>\n<br>\n<b>1801-1808<\/b> <br>\nAufenthalt in Rom (Wilhelm v. Humboldt ist preu\u00dfischer Ministerresident am<br>\nHl. Stuhl).&nbsp; <br>\n<br>\nIn Rom richtet Caroline einen Salon ein. Das Haus Humboldt wird zum<br>\nTreffpunkt f\u00fcr deutsche K\u00fcnstler und Literaten auf ihrer Reise durch<br>\nItalien. <br>\n<br>\n<b>1802<br>\n<\/b>Geburt der Tochter Gabriele.<br>\n<br>\n<b>1803<\/b> <br>\nTod des Sohnes Wilhelm. <br>\n<br>\n<b>1804<br>\n<\/b>Reise nach Deutschland, anschlie\u00dfend nach Paris. 2. Juli: Geburt der<br>\nTochter Luise in Paris. 18. Oktober: Tod Luises. <br>\n<br>\n<b>1806<br>\n<\/b>Januar: Geburt des Sohnes Gustav in Rom. <br>\n<br>\n<b>1808<br>\n<\/b>Wilhelm zieht es zur\u00fcck nach Preu\u00dfen, wo er in den Kreis der Reformer<br>\nberufen und mit der Leitung der \"Sektion f\u00fcr Kultur und Unterricht\"\nbetraut<br>\nwird. Caroline, erneut schwanger, bleibt in Rom, da das Klima ihrer<br>\nGesundheit besser bekommt. Die Erziehung und den Unterricht der Kinder<br>\n\u00fcbernimmt sie selbst.<br>\n<br>\n<b>1809<br>\n<\/b>Geburt des Sohnes Hermann. Tod von Carolines Vater. Mit Wilhelm<br>\nsteht sie, wie in den Jahren zuvor, in engstem Briefkontakt. Wilhelm<br>\nbespricht mit ihr seine gesch\u00e4ftlichen Angelegenheiten und fragt sie um Rat.<br>\nSie berichtet von der Familie, dem Leben in Rom und diskutiert in den<br>\nBriefen mit Wilhelm \u00fcber Politik und seine Arbeit.<br>\n<br>\n<b>1815<br>\n<\/b>Aufenthalte in Frankfurt, wo Wilhelm als preu\u00dfischer Kommissar in<br>\nterritorialen Angelegenheiten arbeitet.<br>\n<br>\n<b>1818<br>\n<\/b>Henriette Herz besucht Rom und verkehrt ebenfalls im Haus der Humboldts. Ihre\nautobiographischen Schriften geben kleine Ausschnitte von Begegnungen<br>\nzwischen ihr, Caroline und bekannten Personen, darunter Kronprinz Ludwig von<br>\nBayern, wieder. Eine sch\u00f6ne Anekdote in Verbindung mit Caroline und dem Ruf, <br>\nden sie in der r\u00f6mischen Gesellschaft genie\u00dft, ist Henriettes\n\"Erinnerungen\"<br>\nzu entnehmen: <i>\"Alles hat seine Kehrseite. Auch die Annehmlichkeiten, <br>\nwelche mir aus der Geltung Humboldts in Rom erwuchsen, schlugen bei einer<br>\nGelegenheit in das Gegenteil um. Frau von Humboldt hatte n\u00e4mlich f\u00fcr sich<br>\nund ihre \u00e4lteste Tochter Caroline am Frohenleichnahmstage 1818<br>\nEintrittskarten zu dem Balkon eines Hauses auf dem Petersplatz erhalten, von<br>\nwelchem aus die Prozession sich sehr gut und bequem ansehen lie\u00df. Sie wurde<br>\nunwohl, ihrer Tochter kam eine Hinderung, und so bot sie mir die Billets an.<br>\nIch wollte sie nicht annehmen, weil sie auf ihren Namen lauteten. \"Nehmen<br>\nSie sie\" rief sie in ihrer Freundlichkeit, \"Sie sehen das so nicht\nwieder!\"<br>\nEndlich nahm ich sie an, und lie\u00df mich von einem D\u00e4nen nach dem bezeichneten<br>\nHause begleiten. Bald trat ein Hauptmann von der Schweizergarde auf den<br>\nBalkon und fragte laut nach Eccellenza Umbolde. Als die Frage \u00f6fter<br>\nwiederholt wurde, sah ich mich, wie ungern auch, endlich gen\u00f6tigt,<br>\nEccellenza Umbolde zu spielen, worauf dann die Mitteilung erfolgte, da\u00df<br>\nEmienza Cardinale Consalvi sich erkundigen lie\u00df, ob Eccellenza Umbolde von<br>\nihrem Platz aus gut s\u00e4hen. Aber damit war es nicht abgetan. Als die<br>\nProzession der Geistlichkeit vor\u00fcber war und nur noch das Milit\u00e4r<br>\nvor\u00fcberzog, ert\u00f6nte von neuem die Frage nach Eccellenza Umbolde aus dem<br>\nMunde eines Offiziers, welcher uns dann hinuntergeleitete und uns vier<br>\nSchweizergardisten \u00fcbergab, um uns nach der Peterskirche zu eskortieren. Der<br>\nZug des Milit\u00e4rs mu\u00dfte haltmachen, um uns durchzulassen, und unsere<br>\nBegleiter trieben und stie\u00dfen dann mit solchem, ihnen ohne Zweifel zur<br>\nPflicht gemachten, Eifer alles, was von Zuschauern irgend unserm Vordringen<br>\nhinderlich war, auseinander, da\u00df dagegen meine lebhaftesten Vorstellungen<br>\nvergeblich waren. Ja ich bot ihnen zuletzt Geld, wenn sie nur uns verlassen<br>\nwollten, aber auch dieses Erbieten blieb fruchtlos. - Ich nahm mir heilig<br>\nvor, niemals wieder eine andere Person darzustellen als meine eigene, am<br>\nwenigsten aber in Rom jemals wider die Eccellenza Umbolde, vor welcher auf<br>\nh\u00f6chsten und heiligsten Befehl alles mit Kolbenst\u00f6\u00dfen aus dem Weg getrieben<br>\nwurde\". (Herz 1984, S.86 ff.)<\/i><br>\n<br>\n<b>Ab 1819<br>\n<\/b>Caroline von Humboldt lebt bis 1819 \u00fcberwiegend in Italien. Im<br>\nJuni trifft sie Wilhelm in Heidelberg. Anschlie\u00dfend erfolgt der endg\u00fcltige<br>\nUmzug nach Berlin. Ab 1820 wohnt Caroline in Tegel bei Berlin. Sie etabliert<br>\neinen weiteren Salon. Die Humboldts empfangen hier eine Reihe von illustren<br>\nG\u00e4sten, wie z.B. die Prinzessin Radziwill, die Schwester des Prinzen Louis<br>\nFerdinand, August Wilhelm von Gneisenau, die Bildhauer Rauch und Tieck sowie<br>\ndie Dichter Adelbert von Chamisso und Achim von Arnim. <br>\n<br>\nTrotz verschiedener Kuren verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand<br>\nCarolines in den 20er Jahren. <br>\n<br>\n<b>1829<\/b> <br>\nTod Carolines am 26. M\u00e4rz in Berlin\/ Tegel im Alter von 63 Jahren.<br>\n<br>\nDer Biographik \u00fcber Caroline von Humboldt f\u00e4llt es schwer, ihre Geschichte<br>\ngetrennt vom Leben ihres ber\u00fchmten Gatten zu betrachten. Wer immer \u00fcber<br>\nCaroline schreibt, betont ihre Rolle als Frau Wilhelm v. Humboldts, ihre<br>\nBilligung langer Trennungen und die Unterst\u00fctzung, die sie ihrem Mann<br>\nzukommen l\u00e4\u00dft. Ebenfalls wird Caroline als f\u00fcrsorgliche Mutter und<br>\nFamilienmensch dargestellt. Ein weiterer Topos betrifft ihre<br>\ngesellschaftliche Begabung und ihr Auftreten als Saloni\u00e8re. Diese Punkte<br>\nwerden jedoch selten eigenst\u00e4ndig behandelt. <br>\n<br>\nAm 3. M\u00e4rz 1818 schreibt Wilhelm von Humboldt nach 27 Jahren Ehe aus London<br>\nan Caroline in Italien: <i>\"Es ist eine unendliche Einheit des Denkens und<br>\nEmpfindens in uns beiden, und nichts begl\u00fcckt mich so sehr. Ich glaube<br>\nnicht, da\u00df es noch zwei Menschen auf Erden gibt, auf die das verehelichte<br>\nLeben (...) so tief und so wechselseitig gewirkt hat. Ich kann mir Schritt<br>\nf\u00fcr Schritt nachweisen, wie ich alles durch Dich geworden bin, teures,<br>\ngeliebtes Wesen, wie selbst, was mir angeh\u00f6rt, sich h\u00f6chstwahrscheinlich nie<br>\nentwickelt h\u00e4tte, und wie das Gef\u00fchl der vollsten, nat\u00fcrlichsten und<br>\nh\u00f6chsten Weiblichkeit, was keine Frau auf Erden so wie Du gibt, indem es<br>\nschon in mir eine Stimmung fand, die gern und tief darin einging, eine<br>\nEigent\u00fcmlichkeit in mir ausgebildet hat, an der alles andere h\u00e4ngt, und die<br>\nau\u00dfer Dir kein anderer Mensch so kennt oder nur ahndet\".<br>\n<br>\n<\/i>Ein Brief vom Januar desselben Jahres beginnt mit den Worten: <i>\"Mit<br>\nDir, wenn Du je hierherkommst<\/i>, <i>wird es tausend Gelegenheiten zu<br>\nlachen geben\". (Wilhelm und Caroline v. Humboldt 1920, S. 277 und<br>\n275).<br>\n<br>\n<br>\n<br>\n<\/i><b>Verwendete Literatur:<\/b><br>\n<br>\nHerz, Henriette: <i>In Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen<\/i>. Hrsg. von<br>\nRainer Schmitz. Leipzig und Weimar: Kiepenheuer 1984.<br>\n<br>\nHumboldt, Caroline und Humboldt, Wilhelm: <i>Wilhelm und Caroline von<br>\nHumboldt in ihren Briefen 1788-1835<\/i>. Hg. von Anna von Sydow. Berlin:<br>\nMittler &amp; Sohn 1920<br>\n<br>\nSchiller, Friedrich: <i>Schillers Werke: Briefwechsel 3. Teil:<br>\n1788-1790<\/i>. Hrsg. von Julius Petersen, Liselotte Blumenthal, Norbert<br>\nOellers. Weimar: B\u00f6hlau 1979. (=Schillers Werke. Nationalausgabe Bd. 25.<br>\nHrsg. im Auftrag der Stiftung Weimarer Klassik und des Schiller<br>\nNationalmuseums in Marbach)<i><br>\n<br>\n<br>\n<\/i>SH<br style=\"\">\n<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br style=\"\">\n<!--[endif]--><\/span>","genealogie":"Vater: Karl Friedrich v. Dacher\u00f6den (1732-1809), preu\u00dfischer Kammerpr\u00e4sident\nMutter: Ernestine Friederike, geborene v Hopffgarten","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/404\" class=\"link-hover text-primary\">Die Brautbriefe Wilhelms und Karolinens von Humboldt<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2342\" class=\"link-hover text-primary\">Wilhelm und Caroline von Humboldt<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2343\" class=\"link-hover text-primary\">Briefwechsel 1807 - 1826<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2344\" class=\"link-hover text-primary\">Wilhelm und Caroline von Humboldt in ihren Briefen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/2346\" class=\"link-hover text-primary\">Briefwechsel zwischen Karoline v. Humboldt, Rahel (Varnhagen) u. 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