
{"meta":{"meta-title":"Carl Friedrich Christian Fasch < Personen","meta-description":"Carl Friedrich Christian Fasch < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/597","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/597","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Carl Friedrich Christian Fasch"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":1,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/597","text":"Carl Friedrich Christian Fasch"}]},"data":{"id":597,"zusatz_id":597,"meta":{"meta-title":"Carl Friedrich Christian Fasch < Personen","meta-description":"Carl Friedrich Christian Fasch < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/597","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/597"},"title":"Carl Friedrich Christian Fasch","nachname":"Fasch","vorname":"Carl Friedrich Christian","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"18.11.1736","geburtsort":"Zerbst","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"03.08.1800","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Komponist"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/55\" class=\"link-hover text-primary\">Sing-Academie (gegr\u00fcndet: 24.05.1791)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/57\" class=\"link-hover text-primary\">Zeltersche Liedertafel (gegr\u00fcndet: 1808)<\/a>"],"bekanntschaften":{"0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/646\" class=\"link-hover text-primary\">Karl Friedrich Moritz Paul Br\u00fchl (Theater- und Museumsintendant)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/498\" class=\"link-hover text-primary\">Ignaz Aurelius Fe\u00dfler (Theologe, Publizist)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/582\" class=\"link-hover text-primary\">Ernestine Voitus (S\u00e4ngerin)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/583\" class=\"link-hover text-primary\">Sidonie Wilhelmine Christine Voitus (S\u00e4ngerin)<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/595\" class=\"link-hover text-primary\">Wilhelm Heinrich Wackenroder (Schriftsteller)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/588\" class=\"link-hover text-primary\">Carl Friedrich Zelter (Komponist)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"Fasch, Christian Friedrich Carl","namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b style=\"\">1736<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Geburt am 18. November in Zerbst als Sohn des dortigen\nHofkapellmeisters Johann Friedrich Fasch (15.04.1688-05.12.1758). Seine Mutter hei\u00dft\nJohanna Helena, geb. Simers. Um die fr\u00fche musikalische Ausbildung k\u00fcmmert sich\nder Vater. Sp\u00e4ter sind es dann in Zerbst der Konzertmeister C. H\u00f6ckh sowie in\nStrelitz Johann Christian Hertel, bei denen sich Carl Friedrich Christian Fasch\nmusikalisch weiterbildet. Seine Schulzeit verbringt er daraufhin im Kloster\nBergen in der N\u00e4he von Magdeburg. Im Anschluss daran ist er zwar an der in\nZerbst gepflegten Hofmusik beteiligt, wirkt an diesem Ort aber ohne\nAnstellungsvertrag.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p><\/o:p><b style=\"\">1756<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Er tritt seinen Dienst als zweiter Klavierist bei Friedrich\nII. an. \u00c4hnlich wie sp\u00e4ter bei Dienstantritt von Johann Friedrich Reichardt ist\nes auch hier der Violinist der k\u00f6niglichen Hofkapelle Franz Benda, der Fasch\nf\u00fcr die Stelle empfiehlt. Fasch beginnt seine Musiklehrert\u00e4tigkeit, die er bis\nzum Ende seines Lebens aus\u00fcben wird, u.a. um sein Gehalt damit aufzustocken.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p><\/o:p><b style=\"\">1774<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Nach dem Tod Johann Friedrich Agricolas \u00fcbernimmt Fasch in\nBerlin interimistisch die Leitung k\u00f6niglichen Oper. Er hat die Direktion aber\nlediglich bis 1776 inne.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p><\/o:p><b style=\"\">1789<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Fasch beginnt mit privaten Chorproben, zu denen er die\neigenen Gesangssch\u00fcler beiderlei Geschlechts heranzieht, um sich sukzessive dem\nhohen Ziel anzun\u00e4hern, die von ihm selbst komponierte 16stimmige Messe mit\nbefriedigendem Resultat auff\u00fchren zu k\u00f6nnen. Die Messe ist von Fasch als eine\nmusterg\u00fcltige Komposition konzipiert, die mit ihrer hohen Kunstfertigkeit auch\nnach dessen Ableben bestehen bleiben sollte. Er schreibt dieses anspruchsvolle\nWerk, nachdem er einige Jahre zuvor die ebenfalls 16stimmige Messe Orazio\nBenevolis kennen gelernt hatte. Auf das Werk des italienischen Komponisten wird\nFasch zuvor durch Johann Friedrich Reichardt aufmerksam, der es von seiner\nItalienreise mitgebracht hatte. Fasch komponiert in den verbleibenden\nLebensjahren zahlreiche Werke f\u00fcr den Sing-Akademie-Chor. Hiervon sind indes\nnur wenige Werke erhalten. Denn Fasch bem\u00fcht sich unmittelbar vor seinem Tod,\nm\u00f6glichst alle Kompositionen zu vernichten, die seiner 16stimmigen Messe\nvorausgehen.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p><\/o:p><b style=\"\">1791<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Am 24. Mai richtet Fasch das erste so genannte \u201ePr\u00e4senzbuch\u201c\nzu seinen Chorproben ein. Seitdem gilt dies als eigentliches Gr\u00fcndungsdatum der\nSing-Akademie, so dass sich bis heute die gefeierten Jubil\u00e4en auf das Jahr 1791\nbeziehen.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><br><b style=\"\">1793<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Fasch wird die Raumnutzung in der k\u00f6niglichen Akademie der\nK\u00fcnste gew\u00e4hrt, so dass er dort am 22. Oktober des Jahres erstmals Proben mit\nder Sing-Akademie abhalten kann.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b style=\"\">1794<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Erstmalig greift Fasch in diesem Jahr f\u00fcr die Probenarbeit\nauf drei Motetten Johann Sebastian Bachs zur\u00fcck. Fasch selbst z\u00e4hlte lange\nschon zu den fertigsten Instrumentalisten bei der Ausf\u00fchrung Bachscher\nKompositionen. Im Geiste der damaligen Sing-Akademie sind diese\nWerkauff\u00fchrungen nicht f\u00fcr ein \u00f6ffentliches Publikum gedacht. Das \u00e4nderte sich\nim Hinblick auf die Bachschen Vokalwerke ganz grundlegend mit der Auff\u00fchrung\nder <i style=\"\">Matth\u00e4uspassion<\/i> im Jahr 1829\ndurch Felix Mendelssohn Bartholdy.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><br><b style=\"\">1800<o:p><\/o:p><\/b><br><o:p><\/o:p>Fasch stirbt am 3. August. Er wird auf dem Jerusalemer\nFriedhof beigesetzt. Nach Faschs Tod \u00fcbernimmt sein ehemaliger Sch\u00fcler Zelter,\nder ihm lebenslang freundschaftlich verbunden blieb, die Leitung der\nSing-Akademie. Fasch hinterl\u00e4sst neben seiner Vokalmusik einige\nInstrumentalkompositionen, in denen er sich ebenfalls als handwerklich\nausgereifter Komponist erweist, wenngleich diese Werke dem ausgesprochen hohen,\nvon ihm selbst sp\u00e4ter angelegten Ma\u00dfstab nicht standhalten k\u00f6nnen.<\/p><p class=\"MsoNormal\">Nachruf in der Haude- und Spenerschen Zeitung, Nr. 93, den 5. August 1800:<\/p>\"Den 3ten August starb zu Berlin der K\u00f6nigl. Preu\u00df. Kammermusikus, Herr Karl Friedrich Christian Fasch. Er ward im Jahr 1736 den 18. November zu Zerbst im F\u00fcrstenthum Anhalt gebohren, trat im Jahr 1756 in Preu\u00dfische Dienste und stiftete im Jahre 1789 die bekannte Berliner Singakademie, ohne alle \u00e4u\u00dfere H\u00fclfe; f\u00fcr die er auch bis ans Ende seines leidenvollen Lebens mit gr\u00f6\u00dftem Eifer arbeitete. Sein Verdienst als K\u00fcnstler wird von den Kunstgenossen seiner Zeit nach W\u00fcrden erhoben werden; und was er seinen Freunden und Sch\u00fclern gewesen, geh\u00f6rt nicht vor die Welt.\"<br><p class=\"MsoNormal\"><br><\/p><o:p><\/o:p>WERKE:<br><p class=\"MsoNormal\"><o:p><\/o:p>Vgl. die Gesamtausgabe: S\u00e4mtliche Werke von Karl\nFriedrich Christian Fasch, 7 Bde., Berlin 1839. Zudem existieren einige\nManuskripte in der Staatsbibliothek zu Berlin, wo sich heute au\u00dferdem das\nDepositum des 1999 in Kiew wieder aufgefundenen Notenarchivs der Sing-Akademie\nbefindet. F\u00fcr eine Werkliste vgl. MGG2P (s. Lit.), Sp. 776.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p><p class=\"MsoNormal\"><o:p>Eduard Mutschelknauss<br><\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\">LITERATUR:<br><o:p><\/o:p>- V. Gr\u00fctzner, <i style=\"\">Zum\nWirken Carl Friedrich Christian Faschs in Potsdam<\/i>, in: <i style=\"\">Karl Friedrich Christian Fasch (1736\u20131800). Kongressbericht Zerbst 1988<\/i>,\nTl. 2, hg. von E. Thom, Michaelstein\/Blankenburg 1989.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- D. Hiller, <i style=\"\">Karl\nFriedrich Christian Fasch und die Gr\u00fcndung der Berliner Singakademie<\/i>, in: <i style=\"\">Karl Friedrich Christian Fasch (1736\u20131800).\nKongressbericht Zerbst 1988<\/i>, Tl. 2, hg. von E. Thom,\nMichaelstein\/Blankenburg 1989.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- R. Fuhrmann, <i style=\"\">Carl\nFriedrich Christian Fasch. Ein Komponist zwischen Rokoko und Historismus<\/i>,\nin: <i style=\"\">Fasch und die Musik im Europa des 18.\nJh. Kongressbericht Zerbst 1988<\/i>, Weimar 1995.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- <i style=\"\">Die Sing-Akademie zu\nBerlin und ihre Direktoren<\/i>, hg. von G. Eberle und M. Rautenberg, Berlin\n1998.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- G. Eberle, <i style=\"\">200 Jahre\nSing-Akademie zu Berlin<\/i>, Berlin 1991.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- <i style=\"\">Carl Friedrich\nChristian Fasch (1736\u20131800) und das Berliner Musikleben seiner Zeit<\/i>, hg.\nvon der Internationalen Fasch-Gesellschaft e.V. Zerbst, Dessau 1999.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- S. Oschmann, <i style=\"\">Bibliographie\ndes Schrifttums zu Carl Friedrich Christian Fasch (1736\u20131800)<\/i>, Zerbst 1999.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\">- Art. <i style=\"\">Fasch, Familie<\/i>,\nin: <i style=\"\">Die Musik in Geschichte und Gegenwart<\/i>,\nPersonenteil, Bd. 6, Kassel und Stuttgart 2001, Sp. 760\u2013781, spez. 775\u2013781 (Literaturverzeichnis\nSp. 780f.). F\u00fcr noch ausf\u00fchrlichere Literaturhinweise vgl. Oschmann 1999.<o:p><\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\"><o:p>&nbsp;<\/o:p><\/p>\n\n\n","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3891\" class=\"link-hover text-primary\">Dokumentation zu Karl Friedrich Christian Fasch. 1736 - 1800<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5426\" class=\"link-hover text-primary\">Bibliographie des Schrifttums zu Carl Friedrich Christian Fasch [1736 - 1800]<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5427\" class=\"link-hover text-primary\">Carl Friedrich Christian Fasch (1736 - 1800) und das Berliner Musikleben seiner Zeit<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Musik"],"institution":["Singakademie"],"ort":[],"verein":["Zeltersche Liedertafel  ","Sing-Academie  "],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}