
{"meta":{"meta-title":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg < Personen","meta-description":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5984","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5984","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg"},"count":{"lebensdaten":6,"namensformen":0,"genealogie":0,"biographie":1,"werke":0,"berlinaufenthalte":0,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5984","text":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg"}]},"data":{"id":5984,"zusatz_id":5984,"meta":{"meta-title":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg < Personen","meta-description":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/5984","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/5984"},"title":"Johann Carl Wilhelm Rosenberg","nachname":"Rosenberg","vorname":"Johann Carl Wilhelm","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"1737","geburtsort":null,"geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"1809","sterbeort":null,"sterbeland":null,"berufe":["Dekorationsmaler"],"vereine":[],"bekanntschaften":[],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"<b>1737<br><\/b>wurde Johann Carl Wilhelm Rosenberg in Berlin geboren. Er war Vetter des Theater-, Architektur-, Landschafts-, Milit\u00e4r- und Bildnismalers Johann (Jean) Georg Rosenberg. (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<br><br>Rosenberg erhielt Zeichenunterricht bei dem Maler Constantin Friedrich Blesendorf (1674-1744), absolvierte Architekturstudien bei Andreas Kr\u00fcger (1719-1759) und studierte Malerei bei dem Operndekorateur Innocente Bellavita (1690-1762) sowie wie sein Vetter bei Giuseppe Galli Bibiena (1696-1756) und Carl Friedrich Fechhelm (1725-1785). (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<br><b><br>1759<br><\/b>Im September f\u00fchrt Rosenberg im Rahmen der unter der Leitung des Landbaumeisters Johann Gottfried B\u00fcring (1723-1788) vorgenommenen Instandsetzungsarbeiten im Schlo\u00df Monbijou \"aufw\u00e4ndige Restaurierungen der 'Mahlerey[en] an den Plat-fonds' in Monbijou aus.\" (Kemper 2005, S. 72)<b><br><br>um 1760<br><\/b>Entstehung der Wandbilder im Podewilsschen Palais in Berlin (Klosterstra\u00dfe 68): Personifikationen der Jahreszeiten in zeitgen\u00f6ssischer Kleidung. Dem folgen neben Theaterdekorationen zahlreiche ornamentale und fig\u00fcrliche Wand- und Deckenbilder in Berlin, Potsdam, Hannover, Elberfled, Zerbst, Stettin sowie an anderen Orten. (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<b><br><br>1766<br><\/b>Rosenberg tritt in Berlin als Operndekorateur die Nachfolge von Carlo Galli Bibiena (1728-1778) an.&nbsp; (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<br><b><br>1768<br><\/b>Rosenberg fertigt zusammen mit dem Theatermaler Friedrich Fischer (um 1750) die Dekorationen zur Wiederauff\u00fchrung der \"Iphigenia in Aulide\" von Graun im Berliner K\u00f6niglichen Opernhaus&nbsp; an.&nbsp; (Freydank 1988, S. 68).&nbsp; Louis Schneider schrieb dazu: \"Die Decorationen zu dieser Oper hatten Giovan Carlo Guglielmo Rosenberg und Federico Fischer (ambidue compagni, wie das Operbuch sie nennt) gemalt, weil der K\u00f6nig von Fechhelm nichts wissen wollte. Da beide Namen nachher nicht wieder vorkommen, so scheinen auch ihre Arbeiten dem K\u00f6nig nicht besonders gefallen zu haben.\" (Schneider 1852, S. 38)<b><br><br>1774<br><\/b>Nach einer Zeichung von Bernardino Galliari (1707-1794) malt Rosenberg in Grisailltechnik das Fresco im Giebel des Schlo\u00dftheaters in Rheinsberg. Es \"stellt Apollo mit der Leyer vor, um welchen Genii mit den Attributen der Musen spielen.\" (Frenzel 1959, S. 94 und S. 96 Abb. 30 zit. nach Hennert, (Karl Wilhelm): Beschreibung des Lustschlosses und Gartens Sr. K\u00f6nigl. Hoheit des Prinzen Heinrichs, Bruders des K\u00f6nigs zu Rheinsberg, wie auch der Stadt und der Gegend um dieselbe, 1778, S. 36-38.)<b><br><br>1782<br><\/b>Ausf\u00fchrung des Theatervorhangs f\u00fcr das Schauspielhaus in Breslau nach einem Entwurf von Christian Bernhard Rode. Dazu hei\u00dft es in einem zeitgen\u00f6ssischen Bericht: \"<i>Alle Dekorationen, die zu diesem Theater geh\u00f6ren, sind ganz neu und zwar theils von Kimpfel, theils von Jevigny gemalt worden. Zu dem Hauptvorhange hat Rode in Berlin den Entwurf gemacht, und die Ausf\u00fchrung desselben ist auch bei Ihnen, wie Sie wissen, durch Johann Rosenberg geschehen. Es wird auf demselben der Tempel der Schauspielkunst vorgestellt. Durch dessen ofnes Portal siehet man in demselben die Bilds\u00e4ulen der ber\u00fchmtesten Dichter alter und neuer Zeit. An der Fa\u00e7ade desselben aber die Tanzkunst und Musik. Die \/20\/ G\u00f6ttin des Schauspiels l\u00e4\u00dft sich mit ihrem Gefolge \u00fcber einem Altar, auf welchen das Feuer angez\u00fcndet ist, herunter. Der Genius von Breslau bringt in Begleitung von verschiedenen Kinder das Opfer auf den Altar<\/i>.\" (Anonymus 1782, S. 19-20)<b><br><br>um 1783<br><\/b>Rosenberg zeichnet&nbsp; sieben Vignetten f\u00fcr die Publikation der <i>Naturgeschichte der Fische<\/i> von Marcus Elieser Bloch, die 1783-1792 von Daniel Berger gestochen werden. C. F. Foerster f\u00fchrt ferner unter seinen gebrauchsgraphischen Arbeiten an: \"<i>12 Etui-Kalenderkupfer mit Kinderdarstellungen (gest. von E. Henne). Vorzeichnungen zu 2 Folgen ders. Art von je 12 Modekarikaturen und Liebeskalender-Zeichen<\/i>\" sowie \"<i>ein allegor. Titelblatt zum 'Vollst\u00e4ndigen Haushaltungs- usw. Kalender f\u00fcr 1784<\/i>'\" f\u00fcr den Holzschnitt von Johann Georg Unger. F\u00fcr diese Publikation entstand auch das nach einer Vorlage von Christian Bernhard Rode gezeichnete Blatt \"<i>Die Weiber von Weinsberg<\/i>.\" (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<b><br><br>1786<br><\/b>An der ersten Ausstellung der Berliner Kunstakademie, er\u00f6ffnet am 20. Mai,&nbsp; beteiligt sich ein 'J.C. Rosenberg' unter der Rubrik \"Jetzt in Berlin lebende K\u00fcnstler\" mit der Pastellzeichnung eines Frauenkopfes im Profil&nbsp; (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1786: 242d)&nbsp; - ob es sich dabei tats\u00e4chlich um Johann Carl Wilhelm Rosenberg handelt, ist fraglich. Eine Ausstellungsbeteiligung des J.C. Rosenberg 1793  (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1793: 277) -&nbsp; unter der Rubrik \"<i>Von Lehrlingen und angehenden K\u00fcnstlern<\/i>\" wird die Arbeit \"<i>Ein Frauenzimmerbildni\u00df nach einem Gem\u00e4hlde des Herrn Rektor Frisch<\/i>\" erw\u00e4hnt, deutet darauf hin, dass es sich um einen j\u00fcngeren K\u00fcnstler handelt.<br>Vollendung eines allegorischen Bildnisses von Friedrich II., das von E. C. Beskow gestochen wird, sowie des sp\u00e4ter von C. Darchow (1782-1785) gestochenen Bildnisses von Friedrich Wilhelms II. (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<br><b><br>1787<br><\/b>Rosenberg arbeitet zusammen mit Bartolomeo Verona am Theatervorhang f\u00fcr des k\u00f6nigliche Opernhaus in Berlin, wobei er nach Entw\u00fcrfen von Rode die Allegorien ausf\u00fchrt.&nbsp; In einer zeitgen\u00f6ssischen Beschreibung diese Vorhangs hei\u00dft es: \"<i>Auch einen neuen Vorhang hat das Theater bei der inneren Versch\u00f6nerung dieses pr\u00e4chtigen Opernhauses bekommen, welcher dem K\u00f6nigl. Theatermaler Hrn. Verona, und dem Hrn. Rosenberg, von welchem letzteren die allegorischen Vorstellungen darauf nach der Angabe und Zeichnung des Hrn. Direktors Rode gemalt worden sind, viel Ehre macht.<\/i>\" (Annalen des Theaters (1788) S. 61) Zu der 1787 erfolgten Renovierung Oper incl. ihrer Innendekoration hei\u00dft es in einer weiteren Quelle: \"<i>Der itzige Operndekorations-Maler Herr Verona macht hierzu die Vorschl\u00e4ge, und der Kriegs- und Oberbaurath Herr Langhans aus Breslau erhielt den Auftrag, dies mit Zuziehung anderer Sachverst\u00e4ndigen zu pr\u00fcfen, und das Resultat zur allerh\u00f6chsten Genehmigung vorzulegen. Hieraus entstand denn die so bald zu Stande gebracht Ab\u00e4nderung des ganzen Inneren ... und der neue pr\u00e4chtige Vorhang macht dem H. Director Rode, H. Rosenberg und H. Verona alle Ehre<\/i>.\" ( Berlinische Jahrb\u00fccher 1788, zit. nach Schneider 1852, S. 27) <b><br><br>1787-1788<br><\/b>Rosenberg f\u00fchrt zahlreiche Wand- und Deckendekorationen in den K\u00f6nigskammern im Berliner Schlo\u00df in den mit rotem, gr\u00fcnen und bla\u00dfgelben Damast tapezierten Kammern, der rot lackierten Kammer, im Schreibkabinett des K\u00f6nigs und im gro\u00dfen S\u00e4ulensaal aus.&nbsp; Dazu geh\u00f6ren auch die im pompejanischen Stil ausgef\u00fchrten Groteskenmalerein in dem von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf entworfenen Speisesaal. (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<b><br><br>1790<br><\/b>Wand- und Deckendekorationen im Marmorpalais nach Entw\u00fcrfen von Carl&nbsp; Gotthard Langhans (1732-1808). (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15). Dazu geh\u00f6ren die Dekorationen im \"boisirte[n] Zimmer\", in dem Frisch auf dem Plafond die G\u00e4rtnerei, die Fischerei und die Jagd darstellte, und die Weintraubenbord\u00fcren im wei\u00df lackierten Parole-Zimmer. (Horvath 1798, S. 204, 206) <br>Daneben malte er hier nach Entw\u00fcrfen von Rode \"die vier gro\u00dfen und und eben so viel kleinen Basreliefen\" im \"<i>Zimmer mit citronengelben Pekingtapeten<\/i>\" (Horvath (1798) S. 207) Nach Angaben von Carl Gotthard Langhans schuf er die Dekorationen im benachbarten Zimmer, das mit \"<i>blau gemalten und lackierten boisierten W\u00e4nde[n]<\/i>\" versehen war, sowie \"<i>die Architektur<\/i>\" der \"<i>rautenf\u00f6rmigen Kassaturen<\/i>\" im Konzertsaal im 1. Stock. (Horvath 1798, S. 209) Au\u00dferdem schuf er die vier gro\u00dfen und vier kleine Grisaille-Reliefs in der gelben Schreibkammer, die Arabeskendekorationen im Schlafzimmer des Prinzenpaares und die Deckengem\u00e4lde in diesem und einem weiteren von Eckstein \"en camaieu\" ausgemalten Zimmer im 1. Stock. (Seidel 1906, S. 52, Rumpf 1803, Bd. 2, S. 187, 200, Horvath 1798, S. 211)<b><br><br>1793<br><\/b>Ein J.C. Rosenberg ist letztmalig auf der am 27. Mai er\u00f6ffneten Berliner Akademieausstellung vertreten. Unter der Rubrik \"<i>Von Lehrlingen und angehenden K\u00fcnstlern<\/i>\" stellt er die Arbeit \"<i>Ein Frauenzimmerbildni\u00df nach einem Gem\u00e4hlde des Herrn Rektor Frisch<\/i>\" aus.&nbsp; (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1793: 277)&nbsp; <br><b><br>1794<br><\/b>Im April wird Rosenberg durch den Hofzimmermeister Johann Gottlieb Brendel mit einem Entwurf \"<i>in Arabesken Geschmack<\/i>\" zur Innenausstattung f\u00fcr das Turmzimmer im Schlo\u00df auf der Pfaueninsel beauftragt, der jedoch nicht ausgef\u00fchrt wurde. Als er erf\u00e4hrt, da\u00df die W\u00e4nde des Turmzimmers nur tapeziert und Peter Ludwig Burnat die Decke malen soll, beschwert er sich bei dem Geheimen K\u00e4mmerer Ritz. Er bemerkt dabei, da\u00df Ritz, wie er durch Brendel erfahren habe, mit seinem Entwurf \"sehr zufrieden gewesen\" sei und er daher gehofft habe, auch mit der Ausf\u00fchrung beauftragt zu werden. (Friedrich Wilhelm II. und die K\u00fcnste 1997, Nr. IV. 141, S. 449)<br><b><br>1794-97<br><\/b>Dekorationsarbeiten im Schlo\u00df auf der Pfaueninsel, wo er die Ausmalung des Treppenhauses und die Bemalung mehrerer von M. Kambly geschnitzter Spiegelrahmen ausf\u00fchrt. (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<br>Zu seinem Oeuvre geh\u00f6ren ferner genrehafte Darstellungen aus dem Berliner Leben, wie die 12 Blatt umfassende Folge \"Berlinische Ausrufer\", sowie Neujahrsgratulationen und Allegorien, wie \"So geht es in der Welt\" und die von Carl Christian Glassbach (1751- um 1793) gestochenen Bildnisse \"eines durch und durch Gelehrten\" und \"eines completten K\u00fcnstlers\". (Thieme\/Becker, Bd. 29\/30, S. 14-15).<br><b><br>Beate Schroedter, 2009<br><br>Literatur:<br><\/b>Allgemeines Lexikon der bildenden K\u00fcnstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begr\u00fcndet von Ulrich Thieme und Felix Becker, Band 29\/30, Leipzig 1999.<br><br>Annalen des Theaters. hrsg. von Christian August von Bertram, Berlin 1788-1797, 1. H. 1788, S. 59-63<br><br>Annonymus: \"Aus einem Schreiben von Breslau den 28sten Dezember 1782\", in: Litteratur- und Theaterzeitung, hrsg. v. Bertram, Nr. 2, Berlin, den 11.1.1783, S. 17-27. online Zugriff vom 22.5.2009: http:\/\/gdz.sub.uni-goettingen.de\/no_cache\/dms\/load\/img\/ <br><br>Friedrich Wilhelm II. und die K\u00fcnste. Preu\u00dfens Weg zum Klassizismus, Ausst.-Kat. Potsdam 1997<br><br>Herbert A. Frenzel: Brandenburg-Preussische Schlosstheater. Spielorte und Spielformen von 17. bis zum 19. Jahrhundert, Schriften der Gesellschaft f\u00fcr Theatergeschichte Bd. 59, Berlin, 1959<br><br>Ruth Freydank: Theater in Berlin. Von den Anf\u00e4ngen bis 1945, Berlin 1988<br><br>Carl Christian Horvath: Potsdams Merkw\u00fcrdigkeiten beschrieben und durch Plans und Prospekte erl\u00e4utert, Potsdam 1798<br><br>Die Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellung 1786-1850, bearb. von Helmut B\u00f6rsch-Supan, 2 B\u00e4nde und Registerband, Berlin 1971<br><br>Thomas Kemper: Schloss Monbijou. Von der k\u00f6niglichen Residenz zum Hohenzollern-Museum, Berlin 2005<br><br>Friedrich Rumpf: Berlin und Potsdam. Eine vollst\u00e4ndige Darstellung, Bd. 2, 1803<br><br>Louis Schneider, Geschichte der Oper und des K\u00f6niglichen Opernhauses in Berlin, Berlin 1852<br><br>Paul Seidel: Das Marmorpalais im Neuen Garten zu Potsdam, Hohenzollern-Jahrbuch, 10, 1906, S. 33-92<b><br><\/b><br>","genealogie":"","primaer":null,"sekundaer":null,"berlinaufenthalte":[],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}