
{"meta":{"meta-title":"Anna Charlotte Dorothea Kurland < Personen","meta-description":"Anna Charlotte Dorothea Kurland < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/600","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/600","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Anna Charlotte Dorothea Kurland"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":2,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":1,"register":0,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/600","text":"Anna Charlotte Dorothea Kurland"}]},"data":{"id":600,"zusatz_id":600,"meta":{"meta-title":"Anna Charlotte Dorothea Kurland < Personen","meta-description":"Anna Charlotte Dorothea Kurland < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/600","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/600"},"title":"Anna Charlotte Dorothea Kurland","nachname":"Kurland","vorname":"Anna Charlotte Dorothea","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"Herzogin","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"03.02.1761","geburtsort":"Mesothen","geburtsland":"Kurland","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"","sterbedatum":"21.08.1821","sterbeort":"L\u00f6bichau","sterbeland":"Sachsen-Altenburg","berufe":[],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/540\" class=\"link-hover text-primary\">Henriette Herz (Saloni\u00e8re)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":"Medem","gebadelspraedikat":"von","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"1761<br>\nGeboren als die Tochter des&nbsp; Reichsgrafen von Medem in Mesothen, Kurland.<br>\n\n\n<div><!--<div-->\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0pt; margin-bottom: 0pt;\"><span style=\"font-family: Book Antiqua;\"><font size=\"2\"><br>\n<\/font><\/span>\n\n\n\n<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"2\">\n      <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\" align=\"center\"><img border=\"0\" src=\"http:\/\/www.burg-posterstein.de\/flex\/Histor1.gif\" width=\"193\" height=\"208\"><\/p>\n\n\n\n<span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"1\">\u201aHerzogin\n      Dorothea von Kurland\u2019, Kupferstich, nach Anton Graff, von I.F. Bause,\n      1793<o:p><br>\n<br>\n<br>\n<\/o:p><\/font><\/span>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0pt; margin-bottom: 0pt;\"><span style=\"font-family: Book Antiqua;\"><font size=\"2\">Man lie\u00df ihr, der\n          Halbschwester der Literatin Elisa von der Recke, eine standesgem\u00e4\u00dfe\n          Bildung angedeihen und verheiratete sie im zarten Alter von 17 Jahren\n          an keinen geringeren als den Landesherren: Peter Biron, Herzog von\n          Kurland. Der 55j\u00e4hrige stellte seinerseits bestimmte Erwartungen an\n          seine sch\u00f6ne junge Frau: eine Erbe sollte her, ein Erbe, der die\n          Kontinuit\u00e4t des herzoglichen Hauses sichert. Die Kinder stellten sich\n          ein, aber bis auf einen zum gro\u00dfen Leidwesen des Paares fr\u00fch\n          verstorbenen Sohn, waren alle weiblich und noch dazu sch\u00f6n. Und das\n          Herzogtum geriet in&nbsp; politische Turbulenzen, in das Spannungsfeld der\n          gro\u00dfen M\u00e4chte: Russland, \u00d6sterreich, Preu\u00dfen. Der Herzog, ein\n          Finanzgenie, aber zu politischer Diplomatie kaum f\u00e4hig, schickte seine\n          junge sch\u00f6ne Frau ins Feld und so trat Anna Dorothea 1790 in die\n          Gesellschaft der Gro\u00dfen Europas ein, verhandelte in Warschau, in\n          Berlin, emanzipierte sich von ihrem Ehemann, gl\u00e4nzte in den Salons und\n          machte neue amour\u00f6se Bekanntschaften. <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0pt; margin-bottom: 0pt;\">\n          <span style=\"font-family: Book Antiqua;\"><font size=\"2\">Eine eigene\n          Residenz musste her. Die Wahl fiel auf L\u00f6bichau. <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoBodyText\" style=\"margin-top: 0pt; margin-bottom: 0pt;\">\n          <font size=\"2\" face=\"Book Antiqua\">Der Herzog stirbt und hinterl\u00e4sst\n          ein f\u00fcrstliches Verm\u00f6gen. Zu den Aufgaben der Mutter geh\u00f6rt es, die\n          T\u00f6chter standesgem\u00e4\u00df zu verheiraten. Gl\u00fcckliche Ehen entstehen nicht,\n          aber die Hochzeit der j\u00fcngsten Tochter mit Edmond de\n          Talleyrand-P\u00e9rigord, einem Neffen des franz\u00f6sischen Au\u00dfenministers\n          bringt der Herzogin Anna Dorothea die ersehnte Verbindung in die\n          Welthauptstadt: Paris und die Bekanntschaft eines der\n          einflussreichsten und umtriebigsten Politikers der Zeit - Charles\n          Maurice de Talleyrand.<\/font><\/p>\n<\/div>\n<br>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"2\">Die\n      Herzogin (1761-1821) wurde als Anna Charlotte Dorothea von Medem in\n      Mesothen in Kurland geboren, wo sie gemeinsam mit ihrer Stiefschwester\n      Elisa von der Recke aufwuchs. Als Herzogin erhielt Anna Dorothea dann\n      Zugang zu den h\u00f6chsten gesellschaftlichen Kreisen, besonders zu den k\u00f6niglichen\n      H\u00f6fen in Berlin und Paris. In Petersburg und Warschau war sie bem\u00fcht,\n      den Streit zwischen ihrem Herzogtum und Russland diplomatisch beizulegen.<o:p>\n      <\/o:p>\n      <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"2\">Im\n      Kurl\u00e4ndischen Palais unter den Linden in Berlin (die heutige russische\n      Botschaft) f\u00fchrte sie einen bekannten aristokratischen Salon, in dem sich\n      die Berliner Gesellschaft, K\u00fcnstler und Gelehrte, wie Wilhelm von\n      Humboldt oder Gottfried Schadow trafen.<o:p>\n      <\/o:p>\n      <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"2\">Ihre\n      kosmopolitische Weltsicht schlug sich nieder in einem unsteten Reiseleben,\n      welches nach dem Tod des Herzogs Peter (1800) begann und sie zeitlebens\n      durch ganz Europa f\u00fchrte mit l\u00e4ngeren Aufenthalten in Rom, Wien,\n      Petersburg, Berlin, Paris, Valen\u00e7ay, Karlsbad, Dresden, Weimar und L\u00f6bichau.\n      <o:p>\n      <\/o:p>\n      <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><font size=\"2\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\">Bekanntschaften\n      pflegte sie mit Geistesgr\u00f6\u00dfen wie Goethe<\/span><span style=\"font-family: Book Antiqua;\">,<\/span><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\">\n      Schiller und Herder; an den europ\u00e4ischen H\u00f6fen und in den F\u00fcrstenh\u00e4usern\n      von Rang war die Herzogin von Kurland gern gesehener Gast.<o:p>\n      <\/o:p>\n      <\/span><\/font><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><font size=\"2\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\">Die\n      wichtigsten Politiker der damaligen Zeit, unter ihnen solche bedeutenden M\u00e4nner\n      wie Zar Alexander I. von Russland, Friedrich Wilhelm III., Napoleon,\n      Talleyrand oder Metternich, kannte sie pers\u00f6nlich. Eine besondere\n      Beziehung entwickelte Anna Dorothea zu Paris, Napoleon und dem ber\u00fchmten\n      Talleyrand. Seit 1809 lebte sie regelm\u00e4\u00dfig in Frankreich. Ihre Aff\u00e4re\n      mit dem mehrmaligen Au\u00dfenminister Charles Maurice de\n      <span style=\"\">\n      <a href=\"http:\/\/www.amis-talleyrand.asso.fr\/\" style=\"text-decoration: none;\">\n      <font color=\"#000000\">Talleyrand<\/font><\/a><\/span>-P\u00e9rigord\n      (1754-1838) ist im Austausch von Billetts und Briefen der Nachwelt \u00fcberliefert<\/span><span style=\"font-family: Book Antiqua;\">.<span style=\"\">&nbsp;<\/span><\/span><\/font><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"2\">Ihre\n      anf\u00e4ngliche Begeisterung f\u00fcr Napoleon entwickelte sich allerdings\n      zunehmend und vor allem unter dem Einfluss Talleyrands zu einer\n      entschiedenen Gegnerschaft. Nach dem 31. M\u00e4rz 1814, der Kapitulation von\n      Paris und dem Einzug der Alliierten, gab es verschiedene Verhandlungen zur\n      politischen Lage im Hause Talleyrand. Letztlich fand in Wien der ber\u00fchmte\n      Kongress zur Neuordnung Europas statt. Die Herzogin und ihre T\u00f6chter\n      konnten all diese Konferenzen aus n\u00e4chster N\u00e4he verfolgen. <o:p>\n      <\/o:p>\n      <\/font><\/span><\/p><br>\n1794<br>\nErwirbt Reichsgraf Johann Friedrich von Medem f\u00fcr seine Schwester Anna\nDorothea das Rittergut L\u00f6bichau. Es wurde umgebaut (durch xx) <br>\n<p class=\"BodyText2\" style=\"margin: 0pt; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\" align=\"justify\"><br>\nIn\n      den folgenden Jahren reiste die Herzogin Dorothea wieder quer durch\n      Europa. Wien, Karlsbad, L\u00f6bichau, Valen\u00e7ay und Paris waren nur einige\n      ihrer Stationen. In Schloss L\u00f6bichau f\u00fchrte sie in den Sommermonaten\n      einen bekannten Salon. Die Gutsherrschaft L\u00f6bichau erwarb Reichsgraf\n      Johann Friedrich von Medem im Jahr 1794 f\u00fcr seine Schwester Anna\n      Dorothea. Man lie\u00df das alte Rittergut umbauen, ein neues Schloss\n      errichten und einen englischen Park anlegen. Gleiches galt f\u00fcr das zum\n      Anwesen geh\u00f6rende Tannenfeld.<o:p>\n      <\/o:p>\n      <\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\"><span style=\"font-family: &quot;Book Antiqua&quot;;\"><font size=\"2\">Ber\u00fchmtester\n      Gast in L\u00f6bichau war zweifellos Zar\n      <span style=\"\">Alexander\n      I.<\/span> von Russland (1777-1825), welcher der Herzogin 1808 einen Besuch\n      abstattete. Der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Talleyrand suchte seinerzeit\n      eine gute Partie f\u00fcr seinen Neffen Edmond de P\u00e9rigord (1787-1872). In\n      Frankreich konnte er nichts erreichen, weil Napoleon alle standesgem\u00e4\u00dfen\n      franz\u00f6sischen Erbinnen dem eigenen, ihm ergebenen Adel vorbehalten hatte\n      und Talleyrand 1807 nach seinem R\u00fccktritt als Au\u00dfenminister nicht mehr\n      in der Gunst des Kaisers stand. Anl\u00e4sslich des Erfurter F\u00fcrstentages\n      1808 trat er deshalb mit der Bitte um Vermittlung einer Ehe seines Neffen\n      Edmond mit Doroth\u00e9e von Kurland an den russischen Zaren Alexander I.\n      heran, der ihm aus Dankbarkeit f\u00fcr diplomatische Dienste auch behilflich\n      war. Die Herzogin wiederum kannte den Zaren seit ihrem Besuch in St.\n      Petersburg im Jahre 1806. Ihre Zustimmung zur geplanten Ehe galt als\n      sicher, da die Zahlung ihrer j\u00e4hrlichen Apanage vom Wohlverhalten gegen\u00fcber\n      Russland abh\u00e4ngig war. Au\u00dferdem f\u00fchlte sie sich Talleyrand\n      freundschaftlich verbunden.&nbsp;\n      <\/font><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0pt; text-align: justify; text-indent: 0pt; line-height: 100%;\">&nbsp;<\/p>\n\n\n","genealogie":"Vater: Johann Friedrich von Medem (1722-1785)\nMutter: Luise Charlotte Freiin von Manteuffel-Sz\u00f6ge (1732-1763)\nStiefschwester: Charlotte Elisabeth Konstantiina von der Recke\nEhemann: Peter Biron, Herzog von Kurland\nT\u00f6chter: xxx","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/188\" class=\"link-hover text-primary\">Dorothea, Herzogin von Kurland<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"von 1803 bis 1809","gebaeude":"Kurl\u00e4ndisches Palais","damals_adresse":"Unter den Linden 7 Berlin-Dorotheenstadt","heute_adresse":"Unter den Linden Berlin-Mitte","kommentar":"\n"}],"fach":[],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}