
{"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Bury < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Bury < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/612","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/612","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Friedrich Bury"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":1,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/612","text":"Johann Friedrich Bury"}]},"data":{"id":612,"zusatz_id":612,"meta":{"meta-title":"Johann Friedrich Bury < Personen","meta-description":"Johann Friedrich Bury < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/612","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/612"},"title":"Johann Friedrich Bury","nachname":"Bury","vorname":"Johann Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"13.03.1763","geburtsort":"Hanau","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"18.05.1823","sterbeort":"Aachen","sterbeland":null,"berufe":["Maler"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/25\" class=\"link-hover text-primary\">Christlich-deutsche Tischgesellschaft (gegr\u00fcndet: 18.01.1811 aufgel\u00f6st: 1834)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/23\" class=\"link-hover text-primary\">Gesetzlose Gesellschaft (Nr. 2) (gegr\u00fcndet: 04.11.1809)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/26\" class=\"link-hover text-primary\">Schachklub (gegr\u00fcndet: 16.10.1803 aufgel\u00f6st: 1850)<\/a>"],"bekanntschaften":{"1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/644\" class=\"link-hover text-primary\">Janus Genelli (Landschaftsmaler)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/643\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Wolfgang Goethe (Dichter, Politiker)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/814\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Erdmann Hummel (Maler, Radierer)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/526\" class=\"link-hover text-primary\">Luise Auguste Wilhelmine Amalie Mecklenburg-Strelitz ()<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/742\" class=\"link-hover text-primary\">Christian Wilhelm Sch\u00fctz (Schriftsteller)<\/a>","4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/577\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Daniel Wilhelm Otto Uhden (Jurist, Altertumsforscher)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"B\u00fcr(r)i, Burri","namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1763<br><\/b>Am 13. M\u00e4rz wird Bury als Sohn des Jean Jacques Burri (B\u00fcr(r)i) (1728[31?] ) in Stra\u00dfburg, - 26.8.1785 Hanau) und Catherine Tessoniere, als zweites von zw\u00f6lf Kindern in Hanau geboren.&nbsp; <br>Bury erh\u00e4lt seinen ersten Zeichenunterricht von seinem Vater, der als angesehener Goldarbeiter und Graveur von Stra\u00dfburg \u00fcber Paris, nach Hanau zugewandert ist. Dort arbeitet er als 2. Honorarprofessor an der Zeichenakademie. Unterricht im Malen erh\u00e4lt Friedrich Bury wiederum von Anton Tischbein, Hofmaler des Erbprinzen von Hessen in Hanau (Th.-B.; vgl. auch Corinna Trautermann: Die Hanauer Zeichenakademie im Wandel der Zeiten 1772-1948. Hanau, o.J., S. 81-105).<b><br><br>1780-1782<br><\/b>Besuch der Akademie in D\u00fcsseldorf. Dort ist er Sch\u00fcler von Lambert Krahe und Johann Peter Langer. Bury fertigt viele Kopien, unter anderem auch nach Rubens. (Th.-B.)<br>Ein Selbstportr\u00e4t Burys (heute im Frankfurter Goethe-Museum\/ Freies Deutsches Hochstift) entsteht mutma\u00dflich in D\u00fcsseldorf (Abb. bei D\u00f6nike S. 2).<b><br><br>1782<br><\/b>Zusammen mit Johann Heinrich Lips aus Z\u00fcrich, den er auf der D\u00fcsseldorfer Akademie kennengelernt hat,&nbsp; kehrt Bury f\u00fcr zwei Monate nach Hanau zur\u00fcck. Im Fr\u00fchjahr reisen sie gemeinsam nach Italien, um die alten Meister zu studieren. Ihre Reise f\u00fchrt sie durch Innsbruck, Bozen, Verona, Mantua, Parma, Modena, Bologna und Florenz. Es entstehen unter anderem Kopien nach Raffael, Michelangelo, und den Caracci, welche meist farbig angefertigt sind. (D\u00f6nike, S. 216)<b><br><br>1782 -1799<br><\/b>Langer Italienaufenthalt. Zusammen mit seinem Studienfreund Johann Heinrich Lips reist er \u00fcber Hanau nach Rom, wo er engen Kontakt zum deutschen K\u00fcnstlerkreis aufnimmt. Er verkehrt unter anderen mit Goethe.<b><br><br>1784-1786<br><\/b>Bury wohnt zusammen mit Johann Heinrich Tischbein, Johann Georg Sch\u00fctz und Lips in einem Haus in der Via del Babuino 51. 1786 st\u00f6\u00dft Johann Wolfgang v. Goethe dazu.<b><br><br>1786-1790<br><\/b>Umzug in die Via del Corso 18. In der Casa Moscatelli wohnt Bury bis 1790. Er geh\u00f6rt zum engsten freundschaftlichen und k\u00fcnstlerischen Kreis um Johann Wolfgang Goethe. Goethe zieht 1786 ebenfalls in das Haus an der Via del Corso. Das Verh\u00e4ltnis zu Goethe ist sehr liebevoll und innig, wie die zahlreichen Briefe belegen, die Bury unter anderem mit \u201eIhr lieber Kleiner F. Bury\u201c (23.8.1788, D\u00f6nike S. 23), oder \u201eIhr threuer Fz Bury\u201c (8.8.1789, Donike, S. 48) unterzeichnet.<b><br><\/b>Au\u00dferdem steht Bury auch w\u00e4hrend ihres Aufenthalts in Rom in engem Kontakt zur Herzogin Anna Amalia von Weimar. Er begleitet sie 1788 und 1789 bei ihren Reisen nach Rom und Neapel.<br><b><br>1788<br><\/b>Bury begleitet die Herzogin Anna Amalia und Johann Gottfried Herder in Rom und Neapel. Um dieses Jahr malt Bury als erste selbstst\u00e4ndige Komposition&nbsp; das Bild \u201eJupiter und Juno\u201c. Das \u00d6lgem\u00e4lde mit lebensgro\u00dfen Figuren geht in den Besitz seines Bruders \u00fcber (Th.-B).<b><br><br>1789<br><\/b>Goethe schl\u00e4gt Bury f\u00fcr die zu gr\u00fcndende Akademie in Weimar vor (AKL). Bury und Aloys Hirt besuchen gemeinsam Neapel.<b><br><br>1790<br><\/b>Reise nach Oberitalien, wo er erneut Goethe begegnet, der auf seiner zweiten Italienreise ist. W\u00e4hrend seiner Reise h\u00e4lt er sich in Mantua, Venedig und Florenz auf. Er kopiert Giulio Romano und Mantegna (Th.-B.).<br><b><br>ab 1791<br><\/b>Da Bury Unterst\u00fctzung vom englischen Prinzen Augustus Frederick erh\u00e4lt, hat er ein relativ geregeltes Auskommen in Rom (D\u00f6nike, S. 212).<br><b><br>1799<br><\/b>Durch den Einmarsch der Franzosen in Rom im Februar 1798, bleiben die ausl\u00e4ndischen Reisenden aus. Durch den daraus resultierenden Auftragsmangel ist Bury im Januar 1799 dazu gezwungen, Italien f\u00fcr immer zu verlassen (Brief an Goethe vom 22.11.1799, D\u00f6nike, S. 98).<br>\u00dcber Hanau und Kassel reist Bury nach Weimar. Er h\u00e4lt sich dort knapp ein Jahr auf und frischt seine Kontakte zu Goethe und Anna Amalia wieder auf.<br>Es entstehen \u00d6lbildnisse von Goethe und seiner Frau Christiane Vulpius und von Johann Gottfried Herder (heute in Frankfurt\/Freies Deutsches Hochstift).<br>Weiterhin Anfertigung zweier Goethe-Portr\u00e4ts, deren Originale sich in Weimar befinden. Ein Portr\u00e4t zeigt \u201eGoethe als Theaterdirektor in Weimar\u201c, das andere ist ein Kreideportr\u00e4t auf Karton, welches von Goethe erworben wurde (heute im Besitz der Stiftung Weimarer Klassik, Museen).<br><b><br>1800<br><\/b>Friedrich Bury zieht im August 1800 nach Berlin. Dort ist er unter anderem mit Aloys Hirt, Johann Erdmann Hummel und den Br\u00fcdern Genelli befreundet.<br>Bury ist vor allem als Portr\u00e4tmaler beliebt. Bekannte Portr\u00e4ts sind zum Beispiel das Portr\u00e4t des Generals Gerhard David von Scharnhorst (heute in Hannover \/ Landesmuseum) und des Philosophen Johann Gottlieb Fichte. Als Maler von Historien- und mythologischen Bilder bekommt Bury hingegen weniger Auftr\u00e4ge. Von 1800 bis zu seinem Tod ist Bury h\u00e4ufig in den Ausstellungen der Berliner Akademie vertreten.<br><br>Bury besucht Schadows Werkstatt und kritisiert in einem Brief an Goethe dessen Figuren. Er berichtet, dass er \u201eden Anblick seiner neuen Helden\u201c nicht ertragen konnte. (Brief Burys an Goethe am 16.8.1800. In: Scheidig, W. Goethes Preisaufgaben f\u00fcr bildende K\u00fcnstler 1799-1805. Schriften der Goethe-Gesellschaft 57, Weimar 1958, S. 133.)<br>Bury stellt \u201eGoethe als Theatherdirektor in Weimar\u201c in einer Privatausstellung in Berlin aus. Sein Werk wird in der Zeitschrift \u201eEunomia\u201c wiederum von Schadow kritisiert (Eunomia, 1801).<br><br>Ein weiteres Selbstportr\u00e4t Burys entsteht vermutlich um 1800 (\u00d6l auf Leinwand, 61x50cm, heute in der Neuen Galerie Kassel).<br>In der Berliner Akademie-Ausstellung zeigt Bury \u201e<i>Der Raub der Leucippiden durch Castor und Pollux<\/i>\u201c, nach Rubens (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1800:404).<b><br><br>1801<br><\/b>Die \u201eZeitung f\u00fcr die elegante Welt\u201c ver\u00f6ffentlicht eine sehr positive Kritik zu Burys \u201ePortr\u00e4t der Gr\u00e4fin Tolstoy\u201c,&nbsp; in der seine k\u00fcnstlerische Leistung in dem Werk ger\u00fchmt wird. Der Autor berichtet: \u201eich glaube nicht, da\u00df jetziger Zeit noch ein zweites so flei\u00dfig ausgef\u00fchrtes Bild geliefert worden, in welchem mit dieser vollkommenen Rundung der Formen, diese Wahrheit und zarte Verschmelzung der Farben, und eine so lebendige Regsamkeit der Mienen vereiniget w\u00e4ren\u201c (Zeitung f\u00fcr die elegante Welt, Nr. 69, 1801, <span style=\"color: rgb(255, 102, 102);\">S. xx<\/span>).<br><br><b>1802<br><\/b>Bury kn\u00fcpft Kontakte zum Preu\u00dfischen K\u00f6nigshaus und bekommt von K\u00f6nigin Luise den Auftrag Raffaels Sixtinische Madonna in Dresden zu kopieren (Heinz 1995, S. 83).<br>&nbsp;<b><br>1803<br><\/b>Friedrich Bury geh\u00f6rt dem Schachclub von Schadow an.<br>(Mitgliederverzeichnis des Schachclubs von 1803, Landesarchiv Berlin)<br><b><br>1804<br><\/b>Bury pflegt engen Kontakt zum K\u00f6nigshaus, welchen er \u00fcber den Herzog Carl August bekommen hat. K\u00f6nigin Luise erwirbt mehrere von seinen in Italien gefertigten Kopien, unter anderem 1804 eine in Dresden angefertigte Kopie der Sixtinischen Madonna, die sie Friedrich Wilhelm III. schenkte. Eben dieses Bild wird sp\u00e4ter das Herzst\u00fcck des Raffaelsaals, der 1858 in der Potsdamer Orangerie errichtet wird (D\u00f6nike, S. 219).<b><br><br>1805<br><\/b>In seinem Werk \u201eWinckelmann und sein Jahrhundert\u201c r\u00fchmt Goethe Burys Aquarellmanier und seine Licht- und Schattenbehandlung (T\u00fcbingen 1805, S. 336).<b><br><br>Ab 1806<br><\/b>Bury erteilt den Prinzessinen Auguste (Frau des Kurprinzen Wilhelm II. von Hessen-Kassel) und Friederike Wilhelmine (Frau des Prinzen Wilhelm I. der Niederlande ) Malunterricht. -&nbsp; Von Kurf\u00fcrstin Auguste von Hessen ins Gespr\u00e4ch gebracht, wird Bury nach dem Tod des Kasseler Akademiedirektors B\u00f6ttner als Leiter der Akademie vorgeschlagen. Burys Wunsch, die Stelle erst 1807 anzutreten, wurde entsprochen, jedoch durch die franz\u00f6sische Besatzung Kassels verhindert (Heinz 1995, S. 83).<b><br><br>1808<br><\/b>Bury begleitet Prinzessin Auguste nach Dresden und Karlsbad. In einem Brief an Goethe berichtet er dar\u00fcber, dass sie den ganzen Tag zeichnet (Hummel 1954, S.33).<br>Bei ihrem Besuch in Karlsbad treffen sie auf Goethe, der sich dort zur Kur aufh\u00e4lt. Bei dieser Gelegenheit entsteht ein Brustbild von Goethe in einer Tunika (heute Klassik Stiftung Weimar, n\u00e4heres zum Besuch in Karlsbad in: Goethe. Begegnungen und Gespr\u00e4che. Band VI, Hrsg. Renate Grumach 1999, S. 504-506).<b><br><\/b><br>Die beidem in diesem Jahr von Bury geschaffenen Portr\u00e4ts der Kurprinzessin Auguste inspirieren Goethe wiederum zu dem Gedicht \u201eEiner hohen Reisenden\u201c, welches der Prinzessin gewidmet ist. (Heinz 1995, S. 92f., Abb. 59). Das Portr\u00e4t Augustens, die Sixtinische Madonna kopierend zeigt die Kurf\u00fcrstin als kunstinteressierte Malerin, wohingegen das H\u00fcftbild Augustens im wei\u00dfen Kleid sie in kindlicher Anmut wiedergibt. (Marianne Heinz: K\u00fcrf\u00fcrstin Auguste - Malerin, M\u00e4zenin und Sammlerin, in: Kurf\u00fcrstin Auguste von Hessen und Ihre Zeit, Kassel 1995, S. 83).<br>Im Herbst diesen Jahres beginnt Bury mit den Arbeiten an einem Doppelportr\u00e4t der beiden Schwestern Wilhelmine und Auguste, auf dem auch Augustens Tochter Marie wiedergegeben wird. Das Bild konnte bereits 1810 in Berlin pr\u00e4sentiert werden und war auf der Akademieausstellung zu sehen.<br><b><br>1809<br><\/b>Das Gem\u00e4lde \u201e<i>Johanna Sebus<\/i>\u201c (heute im Museum Koekkoek-Haus, Kleve) entsteht nach einer Ballade von Goethe. Es zeigt die Geschichte von Johanna Sebus: Bei der Hochwasserkatastrophe im Januar 1809 versuchte sie ihre Mutter und eine Frau mit Kindern aus den Fluten zu retten, wobei sie selbst ums Leben kam.<br><b><br>1810<br><\/b>In der Berliner Akademie-Ausstellung stellt Bury aus:<br>- Die Bildnisse der Prinzessinnen von Oranien und Hessen k\u00f6niglichen Hoheiten, nebst der j\u00fcngsten Tochter der Prinzessin von Hessen<br>- Der Bund der drei Schweizer auf dem R\u00fctli, \u00d6lgem\u00e4lde (die Figuren sind von Bury, die Landschaft von Genelli) [von der K\u00f6nigin der Niederlande, seiner ehemaligen Sch\u00fclerin, angekauft]<br>- Amor, der sich der Attribute des Jupiter bem\u00e4chtigt [\u00d6l auf Leinwand, 152x121 cm, heute in Den Haag, Mauritshuis]<br>- Das Portr\u00e4t des jungen Prinzen von Hessen<br>- Das Portr\u00e4t Ihrer k\u00f6nigl. Hoheit der Prinzessin von Hessen<br>- Das Portr\u00e4t der Gr\u00e4fin von Vo\u00df [heute SMPK]<br>- Johanna Sebus, nach Goethe, Zeichnung in Aquarell<br>- Bildnis eines Mannes (B\u00f6rsch-Supan, Kataloge, Bd. 1, 1810:62-68.401).<b><br><br>1811<br><\/b>Ordentliches Mitglied der Akademie der K\u00fcnste in Berlin, an deren Ausstellungen er sich regelm\u00e4\u00dfig beteiligt. (Senatsprotokoll der AdK)<b><br><br>1812<br><\/b>Auf einer Senatssitzung der Akademie der K\u00fcnste am 24.12.1812, berichtet Hummel \u201e<i>Bury habe die Annahme einer Pr\u00e4mie von 50 Talern f\u00fcr seine Ausstellungsbeteiligung verweigert, da seine Exponate \u201ezu geringe und unbedeutend<\/i>\u201c gewesen seien; hiervon [sei] Unterst\u00fctzung der Witwe Bettkober und der Mutter des Stechers Arnold zu gew\u00e4hren\u201c (AdK, Archiv, PrAdK Nr. 28, Senatsprotokoll).<br><br><b>1814<br><\/b>Schadow berichtet dar\u00fcber, dass Bury sein \u201ePortr\u00e4t der Gr\u00e4fin Lichtenau\u201c zeigt.<br>In der Berliner Akademie-Ausstellung stellt Bury \u201e<i>Zwei tanzende Figuren<\/i>\u201c (in Aquarell) aus (B\u00f6rsch-Supan1971, 1814:396).<br>Bury verl\u00e4sst Berlin und begibt sich in die Dienste seiner ehemaligen Sch\u00fclerinnen Auguste und Friederike Wilhelmine. Er unterweist nun auch die T\u00f6chter Augustes (Kurf\u00fcrstin von Hessen) im Malen, und ist als \u201eGeschichtsmaler\u201c und Hofmaler von Friederike Wilhelmine (K\u00f6nigin der Niederlande) t\u00e4tig. Er wird von beiden protegiert und lebt daher abwechselnd in Kassel und Hanau, und in Br\u00fcssel und Den Haag. Daraufhin Reise nach K\u00f6ln, wo Bury den Kanonikus und Kunstsammler Ferdinand Franz Wallraff (Walraf) besucht (Hummel 1954, S. 37).<b><br><br>Ab 1815<br><\/b>Bury lebt abwechselnd in Hanau und Kassel, wo ihn die Prinzessin Auguste f\u00f6rdert, deren T\u00f6chter er unterrichtet.<br><b><br>1816<br><\/b>Im Sommer h\u00e4lt sich Bury mit der Kurprinzessin von Hessen in Berlin auf. Am 22. August begleitet er die Kurprinzessin von Hessen zu einem Besuch von Johann Gottfried Schadow in seine Werkstatt.<br>Zusammen mit seinem Freund Johann Erdmann Hummel bricht Bury im September zu einer Reise durch Deutschland und die Niederlande auf. Zun\u00e4chst besuchen sie Goethe in Weimar und reisen dann weiter den Rhein hinab nach K\u00f6ln, Aachen und L\u00fcttich. In Heidelberg besuchen sie die Kunstsammler Boisser\u00e9e. Abschlie\u00dfend besichtigen sie bedeutende niederl\u00e4ndische St\u00e4dte wie Gent und Br\u00fcgge. W\u00e4hrend Hummel sich wieder auf den R\u00fcckweg macht, bleibt Bury in Holland. (Hummel 1954, S.35f.)<br><br>In der Berliner Akademie-Ausstellung werden ausgestellt:<br>- Die Bildnisse Ihrer k\u00f6niglichen Hoheiten der Kurprinzessin von Hessen mit beiden<br>T\u00f6chtern, in einem Rahmen<br>- Bildnis Ihrer Majest\u00e4t der K\u00f6nigin der Niederlande mit Ihrer Tochter k\u00f6nigl. Hoheit (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1816:47.48)<br><b><br>1817<br><\/b>Wegen seiner Abwesenheit aus Berlin wird Burys Mitgliedsstatus an der Akademie der K\u00fcnste in den eines Ehrenmitglieds umgewandelt.<br>Bury ist in Br\u00fcssel und Haag als Hofmaler der K\u00f6nigin Wilhelmine t\u00e4tig.<br>&nbsp;<b><br>1818<br><\/b>In der<span style=\"font-style: italic;\"> \"<\/span><i>Geschichte der k\u00f6niglichen Akademie der K\u00fcnste vom Jahre 1805 bis 1818<\/i>\", die Konrad Levezow im Katalog der Akademieausstellung 1818 ver\u00f6ffentlicht, wird Friedrich Bury als ordentliches Mitglied erw\u00e4hnt, und als \u201e<i>Geschichtmaler in Holland<\/i>\u201c bezeichnet. (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1818:VIII). Im selben Jahr erh\u00e4lt Bury die Ehrenmitgliedschaft der Akademie in Kassel.<b><br><br>1822<br><\/b>In der Berliner Akademie-Ausstellung wird ein \u201eBildnis Ihrer Majest\u00e4t der K\u00f6nigin der Niederlande\u201c (Kniest\u00fcck) gezeigt (B\u00f6rsch-Supan 1971, 1822:35).<br><b><br>1820<br><\/b>Das bedeutenste Port\u00e4t Burys entsteht: das Bildnis der sp\u00e4teren Kurf\u00fcrstin Auguste von Hessen im roten Samtkleid. Es bringt auf diffizile Weise Augustes Anspruch als legitime Landesf\u00fcrstin zum Ausdruck (Heinz 1995, S. 99). Zudem entsteht ein Bildnis der Prinzessin Caroline von Hessen (heute Oldenburg\/Landesmuseum), einer Tochter von Auguste.<br><br><b>1823<br><\/b>Besuche des Salons der Elisabeth Staegemann.<br>W\u00e4hrend einer Badekur in Aachen stirbt Friedrich Bury. Er hatte dort Heilung von einer Erkrankung gesucht. Sein Tod wird in der \u201eChronik der k\u00f6niglichen Akademie der K\u00fcnste. Vom September 1822, bis zum September 1824\u201c erw\u00e4hnt. (B\u00f6rsch-Supan 1971, Bd. 1, 1824:V).<b><br><br><br><\/b>Sarah Wassermann\/Simon Hofer, 2009<br><br><br>Literatur:<br>Marianne Heinz: K\u00fcrf\u00fcrstin Auguste - Malerin, M\u00e4zenin und Sammlerin,\nin: Kurf\u00fcrstin Auguste von Hessen und Ihre Zeit. Kassel 1995.<br>Georg Hummel: Johann Erdmann Hummel. Leben und Werk. Leipzig: Seemann-Verlag 1954<br>","genealogie":"V.: Jean Jacques Burri \/ B\u00fcr(r)i (1728\/31?-1785), Stra\u00dfburger Goldschmied und Gravuer, sp\u00e4ter Lehrer an der Hanauer Zeichenakademie, Gr\u00fcnder der Bijouteriefabrik B. u. Leonhardt M.: Cath. (1739-1818), Tochter des Seidenstrumpfwebers Jean Tessonier","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/205\" class=\"link-hover text-primary\">Zur Nachgeschichte der Italienischen Reise<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/207\" class=\"link-hover text-primary\">Deutsches Leben in Rom<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/208\" class=\"link-hover text-primary\">Goethe-Handbuch<\/a>"],"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/206\" class=\"link-hover text-primary\">Aus Goethes R\u00f6mischen Tagen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/9818\" class=\"link-hover text-primary\">Goethe und Friedrich Bury<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/10730\" class=\"link-hover text-primary\">Goethe gemahlt von B\u00fcri<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/10731\" class=\"link-hover text-primary\">Mahlerei<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"zwischen 1800 und 1815","gebaeude":null,"damals_adresse":"","heute_adresse":"","kommentar":"Bury hielt sich zwischen 1800 und 1815 in Weimar, Dresden und Berlin auf.\n"}],"fach":["Bildende Kunst"],"institution":["Akademie der K\u00fcnste"],"ort":[],"verein":["Schach-Club","Christlich-deutsche Tischgesellschaft"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}