
{"meta":{"meta-title":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke < Personen","meta-description":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/618","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/618","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":3,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":1,"register":1,"quellen":1},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/618","text":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke"}]},"data":{"id":618,"zusatz_id":618,"meta":{"meta-title":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke < Personen","meta-description":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/618","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/618"},"title":"Charlotte Elisabeth Konstantina Recke","nachname":"Recke","vorname":"Charlotte Elisabeth Konstantina","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von der","geburtsdatum":"20.05.1754","geburtsort":"Schlo\u00df Sch\u00f6nberg\/Kurland","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"","sterbedatum":"13.04.1833","sterbeort":"Dresden","sterbeland":null,"berufe":{"1":"Schriftstellerin","2":"Dichterin"},"vereine":[],"bekanntschaften":{"4":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/662\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Erich Biester (Publizist, Bibliothekar)<\/a>","5":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/734\" class=\"link-hover text-primary\">Hans Rudolf Bischoffwerder (General, Politiker)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/646\" class=\"link-hover text-primary\">Karl Friedrich Moritz Paul Br\u00fchl (Theater- und Museumsintendant)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/626\" class=\"link-hover text-primary\">Daniel Nikolaus Chodowiecki (Maler, Radierer, Kupferstecher)<\/a>","7":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/872\" class=\"link-hover text-primary\">Joseph Friedrich August Darbes (Portraitmaler)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/631\" class=\"link-hover text-primary\">David Friedl\u00e4nder (Kaufmann, Schriftsteller, Publizist)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/643\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Wolfgang Goethe (Dichter, Politiker)<\/a>","9":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/540\" class=\"link-hover text-primary\">Henriette Herz (Saloni\u00e8re)<\/a>","6":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/747\" class=\"link-hover text-primary\">Garlieb Hellwig Merkel (politischer Schriftsteller, Journalist, Publizist)<\/a>","8":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/518\" class=\"link-hover text-primary\">Christoph August I. Tiedge (Schriftsteller)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":"Medem","gebadelspraedikat":"von","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":"Elise von der Recke, Elisa von der Recke","namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b>1754<\/b><br>\nCharlotte\nElisabeth Konstantina wird als Tochter des s\u00e4chsischen Kammerherrn und sp\u00e4teren\nReichsgrafen Johann Friedrich von Medem auf Gut Sch\u00f6nberg bei Mitau, der Hauptstadt des baltischen Herzogtums Kurland, geboren.<br>\n<br>\n<b>1758<\/b><br>\nTod der Mutter Luise Dorothea. Elisabeth w\u00e4chst bei ihrer Gro\u00dfmutter\nm\u00fctterlicherseits, Constanzia von Korff auf.<br>\n<br>\n<b>1767<\/b><br>\nR\u00fcckkehr zur Familie des Vaters. Zur Erziehung geh\u00f6rt die fr\u00fchzeitige\nBesch\u00e4ftigung mit der Literatur. Briefe an ihre Freundin Sophie Stoltz werden\nzu Versuchen eigener literarischer Ausdrucksform.<br>\n<br>\n<b>1771<\/b><br>\n17-j\u00e4hrig heiratet sie Georg Peter Magnus von der Recke, den Neffen ihrer\nStiefmutter. Die Ehe verl\u00e4uft nicht gl\u00fccklich. In ihr Tagebuch aus den Jahren\n1789 vermerkt Elisa r\u00fcckblickend: \"In einem Alter von funfzehn Jahren\n[diese Alterangabe stimmt nicht mit den tats\u00e4chlichen Daten \u00fcberein] wurd ich einem Manne gegeben, den ich zu lieben w\u00fcnschte und nicht lieben\nkonnte, weil unsere Neigungen durchaus entgegengesetzt waren. Er, hart und\nleidenschaftlich, heuchelte in Gegenwart meiner Verwandten die z\u00e4rtlichste\nLiebe zu mir und eine Gef\u00e4lligkeit, f\u00fcr die er mich desto mehr mi\u00dfhandelte,\nwenn wir ohne Zeugen waren. Die Fehler, die ich t\u00e4glich mehr an ihm\nentdeckte, entfernten mein Herz noch weiter von ihm als die Unfreundlichkeit,\nmit welcher er sich gegen mich, gegen alle meine Freundinnen und&nbsp; selbst\ngegen meine Geschwister betrug. (...). Ich fa\u00dfte den Vorsatz, die traurige\nEinsamkeit, die mich umgab, zu&nbsp; meiner innern Verelendung zu benutzen und\nin meiner ungl\u00fccklichen Ehe wenigstens durch Zufriedenheit mit mir selbst und\nden Beifall der Beobachter meines Lebens einigen Ersatz zu finden\". (Elisa\nvon der Recke: Tageb\u00fccher und Selbstzeugnisse, S.34 ff.).<br>\n<br>\n<b>1774<\/b><br>\nGeburt der Tochter Friederike.<br>\n<br><b>\n1776<\/b><br>\nTrennung von ihrem Mann.<br>\n<br><b>\n1777<\/b><br>\nTod der Tochter Friederike.<br>\n<br><b>\n1778<\/b><br>\nHeiratsantrag von Johann Dietrich von Holtei, den sie bereits seit 1776\/77 kennt. Der Bruder des\nSchriftstellers Karl von Holtei bleibt ein Leben lang Elisas \"Ideal und Ma\u00dfstab\nm\u00e4nnlicher Tugenden\" (Christine Tr\u00e4ger in: Recke: 1984, S. 11).\nGleichwohl steht die Konkurrenz der Bewerber um Elisas Gunst in bestem Ruf: Der\npreu\u00dfiche Prinzenerzieher Stamford, Graf Dembinski aus Polen, ehemaliger\nAdjutant Friedrich II., General Goltz und einige andere hochrangige Vertreter\nder h\u00f6fischen Gesellschaft Sachsens und Preu\u00dfens bem\u00fchen sich um ihre\nAufmerksamkeit.<br>\n<br>\n<b>1779<\/b><br>\nNach der Hochzeit ihrer Halbschwester Anna Charlotte Dorothea mit dem letzten Herzog von Kurland\nPeter Biron h\u00e4lt sich Elisa h\u00e4ufig am Mitauer Hof auf. Zur selben Zeit ist der\neuropaweit bekannte Graf und Obrist des spanischen Hofes Cagliostro dort zu\nGast.<br>\n<br>\n<b>1781<\/b><br>\nScheidung von ihrem Mann. <br>\n<br>\n<b>1783<\/b><br>\n\"Elisens Geistliche Lieder, nebst einem Oratorium und einer Hymne von C. F. Neander\", herausgegeben von Johann Adam Hiller\nerscheinen bei Dyk in Leipzig.<br>\n<br><b>\n1784-1786<\/b><br>\nReise durch Deutschland, bei der sie von ihrer Freundin Sophie Becker\nbegleitet wird. Den Winter verbringt sie in W\u00fclferode im Harz bei\ndem Dichter Leopold Friedrich Guenther von Goeckingk. In Halle besucht sie die\n\"Franckesche Stiftung\".<br>\n1785 h\u00e4lt sie sich l\u00e4ngere Zeit in Berlin auf.<br>\n<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In Dresden macht\nsie unter anderem die Bekanntschaft der Familie Gottfried K\u00f6rners. Sie\nlernt auch den Kapellmeister Johann Gottlieb Naumann kennen, bei dem sie zwischen\n1799 und 1801 wohnt, wenn sie Dresden besucht.<br>\n<br><b>\n1787<\/b><br>\nElisa von der Recke tr\u00e4gt in Mitau zur Entlarvung des Hochstaplers\n\"Cagliostro\" (Joseph Balsamo) bei. In Berlin ver\u00f6ffentlicht sie bei\nFriedrich Nicolai die Schrift \"Nachricht von des ber\u00fcchtigten Caliostro\nAufenthalt in Mitau 1787 und von dessen magischen Operationen\".<br>\nSie beschreibt ihre Begegnungen mit Cagliostro, ihre anf\u00e4ngliche Faszination\nf\u00fcr den selbsternannten Wunderheiler sowie ihre zunehmende Skepsis gegen\u00fcber\nseinen magischen Experimenten, Geistererscheinungen und Heilpraktiken. Die\nSchrift endet mit der gottesf\u00fcrchtigen aber der Aufkl\u00e4rung verpflichteten\nSelbststilisierung: \"Mein Herz schl\u00e4gt voll trauriger Besorgnis, wenn\nich so manche edle Seele von diesem Hange zur Mystik ergriffen sehe! Doch! ich\ntraue auf Gott, der mich aus den Labyrinthen der Schw\u00e4rmerei und des\nAberglaubens herausgef\u00fchrt hat und dessen ewige Weisheit selbst durch\nIrrglauben und Aberglauben die Seelenkr\u00e4fte der Menschen allm\u00e4hlich entwickelt\nund zur Gl\u00fcckseligkeit reifen l\u00e4\u00dft. Dieser allweise Regierer aller Wesen wird\nauch zum Besten der Vernunft das herumschleichende Gift des Aberglaubens\nendlich zur wohlt\u00e4tigen Arznei aufl\u00f6sen\" (Recke 1984, S. 399).<br>\nDie Schrift wird in mehrere Sprachen \u00fcbersetzt und verschafft Elisa europaweite\nAner<img style=\"border: 1px solid rgb(160, 160, 160); background-color: rgb(239, 239, 239); cursor: pointer; margin-right: 1px; margin-bottom: 1px;\" src=\"..\/..\/..\/..\/..\/..\/misc_\/Epoz\/epoz_button_italic.gif\" alt=\"Kursiv\" title=\"Kursiv\" onclick=\"FormatText('italic', '');\" height=\"22\" width=\"23\">kennung sowie den Ruf einer rationalen \"Aufkl\u00e4rerin\". In\nDeutschland wird sie in verschiedenen Presseorganen der Aufkl\u00e4rung besprochen\nund gew\u00fcrdigt. In Albrecht Wittenbergs \"Historisch-politischem\nMagazin\" aus Hamburg schreibt ein anonymer Autor: \"<i>Eine ungemein\nmerkw\u00fcrdige Schrift, f\u00fcr deren Herausgabe man der verehrungsw\u00fcrdigen Frau\nVerfasserin sowohl, als dem Herrn Herausgeber den w\u00e4rmsten Dank schuldig ist,\nund die allen denen willkommen sein mu\u00df, welche das Wohl des menschlichen\nGeschlechts und die Einschr\u00e4nkung der Schw\u00e4rmerey am Herzen liegt<\/i>\".\n(Historisch-politisches Magazin Bd. 1, 1787, S. 81)<br>\n<br>\n<b>1791<\/b><br>\nBerlinaufenthalt. In ihrem Tagebuch vermerkt sie am 15. September: \"<i>Der\nAnblick dieser sch\u00f6nen K\u00f6nigstadt fl\u00f6\u00dft mir immer die heiligste Ehrfurcht f\u00fcr\nden ein, unter dessen Regierung Berlin und der preu\u00dfische Staat das wurden, was\nsie bei seinem Tode waren<\/i>\". (Recke 1984, S. 139).<br>\nDie Verehrerin Friedrich II. f\u00fchlt sich offensichtlich wohl in der\nGesellschaft Gleichgesinnter. In Berlin trifft sie Nicolai, Biester und\nGedicke, den k\u00f6niglichen Leibarzt Christian Gottlieb Selle, Karl August v.\nStruensee, den Graf von Carmer, Stamford und einige andere hochrangige\nMitglieder der hofnahen Berliner Gesellschaft.<br>\n<br>\n<b>1795<\/b><br>\nReise nach St. Petersburg, wo sie von Katharina II. f\u00fcr ihre\nSchrift gegen\nCagliostro ausgezeichnet wird. Zudem werden ihr das Dom\u00e4nengut\nPfalzgrafen verliehen. Der Thronwechsel zu Paul I. veranla\u00dft sie jedoch\nzur\nR\u00fcckkehr nach Mitau.<br>\n<br>\n<b>1797<\/b><br>\nElisa von der Recke lebt abwechselnd in Berlin, Dresden, Leipzig und auf\ndem Gut L\u00f6bichau in Kurland. Hier lernt sie den Dichter Christoph August Tiedge\nkennen, mit dem sie ab 1803 in einer Lebensgemeinschaft zusammen lebt.<br>\n<br><b>\n1803-1809<\/b><br>\nElisas j\u00fcngere Schwester Dorothea Herzogin von Kurland unterh\u00e4lt in Berlin\nim Kurl\u00e4ndischen Palais&nbsp; Unter den Linden 7 einen Salon. Zu den G\u00e4sten\ngeh\u00f6ren Friedrich Gentz, Prinz Louis Ferdinand, die Schlegels, die Gebr\u00fcder\nHumboldt, Henriette Herz, Friedrich Parthey, die F\u00fcrstin Luise Radziwill u. a.\nAuch Elisa und ihr Freud Tiedge sind h\u00e4ufig zugegen. <br>\n<b><br>\n1804 bis 1806<\/b> <br>\nItalienreise unter anderem mit Tiedge.<br>\n<br>\n<b>1815<\/b><br>\nElisa von der Recke bezieht eine Parterrewohnung im Kurl\u00e4ndischen Palais in\nBerlin. Obwohl sie h\u00e4ufig G\u00e4ste empf\u00e4ngt ist die Bezeichnung \"Salon\"\neher unangemessen. Die Gastlichkeit ihrer Schwester wird von ihr nicht\nreinstitutionalisiert, es bleibt eher bei gelegentlichen Geselligkeiten.<br>\n<br><b>\n1819<\/b><br>\n\u00dcbersiedlung nach Dresden, wo sie die letzten 14 Jahre ihres Lebens\nverbringt. Auch in Dresden ist Elisa Teil der gehobenen Gesellschaft.<br>\n<b><br>1833<\/b>\n<br>\nElisa von der Recke stirbt 79j\u00e4hrig in Dresden.<br>\n<br>\n----------------------------------------<br>\n<br>\nElisa von der Recke war eine zeitlebens der \"Empfindsamkeit\"\nverpflichtete Dichterin. Ihre Werke sind von Schw\u00e4rmerei und Freundschaftskult\ngepr\u00e4gt. Europaweit bekannt wurde sie durch ihre Schrift \"Nachricht von\ndes ber\u00fcchtigten Caliostro Aufenthalt in Mitau 1787 und von dessen magischen\nOperationen\", in der sie die Tricks des selbsternannten Wunderheilers und\nGeistersehers offen legte. <br>\nSie reiste viel und besuchte des \u00d6fteren ihre Halbschwester Dorothea Herzogin\nvon Kurland in Berlin, die dort im Kurs\u00e4chsischen Palais von 1803 bis 1809\neinen Salon unterhielt. Elisa war befreundet mit Henriette Herz, Anton Graff\nund der Familie Nicolai-Parthey. Seit 1803 lebte Elisa von der Recke mit dem\nDichter Christoph August Tiedge zusammen, gemeinsam unternahmen sie von 1804\nbis 1806 eine Italienreise. Von ihrem Mann Peter Magnus von der Recke, den sie\n1771 geheiratet hatte, war sie 1781 geschieden worden, die gemeinsame Tochter\nFriederike starb bereits im Kleinkindalter. Elisa von der Recke bezog 1815 eine\nWohnung im Kurl\u00e4ndischen Palais. Ihre gelegentlichen Empf\u00e4nge nahmen jedoch\nnicht die Formen der Salon-Geselligkeit an. 1819 siedelte sie gemeinsam mit\nTiedge nach Dresden \u00fcber, wo sie die letzten 14 Jahre ihres Lebens verbrachte.\nChristine Tr\u00e4ger beschreibt die vielf\u00e4ltigen Bekanntschaftsverh\u00e4ltnisse Elisas\nim Vorwort ihrer Tageb\u00fccher und Selbstzeugnisse: \"Es gibt kaum eine im\ndamaligen geistig-kulturellen Leben bekannte Pers\u00f6nlichkeit, zu der eine\nBeziehung zu kn\u00fcpfen sie nicht wenigstens versucht h\u00e4tte. Sie verkehrte im\nHalberst\u00e4dtischen Dichterkreis um Gleim ebenso wie im Kreis der Berliner\nAufkl\u00e4rer Nicolai, Biester, Gedike, Mendelssohn, Ramler und Spalding. Auf ihrer\nReise nach Hamburg besuchte sie Klopstock und lernte Matthias Claudius kennen,\nschon vorher in Leipzig Christian Felix Wei\u00dfe und Christian Friedrich\nBlankenburg. Sie kannte au\u00dfer Hiller, der eine Zeitlang auch mit dem\nherzoglichen Orchester in Mittau gearbeitet hatte, Musiker wie den Dresdner\nKapellmeister und Komponisten Naumann und, wenn auch nur fl\u00fcchtig, Philipp\nEmanuel Bach. Zu ihren Freunden und Bekannten geh\u00f6rten bildende K\u00fcnstler, Maler\nund Kupferstecher, die Leipziger Oeser und Bause, in Dresden Anton Graff, der\nsie auch gemalt hat, und Adrian Zingg, in Berlin Chodowiecki. Sie\nkorrespondierte mit Lavater und interessierte sich f\u00fcr dessen\n\"Physiognomische Fragmente\". Sie suchte die Bekanntschaft mit\nf\u00fchrenden Theologen und rationalistischen Kritikern des Offenbarungsglaubens in\nLeipzig, Halle, Berlin und Hamburg. Sie kannte Reimarus, auf den sich Lessing\nin seiner religionskritischen Argumentation berufen hat, ebenso wie den\nHauptpastor Goeze, bei dem sie in Hamburg eine Predigt geh\u00f6rt hat. Bei ihren\nAufenthalten am Dessaurer Hof disputierte sie \u00fcber die philanthropistische\nP\u00e4dagogik Basedows, Rochows und Trapps. An den H\u00f6fen kunst- und\nwissenschaftsbeflissener F\u00fcrsten, wie Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau\nund seine Frau Luise oder der Herzog von Augustenburg, der sich um die\nF\u00f6rderung Schillers verdient gemacht hat, war sie, wie auch beim Grafen Moritz\nvon Br\u00fchl in Dresden, ein gern gesehener Gast. Sie besuchte nat\u00fcrlich in\nK\u00f6nigsberg Kant und Hamann und stand mit f\u00fchrenden Repr\u00e4sentanten des Weimarer\nKulturlebens in Verbindung. Herder und dessen Frau kante sie wie auch Bode seit\nihrer ersten Badereise nach Karlsbad. Goethe hat sie bereits vorher bei einem\nBesuch in Weimar aufgesucht.(...).Die Aufz\u00e4hlung mu\u00df sich, der F\u00fclle der Namen\nwegen, auf eine charakterische Auswahl beschr\u00e4nken. Sie soll vor allem zeigen,\nda\u00df Elisa der geistige Zugang zu den Gipfelleistungen der zweiten H\u00e4lfte des\n18. Jahrhunderts im Grunde nicht gelungen ist. Er bleibt vor allem auf die\nLiteratur vor Goethe und Schiller begrenzt\". (Christine Tr\u00e4ger in:\nRecke 1984, S. 18 ff.).<br>\n<br>\nVerwendete Literatur<br>\nHistorisch-politisches Magazin. Literarischer Anhang 1787, Bd. 1, S. 81-82<br>\n<br>\nRecke, Elisabeth von der: Tageb\u00fccher und Selbstzeugnisse. Hrsg. von\nChristine Tr\u00e4ger. M\u00fcnchen: Beck 1984 (ebenfalls: Leipzig: Koehler &amp; Amelang\n1984)<br>\n<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Adelheid\nM\u00fcller: \"Die Frau Kammerherrin von Recke wird Berlin passieren und\nw\u00fcnscht Sie zu kennen\" oder Preu\u00dfen sind Menschen. In: Europ\u00e4ische\nAnsichten. Brandenburg-Preu\u00dfen in der Wahrnehmung europ\u00e4ischer\nReisender und Zuwanderer. Berlin 2004, S. 113-140.<span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"><br>\n<br>\nSH<o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n\n","genealogie":"Vater: Johann Friedrich von Medem (1722-1785), s\u00e4chs. Kammerherr\nMutter: Luise Dorothea geb. von Korff (gest. 1758)\nHalbschwester: Dorothea Herzogin von Kurland (1761-1821)\nEhemann: Peter Magnus von der Recke\nKinder: Friederike (1774-1777).","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3461\" class=\"link-hover text-primary\">Mein Journal<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3467\" class=\"link-hover text-primary\">Vor hundert Jahren. Elise von der Reckes Reisen durch Deutschland 1784 - 86<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3470\" class=\"link-hover text-primary\">Geistliche Lieder, Gebete und religi\u00f6se Betrachtungen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3672\" class=\"link-hover text-primary\">\u00dcber Berlin<\/a>"],"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3459\" class=\"link-hover text-primary\">Exploring \"I\"s<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3463\" class=\"link-hover text-primary\">Briefe an Elisa v. der Recke<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3468\" class=\"link-hover text-primary\">Elisa von der Recke<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3469\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Georg Hermann und Elisa von der Recke<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3472\" class=\"link-hover text-primary\">Worte am Grabe der Frau von der Recke<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3473\" class=\"link-hover text-primary\">Anhang zu den Gedichten der Elisa von der Recke, gebornen Reichsgr\u00e4fin von Medem<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3474\" class=\"link-hover text-primary\">Leben des Grafen Johann Friedrich von Medem<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5830\" class=\"link-hover text-primary\">\"Die Frau Kammerherrin von Recke wird Berlin passieren und w\u00fcnscht Sie zu kennen\" oder: Preu\u00dfen sind Menschen<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/9851\" class=\"link-hover text-primary\">\"Frau Kammerherrin von Recke wird Berlin passiren und w\u00fcnscht Sie zu kennen\" oder: Preu\u00dfen sind Menschen<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"1815-1819","gebaeude":"Kurl\u00e4ndisches Palais (Parterrewohnung)","damals_adresse":"Unter den Linden 7","heute_adresse":"","kommentar":"\n"}],"fach":["Literatur"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":"P. 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