
{"meta":{"meta-title":"Friederike Helene Unger < Personen","meta-description":"Friederike Helene Unger < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/623","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/623","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friederike Helene Unger"},"count":{"lebensdaten":9,"namensformen":1,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":1},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/623","text":"Friederike Helene Unger"}]},"data":{"id":623,"zusatz_id":623,"meta":{"meta-title":"Friederike Helene Unger < Personen","meta-description":"Friederike Helene Unger < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/623","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/623"},"title":"Friederike Helene Unger","nachname":"Unger","vorname":"Friederike Helene","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"1751","geburtsort":"Berlin","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"weiblich","konfession":"","sterbedatum":"21.09.1813","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Schriftstellerin","Publizistin und \u00dcbersetzerin"],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/728\" class=\"link-hover text-primary\">Paul Ferdinand Friedrich Buchholz (Publizist, Lehrer)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4861\" class=\"link-hover text-primary\">Anastasius Ludwig Mencken (Diplomat, Geh. Kabinettsrat)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":"von Rothenburg","gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"Friederike Helene Unger, geborene v. Rothenburg, Tochter eines preu\u00dfischen Gnerals und der Marquise von Vieuville war eine sehr produktive Schriftstellerin, Publizistin und \u00dcbersetzerin. Sie fungierte als Zeitschriftenherausgeberin, verfa\u00dfte Artikel, u.a. f\u00fcr die \"Berlinische Monatsschrift\", das \"Berliner Magazin der Wissenschaften und K\u00fcnste\" und das \"Journal von und f\u00fcr Deutschlan\"\", ber\u00fchmt wurde sie durch ihren Roman \"Julchen Gr\u00fcnthal, eine Pensionsgeschichte\" von 1784. F\u00fcr den Verlag ihres Mannes Johann Friedrich Unger \u00fcbersetzte sie unter anderem Rouseaus \"Confessiones\". Nach dem Tod ihres Mannes f\u00fchrte Friederike Unger den Verlag weiter, ohne jedoch den Niedergang des Unternehmens abwenden zu k\u00f6nnen. Zwar hielten die Ungers keinen Salon im eigentlichen Sinne, doch sei das Haus Ort einer lebhaften Verlegergeselligkeit gewesen. Zu den n\u00e4heren Bekannten Friederike Ungers z\u00e4hlte Carl Friedrich Zelter. Mit Goethe, den sie sehr verehrte, wechselte sie einige Briefe. (P. Wilhelmy)<br><br><b>1813<\/b><br>Notiz in der Haude- und Spenerschen Zeitung, Nr. 114, Donnerstag, den 23. September 1813:<br>\"Am 21. September starb eine achtungsw\u00fcrdige geistreiche Mitb\u00fcrgerinn Berlins, Frau Friderika Helena Unger, Witwe des 1804 gestorbenen geschickten Buchdruckers und Holzschneiders, Frofessor J. Fr. Unger; vor 62 Jahren hieselbst geboren, eine Tochter des Generals von Rothenburg, welchen Friedrich der Gro\u00dfe als Freund liebte. Sie besa\u00df einen hellen, durch Umgang, Lekt\u00fcre und Kenntnisse ausgezeichnet gebildeten Verstand, treffenden Witz, zarten feinen Sinn, und das beste ganz f\u00fcr Wohlth\u00e4tigkeit und Freundschaft lebende Herz. Die Werthsch\u00e4tzung edler Menschen blieb ihr bis an den Tod, und erheiterte ihre tr\u00fcben Tage. Sie hat verschiedenes aus dem Franz\u00f6sischen \u00fcbersetzt; unter ihren eigenen Schriften ist Julchen Gr\u00fcnthal am bekanntesten geworden; auch ihre letzten B\u00fccher zeigen Geist und Talent: Briefe von Serena an Clementine \u00fcber die Franzosen in Berlin, und Der junge Franzose und das Deutsche M\u00e4dchen. Einige kleine Aufs\u00e4tze, in Zeitschriften, und in den Berlinischen Kalendern, verdienen gelungen zu hei\u00dfen. Ihre h\u00e4ufigen Briefe, voll reger Lebendigkeit, voll sch\u00f6nen Gef\u00fchls, und so schnell sie auch hingeworfen waren, doch mit dem gl\u00fccklichen Ausdruck, m\u00f6gte man gedruckt w\u00fcnschen, da es der deutschen Literatur noch so sehr an guten Briefen \u00fcberhaupt und namentlich an Frauenzimmerbriefen fehlt. Wenn sie las, oder die Feder in der Hand hatte, oder zum Wohlthun th\u00e4tig seyn konnte, verga\u00df sie die Leiden der Zeit. Denn sie hat sie schwer getragen, und harte Ver\u00e4nderungen des Schicksals erfahren. Doch siegte meist die heitere Stimmung ihrer gutm\u00fcthigen, liebevollen, friedfertigen Seele.\"<br><br>\n","genealogie":"V.: ? M.: ? Kinderlos. Ehemann: Johann Friedrich Unger (1750-1804).","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4597\" class=\"link-hover text-primary\">\u201eSpuren trauriger Selbstvergessenheit\u201c, M\u00f6glichkeiten eines weiblichen Bildungsromans um 1800<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Literatur"],"institution":[],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":"P. Wilhelmy, Der Berliner Salon"}}