
{"meta":{"meta-title":"Friedrich Heinrich Himmel < Personen","meta-description":"Friedrich Heinrich Himmel < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/661","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/661","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Friedrich Heinrich Himmel"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":2,"berlinaufenthalte":0,"register":1,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/661","text":"Friedrich Heinrich Himmel"}]},"data":{"id":661,"zusatz_id":661,"meta":{"meta-title":"Friedrich Heinrich Himmel < Personen","meta-description":"Friedrich Heinrich Himmel < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/661","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/661"},"title":"Friedrich Heinrich Himmel","nachname":"Himmel","vorname":"Friedrich Heinrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"20.11.1765","geburtsort":"Treuenbrietzen","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"evangelisch","sterbedatum":"08.06.1814","sterbeort":"Berlin","sterbeland":null,"berufe":["Komponist"],"vereine":[],"bekanntschaften":{"0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/498\" class=\"link-hover text-primary\">Ignaz Aurelius Fe\u00dfler (Theologe, Publizist)<\/a>","3":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/643\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Wolfgang Goethe (Dichter, Politiker)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/550\" class=\"link-hover text-primary\">August Wilhelm Iffland (Theaterdirektor, Schauspieler, Schriftsteller)<\/a>","2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/636\" class=\"link-hover text-primary\">(Ernst Friedrich) Ludwig Robert (Schriftsteller, Dichter)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\"><b>1765<\/b><br>Friedrich Heinrich\nHimmel wird am 20. November in Treuenbrietzen in Brandenburg als Sohn eines\nGastwirts geboren. Fr\u00fch erh\u00e4lt er in seinem Heimatort gemeinsam mit dem\nsp\u00e4teren k\u00f6niglichen Kapellmeister Friedrich Ludwig Seidel Klavier- und\nOrgelunterricht. <\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\"><b>1785<\/b><br>\nHimmel wird an der theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Halle<br>\nimmatrikuliert. <br>\n<br>\n<b>1787 bis 1792<\/b> <br>\nAls Stipendiat Friedrich Wilhelms II. studiert er Komposition bei Johann<br>\nGottlieb Naumann in Dresden. <br>\n<br>\n<b>1792<\/b><br>\nDie Auff\u00fchrungen seiner Kantate \"La Danza\" und des \"Oratoriums\nIsacco\"<br>\nin Berlin bekommen zustimmende Kritiken. Friedrich Wilhelm II. ernennt<br>\nHimmel daraufhin zum Kammerkomponisten, schenkt ihm 100 Friedrichsd'or und<br>\nerm\u00f6glicht ihm eine zweij\u00e4hrige Studienreise nach Italien (1793-95). <br>\n<br>\n1793-1795<br>\nAufenthalt in Italien, vornehmlich in Venedig und Neapel.<br>\n<br>\n<b>1795<\/b><br>\nDie Auff\u00fchrung seiner Opera seria \"La morte di Semiramide\" in Neapel<br>\nmarkiert den H\u00f6hepunkt seines Italienaufenthaltes. Als Hofkapellmeister<br>\nkehrt Himmel nach Berlin zur\u00fcck. Himmel \u00fcbernimmt den Posten des abgesetzten\nJohann Friedrich Reichardt. Das Verh\u00e4ltnis der beiden ist fortan gespannt.<br>\nIm Konzertsaal feiert der Virtuose Triumphe. Beethoven, der im Fr\u00fchjahr 1796 u.\na. den Berliner Hof besucht, trifft h\u00e4ufig mit ihm zusammen. <br>\n<br>\n<b>1797<\/b><br>\nF\u00fcr die Hoffestlichkeiten anl\u00e4\u00dflich der Verm\u00e4hlung der Prinzessin<br>\nAuguste von Preu\u00dfen mit dem Kurprinzen Wilhelm von Hessen-Kassel im Februar\n1797 komponiert Himmel die Kantate \"Hessens S\u00f6hne und Preussens T\u00f6chter\".<br>\nZur Begr\u00e4bnisfeier f\u00fcr Friedrich Wilhelm II. am 11. Dezember 1797 schreibt<br>\nHimmel eine Trauerkantate, die unter Mitwirkung von rund 250 S\u00e4ngern und\nInstrumentalisten im Berliner Dom aufgef\u00fchrt wird. <br><\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\">Die Oper\n\"Semiramide\" wird in Berlin gespielt. Am Hof ist Himmel beliebt. Zum\nPrinzen Ferdinand pflegt er eine Freundschaft.<br>\n<br>\n<b>1798\/99<\/b> <br>\nHimmel unternimmt eine Konzertreise nach Petersburg (Anfang 1799 Auff\u00fchrung\nseines \"Alessandro\"), Moskau und Riga. In Moskau erweist sich Himmel\ndem dort lebenden Klaviervirtuosen J. E. H\u00e4\u00dfler als durchaus ebenb\u00fcrtig. <br>\n<br>\n<b>1801<\/b><br>\nNach Berlin zur\u00fcckgekehrt, leitet er hier u. a. eine Auff\u00fchrung von<br>\nHaydns \"Sch\u00f6pfung\". Seine Oper \"Vasco da Gama\" wird in\nBerlin<br>\ngespielt.<br>\n<br>\n<b>1802<\/b><br>\nHimmel unternimmt eine weitere Reise nach Paris, London und Wien,<br>\nfindet jedoch keine Gelegenheit zum Konzertieren und kehrt bereits im<br>\nDezember 1802 nach Berlin zur\u00fcck. <br>\n<br>\n<b>1804<\/b><br>\nMit der Urauff\u00fchrung in Berlin im Mai tritt das Singspiel \"Fanchon, das<br>\nLeyerm\u00e4dchen\" seinen Triumphzug \u00fcber die deutschen B\u00fchnen an. <br>\n<br>\n<b>1806<\/b><br>\nUrauff\u00fchrung der Oper \"Die Sylphen\". Anschlie\u00dfend begleitet Himmel\nK\u00f6nigin<br>\nLuise nach Pyrmont.<\/p>\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\">Aufenthalte in Rom,\nM\u00fcnchen und Leipzig. Kurz vor der<br>\nSchlacht bei Jena (14.10.1806) ist Himmel Gast bei der Herzogin Anna Amalie in\nTiefurt bei Weimar, und \"man musicirte mit schwerem Herzen\" (Goethe,\n1994, S. 270).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\"><b>1808<\/b><br>\nW\u00e4hrend der Besatzungsjahre weilt Himmel mit kurzen Unterbrechungen am\npreu\u00dfischen Hof in K\u00f6nigsberg.<br>\n<b><br>1810<\/b>\n<br>\nAufenthalt in Dresden.<br>\nTrotz seines guten Jahresgehalts von 2000 Talern steckt Himmel in<br>\nGeldn\u00f6ten. Er wendet sich an Friedrich Wilhelm III. mit der Bitte, ihm seine<br>\nBerliner Schulden in H\u00f6he von 4263 Talern zu erlassen. Der Monarch<br>\nentspricht der Bitte nicht, sondern ordnet stattdessen eine Gehaltspf\u00e4ndung an.<br>\n<br>\n<b>1811<\/b><br>\nIn Karlsbad triff Himmel&nbsp;einige Male Goethe, der sich zur selben<br>\nZeit dort aufh\u00e4lt. Dieser schreibt am 26. Juni \u00fcber den Berliner Komponisten<br>\nan seinen Freund Zelter: \"Himmel ist seit einigen Tagen hier und obgleich<br>\nleidend, doch immer der alte; lustig, mitteilend, und durch sein Spiel auch<br>\ndie rohesten Instrumente verbessernd. Ich habe ihn immer zuwenig geh\u00f6rt und\ngesehen, und komme wegen seiner lustigen Lebensart nicht viel mit ihm zusammen;\naber doch ist mir dieser Tage eingefallen, ob ich nicht die<br>\nMaxime, \u00dcberzeugungen, Triebe oder wie sie es nennen wollen, wonach er sich bei\nden Kompositionen lyrischer Gedichte richtet, oder von denen er geleitet wird,\nherausbringen k\u00f6nnte\".<br>\n<br>\nIn sein Tagebuch vermerkt Goethe am selben Tag: \"Im Saal. Bei<br>\nRazumovsky, wo Himmel vortrefflich spielte und ein Kastrat schlecht sang.<br>\nBekanntschaft mit F\u00fcrst Kinsky\". (Goethe 1993, S. 686 und 569).<br>\n<br>\n<b>1814<\/b><br>\nNachdem er noch am 30. Januar und am 13. Februar \u00f6ffentlich<br>\nkonzertiert, stirbt Friedrich Himmel am 8. Juni im Alter von 48<br>\nJahren in Berlin. <br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\">Am 14. Juni erscheint in der Haude- und SpenerschenZeitung ein ehrender Nachruf auf der Titelseite.<br><\/p><p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;\" align=\"left\">\nSeine Popularit\u00e4t erstreckt sich haupts\u00e4chlich auf den Raum Preu\u00dfens und\nBerlins. <br>\n<br>\nRobert Eitner schrieb in der ADB \u00fcber ihn: \"Hier ward<br>\nHimmel, der sich mit den Heroen nicht entfernt messen kann und nur<br>\nAlltagsmusik, wenn auch recht gef\u00e4llige, machte, mit h\u00f6chsten T\u00f6nen gefeiert\nund w\u00e4hrend die Throne Europas zusammenbrachen und die V\u00f6lker niedergetreten\nwurden, erg\u00f6tzte man sich in Berlin an Himmels t\u00e4ndelnder \"Fachon\".\n(...).<br>\nH. schrieb \u00fcbrigens eine gro\u00dfe Menge anderer, auch ernsterer Musiken, doch auch\nletztere nicht, ohne da\u00df daraus sein leichter Sinn und sein mehr<br>\ngef\u00e4lliges als tiefes Talent hervorl\u00e4chelte. (...). Am gl\u00fccklichsten aber<br>\nist er in seinen Liedern, deren er zahlreich schrieb, darunter die Ges\u00e4nge<br>\nzu Tiedges \"Urania\". Im Liede wu\u00dfte er oft den naiven Ton des\nVolksliedes<br>\ngl\u00fccklich zu treffen, darum wurden denn auch seine Lieder sehr viel gesungen\nund manche derselben haben sich, z.B. unter den Schulliedern, bis heute\nerhalten\". (ADB, Bd 12, S. 435-436).<br>\n<br>\nEtwas sachlicher charakterisiert Wilhelm Pfannkuch Himmels Werk hundert<br>\nJahre sp\u00e4ter in der NDB: \"Himmels kaum \u00fcber die Grenzen Deutschlands<br>\nhinausgedrungenes Schaffen ist von jenen sozialen und kulturellen<br>\nUmschichtungsvorgang um die Jahrhundertwende bestimmt, innerhalb dessen das<br>\nmusikbeflissene B\u00fcrgertum der von Adelskreisen gepflegten italienischen Oper<br>\nund Instrumentalmusik das weitgehend neuhumanistische und patriotisch<br>\ninspirierte, spezifisch b\u00fcrgerliche Lied als die ihm am mei\u00dften gem\u00e4\u00dfe<br>\nmusikalische Gattung entgegenstellt. (...). Durch sein Bem\u00fchen,<br>\nVolkst\u00fcmlichkeit durch Volksliedhaftigkeit und scheinhaften Affekt durch<br>\nNacherleben des Textes zu ersetzen, erscheint Himmel in seinen besten<br>\nLiedern einer der eigenst\u00e4ndigsten Vorl\u00e4ufer des Kunstliedes Schubertscher<br>\nPr\u00e4gung im norddeutschen Bereich\". (NDB, Bd. 9, S. 170).<br>\n<br>\n<br>\nVerwendete Literatur:<br>\nEitner, Robert: Friedrich Heinrich Himmel. In: Allgemeine deutsche<br>\nBiographie. Bd. 12. Hrsg. von der Historischen Kommission der Bayrischen<br>\nAkademie der Wissenschaften. Neudruck des Originals: Leipzig: Duncker &amp;<br>\nHumblot 1886, S. 435-436<br>\n<br>\nGoethe, Johann Wolfgang von: Napoleonische Zeit. Briefe, Tageb\u00fccher und<br>\nGespr\u00e4che 1805-1816. Teil 1. Hrsg. von Rose Utenberger. Frankfurt a.M.:<br>\nDeutscher Klassiker-Verlag 1993. (= Goethe, Johann Wolfgang von: S\u00e4mtlicher\nWerke, Briefe, Tageb\u00fccher und Gespr\u00e4che. Abt. 2, Bd. 6. Hrsg. von Hendrik Birus\nu.a.)<br>\n<br>\nGoethe, Johann Wolfgang von: Tag und Jahreshefte. Hrsg. von Irmtraut<br>\nSchmid. Frankfurt a.M.: Deutscher Klassiker-Verlag 1994. (=Goethe, Johann Wolfgang\nvon: S\u00e4mtliche Werke, Briefe, Tageb\u00fccher und Gespr\u00e4che. Abt. 1, Bd. 17. Hrsg.\nvon Hendrik Birus u.a.)<br>\n<br>\nPfannkuch, Wilhelm: Friedrich Heinrich Himmel. In: Neue deutsche Biographie.\nBd. 9. Hrsg. von der Historischen Kommission der bayrischen Akademie der\nWissenschaften. berlin: Duncker &amp; Humblot 1972, S. 170-171<br>\n<br>\nSH<span style=\"font-size: 12pt;\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n","genealogie":"Vater: Christian Friedrich Himmel (1724-1801\/04), markgr\u00e4flicher Kammerdiener, sp\u00e4ter Gastwirt\n          in Treuenbritzen\nMutter: Johann Christiane Elisabeth Ebel (1730-1787), aus Strausberg","primaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3035\" class=\"link-hover text-primary\">Die Liederkomponisten August Harder, Friedrich Heinrich Himmel, Friedrich Franz Hurka, Carl Gottlieb Hering<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3037\" class=\"link-hover text-primary\">Variationen f\u00fcr das Piano-Forte \u00fcber den beliebten Gesang von Himmel \"An Alexis send ich dich\"<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3043\" class=\"link-hover text-primary\">Trois Sonates pour le pianoforte<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3077\" class=\"link-hover text-primary\">Ouverture et chansons favorits de l'op\u00e9ra Fanchon<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3078\" class=\"link-hover text-primary\">Vasco da Gama<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3079\" class=\"link-hover text-primary\">Trauer-Cantate zur Begr\u00e4bnisfeyer Seiner K\u00f6nigl. 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