
{"meta":{"meta-title":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df < Personen","meta-description":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/682","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/682","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df"},"count":{"lebensdaten":10,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":1,"register":1,"quellen":1},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/682","text":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df"}]},"data":{"id":682,"zusatz_id":682,"meta":{"meta-title":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df < Personen","meta-description":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/682","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/682"},"title":"Otto Carl Friedrich Vo\u00df","nachname":"Vo\u00df","vorname":"Otto Carl Friedrich","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"08.06.1755","geburtsort":"Berlin","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"30.01.1823","sterbeort":"Havelberg","sterbeland":null,"berufe":["Minister","Jurist"],"vereine":[],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/498\" class=\"link-hover text-primary\">Ignaz Aurelius Fe\u00dfler (Theologe, Publizist)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4185\" class=\"link-hover text-primary\">Otto Christian Leopold Quast (Beamter, Geh. Oberfinanz-, Kriegs- und Dom\u00e4nenrat)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4200\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Ludwig Vogel (Beamter, Rendant)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n  <b>Ab 1773<\/b> <br>\n  Nachdem er im Elternhaus seine schulische Ausbildung genossen hat, besucht\n  v. Vo\u00df die Viadrina in Frankfurt\/Oder und studiert dort\n  Rechtswissenschaften.<br>\n  <br>\n  <b>1775\/76<\/b> <br>\n  Wechsel an die Universit\u00e4t in G\u00f6ttingen.<br>\n  <br>\n  <b>1777<br>\n  <\/b> Anstellung als Referendar beim Berliner Kammergericht (25. Juli).\n  W\u00e4hrend der Referendarzeit unternimmt v. Vo\u00df eine Deutschlandreise, die ihn\n  u. a. an die H\u00f6fe in Kassel, Darmstadt und Karlsruhe f\u00fchrt.<br>\n  <br>\n  <b>1779<br>\n  <\/b> V. Vo\u00df besteht das zweite juristische Examen. Aus Protest gegen die\n  Kabinettsjustiz verl\u00e4\u00dft er seinen Posten beim Kammergericht kurz\n  darauf.<br>\n  <br>\n  <b>1780<br>\n  <\/b> Heirat mit einer Tochter des Ministers v. Finckenstein, vor\u00fcbergehende\n  T\u00e4tigkeit als Landwirt auf dem von ihm und seiner Frau erworbenen Gut\n  Wartenberg im Niederbarnimschen Kreis.<br>\n  <br>\n  <b>1782<br>\n  <\/b> Ernennung zum Rat der mittelm\u00e4rkischen Ritterschaft.<br>\n  <br>\n  <b>1784<br>\n  <\/b> Ernennung zum Hauptritterschaftsdirektor und zum st\u00e4ndigen Deputierten\n  der kurm\u00e4rkischen Ritterschaft. Nach dem Tod seines Vaters fallen die G\u00fcter\n  Buch und Karow an Vo\u00df. Im selben Jahr kauft er die Havelsberger Domprobstei\n  vom General von B\u00fclow.<br>\n  <br>\n  <b>&nbsp;1786<br>\n  <\/b> Bestallung zum Pr\u00e4sidenten der kurm\u00e4rkischen Kammer (Anfang Dezember).\n  Der Hintergrund f\u00fcr diese Bef\u00f6rderung d\u00fcrfte die Verbindung Friedrich\n  Wilhelms II. mit v. Vo\u00df' Schwester gewesen sein.<br>\n  <br>\n  <b>1789<br>\n  <\/b> Bef\u00f6rderung zum Minister im Generaldirektorium, zust\u00e4ndig f\u00fcr die\n  Neumark, Neuchatel, Magdeburg und Halberstadt. Vgl. dazu Haude- und Spenersche Zeitung, Nr. 116, Sonnabend, den 26. September 1789.<br>\n  <br>\n  <b>1793<br>\n  <\/b> Leitung der Organisation der neuen Provinz S\u00fcdpreu\u00dfen. Anfangs\n  gemeinsam mit Hoym und Schr\u00f6tter, ab dem 7. April allein zust\u00e4ndig. Nach dem Tod des Hofmarschalls Behrend Friedrich August von der Marwitz \u00fcbernimmt er anteilig die Vormundschaft f\u00fcr dessen S\u00f6hne.<span style=\"font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;\"><\/span><br>\n  <br>\n  <b>1795<br>\n  <\/b> Mit dem Ausbruch der polnischen Unruhen wird Vo\u00df seiner Stellung als\n  Departementsminister in S\u00fcdpreu\u00dfen enthoben, diese Zust\u00e4ndigkeit\n  wird Hoym \u00fcbertragen. Kurz darauf dr\u00e4ngt Vo\u00df auf seine dienstliche Zur\u00fcckstellung, die\n  ihm am 3. November gew\u00e4hrt wird. (Entlassungsschreiben zitiert in Faulstich,\n  Musikaliensammlung, S. 31). Vo\u00df zieht sich auf seine G\u00fcter zur\u00fcck.<br>\n  <br>\n  <b>1797<br>\n  <\/b> Nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelm III. Wiedereintritt in den\n  Staatsdienst, Vo\u00df \u00fcbernimmt als Minister das Departement S\u00fcdpreu\u00dfen. Von\n  Gneisenau, Boyen u. a. wird sp\u00e4ter die Kritik ge\u00e4u\u00dfert, da\u00df die von Vo\u00df\n  geleitete Verwaltung S\u00fcdpreu\u00dfens es erleichtert h\u00e4tte, da\u00df die Provinz an\n  Napoleon fiel.<br>\n  <br>\n  <b>1798<br>\n  <\/b> Neumark, Pommern sowie das Lotteriedepartement fallen in die\n  Zust\u00e4ndigkeit Vo\u00df', sp\u00e4ter, nach dem Tod Minister Hans von Werders, auch die\n  Kurmark.<br>\n  <br>\n  <b>1799<br>\n  <\/b> Erhalt des Roten Adlerordens.<br>\n  <br>\n  <b>1804<br>\n  <\/b> Die beim K\u00f6nig von Vo\u00df beantragte Verordnung zur Ausbildung der\n  Elementarlehrer nach den Lehren Pestalozzis wird durchgesetzt (19.\n  Januar).<br>\n  <br>\n  <b>1806<br>\n  <\/b> Vo\u00df wird vor\u00fcbergehend Finanzminister. Nach der Niederlage bei\n  Jena\/Auerstedt geht Vo\u00df mit Stein und Schr\u00f6tter nach Stettin. Am 27. Oktober\n  verl\u00e4\u00dft er jedoch die Stadt wieder und langt am 3. November gemeinsam mit\n  Stein in Danzig an. Vo\u00df reist in den n\u00e4chsten Tagen nach Graudenz und\n  Osterode, um an Konferenzen \u00fcber das Angebot des Waffenstillstandes zu\n  konferieren. Von Osterode geht Vo\u00df anschlie\u00dfend nach K\u00f6nigsberg, wo sich nun\n  auch der k\u00f6nigliche Hof befindet.<br>\n  <br>\n  <b>1807<br>\n  <\/b> Vo\u00df \u00fcbergibt dem K\u00f6nig eine Denkschrift, in der er die\n  Vereinheitlichung der preu\u00dfischen Verwaltung anregt (10. M\u00e4rz). Auf\n  Vorschlag Beymes wird er Mitte M\u00e4rz zum Finanzminister bestellt. Hardenberg\n  erreicht jedoch nach wenigen Wochen, da\u00df ihm selbst der Hauptteil der\n  Finanzgesch\u00e4fte \u00fcbertragen wird. Der Konflikt zwischen Vo\u00df und Hardenberg\n  f\u00fchrt dazu, da\u00df Vo\u00df seinen Abschied erbittet und diesen erh\u00e4lt. Vo\u00df reist am\n  19. Juni nach Havelberg ab. Nach dem im Tilsiter Friedensvertrag\n  vorgesehenen R\u00fccktritt Hardenbergs (9. Juli) scheint sich Vo\u00df wieder um die\n  \u00dcbertragung der Finanzgesch\u00e4fte zu bem\u00fchen, was jedenfalls nicht von Erfolg\n  gekr\u00f6nt ist. Die Berufung zum Zivilkommissar f\u00fcr die bei Preu\u00dfen\n  verbliebenen Teile Magdeburgs und die Kurmark lehnt Vo\u00df im Juli ab.<br>\n  <br>\n  <b>1808<br>\n  <\/b> Vo\u00df \u00fcbernimmt auf Empfehlung Steins am 16. Mai den Vorsitz der\n  Immediatsfriedenskommission in Berlin. Weil sein Rang unter dem des ihm vormals\n  untergebenen Stein angesiedelt ist und weil er die Interessen der\n  Ritterschaft bedroht sieht, wird Vo\u00df zum Gegner der Reformpartei.<br>\n  <br>\n  <b>1809<br>\n  <\/b> Die Versuche, Stein und Sch\u00f6n aus ihren \u00c4mtern zu dr\u00e4ngen, schlagen auf\n  ihn selbst zur\u00fcck. Im Februar entzieht der K\u00f6nig Vo\u00df die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr\n  die Kurmark und entl\u00e4\u00dft ihn aus der Immediatsfriedenskommission. Daraufhin\n  zieht sich Vo\u00df nach Havelberg zur\u00fcck. Die in den folgenden Jahren\n  vorgebrachten Positionen gegen die Reformen und f\u00fcr die Beibehaltung der\n  bzw. R\u00fcckkehr zur st\u00e4ndischen Verfassung finden bei Friedrich Wilhelm III.\n  kein Geh\u00f6r, obschon sich das Verh\u00e4ltnis zwischen dem K\u00f6nig und v. Vo\u00df\n  verbessert.<br>\n  <br>\n  <b>1822<br>\n  <\/b>Ernennung zum Vizepr\u00e4sidenten des Ministeriums und des Staatsrats am 16.\n  September. (Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr gehen aus dem Artikel in ADB nicht klar hervor.\n  Die Ausf\u00fchrungen Faulstichs legen die Vermutung nahe, da\u00df der Kronprinz\n  Friedrich Wilhelm IV. die Reaktivierung v. Vo\u00df' initiiert hat.) Nach dem Tod\n  Hardenbergs (26. November) erh\u00e4lt Vo\u00df die volle Leitung der Gesch\u00e4fte. Trotz\n  alter Gegnerschaft begr\u00fc\u00dft Stein die Ernennung, da er hofft, da\u00df der\n  erfahrene Beamte Vo\u00df zu einer sparsamen Finanzverwaltung zur\u00fcckkehrt.<br>\n  <br>\n  <b>1823<br>\n  <\/b> Die Verleihung des Schwarzen Adlerordens (18. Januar) erlebt von Vo\u00df\n  nicht mehr bewu\u00dft. Er stirbt am 30. Januar infolge einer\n  Erk\u00e4ltungserkrankung.<br>\n  <br>\n  ----------------------------------------<br>\n  <br>\n  Abb. in: Czubatynski, Uwe: Biographische Notizen zu Otto Carl Friedrich von\n  Vo\u00df (1755-1823), in: Bach-Jahrbuch 78 (1992), S. 119-122.\n ","genealogie":"Vater:  Friedrich Christoph Hieronymus von Vo\u00df (1734-1784), preu\u00dfischer Geheimrat\nMutter:  Amalia Ottilie (1736-1767), geb. v. Viereck\nGeschwister:  Ferdinand Georg Wilhelm (1758-1777)      Albrecht Leopold (gest. 1793)      Elisabeth Amalia (1766-1789), seit 1787 Gr\u00e4fin von Ingenheim\nEhefrau:  Carolie Maria Susanna (1751-1828), geb. v. Finckenstein, Tochter des Ministers  v. Finckenstein\nKinder:  Friedrich Wilhelm Maximilian (1782-1847)      Carl Otto Friedrich (1786-1864)      Caronline Friederike Wilhelmine (1789-1851)      Otto Carl Philipp (1794-1836).","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/1058\" class=\"link-hover text-primary\">Der Minister Carl August von Struensee<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/1059\" class=\"link-hover text-primary\">Die Musikaliensammlung der Familie von Vo\u00df<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"1786-1793","gebaeude":"Haus des Ministers v. 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