
{"meta":{"meta-title":"Johann Christoph W\u00f6llner < Personen","meta-description":"Johann Christoph W\u00f6llner < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/690","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/690","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Johann Christoph W\u00f6llner"},"count":{"lebensdaten":11,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":1,"register":3,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/690","text":"Johann Christoph W\u00f6llner"}]},"data":{"id":690,"zusatz_id":690,"meta":{"meta-title":"Johann Christoph W\u00f6llner < Personen","meta-description":"Johann Christoph W\u00f6llner < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/690","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/690"},"title":"Johann Christoph W\u00f6llner","nachname":"W\u00f6llner","vorname":"Johann Christoph","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"von","geburtsdatum":"19.05.1732","geburtsort":"D\u00f6beritz (Mark Brandenburg)","geburtsland":null,"staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"10.09.1800","sterbeort":"Gro\u00df-Rietz bei Beskow\/ Mark","sterbeland":null,"berufe":["Minister"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/20\" class=\"link-hover text-primary\">Montagsklub (gegr\u00fcndet: 10.1750 aufgel\u00f6st: 1936)<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/44\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der Wissenschaften<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/28\" class=\"link-hover text-primary\">Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin (gegr\u00fcndet: 09.07.1773)<\/a>"],"bekanntschaften":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/734\" class=\"link-hover text-primary\">Hans Rudolf Bischoffwerder (General, Politiker)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/733\" class=\"link-hover text-primary\">Ewald Friedrich Hertzberg (Staatsmann, Minister, Jurist)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4861\" class=\"link-hover text-primary\">Anastasius Ludwig Mencken (Diplomat, Geh. Kabinettsrat)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/4863\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Wilhelm II. Preu\u00dfen (K\u00f6nig von Preu\u00dfen)<\/a>"],"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n\n\n\n\n<p class=\"MsoNormal\"><b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">1732<br>\n<\/span><\/b><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\">Am 19. Mai wird\nJohann Christoph W\u00f6llner als Sohn eines Pfarrers in Doberitz in der Mark\ngeboren.<br>\n<br>\n<b>1730er\/40er<\/b> <br>\nW\u00f6llner erh\u00e4lt Schulunterricht in Spandau.<br>\n<br>\n<b>1750<br>\n<\/b>Aufnahme des Theologie-Studiums in Halle.<br>\n<br>\n<b>1753<br>\n<\/b>T\u00e4tigkeit als Hauslehrer bei der Familie des Generals von Itzenplitz zu\nGro\u00df-Behnitz in der Mark.<br>\n<br>\n<b>1755<br>\n<\/b>Berufung zum Patronatspfarrer in Gro\u00df-Behnitz.<br>\n<br>\n<b>1759<br>\n<\/b>Nach dem Tod des Generals scheidet W\u00f6llner - angeblich aus gesundheitlichen\nGr\u00fcnden - aus dieser Stelle aus. Nach dem Austritt aus dem Pfarramt erwirbt\nW\u00f6llner Kenntnisse auf den Gebieten der Landwirtschaft und National\u00f6konomie.<br>\n<br>\n<b>1762<br>\n<\/b>W\u00f6llner wird P\u00e4chter in Gro\u00df-Behnitz.<br>\n<br>\n<b>1766<br>\n<\/b>Heirat mit der einzigen Tochter des Generals Itzenplitz gegen den lebhaften\nEinspruch ihrer Verwandten.<br>\n<br>\n<b>1768<br>\n<\/b>W\u00f6llner, der ein Kanonikat in Halberstadt erhalten hat, richtet an den\nK\u00f6nig das Gesuch um Nobilitierung. Die Umst\u00e4nde von W\u00f6llners Heirat veranlassen\nden K\u00f6nig, dieses Ansinnen mit der Bemerkung, W\u00f6llner sei ein <i>\"intriganter\nPfaffe\"<\/i> zur\u00fcckzuweisen.<br>\n<br>\n<b>1770<br>\n<\/b>Der Bruder Friedrichs II., Prinz Heinrich von Preu\u00dfen, stellt W\u00f6llner als\nKammerrat bei seiner Dom\u00e4nenverwaltung ein. Fortan wohnt W\u00f6llner in Berlin.<br>\n<b><br>\n1765 bis 1780<\/b> <br>\nW\u00f6llner widmet seine Energie dem Freimaurerorden und tritt der Loge \"Zu\nden drei Weltkugeln\" bei. Zu dieser Zeit publiziert er viele Rezensionen\n\u00fcber landwirtschaftliche Schriften in Friedrich Nicolais \"Allgemeine\ndeutsche Bibliothek\". Er kommt in Kontakt mit den Rosenkreuzern und wird\nin den Orden aufgenommen. W\u00f6llner zieht sich aus den Kreisen der Freimaurer und\nAufkl\u00e4rer zur\u00fcck und gr\u00fcndet in Berlin eine Rosenkreuzerloge. Unter dem\nPseudonym Chrysophiron (oder auch Heliconus) leitet er die Loge.<br>\n<br>\n<b>1781<br>\n<\/b>Eintritt des Kronprinzen Friedrich Wilhelm in die Loge (8. August). W\u00f6llner\ngewinnt Einflu\u00df auf den zuk\u00fcnftigen Monarchen und wird sp\u00e4ter zu seinem Orakel\nin Regierungsangelegenheiten. <br>\n<br>\n<b>1784ff.<\/b> <br>\nW\u00f6llner h\u00e4lt dem Kronprinzen Vorlesungen \u00fcber verschiedene Bereiche der Kunst\ndes Regierens. In dieser Zeit verfa\u00dft W\u00f6llner Vertr\u00e4ge, die nach dem\nRegierungsantritt Friedrich Wilhelms II. weitgehend umgesetzt werden. Bis zum\nTode Friedrich Wilhelms II. bleibt der Einflu\u00df W\u00f6llners auf die preu\u00dfische\nInnenpolitik gro\u00df.<br>\n<br>\n<b>1786<br>\n<\/b>Erhebung in den Adelsstand, Ernennung zum Geheimen Oberfinanzrat und Chef\ndes Baudepartements. W\u00f6llner erh\u00e4lt auch die Aufsicht \u00fcber die k\u00f6nigliche\nDispositionskasse. W\u00f6llners Anliegen, Finanzminister zu werden, ist nicht von\nErfolg gekr\u00f6nt.<br>\n<br>\n<b>1788<br>\n<\/b>W\u00f6llner gelingt die Verdr\u00e4ngung des Ministers Zedlitz aus der Zust\u00e4ndigkeit\nf\u00fcr das Geistliche Departement. Als Zedlitz die Aufsicht \u00fcber das Schulwesen in\nSchlesien und \u00fcber die von ihm eingesetzte Generalschulkommission entzogen\nwird, ersucht dieser um seine Entlassung. Am 3. Juli wird W\u00f6llner zum\nwirklichen Geheimen Staats- und dirigierenden Minister ernannt, ihm wird das\ngeistliche Departement \u00fcbertragen. Wenige Tage sp\u00e4ter folgt der Erla\u00df des\nReligionsedikts, das zwar auch von Carmer und D\u00f6rnberg unterzeichnet und vom\nK\u00f6nig bef\u00fcrwortet worden ist, jedoch der Feder W\u00f6llners entstammt. Die von den\nMitgliedern der Oberkirchenbeh\u00f6rde in Berlin und den f\u00fcnf Oberkonsistorialr\u00e4ten\nerhobenen Einw\u00e4nde werden von der vom K\u00f6nig ernannten, aus den Ministern\nCarmer, D\u00f6rnberg und W\u00f6llner bestehenden Kommission scharf zur\u00fcckgewiesen (24.\nNovember).<br>\n<br>\n<b>1791<br>\n<\/b>Gr\u00fcndung der Immediats-Examinationskommission zur Pr\u00fcfung der Geistlichen\nauf ihre Rechtgl\u00e4ubigkeit. Die Kommission \u00fcbernimmt die Aufgabe der seit 1788\nge\u00fcbten Zensur, der unter anderem Kant (1794) zum Opfer f\u00e4llt.<br>\n<br>\n<b>1794<br>\n<\/b>W\u00f6llner mu\u00df dem K\u00f6nig eine mangelhafte Erfolgsbilanz der\nImmediats-Kommission melden, was eine Verstimmung Friedrich Wilhelms II. ihm\ngegen\u00fcber zur Folge hat. Dies f\u00fchrt allerdings nicht zum g\u00e4nzlichen Abbruch des\nEinflusses W\u00f6llners.<br>\n<br>\n<b>1798<br>\n<\/b>Nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms III. (Dezember 1797)\nunternimmt W\u00f6llner ohne k\u00f6nigliche Anweisung den Versuch, die aufgehobenen,\nformal jedoch nicht zur\u00fcckgenommenen Bestimmungen \"seines\"\nReligionsedikts wieder in Kraft treten zu lassen. Er erh\u00e4lt zun\u00e4chst (12.\nJanuar) eine schroffe Kabinettsorder und am 11. M\u00e4rz seine Entlassung ohne\nPension. Er zieht sich zur\u00fcck auf sein Gut Gro\u00dfriez bei Beeskow. Bitten um die\nR\u00fcckgabe seiner dem fr\u00fcheren Kronprinzen Friedrich Wilhelm \u00fcbergebenen Vorlagen\nsowie Ersuche um ein Gnadengehalt werden von Friedrich Wilhelm III. nicht\nber\u00fccksichtigt.<br>\n<br>\n<b>1800<br>\n<\/b>Am 10. September stirbt W\u00f6llner 68 j\u00e4hrig auf seinem Gut Gro\u00dfriez.<\/span><\/p>Meldung in der Haude- und Spenerschen Zeitung, Nr. 111, Dienstag, den 16. September 1800:<br>\"Am 11ten dieses starb auf seinem Gute Gro\u00df-Ritz(!) ohnweit Beeskow, der ehemalige K\u00f6niglich Preu\u00dfische Justiz-Minister und Chef des geistlichen Departements, Herr Johann Christoph von W\u00f6llner, Probst des Adelichen Fr\u00e4uleinstifts zum Heiligen Grabe in der Priegnitz, Mitglied der K\u00f6nigl. Academie der Wissenschaften von der physicalischen Classe, auch Mitglied der K\u00f6nigl. Academie der sch\u00f6nen K\u00fcnste und der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, im 68sten Lebensjahre an einer Entkr\u00e4ftung.\"<br><br>&nbsp;<br><p class=\"MsoNormal\"><br><\/p><p class=\"MsoNormal\"><br><span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana;\"><o:p><\/o:p><\/span><\/p>\n\n","genealogie":"Vater:  evangelischer Prediger","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/1476\" class=\"link-hover text-primary\">Eine Denkschrift W\u00f6llners \u00fcber die kurm\u00e4rkische Landschaft (1786)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/1517\" class=\"link-hover text-primary\">Ein Konflikt K\u00f6nig Friedrich Wilhelms II. mit dem Minister W\u00f6llner (Vortrag)<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3850\" class=\"link-hover text-primary\">W\u00f6llner und die ausw\u00e4rtige Politik Friedrich Wilhelm's II<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3853\" class=\"link-hover text-primary\">Zur Beurteilung des Staatsministers W\u00f6llner<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/4999\" class=\"link-hover text-primary\">Johann Christoph von W\u00f6llner<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/10443\" class=\"link-hover text-primary\">Denkschrift auf den Herrn Staats-Minister von W\u00f6llner<\/a>"],"berlinaufenthalte":[{"zeitraum":"1786ff.","gebaeude":null,"damals_adresse":"hinter dem Observatorium (eigenes Haus)","heute_adresse":"","kommentar":"\n"},{"zeitraum":"ab 1788","gebaeude":null,"damals_adresse":"Haus des Gastwirts T\u00f6pfer","heute_adresse":"","kommentar":"\n"},{"zeitraum":"von 1790 bis 1798","gebaeude":"Wegelysches Haus","damals_adresse":"Unter den Linden","heute_adresse":"","kommentar":"\n"}],"fach":["Politik"],"institution":["Akademie der Wissenschaften"],"ort":[],"verein":["Gesellschaft naturforschender Freunde","Montagsclub"],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}