
{"meta":{"meta-title":"Marchese Girolamo Lucchesini < Personen","meta-description":"Marchese Girolamo Lucchesini < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/714","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/714","zitat":{"bereich":"Person","bearbeitet":"","titel":"Marchese Girolamo Lucchesini"},"count":{"lebensdaten":12,"namensformen":0,"genealogie":1,"biographie":1,"werke":1,"berlinaufenthalte":0,"register":2,"quellen":0},"translations":"personen","breadcrumb":[{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen","text":"Personen"},{"url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/714","text":"Marchese Girolamo Lucchesini"}]},"data":{"id":714,"zusatz_id":714,"meta":{"meta-title":"Marchese Girolamo Lucchesini < Personen","meta-description":"Marchese Girolamo Lucchesini < Personen","canonical-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/714","api-url":"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/api\/personen\/714"},"title":"Marchese Girolamo Lucchesini","nachname":"Lucchesini","vorname":"Marchese Girolamo","lexikal-name":null,"titel":"","adelstitel":"","adelspraedikat":"","geburtsdatum":"07.05.1751","geburtsort":"Lucca","geburtsland":"Italien","staatsangehoerigkeit":"","geschlecht":"m\u00e4nnlich","konfession":"","sterbedatum":"20.10.1825","sterbeort":"Florenz","sterbeland":"Italien","berufe":["Diplomat"],"vereine":[" <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/44\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der Wissenschaften<\/a>"," <a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/geselligkeit\/45\" class=\"link-hover text-primary\">Akademie der K\u00fcnste<\/a>"],"bekanntschaften":{"2":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/734\" class=\"link-hover text-primary\">Hans Rudolf Bischoffwerder (General, Politiker)<\/a>","1":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/733\" class=\"link-hover text-primary\">Ewald Friedrich Hertzberg (Staatsmann, Minister, Jurist)<\/a>","0":"<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/personen\/678\" class=\"link-hover text-primary\">Friedrich Wilhelm Schulenburg-Kehnert (Minister)<\/a>"},"dynastie":null,"geburtsname":null,"gebadelspraedikat":"","gebtitel":"","geschieden":null,"verwitwet":null,"pseudonym":null,"namensvarianten":null,"namensaenderung":null,"lebenslauf":"\n <b>1760er bis 1770er<\/b> <br>\n Lucchesini erf\u00e4hrt eine literarisch-klassische Bildung sowie eine Schulung\n in den Naturwissenschaften bei Lazzaro Spallanzani in Modena und Pavia.\n <br>\n <br>\n <b>1780<\/b><br>\n Lucchesini bereist Frankreich und Deutschland und wird Friedrich II. empfohlen.\n Dieser ernennt ihn 1780 zum Kammerherrn. <br>\n <br>\n <b>1787<\/b> <br>\n Nach dem Thronwechsel wird Lucchesini von Friedrich Wilhelm II. als Diplomat weiter\n besch\u00e4ftigt. 1787 schickt der neue K\u00f6nig ihn auf eine diplomatische Mission\n nach Rom, wo Lucchesini die Zustimmung des Papstes zur Berufung Karl Theodor von\n Dalbergs zum Koadjutor des Erzbistums Mainz erreicht. Anschlie\u00dfend geht Lucchesini\n als preu\u00dfischer Gesandter nach Warschau. <br>\n <br>\n <b>1790<\/b> <br>\n Am 29. M\u00e4rz schlie\u00dft Lucchesini die Allianz zwischen Preu\u00dfen und dem polnischen\n K\u00f6nig ab. Im selben Jahr bewegt Lucchesini Friedrich Wilhelm II. zur Konvention von\n Reichenbach. Unter seinem Einflu\u00df wird die gegen Ru\u00dfland und \u00d6sterreich\n gerichtete Politik abgeschw\u00e4cht, die von Hertzberg empfohlene, gegen\n \u00d6sterreich gerichtete Strategie findet fortan keine Beachtung mehr beim\n K\u00f6nig. <br>\n <br>\n <b>1791<\/b> <br>\n Teilnahme am Friedenskongre\u00df von Sistowa. Lucchesini vermittelt dort zwischen den\n Kriegsparteien \u00d6sterreich und T\u00fcrkei. Erhalt des Schwarzen Adlerordens.\n <br>\n <br>\n <b>1792<\/b><br>\n Vom Dezember 1791 bis zum Sommer 1792 Aufenthalt in Warschau. Nach der\n Aufl\u00f6sung der preu\u00dfisch-polnischen Allianz wird Lucchesini zum diplomatischen\n Berater Friedrich Wilhelms II. auf dessen Feldzug gegen Frankreich. <br>\n <br>\n <b>1793<\/b> <br>\n Ernennung zum preu\u00dfischen Gesandten in Wien am 20. November. Kurz darauf\n erh\u00e4lt er den Rang eines Wirklichen Staats- und Kriegsministers. Als\n \"Polen-Experte\" schl\u00e4gt er vor, statt den Krieg gegen Frankreich zu f\u00fchren,\n den Kosciuszko-Aufstand in Polen niederzuschlagen. Die preu\u00dfische Armee soll\n neben Krakau auch Warschau besetzen. <br>\n <br>\n <b>1795<\/b> <br>\n Die \u00f6sterreichische Regierung verlangt die Abberufung&nbsp;\n Lucchesinis aus Wien. Grund\n daf\u00fcr ist das schlechte Verh\u00e4ltnis zwischen dem Diplomaten und dem Leiter\n der \u00f6sterreichischen Au\u00dfenpolitik Baron Thugut.<br>\n <br>\n <b>1796<\/b> <br>\n Im Zuge der 3. polnischenTeilung \u00fcbereignet Friedrich Wilhelm II.&nbsp;\n Lucchesini die\n Starostei Meseritz.<br>\n <br>\n <b>1797<\/b> <br>\n Erneut verlangt \u00d6sterreich die Abberufung L.s. Im April folgt Friedrich\n Wilhelm II. dieser Aufforderung. <br>\n <br>\n <b>1800<\/b> <br>\n Friedrich Wilhelm III. schickt Lucchesini als au\u00dferordentlichen Gesandten nach\n Paris.<br>\n <br>\n <b>1802<\/b> <br>\n Am 23. Mai schlie\u00dft L. einen Vertrag \u00fcber die Entsch\u00e4digung Preu\u00dfens f\u00fcr\n die Gebietsverluste auf der linken Rheinseite ab. Trotz seiner Kontakte zu\n oppositionellen Intellektuellen wird Lucchesini von Napoleon als st\u00e4ndiger\n diplomatischer Vertreter Preu\u00dfens akzeptiert. <br>\n <br>\n <b>1806<\/b> <br>\n L. erreicht Berlin einen Tag nach dem Pariser Allianzvertrag vom 15.\n Februar und setzt sich f\u00fcr dessen Annahme ein. Die vom Lucchesini im Juli und August\n nach Berlin gesandten Depeschen hingegen tragen zur Verschlechterung des\n Verh\u00e4ltnisses bei. Der Gesandte wird daraufhin abberufen, um Napoleon zu\n beschwichtigen. Am 16. November, nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt,\n schlie\u00dft Lucchesini mit Frankreich einen Waffenstillstand, der jedoch von Friedrich\n Wilhelm III. nicht ratifiziert wird. <br>\n <br>\n <b>1807<\/b> <br>\n Lucchesini wird \"aus Kostengr\u00fcnden\" (Stamm-Kuhlmann) aus dem preu\u00dfischen Dienst\n entlassen. Auf Empfehlung Durocs und Talleyrands erh\u00e4lt er noch im selben\n Jahr in Lucca Anstellung als Oberhofmeister bei Elisa Bacicocchi, der\n Schwester Napoleons. <br>\n <br>\n <b>1811<\/b> <br>\n Im Auftrag Bacicocchis reist Lucchesini nach Paris und berichtet \u00fcber die Zust\u00e4nde\n am Hof Napoleons. Nach Beendigung der franz\u00f6sischen Herrschaft in Italien\n tritt Lucchesini in Kontakt mit der Gr\u00e4fin Luisa Albany Florenz. Der ehemalige\n preu\u00dfische Diplomat besch\u00e4ftigt sich nun mit literarischen Arbeiten. <br>\n <br>\n <b>1822<\/b> <br>\n Anl\u00e4\u00dflich einer Italienreise Friedrich Wilhelms III. trifft Lucchesini noch einmal\n den preu\u00dfischen K\u00f6nig.<br>\n <br>Klaus Nathaus<br>\n <br>\n <br>\n <br>\n <br>\n <br>\n <br>\n <br>\n ","genealogie":"Vater:  Francesco Lucchesini   Mutter:  Maria Caterina, geb. Montecatini   Bruder:  Cesare (1756-1832), klass. Philologe   Ehefrau:  Charlotte (1759-1883), geb. Tarrach, Tochter des Geheimen Finanzrats beim 5. Departement des Generaldirektoriums, Friedrich Wilhelm Tarrach (Hochzeit 1786 in Berlin)   Kinder:  Franz (1787-1867), Hofmarschall d. Prinzen Karl v. Preu\u00dfen      ein weiterer Sohn","primaer":null,"sekundaer":["<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/3839\" class=\"link-hover text-primary\">Der Einfluss des Marquis von Lucchesini auf die preussische Politik 1787 - 1792<\/a>","<a href=\"https:\/\/berlinerklassik.bbaw.de\/bibliographie\/5003\" class=\"link-hover text-primary\">Jerome Marquis von Luchesini<\/a>"],"berlinaufenthalte":[],"fach":["Diplomatischer Dienst"],"institution":["Akademie der Wissenschaften"],"ort":[],"verein":[],"quellen_liste":null,"quellen_allgemein":""}}